Wenn dein Mitbewohner ein Schlachter ist | Der Fall Julie Reilly T
Wenn dein Mitbewohner ein Schlachter ist | Der Fall Julie Reilly

Ich bin mir sicher, wir alle kennen mindestens eine dieser Personen, die einfach gutherzig sind. Genau das, was man eine gute Seele nennen würde. Jemand, der versucht, die Person zu sein, die man sich vielleicht selbst in seinem Leben wünscht. Eigentlich ist das ja genau die richtige Art, um durchs Leben zu gehen.
Wenn alle so wären, dann wäre die Welt sicherlich ein besserer Ort. Umso trauriger ist es, wenn solche Gutherzigkeit ausgenutzt wird und sie auf das unbegreifliche Böse trifft. Auch wenn das neue Jahr schon seit drei Wochen läuft, noch fühlt es sich nicht zu spät an, euch noch mal ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich hoffe, ihr seid gesund und munter reingekommen und hattet einen guten Start.
Dieses Jahr steht einiges an mit dem Release vom Insolito Buch und dem einen oder anderen weiteren Projekt. Ende des Jahres gibt’s wahrscheinlich auch wieder ein Spiel. Trotzdem habe ich es bislang ganz gut hinbekommen, mich an meine neue Jahresvorsätze zu halten. Mit ganz oben auf meiner Liste steht gesund zu bleiben, direkt dahinter bei meiner Ernährung am Ball zu bleiben.
Dazu gehört auch den Zuckerkonsum runterzuschrauben. Verzichten muss ich dabei auf nichts. Bei Holy gibt’s nämlich etweige Getränke komplett ohne Zucker. Stattdessen sind Vitamine, Elektrolyte und Ballaststoffe drin. Und gerade die Hydration Drinks sind für mich nach einem Workout mittlerweile Pflicht.
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So etwas tritt nach einem schweren Sauerstoffmangel auf, beispielsweise infolge eines Herzinfarktes oder einem Kreislaufstillstand. Was genau Judie passiert ist, ist nicht bekannt. Allerdings weiß man, dass sie eine Vorgeschichte mit Drogen hat. Ihre Hypoxie könnte also durchaus damit zusammenhängen. Judie übersteht das Ganze größtenteils glimpflig, aber nicht unbeschadet.
Sie muss sich 2016 fünf Monate lang im Krankenhaus behandeln lassen und natürlich hinterlässt der schwere gesundheitliche Schlag folgen. Nach ihrer Hirnverletzung hat sie erhebliche Probleme mit Erinnerung und für manche Dinge braucht sie nun wesentlich länger. Ihr Reaktionsvermögen funktioniert nun langsamer und auch mit dem Sprechen ist es jetzt schwieriger.
Julie kann zwar immer noch selbständig leben und auch Dinge tun, die ihr Spaß machen, aber natürlich ist sie nun eingeschränkt und kann im Alltag deutlich mehr emotionale und praktische Unterstützung gebrauchen. Es ist einfach alles anders. Trotzdem lässt sich Judie von diesem Schicksalsschlag nicht unterkriegen. Im Gegenteil, für sie scheint das ein Anlass zu sein, ihr Leben rigeros umzukrempeln.
Sie hat schon vor ihrer Krankheit viel durchgehabt. Unter anderem ist ihre erste Tochter bereits im Kleinkindalter krank geworden und gestorben. Das prägt ein natürlich sehr und könnte auch erklären, weshalb Julie zu Drogen gegriffen hat. Darunter wiederum hat das Verhältnis zu ihren weiteren Kindern gelitten. Ihre andere Tochter hat ihre Kindheit weitesgehens bei Julies Mutter verbracht.
Auch als die Tochter selbst erwachsene und Mutter ist, ist das Verhältnis zwischen ihr und Julie deshalb belastet. Das ist ja auch nur logisch. Aber wie gesagt, nach Judys gesundheitlichen Problem will sie versuchen für ihre Familie da zu sein. Die Vergangenheit kann sie nicht ungeschehen machen, aber sie kann versuchen jetzt für ihre Tochter da zu sein.
Und das funktioniert auch ganz gut. Sie sieht ihre Tochter und ihren kleinen Enkelsohn regelmäßig und fühlt sich in ihrer Rolle als Großmutter sehr wohl. Auch der Kontakt mit ihrer eigenen Mutter und ihrer Schwester wird stabiler. Besonders wichtig ist für Julie aber ihre Selbständigkeit, gesundheitliche Einschränkung hin oder her.
Deshalb lebt sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin in ihrer eigenen Wohnung. Die liegt in der Shieldhall Road in Gov, im Stadtviertel von Glasgo Schottland. Die Wohnung ist klein, aber fein. Judi hat alles, was sie braucht, in der Nähe und ist durch eine nah gelegene Bushaltestelle recht mobil. 2017 scheint alles gut zu gehen.
Doch Anfang 2018 verschwindet Julie. Am 6. August benutzt die inzwischen 47-jährige ihre Busfahrkarte zum letzten Mal. Danach verliert sich ihre Spur. Als sie einen Arzttermin nicht wahrnimmt, ruft die Praxis bei Julis Mutter an, die als Notfallkontakt hinterlegt ist. Aber auch Judys Mutter hat länger nichts von ihr gehört.
Also geht es für eine vermissten Meldung zur Polizei. Das Verschwinden der 47-Jährigen wird direkt sehr ernst genommen. Immerhin befindet sie sich aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands in einer vulnerablen Lage. Die erste Theorie ist, dass Judy verwirrt sein könnte und nicht mehr zurück nach Hause findet. Also sucht man in Glasgow Go Govin mit Spürhunden, Helikoptern und Suchmannschaften.
Leider alle ohne ein Ergebnis. Zuerst macht das Julis Familie sogar Hoffnung. Denn wenn es draußen nirgendwo eine Spur von ihr gibt, dann bedeutet das doch im Umkehrschluss, dass sie irgendwo drin sein muss. Vielleicht in einem Haus, an dem es warm und sicher ist. Vielleicht ist Julie wirklich einfach verwirrt und irgendwo untergekommen.
Klar, das wäre auch schlimm, aber noch immer besser als die Worst Case Option, die natürlich auch immer im Hinterkopf sind. Durch ihre Krankheit hat Julie regelmäßige Arzt- und Beratungstermine. Die hält sie eigentlich auch immer penibel ein. Sie notiert in ihrem kleinen schwarzen Tagebuch immer ganz genau, wann sie wo sein muss und was ihr bei den Termin geraten oder verschrieben wird.
Für Judie ist dieses Tagebuch noch wichtiger als für die meisten von uns der Terminkalender. Während viele von uns das Glück haben, Termine auch im Hinterkopf zu haben, war das für Julie einfach nicht mehr möglich. Man kann sagen, sie war auf ihr Tagebuch angewiesen. So größer ist die Sorge, als Julie Termino unentschuldig nicht wahrnimmt.
Später findet man das Tagebuch auch in ihrer Wohnung. Das ist natürlich kein gutes Zeichen. Als Wochenvergehen, ohne dass man Judy findet, kommt es zu weiteren Erkenntnissen, die Anlass zur Sorge geben. Denn am 6. Februar 2018 war Julie nicht nur mit dem Bus unterwegs. Die Polizei kann Aufnahmen von Überwachungskameras verschiedener Geschäfte sicherstellen.
Deshalb weiß man, dass Julie an diesem Tag in einer Aldi Filiale auf der Pacy Road West in Glasgow einkauft. Der Aldi ist etwa 2 Kilometer von Julis Wohnung entfernt. Mit dem Bus bräuchte sie ungefähr 11 Minuten dorthin. Allerdings ist Jud bei ihrem Einkauf nicht allein. Wie eben erwähnt, hatte Julis Mutter schon länger nichts mehr von ihrer Tochter gehört.
Und dafür war ein Streit, den die beiden im Dezember 2017 hatten, also anderthalb bis zwei Monate vor Julies Verschwinden. Damals hat Julie ihrer Mutter nämlich am Telefon eröffnet, sie habe jetzt einen Untermieter. Sie sei mit dem Mann schon länger befreundet. Nun habe er sich von seiner Freundin getrennt und sei auf der Suche nach einer neuen Wohnung.
Solange könnte er bei Julie wohnen, haben sich die beiden überlegt. Im Gegenzug könnte er sich um Julie kümmern. Wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkung kann sie im Alltag gut Hilfe gebrauchen. Beim Haushalt, bei der Medikamenteinnahme, bei Arzttermin und so weiter. Eigentlich klingt das ja erstmal nach einer ganz guten Regelung.
Doch Julis Mutter hatte von Anfang an ein schlechtes Bauchgefühl. Das hat sie Julie auch am Telefon gesagt. Sie wusste ja, dass die 47-jährige kognitive Probleme hatte. Noch dazu erscheint ihr Julie nach ihrer gesundheitlichen Odyssee zu leichtgläubig. Es wirkt als wolle Julie nach ihrem Schicksalsschlag nun einfach das Beste im Menschen sehen und ihre Türen und ihr Herz öffnen.
Dass Julie als Mutter nicht immer ihren Verpflichtungen nachgekommen ist, hat sie natürlich beschäftigt. Vielleicht wollte sie einfach die nächsten Liebe nachholen, die sie lange nicht geben konnte. Julies Mutter warnt sie am Telefon. Der Mann wolle sie wahrscheinlich nur ausnutzen, aber Julie hält dagegen. Ihr Kumpel Andrew Wallace sei ein aufrichtiger Kerl.
Der gelernte Schlachter sei auf jeden Fall vertrauenswürdig. Mit dieser Meinungsverschiedenheit gehen Mutter und Tochter auseinander. Wenige Wochen später ist Julie verschwunden und das letzte Lebenszeichen von ihr sind diese Überwachungskameraufnahmen aus der Aldi Filiale. Der Mann, der mit ihr dort einkauft, ist ihr Mitbewohner Andrew.
Und als die Polizei von ihm erfährt, will sie natürlich unbedingt mal mit ihm sprechen, vor allem nachdem Julis Wohnung vorensisch untersucht wird. Auf den ersten Blick sieht alles ganz normal aus. Alles ist hübsch hergerichtet. Es gibt das typische Alltagschaos, aber sonst nichts ungewöhnliches, aber eben nur auf den ersten Blick.

Zum Glück gibt es ja die Profis aus der forensischen Abteilung. Bei genauerem Hinsehen findet man nämlich mehrere winzige Blutflecken. Sie sind nicht alle auf einem Haufen, sondern verteilt. Es kann also erstmal auch sein, dass es einfach alte Blutflecken aus dem Alltag sind, die nicht gut genug weggeputzt wurden, denn die Spuren sehen verschmiert aus, vielleicht etwas verwischt, vielleicht ein Missgeschick beim Obst schneiden hier, ein scharfes Papier an der Fingerspitze da. solche Sachen eben.
Aber auch in der Trommel von Judis Waschmaschine sind Blutflecken. Das nährt bei der Polizei natürlich einen schlimmen Verdacht, den ihr gerade sicherlich auch schon habt. Vor allem als man sich das Kameramaterial aus der Aldiale und weiterer Supermärkte genauer anschaut. Denn am 14. Februar hat Julis Mitbewohner Andrew ihre Bankkarte benutzt, um in einem Astra Supermarkt einzukaufen.
Später hat er dasselbe auch noch mal in der Aldi Filiale gemacht, in der am Tag von Julis Verschwinden mit ihr war. Ich muss euch wohl nicht erzählen, dass er spätestens damit der Verdächtige Nummer 1 ist. Aber noch ist Julia nicht gefunden, weder lebend noch tot. Und deshalb gibt es auch noch immer Hoffnung und die Uhr zickt. In gewisser Weise hat die Polizei dadurch, dass Andrew Wallace Julies Bankkarte benutzt hat, nun aber sogar einen Vorteil.
Man kann ihn deshalb festnehmen und erstmal in uhhaft stecken. Das verschafft der Polizei wertvolle Zeit, um sich den Mitbewohner von Julie mal genauer anzusehen und um die Wohnung noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei einer zweiten Durchsuchung findet man tatsächlich noch mehr Blut und das lässt nichts Gutes vermuten.
Ein recht großer Blutfleck kommt zum Vorschein. Er wurde so gut es geht weggewischt und dann mit einem Teppich überdeckt. Aber bei dieser zweiten forensischen Untersuchung kann man den Fleck sichtbar machen. Es war nämlich so viel Blut, dass es tief in den Holzboden in Julies Wohnung gesickert ist. Als man das Ganze noch mit Luminol untersucht, wird das schreckliche Ausmaß deutlich.
Man sieht ganze Fußabdrücke und damit die sichtbar sind, muss die Menge an Blut gewaltig gewesen sein. Dass sie nicht mehr im Leben ist, liegt spätestens jetzt leider auf der Hand. Doch wo ist Julie? Was hat der Mörder mit ihrem Körper gemacht? Einen wichtigen Anhaltspunkt liefert ein Zeuge, der sich nach einem Fahnungsaufruf bei der Polizei meldet.
Er ist ein Kumpel von Andrew. Beim Besuch habe Andrew sich nicht nur merkwürdig verhalten, sondern auch einen großen Koffer bei sich gehabt. Auf Nachfrage habe Andrew behauptet, darin sei ein totes Reh. Er ist versehentlich mit seinem Auto überfahren und in den Koffer gesteckt. Nun würde er planen, das Fleisch bei einer Schlachterei zu verkaufen.
Das hat der Kumpel erstmal nicht bei der Polizei gemeldet. Vielleicht hat er Andrew geglaubt, aber das wäre schon komisch, denn eine Woche vorher hat Andrew folgendes zu ihm gesagt: “Ich habe eine Fotte ermordet und dass er eine Leiche loswerden müsste.” Diese Worte weisen parallelen zu Andrews digitalen Daten auf. Mit seinem Handy hat Andrew gegoogelt: “Schnelle und fatale Messerstiche und jemand mit einem Messer umbringen.
” Zudem hat er im Playstore nach einer Antiracker App gesucht. Auf seiner Festplatte findet man zahlreiche Fotos von Jagdmessern, einige davon mit Blut darauf und ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie Knochen durchtrennt werden. Die Polizei zählt eins und eins zusammen und startet eine große Suche nach herrenlosen Koffern in ganz Glasgow.
Man befürchtet, Andrew habe darin den Leicht von Julie aufbewahrt, oder? Teile davon, denn der Wohnung war auch für einen mutmaßlichen Mord außergewöhnlich viel Blut. Andrew hat sich explizit nach der Zeit Heilung von Knochen erkundigt und er war Schlachter. Das alles spricht leider dafür, dass man von Julie womöglich nur noch Teile finden wird.
Die Polizei geht zahlreichen Tipps zu gefundenen Koffer nach. Immer wieder müssen Beamte ausrücken, Fundstellen absperren und gefundene Koffer öffnen. Immer mit der Befürchtung, dass sich darin vielleicht Julis Überreste befinden. Doch obwohl es weit über 20 verschiedene Tipps gibt, ist kein Koffer dabei, in dem sterbliche Überreste liegen.
Inzwischen wird Andrew natürlich auch verhört. Von Anfang an gehen sie offensiv damit um, dass sie wissen, dass er Julia ermordet hat, um ihn so unter Druck zu setzen. Aber auf jeder einzelne der zahlreichen Fragen antwortet Andrew mit denselben zwei Worten: “No comment, kein Kommentar.” Aber kein Kommentar ist auch kein Kommentar.
Und Andrew wird offiziell ein zweites Mal verhaftet, diesmal wegen Mordverdachts. Unterdessen geht die Suche nach Julies Überresten weiter. Es ist der 19. April 2018. Julis Verschwinden ist mehr als zwei Monate her. Andrew Wallace sitzt noch immer in Untersuchungshaft, aber bis auf No Commons hat er noch immer nichts gesagt. Natürlich macht man sich immer noch Sorgen um die 47-jährige Julie und sucht nach ihr, aber trotz allem muss der Alltag ja auch irgendwie weitergehen.
So auch in der Gegend, in der Jud bis zu ihrem Verschwinden gelebt hat. Mit dem April ist auch das Frühlingswetter da. Einer der Anwohner nutzt die ersten Sonnenstrahlen, um seinen Garten fit für den Frühling zu machen. Die verschwundene Frau aus der Nachbarstraße denkt er in diesem Vormittag wahrscheinlich nicht.
bisher an Stelle von Unkraut etwas ganz anderes entdeckt, nämlich ein Knochen. Ein Knochen mit Fleischresten dran. Ein Knochen, der nicht so aussieht, als Stamm er von einem Tier. Wie die Polizei feststellen kann, handelt es sich um einen Oberschenkelknochen. Bei forensischen Untersuchung kann er zweifellos Julie Riley zugeordnet werden.
Damit ist jetzt ganz sicher, was schon seit zwei Monaten befürchtet wurde. Die 47 Jahre alte Julie lebt nicht mehr und Andrew hat ihre Leiche zerteilt. Offenbar hat er die Überreste an verschiedenen Orten abgelegt. Man findet in einem anderen Garten einen weiteren Teil von Julis Beike. Andere Teile ihres Körpers bleiben jedoch verschwunden.
Dennoch ist nun ohne jeden Zweifel bewiesen, dass Julie Riley nicht mehr am Leben ist und damit kann Andrew Wallace nun wegen des Mordes an ihr angeklagt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass er inzwischen 41-jährige vor Gericht steht. Das erste Mal wurde er schon 1992 im Alter von 15 Jahren angeklagt und verurteilt und zwar ebenfalls wegen Mordes.
Erst mit der erneuten Anklage 2018 kommt heraus, dass Julies vermeintlich netter Mitbewohner ein verurteilter Mörder ist. Er hat damals als Teenager eine Frau namens Caroline Peker umgebracht. Die genauen Umstände dazu sind nicht bekannt. Wegen seines jungen Alters hat Andrew nur eine geringe Strafe bekommen. In seinen 20ern war er wieder ein freier Mann und hat eine neue Chance bekommen.
Die hat er offenbar nicht genutzt, denn am 4. Februar 2019 sitzt er wieder auf der Anklagebank, fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Verschwinden von Julie Riley. Auch wenn viele ihrer Körperteile nach wie vor fehlen und es keine forensischen Beweise gibt, sind die Indizien eindeutig. Julies Familie blickt den Prozess trotzdem unruhig entgegen, denn seit seiner Verhaftung hat Andrea keinen Kommentar zur Sache abgegeben.
Er hat auch nicht verraten, wo Julies weitere Überreste sind. Die Familie macht sich Sorgen, dass die Indizienkette vielleicht doch zu dünn ist und man Andrew Wallace am Ende sogar freisprechen muss. Doch überraschenderweise geht alles ganz schnell. Vor Gericht gesteht Andrew Wall den Mord an Julie. Er gibt nicht Preis, weshalb er die 47-Jährige umgebracht hat.
Aber das ist für Julies Angehörige sowieso eher zweitrangig, denn jede Begründung von Andrew wäre für sie unverständlich und scheinheilig. Ihre Familie kennt Julia und wusste, wie gutherzig sie war. Sie hätte alles für jeden getan. Ein Motiv sie umzubringen hätte es einfach nicht geben können. Vielmehr sehen Sie Andrew Wallace als eine bösartige Person, die keinen Grund, kein Auslöser und kein Motiv brauchte, um dieses furchtbare Verbrechen zu begeben.
Der 41-jährige wird von einem Gericht zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 28 Jahren verurteilt. Nach dem Schuldspruch fleht Julies Familie den Mörder förmlich an, zu verraten, wo die weiteren Überreste von Julie sind. Die Angehörigen wollen unbedingt einen würdigen Abschied von ihr. Sie müssen nach dem Urteil noch einige Wochen warten, doch im März 2019 ist es soweit.
Andrew Wallace verrätt der Polizei, wo der gesuchte Koffer ist. Bei den Ermittlungen 2018 hatte die Polizei mit einem Straßenraster gearbeitet, um den Suchradius einzugrenzen. Tatsächlich lag der Koffer die ganze Zeit nur eine Straße außerhalb des Rasters. Offenbar wurde ein Jahr lang von niemandem bewegt und das ist auch gut so, denn als am 6.
März 2019 vorensika ausrücken. Ist der Anblick auch für erfahrene Mittler eine Herausforderung. In einem Koffer an einer verwilderten Häuserecke in Kesnok findet man tatsächlich Julis Torso und ihren Kopf. Die Ermittler fahren vom Fundort aus direkt zu Julis Mutter und Schwester, um ihn die Nachricht zu überbringen.
Als der leiten Ermittler sagt, dass die Überreste nun beisammen sind, fällt Julies Schwester ihm weinend um den Hals. Sie wiederholt dabei immer wieder einen Satz. Sie ist wieder zu Hause. Damit sind wir am Ende des heutigen Videos. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne mal in die Kommentare. Kann mir vorstellen, dass viele von euch ähnlich geschockt sind wie ich.
Vor allem davon, dass Andrew Wallace nie auch nur einen Motivpreis gegeben hat. Niemand hat es verdient, der Art grausam aus dem Leben gerissen zu werden. Und dass es bei Julie passiert ist, als sie gerade dabei war, Ordnung ihr eigenes Leben zu bringen, macht das Ganze nur noch tragischer. Julis Familie hat übrigens an einer BC Doku zu dem Fall mitgewirkt.
Sie begleitet den Start der Ermittlung bis zum Ende. Nach der Doku hat die Familie viele Zuschriften von Zuschauern bekommen, die ihn sehr bei der Verarbeitung von Julis Tod geholfen hab. Julis Tochter schreibt dazu: “Ich bin überwältigt von der Wirkung, die das auf uns alle hatte und ich weiß eure lieben Worte sehr zu schätzen.
” Schreibt mir eure Gedanken zu diesem Fall gerne in die Kommentare. Ganz nebenbei unterstützt ihr so auch den Kanal und helft dabei, dass weitere Videos wie dieses hier produziert werden können. Sollt ihr mich noch weiter unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patrick. Den Link dazu, wie den Link zu meinen anderen Socials wie Instagram oder Discord, findet ihr in der Infobox.
Ansonsten gibt’s nicht mehr viel zu sagen. Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute. เ M.