Was ER mit IHR gemacht hat ist unfassbar … Horror auf der Farm … Der Fall Sierah Joughin T
Was ER mit IHR gemacht hat ist unfassbar … Horror auf der Farm … Der Fall Sierah Joughin

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Es ist der späte Nachmittag des 19. Juli 2016 mitten in den Sommerferien, als sich die 20 Jahre alte Sierra Jorgan auf den Weg nach Hause macht.
Sierra hat den Tag bei ihrem Freund verbracht, der sie auch jetzt noch ein Stück auf ihrem Heimweg begleitet. Doch dann trennt sich das Paar und Sierra fährt die kurze Strecke von gerade einmal einer Meile bis nach Hause jetzt alleine mit ihrem Fahrrad weiter. Als Sierras Mutter Sheila dann allerdings am Abend feststellt, dass ihre Tochter nicht zu Hause, nicht in ihrem Zimmer ist, macht sie sich Sorgen und diese Sorgen werden größer, als klar wird, dass offenbar niemand weiß, wo Sierra sich affällt, denn niemand hat sie mehr gesehen und niemand hat mehr
etwas von ihr gehört. Sie und ihr Fahrrad scheinen spurlos verschwunden zu sein. Die Suche nach Sierra Jorgen läuft jetzt schnell an und es dauert auch nicht lange. Da findet man tatsächlich einen ersten wichtigen, aber gleichzeitig auch durchaus erschreckenden Hinweis auf ihren Verbleib, nämlich ihr Fahrrad.
Es steht, so hat es den Anschein ganz bewusst versteckt in einem großen Maisfeld, das Sierra mit ihrem Fahrrad passiert hat, als sie sich am frühen Abend von ihrem Freund getrennt hat und alleine weiter nach Hause gefahren ist. Doch von ihr selbst fehlt jede Spur. Allerdings ist dieses Fahrrad nicht das einzige, was man im Maisfeld findet.
Und was man dort darüber hinaus noch ausfindig machen kann, deutet darauf hin, dass Sierra etwas schreckliches zugestoßen sein muss. Doch die Frage ist, wo ist sie? Die kleine Gemeinde Sylvania mitten im Lucas County des US-Bundesstaates Ohio ist ein beschaulicher Vorort der 200.000 Einwohnerstadt Toledo direkt an der Grenze zu Migan.
Die Stadt und ihr Umland sind in erster Linie geprägt durch Industrie und Landwirtschaft. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade, weil Sylvania und die umliegenden Gemeinden doch eher verschlafen und fernabon jeglichem Großstadtrubel liegen, zählt die Gegend zu den Best Places to Live im gesamten Bundesstaat.
Ideal für Familien, erstklassige Schulen, wunderschöne Natur, erschwingliche Immobilienpreise und eine geschäftige Innenstadt. Und genau dort in dieser beschaulichen Stadt kommt am 11. Februar 1996 Sarah Jorgan als einziges Kind ihrer Eltern Tom und Sheila zur Welt. Nachdem sich ihre Eltern einige Jahre nach ihrer Geburt getrennt haben, bleibt Sierra bei ihrer Mutter und die beiden ziehen in das Haus von Sierras Großeltern nach Metamora ca.
10 Meilen von Sylvania entfernt. Nach der Scheidung ihrer Eltern hat Sierra allerdings weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater Tom, der mit seiner neuen Partnerin später auch noch einmal zwei Kinder bekommt und auch Sierras Mutter Sheila heiratet noch einmal und bekommt ebenfalls zwei Kinder.
Sierra hat also insgesamt vier jüngere Geschwister. Sierra entwickelt sich von einem neugierigen und aufgeschlossenen Kind hin zu einer lebenslustigen, intelligenten und vor allen Dingen selbstbewussten jungen Frau. Und die Menschen, die ihr nahe standen, allen voran ihre Familie, haben diese Eigenschaft, ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstsicherheit und die Souveränität, die Sierra mitbrachte, später ganz besonders hervorgehoben.
Sie wusste, wer sie war. Sie wusste, was sie will, und sie war sich ihrer Stärken, aber auch durchaus ihrer Schwächen voll bewusst. Sie wurde von vielen Menschen später als äußerst starke Persönlichkeit beschrieben. Humorvoll, laut, voller Energie und ausgelassen. Sierra liebt es aktiv zu sein. Sie ist im Volleyballteam ihrer Schule, klettert leidenschaftlich gern und hegt eine tiefe Liebe zu Pferden.
Während ihrer Highschoolzeit reist sogar einmal nach Europa und besucht Italien, was Siara wohl besonders beeindruckt hat. Denn auch wenn sie das Leben in der Kleinstadt offenbar sehr geschätzt hat und sich in Metamora in dieser Gemeinde mit gerade einmal 600 Einwohnern in der sie im Haus ihrer Mutter und ihrer Großeltern aufgewachsen ist, sehr wohlfühlte, so sehr mochte sie auch die Großstadt und wollte nach ihrem Highschoolabschluss auch gerne an der Universität von Tolido studieren.
Aber so aktiv und lebhaft Sierra auch gewesen ist, am Ende war sie ein absoluter Familienmensch. Vor allem ihre Mutter Sheila, aber auch die Schwester ihrer Mutter, ihre Tante Terra, standen ihr sehr nah. Aber neben diesen beiden Frauen gab es noch einen anderen Menschen in Siaras Leben, dem sie äußerst verbunden war und das im Prinzip schon von Kindesbeinen an, denn bereits im Alter von 9 Jahren lernt sie in der Schule den gleichaltrigen Josasinski kennen.
Und was mit einer innigen Freundschaft als Kinder beginnt, entwickelt sich mit den Jahren zu einer großen Liebe. Und jeder, der Sier Jier und Josh kannte, war sich sicher, dass die beiden füreinander bestimmt waren und eines Tages heiraten werden. Und diese Liebe zwischen Sarah und Josh wurde später auch immer wieder als etwas ganz besonderes beschrieben.
In all den Jahren in der Highschool waren sie ein Paar. Sie teilten die Leidenschaft für Sport, waren unheimlich gern zusammen draußen in der Natur unterwegs, reisten zusammen und ja, es war wohl für jeden, der die beiden kannte, offensichtlich, dass da zusammen war, was einfach zusamm gehört.
Sierra gab es nicht ohne Josh und Josh gab es nicht ohne Sierra. Und ich kann durchaus verstehen, warum die Beziehung zwischen den beiden von vielen als etwas Besonderes, ja, etwas einmaliges angesehen wurde. Denn gerade als Teenager während der Schulzeit, es verändert sich viel. Man selbst verändert sich ständig und entwickelt sich weiter.
Freundschaften kommen und gehen und die erste Liebe ist ja meist nicht gleichzeitig auch automatisch die Liebe fürs Leben. Doch bei Sierra und Josh schien es ganz genau so zu sein und ja, das war für alle anderen wundervoll mit anzusehen. Nach ihrem Abschluss an der Evergreen High School zu Hause in Metamora beginnt Sierra im Anschluss daran, dann an der Universität von Tolido Wirtschaft zu studieren und während ihres ersten Jahres an der Universität und auch später absolviert sie immer wieder Praktik bei ICE Industries, einer Firma in Tolido, die
ihrem Onkel gehört und Sierra möchte dort Erfahrungen sammeln, denn sie hat vor nach dem Abschluss an der Universität bei ICE Industries im Personalmanagement zu arbeiten. Und für Sierra läuft es in dieser Zeit ganz hervorragend. Sie kommt an der Uni gut zurecht, lernt fleißig, hat regelmäßig Kontakt zu ihrer Familie zu Hause in Metamora und sie und Josh sind weiterhin unzertrennlich.
In ihrem zweiten Jahr an der Universität entscheidet sich Sierra, wie auch schon im Jahr davor, dafür die Sommerferien zu Hause in Metamora bei ihrer Familie zu verbringen. Und als sie Ende Mai 2016 dann von der Uni nach Hause kommt, freut sie sich auf diesen Sommer und auch auf ihre freie Zeit. Wundervolle Tage liegen jetzt vor ihr, gemeinsam mit ihrer Mutter, ihren Großeltern, ihren vielen Freunden und natürlich auch mit ihrem Freund Josh.
Niemand konnte freilich ahnen, dass dieser Sommer 2016 der letzte Sommer in Sierra Jorgans Leben sein sollte, denn an einem scheinbar ganz normalen Tag in diesen Sommerferien wird sie spurlos verschwinden. Es ist Dienstag, der 19. Juli 2016, ein besonders heißer Tag in Fulton County.
Während Sierras Mutter Sheila das Haus bereits früh am Morgen verlässt, um zur Arbeit zu fahren, beginnt der Tag für Sierra, wie jeder andere bisher auch in ihren Sommerferien. Erst vor wenigen Tagen hatte sich die 20-jährige bei einem Garagenverkauf in Metamora neues Fahrrad zugelegt. Und da dieser Tag so wunderschön und so warm ist, perfekt für eine ausgiebige Radour, beschließt Sierra dann am späten Nachmittag das Haus zu verlassen und mit ihrem neuen Rat ihren Freund Josh zu besuchen.
Sarah ist jetzt mit ihrem Fahrrad erst einmal eine gute halbe Stunde unterwegs, bis sie dann gegen 17 Uhr tatsächlich bei Josh zu Hause ankommt und die beiden den Rest dieses Nachmittags bis zum frühen Abend zusammen sind. Jedoch Josh bekommt später noch Besuch von einem Freund, weswegen Sierra dann um 18:30 Uhr beschließt, wieder zurück nach Hause zu fahren.
Doch sie fährt nicht alleine, denn sie wird ein gutes Stück auf ihrem Heimweg von Josh begleitet. Und genau auf dieser Fahrt entstehen jetzt auch die letzten Aufnahmen von Sierra Jorgan, denn während sie auf ihrem neuen Fahrrad fährt, sitzt Josh neben ihr auf seinem Motorrad und die beiden fahren nebeneinander her.
Dabei zückt Josh sein Handy und nimmt ein Video für Snapchat auf. Sierra wirkt auf diesen Aufnahmen absolut glücklich und entspannt. Sie lacht, während Josh sie filmt und im Hintergrund ist die wunderschöne Gegend mit den grünen Wiesen und zahlreichen Maisfeldern zu sehen, die die beiden auf ihrem Weg die County Road Six entlang passieren.
Und wenn man diese beiden jungen Menschen in diesem Video, das da entstanden ist, so gelöst, glücklich und lachend nebeneinander herfahren sieht, dann ist das Wissen darum, dass gleich etwas unfassbares geschehen wird, noch viel schwerer zu begreifen. Und ich kann und will mir nicht vorstellen, wie es vor allen Dingen für Saras Familie, aber natürlich auch für Josh, der dieses letzte Video jaahrgenommen hat, gewesen sein muss.
Genau diese Aufnahmen später sehr wahrscheinlich immer und immer wieder anzusehen mit dem Wissen, dass kurz nach diesen Aufnahmen das Unfassbare geschehen wird. Das muss einfach unendlich schmerzhaft und grausam sein. Nachdem Josh und Sierra jetzt also über eine durchaus weite Strecke nebeneinander auf dieser Landstraße entlang gefahren sind, kommen sie dann an ihrer alten Highschool, an der Evergreen Highchool in Metamora vorbei und dort machen die beiden halt, denn von der Highchool aus ist es jetzt gerade mal noch eine Meile, dann kommt
Sierra am Haus ihrer Mutter und ihrer Großeltern zu Hause an. Und nachdem die beiden dann an der Highchool angehalten haben, steigt Sierra von ihrem Fahrrad. Josh stellt sein Motorrad aus und die beiden reden noch ein wenig. Und da Jera jetzt ja nur noch ein paar hundert Meter zu fahren hat, bis sie zu Hause ankommt, sagt sie, dass Josh sie den Rest des Weges jetzt nicht mehr begleiten muss, dass er nach Hause fahren soll, denn er bekommt ja noch Besuch von einem Bekannten und dementsprechend möchte Sierra jetzt, dass er zurückfährt. Doch
Josh war wohl anderer Meinung, denn er wollte Sierra tatsächlich noch direkt bis nach Hause begleiten. Die beiden haben wohl sogar noch ein wenig diskutiert darüber, aber Sierra hat am Ende diese Debatte gewonnen, denn sie hat gesagt, sie kann die paar hundert Meter jetzt alleine fahren. Es ist hellig der Tag um diese Uhrzeit.
Im Sommer war es in Metamora noch hell und ja, sie hatte ja nicht mehr weit, weswegen Josh dann auch irgendwann nachgegeben hat. Er hat sich von Sierra verabschiedet an der Highchool. Er hat ihr gesagt, dass er sie liebt und er hat sich auch von ihr versprechen lassen, dass sie sich melden wird, wenn sie zu Hause angekommen ist, dass sie ihm eine Nachricht schreiben soll.
Josh fährt also jetzt mit seinem Motorrad die County Road 6 entlang nach Hause und Sierra schlägt mit ihrem Fahrrad den Weg ebenfalls zurück nach Hause ein. Als Josh inzwischen schon wieder zu Hause, auch eine Stunde, nachdem er Sierra mit ihrem Fahrrad auf der Landstraße hat wegfahren sehen, immer noch keine Nachricht von ihr bekommen hat, ist er beunruhigt, denn normalerweise hat sie sich an Absprachen gehalten und sie hatte ihm ja versprochen, sich noch einmal bei ihm zu melden, wenn sie tatsächlich zu Hause angekommen ist. Ganz genau darum ruft er
sie jetzt auch auf ihrem Handy an, doch erreicht sie nicht. Weswegen Josh beschließt jetzt Sierra zu Hause auf dem Festnetz anzurufen, denn vielleicht hat sie ja nur vergessen ihm zu schreiben, ist aber zu Hause und wird jetzt ans Festnetz gehen. Doch auch dort klingelt und klingelt es, aber niemand geht ran.
Und als Sierras Mutter Sheila jetzt ebenfalls am etwas späteren Abend von der Arbeit nach Hause kommt, wundert auch sie sich, dass ihre Tochter nicht da ist, denn ihr Fahrrad steht nicht in der Garage und in ihrem Zimmer brennt kein Licht. Sheila ging allerdings davon aus, dass ihre Tochter einfach vielleicht noch länger bei Josh geblieben ist oder es sind Sommerferien, dass sie noch andere Pläne hatte und vielleicht noch eine Freundin besucht hat.
Jedoch als Josh dann gegen 21:30 Uhr noch einmal auf dem Festnetz anruft, diesmal Sierras Mutter Sheila erreicht, bricht Panik aus, denn Josh berichtet Sheila, dass Sierra nicht bei ihm ist, dass er sie zuletzt gesehen hat, als sich die beiden um 19 Uhr bei der Schule getrennt haben und dass sie sich trotz ihres Versprechens nicht bei ihm gemeldet hat.
Und das verändert von einer auf die andere Sekunde plötzlich alles, denn inzwischen ist es dunkel draußen. Sierra hätte schon längst mit ihrem Fahrrad zu Hause ankommen müssen und falls sie spontan sich doch noch dazu entschieden hat, woanders hinzufahren, hätte sie sich gemeldet und Bescheid gesagt. Anstatten ist ihr Handy jetzt ausgestellt, die Mailbox meldet sich und niemand hat etwas von ihr gehört oder sie gesehen.
Innerhalb weniger Minuten sitzen jetzt Sierras Mutter Sheila, ihre Großeltern, ihre Tante Terra, die ebenfalls dazu gerufen worden ist und auch Josh in ihren jeweiligen Autos und machen sich auf die Suche in der Hoffnung, Sierra oder auch ihr Fahrrad in der weitläufigen Gegend irgendwo ausmachen zu können. Denn der erste Gedanke, den alle zusammen hatten, war, dass sie möglicherweise einen Unfall gehabt haben könnte, dass sie entweder von einem Auto angefahren worden ist oder dass sie, sie hatte an diesem Tag ja auch keinen Helm getragen
während des Fahrradfahrens, gestürzt ist, sich den Kopf angeschlagen hat, möglicherweise verletzt oder sogar ohnmächtig irgendwo an der Seite der Straße liegt und darum auch nicht in der Lage dazu ist, Hilfe für sich zu rufen. Während Josh mit seinem Wagen die Strecke an der County Road Six absucht, auf der er und Sierra sich zuletzt gesehen haben, fahren ihre Mutter, ihre Großeltern und auch ihre Tante derweil in die entgegengesetzte Richtung.
Und darüber hinaus ruft man auch abwechselnd sämtliche Freunde und Bekannte, aber auch alle Krankenhäuser in der Gegend an. Doch niemand hat Sierra gesehen und sie ist auch in keinem Krankenhaus aufgenommen worden. Bei der Suche nach ihrer Tochter kommt Sieras Mutter Sheila jetzt auch am örtlichen Sheriff Department in Metamora vorbei und dort sieht sie einen Polizisten direkt auf dem Parkplatz in seinem Streifenwagen sitzen.
Sheila hält sofort an, geht auf den Polizisten zu und erklärt ihm die Situation in der Hoffnung, Hilfe zu bekommen. die sagt, dass sie ihre Tochter jetzt seit Stunden nicht gesehen und dass niemand etwas von ihr gehört hat, dass sie am frühen Abend mit ihrem Fahrrad eigentlich nur die kurze Strecke bis zurück nach Hause fahren wollte, aber dass sie dort nie angekommen ist, dass ihr Handy ausgeschalten ist und dass es überhaupt nicht Sierras Art ist, sich einfach nicht zu melden.
Doch der Polizist gibt Sheila zu verstehen, dass Sierra 20 Jahre alt ist und dass sie natürlich das Recht hat, auch ohne das Wissen ihrer Familie irgendwo hinzufahren oder sich irgendwo aufzuhalten, ohne Bescheid zu geben. Doch das ist, wie man sich vorstellen kann für Sheila, die ein ganz dunkles, schreckliches Gefühl hat, äußerst frustrierend, denn sie weiß, sie spürt, dass irgendetwas mit ihrer Tochter passiert ist.
Und ganz genau darum fährt sie jetzt auch zurück nach Hause und ruft die 911 an. Und auch dort schildert sie noch einmal die Situation und sagt, dass Sierra auf gar keinen Fall einfach so verschwinden würde, ohne Bescheid zu sagen, noch dazu, wenn sie alleine unterwegs ist, ohne großartig irgendetwas bei sich zu haben.
Außerdem war zu diesem Zeitpunkt ja auch klar, denn das hatte Josh direkt erzählt, dass Sierra vorhatte, nach Hause zu fahren, nachdem sich die beiden voneinander getrennt hatten. Mit keinem Wort hat sie erwähnt, dass sie noch andere Pläne für den Abend hat oder noch irgendwo anders hinfahren möchte mit ihrem Fahrrad.
Davon abgesehen war sie auch auf ihrem Handy nicht zu erreichen. Es meldete sich direkt die Mailbox und bei der 911 wird jetzt dieser Anruf von Sierras Mutter Sheila und nachdem sie die Situation beschrieben hat direkt ernst genommen, weswegen auch gegen 23 Uhr am späten Abend dieses 19. Juli Polizisten überall in der Gegend ausschwärmen, um nach Sierra zu suchen.
Und dabei konzentriert man sich natürlich in erster Linie auf diese Landstraße, auf diese County Road 6, an der Sierra von ihrem Freund Josh zum letzten Mal gesehen worden ist. Und genau dort findet man dann einen ersten wichtigen Hinweis. Denn einem Polizisten, der mit seiner Taschenlampe in der Hand und mit seinem Hund an der Leine die Landstraße entlang der vielen Maisfelder abgeht, fällt auf, dass einige Maiskolben, die direkt an der Straße am angrenzenden Feld waren, abgeknickt und teilweise auch platt gedrückt worden sind.
Vorsichtig geht der Polizist daraufhin jetzt ein paar Schritte in dieses Feld hinein und sieht dort ein lila Mountainbike. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich bei dem Fahrrad um das von Sierra und was ebenfalls direkt auffiel: “Das Fahrrad liegt nicht auf der Erde oder sieht so aus, als wäre es einfach in dieses Feld hineingeworfen worden.
Nein, es ist, wenn man das so sagen kann, ordentlich dort abgestellt worden, jedoch offenbar bewusst etwas weiter ins Feld hinein verbracht worden, um es dort zu verstecken, dafür zu sorgen, dass es nicht oder zumindest nicht direkt gefunden wird. Und bald wird auch klar, warum, denn als der Polizist noch näher herangeht, sieht er, dass sich am Lenker des Mountainbikes Blutspuren befinden.
Nach dem Fund von Sierras Fahrrad beginnt jetzt eine weitere großelegte Suche in und auch um dieses Maisfeld herum, die die ganze Nacht andauert und am frühen nächsten Morgen weitergeht. Und bei dieser Suche findet man weitere Gegenstände, Dinge, die ganz klar darauf hindeuten, dass Sierra etwas Schreckliches zugestoßen sein muss.
Unter anderem findet man nämlich im Maisfeld zwei Sonnenbrillen. Eine davon gehört, wie sich jetzt herausstellen wird Sierra selbst. Sie hatte sie während der Fahrt nach Hause getragen, was auch auf dem Snapchat Video, das Josh von ihr gemacht hat, zu sehen ist. Die andere Sonnenbrille jedoch, die man in unmittelbarer Nähe zu ihrem Fahrrad und ihrer Sonnenbrille ausmachen konnte, kann Sierra nicht zugeordnet werden.
Weiterhin wird ein orangefarbener Schraubenzieher im Maisfeld gefunden, an dem sich Blut befindet. Und man findet auch auf der Erde im Maisfeld Spuren, die so aussehen, als wären sie von einem Motorrad hinterlassen worden. Nach allem, was man da jetzt gefunden hat. Sierras Fahrrad mit Blutspuren am Lenker, das versteckt worden ist in diesem Maisfeld.
Einen Schraubenzieher, an dem sich ebenfalls Blut befunden hat, Spuren auf dem Boden vor und teilweise in das Maisfeld hinein, die darauf hindeuten, dass sie von einem Motorrad hinterlassen worden sind. Und natürlich die Tatsache, dass seit dem zurückliegenden frühen Abend niemand etwas von Sierra gehört oder auch gesehen hat, lässt die Polizei zu dem Schluss kommen, dass sie keinen Unfall hatte, sondern dass sie sehr wahrscheinlich auf der Fahrt nach Hause, als sie dieses Maisfeld passiert hat, von jemanden angegriffen und verletzt
worden ist und dass dieser jemand sie auch sehr wahrscheinlich entführt hat, denn von Sierra selbst konnte keine Spur gefunden werden. Eine grauenvolle und auch unfassliche Vorstellung, dass eine junge Frau, die auf ihrem Fahrrad, wenn es Tag hell draußen ist, nach Hause fahren möchte, von jemand angehalten, sehr wahrscheinlich verletzt und dann entführt wird.
Aber genau danach sieht es eben aus. Wie bei so gut wie allen Fällen dieser Art werden die Ermittlungen auf Seiten der Polizei von innen nach außen geführt. Das heißt, sie beginnen im Freundes- und Familienkreis von Sierra bei den Menschen, die ihr am nächsten standen und vor allen Dingen beginnen sie bei demjenigen, der sie zuletzt gesehen hat, bevor sie verschwand.
Und genau darum wird auch jetzt als allererstes Josh von der Polizei intensiv befragt. Denn nicht nur waren er und Sierra seit vielen Jahren ein Paar und er war ja auch der letzte, der sie sehr wahrscheinlich nur wenige Augenblicke vor ihrer Entführung gesehen hat. Darüber hinaus fuhr er am Tag ihres Verschwindens mit seinem Motorrad auf der Straße neben ihr her und die Spuren im Feld zeigten deutlich, dass sie von einem Motorrad dort hinterlassen worden sind.
Doch Josh war von Anfang an voll umfänglich kooperativ gegenüber den Ermittlern. Er hat sofort sein Handy zur Verfügung gestellt und auch die Erlaubnis gegeben, dass die Polizisten das Haus seiner Eltern und auch seinen Wagen durchsuchen können. Und absolut nichts deutete darauf hin, dass er mit dem Verschwinden seiner Freundin irgendetwas zu tun hat.
Denn weder in seinem Wagen, noch im Haus seiner Eltern oder auf seinem Handy, auch nicht an seinem Motorrad, konnten irgendwelche Spuren gefunden werden, die darauf hingedeutet hätten, dass er vorgehabt hat, Sierra irgendetwas anzutun. Und darüber hinaus gab es auch gleich mehrere Zeugen, die bestätigen konnten, dass Josh, nachdem er sich auf der Straße von Sierra getrennt hat, direkt wieder zurück nach Hause fuhr und das Haus dann auch nicht mehr verlassen hat.
Josh gibt in seiner Aussage gegenüber der Polizei jetzt aber auch noch mal detailliert Informationen darüber, wann er sich von Sierra genau getrennt hat. Und er sagt auch noch einmal, wie ungewöhnlich er es fand, dass sie sich nicht wie versprochen mit einer Nachricht bei ihm gemeldet hat und dass er sich genau darum auch direkt große Sorgen machte.
Auf die Frage der Polizei, ob er Josh irgendeine Vorstellung davon hätte, was möglicherweise passiert sein könnte, sagt er, dass er keine Ahnung hat. Dass er sich aber sicher ist, dass falls Sierra von jemand angegriffen worden ist, sie sich definitiv versucht hätte gegen diesen Angriff zur Wert zu setzen. Gleichzeitig gibt Josh aber auch zu bedenken, dass die Möglichkeit besteht, dass Sierra überhaupt nicht bewusst wahrgenommen hat, dass sie während sie da mit dem Fahrrad entlang wird möglicherweise verfolgt wird. Denn Josh
sagt, dass sie an diesem Tag ihre Kopfhörer dabei hatte und Musik gehört hat. Es könnte also durchaus sein, dass als sie wieder auf ihr Fahrrad aufgestiegen ist, um die kurze Strecke bis nach Hause zu fahren, sie Kopfhörer in den Ohren hatte und dementsprechend gar nicht mitbekommen hat, dass jemand sie verfolgt, dass sie von einem Angriff völlig überrascht und überrumpelt gewesen sein könnte.
Einen Tag nach Sierras Verschwinden sucht nicht nur die Polizei, sondern auch die ganze Stadt nach ihr. Suchplakate werden gedruckt und verteilt. Eine Belohnung für Hinweise in Höhe von 100.000$ 000$ wird ausgesetzt. Freiwillige schließen sich in Gruppen zusammen und suchen die weitläufige Gegend rund um die Fundstelle ihres Fahrrads und auch weit darüber hinaus ab.
Aber abgesehen davon bekommen die Ermittler jetzt gerade einmal einen Tag nach Sieras Verschwinden am 20. Juli 2016 einen weiteren wichtigen Hinweis, einen der sie demjenigen, der Sierra offenbar entführt hat, einen großen Schritt näher bringen könnte, denn ein Zeuge meldet sich bei der Polizei, ein Mann, ein Farmer, der am Abend zuvor, am 19.
Juli auf dieser Landstraße, auf dieser County Road Six unterwegs gewesen ist mit seinem Truck. Dieser Zeuge berichtet, dass während er die Straße an den Maisfeldern entlang vorbeifuhr, ihm auf einmal ein großer schwarzer Gegenstand aufgefallen ist, der an der Seite der Straße lag. Er hat also angehalten, ist aus seinem Truck ausgestiegen und ist auf diesen Gegenstand zugegangen, um herauszufinden, was das ist.
Und bei diesem großen schwarzen Etwas, das da lag, handelte es sich um einen schwarzen Motorradhelm, den der Zeuge, der Farmer, dann aufgehoben und mitgenommen hat. Doch als er jetzt keine 24 Stunden später nach seinem Fund vom Verschwinden von Sarah Dogin gehört hat, bringt der Farmer seinen Fund zur Polizei, denn er fand den Helm eben genau an der Straße, an der sie zuletzt gesehen wurde.
Und als man sich auf Seiten der Ermittler den schwarzen Helm jetzt genauer ansieht, stellt man fest, dass sich an der Seite und auch im oberen Bereich des Helms Blutspuren befinden, was darauf hindeuten könnte, dass dieser Helm ebenfalls etwas mit Sierras verschwinden oder auch einen möglichen Angriff auf sie zu tun haben könnte.
Speziell dann, wenn man bedenkt, dass ja im Maisfeld an ihrem Fahrrad schon Blut gefunden wurde und auch an dem Schraubenzieher. Und während man im Labor jetzt also eine DNA-Analyse der gefundenen Spuren auf Sieras Fahrrad, auf dem Schraubenzieher und jetzt auch auf dem Helm durchführt, geht die Suche nach ihr intensiv weiter.
Doch diese Suche gestaltet sich als schwierig, denn die Tatsache, dass in dieser ausgesprochen ländlichen Gegend eben nicht an jeder Straßenecke Überwachungskameras angebracht sind, macht es nicht leichter Sieras Spur oder die ihres Entführers zu verfolgen. Der letzte Ping, den ihr Handy abgegeben hat, kam von der Fundstelle ihres Fahrrads an der Landstraße und dazu kommt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Sierra sich inzwischen hunderte von Meilen weit weg befinden könnte. In der Vergangenheit gab es in
der Gegend um Tolido herum wohl vermehrt Entführungen junger Frauen, die verschleppt und z.B. nach Las Vegas oder in andere Großstädte gebracht wurden. Und trotzdem, dass inzwischen hunderte Freiwillige das FBI und natürlich auch die örtliche Polizei in die Suche involviert sind, findet man zunächst keine weitere Spur.
Aber im Zuge dieser Ermittlung geht die Polizei von Metamora jetzt drei Tage nach Sieras Verschwinden, natürlich auch von Haus zu Haus, um die Menschen zu befragen. Und dabei werden natürlich auch die zahlreichen Farmen, die es in der Gegend rund um diese Kleinstadt gibt, aufgesucht. Und ganz genau dabei fällt jetzt auch ein Farmer besonders durch sein merkwürdiges Verhalten auf, als die Polizei im Zuge dieser Befragung auch an seine Tür klopft.
James Dean Wallley, dessen Farmhaus mit dazugehörenden Scheunen und Stellen etwa 5 Meilen, also 8 km von der County Road 6 entfernt ist, an der man Sierra zuletzt gesehen hat, benimmt sich gegenüber den Ermittlern direkt verdächtig und es fällt auch auf, sobald er den Polizisten die Tür aufmacht, dass er einige tiefe Kratzer an seinen Armen und auch in seinem Gesicht hat.
Darüber hinaus fängt James aber jetzt auch direkt als die Polizisten in seinem Haus Platz genommen haben, damit an munter vor sich hinzuplappern und Informationen zu geben. Was zwar einerseits durchaus überschaubar intelligent ist, wenn man bedenkt, warum die Polizei bei ihm zu Hause ist. Andererseits ist so ein Verhalten natürlich, was die Ermittlungen angeht, nicht schlecht, denn James gibt wichtige Informationen, die ihn abgesehen von seinen Verletzungen im Gesicht und an seinem Körper noch verdächtiger machen. Z.B.
sagt James Wallley direkt, ohne überhaupt danach gefragt worden zu sein, dass er am Abend von Sierras Verschwinden auf dieser County Road 6 unterwegs gewesen ist. Freimütig erzählt er, dass er gegen 19 Uhr am Abend des 19. Juli beschlossen hätte, noch ein wenig mit seinem Motorrad in der Gegend herumzufahren.

Dabei sei er direkt an dem Maisfeld vorbeigekommen, indem später Sierras Fahrrad gefunden werden wird. und wie es der Teufel haben will. Genau an diesem Maisfeld hätte sein Motorrad bedauerlicherweise den Geist aufgegeben, weswegen James dazu gezwungen war, dort anzuhalten. Und als er dort angehalten hat und sich überlegt hat, wie er jetzt nach Hause kommt, hätte er direkt vor dem Maisfeld zwei Fahrräder stehen sehen.
Laut seiner Aussage war das eine der beiden Fahrräder grau, das andere sei lila gewesen. Und da sein Motorrad eben jetzt nicht mehr funktioniert hat, hätte er sich kurz überlegt, einfach eines dieser beiden Fahrräder zu stehlen, um damit nach Hause zurück zu seiner Farm zu kommen. Allerdings hätte er sich das dann doch anders überlegt und habe stattdessen beschlossen, sein Motorrad nach Hause zu schieben.
Das ist aber bei Weitem noch nicht alles, was James Wallley den Polizisten in seinem Haus zu erzählen hat. Darüber hinaus berichtet er, dass er sein Motorrad also nach Hause schob, er einige Gegenstände verloren hat auf diesem Weg. Unter anderem sei ihm seine Sonnenbrille und sein Schraubenzieher abhanden gekommen und auch seinen schwarzen Motorradhelm hätte er verloren bzw.
Weise mir ist bei meiner Recherche nicht abschließend klar geworden, ob James Wallley gegenüber den Ermittlern angegeben hat, dass er diese Gegenstände verloren hat oder aber, ob er sich diesen Gegenständen entledigt hat, weil es eben dann leichter ist, das Motorrad eine so weite Strecke nach Hause zu schieben.
Ich meine, wir müssen am Ende alle bedenken, so eine Sonnenbrille und auch ein Schraubenzieher hat natürlich ein dementsprechendes Gewicht und da ist es natürlich besser, diese Gegenstände einfach irgendwo liegen zu lassen, weil dann fällt’s natürlich leichter, das Motorrad nach Hause zu schieben. Also, das ist natürlich von hinten bis vorne alles völliger Schwachsinn, weswegen die Polizisten, mit denen James Wley jetzt spricht, ihm das auch in keiner Weise abnehmen.
Und es ist natürlich nur von Vorteil, dass sich James Wallley jetzt gegenüber der Polizei in seinem Haus um Kopf und Kragen redet, denn dabei kann man gut herausfiltern, was er damit bezweckt. Zum einen ist klar, dass er das zweite Fahrrad, das angeblich graue Fahrrad, das er neben dem von Sierra vor dem Maisfeld gesehen haben will, nur erfunden hat, einfach um es so aussehen zu lassen, als wäre noch eine dritte Person dort an dieser Stelle gewesen.
die dieses graue Fahrrad gefahren hat. Außerdem hat James auch in seinem Gespräch mit den Ermittlern gesagt, dass man sich bitte nicht darüber wundern sollte, falls seine Fingerabdrücke auf diesen Fahrrädern gefunden werden. Schließlich hätte er beide angefasst. Und auch was die Gegenstände angeht, die er angeblich auf dieser Landstraße zurückgelassen oder auch verloren haben will, seinen Helm, seinen Schraubenzieher und auch seine Sonnenbrille.
Die Polizei hatte die Information, dass diese Dinge dort gefunden worden sind, drei Tage nach Sieras verschwinden, noch nicht einmal an die Öffentlichkeit herausgegeben. Das heißt, das ist Täterwissen. Und hier ist also jetzt James Wallley, der sich nicht nur selbst direkt mit dem Tatort bzw. dem Ort der wahrscheinlichen Entführung von Sierra in Verbindung bringt, sondern der auch über seine Fingerabdrücke auf ihrem Fahrrad und über seinen Helm, seinen Schraubenzieher und seine Sonnenbrille spricht.
während deutlich zu sehen ist, dass er in seinem Gesicht und an seinen Händen Kratzspuren hat. Und auch wenn alles darauf hindeutet, als hätte dieser Mann etwas mit Sieras Verschwinden zu tun, so braucht man trotzdem auf Seiten der Ermittler noch ein wenig mehr, um sein Haus und auch sein Grundstück zu durchsuchen. Doch ganz genau dazu sollte es jetzt bald kommen, denn nach diesem ersten Gespräch mit James Wallley sprechen die Ermittler mit anderen Farmern aus der Gegend und dabei erfahren sie, dass eigentlich so gut wie niemand etwas mit James zu tun
haben möchte. Aufgrund seines merkwürdigen Verhaltens fühlte man sich in seiner Gegenwart offenbar nicht wohl, weswegen man sich eher von ihm und auch von seinem Grundstück seiner Farm ferhalten hat. Die Polizei erfährt darüber hinaus von anderen Farmern auch, dass diese nicht wollten, dass ihre eigenen Kinder irgendwo in der Nähe von James Farm spielen oder sich dort aufhalten.
Es war offenbar bekannt, dass James eine Obsession gegenüber jungen Frauen hatte und sich allgemein immer sehr seltsam verhalten hat. und nach einer Überprüfung seines Vorstrafenregisters jetzt auf dem Polizeirevier ist auch klar, dass da noch viel mehr dahinter steckt, denn es stellt sich heraus, dass James im Jahr 1990 schon einmal eine Frau angegriffen hat.
Damals fuhr die 26 Jahre alte Robin Gardner ebenfalls mit ihrem Fahrrad auf einer Landstraße in Fon County entlang, als James Wley sie mit seinem Truck von der Straße drängt. Er stürzt sich auf die vollkommen verängstigte Robin und bedroht sie mit einem Achtung Schraubenzieher, indem er ihr das Werkzeug direkt mit der Spitze an die Kehle hält.
James packt Robin, zwingt sie in seinen Truck und droht ihr damit, sie umzubringen, wenn sie schreit oder versucht, sich zur Wert zu setzen. Dann fährt er gemeinsam mit ihr los. Doch trotzdem, dass James Robin in seinem Wagen Handschellen angelegt hat, schafft es die junge Frau während der Fahrt die Autotür zu öffnen und ja, sie fällt quasi mehr oder weniger, um ihr Leben zu retten aus diesem Auto heraus.
Und James Wallley war wohl so perplex aufgrund dessen, dass Robin das getan hat und auch aufgrund dessen, dass er bereits im Rückspiegel gesehen hat, dass sich ein anderes Auto nähert, dass er mit Vollgas davon gerast ist. Und Robin wurde dann von dieser Autofahrerin, die ebenfalls auf der Straße entlang fuhr, aufgegriffen und sofort ins nächste Krankenhaus gebracht.
Doch nachdem man Robin befragt hat und sie James Wallley und auch seinen Truck gut beschreiben konnte, hat es nicht lange gedauert und man hat ihn festgenommen. James Wley wurde dann kurze Zeit später verhaftet und wegen dem, was er Robin angetan hat zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Allerdings musste er, warum auch immer, von diesen ursprünglich 10 Jahren nur drei absetzen und war danach wieder auf freiem Fuß und lebte in dem Farmhaus am Rande von Metamora, indem er jetzt wegen dem Verschwinden von Sierra von der Polizei auch befragt wurde. Nachdem also
jetzt klar ist, dass James Wallley in der Vergangenheit schon einmal eine junge Frau, eine Radfahrerin von der Straße gedrängt hat und im Anschluss versucht hat, sie zu entführen. Und nachdem man auch die Gegenstände, die in dem Maisfeld gefunden worden sind, direkt nach Sieras Verschwinden, eindeutig ihm zuordnen konnte, bekommt die Polizei jetzt einen Durchsuchungsbeschluss für sein Haus und für sein Grundstück.
Und was man in diesem Haus findet, lässt einem wirklich die Nackenhaare zu Berge stehen. Man findet Seile, Klebeband, mehrere Schusswaffen mit passender Munition, Kabelbinder, Handschellen, etliche Videos mit pornografischem Inhalt, Videokameras und auch Windeln für Erwachsene. In James Walles Truck findet man darüber hinaus weitere Kabelbinder, eine Skimaske, mehrere Handschellen und ebenfalls wieder Klebeband.
In einer der großen Scheunen, die sich auf dem Farmgelände befinden und die von der Polizei jetzt als nächstes durchsucht wird, entdeckt man eine Art Versteck zwischen den Heuballen. Darin findet man dutzende Beutel mit Damenunterwäsche. Auf all das, was man da jetzt in seinem Haus und auch auf seinem Grundstück gefunden hat angesprochen, hat James Wallley allerdings eine Erklärung.
Er sagt, dass die Unterwäsche, die man versteckt in seiner Scheune gefunden hat, einer seiner Ex-Freundinnen gehören müsste und auch was die Windeln in seinem Haus angeht, hat er eine Erklärung. Er sagt, dass diese seiner Mutter gehört haben, die vor etwas längerer Zeit gestorben ist. Jedoch als die Polizisten ihn dann mit diesen diversen Videos, mit den Kameras, mit dem Klebeband, den Masken, den Knebeln, den Handschellen, den Kabelbindern konfrontieren, die ebenfalls überall in Massen da herumliegen, sagt James, dass er
vorhatte, in Zukunft selbst Filme zu produzieren und das seine Scheune speziell als Filmset gedient hätte und dass er diese ganzen Utensilien eben braucht, um seine Filme dementsprechend drehen zu können. Allerdings, als ihm klar wird, dass die Ermittler ihm kein einziges Wort glauben, gibt James auch zu bedenken, dass wenn er etwas mit dem Verschwinden von Sierra tatsächlich zu tun hätte, er doch nicht irgendwelche B oder Hinweise darauf in seinem Haus oder auf seinem Grundstück verstecken würde.
Und außerdem sei er am 19. Julia mit seinem Motorrad unterwegs gewesen und auf einem Motorrad kann man schließlich niemanden entführen. Doch dann nur einen Tag, nachdem die Polizei das Haus und das Grundstück von James Wallley durchsucht hat und vier Tage, nachdem Sierra Jorgan spurlos verschwunden ist, macht dann eine Drohne, die ebenfalls zur Suche nach ihr eingesetzt worden ist, auf einem Feld 18 km von James Wallleys Farm entfernt.
ein flaches, so scheint es frisches Grab aus, finde ich. Und als die Polizei in Begleitung von Leichenspürhunden kurze Zeit später an dieser Stelle auf dem Feld ankommen, finden sie in diesem flachen Grab dann auch die Leiche der 20 Jahre alten Sierra Joggen. Beim Auffinden war Sierra geknebelt und gefesselt. An ihren Handgelenken trug sie Handschellen.
Ihre Knöchel waren mit einem Seil und auch mit einem Klebeband umwickelt. In der Gerichtsmedizin wird festgestellt, dass Sierras Todesursache ersticken war. Hervorgerufen durch einen großen Plastikknebel, der ihr mit so brutaler Gewalt in den Mund hineingesteckt worden ist, dass da bei einer ihrer Zähne abbrach.
Aufgrund der Größe und der Beschaffenheit, vor allen Dingen, aber aufgrund der Art und Weise, wie dieser Knebel in ihrem Mund platziert worden ist, wurden Sieras Atemwege sowohl von Mund und Nase blockiert und die Sauerstoffzufuhr damit komplett abgeschnitten. Die Autopsie hat darüber hinaus auch ergeben, dass es sehr wahrscheinlich mehrere Minuten bis zu 10 Minuten genauer gesagt gedauert haben dürfte, bis sie letztendlich starb.
Und Sierra trug beim Auffinden in diesem flachen Grab auf dem Feld auch eine Windel, die genauso aussah wie die, die man in James Wallys Haus gefunden hat. Physische Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs jedoch wurden bei der Autopsie nicht gefunden. Siaras Todeszeitpunkt wurde von der Gerichtsmedizin auf 21 Uhr am Abend des 19.
Juli, also am Abend ihres Verschwindens festgesetzt, also ungefähr 2wei Stunden, nachdem sie sich an der Landstraße von ihrem Freund Josh verabschiedet hat und alleine weiterfuhr. Das Blut, das an James Wallleys schwarzen Motorradhelm gefunden wurde, stammt, wie sich im Labor jetzt herausgestellt hat, von Sierra Jorgan. Außerdem wird ihre DNA zusammen mit der von James auch auf einer der Matratzen in seinem Haus, in seinem Schuppen, an einer der Seile und dem Klebeband aus seinem Truck gefunden.
Die Auswertungen von James Handydaten zeigen darüber hinaus auch, dass er sich zum Zeitpunkt von Sierras Verschwinden über eine etwas längere Zeit hinweg auf der County Road Six aufgehalten hat. Der 57 Jahre alte James Dean Wallyley wird jetzt verhaftet und unter anderem wegen Mord des ersten Grades Entführung und Manipulation von Bemeismitteln angeklagt, wobei er sich offenbar in all seinen Anklagepunkten für unschuldig hält, denn genau darauf plädiert er in seinem Prozess, der im April 2018 beginnt.
In den Augen der Staatsanwaltschaft und genau das macht die Anklage jetzt im Prozess auch vor den Geschworenen deutlich, fuhr James Wallley, nachdem er seine Zeit am 19. Juli 2016 über den Tag hinweg auf diversen Pornoseiten im Internet verbracht hat, gegen 19 Uhr am Abend auf seinem Motorrad los, als er an der County Road 6 Sierra Jorgan auf ihrem Fahrrad entdeckt hat.
Er verfolgt sie zunächst über eine kurze Strecke und schafft es dann, sie von der Straße abzudrängen, indem er mit seinem Motorrad direkt auf das Feld zu durch das Gras und zum Teil auch in das Feld selbst hineingefahren ist, was die Reifenspuren, die man dort auf dem Boden gefunden hat, auch erklärt. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Sierra versucht hat, James zu entkommen, indem sie in dieses Maisfeld hineingelaufen ist.
Dabei hat sie sehr wahrscheinlich auch ihre Sonnenbrille verloren, die man später dort gefunden hat. Doch auch James verfolgt sie jetzt in das Feld hinein, wobei auch er seine Sonnenbrille verliert, die wie wir wissen ja ebenfalls dort gefunden wurde. Und er bedroht Sierra, als er sie eingeholt hat mit seinem Schraubenzieher. Doch als sie weiter versucht ihm zu entkommen und sich auch gewährt hat, was die zahlreichen Kratzer in James Wallyses Gesicht und auch an seinen Armen gezeigt haben, schlägt er ihr mit seinem Motorradhelm auf den Kopf, was
sehr wahrscheinlich dazu geführt haben dürfte, dass Sierra zu Boden ging und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bewusstlos war. Bei der Autopsie von Sierra wurde auch ein Haris an ihrem Schädel festgestellt und auch ein Bluterguss an ihrer Schläfe, was zu der Theorie der Staatsanwaltschaft jetzt auch passt, noch dazu, wenn man bedenkt, dass ja auf dem schwarzen Helm von James Wallley auch Sierras Blut gefunden wurde.
Er hat sie, also davon kann man ausgehen, mit diesem Helm geschlagen und so schwer verletzt, dass sie sehr wahrscheinlich das Bewusstsein verloren hat. Die Anklage ist in ihrer Theorie weiterhin davon überzeugt, dass James Sierra dann ohnmächtig im Maisfeld zurückließ und mit seinem Motorrad die kurze Strecke von der Landstraße zurück zu seinem Farmhaus fuhr.
Dort lässt er sein Motorrad stehen, steigt in seinen Truck ein und fährt direkt wieder zurück zum Maisfeld. Er geht wieder in das Feld hinein, trägt Sierra zu seinem Wagen und fährt gemeinsam mit ihr zurück zur Farm. Dort angekommen bringt er sie dann in seine Scheune. Man weiß schlicht und ergreifend nicht, was dann genau mit Sierra in dieser Scheune geschehen ist.
Aber klar ist, sie wurde gefesselt, sie wurde geknebelt und sie trug, als man sie einige Tage später in diesem flachengrab auf dem Feld fand, eine Windel. Klar ist auch, dass ihre Todesursache ersticken war, hervorgerufen durch den Knebel, den sie beim Auffinden nach wie vor noch in ihrem Mund hatte. Die Staatsanwaltschaft ist darüber hinaus davon überzeugt, dass James, nachdem Sierra gestorben ist, ihre Leiche 18 km weit weg zu diesem Feld gefahren hat.
Sehr wahrscheinlich im Laufe der Nacht, dort eben dieses flache Grab aushob und sie dann zurückließ. Die Anklage hat unendlich viele Indizien und Beweise dafür, dass James Wallley diese Tat begangen hat. Abgesehen von den DNA Spuren, den Gegenständen am Tatort, die James Clar zugeordnet werden konnten, den Auswertungen seiner Mobilfunkdaten, den zahlreichen Beweisen auf seiner Farm, in seinem Haus und in seiner Scheune ist da ja auch noch Robin Gardner, die junge Frau, die James im Jahr 1990 angegriffen und versucht hat
zu entführen. Und Robin sitzt in diesem Prozess auch als Zeugin der Staatsanwaltschaft im Zeugenstand und berichtet über dieses grauenvolle Ereignis von damals. Aber nicht nur Robin Gartners Aussage in diesem Prozess ist hochemotional. Auch Sierras Mutter Sheila sitzt im Zeugenstand. Der Mörder ihres Kindes nur wenige Meter von ihr entfernt neben seinen Verteidigern.
Und auch Josh seine Tränen während seiner Aussage kaum zurückhalten kann, spricht über den letzten Tag, die letzten Stunden, die letzten Minuten, die er mit Sierra verbracht hat. Und wenn man diesen jungen Mann in die Augen sieht und zuhört, was er sagt, dann bricht einem das wirklich das Herz, denn es ist ihm deutlich anzusehen und auch anzuhören, dass er das, was da geschehen ist, vermutlich niemals wird verarbeiten können.
Die Verteidigung auf der anderen Seite argumentiert in diesem Gerichtsprozess, dass die Indizien und Beweise, die die Staatsanwaltschaft vorgebracht hat, doch eher schwach sein und in keiner Weise aufzeigen würden, dass James diese Tat begangen hat. Die Verteidigung führt z.B. viel an, dass die Verletzungen an Sierras Schädel, also der Haris und auch der Blutergus zwar durchaus von einem Motorradhelm verursacht worden sein könnten, aber dass das eben nicht zwingend der Fall gewesen sein muss, was ehrlich gesagt in meiner persönlichen Wahrnehmung fast schon
lächerlich ist, wenn man ja bedenkt, dass auf diesem schwarzen Motorradhelm, der James Wallyley gehört hat, Sierras Blut gefunden wurde. Darüber hinaus gab es aber auch in diesem Prozess auf Seiten der Verteidigung offenbar einen Zeugen, der ebenfalls am Abend des 19. Juli diese County Road 6, diese Landstraße entlang gefahren ist und dieser Zeuge hat offenbar im Zeugenstand ausgesagt, er hätte ebenfalls einen Mann in der Nähe des Maisfeldes gesehen.
Allerdings hätte dieser Mann eine rote kurze Hose und ein weißes T-Shirt getragen. Und als die Polizei aber James Wallyses Haus durchsucht hat, hätte man keine rote Short gefunden. Außerdem weist James Verteidigerin Merl Deck auch darauf hin, dass die Gegenstände, die im Haus ihres Mandanten gefunden worden sind, also das Versteck in der Scheune, die Masken, die Kabelbinder, das Klebeband, die Handschellen, die diversen Videofilme, die Kameras, dass das alles zu James Plan gehört hat, demnächst auf seiner Farm Filme zu
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