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Das mysteriöse Verschwinden von Martin Bach… T

Das mysteriöse Verschwinden von Martin Bach… 

Immer wieder hört man, dass man mit seinen Liebsten nicht im Streit auseinandergehen soll, da man nie weiß, ob man sich noch einmal wiedersehen wird. Oft ist man in der Situation selbst aber zu aufgebracht oder man denkt, dass einem schon nichts passieren wird. Vielleicht hat Hanja Bach etwas ähnliches gedacht oder sie hat es einfach nicht in Betracht gezogen, dass etwas schreckliches passieren könnte.

als sie ihren Mann nach einem Streit kurz draußen zurücklässt, um sich von drinnen eine Jacke zu holen. Aber nur wenige Augenblicke genügen dafür, dass der 34-jährige Familienvater spurlos verschwindet. Martin Bach wird 1973 geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist nicht viel bekannt. Nach seiner Schullaufbahn beginnt er als Betonbauer zu arbeiten.

 Er lebt in Augrug. einer kleinen Gemeinde in Schlesweg- Holstein mit weniger als 4000 Einwohnern. Martin ist groß, blond und ein begeisterter Fußballspieler. 1996 lernt er bei einem Zahnarztbesuch die Zahnarzthelferin Tanja kennen und verliebt sich in sie. Kurz darauf werden die beiden ein Paar. Im Jahr 2001 kommt ihre gemeinsame Tochter zur Welt.

 Drei Jahre später besiegeln Martin und Tanja ihre Liebe mit einer großen Hochzeit. Im darauffolgenden Jahr machen Martins Eltern der kleinen Familie ein großes Geschenk. Hans und Renate Bach überschreiben ihrem Sohn ihr Haus inklusive eines sehr großen Grundstücks. Die einzige Voraussetzung, die sie stellen, ist, dass sie für den Rest ihres Lebens in ihrem Haus wohnen bleiben dürfen.

Martin, der handwerklich sehr begabt ist, beschließt daher an das Haus seiner Eltern eine Wohnung anzubauen. An Geld mangelt es Martin nicht. Er hat sogar für Tanjas Mutter eine Bürgschaft übernommen, als sie sich eine Wohnung gekauft hat. Dennoch zieht Martin es vor, alle anfallenden Arbeiten im Haus selbst anzugehen und nur mit der Hilfe seines Vaters den Anbau fertig zu stellen.

 In den nächsten zwei Jahren arbeiten die beiden daher unermüdlich an ihrem Bauprojekt. Das Verhältnis zwischen Martin und seiner Familie ist sehr gut. Daher genießt er die räumliche Nähe zu ihn, während der Anbau nach und nach Gestalt annimmt. Alles scheint nach Plan zu laufen und alle Beteiligten scheinen sich auf eine gemeinsame Zukunft zu freuen.

 Doch nur kurz darauf verändert eine schicksalhafte Nacht im Juni 2007 alles für immer. Manchen von euch ist der Fall Martin Bach vielleicht bereits ein Begriff und dann kann es sein, dass ihr euch darüber wundert, dass ich in diesem Video einen anderen Namen für seine Frau verwende als den, den man noch in vielen Zeitungsartikeln finden kann.

Das liegt daran, dass Martins Frau und seine Tochter nicht bei ihrem richtigen Namen in der Öffentlichkeit genannt werden wollen. Aus diesem Grund verzichte ich in diesem Video auf den Namen der Tochter und verwende für Martins Frau das Pseudonym Tanja. Am 1. Juni 2007 betritt Tanja die heimische Baustelle, wo Martin und sein Vater gerade dabei sind, den Fußboden auf dem Balkon zu verlegen.

 Die Sonne scheint, doch für einen Junitag ist es nicht sonderlich wahr. Tanja ist zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alt. Martin 34. Sie fragt ihren Mann, ob er sie nach Hagen begleitet, ihrem Heimatort. Ihr Onkel Horst feiert heute seinen 60. Geburtstag und er hat sie beide eingeladen. Martin zögert.

 Er hat wenig Lust auf die vierstündige Autofahrt und er weiß, dass er auf der Geburtstagsfeier niemanden kennt. Dennoch entscheidet er sich nach kurzem Überlegen Tanja zu begleiten. Er verabschiedet sich von seinem Vater und macht sich mit Tanja in ihrem VW Polo auf den Weg nach Haken. Der 1. Juni ist ein Freitag und die beiden planen bis Sonntag zu bleiben.

 In der Zwischenzeit passen Martins Eltern auf die gemeinsame Tochter auf. Tanja isten geboren und aufgewachsen. Die Geburtstagsfeier findet in Hagen Ecke sei statt, einem Stadtteil im Norden Hagens, geprägt von großflächigen Industriegrundstücken und einfach gehaltenen mehr Familienhäuser. Um 19:30 Uhr kommen Martin und Tanja an.

Die Feier findet im Vereinsheim des Tus Eintracht Ecke sei statt in der Droste Hülzhoffstraße 27. Wenige Meter westlich des Vereinsheims fließt die Wolme. Ein Nebenfluss der Ruhe der Hagenecke sei von einem ebenfalls westlich gelegenen Waldstücktrend. Hinter dem Vereinsheim verläuft die Bundesstraße. Im Osten und Süden findet man viele Fernverkehrsstrecken, wohingegen sich im Norden überwiegend Wohnhäuser befinden.

Horst begrüßt Hanja und Martin herzlich und die beiden schließen sich der Feier mit knapp 80 Gästen an. Martin trinkt Alkohol. bleibt jedoch zurückhaltend, da ihr kaum jemanden kennt. Tanja hingegen scheint sich wohlzufühlen. Sie feiert und tanzt ausgelassen. Gegen 1:30 Uhr kommt es zu einem Streit zwischen den beiden.

 Zunächst im Vereinsheim. Doch kurz darauf verlagern sie die Diskussion nach draußen. Tanja geht nach einer Weile kurz zurück in das Vereinsheim, um ihre Jacke und ihre Tasche zu holen. Als sie wieder nach draußen zu Martin gehen möchte, ist der 34-jährige plötzlich verschwunden. Sie ruft nach ihm, aber Martin ist wie vom Erdboden verschluckt.

Tanja beginnt sich Sorgen zu machen und informiert die anderen im Vereinsheim über sein Verschwinden. Allen Gästen scheint die Ernsthaftigkeit der Situation klar zu sein und sie brechen sofort auf, um gemeinsam nach Martin zu suchen. Sie wissen, dass er angetrunken ist und sich in der Gegend nicht auskennt. In der Hoffnung, ihnen der näheren Umgebung noch zu finden, durchkämmen sie die Straßen, jedoch erfolglos.

Tanja schläft im Polo vor dem Vereinshall in der Hoffnung, dass Martin zurückkommt. Als am nächsten Morgen immer noch jede Spur von ihm fehlt, fährt Tanja allein zurück nach Haus. Ihre gemeinsamen Tochter erzählt sie, dass ihr Papa noch länger in Hagen bleiben musste. Ihren Schwiegereltern wiederum sagt sie die Wahrheit.

 Zu dieser Zeit glauben noch alle, dass Martin freiwillig nach dem Streit verschwunden ist. Seine Eltern ärgern sich über das Verhalten ihres Sohnes und denken, dass er bald wieder auftauchen wird. Als er aber am 4. Juni immer noch nicht zurück ist und auch nicht auf der Arbeit erscheint, sind Tanja und Martins Eltern davon überzeugt, dass etwas passiert sein muss, weswegen Tanja kurz darauf die Polizei einschaltet.

Die Polizisten beginnen damit, die Umgebung des Vereinsheims zu durchkämmen und Krankenhäuser sowie Obdachlosenheime abzufragen für den Fall, dass Martin verletzt ist oder sein Gedächtnis verloren hat. Sie fragen auch seine Freunde und Arbeitskollegen, ob sie irgendetwas von ihm gehört haben.

 Als all ihre Bemühung erfolglos bleiben, hoffen sie auf hilfreiche Hinweise, indem Sie Tanja und die Gäste der Feier genauer befragen. Tanja berichtet ihnen von dem Streit. Sie erzählt, dass Martin eifersüchtig gewesen sei, was laut ihr bereits in der Vergangenheit häufig vorgekommen sei. Als ihr Cousin ihr an diesem Tag hinter dem Tresen Fotos auf seinem Handy gezeigt habe, habe das Martin sehr geärgert, woraufhin ein großer Streit ausgebrochen sei.

 Um den Streit in Ruhe zu klären, seinen sie auf den Parkplatz gegangen. Tanja schildert, dass Martin dort versucht habe ins Auto einzusteigen, was sie verhindern wollte, da er bereits stark angetrunken gewesen sei. Als sie sich vor die Fahrertür gestellt habe, habe er sie beiseite geschoben. Daraufhin habe Tanja ihn mit Anlauf weggeschupst und es sei ihr gelungen, an die Autoschlüssel zu gelangen.

 Tanja schildert weiter, dass Martin daraufhin den Parkplatz zu Fuß verlassen habe. Zunächst sei er die Droste Hülshoffstraße entlang gegangen und schließlich in die Lenauchstraße abgebogen. Sie sagt, dass sie ihm den ganzen Weg hinterhergegangen sei, bis sich die beiden bei der Hausnummer 15 auf die Treppenstufen vor dem Haus gesetzt hätten.

 Dort habe Martin ihr angeblich eröffnet, dass er die Scheidung wolle, woraufhin sie ihn georfeigt und ihm ihren Eherring in die Tasche seines Shirts gesteckt habe. Anschließend sei sie zurück ins Vereinsheim gegangen, um ihre Jacke und ihre Tasche zu holen. Als sie nur wenige Minuten später wieder zurück an der Hausnummer 15 gewesen sei, sei Martin spurlos verschwunden gewesen.

Tanja nennt bei ihrer Befragung auch Zeugen. Ihre Cousine sei laut ihr während des Streits auf dem Parkplatz anwesend gewesen und nachdem sie ihre Jacke geholt habe, sei ihr ein Bekannter entgegenekommen. Da dieser aus der Richtung gekommen sein soll, wo man auch Martin zuletzt gesehen hat, könnte er ein wichtiger Zeuge sein und mehr über Martins Verschwinden wissen.

 Diese Spur wird von der Polizei jedoch nicht weiter verfolgt. Erst im Jahr 2018 kommen diese Details von Tanjas Befragung ans Licht. Davorsten den Medien immer nur von einer kleineren Auseinandersetzung die Rede gewesen. Ein so großer Streit wirft für viele noch einmal ein ganz neues Licht auf den Fall. Martins Umfeld ist sich dennoch bis heute sicher, dass der damals 34-jährige niemals freiwillig seine Tochter verlassen hätte.

Die beiden hatten ein sehr enges Verhältnis und Martin hat sie sogar jeden Tag von der Arbeit aus angerufen. Auch Tanja sagt über ihren Mann, dass er zwar schon in der Vergangenheit manchmal eingeschnappt weggegangen sei, aber immer ein zuverlässiger Mann und besonders ein zuverlässiger Vater gewesen ist. In der Zeitung veröffentlicht sie eine Nachricht an Martin in der Hoffnung, dass dieser sie liest.

Lieber Martin, alles was passiert ist gewesen. X und ich lieben dich über alles und brauchen dich ganz dringend. Wir vermissen dich ganz doll. Komm bitte wieder zu uns nach Hause. Wir sind deine Familie und brauchen dich. Ich liebe dich von ganzem Herzen. Aber auch die weiteren Ermittlungen bleiben erfolglos.

Tanja sagt, es ist als sei die Erde aufgegangen, Martin hineingefallen und die Erde wieder zugegangen. Ein Gast der Feier gibt in seiner Befragung an, dass er gesehen habe, wie Tanja und Martin sich auf dem Parkplatz gestritten hätten. Anschließend sei Tanja mit ihrer Mutter in die gegenüberliegende Schule gegangen.

 Die Genauigkeit dieser Aussage bleibt unklar, da es in der Nähe des Vereinsheims gar keine Schule gibt. Die Polizei hat in ihrem Protokoll sogar ein Fragezeichen hinter das Wort Schule gesetzt. Es befindet sich lediglich eine Sporthalle in der Nähe und sollte Tanja tatsächlich dorthin gegangen sein, würde das eine völlig andere Version des Abends darstellen.

Es wäre daher entscheidend zu wissen, ob die Aussage des Zeugen glaubwürdig ist. Das bleibt aber bis heute unklar, da Tanja nie weiter dazu befragt wird. Tanja selbst bittet die Polizei sogar um weitere Ermittlung und darum, die Gegend mit einer Polizeikette oder mit Hilfe der Feuerwehr abzusuchen. Die Polizei kommt dieser Bitte aber nicht nach und ermittelten den nächsten Monaten nur noch sehr sporadisch.

Im August 2008 wird schließlich noch einmal mit Spürhunden nach Martin gesucht. Viele sind der Meinung, dass das bereits viel früher hätte geschehen müssen. Die Spuren, die von Menschen hinterlassen werden, verlieren mit der Zeit ihren Geruch. Und normalerweise sind Spürhunde nur einige Tage oder höchstens Wochen in der Lage, eine brauchbare Spur zu erschnüffeln und dieser erfolgreich zu folgen.

Seit Martins Verschwinden sind zum Zeitpunkt der Suchaktion bereits über 14 Monate vergangen und die von den Hunden gefundenen Spuren können daher durchaus fehlerhaft sein. Die Hunde erhalten eine Hose von Martin als Geruchsprobe und es gelingt ihn tatsächlich eine Ferte aufzunehmen. Der erste Hund führt die Ermittler vom Vereinsheim in Richtung Süden zu einer etwa 200 m entfernten Tankstelle und von dort aus zum Ufer der Wolme.

 Dabei geht er auch die 5 m hohe Böschung bis ganz zum Ufer herab. Der zweite Hund hingegen scheint eine andere Spur aufgenommen zu haben. Auch er führt die Ermittler zunächst zur Tankstelle, geht dann aber von dort aus nach Westen über das Gelände eines Entsorgungsbetriebs bis hin zu einer Brücke, die über eine Bahnschiene verläuft.

Die unterschiedlichen Spuren lassen auch ganz unterschiedliche Theorien zum Verbleib von Martin zu. Die Spur, die zur Wolme geführt hat, legt die Vermutung nah, dass Martin ins Wasser gefallen ist. Möglicherweise, nachdem er sich zuvor erleichtern wollte und im angetrunkenen Zustand das Gleichgewicht verloren hat oder ohnmächtig geworden ist.

Miktionssynkope nennt man das Phänomen, wenn Männer Schlaftrunken mit überfüllter Blase meistens nach dem Alkoholkonsum Wasser lassen und daraufhin kurzzeitig ohnmächtig werden. Durch eine Gefäßverengung kommt es zum Blutdruckabfall und Kollaps. Aber diese Theorie macht im Fall von Martin nicht allzu viel Sinn, denn auch nach der umfangreichen Suche mit Leichenspürhunden findet man nichts.

Und das Wasser in der Wolme ist zudem gerade einmal 1 m tief und stand zum Zeitpunkt von Martins Verschwinden besonders niedrig. Wenn Martin bei einem Sturz bei Bewusstsein gewesen wäre, hätte er leicht wieder ans Ufer gelangen können. Und wenn er bewusstlos gewesen sein sollte, hätte man mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest seinen Körper gefunden.

An vielen Stellen der Wolme ragen zu dem Stein aus dem Wasser, was ein davon treiben erschwert hätte. Sogar wenn er bis zur Ruhe getrieben wäre, hätte sie ihn dort ein Stauwer gestoppt. Das Stauwerstiftsmühle staut das Wasser und ist so dicht, dass nicht einmal Fische hindurchkommen können. Ein menschlicher Körper hätte sich dort definitiv verfangen und wäre vermutlich bereits nach kurzer Zeit bemerkt worden.

Die Spur, die der andere Hund aufgenommen hat, wirft eine ganz andere Theorie auf. Dadurch, dass sie an einer Brücke über einen Bahnübergang endet, könnte man davon ausgehen, dass Martin wegen dem Streit und der drohenden Scheidung von der Brücke gesprungen ist und sich das Leben genommen hat. Aber auch für diese Theorie gibt es keinerlei Spur.

 Es wurden nie Leichenteile oder Fetzen von Kleidung gefunden. Da dort viele Oberleitungen verlaufen und Martin angetrunken war, ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass er von der Brücke auf einen durchfahrenden Güterzug gesprungen ist. Statt Fragen zu beantworten, werfen die Ergebnisse der Spürhunde nur viele weitere auf. Und wie bereits erwähnt, kann man auch daran zweifeln, wie aussagekräftig die Spuren nach über 14 Monaten überhaupt noch sind und ob man ihnen überhaupt Glauben schenken sollte.

Gemeinsam haben die beiden Spuren lediglich die rund 200 m entfernte Tankstelle in der Becheltischstraße, zu der beide Hunde als erstes gegangen sind. Diese war zum Zeitpunkt von Martins Verschwinden allerdings geschlossen, weswegen unklar ist, was er dort gewollt haben könnte. In der Nähe der Tankstelle verläuft allerdings die Bundesstraße, weswegen die Beamten befürchten, dass er dort in ein Auto eingestiegen und einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.

Martin hatte bei seinem Verschwinden lediglich sein Portemonnaie mit seiner EC-Karte, seinem Führerschein und 50 € in Bar dabei. Sein Ausweis lag noch zu Hause und sein Handy hat er im Auto gelassen. Nach seinem Verschwinden bleibt sein Kontostand unverändert. Es wird kein Geld mehr eingezahlt oder abgehoben.

Die Polizei fragt deutschlandweit kassenärztliche Vereinigung sowie die Leihäuser in Hagen ab. Nirgend sind Abrechnung auf Martins Namen eingegangen und niemand ist Martin bekannt. Es wird auch nach Zeugen gesucht, die Martin am Abend seines Verschwindens an der Tankstelle gesehen haben. Doch auch dieser Zeugenaufruf bleibt ergebnislos.

Im Jahr 2009 wird ein Beitrag in der Sendung Aktenzeichen XY über Martin Bach ausgestrahlt. Der einzige verwertbare Hinweis stammt von einem Zeugen, der behauptet, Martin in den Tagen nach seinem Verschwinden in Breckerfeld etwa 15 km südlich des Vereinsheims gesehen zu haben. Aber auch dieser Hinweis verläuft sich ohne eine weitere verwertbare Spur.

Die Polizei hält ein Verbrechen oder einen Unfall für am wahrscheinlichsten. Ein freiwilliges Verschwinden wird von Ihnen nicht als mögliche Option genannt. Die Theorien in Martins Umfeld hingegen sind sehr vielfältig und einige davon führen zu der Frage, ob vielleicht einer der Beteiligten nicht die Wahrheit sagt.

Martins Onkel Werner Bach hält es für wahrscheinlich, dass sein Neffe Opfer eines Verbrechens geworden ist. Der Rechtsanwalt stellt kurz nach Martins Verschwinden die Aussagen der Zeugenden in Fragen. Die Information über den Streit, Martins Verschwinden und die anschließende Suche mit Freiwilligen basieren einzig und allein auf den Aussagen von Tanja sowie den anderen Zeugen.

Martins Vater Hans fügt noch hinzu, dass sein Sohn noch kurz bevor er nach Hagen gefahren ist, einem Freund zugesagt hat, in wenigen Tagen zu seiner Party zu kommen. Die Fahrt nach Hagen war nicht geplant. was ein freiwilliges Verschwinden für ihn sehr unwahrscheinlich macht. Werner Bach sagt, dass Martin seine Tochter niemals alleine lassen würde.

Nichts von dem, was sich in Hagen zugetragen hat, ist für ihn sicher belegt. Nach Martins Verschwinden geht er zur Polizei und sagt dort aus, dass es schon lange Streit zwischen Tanja und Martin gegeben hat. Daraufhin werden Tanja und ihre Mutter erneut befragt, aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie etwas verbergen oder etwas mit Martins Verschwinden zu tun haben.

 Sämtliche ihrer Aussagen decken sich. Der Bekannte der Tanja entgegengekommen sein soll, als sie mit ihrer Jacke zurück zu Martin gegangen ist, wird jedoch nie befragt. Genauso wenig wie Tanjas Cousine, die laut ihrer Aussage während des Streits auch auf dem Parkplatz gewesen sein soll. Für Hans und Werner passen einige Dinge nicht zusammen.

 Martin hatte immer sein Handy bei sich und es kommt ihn sehr komisch vor, dass er es ausgerechnet an diesem Abend im Auto zurückgelassen hat. Die beiden Brüder vermuten ein Verbrechen. Werner beauftragt schließlich ein Privatdetektiv, der sich in Hagen umhören soll. Bei den Ermittlungen kommt es aber zu keinen neuen Erkenntnissen.

 Der Detektiv gibt lediglich an, dass die Gegend rund um das Vereinsheim keine sonderlich gute ist und man sich dort nachts nicht alleine aufhalten sollte. Das Misstrauen, dass Tanja von Martins Familie entgegengebracht wird, führt dazu, dass sie den Kontakt zu seiner Familie immer weiter reduziert und schließlich sogar abbricht.

Ihre Tochter hat mittlerweile keinen Kontakt mehr zu ihren Großeltern und sie und Tanja sind ausgezogen und leben in einem der Nachbarorte. Zwei Jahre nach Martins Verschwinden lernt sie einen neuen Mann kennen. Auf die Frage, was passieren würde, wenn Martin eines Tages vor der Türstünde, antwortet sie 2009 in einem Interview mit der Westfalen Post.

 Ich würde ihn als Menschen wieder aufnehmen, aber nicht als Ehemann. Er ist ein guter Mensch, aber er hat sich aus der Verantwortung gestohlen. Ihre Aussage bewirkt zwei Dinge. Zum einen stellt Tanja öffentlich klar, dass ihre Ehe vorbei ist und es für Martin und sie keine Zukunft mehr gibt. Und zum anderen wirkt ihre Antwort so, als würde sie scheinbar an ein freiwilliges Verschwinden glauben.

Kurz darauf passiert etwas Seltsames. Es sind zweieinhalb Jahre seit Martins Verschwinden vergangen, als im Haus seiner Eltern plötzlich das Telefon klingelt. Als sie den Anruf entgegennehmen, ist am anderen Ende der Leitung nichts als Stille. In der nächsten Zeit wiederholen sich diese Anrufe immer wieder.

 Martins Vater beschreibt es, als würde jemand einfach nur zuhören wollen. Er glaubt, dass es sein Sohn ist, der sich nicht traut zu reden, da er sich dafür schämt, seine Tochter zurückgelassen zu haben, aber trotzdem regelmäßig anruft, um sich zu erkundigen, ob es seinen Eltern und seiner Tochter gut geht. Im Oktober 2022 sagt Hans in einem Bericht, dass die Anrufe bis heute anhalten, also mittlerweile über 12 Jahre.

 Bei solchen Anrufen liegt anfangs die Vermutung nah, dass sich jemand einen geschmacklosen Scherz erlaubt. Aber wer würde sich die Mühe machen, ein Scherz so viele Jahre lang aufrecht zu erhalten? Leider bleibt in den Berichten unklar, warum man die Anrufe der ganzen Zeit nie zurückverfolgt hat. Auch wenn sie nicht von Martin stammen, wäre es interessant zu wissen, wer seit so vielen Jahren regelmäßig seine Eltern anruft, ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen.

Martin Bach bleibt bis heute vermisst und offen bleibt die Frage, was ist passiert? Ein freiwilliges Verschwinden scheint die Theorie zu sein, die Tanja verfolgt. Zumindest wirkt ihre Aussage in der Westfalenpost. So. Klar ist, dass es sehr schwierig ist in Deutschland spurlos zu verschwinden und dass es dafür einen Plan benötigt.

Martin kannte sich in Hagen nicht aus. Die Fahrt dorthin war spontan und er hätte keine Möglichkeit gehabt, sich vorher mit der Gegend vertraut zu machen und sein Verschwinden zu plan. Er hat sich vor seinem Verschwinden normal verhalten, Pläne für die Zukunft gemacht und zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erweckt, dass irgendetwas nicht stimmt und er gerne ein neues Leben beginnen würde.

 Er hatte bei seinem Verschwinden kein Handy bei sich und auch kaum Bargeld. Von seinem Konto ist nie wieder etwas abgehoben worden. Das sind alles Umstände, die es ihm sehr schwer gemacht hätten, ohne eine weitere Spur zu verschwinden. Da Martins Verschwinden damals oft in den Medien gewesen ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihn irgendwann jemand innerhalb von Deutschland erkannt hätte, zumal es hier auch nicht leicht ist, sich eine neue Identität aufzubauen.

Möglicherweise hat Martin sein Verschwinden aber in Wirklichkeit lange und akribisch geplant und war darin so geschickt, dass niemand in seinem Umfeld etwas davon mitbekommen hat. Für ein freiwilliges Verschwinden sprechen zumindest die merkwürdigen Anrufe, die seine Eltern seit so vielen Jahren regelmäßig erhalten.

Sein Onkel verfolgt weiterhin die Theorie, dass Martin Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Er ist überzeugt davon, dass er seine Familie und seine Heimat nicht einfach so zurückgelassen hätte. Und auch die Polizei scheint dieser Theorie zu folgen. Möglicherweise wollte Martin nach dem Streit mit Tanja weg aus Hagen und ist an der nahe gelegenen Tankstelle in ein Auto eingestiegen.

Das Umfeld, in dem er verschwunden ist, gilt nachts eher als gefährlich und von der Tankstelle kann man schnell auf die Bundesstraße auffahren und so auch größere Distanzen überbrücken. Möglicherweise ist Martin bei jemandem eingestiegen, der ihn entführt oder überfallen und anschließend umgebracht hat. Das würde auch erklären, warum man seine Leiche bis heute nicht gefunden hat.

Werner Bach glaubt nicht, dass Martin noch lebt. Er denkt, dass sein Neffe beim Unfall bereits gefunden worden wäre. Und einen Suizid schließt er aus. Er sagt, da bleibt nur eines übrig. Vielleicht stimmen aber auch all diese Theorien nicht und es hat sich einfach nur ein tragischer Unfall ereignet. Eine Möglichkeit besteht darin, dass Martin doch beim Wasserlassen in die Wolme gestürzt ist.

Möglicherweise ist sein Körper irgendwo unter Wasser hängen geblieben, bis er sich so weit zersetzt hat, dass die kleinen Teile doch durch das Weer gelangen konnten. Sowohl bei einem Verbrechen als auch bei einem Unfall bleibt jedoch die Frage offen, wer bis heute regelmäßig Martins Eltern anruft. Sein Vater Hans glaubt durch die Anrufe an ein freiwilliges Verschwinden.

 Da Martin Mallorca mochte, hoffte er, dass sein Sohn dorthin abgehauen ist und vielleicht eines Tages wieder zurück nach Hause kommt. Eine Hoffnung, die er sich nicht nehmen lässt. Er wartet noch jeden Tag darauf, dass sein Sohn endlich wieder zurück nach Hause kommt. Martin Bach bleibt bis heute vermisst. Er ist 1,85 m groß, hat eine schlanke Statur, blaue Augen und blonde Haare.

 Am Tag seines Verschwindens hat der damals 34-Jährige ein rosafarbenes Hemd, blaue Jeans und braune Sneaker getragen. Auf seinem rechten Schulterblatt hat er einen Tribal tätowiert. Solltet ihr Martin Bach in der Nacht seines Verschwindens oder irgendwann danach gesehen haben, meldet euch unbedingt bei der Polizei.

 Ihr könnt Bilder von Martin oder dieses Video auch gerne teilen, damit noch mehr Leute von seinem Verschwinden erfahren und die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass irgendjemand davon der Polizei einen Hinweis geben kann. Welche der Theorien zu Martins Verschwinden haltet ihr für am wahrscheinlichsten und wer ist eurer Meinung nach für die Anrufe bei Martins Eltern verantwortlich? Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare zu diesem Fall.

 Sollte euch das Video gefallen haben, hinterlasst auch gerne einen Daumen nach oben oder ein Abo. Sollte es irgendwann ein Update zu diesem Fall geben, werde ich euch darüber auf meinem Zweitkanal Insolito Crime News informieren. Wenn ihr möchtet, könnt ihr mir auch dort oder auf Instagram folgen und meinem Discord beitreten. Die Links dazu findet ihr in der Videobeschreibung.

 Viel mehr gibt es leider nicht mehr zu sagen. Vielen Dank fürs Zuschauen. Ich wünsche euch noch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen.  

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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