Einmaliges Meisterwerk bei „Bares für Rares“: Händler liefern sich packendes Bieterduell um signierte Uhr T
Einmaliges Meisterwerk bei „Bares für Rares“: Händler liefern sich packendes Bieterduell um signierte Uhr

In der beliebten ZDF-Erfolgsshow „Bares für Rares“ erleben Zuschauer regelmäßig emotionale Momente, überraschende Expertisen und spannende Verhandlungen. Doch gelegentlich tauchen Objekte auf, die selbst erfahrene Händler und Experten vor scheinbar unlösbare Aufgaben stellen. So geschehen in einer spektakulären Episode, in der ein echtes Unikat aus dem Jahr 1992 die Runde machte und im Händlerraum für ein beispielloses Bieterduell sorgte. Im Mittelpunkt dieser außergewöhnlichen Geschichte stehen die Verkäuferin Helger aus Gütenbach in Baden-Württemberg und ihr Partner Wolfgang, den sie aus ganz pragmatischen Gründen mit in die Sendung gebracht hatte. Mit einem Schmunzeln erklärte sie dem Moderator Horst Lichter, dass ihr das mitgebrachte Objekt schlichtweg zu schwer gewesen sei und Wolfgang es deshalb tragen musste.
Helger ist von Beruf Uhrenschildmalerin und hat das feilgebotene Kunstwerk in akribischer Handarbeit selbst hergestellt. Das Objekt zieht sofort alle Blicke auf sich, doch das wahre Geheimnis verbirgt sich auf der Vorderseite in Form zahlreicher historischer Unterschriften. Diese stammen nämlich keineswegs von der Künstlerin selbst, sondern es handelt sich um authentische Autogramme von hochkarätigen Persönlichkeiten. Helger erinnerte sich im Gespräch lebhaft an jene besondere Zeit, als sie während der Olympischen Spiele in Barcelona eingeladen war, um ihr handwerkliches Können einem internationalen Publikum zu präsentieren. Dort traf sie auf unzählige prominente Persönlichkeiten, die sich bereitwillig auf dem Schild verewigten.
Der Kunst- und Antiquitätendesperte Sven Deutschmannek zeigte sich bei der Begutachtung sichtlich beeindruckt und erkannte sofort einige der berühmten Signaturen. Dazu zählten unter anderem der ehemalige Schwimmstar Franziska van Almsick sowie der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Zu den Hintergründen der Machart konnte der Experte allerdings nicht viel sagen, da die Schöpferin des Werks direkt neben ihm stand und die Entstehung am besten selbst erläutern konnte. Dennoch äußerte Deutschmannek einen kleinen Kritikpunkt: Durch die vielen unterschiedlichen Handschriften wirke das Unikat optisch ein wenig unruhiger, was den einzigartigen Charakter des Stücks jedoch keineswegs schmälert. Die entscheidende Frage, die allen auf der Seele brannte, lautete jedoch: Welchen Marktwert besitzt ein solches historisches Einzelstück heute?

Helger äußerte vor den Experten einen bescheidenen Wunschpreis von rund 500 Euro, womit sie im Wesentlichen die reinen Materialkosten abdecken wollte. Für den Experten Sven Deutschmannek gestaltete sich die Wertermittlung jedoch als äußerst schwierig, da es auf dem gesamten Markt schlichtweg nichts Vergleichbares gab. Mangels historischer Referenzdaten und vergleichbarer Verkäufe taxierte er den Wert am Ende rein spekulativ auf eine Spanne zwischen 500 und 1000 Euro. Vor exakt demselben Rätsel stand kurz darauf auch Händler David Suppes, als das außergewöhnliche Objekt im Händlerraum enthüllt wurde. Er betonte sofort, dass es sich um ein absolutes Unikat ohne jegliche historisch vergleichbare Werte handele.
Dennoch ließ sich Kollege Christian Fechtel von der faszinierenden Lackschilduhr begeistern und eröffnete die Verhandlungen mit einem soliden Startgebot von 200 Euro. Umgehend hakte der Händler bei der Künstlerin nach, wie viel eine reguläre Uhr aus ihrer Werkstatt üblicherweise im Direktverkauf kosten würde. Als Helger antwortete, dass eine reguläre fertige Uhr rund 600 Euro koste, reagierte Fechtel blitzschnell und korrigierte sein Gebot sofort auf diesen Betrag nach oben. Doch mit einem schnellen Zuschlag war es noch lange nicht getan, denn im Raum entbrannte augenblicklich ein hartes und erbittertes Bietergefecht mit David Suppes. Beide Händler ließen sich von der Einzigartigkeit des Objekts anstecken und trieben den Preis Schritt für Schritt in schwindelerregende Höhen. Erst als die Marke von 1300 Euro erreicht war, zog sich David Suppes schließlich zurück und überließ seinem Kollegen Christian Fechtel den Zuschlag. Mit einer derart gewaltigen Summe hatte die Verkäuferin Helger in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet, und so verließ sie das Studio als überglückliche Gewinnerin eines unvergesslichen Tages.
Dieses emotionale und überraschende Ereignis zeigt einmal mehr, warum „Bares für Rares“ seit Jahren die Herzen der Fernsehzuschauer erobert. Es sind nicht nur die materiellen Werte, die hier verhandelt werden, sondern vor allem die persönlichen Geschichten, Erinnerungen und menschlichen Begegnungen hinter jedem einzelnen Exponat. Die signierte Uhr aus dem Jahr 1992 bleibt ein absolutes Unikat der Fernsehgeschichte und erinnert alle Beteiligten daran, dass wahre Schätze oft einen unschätzbaren emotionalen und historischen Wert besitzen, der sich mit Geld kaum aufwiegen lässt.