Dramatischer Showdown auf dem Parkett: Beinahe-Kuss bei Joel und Malika, Jury-Zoff um Ross Antony und Tränen im TV-Studio T
Dramatischer Showdown auf dem Parkett: Beinahe-Kuss bei Joel und Malika, Jury-Zoff um Ross Antony und Tränen im TV-Studio

Ein Abend voller Adrenalin, unbändiger Leidenschaft und nervenaufreibender Kontroversen hat das Publikum in seinen Bann gezogen. Wenn die Anforderungen von Runde zu Runde steigen und neben zwei regulären Tänzen auch noch die extreme Herausforderung des gefürchteten Improvisationstanzes auf dem Programm steht, liegen die Nerven der prominenten Kandidaten und Profis naturgemäß blank. Doch was sich in dieser denkwürdigen Ausgabe auf dem Parkett und am Jurypult abspielte, übertraf selbst die kühnsten Erwartungen an Drama, Emotionen und zwischenmenschliche Spannung. Zwischen knallharten Abrechnungen, fliegenden Requisiten und Tränen der Erleichterung bot die Show ein Wechselbad der Gefühle, das noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.
Im Epizentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit standen zweifellos Ninja-Warrior-Star Joel Mattli und Profitänzerin Malika Dzumaev. Seit Wochen beobachten Fans und Medien das Duo mit Argusaugen. Auf dem Parkett wie auch im Training wirken die beiden seit jeher auffallend vertraut, und immer wieder flammen Spekulationen darüber auf, ob zwischen den beiden womöglich weit mehr als nur eine rein professionelle Chemie besteht. Malika selbst geriet in den vorangegangenen Trainingseinheiten regelrecht ins Schwärmen über Joels einnehmendes Lächeln. An diesem Abend stand jedoch ein ganz anderes Gefühl auf dem Plan: Für ihren Tango mussten die beiden einen heftigen Beziehungsstreit vertanzen – und die Darbietung geriet zu einer explosiven Entladung auf der Tanzfläche.
Bereits in den ersten Sekunden knisterte die Luft vor Spannung. Die Choreografie verlangte beiden Darstellern absoluten Körpereinsatz und maximale Expressivität ab. Malika schrie ihren Tanzpartner mitten im Tanz an, beschimpfte ihn mit feuriger Inbrunst als Lügner, und in einem dramatischen Moment flog sogar ein Blumenstrauß quer über die Bühne. Doch die eigentliche Überraschung folgte auf dem Fuße: Aus der inszenierten Wut und dem schroffen Schlagabtausch entwickelte sich eine intensive Annäherung. Als der Tango verklungen war, lagen sich Joel und Malika eng umschlungen in den Armen und kamen sich dabei so nah, dass es um ein Haar zu einem Kuss vor laufenden Kameras gekommen wäre.

Obwohl es letztlich bei einem Beinahe-Kuss blieb, war die Wirkung im Studio gewaltig. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Jurorin Motsi Mabuse konnte sich ein vielsagendes Grinsen nicht verkneifen und feuerte die beiden mit den schelmischen Worten an, dass die Nacht schließlich noch jung sei. Auch Jorge González zeigte sich restlos begeistert von der mitreißenden Inszenierung und lobte den Auftritt in höchsten Tönen als dramatisch, ungemein stark und vollgepackt mit purer Energie. Das Wertungsgericht belohnte diese energiegeladene Glanzleistung folgerichtig mit herausragenden 27 Punkten, die das Paar im oberen Feld etablierten und die brodelnde Gerüchteküche um ihre Verbindung weiter anheizten.
Doch die heitere Euphorie währte nicht lange, denn der Ton im Studio kippte schlagartig, als Entertainer Ross Antony gemeinsam mit Profitänzerin Mariia Maksina das Parkett betrat. Nach ihrem Quickstep zog am Jurypult ein heftiges Gewitter auf. Chefjuror Joachim Llambi zeigte sich von der Darbietung des 51-Jährigen alles andere als überzeugt und ging mit schonungsloser Härte ins Gericht. Ohne Umschweife kritisierte Llambi die unsaubere Fußarbeit und fällte ein vernichtendes Urteil: Für ihn handelte es sich schlichtweg um Ross Antonys schwächsten Tanz seit fünf Ausgaben.
Als Jorge González daraufhin versuchte, die Wogen zu glätten, und die ungebremste Lebensfreude sowie die ansteckende Energie des Sängers lobte, grätschte Llambi sofort unerbittlich dazwischen. Der Chefjuror bestand mit Nachdruck darauf, dass man schonungslos die Wahrheit aussprechen müsse, da alles andere gegenüber den Mitstreitern im Wettbewerb unfair sei. Diese rigorose Haltung rief umgehend Motsi Mabuse auf den Plan. Die Jurorin wies ihren Kollegen energisch in die Schranken und konterte mit deutlichen Worten: Es sei keinesfalls gerechtfertigt zu behaupten, die halbe Darbietung sei aus dem Takt geraten – schließlich befinde man sich hier in einer Unterhaltungsshow und nicht bei der Deutschen Meisterschaft der Tanzprofis.
Die Spaltung am Jurypult schlug sich auch direkt in den Noten nieder. Während Motsi Mabuse und Jorge González jeweils wohlwollende 8 Punkte vergaben, ließ sich Joachim Llambi nach langen Diskussionen lediglich zu mageren 6 Punkten hinreißen. Der verbale Schlagabtausch und der spürbare Druck hinterließen bei den Protagonisten tiefe Spuren.
Nach dem zweiten Tanz entlud sich die enorme Anspannung schließlich komplett. Ross Antony, der als sensibler und emotionaler Publikumsliebling gilt, konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Backstage brach er in den Armen von Moderatorin Victoria Swarovski in Tränen aus und gestand sichtlich ergriffen, von den Eindrücken und der Achterbahnfahrt der Gefühle vollkommen überwältigt zu sein.
Dabei gab es im späteren Verlauf der Sendung allen Grund zum Jubeln und Feiern. Ausgerechnet der sonst so strenge Joachim Llambi, der zuvor noch scharfe Kritik geübt hatte, zückte für die Spitzenleistungen die Höchstnote und hielt begeistert seine legendäre Zehner-Kelle in die Höhe. Motsi Mabuse und Jorge González zogen mit jeweils starken 9 Punkten nach. Es war der krönende Abschluss eines Fernsehabends, der von tiefster Verzweiflung bis hin zum triumphalen Freudentaumel alle Facetten des Showgeschäfts vereinte und bewies, wie eng Triumph und Tragödie auf dem Tanzparkett beieinanderliegen.