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Wie ein harmloser Arbeitswitz Monika Tamers Leben kostete – der schockierende Fall T

Wie ein harmloser Arbeitswitz Monika Tamers Leben kostete – der schockierende Fall 

Der Morgen desz. Januar 2006 begann wie gewohnt im angesehenen Küstenviertel Ponta Pra in der Stadt Santos, Brasilien. Die 42-jährige Monika Tamar schloss die Haustür ihres Hauses ab. Sie eilte zur Arbeit, zu einem Ort, den sie liebte, schätzte und zu dem sie erst vor kurzem nach ihrer Elternzeit zurückgekehrt war.

Monika freute sich auf einen normalen Arbeitstag voller vertrauter Aufgaben und Treffen mit Kollegen. Noch ahnte sie nicht, dass seit einigen Tagen jeder ihrer Schritte von einem in der Nähe geparkten Auto aus genau beobachtet wurde. Für die Geschäftswelt war ihre Rückkehr eine selbstverständliche Angelegenheit, doch für eine Person wurde daraus eine persönliche Tragödie.

Während Monika zu ihrem Auto ging, lag im Schatten der Nachbarstraße bereits der Finger eines bezahlten Täters am Abzug. Nur wenige Minuten trennten sie davon, dass ihr Weg aus dem Haus in eine tödliche Falle verwandelt werden würde, an einem Ort, an dem niemand damit gerechnet hätte. Monika Tam Cru de Melder wurde im Jahr 1963 geboren.

 Ihre Familie lebte im Zentrum der petrochemischen Industrie in Kubatao, Sao Paulo, Brasilien. Schon in jungen Jahren zeigte Monika Verantwortungsbewusstsein und Fleiß. Sie lernte gut und pflegte warme Beziehungen zu Familie und Freunden. [räuspern] Die junge Monika erzielte bedeutende schulische Erfolge und träumte bereits in den höheren Klassen der Schule davon, eine Karriere zu starten, die ihr ein sorgenfreies Leben ermöglichen würde.

Die Wahl des Berufswegs stand für sie fest, denn in der Nähe ihrer Heimatstadt befand sich ein ganzer Komplex von Betrieben, die mit der Herstellung von Kraftstoffen und Erdölprodukten verbunden waren. Monika plante in einer dieser Fabriken zu arbeiten und konzentrierte sich deshalb auf ein Hochschulstudium.

Nach dem Abschluss absolvierte sie ein Praktikum in einer der Fabriken, in der sie später fest angestellt sein wollte. Die Stelle war jedoch begehrt, da die Arbeit angesehen und gut bezahlt war. Viele wollten dort arbeiten. Monika wusste, dass ihr niemand freiwillig seinen Platz überlassen würde. Doch sie hatte Glück.

 Als eine Mitarbeiterin in den Ruhestand ging, wurde ihr Platzfrei. Mein Name ist Lukas Falkner. Sie sehen den Kanal Fokusfall. Danke, daß Sie meinen Content schauen. Ich freue mich über Ihr Abo und Like. Viel Spaß beim Zuschauen. In dieser Zeit begann auch ihre Liebesbeziehung, die bald in eine Ehe mündete.

 Ende der 80er Jahre war Monik verheiratet. Ihr Ehemann hieß Aspalda Rodriguez. Sie hatte ihn kurz nach ihrem Arbeitsbeginn bei der Erdölfirma kennengelernt. So erfüllte sie sich ihren Traum. Sie hatte alles, was sie zum glücklich sein brauchte. Monika genoss einen guten Ruf bei der Arbeit. Man kannte sie als professionelle, verlässliche Person, die ihre Aufgaben hervorragend meisterte.

Nach und nach stieg sie zur Managerin auf. Ihr beruflicher Aufstieg setzte sich fort, was sie sehr erfreute. In gewisser Weise konnte man Monica als Karriere orientiert bezeichnen. Sie widmete ihrer Arbeit einen Großteil ihrer Zeit. Doch ihr Umfeld kannte sie auch von einer anderen Seite. Man beschrieb sie nicht nur als engagierte Berufsfrau, sondern auch als liebevolle Tochter, Ehefrau und Schwester.

Monika war ruhig und fürsorglich, stets bereit zu helfen. Sie träumte auch davon, Mutter zu werden, doch dabei traten Schwierigkeiten auf. Leider verlief nicht alles im Leben von Monik ideal. Nach dem 30. Lebensjahr begann sie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Es wurde eine Erkrankung festgestellt, die Knochen und Gelenke betraf und starke Schmerzen verursachte.

In Phasen der Verschlechterung litt Monika unter heftigen Schmerzen. Gemeinsam mit ihren Angehörigen suchte sie nach Heilungsmöglichkeiten. Trotz der Bemühungen der Ärzte und regelmäßiger Facharztbesuche verschlechterte sich ihr Zustand zeitweise so sehr, dass es ihr schwer fiel, überhaupt zum Bus zu gelangen und zur Arbeit zu fahren.

 Doch selbst in schwierigen Zeiten gab Monica ihre Arbeit nicht auf und kam weiterhin ins Büro. Um sie zu unterstützen, fuhr Aspalda sie meist mit dem Auto. Doch da er als Abteilungsleiter arbeitete, konnte er das nicht immer einrichten. Die Arbeitszeiten der beiden unterschieden sich etwas. Manchmal halfen auch Verwandte oder Kollegen, wenn Monica selbst nicht fahren konnte.

Aufgrund der starken Schmerzen, die ihre Beweglichkeit einschränkten, nahm sie über Jahre hinweg Schmerzmittel ein, die ihr von Ärzten verschrieben wurden. Diese halfen, die Schmerzen zu lindern, brachten jedoch eine Reihe von Nebenwirkungen mit sich. Besonders zu Beginn der Behandlung nahm Monica deutlich an Gewicht zu.

 Die Ärzte versuchten die Dosierung der Medikamente anzupassen, doch das war nicht einfach. Trotz all dieser Schwierigkeiten arbeitete Monika weiter. Doch nicht die Arbeit bereitete ihr die größten Sorgen, sondern ihr Familienleben. Die Erkrankung beeinflusste nicht nur ihre Karriere. Monika und Aspalda waren fast 15 Jahre zusammen.

 Während dieser Zeit versuchte das Paar Kinder zu bekommen. Doch aufgrund der Krankheit, der ständigen Schmerzen und des Übergewichts gelang es Monika nicht schwanger zu werden. Ende der 90er Jahre nach mehreren Jahren medizinischer Beratung zeigte eine Untersuchung, dass die Behandlung bessere Ergebnisse erzielte als zuvor.

Offenbar war die Dosierung der Medikamente nun richtig eingestellt. Der behandelnde Arzt machte Monika sogar Hoffnung, dass sie nun eine Chance auf ein Kind habe. Dieses Thema war für das Ehepaar immer sehr wichtig. Beide wünschten sich Kinder sehr. Doch einige Experten hatten zuvor bezweifelt, dass Monika schwanger werden könne.

Als Monika vier Jahre nach dem Beginn der intensiven Behandlung erfuhr, dass sie schwanger war, war das für sie ein großer Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Folgen ihrer Erkrankung weitgehend überwunden. Nach der Geburt ihrer Tochter wünschte sie sich ebenso wie ihr Mann weitere Kinder. Monika war in einer großen Familie aufgewachsen und war daher an Kinderlachen und Freude gewöhnt.

Viele gingen davon aus, dass das Mädchen das einzige Kind bleiben würde. Doch sie irrten sich. Vier Jahre später wurde Monika erneut schwanger und brachte diesmal einen Jungen zur Welt. Über ihre Schwangerschaft wurde im Jahr 2004 bekannt und Mitte 2005 kam ihr Sohn zur Welt. Nun konzentrierte sich Monika auf ihre Kinder.

 Es stand ihr eine sechsmonatige Elternzeit zu Hause bevor. Trotz ihrer Liebe zur Arbeit nutzte Monika diese Zeit gerne, um sich um Sohn und Tochter zu kümmern. Probleme gab es dabei keine, denn die geschätzte Mitarbeiterin wurde vorübergehend von anderen Frauen vertreten. Ende Dezember desselben Jahres neigte sich die Elternzeit dem Ende zu.

 Monika sollte wieder zur Arbeit zurückkehren, sich erneut in den gewohnten Arbeitsalltag und das Team eingliedern. Da die Kinder noch klein waren, unterstützten ihre Eltern, die in der Nähe wohnten, bei der Betreuung von Enkelkindern. Am 28. Dezember 2005 stand eine Schicht an. Aspalda konnte Monika nicht zur Arbeit fahren, da er früher los muss und eine Autowäsche besuchen wollte.

 Ihre Eltern boten ihr an, sie mit dem Auto zu bringen. Doch Monika wollte niemanden belasten, da es keine Probleme gab, den Betrieb zu erreichen. Die Firma hatte einen Firmenbus eingerichtet, der Mitarbeiter aus dem gesamten Umland abholte. Monica wollte dieses Angebot nutzen, um sich auf dem Weg zur Arbeit mit Kollegen austauschen zu können.

 Um 6:30 Uhr morgens verließ Monik das Haus und ging zur Bushaltestelle in Viertel Ponta do Praos. Sie erreichte die Haltestelle problemlos, setzte sich auf eine Bank und wartete auf den Bus. Doch es sollte ihr nicht vergönnt sein, das Büro zu erreichen. Etwazehn Minuten nach ihrem Verlassen des Hauses meldeten mehrere Zeugen bei der örtlichen Polizei, dass es an der Bushaltestelle Pontadopray zu Schüssen gekommen sei.

 Als die Polizei ankam, fanden sie Monika vor. Die Frau war noch am Leben, aber bewusstlos. Zeugen berichteten sofort, daß Monika einfach auf der Bank saß, als ein weißes Auto mit hoher Geschwindigkeit vorbeifuhr und plötzlich vor der Haltestelle anhielt. Bevor sie reagieren konnte, fielen mehrere Schüsse aus dem hinteren Sitz des Fahrzeugs.

Bei dem Angriff erlitt die Frau fünf Schussverletzungen. Monika zog sich schwere Verletzungen zu und kämpfte verzweifelt um ihr Leben. Dank dieser Umstände konnte sie ins medizinische Zentrum lebendig gebracht werden. Dort setzten die Ärzte in der Notaufnahme alles daran, ihr Leben zu retten.

 Währenddessen berichtete ihr Ehemann von dem Vorfall. Er war überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handeln müsse. Seine Frau konnte nicht einfach so erschossen worden sein. Verwirrt machte er sich sofort auf den Weg ins Krankenhaus, um mehr zu erfahren. Die Polizei hoffte unterdessen, dass Monika überleben würde und sie mit ihr sprechen könnten, um Hinweise auf den Täter zu erhalten.

Leider erfüllten sich diese Hoffnungen nicht. Monika verstarb, bevor ihr Ehemann eintraf und blieb bis zum Ende bewusstlos. Der erste, mit dem die Ermittler aus dem näheren Umfeld der Verstorbenen sprachen, war ihr Ehemann. Er erweckte keinen Verdacht und legte ein Alibi vor. Allerdings konnte er keine wertvollen Informationen liefern.

 Es gab keinen erkennbaren Grund, warum er seiner Frau etwas zu leide tun sollte. Er berichtete, daß Monika keine Feinde oder Gegner gehabt habe. Sie habe generell keine Konflikte gehabt, besonders in den letzten sechs Monaten, in denen sie sich auf ihr Kind konzentrierte und selten das Haus verließ. Die Überprüfungen bestätigten seine Aussagen.

 Die Polizei fand keine Hinweise auf außereheliche Beziehungen bei beiden Ehepartnern. Monica wurde von niemandem bedroht und hatte weder im realen Leben noch im Internet Kontakt zu Personen, die ihr schaden wollten. Beweismaterial war für die Ermittler kaum vorhanden. [räuspern] Das einzige, woran sich alle Zeugen erinnerten, war ein weißes Auto, das an der Haltestelle vorbeifuhr und scheinbar absichtlich verlangsamte, um Monika anzugreifen.

Alles geschah so schnell, dass die Zeugen kaum Details erkennen konnten. Einige waren sich sogar unsicher, ob der Fahrer ein Mann oder eine Frau war. Interessante Hinweise tauchten auf, als die Nachricht von Monikas Ermordung ihre Kolleginnen erreichte. Eine von ihnen, eine Mitarbeiterin in derselben Firma, berichtete von einem ähnlichen Anschlag, den sie selbst erlebt hatte.

Diese Frau hieß Renata Barelli. Ihre Verwandte erzählte der Polizei, dass Renata wenige Wochen vor dem Angriff auf Monik eine vergleichbare Attacke überstanden hatte. Die einzige Verbindung zwischen den beiden Opfern war ihr gemeinsamer Arbeitsplatz. Sie waren Kollegen, aber keine engen Freundinnen.

 Renata hatte während Monikas Mutterschutz deren Aufgaben übernommen. Anfangs schien alles Zufall zu sein, doch die Ähnlichkeiten der Vorfälle waren auffällig. Glücklicherweise überlebte Renata den Angriff, weshalb die Ermittler mit ihr sprechen wollten. Sie berichtete bereitwillig von dem Vorfall auf der Straße, der sich am 18.

 November desselben Jahres ereignete. Auch sie war auf dem Weg zur Arbeit, allerdings mit ihrem eigenen Auto. Als sie an einer Ampel stand, hielt ein Fahrzeug neben ihr und schoss aus einem Schusswaffen heraus. Renata konnte sich gerade noch ducken, wurde aber dennoch an Schulter und Arm verletzt. Zum Glück blieben lebenswichtige Organe unversehrt.

Die medizinische Versorgung erfolgte rechtzeitig, doch die Frau konnte den Ermittlern keine hilfreichen Angaben machen. Die Gesichter der Angreifer waren verdeckt und der Vorfall mit der Schusswaffe war nicht der einzige. Nachdem Renata den Anschlag überstanden hatte, erhielt sie Drohanrufe. Ein Unbekannter warnte sie, nicht zur Arbeit zurückzukehren.

Die Ermittler wollten die Wahrheit herausfinden und nahmen Kontakt zu den Kollegen auf, die den Angriff auf Renata untersuchten. Obwohl der Täter von einer unbekannten Nummer anrief, hinterließ er digitale Spuren. Diese zu entschlüsseln war schwierig und nahm viel Zeit in Anspruch. Während die Experten für Cybersicherheit suchten, erfuhren die Ermittler von einem weiteren Opfer in derselben Firma.

Es handelte sich um Maria Aperesida de Campos, die Ehefrau des Neiters dieser Organisation. Im September 2005 wandte sie sich an die Polizei, nachdem sie nur knapp einer Entführung entkommen war. Zwei unbekannte Männer hatten sie auf dem Heimweg von der Arbeit mit ihrem Auto angehalten. Sie verhielten sich aggressiv und versuchten sie zum Einsteigen zu überreden.

 Als Maria ablehnte, wurde sie angegriffen und gewaltsam ins Auto gezogen. Zum Glück gelang ihr die Flucht durch lautes Rufen und Gegenwehr. Die Täter flooren schnell vom Tatort, doch Maria konnte ein kurzes Video aufnehmen, auf dem teilweise das Kennzeichen des Fahrzeugs zu sehen war. Damit gab es keinen Zweifel mehr, dass die Angriffe miteinander verbunden waren.

 Es war klar, dass hier eine Verbindung bestand. Die Polizei war überzeugt, dass drei Angriffe auf Frauen aus derselben Firma innerhalb kurzer Zeit kein Zufall sein konnten. Die Hinweise häuften sich. Bald führte die Spur zu einem Mann namens Rodrigo Keirus Dos Santos, der Renata telefonisch bedroht hatte. Er wurde umgehen festgenommen und verhört.

Zunächst bestritt Rodrigo alles. Doch bald wurde klar, dass die Situation ernst war und die Ermittler Beweise hatten. Daraufhin entschied er sich zur Zusammenarbeit. Er gab zu, an allen drei Verbrechen beteiligt gewesen zu sein und nannte weitere Komplizen. Überraschenderweise war die Drahtzieherin der Schießereien und des Entführungsversuchs eine junge Frau.

 Es handelte sich um seine Cousine Carolina dos Santos, damals 23 Jahre alt. Weniger als einen Monat nach Monikas Tod, am 20. Januar 2006 wurde Carolina morgens in ihrem Haus in Kubatao festgenommen. Sie war ehemalige Praktikantin bei derselben Ölgesellschaft, in der auch die Opfer arbeiteten. Carolina und ihr Cousin handelten jedoch nicht allein.

 Am selten Tag wurde ein weiterer Komplize namens Anderson de Olivera Matthias festgenommen. Am folgenden Tag wurde auch Evandro da Silva Santos zur Vernehmung in die Polizeistation gebracht. Zunächst bestritt Carolina jede Beteiligung und schwieg den Ermittlern. Doch je länger sie sich wehrte, desto mehr begann sie zu brechen.

 Schließlich gestand sie ihre Verwicklung und erklärte die Gründe für die Taten. Ein Problem war, dass sie zu diesem Zeitpunkt keinen Anwalt hatte. Im Jahr 2005 war Carolina eine ganz normale Bewohnerin von Kubatao. Sie war 23 Jahre alt, verheiratet und beendete gerade ihr Studium. Sie wollte einen Abschluss in Betriebswirtschaft erlangen.

 Im Rahmen ihres Studiums musste sie ein Praktikum absolvieren. In dieser Phase träumte sie vor allem davon, einen gut bezahlten Job zu finden und Karriere zu machen. Die örtlichen Ölunternehmen erschienen ihr dafür sehr vielversprechend. Dank ihres Studiengangs erhielt sie die Möglichkeit, ein Praktikum in der Firma zu machen, in der auch Monica und die anderen Opfer arbeiteten.

Carolina begann ihr Praktikum dort im Dezember 2004. Sie wusste genau, dass sie die Stelle nur vorübergehend bekam, da die begehrte Position Monica gehörte. Doch da Monika bald in den Mutterschutz ging, übernahmen andere Mitarbeiterinnen ihre Aufgaben. Während Carolinas Zeit im Büro gab es keine Konflikte oder disziplinarischen Probleme.

 Im Gegenteil, sowohl die Leitung als auch die Kollegen sahen in ihr engagierte Praktikantin, die an beruflichem Wachstum interessiert war. Carolina arbeitete zunächst mit Monica zusammen. Monica leitete den Prozess und bildete die junge Mitarbeiterin aus. Die Zusammenarbeit dauerte mehrere Monate, in denen Carolina die Aufgaben und den Tagesablauf aller Mitarbeiter gut kennenlernte.

Als die 42-jährige Monika in den Mutterschutz ging, vertrat Carolina sie während dieser Zeit. Dies war ebenfalls eine befristete Aufgabe, da das Praktikum bald endete. Bemerkenswert ist, dass das Verhältnis zwischen ihr und Monika bis zuletzt freundschaftig war. Carolina besuchte ihre ehemalige Kollegin sogar einmal zu Hause. Sie standen in Kontakt.

 Eine glückliche Mutter zeigte ihren neugeborenen Sohn, ohne zu ahnen, welcher Plan sich im Kopf der Studentin formte. Monikas Elternzeit neigte sich allmählich dem Ende zu, ebenso wie Carolinas Praktikum im Unternehmen. Die junge Frau begann sich Sorgen, um ihre Position zu machen. Sie sprach mit Kollegen und Vorgesetzten, weil sie wissen wollte, wie sie bleiben und eine feste Anstellung bekommen könnte.

Alle waren sich bewusst, daß es sich um eine gut bezahlte Stelle handelte, bei der freiwillige Kündigungen eher selten waren. Deshalb hoffte Carolina nicht darauf, dass jemand freiwillig gehen würde, damit sie dessen Platz einnehmen konnte. Ein Mitarbeiter scherzte sogar: “Die Stelle könne nur durch einen Mord frei werden.

” Und Carolina nahm diesen harmlosen Scherz viel zu wörtlich. Dennoch unternahm sie viele Versuche, um ihre Position zu sichern. Während des Praktikums begann sie eine Beziehung mit einem der Vorgesetzten, einem 42-jährigen Mann namens Elisio. Er war verheiratet mit Maria Arasida. Später stellte sich heraus, daß Carolina die Beziehung absichtlich einging, in der Hoffnung, durch seinen Status eine feste Anstellung nach dem Praktikum zu bekommen.

 Eysiio gab die Beziehung zu, betonte jedoch, dass er sie nie ernst genommen habe. Deshalb beendete er die Affäre, sobald die Gefahr bestand, dass eine Frau davon erfährt. Im Juli 2005 war diese Entscheidung für Carolina ein großer Schlag. Sie verlor die letzte Hoffnung, ihre Stelle zu behalten. Das Praktikum endete Ende des Sommers.

 Carolina wollte unbedingt eine feste Anstellung in dem Unternehmen bekommen. Es wurde zu einer regelrechten Obsession. Ihre Träume zerplatzten, als die Personalabteilung ihr sachlich mitteilte, daß sie informiert werde, falls eine Stelle frei werde. Nachdem sie den letzten Kontakt zu dem Unternehmen über Elissio verloren hatte, beschloss Carolina radikaler vorzugehen.

Sie erinnerte sich an den unbedachten Scherz eines Kollegen und wählte als erstes Opfer Maria aus. Carolina vermutete, dass Elisio eine Beziehung mit ihr eingehen würde, wenn seine Frau nicht mehr da wäre, und das wäre ihr Weg zum Traumjob. Da Carolina selbst keine Straftat begehen konnte, wandte sie sich an ihren Cousin Rodrigo.

Dieser zog weitere Männer in die Tat mit hinein. Ivandra sollte lediglich das Auto fahren und wurde für seine Hilfe mit einer Guthabenaufladung für sein Handy entlohnt. Am 6. September 2005 ging Maria abends ruhig die Straße entlang, als zwei Männer mit einem Auto anhielten. Sie versuchten, sie zu entführen, zogen sich aber zurück, als sie Widerstand leistete, sich befreien konnte und Passanten auf sich aufmerksam machte.

Maria hatte Glück. Trotz dieses Fehlschlags war Carolina ehrgeizig und hartnäckig genug, nicht aufzugeben. Nach einigen Monaten wollte sie ein weiteres Hindernis für ihren beruflichen Erfolg beseitigen, Renata. Zuerst versuchte sie, sie bei der Arbeit mit Gift im Kaffee zu vergiften, doch dieser Plan schlug fehl.

 Renata überlebte. Dann bewaffnete sich Carolina mit einer Pistole, die ihr ein Mittäter besorgt hatte und wollte Renata erschießen. Dafür benutzte sie ein anderes Auto aus dem Familienbesitz. Renata konnte die Täter leicht identifizieren, weil Carolina die Tagesabläufer aller Mitarbeiterinnen während ihres Praktikums genau kannte.

An einer Ampel eröffnete einer der Täter das Feuer, doch auch diesmal scheiterte die Gruppe. Renata wurde verletzt, überlebte aber. Daraufhin begann Carolina psychischen Druck auszuüben. [räuspern] Sie verfolgte Renata, rief Drohanrufe an und setzte ihren Bruder dafür ein. Parallel erkannte Carolina, dass sie gegen das eigentliche Problem kämpfte.

 Renata und Maria hatten Monika nur während deren Elternzeit vertreten. [räuspern] Selbst wenn sie beide ausschaltete, würde sie die Stelle nicht bekommen, denn die war bereits fest vergeben. Einige Quellen berichten, dass Renata trotz der Anschläge und Drohungen bald an ihren Arbeitsplatz zurückkehrte. Andere sagen, sie habe eine befristete Freistellung während der Ermittlungen erhalten.

 Auf jeden Fall wählte Carolina ein neues Opfer und konzentrierte sich nun auf Monika, deren Elternzeit in weniger als einem Monat endete. Am 28. Dezember setzte sich Carolina ans Steuer eines weißen Autos. Bei jedem Angriff wechselte sie das Fahrzeug, um die Suche zu erschweren. Zusammen mit ihren Komplizen fuhr sie zum Haus des Opfers und hielt in der Nähe.

 Sie hatte nicht erwartet, dass Monika den Bus nehmen würde, doch das erleichterte die Tat. Dieses Mal war das Attentat erfolgreich. Die Täterin begann nun, ihre Rückkehr ins Unternehmen zu planen. Trotz aller Versuche behauptete Carolina, sie habe nie vorgehabt zu töten. Sie wollte Monika nur einschüchtern, damit diese freiwillig ihre Stelle räumte.

 So hätte Carolina die Chance bekommen, ihren Platz einzunehmen. Die Ermittler glaubten ihr nicht. Monika hatte fünf Schussverletzungen erlitten und das Auto von Renata war von Kugeln durchlöchert. Das pasßte nicht zu einer unbeabsichtigten Tat oder bloßer Einschüchterung. Außerdem zeigten sich bei Carolina keine Anzeichen von Reue oder Emotionen.

 Es schien als habe sie alles genau geplant und wüsse genau, was sie sagen musste, um ihre Schuld zu mildern. Doch es traten bald weitere Schwierigkeiten auf. Carolinas Geständnis wurde ohne Anwalt abgegeben. Kurz darauf kam der Verteidiger zur Polizeiwache. Nach einem kurzen Gespräch zog Carolina ihr Geständnis zurück und bestritt jede Beteiligung.

Der Anwalt versuchte das Geständnis anzuchten und behauptete, es sei unter Druck der Polizei erzwungen worden. Um Carolina zu verurteilen, mussten nun materielle Beweise her. Monate der Ermittlungen folgten mit zahlreichen Guten, darunter Analysen von Telefon und Computerdaten. [räuspern] So konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass Carolina die Drahtzieherin einer ganzen Reihe von Verbrechen war, die von September bis Dezember 2005 stattfanden.

Auch die Rollen der Komplizen wurden klar. Im Februar 2006 wurden Carolina und ihre Mitangeklagten offiziell beschuldigt. Der Prozess begann im August 2007. Die Staatsanwaltschaft war der Ansicht, Carolina habe ein Blutbad anrichten wollen, weil sie besessen war von dem Gedanken, nur so eine feste Stelle in ihrem Geliebten Unternehmen zu bekommen.

Die Entscheidung, Blut zu vergießen, sei impulsiv und emotional getroffen worden, vermutlich auch wegen der abrupten Trennung von Elyio. Der Verteidiger hielt an seiner Version fest. Er behauptete, das Geständnis sei unter Druck entstanden und versuchte die Geschworenen davon zu überzeugen, Carolina sei ein zufälliges Opfer, dem man die Schuld wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit zuschieben wolle.

 Er war überzeugt, dass Carolina mit den Angriffen nichts zu tun hatte und sie selbst hielt daran fest. Dennoch sprachen die Geschworenen Carolina nach Auswertung aller Beweise schuldig. Sie wurde zu dreig Jahren Haft verurteilt. Danach folgten die Verhandlungen der Mitangeklagten. Rodrigo erhielt 16 Jahre wegen Beteiligung, da bewiesen wurde, dass er weitere Mitglieder der Gruppe angeworben hatte.

 Anderson de Olivera Matthias wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er wurde als Schütze identifiziert, der Monika tötete und Renata verletzte. [räuspern] Evandra da Silva Santos bekam 14 Jahre Haft wegen Beihilfe, da er Kontakte zu den Tätern herstellte und Schusswaffen bereitstellte. Nach dem Urteil legte Carolinas Anwalt Berufung ein.

 Doch im März 2009 wurde nach mehreren Überprüfungen entschieden, das Urteil zu bestätigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die Täterin mehr als die Hälfte ihrer Haftstrafe verbüß. Es wird erwartet, daß sie im Jahr 2036 entlassen wird. Nach dem Verlust seiner geliebten Ehefrau hat Aswalt die Folgen dieser Tragödie nur schwer verkraftet.

Er musste die Erziehung der beiden Kinder vollständig allein übernehmen. Jahre vergingen, bis er den Verlust akzeptieren konnte. Trotz allem gelang es ihm, ein zweites Mal zu heiraten. Seine neue Ehefrau nahm die Kinder von Monika als ihre eigenen an. Eine ganze Reihe von Anschlägen, die die junge Frau organisiert hatte, um eine Arbeitsstelle zu erhalten, wird bis heute in der brasilianischen Rechts- und Kriminalwissenschaft als Fallbeispiel herangezogen.

Diese Geschichte gilt als Beispiel für eine extreme Form von rücksichtsloser Unternehmenspsychopathie. Sie hinterläsßt einen schweren Nachgeschmack. Monika Tammer war keine bedeutende Unternehmerin. Sie hatte keine Feinde in der Unterwelt und bewahrte keine fremden Geheimnisse. Sie war einfach eine Mutter, die jeden Tag früh aufstand, um ihr Kind zu umarmen und dann zur Arbeit ging.

 Ihr Leben endete nicht durch einen unglücklichen Zufall, sondern weil eine kalte, verzerrte Form von Stolz den Wert eines menschlichen Lebens auf das Niveau eines gewöhnlichen Bürolohns herabsetzte. Carolina erhielt ihre dreßig Jahre Haftstrafe. Doch kein Urteil wird das Kind von seiner Mutter oder den Ehemann von seiner geliebten Frau zurückbringen.

Das Schlimmste an dieser Tragödie ist das Bewusstsein darüber, wie zerbrechlich unsere Sicherheit sein kann. Wir sind es gewohnt, Bedrohungen in dunklen Gassen zu suchen. Doch manchmal sitzt der gefährlichste Feind direkt neben uns am Tisch, lächelt uns beim Treffen an und reicht uns den morgentlichen Kaffee.

Blicken Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz oder in der Schule um. Es scheint als würden wir die Menschen kennen, mit denen wir jeden Tag acht Stunden Seite an Seite verbringen. Aber haben Sie sich jemals gefragt, wozu ein Mensch fähig ist, der direkt vor Ihnen sitzt, wenn es um das geht, was ihm im Leben am wichtigsten ist? Sie haben den Kanal Fokus Fall gesehen.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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