Auf Wandertour verschollen | Wo ist Scarlett S? T
Auf Wandertour verschollen | Wo ist Scarlett S?
Es gibt nur wenige Fälle in Deutschland, die in den letzten Jahren so viele Menschen erreicht und bewegt haben wie das Verschwinden von Scarlet S. Scarlettet ist 26 Jahre alt, als sie zu einer Wanderung in den Schwarzwald aufbricht. Herausfordernd tiefgründig aussichtsreich. So wird die Wanderroute in Süddeutschland beschrieben, die Scaret sich ausgesucht hat.
Vorher war sie schon in weit entfernten Ländern unterwegs und ist allein bis nach Asien gereist. Doch ausgerechnet im Schwarzwald, nur ein paar hundert Kilometer von zu Hause entfernt, verschwindet die junge Frau. Bis heute ist völlig unklar, was ihr am 10. September 2020 passiert ist und das muss sich endlich ändern, damit ihre Freunde und ihre Familie die Antwort auf die drängste Frage überhaupt bekommen.
Wo ist Scarlet? [musik] Scarlet S wird im September 1993 geboren und wächst mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester in Paderaborn auf. Gemeinsam mit ihren Eltern wohnen die Schwestern in einer Doppelhaushälfte. Nach der Schule hat Scarlet eine Ausbildung im Sozialversicherungswesen absolviert. Danach ist sie noch mal in die Schule zurückgekehrt, um 2015 ihr Abitur nachzuholen.
Sie ist aber nicht nur fleißig, sondern auch sehr reisefreudig. Als junge Frau ist Galet schon gut rumgekommen. Finnland, Myanmar, Russland, Island, Israel, Tschechien, Indonesien, das sind nur einige der Länder, die sie schon besucht hat. Sie unternimmt ihre Reisen auch gern mal allein. Die junge Frau ist ziemlich furchtlos, unabhängig und freiheitsliebend.

Von ihren Freunden wird sie deshalb Skalli genannt, nach der gleichnamigen Agentin aus der Serie Akte X. Außerdem setzt sich Scarlet für den Tierschutz ein. Auf ihrer Islandreise hat sie gegen den dortigen Walfang demonstriert. Außerdem ernährt sie sich vegan. 2019 reist Scarlet nach Asien. Sie plant etwa ein Jahr lang den Kontinent zu bereisen.
Kurz nach ihrer Ankunft in Myanmar lernt sie dort ihren Freund Joey kennen. Er kommt eigentlich aus China, hat aber beruflich in Myanmar zu tun. Als LC kennt er sich gut aus und ist natürlich eine tolle Reisebegleitung. Die beiden machen vier Monate lang gemeinsam den Südosten von Asien unsicher. Auf gemeinsamen Fotos ist gut zu sehen, wie wohl die beiden sich miteinander fühlen und wie viel Freude sie auf ihrer gemeinsamen Reise haben.
Aber wir wissen ja alle, was im März 2020 passiert und dass viele Reisende ihre Unternehmung kurzfristig abbrechen mussten. So auch Scarlet. Also kehrt sie allein nach Hause zurück, viel früher als eigentlich geplant. Mit Joey führt sie nun eine Fernbeziehung zwischen Deutschland und China. Sie nutzt die freie Zeit dazu, seine Sprache zu lernen und hofft ihn bald wiedersehen zu können.
Trotz der Distanz ist Joey für sie die große Liebe. Sie spielt mit dem Gedanken, irgendwann eine Familie mit ihm zu gründen und sogar nach Asien auszuwandern. Scarlet hat schon ein paar Möglichkeiten gecheckt. Sie spricht fließend Englisch und könnte in China theoretisch auch ohne Diplom als Englischlehrerin arbeiten. Aber erst einmal muss dieser Traum 2020 eben warten.
Scarlet muss in Deutschland bleiben, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Doch auch hier in Europa gibt es viele schöne Möglichkeiten, um die Natur zu erkunden. Eine ganz besondere davon nimmt Scarlet im Juli 2020 gemeinsam mit ihrer Mutter war. Die beiden laufen den Jakobsweg, 6 Wochen fast 800 km. Auf der Tour lance Scarlet unter anderem einen jungen Mann kennen, der ihr vom Schwarzwald vorschwärmt.
Der Schluchten steigt dort sei ein großartiger Wanderweg. Scarlet ist sofort angefixt. Sie und der Mann tauschen Handynummern aus und verabreden sich mal gemeinsam den Schluchtensteig zu bestreiten. Aber erst einmal haben sie und ihre Mutter ja den Jakobsweg vor sich. Es soll nicht die letzte Tour der beiden bleiben.
Irgendwann, wenn man wieder problemlos reisen kann, wollen Scarlet und ihre Mutter nach Peru fliegen und dort den Incrail laufen. Zurück zu Hause in NRW schmiedet Skalle trotzdem schnell wieder Pläne. Die Sache mit dem Schluchtensteig im Schwarzwald geht ihr nicht aus dem Kopf. Das scheint die perfekte Möglichkeit zu sein, um innerhalb von Deutschland ein kleines Abenteuer zu erleben und die Natur zu erkunden.
Also plant Scarlet für Anfang September 2020 eine sechstägige Wanderzuh. Eigentlich möchte der Mann, der die Wanderruze auf dem Jakobsweg empfohlen hat, mitkommen. Dieser Plan zerschlägt sich aber kurzfristig, als die Wanderbekanntschaft absagt. Er ist krank geworden. Er schlägt vor, die Wanderung um ein oder zwei Wochen zu verschieben.
Aber Scarlet möchte nicht so lange warten. Ihr Vater Ralf sagte in einem Interview einmal, wenn Scarlet sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es auch durch. Deshalb ist es für sie keine Frage, dass sie den Schluchtensteig einfach allein wandern wird. Wer wie Scarlet schon Reisen bis nach Asien allein gemacht hat, scheut sich wahrscheinlich nicht vor einer Fahrt in den Schwarzwald.
Also organisiert Scarlet alles. Ihr Auto, dass sie aus Kostengründen für die Dauer ihrer Asienreise in Deutschland abgemeldet hatte, meldet sie kurzfristig wieder an. Ihre Mutter gibt sie die Schlüssel zu ihrer Wohnung, damit sie sich um Scarlets Katzen, Simba und Tommy kümmern kann.
Und dann ist eigentlich schon alles geregelt. Was das Übernachten angeht, ist die junge Frau pragmatisch. Sie gibt sich auch mit schlichten Unterkünften oder ihrem grauen Zweimannzell zufrieden. Also kann es am 4. September losgehen. Auf eine Reise von Escalet es niemals zurückkehren wird. [musik] Im Fall Scarlet S gibt es mehrere Zeugenaussagen und Handyddaten, die man auswerten konnte.
Deshalb konnte man ihre Reise bis zu ihrem Verschwinden recht gut rekonstruieren. Lass uns also mal zurück in den September 2020 gehen und gemeinsam mit Skale zu ihrer Wanderung aufbrechen. Und gemeinsam mit Skal zu ihrer Wanderung aufbrechen. Es sind viele Ortsnahmen, aber ein gewisses Verständnis für die Umgebung ist wichtig, um das Geschehene einigermaßen nachvollziehen zu können.
Mit Hilfe einer Karte der Gegend bekommen wir hoffentlich etwas Übersichtlichkeit rein. Der Schluchtensteig im Schwarzwald ist ein insgesamt 119 km langer Fernwanderweg. Er ist in sechs Etappen eingezeilt, die jeweils etwa 20 km lang sind. Er führt vom Ort Stühling über Blumenberg, Schattenmühle, Fischbach, St.
Blasien und Totmus nach Wer, wo der Weg endet. Nach dem Abschluss ihrer Wanderung über den Schluchtensteig möchte Scarlet noch weiterfahren und zwar nach Mainz, um dort ihre Freundin Vanessa zu besuchen. Die beiden sind seit ihrer Kindheit befreundet, aber wie das im erwachsenen Alter so ist, wenn man weit entfernt voneinander wohnt, sieht man sich viel zu selten.
Da passt es super, dass Scarlet die Wanderung im Schwarzwald auf dem Rückweg mit einem Besuch in Mainz verbinden kann. Die 26-jährige hat sich die Route gut angeschaut und durchgeplant. Außerdem hat sie sich eine geeignete neue Ausrüstung besorgt, inklusive Schlafsack und Zelt. Soweit also der Plan. Am 4.
September fährt Scarlet mit ihrem schwarzen Peugeot von Bad Lip Springe nach Stühling. Über die Mitfahrzentrale hat sie zwei Frauen mitgenommen. Falls ihr das nicht kennt, Mitfahrzentralen sind, wie der Name schon sagt, Organisationen, über die Fahrgemeinschaften vermittelt werden. Die eine Partei kommt so unkompliziert von A nach B und die andere Partei bekommt etwas Spritgeld.
Scarlett und ihre beiden Mitfahrerinnen kommen an einem Parkplatz an. Von dort schickt Scarlet ihrer Mutter eine Sprachnachricht, nachdem sie die Mitfahrerin abgesetzt hat. So, ich habe ja zwei Leute von Blabla mitgenommen und das war richtig super. Die eine ist wirklich das ganze Stück gefahren, also von mir zu Hause bis hier nach unten hin und die war so cool.
Die war 56, also so dein Alter, also die war so lustig und gut drauf und der Sohn hat sie dann hier abgeholt. Der Sohn mit oh mein Gott, der so gut aus [gelächter] und der Sohn heißt Silvester. Ist auch so ein richtig schöner Name. Und ja, die Fahrt war echt deswegen, die war richtig super. Ich glaube, das mache ich immer.
Also ich bin froh so, dass ich nicht alleine gefahren bin. Das war so ein bisschen lustiger und die Zeit verging schneller. Sie erzählt, dass die Autofahrt prima gelaufen ist und sie sich mit ihren Mitfahrern richtig gut verstanden hat. Scarlet klingt in der Audio total unbeschwert.
Sie erzählt, dass eine der Mitfahrerinnen im Alter von ihrer Mutter war und ein Stühling von ihrem Sohn abgeholt wurde, der ziemlich gut ausgesehen hat. Die Nacht vom 4. auf den 5. September verbringt Scarlet auf dem Campingplatz Camping an der Wutach in der Nähe des Parkplatzes, an dem sie angekommen ist. In einer weiteren Sprachnachricht erzählt Scarlet, dass sie dort gut angekommen ist und sich wohlfühlt.
Sie scheint auch schon Kontakt mit ein paar der Dauercamper gehabt zu haben, die auf dem Platz leben. Unter anderem unterhält sie sich mit einem Paar aus der Schweiz, das auf dem Campingplatz lebt. Das Paar bietet an, dass Scarlet bei Ihnen im Vorzelt schlafen kann, falls es in ihrem eigenen Zelt zu kalt ist.
Sie bieten der 26-jährigen außerdem an, dass sie ihr Handy bei ihnen aufladen kann und erkundigen sich, ob Scarlet für ihr Wandervorhaben auch die richtige Ausrüstung dabei hat. Kein Wunder also, dass Scarlet in ihrer Sprachnachricht so begeistert klingt. Sie scheint im Schwarzwald wie so oft auf ihren Reisen auf richtig liebe Menschen getroffen zu sein.
Am nächsten Morgen macht sich Scarlet in Stühling auf den Weg und läuft die erste Etappe. Dabei wird sie auch von einigen anderen Wanderern gesehen, die sich später an die junge Frau mit dem großen roten Rucksack erinnern werden. Diese erste Etappe ist etwa 19 km lang und führt von Stühlingen nach Blumenberg.
Laut der Internetseite des Schluchtensteiges braucht man dafür etwa 5ünhalb Stunden. Nach der zweiten Etappe trifft Scarlet am 6. September drei Männer. Da sie sich gut mit der Gruppe versteht, beschließen die vier ihr Nachtlager gemeinsam aufzuschlagen. Sie übernachten in der Gemeinde Fischbach Schluchse in einem ehemaligen Freibad.
Das Freibad Göschweiler ist ein sogenannter Lost Place, betreten auf eigene Gefahr. In einer Audio an ihre Eltern erzählt Scar, dass sie das alleine wohl nicht gemacht hätte, aber in der Gruppe mit den drei Männern scheint sie sicher gefühlt zu haben. Am Morgen des 7. September trennen sich die drei Wanderer dann wieder von Scarlet und jeder geht seines Weges.
Laut der Facebookseite bitte findet Scarlet besucht sie am Abend des 7. September einen PUA in Schluchse Scarlets Wanderung verläuft, soweit wir wissen weiter in normal. Am nächsten Tag wandert sie von Schluchsee nach St. Blasien. Das ist die vierte Etappe der Route. Allerdings übernachtet sie vom 8. auf den 9. September nicht in St. Blasien.
Stattdessen nimmt sie einen Bus nach Totmos. Eigentlich ist das erst das nächste Etappenziel, aber die Gegend ist einigermaßen gut mit Bussen vernetzt, sodass man zwischen den Knotenpunkten ganz gut hin und her pendeln kann. Das macht Scarlet eben auch. Vom 8. auf den 9. September übernachtet Scarlet also in Totmus in einer Unterkunft.
Morgens fährt sie mit dem Bus zurück nach St. Blasien. Denn von dort bis nach Tortmos geht die fünfte Etappe des Schluchtensteigs, die Scarlet natürlich auch noch bewältigen will. Am 9. September schickt Scarlet noch einige Fotos aus St. Blasien an ihre Familie. Sie kommt nachmittags oder abends zu Fuß wieder in Totmooser.
Dort besucht sie abends ein asiatisches Restaurant und wie es der Zufall so will, trifft sie dort die drei Wanderer vom zweiten Streckenabschnitt wieder. Die vier essen gemeinsam und verbringen einen entspannten Abend miteinander. Die Wanderer sind die letzten Zeugen, die sich länger mit Scarlet unterhalten. Während des gemeinsamen Essens entsteht noch dieses Selfie von den Vieren.
Scarlet fällt auch noch den anderen Gästen im Restaurant auch, weil sie so schön strahlt. Sie scheint also wie so oft bei bester Laune zu sein. Zurecht zu diesem Zeitpunkt hat sie fünf der sechs Etappen des Schluchtensteigs erfolgreich gemeistert. Nun fehlt nur noch der letzte Abschnitt des Wanderweges. Auch an diesem Abend zältet Scarlet nicht, sondern übernachtet in der Wanderherberge Kirchberghütze in Totmos.
Den Betreibern fällt nichts besorgniserregendes auf. Scarlet ist freundlich und wirkt gut gelaunt. Sie scheint sich auf die letzte bevorstehende Etappe des Weges zu freuen. Von der Herberge aus meldet sie sich abends um etwa 21 Uhr noch bei ihrer Freundin Vanessa. Die Sache mit dem Besuch in Mainz steht.
Scarlet schreibt, dass sie sich meldet, wenn sie durch ist und sich auf den Weg macht. Auch ihre Mutter schreibt sie in einer Nachricht von diesem Plan. Sie schreibt: “Laufe morgen die letzte Etappe. Wetter ist top. Überlege schon eine neue Wanderung zu machen.” Nach dem Besuch bei Vanessa werde sie wahrscheinlich am Sonntag, also am 13.
September, zurückkommen. Nun kommen wir zu dem wichtigsten Tag in diesem Fall zu dem Tag, an dem Scarlet verschwinden wird. Am Morgen des 10. September antwortet Scarlet auf eine Nachricht ihrer Freundin Vanessa. Sie hatte geschrieben, dass sie sich auf das Wiedersehen freut. Scarlet antwortet mit einem “Mie zu.” Der Kirchberghütte bezahlt sie ihre Rechnung und verabschiedet sich vom Personal.
Von dort aus geht sie zur Edeka Filiale in Totmos und kauft dort ein paar Snacks für die anstehende Wanderung. Ein veganen Riegel, ein Smoothie und zwei kleine Flaschen Mineralwasser. Der Besuch im Supermarkt ist kurz. Scarlet hält sich von 10:08 Uhr bis 10:14 Uhr dort auf. Vom Geschäft aus macht sie sich danach auf den Weg in Richtung des Schluchtensteigs.
Dabei kommt sie am Kurpark in Totmos vorbei. Ihr Google GPS logt sich auch dementsprechend am keltischen Steinlabyrinth im Kurpark ein. Das Handy ist dort laut Google etwa eine halbe Stunde eingeloggt. Scarlet legt dort noch eine kurze Pause ein, bevor es losgeht. Von dort aus FaceTim Scarlet mit ihrem Freund Joey in China.
Er ist die letzte Person, die etwas von der Jungfrau hört. Joey sagt gegenüber der Polizei, Scarlet sei irgendwie bedrückt rüber gekommen. Auffallend, hektisch und unkonzentriert. Allerdings ist die Verbindung auch nicht sonderlich gut, denn für den Videocall benutzt Scarlet das öffentliche WLAN, das ja mal schnell etwas wackelig wird.
Zudem geht es ja schon auf den Vormittag zu und Scarlet hat auch an diesem Tag wieder 22 km vor sich. Beim durchschnittlichen Wandertempo könnte sie die Strecke in etwa siebieinhalb Stunden schaffen. Scarlet verspricht Joey ihn später noch mal anzurufen. Nach dem kurzen Telefonat schreibt sie ihm noch mal Miss Honey. Das ist ihre letzte Nachricht.
In Mins wartet Scarlets Freundin Vanessa vergeblich auf die 26-jährige. Sie schreibt ihr um 17 Uhr zwar Nachrichten, bekommt aber keine Rückmeldung. Also ruft Vanessa um etwa 19 Uhr bei der Schwester von Scarlet an. Vanessa fragt nach, ob sie oder die Eltern wissen, wann genau Scarlet nach Mainz kommen woll.
Scarlets Vater versucht daraufhin, seine Tochter auf dem Handy zu erreichen. Genau wie Vanessa erreicht er sie nicht. Im Laufe des Abends und der Nacht versuchen zahlreiche Freunde und Familienmitglieder vergeblich Scarlet anzurufen. Ihre Eltern machen sich große Sorgen, versuchen aber rational zu bleiben.
Gerade auf einer so langen Wanderrute kann ja mal das Handy leer gehen oder man hat einfach mitten im Schwarzwald kein Netz. Wir wissen ja alle, wie es mit Handy empfangen den ländlichen Gegenden von Deutschland aussieht. Doch schon bald glaubt die Familie, dass etwas anderes hinter der Funkstelle steckt. Am Morgen des 11.
September wird Scarlet S in Padaborn als vermisst gemeldet und diese vermissten Anzeige besteht bis zum heutigen Tage. Einen Tag nach der vermissten Meldung, also am 12. September, fahren Scarlets Eltern direkt runter in den Schwarzwald. Schon als die beiden in das Gebiet fahren, kommen ihn die Bergwachten entgegen, die nach Scarlet suchen.
Scarlets Vater Ralf erinnert sich später, dass bei ihrer Ankunft im Gemeindehaus um die 200 Leute dort gewesen wären. Die Suche wurde also direkt richtig ernst genommen. So sehr sie auch wollen, Scarlets Eltern selbst können nicht raus und nach Scarlet suchen, denn sie sind ja logisch mit Scarlet Blutsverwandt und das könnte die eingesetzten Suchhunde verwirren und zu falschen Spuren führen.
So schlimm es für die beiden auch ist, müssen Scarlets Mutter und Vater also abseits der Wanderwege darauf warten, dass es Neuigkeiten gibt. Leider werden diese Neuigkeiten ausbleiben. Am 13. und 14. September findet eine großelegte Suchaktion statt. Mehrere Feuerwehren, eine Rettungshundestaffel mit 35 Suchhunden, zwei Bergwachten, ein Polizeihubschrauber, Wärmebildkameras und eine Drohne sind unterwegs.
Man hat hier also richtig Manpower mobilisiert. Die ist in dem schwer zugänglichen Gebiet aber auch unbedingt nötig. Weiterhin setzt die Polizei ein Hubschrauber ein, der mit einem Gerät an Bord ein Funknetz simulieren kann. So kann man schauen, ob sich ein Handy im Suchgebiet in dieses simulierte Funknetz einlockt. Doch das passiert nicht.
Kein Handy wählt sich ein. Auch sonst lässt die Polizei kaum etwas unversucht und geht selbst unkonventionellen Hinweisen nach. Als sich am 14. September in Hellseer meldet und sagt, die Polizei soll am Daxgen, wird die Spur ernst genommen und gecheckt. Auch das Umfeld von Scarlet wird befragt und ihre Wohnung in der Heimat untersucht und es wird natürlich auch Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen.
So sucht die Polizei am 19. September die Gegend zwischen Totmos und Wer ab und konzentriert sich dabei auf zwei herausfordernde Stallpassagen. Mit einer Drohne können dabei Felsabschnitte angeschaut werden, die vom Boden aus nicht einsehbar sind. Doch nirgendwo ist etwas von Skal zu sehen. Weder die junge Frau selbst noch ein Teil ihrer Ausrüstung oder Kleidung taucht auf.
Bei der Polizei geht ein Hinweis ein, der zunächst sehr vielversprechend scheint. Er bezieht sich nicht auf eine Sichtung von Scarlet, sondern auf ein mögliches Telefonat. Demnach ist am Morgen des 10. September, also dem Morgen von Scarletz Verschwinden, einen Anruf bei einem Campingplatz in der Nähe des Schluchtensteigs eingegangen.
Die genaue Location ist leider nicht bekannt. In einem Podcast wird aber gesagt, dass er auf der Etappe Stühlingen Mainz liegt. Eine junge Frauenstimme soll sich telefonisch erkundigt haben, ob für die kommende Nacht noch ein Zeltplatz frei wäre. Sie sei allein unterwegs und würde nur mit einem kleinen Zelt kommen und würde gern wissen, ob sie vorher reservieren müsste.
Am Telefon wird ihr gesagt, das sei kein Problem. Sie könnte einfach unangemeldet vorbeikommen. Scarlets Vater hält es für möglich, dass die Anruferin seine Tochter war. Es wäre ja nur logisch, dass Scarlet nach einer sechstägigen Wanderung mit insgesamt 120 km noch eine Nacht irgendwo Rast machen will, bevor sie mit dem Auto drei bis vier Stunden nach Mainz fährt.
Und vorher hätte sie ja theoretisch auch noch von Wer zurück nach Stühlingen gemusst, denn dort stand noch immer ihr Auto. Die Polizei konnte Scarlet den Anruf auf dem Campingplatz allerdings nie zuordnen. Ob sie die Anruferin gewesen ist, weiß man nicht. Dementsprechend verpufft diese Spur leider so wie jede weitere auch.
Scarlet S bleibt trotz intensiver Bemühung verschwunden. Im November folgt eine weitere Suche mit einem Hubschrauber. Zu diesem Zeitpunkt sind seit Scarlets Verschwinden bereits 10 Wochen vergangen. Dieses Mal konzentriert sich die Suche auf schwerzugängliche Bereiche im Wratal. Leider wird auch diese Maßnahme ohne ein Ergebnis abgeschlossen.
Scarlet ist eine erfahrene Wanderin. Das sieht man ja auch an diesem Foto, das kurz vor ihrem Verschwinden bei der Schluchtensteigwanderung aufgenommen wurde. Darauf ist auch ihr auffälliger roter Trackingrucksack von der Marco Ospred zu sehen. Scarlet war schon mehrfach wandern, auch allein und ist entsprechend gut ausgerüstet.
Neu ist dieses Mal nur, dass sie zum ersten Mal ein Zelt dabei hat. Aber wie gesagt, all das findet man nicht. nicht Scarlet selbst, nicht ihren Rucksack, nicht ihre Isomatte und das, obwohl wirklich intensiv gesucht wird. Trotz allem geht die Polizei von einem Unglück aus, nicht von einem Verbrechen. Die Suchmaßnahmen sind nach 2020 im Wesentlichen ausgeschöpft.
Deshalb sind es seither vor allem privat organisierte Suchgruppen, die den Schwarzwald nach der vermissten Skal durchkennen. Dazu kommen wir aber auch gleich noch mal. Im September 2021 ändert sich noch mal ein bisschen was. Da wird nämlich ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem im Monat zuvor bei der Kripo und Padaborn eine Anzeige erstattet wurde.

Es soll eine anonyme Anzeige gewesen sein, laut der Scarlet Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte. So ein Verfahren wird eingeleitet, wenn die Möglichkeit gegeben ist, dass jemand eines nichtnatürlichen Todes gestorben ist. In diesem Fall eben Scarlet. Im Zuge dieser erneuten Ermittlung gibt es jedoch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.
Trotzdem bringt die zuständige Polizei den Fall im Juni 2022 zu Aktenzeichen XY ungelöst. Es gehen mehr als 140 Hinweise ein, was für die Sendung eine echt gute Quote ist. In den neuen Hinweisen geht es vor allem um mögliche Sichtungen von Scarlet in der Gegend rund um Wer und Totmos.
Die Polizei hat nun also viele neue Ansätze, die es zu überprüfen gt. Eine heiße Spur ist jedoch nicht dabei. Stattdessen passiert unabhängig davon Ende Juli 2022 etwas Wichtiges. Eine Wanderin findet auf der letzten Etappe des Schluchtensteigs etwas abseits des Weges eine Sonnenbrille. Sie ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein identisches Modell wie das, was Scaret zuletzt bei sich gehabt hat.
Das haben ihre Familie und Mitglieder einer Suchgruppe zumindest geschlussfolgert. Anhand von aufwendigen Vergleichen der Brille. und Fotos von der von Scarlet, die Farbe des Gestells, die Spiegelung der Gläser und so weiter. Alles passt. Daraufhin gibt es eine erneute Durchsuchung in dem Gebiet, leider wieder ohne Erfolg.
Die Sonnenbrille geht unterdessen zur DNA Untersuchung an die Kriminaltechnik. Allerdings wird an der Sonnenbrille keine DNA gefunden. Es ist gut möglich, dass die Sonnenbrille schon lange am Weg gelegen hat und das jegliche DNA deshalb abgetragen wurde. Es kann also theoretisch sein, dass die Sonnenbrille wirklich Scarlet gehört, denn zu diesem Zeitpunkt ist sie auch schon knapp zwei Jahre verschwunden, aber man wird es eben leider nie wirklich zuordnen können.
Es bleibt aber immer noch die Frage bestehen, was ist mit Scarlet S geschehen? Im Februar 2023 wird das Todesermittlungsverfahren im Fall Scarlet S eingestellt. Er wird jetzt wieder als ein vermissten Fall eingestuft. Die Polizei geht auf Basis der Infos weiterhin davon aus, dass Scarlet wahrscheinlich auf ihre Wanderung verunglückt ist.
Für ein Gewaltverbrechen gibt es aus Perspektive der Mittler keine Anhaltspunkte. Wenn ihr schon ein paar Dokus zu vermissten Fällen angeschaut habt, kennt ihr das ja schon. Fast immer wenn ein erwachsener Mensch vermiß wird, muss auch ein freiwilliges Verschwinden in Betracht gezogen werden. Auch wenn man als Zuschauer auf zu Hause sitzt und das nicht so ganz nachvollziehen kann, aber es gibt tatsächlich einige Erwachsen, die einfach weg und raus wollen und nicht gefunden werden möchten.
Auch bei Scarlet gibt es die Überlegung, ob sie nicht vielleicht zurück nach China wollt, um ihren Freund Joey wiederzusehen. Aber Scarlet hatte nicht die nötigen Papiere dabei. Sie hatte zwar ihren Perso, aber nicht ihren Reisepass. Auch dazu waren eine China Reise von Deutschland aus im September 2020 ja aufgrund der weltweitenlage eh kaum zu denken und Scarlet hat ihrer Freundin Vanessa ja versprochen, sie in Mainz zu besuchen und das am Vorabend auch noch mal bestätigt.
Sicherlich wäre es tröstlich, sich vorzustellen, dass Scarlet irgendwo hingereist ist, wo sie jetzt ihr Leben lebt und ihren Träumen nachgeht. Aber sehr wahrscheinlich wirkt das bei der Ausgangslage leider nicht. Ich habe ja eben schon kurz erwähnt, dass eine private Suchgruppe an dem Fall dran ist.
Ich weiß, dass solche privaten Suchtrups bei Fällen wie diesem oft kritisch beeugt werden und das sicherlich nicht immer zu Unrecht. In diesem Fall muss man aber sagen, dass die Suchgruppe wirklich strategisch und mit kühlem Kopf vorgeht und das seit mittlerweile 5 Jahren. Die Beteiligten stehen auch in Kontakt mit Scarlets Familie, die mehrfach bezont hat, wie viel ihn die Arbeit der Suchenden bedeutet.
Die Gegend rund um den Schluchtensteig wurde und wird von den Freiwilligen ganz systematisch abgesucht. Jedes bereits abgesuchte Stückchen wird in einer GPSdatenbank gespeichert. Dementsprechend sind die Suchenden mittlerweile sehr gut mit dem Schluchtensteig vertraut. Einige Mitglieder der Gruppe, wie etwa ein Mann namens Andreas, halten einen Unfall von Scarlettet genau deshalb für unwahrscheinlich.
Andreas berichtet in einem Interview mit dem ZDF auf der letzten Etappe des Weges gebes nur wenige Abschutzstellen und die die es gibt sind eben alle schon akribisch abgesucht worden. Mit dieser Einschätzung ist Andreas auch nicht allein. Für einen Beitrag für den YouTube-Channel WDR Lokalzeit Mordorte wurde einer der Bergsteiger interviewt, der den Wanderweg mitentwickelt hat.
Er erzählt, dass jährlich etwa 80.000 Leute auf dem Pfad unterwegs sind. Dabei kommt es zu etwa 15 bis 20 Unfällen jährlich. Dazu zählen dann auch Kleinigkeiten wie Zerrung oder kleinere Stürze, aber eben auch weitaus schlimmere Unfälle. 2014 stürzte dort ein 65-jähriger Mann in den Tod, 2019 eine 59 Jahre alte Frau.
Der Experte räumt auch ein, dass es auch mal ein halbes Jahr dauern kann, bis man eine verunglückte Person in dem Gebiet findet. Aber nach Scarlet Sucht man eben schon seit mehr als 5 Jahren und das wie bereits beschrieben wirklich akribisch. Scarlet ist ja auch ziemlich sportlich und hat Ahnung von wann.
Klar, passieren kann trotzdem immer etwas, aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bei diesem besonderen Fall? Der Entwickler des Weges schätzt die sechste Etappe, die Skal bezwingen wollte, nicht als die schwierigste des Weges ein. Es bestehe dort keine akuter Absturzgefahr. Die ersten beiden Etappen seien noch am ehesten gefährlich und die hat Scaret ja locker hinter sich gebracht.
Es ist also verständlich, dass auch Raum für andere Theorien da ist, für Theorien, die sich doch von einem Unfall entfernen. Wesentlich ist dabei vor allem eine ganz bestimmte Zeugenaussage. Zwei Tage nach Scarlets Verschwinden hat sich eine Frau bei der Polizei gemeldet. Die Zeugin sagt, sie habe Scarlet am 10.
September auf einem Parkplatz zwischen Totmos und Wer gesehen oder zumindest eine junge blonde Frau, die Scarlet ähnlich sieht. Laut der Zeugin habe die Frau auf einem Stein am Parkplatz gesessen und offenbar eine Pause gemacht. Die Zeugin beschreibt, dass die junge Frau ein türkisfarbenes Handtuch auf dem Stein ausgebreitet hatte als Sitzunterlag.
Und genauso ein Handtuch hat Skal tatsächlich dabei gehabt. Wenn diese Sichtung zutreffend ist, würde das erstmals bedeuten, dass man überhaupt davon ausgehen kann, dass Scarlet den sechsten Abschnitt zwischen Totmus und Wer wirklich angetreten ist. Vorher hat sich ihre Spulia nach dem Steinlabyrintmus verloren. Die private Suchgruppe, von der ich eben schon erzählt habe, hat eigenständig eine private Hundestaffel organisiert, um der Sache vor Ort auf den Grund zu gehen.
Und tatsächlich, die Hunde verfolgen Scarlits Spur von der sechsten Etappe ab Totmos eine Weile entlang des regulären Wanderweges bis zu einem Parkplatz, der zwischen Totmos und dem Ziel liegt. Und ab diesem Parkplatz wird Scarlets Witzerung aber nicht weiter in Richtung des Wanderweges aufgenommen. Es ist derselbe Parkplatz, von dem die Zeugin erzählt hat.
Wenn man annimmt, dass die Hunde die Spur von Scarlet verlässlich verfolgt haben, ergeben sich dementsprechend zwei Möglichkeiten. Entweder Scarlet ist also den Weg von dort wieder so zurückgegangen, wie sie gekommen ist, also zurück Richtung Totmos, weshalb auch immer, oder sie ist mit einem Fahrzeug weiter.
Die erwähnte Zeugin ist aber wohl die einzige Person, die Scarlet nach Totmos noch gesehen haben will. Soweit wir herausgefunden haben, hat sich kein Zeuge gemeldet, der sie am 10. September auf dem Wanderweg selbst gesehen hat. Und das ordnet die Bergwacht als eigentlich ungewöhnlich ein. Das Wetter war gut und es war einer der letzten netten Sommertage.
Dementsprechend waren einige Wanderer unterwegs. Aber die Spur der Hunde und die Aussage der Zeugin passen auffallend gut zusammen. Wäre es also möglich, dass Scarlet an diesem Parkplatz irgendetwas zugestoßen ist? In einem Interview erzählt ihr Vater, dass Scarlet schnell und gern neue Kontakte geknüpft hat und dass sie dementsprechend auch schnell Vertrauen zu anderen Leuten gefasst hat.
Wir wissen ja auch, dass Scarlet auf dem Schluchtensteig ein paar neue Bekanntschaften geschlossen hat. Alle Personen, mit denen Scarlet auf ihrer Wanderung Kontakt hatte, wurden von der Polizei befragt. Dazu gehören auch die drei Wanderer, die sie auf dem zweiten Abschnitt getroffen hat. Aber aus keiner dieser Befragung hat sich ein neuer Hinweis ergeben.
Laut der Polizei hat sich gegen kein der drei Männer irgendein Tatverdacht erhärtet, auch gegen den Mann nicht, den Scarlet auf dem Jakobsweg kennengelernt hat und mit dem sie die Wanderung ursprünglich machen wollte. Das Freibad Göschweiler, wo Skalle mit den drei Männern gezältet hat, wurde abgesucht. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass sich dort ein Verbrechen ereignet haben könnte.
Gleiches Spiel auch an dem Parkplatz. Auch dort gibt es keine Spuren eines Kampfes oder eines anderweitigen Verbrechens. Vielleicht hat Scarlet aber auch noch eine Person getroffen, von der man noch gar nicht weiß, wer sie ist. Alle Überlegungen abseits der Unfalltheorie lassen einen zwangsläufig wieder zu der Zeugenaussage der Frau kommen, die Scarlet auf dem Parkplatz zwischen Totmos und Wer gesehen haben will.
Auf diesem Stein mit ihrem türkisfarbenen Handtuch. Hat Scarlet dort einfach nur eine Pause eingelegt? Hat sie vielleicht auf jemanden gewartet? Oder wollte sie die Wanderung ab dem Parkplatz vielleicht gar nicht mehr zu Ende machen? Wir haben ab dort nur noch ein paar letzte Kilometer gefehlt, etwa sieben, die sie locker innerhalb von 3 Stunden hätte schaffen können.
Aber vielleicht hat sie sich aus irgendeinem Grund entschlossen, die Wanderung nicht fortzusetzen. Dann wäre der Parkplatz eigentlich ein geeigneter Ort für einen Abbruch, denn von einer Haltestelle in der Nähe fährt regelmäßig ein Bus ab. Eigentlich ausgerechnet am 10. September 2020 war diese Busverbindung aufgrund einer Straßensperrung ausgefallen.
Wenn Scarlet also von dort weggewollt hätte, warum auch immer, hätte sie eine Mitfahrgelegenheit gebraucht. Vielleicht ist sie also am Parkplatz in ein Auto geschieden. Immerhin haben die Hunde Scarlets Duftspur ab dem Parkplatz nicht weiter verfolgt. Wie gesagt, wenn man der Hundestaffel traut, dann läuft alles auf die Frage hinaus, was am 10.
September 2020 auf diesem Parkplatz geschehen ist. Das scheint hier der Schlüssel zur Lösung zu sein, denn wenn Scarlet wirklich in ein Auto gestiegen ist, könnte sie natürlich überall sein. Deshalb lohnt es sich, die Augen überall offen zu halten, vor allem nach Scarlets Wanderausrüstung, die ebenfalls bis heute nicht gefunden werden konnte.
Für Scarlits Vater Ralph Sht, dass er weiter nach seiner Tochter suchen und nicht aufgeben wird. Es gibt für ihn keinen Ort der Welt, an den er nicht gehen würde, wenn er einen Anhaltspunkt dafür sieht, dass er dort Scarlet finden wird oder die Person, die möglicherweise für ihr verschwinden, verantwortlich ist.
Er sagt es in einem Interview besser, als ich es [musik] je. Ich möchte sie einfach finden und ihr Schicksal klären. Ich kann nicht akzeptieren, dass meine Tochter verschwunden ist und keiner irgendetwas von ihr hört. Ein Kind darf keine Erinnerung werden. Das ist falsch. Scarlet S wird auch heute noch vermisst. Sie war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens am 10.
September 2020 26 Jahre alt. Sie ist 1,60 m groß, hat eine schlanke Statur und lange blonde Haare und blaue Augen. Zuletzt hatte sie eine kurze Hose und ein schwarzes Lang am Oberteil an. Zudem hat sie Wanderschuhe in Größe 36 getragen. Auch der auffällige rote Rucksack, mit dem Scarlet unterwegs war, wurde bislang nicht gefunden.
An dem Rucksack ist ein Plastikanhänger in der Form von einem gelben Herz. Außerdem war eine silberfarbene Isomatze daran geschnallt. Es ist immer schwierig bei solchen ungelösten Fällen die richtigen Abschlussworte zu finden. Egal was ich sage, die Lücke bleibt eben. Ich hoffe nur, dass dieses Video vielleicht irgendwie dabei hilft, den Fall noch mal bei dem einen oder der anderen in Erinnerung zu rufen.
Es ist nie zu spät, sich noch mit einem Hinweis oder einer Beobachtung bei der Polizei zu melden. Ich bin ganz sicher, niemand wäre einem Böse oder würde einem Vorwürfe machen, wenn man sich jetzt erst mit einem Tipp melden würde. Denn die Hauptsache ist einfach, dass Scarets Familie und ihre Freunde erfahren, was ihr passiert ist.
Ihr Vater Ralf hat in den letzten Jahren zahlreiche Interviews gegeben und ich glaube, wenn man sich auch nur eines davon anschaut, dann sieht man, wie sehr Scarlet geliebt und vermisst wird. Ich habe einen wahnsinnigen Respekt vor ihm und auch vor dem Rest von Scarlets Familien und Freundeskreis, der vor und hinter den Kulissen weiter nach ihr sucht.
Ich wünsche Ihnen alles Liebe und vor allem, dass dieser Fall endlich gelöst wird. Seit Scares Verschwinden sind inzwischen mehr als fünf Jahre vergangen. Deshalb haben sich in der Zeit auch ein paar Angaben geändert. neue Details sind dazu gekommen und so weiter. Wir haben natürlich versucht, die Infos so gut es geht abzugleichen und zusammenzutragen.
Wenn es aber irgendetwas gibt, was ich in diesem Video vergessen habe oder was inzwischen revidiert ist und hier nicht erwähnt wurde, schreibt mir das gerne mit einem seriösen Quellenbelegten in die Kommentare. Gegebenenfalls kann ich das dann in einem angepinnten Kommentar korrigieren.
Ganz nebenbei unterstützt ihr mit einem Kommentar auch das Video. Je mehr Interaktion auf das Video kommt, desto häufiger wird es Nutzern vorgeschlagen, die in Solito sonst nicht schauen. Und gerade bei noch aktuellen vermissten Fällen ist das besonders wichtig. Wie gesagt, ich hoffe sehr, dass irgendwann irgendwer irgendwie den entscheidenden Hinweis geben kann.
Bis dahin bedanke ich mich bei euch fürs Zusehen und für eure Unterstützung. Solltet ihr den Kanal noch mehr unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patreon. Da bekommt ihr die Videos 24 Stunden früher ohne Werbung und ohne Zensur. Den Link dazu findet ihr in der Infobox. Ansonsten gibt’s nicht mehr viel zu sagen.
Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute. [musik] M.