Der mysteriöse Mord an Rudolph Moshammer T
Der mysteriöse Mord an Rudolph Moshammer

Das Geschäft der Stars und Promy ist wahnsinnig schnellbig, vor allem heute in Zeiten von Social Media und unzähligen Reality TV Shows. Aber auch vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten war es eigentlich immer derselbe Kreis noch. Irgendeine Persönlichkeit taucht auf, die eine nahbar, die andere unfreiwillig komisch, die wieder andere außergewöhnlich schlagfertig.
Für eine Weile kann man sich im Showbsiness behaupten, der neue Star ist überall. Danach verschwinden die meisten schnell wieder. Aber es gibt auch solche, an die man sich auch Jahre später noch erinnert. Ich glaube, jeder, der Ende der 90er oder Anfang der 2000 ein bisschen das Privatfernsehen verfolgt hat, kennt diesen Mann hier.
Rudolf Moshammer. Für eine Weile sind der exzentrische Designer und seine Hündin Daisy aus dem deutschen Showgeschäft gar nicht wegzudenken. Moosommer und Daisy sind überall in der eigenen Boutique in München, in Gastrollen im Tatort, in der McDonald’s Werbung und im Vorentscheid für den Eurovision Song Contest.
Aber all das endet am 14. Januar 2005 mit einem verhängnisvollen Treffen und einem Stromkampf. Der Münchner Modemacher Rudolf Mooshammer ist heute tot in seinem Haus aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Das Motiv ist noch völlig unklar. Ich war gerade wieder vor ein paar Wochen in Spanien und hatte auf der Fahrt viel Zeit Hörbücher zu hören, damit die knapp 20 Stunden schneller vorbeigehen.
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Handelt es sich um ein Ritualmord oder eine Party, die eskaliert ist? Das muss Detective Chase herausfinden. Aber der Fall geht ihm nah, denn seine Tochter geht auf das gleiche Internat wie das tote Mädchen. Wirklich spannend und perfekt für die herbstliche Halloween Saison. Sollte euch das Buch nicht zusagen, könnt ihr natürlich auch einfach auf Bookbeat durch die verschiedenen Genres stöbern, ein Titel gezielt suchen oder euch etwas vorschlagen lassen.
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Er wird zwar 1940 mitten im Zweiten Weltkrieg geboren, aber nach den Kriegsjahren geht es erstmal Steilberg auf. Sein Vater leitet eine Versicherungsgesellschaft und verkörpert das Wirtschaftswunder. Der Familie geht es ziemlich gut, bis der Vater in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Moos Senior macht Schulden, die letztendlich auf den jungen Rudolf und seine Mutter zurückfallen.
Der Vater wird alkoholsüchtig und bedroht seine Frau und seinen Sohn. Das eigene Scheitern bringt ihn dazu, anzudrohen, die gesamte Familie auszulöschen. Als der Vater sich das Leben nimmt, bleiben seine Lasten an Rudolf und der Mutter hängen. Schon als junger Mann muss Mooshammer hart dafür arbeiten, die Schulden seines Vaters abzubezahlen.
Über zwei Jahre hinweg wurde die Miete für die Wohnung nicht bezahlt. Der Strom wurde den Mooshammers abgestellt, aber er schafft das und noch mehr. Ende der 60er Jahre wird Rudolf Mooshammer als Modeverkäufer erfolgreich. Zunächst ist er vor allem in München bekannt. Seine Boutique auf der Maximilianstraße wird zu einer gefragten Adresse für eine exklusive Gardrobe.
Aber die Vision des Unternehmers ist eine größere und sie wird Wirklichkeit. Mit den Jahren wird er durch diverse Fernsehauftritte bundesweit bekannt. Zu Beginn ist Rudolf Mooshammer eigentlich immer in Begleitung seiner Mutter Elsa. Die beiden treten quasi nur im Doppelpack auf. Sie arbeitet auch in der Boutik ihres Sohnes.
1993 verstirbt die Mutter jedoch. Erst danach kommt raus, dass die Beziehung zwischen den beiden zwar eng war, aber auch das, was man heute vielleicht toxisch nennen würde. Moser ist über den Tod seiner Mutter tief erschüttert, aber es ist auch ein Wendepunkt, an dem er sich noch mal neu erfinden kann. Nach dem Ableben seiner Mutter legt er sich seine Hündin Daisy zu.
Die Yorkshire Dame wird neben seinem exzentrischen Auftreten zu seinem absoluten Markenzeichen. Mit den 90ern und frühen 2000ern werden der Designer und seine Hündin immer mehr zu Ikon. Gerüchten zuufolge soll es übrigens vier verschiedene Dais gegeben haben. Sobald eine Hundedame gestorben ist, hat Moosammer sich eine neue zugelegt und unter demselben Namen vermarktet.
Davon hat die Öffentlichkeit aber nichts gemerkt. Wenn Mos eines geschafft hat, dann ein perfektes Image zu inszenieren, rund um sein schrilles Auftreten, eine Portion Selbstironie und eben Hündin Daisy. Sie bekommt eine eigene Website, eigene Bücher und eine eigene Hundepflegelinie. Mooshammer probiert definitiv vieles aus. Nicht alles davon gelingt.
Aber auch wenn mal eine Aktion nicht so richtig zündet, wie z.B. die Teilnahme am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, die Öffentlichkeit verzeiht ihm das schnell. Als seine Boutik einmal von Tierschützern belagert wird, die sich über den Handel mit Pelzen beschweren, gerät Moosammer mit einem Journalisten aneinander, der das ganze aufzeichnet.
Möen Namen haben, bitte. Moment. Schade, dass sie rauskommen. Sofort raus. Aber auch dieser Vorfallgerät schnellen Vergessenheit. Die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Mooshammer ist zu allergrößten Teilen positiv. Klar, manche finden ihn ziemlich schräg und nehmen ihn als eine Art Paradiesvogel wahr, aber die meisten Leute feiern seine eigensinnige Art und sein Auftreten.
Rudolf Mooshammer wird so etwas wie eine Kultfigur. Eine Kultfigur, die aber nur funktionieren kann, weil doch mehr dahinter steckt. Er engagiert sich stark im sozialen Bereich, insbesondere für wohnungslose Menschen. Moosamas Vater soll, nachdem er sein gesamtes Vermögen verprat, selbst auf der Straße geendet sein.
Deshalb so der Unternehmer liege ihm dieses Thema besonders am Herzen. Zu Weihnachten organisiert er jedes Jahr Geschenke und Festessen, die er gemeinsam mit Angestellten selbst an Wohnungsdose verteilt. Er kümmert sich um Dutzende neue Schlafsäcke und eine Kaffeemaschine in einem Treffpunkt für Leute auf der Straße. Zudem unterstützt er die Münchener Tafel und das Straßenmagazin biss, über das sich Bedürftige etwas dazu verdienen.
Vor allem aber sucht er wohl auch abseits der Kameras das Gespräch mit den Wohnungslosen und begegnet ihn auf Augenhöhe. Dennoch gibt es auch Leute, die dem Designer nicht wohlgesonnen sind. 2004 bekommt er einen Drohbrief und ein Drohruf. Bei einer Autogrammstunde in einem Shoppingcenter kann einer seiner Securities einen Mann überwältigen, der vor Ort aufgefallen ist.
Er hatte in der Nähe von Mosama auffällig in seiner Tasche herumgefühlt. Wie sich herausstellte, befand sich darin ein Butterfly Messer. Der Mann hat auch zugegeben, den Brief verfasst und den Anruf abgesetzt zu haben. Er wollte Rudolf Mooshammer umbringen. Sein Securities seit Dank ist ihm nichts passiert. Schon vor diesem Vorfall ist er vorsichtig, danach natürlich noch mehr.
Obwohl Mooshammer über rote Teppiche läuft, in Talkshows sitzt und sich auf Partys unter die Promis mischt, ist er eher zurückgezogen. Ganz persönlich an ihn ran lässt er nur wenige. Dennoch geht er beinah jeden Abend in München aus und lässt sich sehen. Auch am Donnerstag den 13. Januar ist Rudolf Mooshammer der Münchener Schikaria unterwegs.
Sein Chauffeur hat schon Feierabend, deshalb fährt er selbst mit seinem Rolls-Royce zur Villa Romane. Das ist ein italienisches Restaurant am Grünwalder Marktplatz in dem Mooshammer Stammgast ist. Er ist dort mit einer alten Schulfreundin zum Abendessen verabredet. Die zwei sitzen am Stammplatz des Modedesigners auf einer Eggbank, ein wenig geschützt vor den neugierigen Blicken.
Gegen 21 Uhr verabschieden sich Moosammer und seine Begleitung von der Belegschaft. Der 64-jährige fährt seine Bekannte noch nach Hause. In den Stunden darauf wird der Rolls-Royce von Mooshammer noch an mehreren Orten in München gesehen. In der Lindwurmstraße am Sendlinger Zor und in der Landwehrstraße. Später auch in der Nähe des Hauptbahnhofs.
Dann verliert sich die Spur. Es sind die letzten Stunden im Leben von Rudolf Mooshammer. Gegen 9 Uhr am Morgen des 14. Januar 2005 betritt der Chauffeur von Rudolf Mooshammer sein Haus. Andreas Kapplan arbeitet schon seit einigen Jahren für Mooshammer. Jeden Morgen fährt er um dieselbe Uhrzeit zur Villa in Grünewald.
An diesem Tag ist er etwas früher dran. Als Andreas Kapter das Auto in der Einfahrt parkt, bemerkt er etwas. Die Haustür steht offen. Als er näher kommt, begegnet er Hündin Daisy, die sich eigenartig benimmt. Sie wimmert und wirkt verstört. Kaplan geht ins Haus, um nach dem Rechten zu sehen.
Im ersten Stock findet er seinen Chef, tot auf dem Boden vor seinem Schlafzimmer. Neben dem Chauffeur ist auch Mooshams Hausarzt Adnolf Borchers anwesend. Er war für 9 Uhr mit Mooshammer verabredet, um ihn zu Hause zu behandeln. Der Arzt hat seinen Patienten regelmäßig Vitaminspritzen verabreicht. Er kann nur noch den Tod seines Patienten feststellen.
Als die Polizei eintrifft, ist die Lage erstmal übersichtlich unübersichtlich. Übersichtlich, weil vor Ort alles ordentlich und aufgeräumt ist. Es gibt keine Kampfspuren, kein Chaos oder Unnung, nichts, was irgendwie außergewöhnlich wäre. Wäre da eben nicht der tote Rudolf Mosham. Unübersichtlich ist nämlich zunächst, was überhaupt passiert ist.
Um Mosamas Hals ist ein mehr als 4 m langes Kabel gewickelt. Bei einer Pressekonferenz am selben Tag verkündet die Polizei die Ergebnisse der ersten Ermittlungsschritte. Rudolf Mooshammer wurde ermordet. Der Schock ist damals riesig, nicht nur bei Bekannten und Kunden des 64-jährigen, sondern in der gesamten Öffentlichkeit. In der Münchener Straßenbahn, die in der Nähe von Moosamas Haus abfährt, werden am 14.
im Februar sogar Durchsagen gemacht, die seinen Tod verkünden. Vor der Villa in der Robert Kochstraße hat sich im Laufe des Tages eine Menschentraube gebildet. Zahlreiche Journalisten und Fernsehteams sind vor Ort fotografieren und filmen alles. Die Polizisten das Haus und den Leichenwagen der Mooshammer abtransportiert. Selbst der damalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stäuber äußert sich zu dem Mords.
Ebenso wie unzählige mehr oder weniger bekannte Promis von Roberto Blanco bis Udo Lindenberg. V Mohammers Boutique werden Blumen, Plüschtiere und Abschiedskarten niedergelegt. Ein Polizist, der vor Ort die Lage beobachtet, vergleicht die Situation mit der nach dem Tod von Prinzessin Diane. Während auf den Straßen in München und vor den Fernsehern im Rest des Landes alle vom Tod von Moosammer erfahren, ermittelt die Polizei auf Hochtour.
In seiner Villa in der Robert Kochstraße sind nun doch ein paar Sachen aufgefallen. Einige Schubladen und Schranktüren sind halb geöffnet, so als seien sie in Eile durchwühlt worden. Allerdings wurden dabei sowohl wertvoller Schmuck als auch eine fünfstellige Summe Bargeld übersehen. Neben den geöffneten Schränken fehlt noch etwas. Eine Heteropor DVD.
Das klingt erstmal komisch, das zu erwähnen. Stellt sich später aber als sehr wichtig heraus. Die Polizisten wundern sich erstmal. Moosam hat nie öffentlich darüber gesprochen, queer zu sein, aber die allgemeine Wahrnehmung reicht, um überrascht zu sein, als man ausgerechnet so einen Film bei ihm findet.
Die DVD wirkt deplatziert, aber wie sich herausstellen wird, sie stammt tatsächlich von Moosammer selbst. Und der Film ist ein Puzzleteil in einem Bild, das sich erst nach und nach zusammenfügt und zum Mörder führen wird. Die Polizei gründet die Sonderkommission Moser. Die muss nun dem großen Druck des öffentlichen Interesses nach dem Mörder des Bekannten Entertainers suchen.
Innerhalb kürzester Zeit gehen hunderte Anrufe mit mal mehr, mal weniger hilfreichen Tipps ein. Viele davon betreffen auch Moosham Hundedame Daisy. Leute wollen wissen, wo die Hündin sein, ob es ihr gut gehe und ob man sie adoptieren könnte. Daisy wird allerdings umgehend bei Moosamas Chauffeur untergebracht.
Der Polizeisprecher äußert sogar, man soll doch bitte nicht mehr wegen Daisy bei der Polizei anrufen. Die Beamten sind nämlich schwer damit beschäftigt, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dafür wird zunächst das enge Umfeld von Moosammer befragt. Seine Freunde können sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass der 64-jährige freiwillig jemanden mit in seine Wohnung genommen haben soll.
Mooser habe sich immer sehr vor Einbrüchen in seine Villa gefürchtet. Er habe immer darauf geachtet, Überwachungskameras und Alarmanlagen auf Stand zu halten. Gerade deshalb wird auch Moosammas Personal unter die Lupe genommen. Allein sein Chauffeur Andreas, der die Leiche gefunden hat, wird 11 Stunden lang befragt. Er hat kein dichtes Alibi und durchaus ein Motiv, denn er ist im Testament seines Chefs vermerkt.
Zudem hat es zwischen den beiden Männern öfter mal Stress gegeben. Mooshammer soll ihn mehrfach rausgeworfen und dann doch wieder eingestellt haben. Aber die Polizei bemerkt schnell, dass das eher etwas über den ermordeten Designer aussagt als über seinen Chauffeur. Mosam hat über sich selbst wohl mal gesagt, er wolle kein beliebter Chef sein.
Danach hat er auch gelebt. Einmal hat er sogar alle Angestellten seiner Boutik auf einmal entlassen. Trotzdem haben die Polizisten nicht das Gefühl, dass Andreas Kapplann oder einer der anderen ehemaligen oder letzten Angestellten etwas mit dem Mord zu tun hat. Weniger noch als ein wertvoller Hinweis bei der Polizei eingeht.
Ein Zeuge will Rudolf Mooshammer am späten Abend des 13. Januar in seinem Auto gesehen haben im Bahnhofsviertel. Der auffällige Rolls-Royce des 64-jährigen haben in der Schäftlerstraße in München an einer roten Ampel gehalten. Moosmer sei am Steuer gewesen. Auf dem Beifahrersitz habe ein weiterer Mann gesessen mit einer weißen Wollmütze.
Und wer dieser Mann ist, interessiert die Polizei natürlich brennt. Es ist wohl auch keine Seltenheit, dass Rudolf Mooshammer nachts in dieser Gegend mit seinem Auto unterwegs ist. Das erfährt die Polizei von einem Mann, der noch am Abend des 13. Januar vertraute SMS mit dem später ermordeten geschrieben hat.
Der Mann selbst hat ein Alibi und scheidet als möglicher Täter aus. Allerdings kann er der Polizei berichten, was es mit der Zeugensichtung am Bahnhofsviertel auf sich haben könnte. Dort soll der Modedesigner oft nachts mit seinem Auto Runden gedreht haben und zwar um nach einem ganz bestimmten Typ Mann ausschau zu halten. Jünger als er, südländischer oder arabischer Typ und möglichst Hetero.

Wenn Mosammer einen Mann gesehen hat, der ihm gefällt, soll er angehalten und ihn nach dem Weg gefragt haben, allerdings nur als Vorwand. Wenn dann jemand eingestiegen ist, um Mosam als Beifahrer zum vermeintlichen Ziel zu lotzen, war der erste Schritt vom üblichen Plan schon gemacht. Mooshammer soll wohl meistens eine Hetheropie vor dem Auto gehabt haben als Gesprächseinstieg quasi.
Wenn der Beifahrer des Tages bzw. der Nacht dann darauf angesprungen ist und irgendwie Interesse impliziert hat, soll Mosam die Männer dann zum gemeinsamen Porchauen eingeladen haben. Dort soll er dann für Dienstleistung bezahlt haben, meist einen niedrigen dreistelligen Betrag. Und auf einer Kommode lag ja so eine DVD, die den Ermittlern erstmal komisch vorkam.
Durch diesen üblichen Ablauf von Mooshams One Stance könnte das aber erklärt werden. Wahrscheinlich so die Schlussfolgerung hat Mooshammer den Mann mit der weißen Wollmütze mit seiner üblichen Masche in seine Villa genommen und infolg dessen muss es zum Gewaltverbrechen gekommen sein. Auf der Suche nach dem Mörder setzt die Polizei das ein, was damals modernste Analysemethoden sind.
Konkret bedeutet das, dass man die DNA des mutmaßlichen Täters am Tatort gefunden hat und zwar auf dem Kabel mit dem Mooshammer stranguliert wurde. Mit Hilfe dieser kleinen DNA Spur lässt sich ein Profil rekonstruieren. Das können die Ermittler mit der DNA Datenbank des Bundeskriminalamts abgleichen. Und tatsächlich gibt es einen Treffer.
Die DNA Match mit der eines Mannes gegen den zuvor ein Verfahren wegen der Verung einer 18-Jährigen lief. Dieses Verfahren wurde eingestellt, weil die 18-Jährige die Anzeige zurückgezogen hat. Die DNA wurde aber trotzdem in der Datenbank des BKA aufbewahrt und genau das führt keine 48 Stunden nach dem Auffinden des toten Modesigners zur Festnahme des Tatverdächtigen.
Ein 25 Jahre alter Mann namens Her wird am Abend des 15. Januar 2005 in seiner Wohnung vom SE gewahrsam genommen. Er leistet dabei keinen Widerstand. Am Tag darauf wird ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Zunächst macht er keine konkrete Aussage. Er berichtet den Ermittler nur von seinen Geldsorgen. Er lässt sich darüber aus, wie ungerecht es sei, dass manche Leute so viel Geld hätten, während er auf jeden Euro achten muss.
Als einer der Vernehmungsbeamten das Gespräch in diesem Zusammenhang in Richtung des reichen Designers Rudolf Mooshammer lenkt, bricht der Verdächtige zusammen. Unter Tränen gesteht Herisch a den 64-jährigen umgebracht zu haben. In seiner Wohnung findet man 200 € aus Mooshammers Besitz. Zu dem Mordvorwurf kommt also auch noch Raub dazu, auch wenn der aus Sicht des Täters ziemlich ertraglos abgelaufen ist.
Dazu was genau in der Mordnacht vorgefallen ist, gibt es natürlich nur die Aussagen von Herisch A. Er schildert Mooshammerhab ihn nachts in der Bahnhofsgegend angesprochen. Zu später Stunde sind dort viele Freier und dem nach sei Moshammer in seinem Rolls-Royce vorgefahren, habe die Scheibe heruntergekurbelt und Herisch angesprochen.
Laut Herisch soll Rudolf Moser ihm 2000 € fürs angeboten haben. Herisch habe zugesagt, sich in den Wagen gesetzt und sei gemeinsam mit Moosam in dessen Münchener Villa gefahren. Dort sei dann erstmal alles so abgelaufen wie verabredet. Herisch A sagt aber Moshammer habe ihn danach nicht bezahlen wollen, obwohl er zuvorjahr 2000 € versprochen hatte.
Daraufhin sei es zum Streit gekommen, indem er Moosammer ein Kabel um den Hals gelegt und zugezogen habe. Herisch gibt zu, noch sporadisch nach Bargeld gesucht, aber nichts gefunden zu haben. Dann habe er das Haus verlassen. Erisch A wird wegen Mordes angeklagt. Als Motive und Mordmerkmale sieht die Staatsanwaltschaft Heimtücke und Habgier.
Herisch A soll wohl finanzielle Schwierigkeiten gehabt haben aufgrund einer Spielsucht. In seinem eigenen Job in einem Fastfood Restaurant dürfte er nicht genug verdient haben, um erspielte Schulden zu tilknen. Sein Stundenlohn liegt bei 7 € pro Stunde. Er hat gegenüber der Polizei wohl bezont, dass er kein Stricher sei.
Als er Rudolf Moos am Abend des 13. Januar getroffen hat, soll er wohl schon in Spiotheken unterwegs gewesen sein und gut 1000 € verloren haben. Das Geld soll wohl nicht mal ihm selbst gehört haben, sondern seiner damaligen Freunde. Dementsprechend groß sei seine Not gewesen, in dieser Nacht irgendwie Geld aufzutreiben.
Deshalb sei er dann zu Rudolf Mooshammer ins Auto gestiegen. Während des Prozesses kommt es noch zu einigen Kuriositäten. Auf den Zuschauer bänken neben Fans und Mooshammerdubbelsplatz. Viele von ihnen sprechen fleißig mit den Boulevardmedien und behaupten, Freunde von Mooshammer gewesen zu sein und brisante Details ausbreiten zu können.
Einer von ihnen gibt sich als angeblicher Vertrauter des Mordopfers aus und wird sogar in den Zeugenstand berufen. Der vermeintliche Freund von Mosam erzählt von dessen sexuellen Neigung und seiner Masche, mit der er angeblich Männer aufgerissen haben soll. Allerdings gerätt der Zeuge schnellen Zwang.
Wie sich durch mehrere Nachfragen herausstellt, kennt der Mann Moosammer gar nicht. Alles war komplett gelogen. Der Mann wird noch im Gerichtssal wegen seiner Falschaussage verhaftet. Mit wird er nicht nur selbst straffällig, sondern defamiert den Toten auch noch, obwohl dessen Privatleben ja ohnehin schon durch das Gericht und die Medien auseinandergenommen wird.
Einen ähnlich merkwürdigen Zwischenfall liefert sich die Ex-Freundin des Angeklagten Herisch A. Eigentlich steht Natalia B als Zeugin auf der Liste für den Prozess. Ist ja als Ex-Freundin des Täters auch logisch. Das bedeutet aber auch, dass sie eigentlich nicht als Zuschauerin am Verfahren teilnehmen darf.
Das soll sicherstellen, dass die Aussage der jeweiligen Zeugin unbeinflusst bleibt. Natalia B nimmt aber an einem Prozessstag trotzdem als Zuschauerin teil in einer Verkleidung. Angestiftet wurde sie dazu von einem Privatsender. Der soll ihr 1000 € versprochen haben, damit sie sich in den Gerichtssal schleust und dem Sender danach einen persönlichen Eindruck vom Prozess schildert.
In ihrer eigentlichen Aussage als Zeugin erzählt die Ex-Freundin Herch A habe entgegen seiner eigenen Aussage sehr wohl auch auf Männer gestanden. Zudem habe er eine Affäre mit ihrer Großmutter gehabt. Ein männlicher Zeuge gibt dazu passend an, ein Verhältnis mit dem Angeklagten gehabt zu haben. Das ist relevant, weil Herisch A behauptet hat, er habe sich vor sexuellen Handlungen mit Männern geekelt.
Vor Gericht versucht die Verteidigung auf Totschlagstelle von Mord zu pläieren, aber wie gesagt, mit Heimzücke und Habgier gibt es schon zwei Mordmerkmale. Dazu kommt, dass Herischam Mooshammer wohl von hinten ertrop hat. Damit habe er so das Gericht auch die Arg und Wehrlosigkeit des Geschädigten ausgenutzt.
Es hilft sicherlich auch nicht, dass Herisch Afgericht einmal sagt, die Tat sei Gottes Wille gewesen. Weiterhin beschwert er sich, Moshamer habe ja jetzt seinen Frieden, während er als Täter jeden Tag einen neuen Tod sterben würde. Genau konnte er sich nicht an die Tat erinnern. Er sagt, ich hatte irgendwie ein Kabel in der Hand und habe ihn damit geschlagen. Danach wisse er nichts mehr.
Aber das Gericht bewertet die Beweislage als eindeutig. Herisch A wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem wird die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Das bedeutet, grob gesagt, nach dem Ablauf von 15 Jahren Haft wird geprüft, wie es für den Verurteilten weitergeht, ob z.B. noch weitere Jahre oben drauf kommen.
Insgesamt sitzt er 18 Jahre im Gefängnis. 2023 wird er dann auf eigenen Wunsch in seiner Heimat in den Irak abgeschoben. Dort soll er heute wohl als Maler arbeiten und sich um seine Mutter kümmern. Seit seiner Abschiebung hat er ein lebenslanges Einreiseverbot nach Deutschland. Der ehemalige Anwalt von Herisch A wird von RCL wie Volk zitiert.
Er hat mir schon geschildert, dass er tagtäglich über diese Tat denkt. Einerseits, dass er sowas gemacht hat, dass er dazu in Anführungszeichen der Lage war. Andererseits hat er natürlich in seinem Leben die wertvollsten Jahre hergeschenkt, nämlich in Unfreiheit. Die nächtlichen Streifzüge von Rudolf Mooshammer durch das Bahnhofsviertel waren wohl ein offenes Geheimnis.
was er da gemacht hat und warum, wusste wohl irgendwie jeder. Darüber gesprochen hat aber keiner. Öffentlich hat er sogar mal in einem Interview erzählt, wie schlimm er es finden würde, wenn Menschen für Körperlichkeiten mit Geld bezahlen würden. Genauer hat er gesagt: “Das ist doch ganz entsetzlich.
Man kann doch Liebe nicht kaufen. Dir ist doch ein Geschenk.” Falls ihr euch jetzt auffragt, was aus Daisy geworden ist, die ist bei Mooshammers Chauffeur Andreas Kaplan geblieben. Kapplan wurde zudem im Testament erwähnt. Er hielt eine Leibrente und eine Wohnung in München. Daisy ist allerdings am 24.
Oktober 2006 gestorben, keine zwei Jahre nach ihrem Besitzer. Neben dem Chauffeur stand auch Moosamas Haushälterin im Testament. Genau wie sein Verein Licht für Obdachlose und der Verein hinter der Münchner Straßenzeitung biss. Rudolf Mooshammer wurde in einem Familiengrab neben seiner Mutter beigesetzt. Schreibt mir gerne mal in die Kommentare, ob ihr den Fall und Rudolf Moser mal selbst gekannt habt und wenn ihr nicht zu jung seid, ob ihr euch noch an die Berichterstattung zum Mordfall damals erinnert. Ich finde es total
spannend, eure Eindrücke und Erinnerung dazu zu lesen, falls ihr sie teilen wollt. Nebenbei unterstützt ihr mit einem Kommentar auch ganz einfach den Kanal. Jegliche Interaktion erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Video Leuten vorgeschlagen wird, die in Solito noch nicht abonniert haben. Solltet ihr mich noch mehr unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patrick.
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