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16 Kameras getäuscht – wie war das möglich? Der Fall Inna Budnizkaja  T

16 Kameras getäuscht – wie war das möglich? Der Fall Inna Budnizkaja  

Jeder Ermittler weiß, die grausamsten Verbrechen beginnen immer mit vollkommener Stille. Es gibt keine Hilferufe, keine eingetretenen Türen und keine Spuren eines Kampfes. Es gibt nur einen Menschen, der eine Minute zuvor noch da war und im nächsten Augenblick verschwunden ist, ohne etwas außer Lehre zurückzulassen.

 Genau mit einer solchen unheilvollen Lehre begann diese Geschichte. Die Überwachungskameras zeichneten nüchtern auf, wie die junge Frau ihr Hotelzimmer betrat. Niemand sah sie danach wieder herauskommen. Sie schien sich einfach in Luft aufzulösen und alle Gesetze der Physik und der Logik zu brechen, um einen Tag später auf einem abgelegenen, verwahrlosten Grundstück außerhalb der Stadt wieder aufzutauchen.

 Geschlagen, ohne Kleidung und kaum noch atmend. Die Polizei stand vor einem Rätsel. Sie hatte es mit dem perfekten Fall eines verschlossenen Raumes zu tun. Mein Name ist Lukas Falkner. Sie sehen den Kanal Fokusfall. Danke, dass Sie meinen Content schauen. Ich freue mich über Ihr Abo und Like. Viel Spaß beim Zuschauen. Der Fall wurde schnell zu einer ungelösten Akte und geriet in den Archiven in Vergessenheit.

 Niemand ahnte, dass der Schlüssel zur Lösung die ganze Zeit offen zu Tage lag. Eine kaum wahrnehmbare Auffälligkeit in einer Videoaufnahme. Dies ist die Geschichte davon, wie vollkommene Unsichtbarkeit dem Bösen erlaubt, jahrelang ungestraft zu bleiben und davon, wie ein einziges zufälliges Detail den genialsten und schrecklichsten Plan zu nichte machen kann.

 Inner Budnitzkaya wurde im Jahr 1984 in der Ukraine geboren. Sie strebte stets nach Meer und so verließ sie mit 21 Jahren ihre Heimat, um sich in den Vereinigten Staaten von Amerika ein neues Leben aufzubauen. Ende des Jahres 2004 brachte ihr Arbeitgeber sie in Miami, Florida, im Hotel Miami Airport Regency unter. Grund dafür war eine Verletzung, die sie sich während ihrer Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff zugezogen hatte.

 Einige Monate vor den hier geschilderten Ereignissen hatte sie sich am Arm verletzt. Das Unternehmen bot ihr an, vorübergehend im Hotel zu wohnen, bis sie sich erholt hatte und wieder ihren Aufgaben nachgehen konnte. Innerst Tätigkeit war mit ständigen Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff verbunden. Dadurch hatte sie viel von Amerika gesehen und wollte nun für immer hier bleiben.

 Ihre Mutter lebte weiterhin in der Ukraine und die Tochter hielt ständigen Kontakt zu ihr zu Freunden und anderen Verwandten in der Heimat. Die junge Frau erholte sich weiterhin und am Sonntag, dem 20. Februar 2005 befand sie sich bereits in der Endphase ihrer Genesung. Sie sollte daher bald wieder an die Arbeit zurückkehren und sich erneut an Bord des Schiffes begeben.

 An diesem Abend unternahm sie einen Spaziergang mit ihrem Freund namens Peter. Sie aßen gemeinsam zu Abend, besuchten mehrere Orte und anschließend riefen sie ein Taxi, das sie zum Haus ihres Freundes brachte. Nach einigen gemeinsam verbrachten Stunden brachte sie ein weiteres Taxi zurück ins Hotel. Für Inner war es ein gewöhnlicher freier Abend, wie es während ihrer Zeit im Hotel schon oft vorgekommen war.

 Für sie war es eine Art Urlaub. Das Unternehmen übernahm die Kosten dafür, wohl aus Sorge vor einem möglichen Rechtsstreit. Die Hauptperson dieser Geschichte hatte jedoch keineswegs die Absicht, Schwierigkeiten zu bereiten und freute sich darauf, wieder an die Arbeit zurückzukehren. Die Hotellanlage verfügte über ein hochentwickeltes Sicherheitssystem.

 16 Überwachungskameras waren über das gesamte Gelände und alle Stockwerke verteilt. Sie überwachten das Gelände rund um die Uhr. Es gab kaum blinde Flecken, insbesondere nicht am Ausgang des Gebäudes und im Außenbereich. Dies schloss das Risiko ein, dass Fremde unbemerkt eindringen konnten. Die einzigen nichtüberwachten Bereiche waren die Aufzugskabinen, die Gästezimmer selbst und die Flure dazwischen.

Außerdem besaß jeder Gast eine persönliche Schlüsselkarte, mit der er sich auf dem Gelände bewegen konnte. Jede geöffnete Tür wurde erfasst. In einem elektronischen Protokoll wurden Uhrzeit, Ort und Karteninhaber vermerkt. Es schien, als könne man sich kaum einen sichereren Ort vorstellen. Gegen 8 Uhr morgens, am Montag, dem 21.

 Februar 2005 fuhr ein Mitarbeiter eines städtischen Versorgungsunternehmens mit dem Auto zur Arbeit in Miami. Sein Weg führte durch eines der sozial schwächeren Viertel, in dem kriminelle Vorfälle keine Seltenheit waren. Als der Mann an einer verlassenen Sackgasse am Stadtrand vorbeifuhr, bemerkte er abseits der Straße etwas Verdächtiges und beschloss, der Sache nachzugehen.

 Als er anhielt und genauer hinsah, erkannte er mit Entsetzen, dass er den Körper eines Menschen vor sich hatte. Näheran sah er eine kleine, blonde junge Frau, die offenbar eine wahre Tortur durchlebt hatte. Sie war stark verletzt und ohne Kleidung. Man hatte sie an diesem menschenleen Ort zurückgelassen, damit sie dort sterbe. Der Mann war überzeugt, einen leblosen Körper gefunden zu haben und leistete deshalb zunächst keine erste Hilfe.

 Er wandte sich sofort an den Rettungsdienst, der ihm erklärte, wie er den Puls überprüfen könne. Er versuchte es. Trotz des erschreckenden Zustands des Opfers, schlug ihr Herz noch. Später wurde bei der jungen Frau eine Schädelhirnverletzung festgestellt. Die Knochen um ihr rechtes Auge waren zertrümmert.

 Von Kopf bis Fuß war sie mit blauen Flecken und Schirfwunden bedeckt. Man brachte sie mit dem Hubschrauber in ein modern ausgestattetes Traumzentrum, das sich 40 km von der Fundstelle entfernt befand. Der Zustand der Verletzten konnte stabilisiert werden. Ihre Wunde wurde behandelt und genäht und man legte ihr eine Halskrause an.

 Die junge Frau war bereits seit vielen Stunden bewusstlos, sodass niemand wußte, wer sie war und was ihr zugestoßen war. Die Ärzte konnten Samenflüssigkeit in ihrem Körper nachweisen. Proben wurden entnommen und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Dort gelang es, männliche DNA zu isolieren. Das Opfer erholte sich im Krankenhaus.

 Die Polizei wartete darauf, daß sie wieder zu Bewußtsein käme, um alles zu berichten. Es war offensichtlich, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelte, weshalb keine Zeit verloren werden durfte, denn auf freiem Fuß befand sich ein gefährlicher Täter, der zu brutalen Übergriffen fähig war. Die Ermittler nahmen die Untersuchung auf, und da niemand nicht einmal den Namen der jungen Frau kannte, beschlossen sie, mit den Anwohnern in der Nähe des Fundortes zu sprechen.

Leider besaß in diesem Viertel niemand eine Überwachungskamera am Haus und keiner der Zeugen hatte irgendetwas Verdächtiges bemerkt. Mehr als 24 Stunden vergingen, in denen die Verletzte bewusstlos blieb. Schließlich am Morgen des Dienstag, dem 22. Februar erwachte sie. Die junge Frau litt nicht nur unter starken Schmerzen bei dem geringsten Versuch zu sprechen, sondern hatte durch die Schädelhirnverletzung auch teilweise ihr Gedächtnis verloren und konnte Worte nur schwer unterscheiden. Anstatt zusammenhängend

zu sprechen, sagte sie unverständliche Dinge. Dennoch konnte sich die Verletzte mit Hilfe eines Notizblocks mit dem Krankenhauspersonal verständigen. Als die Ermittler im Krankenhaus eintrafen, war bereits bekannt, dass die Verletzte Inner Budnitzkaja hieß. Wie alle anderen hatte auch sie keine Erklärung dafür, wie sie ohne Kleidung und halbtgeschlagen in diesem sozialschwachen Viertel gelandet war.

Wie sich später herausstellte, lag dieser Ort 15 km von dem Hotel entfernt, in dem sie wohnte. In diesem Viertel war sie zuvor nie gewesen. Die einzige Information, an die sich inner erinnerte, waren Name und Telefonnummer ihres Anwalts, mit dessen Hilfe sie alle Angelegenheiten mit ihrem Arbeitgeber regelte.

 Gerade durch diesen Anwalt erfuhr der ermittelnde Beamte, dass die junge Frau im Hotel Miami Airport Regency gewohnt hatte. Da es sich um eine moderne Anlage mit fortschrittlichen Sicherheitssystemen handelte, waren die Ermittler zuversichtlich, den Fall rasch aufzuklären. Es sollte genügen, Aufnahmen zu finden, die zeigten, wie jemand inner aus ihrem Zimmer holte oder sie im Flur bzw.

 direkt auf dem Hotelgelände angriff. Ein Ausmaß an Verletzungen wie dieses konnte den Kameras oder anderen Gästen unmöglich entgangen sein. Bald gelang es der Polizei tatsächlich Aufnahmen zu finden, auf denen Inner das Hotel zusammen mit ihrem Freund verließ und später kurz nach Mitternacht allein zurückkehrte. Man sah, wie Inner das Gebäude betrat und den Aufzug rief.

 Niemand begleitete sie auf dem Weg zu ihrem Zimmer. Das nächste Mal erschien sie auf einer Aufnahme, als sie um drehr nachts nach draußen ging. Sie selbst erklärte später, dies getan zu haben, um ihre Mutter anzurufen. Die späte Uhrzeit erklärte sich durch den Zeitunterschied. Etwa 15 Minuten später kehrte die junge Frau zurück, betrat den Aufzug, wobei vor ihr ein großer Mann einstieg, der ebenfalls zu seinem eigenen Zimmer wollte.

 Das Seltsamste war, daß es den Polizeibeamten trotz aller Bemühungen nicht gelang, inner auf den Aufnahmen nach diesem Zeitpunkt wiederzufinden. Sie sichteten buchstäblich sämtliche Aufnahmen bis zu jenem Moment, in dem der geschundene Körper der jungen Frau gefunden wurde. Das Rätsel erwies sich als schwieriger, als die Ermittler zunächst angenommen hatten.

 Die Ermittler begannen, alle denkbaren Erklärungen zu überprüfen, einschließlich der unwahrscheinlichsten. Z.B. Könnte man annehmen, dass die junge Frau aus dem Fenster ihres Zimmers geworfen oder an einem Seil hinabgelassen wurde. Doch keine dieser Varianten war möglich, ohne dabei von den Sicherheitskameras erfasst zu werden.

 Denn auch außerhalb des Gebäudes gab es zahlreiche Kameras, sodass sich das Rätsel weiterhin nicht lösen ließ. In jedem Fall musste das nähere Umfeld des Opfers überprüft werden. Sie hatte nur wenige Bekannte und Freunde, sodass die Liste kurz ausfiel. Zunächst wandte man sich an Peter, den Freund, der den Abend mit der Verletzten verbracht hatte.

 Es stellte sich heraus, daß der junge Mann bereits Erfahrung mit der Polizei hatte. Kurz vor dem Angriff hatte er zusammen mit Inner Zeit in einem Nachtclub verbracht. Dort befand sich zufällig ein Polizist, der einen Streit bemerkte und eingriff, als Peter die junge Frau am Arm packte und heftig schüttelte. Peter wurde festgenommen und wegen häuslicher Gewalt angeklagt.

 Trotz des Verdachts arbeitete der junge Mann bereitwillig mit den Ermittlern zusammen. Er stellte alle angeforderten Informationen freiwillig zur Verfügung und schilderte alles ausführlich, einschließlich des Geständnisses, dass es an jenem Abend zu einvernehmlicher Intimität zwischen ihm und inner gekommen war.

 Der Verdacht gegen ihn schwächte sich ab. Den endgültigen Beweis für seine Unschuld lieferte sein DNA-pil. Es stimmte nicht mit den biologischen Spuren überein, die im Körper der Verletzten gefunden worden waren. Das bewies, daß sie erst nach der Begegnung mit ihrem Freund einer Vergewaltigung ausgesetzt worden war. Anschließend richteten die Ermittler ihre Aufmerksamkeit auf den Nachtmanager des Hotels namens George Paris.

 Er verhielt sich gegenüber der Polizei recht feindselig, was sofort Verdacht gegen ihn weckte. Man fand Videoaufnahmen, die zeigten, wie George sich mit Inner unterhielt. Am Tag des Angriffs geschah dies gleich zweimal. Außerdem besaß der verdächtige Hotelarbeiter einen Generalschlüssel für alle Zimmer.

 Er kannte das Gebäude sehr gut, da er schon lange dort arbeitete und wußte daher über alle Schwachstellen, blinde Winkel und mögliche Wege, das Sicherheitssystem zu umgehen. Als George zur Vernehmung auf die Wache gebracht wurde, änderte sich sein Verhalten. Er wurde deutlich kooperativer und entgegenkommender. Der Mann beantwortete alle Fragen der Polizei und beteuerte, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben.

 Seinen Angaben nach habe es keine Lücken im Sicherheitssystem gegeben. Zumindest seien ihm keine bekannt gewesen. George bestritt jede Beteiligung an dem Angriff auf die junge Frau, konnte aber auch keine sachdienlichen Hinweise liefern. Er habe nichts Verdächtiges beobachtet. Nach dem Gespräch mit der Polizei gab der Hotelarbeiter freiwillig eine DNA-Pre ab.

 Sein Profil stimmte nicht mit der Probe des Täters überein, die man am Körper des Opfers gefunden hatte. Die größte Hoffnung lag nun auf inner selbst, die wertvolle Hinweise liefern könnte, sobald sie wieder bei sich war. Die Suche nach dem Täter verlangsamte sich. Man ging davon aus, dass das Gedächtnisverlust vorübergehend sei und inner sich allmählich an alles erinnern würde.

 Ihr Gedächtnis funktionierte weiterhin nicht richtig, doch gelegentlich kehrten Erinnerungen zurück, über die sie bereitwillig sprach. Leider erwies sich das alles als nutzlos. Bald wurde klar, daß sie überhaupt nicht mehr zwischen Träumen und Wirklichkeit unterscheiden konnte. Man entschied sich zu einem drastischen Schritt und griff sogar auf Hypnose zurück.

 Doch auch das brachte keine verlässlichen Erinnerungen hervor. Die Ermittlung trat auf der Stelle. Trotz aller Bemühungen der Polizei waren 9un Monate seit dem Angriff auf die junge Frau vergangen, ohne dass die Polizeibehörde von Miami vorangekommen war. Nach wie vor blieb es ein Rätsel, wie inner das Hotel unbemerkt verlassen haben könnte.

 In dieser Zeit hatte sich das Opfer körperlich erholt. Doch leider erlaubte ihr der Gedächtnisverlust nicht zu verstehen, was tatsächlich geschehen war. Die Erinnerungsprobleme bestanden weiterhin. Inner wollte nicht, dass die Person, die er das angetan hatte, ungestraft blieb. Sie wollte Gerechtigkeit erreichen. Allen war klar, daß sie nur durch ein Wunder dem Tod entkommen war.

 Da Identität und Motiv des Täters weiterhin unbekannt blieben, waren auch andere Frauen in Miami ebenso wie Inner selbst weiterhin in Gefahr. Angesichts der Professionalität, mit der das Verbrechen begangen worden war, waren die Ermittler überzeugt, dass sie es mit einer Person zu tun hatten, die in solchen Taten bereits Erfahrung hatte.

 Er könnte jederzeit erneut zuschlagen. Da das Sicherheitssystem des Hotels sich als völlig nutzlos erwiesen hatte, verklagte inner das Hotel wegen Fahrlässigkeit. Die Hotelleitung nahm dies jedoch sehr persönlich. Niemand wollte einfach so zahlen, ohne zu verstehen, was tatsächlich geschehen war. Die junge Frau wurde des Betrugs verdächtigt.

 Schließlich galt das Sicherheitssystem der Anlage als eines der modernsten seiner Zeit und war zugleich Bestandteil einer Werbekampagne. Ein Gerichtsverfahren hätte dem Hotel erheblichen Schaden zufügen können, weshalb niemand einfach zugeben wollte, dass das Millionenschwere Sicherheitssystem versagt hatte. Angesichts der Erfolglosigkeit der Behörden von Miami beauftragte die Hotelleitung einen Privatdetektiv namens Ken Brannon.

 Seine Hauptaufgabe bestand darin, inner geschickte Betrügerin zu entlarfen. Der Privatdetektiv ging denselben Weg wie zuvor die Polizei der Stadt. Befragungen der Anwohner in der Nähe des Fundorts der verletzten jungen Frau brachten ebenfalls keine Ergebnisse. Da bereits viel Zeit vergangen war, war es unmöglich geworden, mit den damaligen Hotelgästen zu sprechen.

 Deshalb begann Ken die Aufnahmen der Überwachungskameras genauso gründlich zu untersuchen, wie zuvor die Ermittler von Miami. Allen, die das Material sichteten, fiel eine Auffälligkeit auf. Die Zeitstempel in den Protokollen der elektronischen Schlüssel wichen um 17 Minuten von Denen des Videochungssystems ab.

 Dies machte es unmöglich, die Daten vollständig abzugleichen und zu vergleichen. Die Polizei wusste davon, doch Überprüfungen hatten bisher nicht geholfen, die Ursache für diese Abweichung zu klären. Der Privatdetektiv war überzeugt, dass der Schlüssel zur Lösung genau in diesen 17 Minuten lag. Ken arbeitete weiterhin an diesem Fall und betrachtete inner nach wie vor als mögliche Betrügerin, die Geld vom Hotel erpressen wollte.

 Er suchte in den Aufnahmen nach Beweisen dafür, daß die junge Frau mit kriminellen Kreisen in Verbindung stand und einfach geflohen war, wobei sie alles als Entführung inszeniert hätte. Doch nichts dergleichen fand sich. Am Ende schloss er diese Version vollständig aus. Niemand fand entsprechende Beweise. Ken Branon verwarf die Vorstellung, dass inner eine mögliche Betrügerin sei.

 Ihm wurde klar, dass im Hotel tatsächlich ein Verbrechen geschehen war. Nun stand der Privatdetektiv vor der Aufgabe, den Täter zu ermitteln. Ken war überzeugt, dass diese Person das Hotel betreten hatte oder sich zur gleichen Zeit dort aufhielt, als der Angriff stattfand. Er sah sich die Aufnahmen Minute für Minute an und schloss einen Gast nach dem anderen aus.

 So gelang es ihm, eine Aufnahme zu entdecken, auf der Inner um 3:41 Uhr morgens den Aufzug betrat. Gleichzeitig mit ihr stieg ein Mann ein. Er war sehr groß, dunkelhäutig und wirkte gelassen. Ihrem Verhalten nachzuurteilen kannten sie sich nicht, sprachen nicht miteinander und fuhren einfach imselben Aufzug. Ken beschloss ihm zu folgen und fand ihn bald auf einer weiteren Aufnahme wieder.

 Er fuhr mit demselben Aufzug 17 Minuten später wieder hinunter, dieselbe zeitliche Abweichung wie zuvor. Bei sich trug er einen großen Koffer. Das jemand mit Gepäck durch das Hotel ging, war an sich nichts ungewöhnliches. Das tun viele. Auffällig war jedoch, dass er den Koffer in ein Autolot, wegfuhr und etwa eine Stunde später ohne Gepäck zurückkehrte.

Danach blieb er noch eine weitere Nacht. Es handelte sich um einen ziemlich kräftig gebauten Mann, der körperlich stark wirkte. Dem Privatdetektiv fiel noch eine weitere Auffälligkeit auf. Als der Unbekannte aus dem Aufzug stieg, trug er zwar einen vergleichsweise kleinen Koffer, tat dies jedoch sichtlich mit großer Mühe.

 Auf den Aufnahmen war zu erkennen, dass er die letzten Meter bis zum Auto nur mühsam zurücklegte. Er brauchte erhebliche Kraft, um das Gepäck anzuheben und ins Auto zu laden und musste sich sogar kurz ausruhen, bevor er sich ans Steuer setzte. So kam dem Privatdetektiv der Verdacht, dass der Koffer sehr schwer gewesen sein musste und sich inner darin befunden hatte.

 Bevor er diese neue Theorie weiter verfolgte, führte Ken ein kleines Experiment durch. Er kaufte einen exakt gleichen Koffer und fand eine junge Frau, die in Körperbau und Gewicht inner ähnlich war. Es zeigte sich, dass sie ohne größere Mühe hineinpasste. Es reichte aus, die Knie mit den Armen zu umschließen und den Kopf dazwischen zu legen.

 Glich man nun die Zeiten der Schlösser und der Kameras ab, ergab sich, dass dieser Mann die Tür seines Zimmers genau wenige Minuten nach inner geöffnet hatte. Sie befanden sich beide fast zur gleichen Zeit auf dem Flur. Die Vermutung, daß er an der Entführung der jungen Frau beteiligt war, wurde damit immer wahrscheinlicher.

Doch nun tauchte ein neues Problem auf. Seit dem Vorfall waren bereits mehr als neun Monate vergangen. Damals waren digitale Spuren und die Möglichkeiten, eine Person zurückzuverfolgen, längst nicht so umfangreich wie heute. Eine Computerdatenbank besaß das Hotel zu jener Zeit noch nicht, also musste man auf Papierunterlagen zurückgreifen.

 Um Betrug oder Diebstahl vorzubeugen, fertigte das Hotel von den Ausweisen aller Gäste Fotokopien an. Das half jedoch nicht weiter, um herauszufinden, wer die Person auf der Kameraufnahme war, denn die Dokumente wurden nach sech Monaten Aufbewahrung vernichtet. Der Privatdetektiv sichtete erneut stundenlang das Videomaterial, um neue Hinweise auf die Identität jenes kräftig gebauten Mannes zu finden.

 Ken hoffte auf ein klareres Bild des Gesichts des Verdächtigen und schickte die Aufnahmen sogar an Sicherheitsbehörden in der Hoffnung, sie hätten Technologie, um die Bildschärfe zu verbessern. Leider konnten auch sie nicht helfen. Das einzige, was der Detektiv finden konnte, war eine Aufschrift auf der Kleidung, die auf eine internationale Bootsmesse in Miami hinwies, die genau in dem Zeitraum stattfand, als inner angegriffen wurde.

 Er nahm daraufhin Kontakt zu den Veranstaltern auf und bat um Angaben zu Mitarbeitern, die im Hotel Miami Airport Regency übernachtet hatten. Doch die Enttäuschung folgte. Die Organisation erklärte, keiner ihrer Mitarbeiter habe die Dienste dieses Hotels in Anspruch genommen. Der Detektiv fand heraus, dass dieselben T-Shirts auch an Leute ausgegeben wurden, die am Imbisbereich der Messe gearbeitet hatten.

 Doch auch von ihnen war keine Mitarbeiterliste mehr vorhanden. Sie war über die Jahre verloren gegangen. Auch diese Spur führte leider ins Lehere. Dem Detektiv blieb somit nur noch mit Zeugen der Messe zu sprechen. Er versuchte jemanden zu finden, der einen großen, kräftig gebauten, dunkelhäutigen Mann mit Brille bemerkt hatte.

 Die Spur schien zu erkalten, doch seine Beharlichkeit wurde belohnt. Eine Woche später kam ein entscheidender Anruf. Zwar konnte sich niemand an den Namen des Mannes erinnern, doch es stellte sich heraus, dass er nach der Messe im Auftrag in Louisiana gearbeitet hatte. Zum Glück kannte Ken einen Detektiv, der in der Nähe von New Orleans tätig war.

 Doch nun tauchte ein neues Problem auf, verursacht durch die Naturgewalt. Der Hurrican Katrina hatte Louisiana verwüstet. Wegen des Sturms wurden anderthalb Millionen Menschen aus dem Bundesstaat evakuiert. Es folgte eine gewaltige Welle von Flüchtlingen und beinah 2000 Menschen kamen durch die Katastrophe ums Leben.

 Es schien, als wären alle Hoffnungen zu nichte gemacht. Doch nach einigen Wochen rief Kens Bekannte aus Louisiana zurück und nannte einen Namen Michael Jones. Der Polizist war sich nicht sicher, doch andere Anhaltspunkte gab es nicht. Es bestand das Risiko, dass es sich nicht um den echten Namen handelte. Doch Ken suchte das Hotel auf, um zu klären, ob sich zur Zeit des Angriffs auf Inner tatsächlich ein gewisser Mr.

 Jones dort aufgehalten hatte. Die Mitarbeiter erinnerten sich und tatsächlich hatte im Hotel ein Michael Lee Jones Junior übernachtet. Er hatte die Bootsmesse betreut und war anschließend in einen anderen Bundesstaat gezogen, sobald alles vorbei war. Es sah nach einem Erfolg für den Privatdetektiv aus. Doch nun musste geklärt werden, wo sich Michael derzeit aufhielt.

 Über ihn war lediglich bekannt, dass er für eine Cateringfirma gearbeitet hatte. Doch als Ken den Namen erhielt, hatte der Mann diese Firma bereits verlassen. Der Privatdetektiv vermutete, dass der Täter bei einer ähnlichen Firma untergekommen war und griff erneut zum Telefon. Er rief hunderte von Cateringunternehmen an, bis er schließlich auf eine Firma stieß.

Anders als die meisten anderen leistete diese heftigen Widerstand, verweigerte die Zusammenarbeit und erklärte, Informationen nur nach einer gerichtlichen Vorladung herauszugeben. Zum Glück war Ken überzeugt, die richtige Organisation gefunden zu haben und wandte sich an den ermittelnden Polizeidetektiv, den er davon überzeugte, dass sich im Fall ein Durchbruch anbahnte.

 Der Polizist erwirkte daraufhin einen richterlichen Beschluss. Alles ging so schnell, dass die Firma noch am selben Tag bestätigte, dass ein gewisser Michael Lee Jones dort gearbeitet hatte und noch immer beschäftigt war. Wie sich herausstellte, betreute er zu dieser Zeit die Besucher eines Baseballstadions in Maryland.

 Nun musste der Privatdetektiv Michaels Beteiligung am Angriff auf inner Budnitzkaya bestätigen, wofür natürlich eine DNA Probe von ihm nötig war. Bald darauf flogen die Polizisten nach Maryland, um mit dem Hauptverdächtigen im Angriff auf die junge Frau zu sprechen. Nach dem ersten Treffen hinterließ der Mann bei den Polizeibeamten einen ausgesprochen positiven Eindruck.

 Er wirkte wie ein großer Kuschelbär. Michael war tatsächlich ein kräftig gebaut Mann. Er verhielt sich ruhig und freundlich, wirkte nicht aggressiv, war höflich, zurückhaltend, gebildet und redegewandt. Die Polizisten waren überzeugt, dass der Vergleich seiner DNA-Pe keine Übereinstimmung mit dem Material des Angreifers ergeben würde.

 Michael willigte ohne Zögern ein, seine Proben zum Abgleich bereitzustellen. Im Jahr 2006 nahm eine solche Untersuchung viel Zeit in Anspruch. Der Privatdetektiv Ken war überzeugt, dass der Verdächtige eine tödliche Gefahr darstellen könnte, weshalb er sich an Bekannte bei der Polizei von Maryland wandte und sie bat, eine Überwachung des Mannes zu organisieren.

 Es galt nicht nur, andere Frauen zu schützen, die dem Verdächtigen zum Opfer fallen könnten, sondern auch sicherzustellen, dass Michael nicht floh. Selbst danach konnte der Privatdetektiv nicht untätig bleiben und reiste persönlich in den Bundesstaat. um mit Michael Jones zu sprechen. Diese Befragungen zogen sich über drei Tage hin.

 Ken gestaltete sie absichtlich so unangenehm wie möglich, doch der Kuschelbär verweigerte sich ihm kein einziges Mal und blieb durchweg äußerst freundlich, ohne Verdacht zu erregen. Michael blieb höflich, ruhig und gesprächig, geradezu übertrieben. Für Ken war genau das eine Bestätigung seiner Schuld. Er war überzeugt, dass kein Unschuldiger so beharlich auf seiner Unschuld beharren würde.

 Er spielte einfach nur eine Rolle. Zu diesem Zeitpunkt war Inners Gedächtnis noch immer nicht vollständig wiederhergestellt. Dennoch beschlossen die Ermittler einen Test durchzuführen und zeigten ihr ein Foto von Michael Jones zusammen mit einer ganzen Reihe von Fotos ähnlich aussehender Männer. Sobald sein Bild erschien, erkannte die junge Frau ihn sofort als den Mann wieder, der sie angegriffen, vergewaltigt und geschlagen hatte.

 Es war, als hätte sich in ihrem Gedächtnis etwas gelöst und neue Erinnerungen tauchten auf. Angesichts ihres Schädelhirntraumas konnten die Aussagen der jungen Frau allein nicht besonders überzeugend wirken. Doch bald darauf trafen die Ergebnisse des DNA Tests ein, die ebenfalls eine Übereinstimmung zeigten. Auf dieser Grundlage wurde Michael Lee Jones Ji sofort verhaftet, nach Miami ausgeliefert und bis zum Prozess in Gewahrsam genommen.

 Trotz der erdrückenden Beweislast gegen ihn beharrte er weiterhin standhaft auf seiner Unschuld. Nach Aussage des Mannes hatte er mit Inner einvernehmlich gegen Bezahlung intime Handlungen gehabt, wofür er 100 $ gezahlt habe, woraufhin er gegangen sei. Und sie hätten sich danach nie wieder gesehen. Nach Aussage der Geschädigten war das unmöglich.

 Sie habe so etwas nie getan. Die junge Frau war überzeugt, Michael verwechsle sie einfach mit jemand anderem. Kurz vor Beginn der Verhandlung tauchte ein neues unerwartetes Hindernis auf. Inner selbst glaubte nicht, daß Michael schuldig sei. Trotz der Lügen und der Testergebnisse waren in ihrem Zimmer keinerlei Spuren eines Kampfes oder der Anwesenheit einer fremden Person gefunden worden.

 Die Ermittler vertraten die Theorie, dass sie auf irgendeine Weise in Michaels Zimmer gelockt worden war, wo er sie angriff, vergewaltigte und schlug, sie anschließend in einen Koffer packte und auf ein Ödland brachte. inner bestritt entschieden, freiwillig zu einem Fremden in dessen Zimmer gegangen zu sein.

 Ihre widersprüchlichen Angaben verkomplizierten den Fall nur zusätzlich. Angesichts der Amnesie der jungen Frau wurde sie als unzuverlässige Zeugin eingestuft, weshalb der Fall vor aller Augen zu zerbrechen drohte. Ein Geständnis lag weiterhin nicht vor und der Großteil der Beweise war lediglich indirekt.

 Deshalb bot die Anklage Michael eine Absprache an. Der Mann sollte sich der Vergewaltigung unter erschwerenden Umständen schuldig bekennen und würde im Gegenzug zu zwei Jahren Haft verurteilt. Angesichts des Risikos einer weitaus härteren Strafe stimmte der Hauptverdächtige praktisch ohne zu zögern zu. Und da kam ans Licht. Während der Vergewaltigung inners hatte er ein Kondom benutzt, das jedoch gerissen war, sodass seine biologischen Spuren im Körper des Opfers zurückgeblieben waren und ihn überführten. Im Kofferraum von Michaels

Wagen fand man trotz gründlicher Reinigung mit Hilfe von Luminol winzige Blutspuren, die inner Budnitz Kajer gehörten. Damit war der Transport des Opfers zweifelsfrei bewiesen. Nach einem kurzen Prozess wurde Michael zu zwei Jahren Haft verurteilt wegen Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung und Aussetzung eines Menschen in Lebensgefahr.

 Er wurde in ein Gefängnis in Florida gebracht. Alle, die auf ein hartes Urteil gehofft hatten, waren von dieser milden Strafe enttäuscht. Doch der Privatermittler Ken Brannon sah darin einen echten Erfolg. Der Ermittler war überzeugt, dass Michael Jones ein Serientäter war und eine Verurteilung wegen eines Gewaltdelikts würde garantieren, dass er in die COISD Artenbank aufgenommen wird.

 Hatte er bereits ähnliche Verbrechen begangen, wäre eine erneute Übereinstimmung nur eine Frage der Zeit. Genau das geschah. Die Datenbank zeigte sofort drei Übereinstimmungen mit anderen ungelösten Fällen. Alle diese Fälle waren mit brutalen Vergewaltigungen und Misshandlungen verbunden. Doch keines der Opfer war so schwer verletzt worden wie inner.

 Zwei der Angriffe hatten sich in New Orleans im Mai und Juni des Jahres 2003 ereignet. Ein weiterer in Colorado Springs am 2. Dezember 2005. Alle diese Fälle waren bis dahin ungelöst geblieben. Michael Jones erwies sich als ein bisher unentdeckter Serientäter, der durch das ganze Land gereist war. Dies löste eine ganze Reihe neuer Gerichtsverfahren aus.

 Als inner erfuhr, daß der Mann, der sie angegriffen hatte, auch für andere Verbrechen verantwortlich war, entschied sie sich, sich aktiv dafür einzusetzen, dass er für immer hinter Gittern bleibt. Eines von Michaels Opfern in Colorado, Jennifer Rosler, war zu Beginn der Verhandlungen bereits eines natürlichen Todes gestorben.

 Deshalb reiste inner Budnika nach Colorado, um bei der Verurteilung von Michael zu helfen. Dort trat sie als Zeugin vor Gericht auf und schilderte den Schrecken, den der Angeklagte ihr angetan hatte. Für den Angriff in Colorado Springs wurde der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung nach 24 Jahren.

 In den Jahren 2009 und 2015 gestand er sich außerdem der Angriffe in New Orleans schuldig. Die Opfer erkannten ihn wieder und schilderten die Einzelheiten der Übergriffe. All diese Verbrechen wiesen ein ähnliches Muster auf wie der Fall von Inner. Dafür wurde der Täter zu weiteren Jahren Gefängnis verurteilt. Derzeit verbüst Michael seine Strafe in Colorado.

 Auf der Website der Justizvollzugsbehörde des Bundesstaates steht, dass er theoretisch im Jahr 2027 ein Recht auf vorzeitige Entlassung hätte. Das erscheint jedoch höchst unwahrscheinlich, denn danach erwartet ihn eine weitere Haftstrafe in New Orleans. Das lässt vermuten, dass dieser Serientäter aller Voraussicht nach niemals wieder freikommen wird.

 Auch die Zivilklage, die inner gegen das Hotel eingereicht hatte, gewann sie. Sie erhielt eine Entschädigung von 300.000 $. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Doch angesichts des guten Ausgangs dieser Geschichte darf man annehmen, daß sie einfach ihr Leben lebt und es genießt. Geschichten aus der wahren Kriminalität enden selten mit einem vollkommen guten Ende.

 Doch in diesem Fall wurden die Täter tatsächlich hinter Gitter gebracht. Gerechtigkeit siegte dank der Beharlichkeit eines Privatermittlers, der sich die Aufnahmen der Überwachungskameras noch einmal genauer angesehen hatte. Michael Jones war kein kriminelles Genie. Er war ein ganz gewöhnlicher Mensch. Er wusste lediglich, wie er unsere ständige Eile, unsere Gleichgültigkeit, unsere Unaufmerksamkeit und unseren Wiederwillen uns in fremde Angelegenheiten einzumischen, für sich nutzen konnte.

 Michael zog diesen schweren Koffer durch die belebte Hotellobby, vorbei an der Rezeption, vorbei an zufälligen Passanten. Die Menschen sahen ihn an und wandten sich wieder ab, ohne auch nur zu ahnen, dass nur wenige Zentimeter von ihnen entfernt hinter einer Schicht aus Plastik ein Mensch um sein Leben kämpfte und zu ersticken drohte.

 Das Böse kommt nicht immer mit einem Messer in einer dunklen Gasse. Manchmal geht es mitten am helligten Tag an uns vorbei, lächelt höflich und zieht dabei ganz beiläufig sein Gepäck hinter sich her. Wie oft sind wir in unserem eigenen Leben schon genauso gleichgültig an einem fremden Koffer vorbeigegangen, weil wir entschieden hatten, uns nicht in die Angelegenheiten anderer einzumischen.

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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