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Das grausame Ende von Lauren Giddings T

Das grausame Ende von Lauren Giddings  

Der junge Mann sah die Reporterin hinter der  Kamera an als sich sein Gesicht vor Schreck   verzog. Während des Live-Interviews über  seine vermisste Nachbarin, die 27-Jährige   Juraabsolventin Lauren Giddings, hatte seine  Interviewerin eine grausige Entdeckung bemerkt.   Die Polizei hatte soeben menschliche Überreste  auf dem Parkplatz des Gebäudes gefunden, in   dessen Nähe Lauren wohnte.

 Der junge Mann schien  vor Entsetzen zu erstarren als ihn die Realität   allmählich einholte. Es war noch nicht bestätigt  worden, dass es sich bei der Leiche um Lauren   handelte aber Lauren war bereits seit vier Tagen  nicht mehr gesehen worden und die Zeichen um sie   standen nicht gut. Kopfschüttelnd sagte der junge  Mann der Reporterin, dass er sich einen Moment   setzen müsse.

 Wie sich später herausstellte, war  der junge Mann aber nicht darüber schockiert,   dass Lauren tot war. In Wirklichkeit war er  schockiert, dass ihre Leiche gefunden worden war,   obwohl er alles getan hatte um sie zu beseitigen.  Auch wenn die Reporterin es zu diesem Zeitpunkt   noch nicht wusste, sollten diese Aufnahmen  berühmt werden – denn sie zeigten den Moment   in dem ein Mann erkannte, dass er nicht  mit einem Mord davon gekommen war Lauren Giddings war die erste Person in  ihrer Familie die das College abschloss.  

Sie war aber auch schon vorher  der ganze Stolz ihrer Familie   lange bevor sie die Juristische Fakultät besuchte.  Sie war das erste Kind ihrer Eltern und kümmerte   sich rührend um ihre jüngeren Schwestern Sarah  und Caitlyn sowie um die Haustiere der Familie.   Als sie schließlich ihren eigenen Hund bekam,  einen Pekinesen den sie Butterbee nannte war   sie überglücklich.

 Während ihrer gesamten  Schulzeit wurde Lauren von ihren Freunden   ebenso geliebt wie von ihrer Familie. Ihre Freunde  fühlten sich in ihrer Nähe wohl und akzeptiert,   denn Lauren war dafür bekannt, dass sie sich  immer bemühte anderen das Gefühl zu geben etwas   Besonderes zu sein. Zwei ihrer Freundinnen  aus der Grundschulzeit, Caty und Lori waren   zum Zeitpunkt ihres Todes noch immer ihre besten  Freundinnen.

 Lauren war von Natur aus intelligent,   motiviert und engagierte sich für alles was sie  interessierte, weshalb sie auch der Meinung war,   dass das College ein guter nächster Schritt nach  ihrem Highschoolabschluss sein würde. Nachdem sie   kurzzeitig ein Medizinstudium in Erwägung gezogen  hatte, wurde Lauren klar, dass sie Menschen auf   einem anderen Weg helfen wollte und so entschied  sie sich schnell für ein Jurastudium da sie   schlussendlich Pflichtverteidigerin werden  wollte.

 Lauren besuchte ein Frauencollege,   das Agnes Scott College in Georgia und schloss die  Studium mit dem Hauptfach Politikwissenschaften   ab. Sie schloss Freundschaften, erkundete den  Süden der Vereinigten Staaten und freute sich   vor allem auf ihre Zukunft als Anwältin. Im Alter  von 24 Jahren begann Lauren dann ihr Jurastudium   an der Mercer University.

 Baristas Hall war ein  Apartmenthaus in der Nähe der Mercer University,   das als Unterkunft für die Studenten der  Universität gedacht war. Lauren zog 2008 in   eine Wohnung in Baristas Hall ein, wo sie ihren  Nachbarn Steven McDaniel kennenlernte, der in   derselben Woche in das Haus eingezogen war. Obwohl  er jünger war als Lauren war Steven sofort von der   freundlichen Art der jungen Frau angetan und von  der Art und Weise wie sie sich mit ihm unterhielt,   so als ob sie sich dafür interessierte was er  zu sagen hatte.

 Steven verfügte nicht über die   sozialen Fähigkeiten die Lauren immer genossen  hatte. Schon als kleiner Junge war er in der   Gesellschaft Gleicheitriger unbeholfen und zog  es vor sich auf die Schule zu konzentrieren und   eher für sich zu bleiben. Dieser Trend setzte  sich von der Highschool bis zum College fort,   wo Steven es vermied Partys zu feiern und  die meiste Zeit in seinem dunklen Zimmer   verbrachte.

 Wegen Stevens Ruf ein Einsiedler zu  sein, vermieden es die meisten anderen Studenten   Zeit mit ihm zu verbringen und auch sein äußeres  Erscheinungsbild trug zu seinem Ruf bei. Er war   groß, hatte eine wilde Lockenmähne, die er immer  zerzaust und unordentlich trug und sah aus wie ein   “erschöpfter Wissenschaftler”, würde ich jetzt mal  sagen.

 Lauren hatte andere aber nie wegen dieser   Dinge verurteilt und so erging es ihr auch mit  Steven. Obwohl er nicht zu den Menschen gehörte,   mit denen sie eng befreundet war, gab sich Lauren  wirklich Mühe Steven zu grüßen wann immer sie ihn   auf dem Flur begegnete. Während Lauren aus ihrer  Sicht nur freundlich zu ihrem Nachbarn war,   begann Steven die Interaktionen mit Lauren  aber als etwas mehr zu betrachten.

 Er hatte   das Gefühl, dass sie sich auch auf einer anderen,  romantischeren Ebene für ihn interessierte und er   erwiderte diese falschen Gefühle. Doch als Steven  den Mut aufbrachte Lauren um ein Date zu bitten,   war er ziemlich niedergeschmettert, als sie  ihn abwies und ihm sagte sie habe einen Freund.   Laurens Freund war ein Anwalt namens David  Vaniver, mit dem sie seit 2007 zusammen war.  

Obwohl David 20 Jahre älter als Lauren war, machte  der Altersunterschied für sie keinen Unterschied   weil sie eine echte Verbindung zwischen ihr  und David spürte er brachte sie zum Lachen,   sie hatten die gleichen Interessen und Lauren war  sich sicher dass er der Mann war mit dem sie ihr   Leben verbringen wollte.

 Tatsächlich plante Lauren  sogar nach Atlanta zu ziehen um mit David zusammen   zu sein, sobald sie ihre Anwaltsprüfung bestanden  hatte. In einem Interview äußerte sich David wie   folgt über Lauren: “Ich fand sie wunderschön,  intelligent, sehr besonnen, sehr entspannt,   sehr bescheiden, sehr scharfsinnig und sie konnte  mich immer zum Lachen bringen und ich konnte sie   zum Lachen bringen.

” Doch obwohl Lauren einen  Freund hatte, war Stephen in sie vernarrt und   er konnte kein Nein akzeptieren. Er hatte das  Gefühl, dass sie tief im Inneren eigentlich mit   ihm zusammen sein wollte und nicht mit David. Er  fragte sie erneut ob sie mit ihm ausgehen Wolle   und erhielt von ihr die gleiche Antwort: Ein  klares und deutliches, aber freundliches NEIN.   In den folgenden Monaten lud Stephen Lauren zu  mehreren weiteren Verabredungen ein, die sie jedes   mal höflich ablehnte.

 Aufgrund der unangenehmen  Spannung, die diese Begegnungen erzeugten,   war es für Lauren irgendwann so, dass die  Situation, dass Steven ihr direkter Nachbar war,   sie immer mehr belastete. Sie war mit ihrem  Studium und der Zeit die sie mit ihrem Freund   verbrachte gut beschäftigt und abgelenkt – und  auch Stephen war hochmotiviert seine Freizeit mit   dem Studium zu füllen, um sein Ziel zu erreichen,  schließlich Bundesrichter zu werden.

 Eine Sache,   die nämlich für Steven sehr wichtig war, war  Struktur und Ordnung. Schon als Kind hatte er   den Spitznamen “MrClean” bekommen, weil er davon  besessen war seine Umgebung perfekt in Ordnung   zu halten. Obwohl er ein viel beschäftigter,  gestresster Student war, hielt Stephen dennoch   an seiner Gewohnheit fest seine Wohnung akribisch  zu reinigen und sauber zu halten.

 Stephen und   Lauren waren beide Mitglieder der Federalist  Society ihrer Universität wo Stephen bei seinen   Kommilitonen erstaunlich beliebt war. Er galt  als verantwortungsbewusst und zuverlässig, jemand   auf den sie immer zählen konnten. Doch so sehr  Stephen sich auch etwas anderes erhofft hatte, die   Federalist Society änderte auch nichts an Laurens  Gefühlen für ihn – selbst dann nicht als er zum   Vizepräsidenten gewählt wurde, während die stets  beliebte und charismatische Lauren die Präsidentin war. Als im Jahr 2011 der Mai gekommen war,  hatte sich Laurens und Stephens harte Arbeit fast  

ausgezahlt. Nach dem Abschluss des Jura-Studiums  hatten sie nur noch eine letzte Hürde zu nehmen,   das Bestehen der berüchtigt schwierigen  Anwaltsprüfung. Das bedeutete dass Lauren,   wie alle anderen Absolventen auch, den Juni so  intensiv wie möglich mit Lernen verbrachte und   nur wenig Zeit für soziale Kontakte oder spaßige  Aktivitäten hatte.

 Aufgrund des Stresses den das   tägliche Lernen für die Anwaltsprüfung mit sich  brachte, ließ Lauren ihren Freund David und ihre   Familie wissen, dass sie nicht so oft mit ihnen  schreiben oder sie anrufen würde wie sonst. Sie   bemühte sich aber weiterhin mit ihnen im  Kontakt zu bleiben, wenn sie Zeit hatte,   natürlich vor allem mit David.

 Und dann kam der 26  Juni 2011 als Laurens Freund David eine E-Mail von   ihr erhält. Er war auf einer Golfreise und er und  Lauren hielten gerne per E-Mail Kontakt um sich   gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Nachdem  er aber diese E-Mail von Lauren erhalten hatte   machte sich David Sorgen um seine Freundin und um  ihr Wohlergehen. Zu Beginn der E-Mail teilte sie   David mit, dass sie gerade ein unangenehmes  Gespräch mit einem Freund gehabt habe, bei   dem ihr eine Reihe unangenehmer Fragen über ihre  Beziehung zu David gestellt worden sein.

 Lauren   gab nicht an wer der Freund war sondern nur dass  das Gespräch aufdringlich und seltsam gewesen sei.   Dieses Detail allein hätte nicht ausgereicht  um David zu beunruhigen aber Lauren erzählte   ihm weiter dass am Donnerstagabend jemand  versucht hatte in ihre Wohnung einzubrechen,   während sie sich dort aufhielt.

 Laut  David schien Lauren ihrem Tonfall in   der E-Mail nach zu urteilen, nicht ernsthaft  besorgt über den möglichen Einbruch zu sein,   doch als David Lawrence Email mehrmals gelesen  hatte war er bereits im Begriff einen Flug nach   Georgia zu nehmen um bei ihr zu sein. Er  antwortete ihr nicht auf Ihre E-Mail weil   er sich dachte es wäre besser mit Lauren  über seine Sorgen zu sprechen wenn er sie   persönlich sieht.

 Was David zu diesem Zeitpunkt  aber nicht wusste war, dass er der letzte Mensch   war der jemals von Lauren hören würde und  dass er sie niemals wieder persönlich sehen würde. Eine von Laurens Grundschulfreundinnen Katy  O’Hare, wartete darauf von Lauren zu hören. Obwohl   sie wusste dass Lauren mit den lernen für die  Anwaltsprüfung beschäftigt war, war Katy immer   von Laurens Fähigkeit beeindruckt gewesen mit  ihren Freunden in Kontakt zu bleiben, egal was in   ihrem Leben passierte.

 Es war nicht ungewöhnlich  dass mehr als ein oder zwei Tage vergingen,   ohne das dass Katy eine SMS oder eine E-Mail von  Lauren bekam. Doch als vier Tage vergangen waren,   hatte Katy das starke Gefühl dass irgendetwas  nicht stimmte. Katy wollte niemanden in Panik   versetzen aber sie wand sich an einige ihrer und  Laurens anderen Freunde und schickte Nachrichten   an Mitglieder von Laurens Familie, um zu fragen  ob Lauren in letzter Zeit mit einem von ihnen in   Kontakt gestanden hatte.

 Die Antwort war jedes Mal  dieselbe; sie hatten seit vier Tagen nichts mehr   von Lauren gehört, genauso lange wie Katy zuletzt  eine Nachricht von ihr erhalten hatte. Einige von   Laurens anderen Freunden erzählten Katy, dass sie  sie zuletzt am Freitag persönlich gesehen hatten,   als Lauren sich mit ihnen in einer Bar in der  Innenstadt auf ein paar Drinks getroffen hatte.   Nachdem sie von der Bar nach Hause gekommen  war, hatte Lauren beschlossen bei einer ihrer   Freundinnen zu übernachten, anstatt in ihre  eigene Wohnung zurückzukehren.

 Weiter erinnert   sich diese Freundin daran, dass sie Lauren  kurz nach dem Aufwachen am nächsten Morgen,   es war der Samstag danach, gesehen habe, bevor  sie in den örtlichen Country Club ging. David   hatte Lauren eine Eintrittskarte für den Country  Club in Macen geschenkt, damit sie sich in ihrer   Freizeit dort entspannen und etwas schwimmen gehen  konnte.

 Nachdem Sie also den Tag im Country Club   verbracht hatte, ging Lauren gegen 18:30 Uhr in  ein Restaurant um sich ihr Abendessen zu besorgen.   Laurens E-Mail an David wurde  am nächsten Tag also am Sonntag abgeschickt. In ihren Gesprächen mit Laurens  besorgten Freunden und Familienangehörigen   fand Katy schnell heraus, dass die  E-Mail an David, dass letzte Mal war,   dass jemand Lauren gesehen oder von ihr gehört  hatte.

 Eine von Lauren jüngeren Schwestern,   genauer genommen Caitlyn war genauso besorgt  wie Katy. Caitlyn rief Ashley Moorhouse an   die in Laurens Kurse an der juristischen  Fakultät war und zu einer engen Freundin   von Lauren an der Universität geworden war. Wie  die anderen hatte auch Ashley in den letzten   Tagen nichts von Lauren gehört und stimmte zu,  dass das Schweigen untypisch für ihre Freundin   war.

 Ashley sagte Caitlyn dass sie zu Laurens  Wohnung fahren würde um nachzusehen ob es ihr   gut ginge und war kurz erleichtert als sie einen  2004er Mitsubishi Galant auf dem Parkplatz sah,   was Laurens Auto war. Sie war also zu Hause,  dachte Ashley sich, doch als Ashley an die   Tür von Laurens Wohnung klopfte erhielt sie  keine Antwort. Sie versuchte es noch einmal,   lauter und fester doch niemand öffnete die  Tür.

 Schließlich versuchte Ashley die Tür   selbst zu öffnen, dies gelang ihr aber nicht.  Als Ashley von Laurens Wohnung nach Hause kam   rief sie Caitlyn an um ihr mitzuteilen, dass  Laurens Auto vor ihrer Wohnung geparkt, dass   sie aber nicht zu Hause zu sein schien. Laurens  andere Freundin aus der Grundschule Lori Suspick,   hatte das gleiche Bauchgefühl, dass etwas nicht  stimmte.

 Wie Katy hatte auch sie versucht Lauren   zu erreichen aber sie hatte keine Antwort von ihr  erhalten und nachdem sie mehrere Male versucht   hatte mit ihrer Freundin Kontakt aufzunehmen  beschloss Lori, dass sie etwas tun musste. Sie   rief bei der Polizeistation in Macen an und gab  eine Vermisstenanzeige für ihre Freundin auf. Ein   Beamter der Polizeistation reagierte sofort  auf Loris Anruf und fuhr zu Laurens Wohnung   um zu sehen ob Sie zu Hause war – und der Beamte  stellte fest, dass es an Laurens Wohnungstür keine   Anzeichen für einen Einbruch gab und die Tür  sicher verschlossen war. Nachdem Lauren dann  

aber auch ihm die Tür nicht geöffnet hatte  ging der Beamte zurück zur Wache. Katy,   Lori und Ashley waren mit diesem auskommen der  Ermittlungen aber alles andere als zufrieden   und beschlossen selbst etwas zu unternehmen.  Ashley erinnerte sich daran, dass sie gesehen   hatte wo Lauren den Ersatzschlüssel zu ihrer  Wohnung versteckt hatte und als sie nachsah   und feststellte, dass er immer noch in seinem  Versteck war beschlossen sie und einige von   Laurens anderen Freunden von der Universität die  Tür zu Laurens Wohnung einfach aufzuschließen.  

Und sobald sie eintraten war klar, dass Ihr  Bauchgefühl richtig war. Irgendetwas stimmte ganz   und gar nicht. In Laurens Wohnung fand die Gruppe  von Freunden Laurens Autoschlüssel, ihr Telefon,   ihren Computer und ihre Brieftasche. Sie wussten  dass sie die Wohnung niemals ohne einen dieser   Gegenstände für ein paar Stunden verlassen  hätte, geschweige denn für mehrere Tage.

 Ashley   versuchte Laurens Telefon zu überprüfen um weitere  Informationen zu erhalten aber der Akku war leer,   nachdem es ja nun schon mehrere Tage lang in  der Wohnung gelegen hatte. Sie steckten das   Telefon also an den Strom und warteten darauf,  dass sie es benutzen konnten. Währenddessen   dann tauchte eine weitere Person vor Laurens  Wohnung auf und ja es war ihr Nachbar Stephen McDaniel.

 Ashley erinnerte sich, dass sie  es seltsam fand, dass Stephen einfach so   in Lauren Wohnung gekommen war, obwohl sie  wusste dass Stephen und Lauren nie mehr als   freundschaftliche Bekannte gewesen waren.  Aber es blieb keine Zeit sich auf Stephens   plötzliches Auftauchen zu konzentrieren. Laurens  Handy war endlich soweit aufgeladen, dass sie es   einschalten konnten.

 Ein Blick auf Ihr Telefon  zeigte, dass Lauren seit Ihrer E-Mail an David   weder telefoniert noch SMS oder E-Mails verschickt  hatte. Laurens Freunde überkam also immer mehr das   seltsam ungemütliche Gefühl, dass ihrer Freundin  womöglich etwas zugestoßen sein konnte und so   riefen sie die Universitätspolizei an und teilten  ihnen mit, dass von Lauren seit fast einer Woche   nicht mehr gesehen oder gehört worden war und dass  sie ihre Schlüssel und ihr Telefon zurückgelassen   hatte. Der Anruf wurde von zwei Polizeibeamten der  Mercer University entgegengenommen, die sofort zur  

Barista Hall fuhren um persönlich mit Laurens  Freunden zu sprechen. Nachdem man ihnen alle   persönlichen Gegenstände von Lauren gezeigt  hatte, die scheinbar verlassen worden waren,   waren sich auch die beiden Wachmänner  einig, dass etwas nicht stimmte und   sie alarmierten die Polizei, die ca.

 gegen 1  Uhr morgens einen Beamten zu Laurens Wohnung schickte. Es war jetzt der 30 Juni, 5 Tage nachdem  Laurens Freunde sie zuletzt gesehen hatten.   Zusammen mit Laurens Freunden durchsuchten die  drei Polizeibeamten den Rest von Laurens Wohnung,   sowie die nahegelegene Bibliothek nach auch nur  der kleinsten Spur die zu ihrer Freundin führen   konnte. Die Suche aber war erfolglos, so als  hätte sich Lauren einfach in Luft aufgelöst.

 Um   9 Uhr morgens begann die Polizei mit einer  offiziellen Untersuchung bei der sie die Barista   Hall und ihre Umgebung gründlich durchsuchte und  damit begann alle Studenten zu befragen die in dem   Wohnhaus lebten. Und noch während die Bewohner  von Barister Hall befragt wurden, durchsuchten   zwei Beamte die Umgebung des Wohnkomplexes in der  Nähe der Mülltonnen, als sie einen starken Geruch   wahrnahmen. Beide Ermittler erkannten den Geruch  sofort.

 Einer der Beamten beschrieb diesen Moment   später so: “Der Wind begann sich zu drehen, sofort  roch ich einen Geruch, der mir sehr vertraut war.   Wir alle riechen im Leben Dinge die schlecht  riechen und der Geruch einer Leiche oder eines   verwesenden Körpers, ist eines der schlimmsten  Dinge die man riechen kann, aber er hat einen sehr   charakteristischen Geruch.

” Den Ermittlern wurde  schnell kla,r dass der Geruch von verwesendem   Fleisch aus einer der Mülleimer des Wohnkomplexes  kam. Da sie keine Zeit zu verlieren hatten,   begannen sie die Müllschichten aus der Tonne  zu ziehen und nach der Quelle des Geruchs zu   suchen – und dann fühlte einer der Ermittler etwas  Schweres, das Fest in Plastik eingewickelt war. Er   zog den Plastiksack aus der Tonne und bei näherer  Betrachtung stellte sich heraus, dass in ihm der   Torso einer Frau lag.

 Obwohl es keine Möglichkeit  gab die Leiche zu identifizieren wussten die   Ermittler, dass dieser Fund kein Zufall sein  konnte. In diesem Moment wussten Sie, dass das der   Torso von Lauren Giddings war. Im Nu war aus der  Vermissten Meldung, eine Mordermittlung geworden.   Trotz der Durchsuchung der restlichen Mülltonnen  fanden die Ermittler keine der fehlenden   Körperteile oder aber Kleidungsstücke von Lauren.

  Das einzige Kleidungsstück das gefunden wurde   war die Laufhose aber Laurens Gliedmaßen und  Kopf sowie der Rest ihrer Kleidung waren wie   gesagt nirgends zu finden. Es war klar, dass sich  jemand große Mühe geben hatte Laurens Leiche zu   entsorgen und sie sogar verstümmelt hatte in der  Hoffnung, dass sie nicht gefunden werden würde.   Trotz ihrer Erfahrung bei der Aufklärung von  Mordfällen waren die Ermittler schockiert über   die Brutalität der Zerstückelung und die Art und  Weise wie Laurens Torso achtlos inmitten von Müll   entsorgt worden war. Einer der Ermittler sagte  später über den Fund: “Wer könnte das getan haben,  

denn ehrlich gesagt, nur ein Monster könnte  so etwas tun. Es war absolut furchtbar.” Auch wenn es den Anschein machte, dass Laurens  Torso an einem Ort versteckt war an dem er von   der Polizei leicht entdeckt werden konnte, war  es in Wirklichkeit nur ein glücklicher Zufall,   dass die Ermittler ihre Leiche an diesem Tag  fanden.

 In Baristas Hall sollte an diesem   Donnerstag der Müll der Anwohner abgeholt  werden aber wegen der Ermittlungen zu   Laurens Verschwinden, war die Einfahrt durch  Polizeiautos blockiert, sodass der Müllwagen   die Tonne nicht leerte und wieder davon fuhr.  Wäre das Fahrzeug durchgekommen, wären die   Mülltonnen auf der Mülldeponie gelehrt worden  und Laurens Torso wäre vielleicht nie gefunden worden.

 Während die Beamten diese grausige  Entdeckung machten, war das Interview mit dem   jungen Mann von welchem ich euch zu Beginn des  Falls erzählt habe im vollen Gange. In der Mitte   des Interviews, als er sich um Laurens Sicherheit  sorgt, unterbricht ihn die Reporterin und sagt,   dass gerade eine Leiche entdeckt wurde.  Obwohl zu diesem Zeitpunkt niemand wusste,   dass es sich bei der Leiche um Lauren  handelte.

 Die Reporterin berichtete später,   dass sie das Gefühl hatte der Mann reagierte  so als hätte man ihm gesagt, dass Lauren tot   sei. Er brach in Verzweiflung aus und fing an zu  weinen obwohl zu keinem Zeitpunkt des Interviews   Tränen auf seinem Gesicht zu sehen waren. Nachdem  er der Reporterin gesagt hatte, dass er eine Pause   brauche, setzte er sich für etwa 20 Minuten hin  bevor er sein Interview fortsetzte und obwohl   er nur 20 Minuten zuvor unter Schock stand war  Stephen McDaniel im zweiten Teil des Interviews   sehr redebereit und gab der Reporterin viele  Informationen über Laurens Verbleib in den letzten  

Tagen. Er erzählte ihr von Laurens persönlichen  Gegenständen, die Laurens Freunde gefunden hatten,   als sie in der Nacht zuvor Laurens Wohnung  aufgeschlossen hatten und was sie seiner   Erinnerung nach am 24 und 25 Juni getan hatte,  also an den Tagen vor ihrem Verschwinden.   Während diese Details für Stephen völlig normal  waren, waren einige der anderen Dinge die er in   dem Interview erwähnte für die Ermittler  und Reporter eher verdächtig.

 So nutzte   Stephen das Interview um Hypothesen über die  verschiedensten Dinge aufzustellen, die Laurens   Tod verursacht haben könnten – einschließlich der  Möglichkeit, dass sie beim Joggen entführt worden   sein könnte. Während der Rest des Suchtrupps  und Laurens Freunde mit der schockierenden   Nachricht, dass eine Leiche gefunden wurde zu  kämpfen hatten, sprach Stephen über ihren Tod,   als wäre er von der Nachricht nicht überrascht  und hätte Zeit gehabt zu theorisieren was mit ihr   geschehen sein könnte. Er erzählte der Reporterin  auch ein seltsames Detail das später auch den  

Ermittlern auffiel: Er erwähnte eine E-Mail,  die Lauren geschickt hatte, in der sie erklärte,   sie glaube dass in ihre Wohnung eingebrochen  worden sei. Die E-Mail auf die er sich bezog,   war dieselbe die Lauren an ihren Freund David  geschickt hatte. Aber Steven hatte eigentlich   keine Möglichkeit den Inhalt der E-Mail zu  kennen, es sei denn, er hätte die Nachricht   irgendwie auf Ihrem Telefon oder Laptop gelesen.

  Da die Ermittler nun davon ausgingen, dass Lauren   ermordet worden war, verschwendeten sie keine Zeit  damit eine Durchsuchung durch die Wohnungen aller   anderen Bewohner anzufordern. Alle Bewohner von  Baristas Hall waren schockiert und traumatisiert   von dem schrecklichen Fund und zögerten nicht  der Polizei so viel Hilfe wie möglich zu leisten.   Es gab jedoch einen Bewohner der zögerte und  ja es war Stephen McDaniel.

 Stephen willigte   erst ein die Ermittler in seine Wohnung zu lassen,  nachdem sie ihm gesagt hatten, dass er der einzige   Bewohner im gesamten Gebäude wäre, der seine Hilfe  verweigern würde. Schlussendlich also willigte   Stephen der Durchsuchung ein und so betraten die  Ermittler seine Wohnung gegen 01:30 am Nachmittag   und bemerkten als allererstes seine beunruhigende  Waffensammlung.

 Stephen, der ruhige und fleißige   Jurastudent besaß nicht nur drei Waffen,  zwei Handfeuerwaffen und ein Gewehr, sondern   hatte auch ein Samurai Schwert in seiner Wohnung.  Obwohl er alle vier Waffen legal besitzen durfte,   erregten sowohl der unerwartete Fund des Torsos,  als auch Stephens Wiederwillen, die Ermittler   in seine Wohnung zu lassen, einen ordentlichen  Verdacht.

 Während der Durchsuchung seiner Wohnung   stand Stephen nervös in der Ecke und beobachtete  die Ermittler – und dann kamen weitere Ermittler   auf Stephens Wohnung zu geführt wurden sie von  gut ausgebildeten Leichenspürhunden. Die Hunde   alarmierten ihre Führer sofort, als sie den Geruch  einer Leiche in Laurens Badezimmer und in Stephens   Schlafzimmer wahrnahmen.

 Das Besprühen mit Luminol  zum Aufspüren von Blut ergab das in Laurens Zimmer   kürzlich eine große Menge Blut aufgewischt worden  war. Der Zusammenhang war leicht herzustellen,   es handelte sich nämlich um so eine große Menge an  Blut, die bei der Zerstückelung eines menschlichen   Körpers zu erwarten war – und damit schien alles  klar: Lauren war also in ihrer Wohnung gestorben   und ihre Leiche war in Stückchen abtransportiert  worden.

 Ihr Nachbar Stephen McDaniel wurde auf   die Polizeiwache gebracht um befragt zu werden  aber er machte es den Vernehmungsbeamten nicht   leicht. Die Veränderung in seinem Verhalten  im Vergleich zu dem Interview am Morgen war   wie Tag und Nacht. Stephen antwortete auf  einige Fragen nicht, spielte Unwissenheit   vor und wirkte verwirrt und distanziert  obwohl er als frischgebackener Absolvent der   juristischen Fakultät sich seiner Rechte und  des Ausmaßes der Schwierigkeiten in denen er   steckte durchaus bewusst war. Der Ermittler der  für die Befragung von Stephen ausgewählt worden  

war, war David Petterson. Er wurde zunehmend  frustrierter über Stevens ausweichende Antworten   und seine kurzen nicht detaillierten Antworten.  Nachdem er Stephen gefragt hatte warum er so   verschlossen sei und wieso er nur mit: “Ich weiß  es nicht” antworten konnte, verlor Petterson   schließlich die Fassung, beschimpfte Steven und  sagte ihm immer wieder, dass er ganz genau wisse,   dass er, also Stephen wisse, was mit Lauren  geschehen sei.

 “Du weißt es! Du weißt es und   jeder in Macen weiß, dass du es weißt! Hör auf  damit; wie oft willst du noch sagen ich weiß es nicht?!” als Petterson kein Glück dabei hatte  irgendwelche Antworten von Stephen zu bekommen,   betrat ein anderer Detektiv namens Scott  Chapman den Verhörraum. Sobald Chapman zu   Stephen hinüberging schlug er ein Bild von  Lauren auf den Tisch und versuchte ihn dazu   zu bringen Anzeichen von Schuld zu zeigen – doch  es passierte nichts.

 Er erinnerte Stephen daran,   dass sie Blut in seiner Wohnung gefunden hätten – keine Reaktion. Petterson fragte Stephen nach den   blutigen Kratzern an der Seite seines Oberkörpers  und Steven antwortete, dass er sich wohl aus   versehen im Schlaf gekratzt habe. Egal welche  Techniken die Vernehmungsbeamten versuchten,   es war wie ein Verhör gegen eine Mauer.

  Schließlich um kurz nach 1 in der Nacht,   kam ein dritter Detektiv namens Karl Fletcher  zum Verhör hinzu. Fletcher hatte Erfahrungen   mit Mordfällen und begann Steven willkürliche  Fragen zu stellen um ihn zum Reden zu bringen.   Er fragte nach Stephens Haarschnitt, welche  Zahnpaste er bevorzugte und welche Datingseiten   er benutzte.

 Schließlich versuchte Fletcher an  Stephens Ego zu appellieren, indem er ihn bat,   sein Wissen aus dem Jurastudium zu nutzen um den  Mord an Lauren aus der Perspektive eines Anwalts   zu betrachten. Warum würde ein Mörder damit  verbringen Laurens Leiche zu zerstückeln anstatt   vom Tatort zu fliehen, deutet das darauf hin, dass  der Mörder ein Fremder war oder jemand der Lauren   kannte? Doch selbst diese Fragen brachten Stephen  nicht dazu weitere Informationen preis zugeben.

 Er   rührte sich nicht. Fletcher stellte Steven wieder  Fragen die scheinbar nichts mit dem Mord an Lauren   zu tun hatten und an einem Punkt brachte er ihn  dazu zuzugeben, dass er noch Jungfrau sei und   sich verpflichtet habe keine sexuelle Beziehung  zu haben bevor er verheiratet sei, obwohl und das   wusste Steven offenbar nicht bei der Durchsuchung  seiner Wohnung mehrere Kondome gefunden worden   waren.

 Die Ermittler fragten Steven warum er  Kondome brauche, wenn er nicht verheiratet oder   verlobt sei. Stephen antwortete nicht. Schließlich  fragte Fletcher Stephen ob er die Kondome gekauft   hatte. Ohne sich etwas dabei zu denken, antwortete  Steven, dass er die Kondome aus der Wohnung eines   anderen Studenten gestohlen habe als dieser  nicht zu Hause war. Die Ermittler ließen sich   nicht beirren und konzentrierten sich auf dieses  Geständnis.

 Sie fragten ihn wie lange es her sei   und ob er öfters mal was aus den Nachbarwohnungen  gestohlen habe. Stephen antwortete, er könne sich   nicht erinnern aber das war nun auch egal. Vor  den Ermittlern hatte Stephen also gerade einen   Einbruch zugegeben. Es war kein Mordgeständnis,  aber es war Etwas und das war alles was sie brauchten.

 Obwohl er den Mord an Lauren nicht  gestand wurde Stephen nun wegen Einbruchs   inhaftiert, während die Ermittler versuchten  ihren Fall gegen ihn so luftdicht wie möglich   zu machen. Bei einem Durchsuchungsbefehl für seine  Wohnung fand die Polizei eine beunruhigende Liste   von Gegenständen, die bei der ersten Durchsuchung  übersehen worden waren. Darunter ein Stück Seil,   ein Bajonett und vier Baseballschläger die als  Beweismittel beschlagnahmt wurden.

 Auch sein   Telefon und sein Laptop wurden beschlagnahmt.  Sie nahmen Abstriche von den dunkelverfärbten   Sitzen von Stephens Auto, nahmen Haarproben von  Stephen, machten Abstriche von der Innenseite   seiner Wangens und kratzten die Unterseiten seiner  Fingernägel ab um DNA zu gewinnen. Im Juli während   Stephen im Gefängnis in Untersuchungshaft saß  wurden die Durchsuchungen in Stephens Wohnungen   immer gründlicher.

 Die Polizei beschlagnahmte  Frauenunterwäsche, die in seinem Zimmer versteckt   worden war. DNA-Tests bestätigen später, dass die  Unterwäsche Lauren gehörte – und sie fanden eine   Sammlung von Speicherkarten und USB Laufwerken,  die den Anschuldigungen gegen Stephen eine   schockierende Wendung gaben. Die beunruhigenden  Informationen die die Computerspezialisten   entdeckten hatten zwar nichts mit dem Mord  an Lauren zu tun, stattdessen aber enthielt   der USB Stick mehr als 50 pornografische Bilder  von Kleinkindern.

 Stephen McDaniel war also sehr   wahrscheinlich nicht nur ein Mörder er war auch  pädophil. Die Durchsuchung von Stephens Computer   half den Ermittlern Stephens Motiv für den Mord  an seiner jungen Nachbarin zu entschlüsseln.   Sein Suchverlauf zeichnete das Bild eines Mannes  auf, der zutiefst von ihr besessen war. Er sah   sich wiederholt ihr Twitterprofil an, suchte im  Internet nach dem Begriff “naked Lauren Giddings”   und war wie besessen auf der Suche nach so vielen  Informationen wie möglich über Lauren.

 Er besuchte   auch mehrere zutiefst beunruhigende pornografische  Webseiten, die unter anderem Inhalte über die   Zerstückelung von Körpern und Kannibalismus  enthielten. Doch eine bestimmte Internetrecherche   war vernichtender als alle anderen: An dem Tag,  an dem die Suche nach Lauren begonnen hatte, hatte   Steven folgendes in seine Suchmaschine eingetippt:  “wie kann man den Suchverlauf dauerhaft löschen?”   Es war der 2 August 2011, als die Polizei Stephen  offiziell des Mordes an Lauren Beschuldigte.

 Im   Haftbefehl verwiesen sie auf zusätzliche  Beweise die belegen würden, dass Stephen   Laurens Mörder war. Darunter eine Bügelsäge von  Stephen, die in der Wäscherei von Baristas Hall   versteckt und mit Laurens DNA überzogen war. Die  Aussage eines früheren Mitbewohners von Stephen,   der sich daran erinnerte, dass Stephen damit  geprahlt hatte, wie er glaubte den perfekten   Mord begehen zu können und die Entdeckung,  dass Stephen im Besitz eines Generalschlüssels   war mit dem er jede Tür im Wohnkomplex  aufschließen konnte einschließlich der Tür von

Lauren. Stephen plädierte auf “nicht schuldig”  aber die Beweise gegen ihn hatten sich gehäuft.   Neben dem Mord an Lauren wurde Steven auch wegen  sexueller Ausbeutung von Kindern angeklagt,   da auf dem USB Laufwerk Kinderpornografie  gefunden wurde auch hier plädierte er auf   “nicht schuldig”.

 Im Jahr 2013 dann beschlossen  die Staatsanwälte in Stephens Fall nicht auf   die Todesstrafe zu drängen, denn Laurens Familie  hatte beantragt die Todesstrafe zurückzuziehen,   da dies bedeutete, dass der Prozess ohne  Verzögerung fortgesetzt werden könnte. Die   Familie von Lauren wollte zwar dass Stephen für  seine Verbrechen bestraft wird aber noch mehr   als das wollten sie Gerechtigkeit für ihre Tochter  und während dieser langen Zeit im Gefängnis hatte   Stephen einen Sinneswandel.

 Im April 2014,  nur eine Woche vor Beginn seines Prozesses,   traf Stephen die überraschende Entscheidung  sich “schuldig” zu bekennen und zuzugeben, dass   er Lauren ermordet hatte. Er akzeptierte einen  Deal der ihn dazu verpflichtete zu beschreiben,   was in der Nacht in der Lauren starb geschehen  war und die Staatsanwaltschaft ließ im Gegenzug   die Anklage wegen sexueller Ausbeutung von Kindern  und Einbruchsdiebstall fallen.

 Und laut Stephens   Aussage geschah folgendes in Laurens letzten  Stunden: Es war 4:30 Uhr am Morgen als Steven   sich in Laurens Wohnung schlich, die er mit dem  Generalschlüssel aufschloss den die Ermittler in   seinem Besitz gefunden hatten. Er trug Handschuhe  und eine Maske die sein Gesicht verdeckte. Stephen   betonte, dass er Lauren nicht sexuell belästigt  habe, sondern sie stattdessen schweigend   beobachtet habe während sie schlief.

 Zuvor, und  das ist so verstörend sage ich euch, hat er einige   Videoaufzeichnungen von der schlafenden Lauren  gemacht die er durch ihr Schlafzimmerfenster   gemacht hat. Auf jeden Fall es ging dann so  weiter, dass Lauren wach wurde als Stephen   versehentlich auf eine knarrende Bodendiele trat  und sie geriet sofort in Panik und forderte ihn   auf ihre Wohnung zu verlassen.

 Anstatt aber zu  gehen begann Stephen, Lauren erst auf dem Bett   und dann auf dem Boden zu würgen, bis sie  erstickte. Dann legte er ihre Leiche in die   Badewanne und ging für den Rest des Tages in seine  eigene Wohnung zurück. Am späten Sonntagabend   kehrte er mit seiner neuen Metallsäge in Laurens  Wohnung zurück um sie zu zerstückeln. Er entsorgte   ihren Torso in den Müllcontainer welcher vor dem  Wohnkomplex stand.

 Laurens Gliedmaßen und ihr Kopf   wickelte er in Müllsäcke und entsorgt diese dann  in verschiedenen Mülltonnen auf dem Campus der Universität. Wenn Stephen McDaniel  sich im Gefängnis gut führt wird   er im Jahr 2041 im Alter von 55  Jahren auf Bewährung entlassen,   obwohl er den Mord an Lauren zugegeben hat,  hat er nie das Motiv für seinen brutalen   Angriff auf sie preisgegeben oder Reue dafür  gezeigt dass er das Leben einer geliebten,   intelligenten und freundlichen jungen  Frau beendet hat, die nie etwas anderes   als nett zu ihm gewesen war. Bis heute ist  der Rest von Laurens Leiche nicht gefunden

worden. Und das war’s mit diesem wirklich sehr  sehr bizarren Fall über den Mord an Lauren   Giddings. Okay, okay und ich fange auch gleich mal  an, denn oh Man hier ist ja echt einiges passiert.   Kommen wir mal zuerst zu der Beziehung zwischen  Stephen und seinem Opfer Lauren. Weil eigentlich   war ja alles fein zwischen den beiden würde ich  jetzt erstmal sagen.

 Sie waren jetzt nicht die   engsten Freunde aber zumindest waren sie gute  Nachbarn und freundlich zueinander und ich kann   mir auch vorstellen dass sie sicher auch das ein  oder andere gute Gespräch miteinander hatten also   zumindest bis eben die Dynamik zwischen den beiden  sich änderte und Steven sich in Lauren verliebt   hat ja und das er sich in LA verliebt hat ist ja  erst einmal auch nicht unbedingt schlimm denn ja   hey sowas passiert einfach mal man kann sich ja  auch nicht aussuchen in wem man sich verliebt   oder ja eben wo die Liebe hinfällt sage ich jetzt  einfach mal so ganz kitschig um so schöner ist es  

dann natürlich aber auch wenn die Liebe erwidert  wird aber auch umso schwieriger wenn sie es   nicht wird also so eben wie im Fall von Steven und  Lauren nun hat sich dann aber Stevens Verliebtheit   über die Zeit die er und Loren auf dem College  waren und nebeneinander wohnten zu ja einer   Besessenheit entwickelt und ich denke das kann  man somit sich jetzt sagen denn gesund war das   nicht.

 Steven war so richtig vernarrt in Lauren  und wollte ja schlussendlich auch nicht mehr   akzeptieren dass sie einen festen Partner hatte ja  nun lebten die beiden ja auch eine ganze Weile Tür   an Tür so wie man den Informationen diesem Fall  entnehmen kann denn diese wirklich sehr brutale   und schreckliche t ereignete sich ja erst zum  Schluss des Studiums ja da stellt sich natürlich   die Frage wieso ist es überhaupt zu der Tat  gekommen und da stehen wir dann wieder und können   größtenteils nur spekulieren da Steven McDaniel ja  selbst bis heute seine Beweggründe nicht dargelegt   hat ja was natürlich auch irgendwo frustrierend  ist weil er hat sich ja für schuldig bekannt und  

warum gibt er dann nicht sein motivpreis also  warum redet er nicht darüber wieso er die Tat   begangen hat während meiner Recherche bin ich  dann auch durch einige Foren und reddit Beiträge   gescrollt und dort ist die Meinung über Steven und  sein Motiv relativ ähnlich meist wird er als Loser   bezeichnet der aufgrund seines Aussehens kein  Erfolg bei Lauren und oder anderen Frauen hatte   auch wird er oft als sogenannter Insel bezeichnet  und um kurz auf das vielleicht für manche fremde   Wort Insel einzugehen die Inselkultur entstand  in den USA ist so eine Internetsubkultur  

wird sie auch oft bezeichnet ja und bezeichnet  im wesentlichen eine Gruppe von heterosexuellen   Männern die nach eigener Aussage unfreiwillig kein  Sex bzw. keine Beziehung haben weil sie auf die   Frauenwelt nicht attraktiv wirken insit folgen  aber der Überzeugung dass sie genauso wie andere   heterosexuelle Männer die z.

B in einer Beziehung  sind auch das Recht auf Sex und Beziehung   haben der Frustration über ihren ich sage mal  Misserfolg bei Frauen wird dann Haupt tatsächlich   in Internetforen auf die übelste Art und Weise  Luft gemacht und dabei sind Frauenfeindlichkeit   und Fantasien über brutale Gewalt an Frauen und  auch an Männern die erfolgreicher sind als sie   selbst ja an der Tagesordnung terdfam äußert  sich auf ihrer Internetpräsenz übrigens so zu   dem Thema und ich zitiere einmal das Selbstbild  von insits ist geprägt von Selbsthass basierend   auf ihrer toxischen Selbstwahrnehmung und ihrer  sexlosigkeit die meisten Insels radikalisieren  

ihre eigene Ideologie durch Selbstmitleid immer  weiter und versinken in ihren Weltanschauungen   und ihrer eigens kreierten Opferrolle weiter  heißt es ihr Ziel ist es ein Chat zu werden   ein gutaussehender sportlicher und im besten Fall  erfolgreicher und vermögender Mann insit sind der   Meinung dass Frauen früher mit geringwertigeren  Männern verkehrt hätten doch nun sein im Zuge   des Feminismus die Sprüche so ins Unermessliche  gestiegen dass nur ein Chat für Frauen genügen   kann weil sie keine Kontrolle über Frauen und  Frauen Körper haben fühlen sich insitz in ihrer  

narzisstischen Männlichkeit gekränkt und bedroht  ihr toxisches Anspruchsdenken verleitet diese   Männer Frauen vernichten zu wollen da sie diese  nicht besitzen können generell werden Frauen in   diesen männerkult entmenschtlicht dies geschieht  in Foren durch die Bezeichnung von Frauen als   Körper wie z.B hole oder Gegenständen wie z.

B  toilet oder auch als fem zudem sein alle Frauen   hypergam triebhaft oberflächlich und dumm heißt  es dann Zitat Ende und tatsächlich vor allem   Frauenrechtsorganisationen warnen immer häufiger  vor der Gruppe der insits da sie in ihnen eine   sehr sehr reale Gefahr für Frauen sehen und ich  persönlich muss sagen dass ich das tatsächlich   unterstützen kann und will denn für mein Empfinden  werden hier definitiv Grenzen überschritten die   durchaus die Sicherheit von Frauen gefährden also  wenn ihr mal irgendwelche Foren Ausschnitte seht   oder man ein bisschen im Internet rumsucht  und darauf stoßt dann kann man wirklich nur  

schlucken und irgendwie den Kopf schütteln das  schlimme ist ja dass man immer denkt okay das   sind irgendwelche Internet Trolls sage ich jetzt  mal die sich da so ein bisschen hochpuschen aber   ich meine eben daraus kann halt so eine richtige  ja Gruppe Organisation werden und da sehe ich auch   tatsächlich schon irgendwie Potenzial dass da ein  bisschen was explodieren kann durch diese Foren   und das Zusammentreffen eben gleichgesindter  entsteht einfach diese Blase die sich völlig   von der Realität entfernt und gerade die Tatsache  dass die Schuld für die sogenannte unfreiwillige  

Enthaltsamkeit bei den Frauen gesucht wird  setzt eben diesen eine Zielscheibe auf die Stirn   okay das war aber jetzt wirklich nur ein kurzer  Ausflug in das Thema der INSS in den Show Notes   verlinke ich euch dazu aber auch noch mal ein  paar Artikel kommen wir aber wieder zurück zu   Steven McDaniel und der Behauptung er wäre zum  Mörder geworden weil ein Insel ist ob das so ist   das kann man natürlich nicht sagen aber von  den Informationen die wir zu dem Fall gehört   haben war er ja schon durchaus imstande irgendwie  freundschaftlich mit Lauren auszukommen und auch  

mit anderen Kommilitoninnen ja deswegen weiß ich  nicht ob man ihn wirklich als Insel bezeichnen   kann oder eben irgendwie der Gruppe zuschreiben  kann ich kann mir gut vorstellen dass er nicht   wirklich tiefen Hass z.B Lauren jetzt gegenüber  verspürt hat weshalb er sie dann umgebracht hat   ich persönlich denke dass er einfach sehr  verliebt war vielleicht war sie die erste   Frau die irgendwie nett zu ihm gewesen war ihm  zugehört hat und mit ihm Zeit verbracht hat dass   sie ihn dann aber hat mehrfach abblitzen lassen  und dann auch noch geplant hat nach dem Studio  

den Bundesstaat zu verlassen um zu Ihrem Partner  zu ziehen das wollte Steven vermutlich einfach   nicht akzeptieren wie dem auch sei seine Tat war  grausam und brutal dass er sich letztendlich für   schuldig bekannt hat lag auch womöglich nur an  der Tatsache dass die Staatsanwaltschaft ihn einen   Deal angeboten hat und wie auch schon erwähnt  wird Steven Mcdanel ja mindestens bis zum Jahr   2041 im Gefängnis sitzen und vielleicht spricht  er ja bis dahin endlich über sein Motiv na gut   das waren meine bescheidenen Gedanken zu dem Fall  ich bin gespannt was ihr denkt schreibt mir gerne  

oder kommentiert unter dem entsprechenden Post  denn dann können wir alle zusammen ein bisschen   über den Fall diskutieren okay dann ist es nun  wieder soweit ich verabschiede mich bei euch mit   der Bitte das falls ihr es nicht sowieso schon  getan habt dann lasst bitte eine liebe Bewertung   für mich und den Podcast hier da und dann alle  die jetzt kommen mit wie soll man denn eine   Bewertung da lassen na ganz einfach Haut auf den  Knopf das Herz den Daumen nach oben und zack ist   das ganze auch schon wieder erledigt sagt einen  Bescheid die euch über den Weg laufen und ja ich  

bedanke mich vielen vielen vielen Dank auf jeden  Fall für euren Support schaut auch bei meinem   Insta Profil vorbei wahre_verbrechen_podcast  und folgt mir ja macht das einfach mal ich   freue mich drüber ehrlich ich freue mich auf die  nächste Folge mit euch bis dahin bleibt sicher ciao

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