ERSCHLAGEN IN DER EIGENEN KÜCHE … Was geschah nachts im Haus von Teresa Sievers ? T
ERSCHLAGEN IN DER EIGENEN KÜCHE … Was geschah nachts im Haus von Teresa Sievers ?

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Als die 46 Jahre alte Theresa Seers am Morgen des 29. Juni 2015 nicht wie sonst üblich an ihrem Arbeitsplatz erscheint, machen sich ihre Angestellten direkt Sorgen. Denn Dr.
Siers, die seit vielen Jahren eine eigene Praxis für ganzheitliche Medizin in der kleinen Stadt Estero im Südwesten von Florida betreibt, war absolut zuverlässig. Und dass sie Montag morgens einfach nicht zur Arbeit kommt, ohne irgendjemanden Bescheid zu sagen, war nicht nur ungewöhnlich, sondern auch direkt besorgniserregend, denn so etwas ist in der Vergangenheit noch nie vorgekommen.
Doch es gibt einen Grund für Theresa Siebers Abwesenheit an diesen Montagmgen. Denn während ihrer Familie und ihre Angestellten versuchen, sie zu erreichen, liegt die 46-jährige bereits seit Stunden tot in der Küche ihres Hauses in Bonita Springs. Der Tatort spricht für ein extrem gewalttätiges Verbrechen und die Verletzungen an Teresa Svas Körper zeigen deutlich, dass sie auf brutalste Art und Weise angegriffen und dann in ihrer Küche ermordet worden sein muss.
Sofort beginnt man auf Seiten des Lee County Sheriffs Office mit den Ermittlungen. Niemand kann sich erklären, wer der allseits beliebten Ärztin und Mutter von zwei kleinen Kindern, die in ihrer Heimatstadt Bonita Springs nicht nur äußerst angesehen, sondern aufgrund ihrer Arztpraxis auch durchaus sehr bekannt war, etwas hätte antun wollen, noch dazu auf diese Art und Weise.
Teresa Sers führte zum Zeitpunkt ihres Todes ein scheinbar stabiles Leben. Sie war seit über 12 Jahren mit ihrem Ehemann Mark Sivers verheiratet, hatte zwei kleine Töchter, ein neu gebautes Haus. Sie war sozial und gesellschaftlich sehr engagiert. Alles schien bestens in Ordnung zu sein. Wer also könnte ein Motiv gehabt haben, Theresa Sivers auf so grausame Art und Weise das Leben zu nehmen? Genau darüber sprechen wir in meinem heutigen Video.
Und meine Lieben, ich sage es gleich am Anfang mit dazu, dieser Fall ist wieder einmal sehr groß, sehr komplex und es gibt viele, so scheint es, kleine Details, die aber am Ende äußerst wichtig sind, um sich ein Bild von diesem gesamten Fall überhaupt machen zu können. Und ganz genau darum werde ich jetzt auch oder habe ich zumindest versucht diesen Fall so aufzubauen, dass wir Schritt für Schritt vorgehen und ihr soweit mir das möglich war alle Informationen habt, um am Ende euch eine Meinung bilden zu können. Und mit all dem fangen wir, ihr
wisst es wie immer ganz am Anfang an. Theresa Ann Grace Trottenham kam. November 1968 in Derby, einer Stadt im Südwesten von Connetic zur Welt. Kurz nach ihrer Geburt trennten sich ihre Eltern, was zurfolge hatte, dass Theresa zusammen mit ihren drei Geschwistern im Haus ihrer Mutter Mary Ann aufwuchs und dort auch ihre Kindheit und Jugend verbracht hat.
Bereits in der sechsten Klasse wusste Teresa und äußerte ihrer Familie gegenüber wohl auch immer wieder, dass sie später einmal Ärztin werden will. und ehrgeizig, entschlossen und zielstrebig wie sie war, arbeitete Teresa genau auf dieses Ziel während ihrer gesamten Schulzeit auch konsequent hin. Und dort stach sie nicht nur durch ihre hervorragenden Leistungen, sondern vor allen Dingen auch durch ihren Klan Fokus heraus.
Denn wenn sie sich etwas vorgenommen hatte, etwas erreichen wollte, konnte sie nichts und niemand davon abbringen. Nach ihrem Schulabschluss an der Asonia Highchool in Connecticut, den Theresa 1989 als Jahrgangsbeste absolviert hat, nimmt sie zunächst ihr Biologiestudium an der Fairfield University auf und beginnt nebenbei auch erste praktische Erfahrungen im medizinischen Umfeld zu sammeln.
Unter anderem arbeitet sie als Pflegeassistentin in einem Krankenhaus, was ihren Wunsch Ärztin zu werden, nur noch weiter verstärkt hat. Teresa besucht dann Anfang der 90er Jahre die Ross University School of Medicine, wo sie ihr Medizinstudium 1996 erfolgreich abschließt und im Anschluss daran ihre Facharstausbildung an der Universität von Gainsville in Florida absolviert.
Und Teresa hat ihre Zeit in diesem Bundesstaat wohl ganz besonders genossen, denn die Kälte ihrer Heimat New England war ihr anscheinend schon immer zu wieder gewesen, weswegen sie das warme und angenehme Klima im Sunshine State Florida sehr zu schätzen wusste und sich darum dann auch nach ihrer Facharztausbildung in Gainsville dazu entschlossen hat, dort zu bleiben.
Zwischen 1996 und den frühen 2000er Jahren arbeitete Theresa zunächst im Bereich der inneren Medizin. Jedoch hat sie mit der Zeit wachsendes Interesse an alternativen Heilmethoden entwickelt und sich darum auch zunehmend immer mehr einem ganzheitlichen Ansatz zugewandt, überzeugt davon, dass echte Heilung nur dann möglich ist, wenn Körper und Geist zusammen betrachtet werden.
Und auch außerhalb der Medizin war Teresa schon sehr früh sozial engagiert. So z.B. unterstützte sie eine Unterkunft für junge Mütter und Frauen in schwierigen Lebenssituationen und galt sowohl privat als auch in Fachkreisen als eine Frau, die sich mit echter Überzeugung und spürbarer Energie ihren Projekten und auch ihrer Arbeit gewidmet hat.
Man kann also an dieser Stelle durchaus festhalten, dass Theresa Trottenham zumindest erst einmal in beruflicher Hinsicht nach ihrem Studium und auch nach ihrer Fachartausbildung äußerst engagiert, ehrgeizig und mit voller Überzeugung ihren Weg weiterging. Und in ihrem Freundes und bekannten Kreis galt sie als aufmerksam und offen, als eine Frau mit Haltung, als jemand, der sich ehrlich und aufrichtig um Menschen sorgt und sich kümmern will.
Jedoch Theresa konnte auch durchaus sehr energisch und direkt sein. Um den heißen Brei herum zu reden, war wohl so gar nicht ihre Art. Theresa nannte die Dinge stets beim Namen und sprach sowohl gegenüber ihrer Familie als auch gegenüber ihren Freunden und später gegenüber ihren Angestellten und auch ihren Patienten stets klar aus, was sie dachte, auch auf die Gefahr hin, dass sie dabei möglicherweise einmal übers Ziel hinausschießen oder auch anecken könnte.
Und neben ihrem beruflichen Erfolg sollte sich für Theresa jetzt auch ganz bald privat etwas grundsätzlich verändern, denn im Jahr 2003 lernt sie über eine Freundin ihren zukünftigen Ehemann Mark Severs kennen. Mark, der zu dieser Zeit eigentlich in Missouri gelebt hat, ist zu Besuch bei seiner Schwester in Florida und so laufen sich er und Theresa zum ersten Mal über den Weg.
Man lernt sich kennen und dann geht alles auch recht schnell. Die beiden verlieben sich und noch imselben Jahr 2003 wird dann auch geheiratet. Vor romantischer Kulisse gibt man sich zu den Klängen von Wind Beneath My Wings am Strand von St. Petersburg bei Sonnenuntergang, das Jawort. Und auch nach der Hochzeit geht es in ähnlich schnellem Tempo weiter.
Das Paar zieht gemeinsam nach Bonita Springs, einer kleinen Stadt im Südwesten von Floridor, wo man sich in einem wunderschönen neugebauten Haus an der Jarvis Road in mitten einer typischen Vorstadtsiedlung niederlässt. Und auch in den jetzt kommenden Jahren passiert im Leben der Siers so einiges, denn Mark und Theresa gründen nicht nur eine Familie.
Theresa baut sich auch ihre eigene Praxis auf. Das Paar bekommt in den folgenden Jahren zwei gemeinsame Kinder. Zunächst ihre älteste Tochter Josephine, die von allen aber nur Josy genannt wurde. Und dre Jahre später kommt dann Camilla, die den Spitznamen Carmy bekommt zur Welt. Und die Mädchen waren, wie man sich vorstellen kann, das Wichtigste in Theresas Leben.
Und die Menschen, die ihr in dieser Zeit nahe standen, beschrieben sie als unheimlich liebevolle und fürsorgliche Mutter. Jedoch parallel zu ihrem Familienleben wagt Theresa Sivers jetzt auch beruflich den nächsten Schritt und dabei stand ihr, ihr Ehemann Mark, von Anfang an zur Seite. Gemeinsam eröffnet das Paar nämlich im Jahr 2006 Teresas erste eigene Praxis im Restorative Health and Healing Center, einem modernen Geschäftsgebäude im Nachbarort Estero, ca.
10 km von ihrem Zuhause in Bonita Springs entfernt. Und auch wenn Mark Sivers anders als seine Frau keine medizinische Ausbildung hatte, so hat er sie wie gesagt von Anfang an bei der Umsetzung dieses großen Projektes unterstützt und die beiden galten auch als absolutes Traumpaar. Nach der Eröffnung dieser Praxis übernahm Mark z.B.
die komplette Verwaltung. Er regelte Termine, organisierte Abläufe im Hintergrund, um seiner Frau den Rücken freizuhalten. Und gleichzeitig war Mark Sivers allen Dingen in der Anfangszeit nach der Eröffnung der Praxis auch derjenige, der sich erst einmal vorrangig um seine beiden Töchter gekümmert und den Alltag der Kinder strukturiert hat, während Teresa den Spagat zwischen Beruf und Familie, so schien es mit beeindruckender Leichtigkeit meistern konnte.
Und dieser Zusammenhalt von Mark und Theresa zahlte sich auch bald aus, denn die Praxis lief gut an. Aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes, was ihre Arbeit als Ärztin anging, hatte Teresa Sie schnell großen Erfolg mit ihrer Praxis. Sie hat bald ein Team von festen Mitarbeitern und Angestellten um sich herum aufgebaut und ihre Patienten beschrieben Dr.
Savers später als warmherzig, aufrichtig, aber eben auch als sehr ehrlich und direkt. Und wenn man sich das alles jetzt mal von außen so anguckt, könnte man durchaus zu dem Schluss kommen, dass es für die Siebes ja nicht besser hätte laufen können. Man führt scheinbar eine gute Ehe, hat ein schönes Zuhause, eine wundervolle Familie mit zwei zauberhaften Töchtern, eine gutgehende Arztpraxis, in der man zusammenarbeitet als Paar, an einem Strang zieht und sich gegenseitig stets den Rücken frei hält.
Doch das Leben, das so erfüllt und geordnet scheint, sollte für Theresa Sers bald ein grausames Ende finden. Als 2015 nachts plötzlich jemand in ihr Haus kommt, sie brutal angreift und tötet. Im Juni 2015 machen die Siers Urlaub bei Teresas Familie in New York. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Mark und ihren beiden Töchtern Josie und Ky verbringt Theresa einige Tage bei ihren Verwandten.
Bei dieser Gelegenheit feiert man auch den 75. Geburtstag ihrer Mutter. Man trifft auf Verwandte, Bekannte. Theresa sieht dort auch ihre Geschwister und man hat eine gute Zeit. Ursprünglich war geplant, dass die Familie bis zum 4. Juli in New York bleiben wird. Jedoch war bereits zuvor vereinbart worden, dass Theresa früher als ihr Mann und ihre beiden Töchter, nämlich bereits am Sonntag den 28.
Juni, alleine zurück nach Hause nach Florida fliegen wird, um am Montag 29. Juni wieder in ihrer Arztpraxis anwesend zu sein. Das heißt also, für Theresa Siebers endete dieser kurze Urlaubstrip nach New York schon einige Tage früher als für ihren Mann und ihre Kinder. Am Sonntagabend den 28.
Juni 2015 wird sie jetzt genau darum auch von ihrem Ehemann zum New Yorker Flughafen Lagia gebracht. Das Paar verabschiedet sich und Theresa steigt kurze Zeit später in ihr Flugzeug, das dann gegen 23 Uhr am International Airport in Fort Meers im Südwesten von Florida landet. Dabei wird Teresa Sie auch kurz nach der Landung von mehreren Überwachungskameras aufgezeichnet, wie sie mit ihrem Rollkoffer durch das Terminal geht und ihre Telefondaten werden später zeigen, dass sie etwa um diese Zeit auch noch einmal mit ihrem Mann Mark in New York
telefoniert hat, um ihm mitzuteilen, dass das Flugzeug sicher gelandet und sie gut angekommen ist. Nach dem Telefonat mit ihrem Mann steigt Theresa jetzt am Flughafen in ihren Wagen, den sie bereits bei ihrer Abreise dort hat stehen lassen und macht sich auf den Weg nach Hause nach Bonita Springs, wo sie dann nach einer Fahrt von ca.
25 bis 30 Minuten auch ankommt. Es ist eine warme laue Sommernacht, als Theresa Sers um kurz vor Mitternacht im ruhigen Wohnviertel an der JIS Road ankommt, ihr Auto in der Garage parkt, aussteigt und dann mit ihrem Koffer in der Hand das Haus betritt. Es ist der nächste Morgen, Montag, 29. Juni 2015. Und wir erinnern uns noch einmal zurück, der Grund, warum Teresa Sers ihren Urlaub in New York einige Tage vor ihrem Mann und ihren Kindern abgebrochen und alleine zurück nach Florida geflogen ist, war, weil ihr Praxisurlaub zu Ende war und
sie an diesem heutigen Montagmgen um 9 Uhr bereits wieder den ersten Termin mit einem Patienten hatte. Doch genau dort in ihrer Arztpraxis taucht sie jetzt nicht auf, was absolut ungewöhnlich für die sonst so zuverlässige unpflichtbewusste Ärztin war und darum auch direkt besorgniserregend für ihre Angestellten gewesen ist.
Nachdem mehrere Versuche durch ihre Arzthelferinnen Theresa telefonisch zu erreichen gescheitert sind, rufen die Angestellten in der Praxis jetzt Mark Siebers an, der sich zu diesem Zeitpunkt mit seinen beiden Kindern nach wie vor in New York aufhält. Und nachdem auch Mark seine Frau nicht erreichen kann und sie auf keine seiner Nachrichten reagiert, kontaktiert er einen seiner Nachbarn, einen Mann namens Mark Peteis und bittet ihn darum nach Teresa zu sehen. Und Dr.
Mark Petrides, der neben einem Nachbarn und einem Freund der Familie auch ein Kollege von Theraresa Sivers gewesen ist, macht sich jetzt auch auf Marx Bitte hin direkt auf den Weg zum Haus. Und Dr. Petries hat später berichtet, dass er am Haus ankam, für ihn zunächst alles ganz normal ausgesehen hat und er darum auch erst einmal zur Eingangstür ging, geklingelt und geklopft hat.
Jedoch hat ihm niemand geöffnet. Abgesehen von der vorderen Eingangstür am Haus der Siers gibt es noch einen anderen Weg ins Haus hineinzukommen, nämlich durch die Garage. Doch um diese Garage öffnen zu können, benötigt man einen Code. Erst wenn dieser eingegeben wird, geht das Garagentor auf. Doch Dr. Petriides, der also jetzt nach Teresa Severs schauen möchte, kennt diesen Code zur Garage nicht.
weswegen er also noch einmal Mark in New York anruft und ihn darum bittet, ihm diesen Garagencode zu geben, dass er ins Haus kommt. Und genau das macht Mark Sie jetzt auch. Dr. Petriides gibt also den Code ein, das Garagentor öffnet sich und er geht ins Haus. Und wenige Augenblicke später findet er dort Theresa Severs Blut überströmt auf dem Fußboden in der Küche im Erdgeschoss vor.
Mark Petrides ruft jetzt daraufhin sofort die 911 und nur Minuten später erreichen die ersten Polizisten des Lee County Sheriffs Office in Begleitung des Notarztes das Haus an der Jarvis Road. Die 46 Jahre alte Theresa Sivers liegt mit dem Gesicht nach unten. Mitten in ihrer Küche. Um sie herum alles voller Blut.
Neben ihr auf dem Fußboden finden die Polizisten einen Hammer, mit dem Theresa ganz offensichtlich angegriffen und geschlagen worden sein muss, dass sich an dem Hammer Blut und einige Haare befinden. Während Mark Sivers nach wie vor in New York jetzt durchs Telefon davon erfährt, dass man seine Frau tot im gemeinsamen Haus aufgefunden hat, macht sich zeitgleich die Spurensicherung an ihre Arbeit.
Abgesehen von der Küche fand man wohl in keinem anderen Raum dieses Hauses Spuren auf einen Kampf geschehen, weswegen die Polizei direkt davon ausging, dass Theresa in ihrer Küche attackiert und dort auch getötet worden ist. Die Tatsache, dass das Blut um sie herum auf dem Fußboden und auch das Blut an der mutmaßlichen Tatwaffe, also dem Hammer, zum Teil bereits getrocknet war, ließ den Schluss zu, dass der Angriff auf sie schon viele Stunden zurücklag und sehr wahrscheinlich direkt erfolgte, als sie um die Zeit um Mitternacht herum ihr
Haus betrat. Außerdem trug Theresa beim Auffinden in der Küche noch dieselbe Kleidung, die sie auf den Videoaufnahmen des Flughafens anhatte. Das bedeutet, dass sie nach ihrer Ankunft zu Hause offensichtlich noch nicht einmal mehr Zeit hatte, sich umzuziehen, bevor sie jemand in ihrer Küche mit dem Hammer niederschlug.
Und die Tatsache, dass man weder am Tatort in der Küche, noch an der mutmaßlichen Mordwaffe, dem Hammer, fremde DNAspuren oder auch Fingerabdrücke sichern konnte, spricht zumindest erst einmal für eine gewisse Vorbereitung oder auch Planung dieser Tat auf Seiten des oder der Täter. An einer Seitentür des Hauses findet die Forensik jetzt als nächstes Spuren, die auf den ersten Blick so aussehen, als hätte jemand versucht, sich von außen Zutritt verschaffen zu wollen.
Der Türrahmen weist Kratz und Hebelspuren auf. Jedoch das Schloss an sich war nach wie vor intakt und die Tür auch verschlossen, was darauf hindeutet, dass zwar jemand offenbar versucht hat, auf diesen Weg ins Haus hineinzukommen, jedoch damit nicht erfolgreich war, oder aber jemand wollte es nur nach einem Einbruch aussehen lassen.
Und genau dafür, dass es jemand nur so aussehen lassen wollte, spricht auch die Tatsache, dass im Haus selbst nichts gestohlen wurde. Schmuck Wertgegenstände. Teresas Handtasche mit ihrem Geldbeutel und ein Safe, in dem sich 40.000 000$ Bargeld befanden. All das war beim Eintreffen der Polizei und der Spurensicherung noch im Haus zu finden.
Und dazu kamen noch mehrere TV-Geräte, Mobiltelefone, Laptops. Also mit anderen Worten alles Dinge, die man zu Geld hätte machen können, wenn es darum gegangen wäre, wenn es sich hier tatsächlich um einen Einbruch und einen anschließenden Raub gehandelt hätte. Doch das war ganz offensichtlich nicht der Fall, denn der Angriff auf Theresa Seavers wirkte wohl auf die Ermittler vor Ort geplant, gezielt und vor allen Dingen persönlich.
Der oder die Täter waren offenbar gut vorbereitet. Sie trugen sehr wahrscheinlich Handschuhe, wenn man den Mangel an fremder DNA in der Küche und auch die nicht vorhandenen Fingerabdrücke auf dem Hammer bedenkt. die Art und Weise, die Brutalität dieses Angriffs an sich, die Vielzahl der Schläge, die Wahl der Waffe. All das ließ die Polizei wohl schon früh vermuten, dass es sich bei dem Motiv für den Mord an Teresa Seavers nicht um einen klassischen Raub oder einen Einbruch, sondern um ein gezieltes Tötungsdelikt gehandelt hat. Nichts im
Haus war durchwühlt worden, keine Wertsachen fehlten und es gab keine Anzeichen dafür, dass der oder die Täter nach etwas gesucht haben. Alles deutete darauf hin, dass Theresa kein Zufallsopfer war, sondern dass es bei dieser Tat ganz klar um sie ging. Die offizielle Todesursache von Theresa Seves war, wie man jetzt kurze Zeit später bei der Autopsie feststellen wird, schwere stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf infolge multipler Schläge mit einem Hammer.
In der Gerichtsmedizin wird man feststellen, dass ihr mindestens 17 mal auf den Kopf geschlagen wurde und zwar mit so erheblicher Wucht, dass ihr Schädel dabei gleich an mehreren Stellen brach und sie massive Gehirnverletzungen davon trug. Außerdem fand man an Theresas Armen Abwehrverletzungen, die darauf hingedeutet haben, dass sie zumindest kurz sehr wahrscheinlich, nachdem sie der erste oder die ersten Schläge getroffen haben, noch versucht hat, weitere Schläge abzuwehren.
Jedoch gegen diesen brutalen Angriff hatte sie nicht die geringste Chance. Wer könnte ein Motiv gehabt haben, Theresa etwas anzutun? Wie man sich vorstellen kann, stand ihr Ehemann Mark Sivers erst einmal ganz oben auf der Liste der Verdächtigen. Denn auch wenn er zum Zeitpunkt der Tat gemeinsam mit seinen beiden Töchtern über 1800 km weit weg nach wie vor im Urlaub in New York war, Ermittlungen dieser Art beginnen immer von innen nach außen.
Mark und Theresa waren im Sommer 2015 seit 12 Jahren miteinander verheiratet. Die beiden lebten und arbeiteten zum Teil auch zusammen. Er war derjenige, der ihr am nächsten stand. Und auch wenn für die Polizei es wohl zunächst danach aussah, als sei Mark über den Tod seiner Frau vollkommen am Boden zerstört und als hätte es bis auf die üblichen gelegentlichen Auseinandersetzungen, die in einer Ehe nun einmal hin und wieder vorkommen, keine größeren Schwierigkeiten zwischen den Sivers gegeben.
So kommt man auf Seiten der Ermittler dann doch schnell dahinter, dass die Beziehung von Mark und Theresa wohl gerade in den zurückliegenden Monaten nicht mehr so harmonisch war, wie man von außen hätte den Eindruck haben können. Offenbar fand die Polizeihinweise darauf, die angedeutet haben, dass Theresa über eine mögliche Trennung oder auch über eine Scheidung von ihrem Mann nachgedacht hat.
Und außerdem wurde auch offensichtlich, dass Mark finanziell gesehen in gewisser Weise von seiner Frau abhängig gewesen ist, denn sie war diejenige, die mit ihrer Arztpraxis das meiste Geld verdient hat. Dazu kamen dann wohl auch diverse Textnachrichten und E-Mails, die ebenfalls so ein wenig in die Richtung gedeutet haben, als würde es zwischen dem Ehepassivers Spannungen geben.
Und dann ist da auch noch eine bzw. Weise gleich mehrere Lebensversicherungen, die auf Theresa Severs in der Vergangenheit abgeschlossen worden sind und die insgesamt 4,4 Millionen Dollar ausgemacht hätten. Das heißt, im Fall von Teresas Tod hätte ihr Ehemann als begegünstigter all dieser Lebensversicherungen diesen hohen Geldbetrag ausgezahlt bekommen.
Doch auch wenn das alles jetzt erst einmal in Bezug auf Mark Sivers durchaus verdächtig anmutet, ermittelt man auf Seiten der Polizei auch parallel zu ihm, um herauszufinden, ob es eventuell jemand anders gegeben hat, der Theresa hätte schaden wollen, denn wie gesagt, sie war eben eine sehr resolute, energische, äußerst starke Persönlichkeit, die immer klar aussprach, was sie dachte, die nicht hinterm Berg hielt mit ihrer Meinung und dadurch eben auch hier und da an Ecken konnte.
Man spricht also mit den Angestellten in ihrer Arztpraxis und dabei stellt sich heraus, dass es tatsächlich Probleme gab zwischen Theresa und einer ihrer Arzthelferinnen und man findet auch heraus, dass genau diese Arzthelferin am Montag, als Theresa nicht zur Arbeit kam, kündigen wollte. Außerdem fasst man auch ins Auge, dass Theresa, die ja mit ihrer Arbeit als Ärztin, mit ihrem ganzheitlichen Ansatz, den sie verfolgt hat, durchaus erfolgreich war, eventuell damit auch Neider Neid unter den anderen Kollegen, unter den anderen Ärzten in der Stadt hätte
auf den Plan rufen können. Doch man muss sagen, dass all diese Ermittlungen auch in Bezug auf die Arzthelferin in der Praxis zu keinem Ergebnis geführt haben, weswegen man sich dann wieder den bisher gefundenen Spuren zuwendet. Und damit kommen wir jetzt zu einem sehr wichtigen und auch entscheidenden Punkt in diesem gesamten Fall, nämlich zur Alarmanlage des Hauses.
Und die Sache mit der Alarmanlage im Haus der Siers ist jetzt durchaus etwas kompliziert und verworren. Ich versuche trotzdem das jetzt Schritt für Schritt so zu erklären, dass man dem Ganzen irgendwie folgen kann und ich hoffe, ihr bleibt bei mir. Bei der Sichtung des Hauses, kurz nachdem man Theresa tot in der Küche aufgefunden hat, fiel sowohl der Spurensicherung als auch den Ermittlern vor Ort auf, dass die Alarmanlage, die sich unmittelbar neben der Haustür im Haus befunden hat, deaktiviert war.
Als Theresa und ihre Familie aber einig Tage zuvor in ihren Urlaub nach New York aufgebrochen sind, haben sie zuvor die Alarmanlage aktiviert. Die Frage ist also, warum ist diese Alarmanlage jetzt plötzlich aus? Doch die Polizei findet auf diese Frage schnell eine Antwort, denn während die Siers in New York Urlaub gemacht haben, kam Marx Mutter Bonnie einmal am Tag in dieses Haus, um dort nach dem Rechten zu sehen.
Man muss sich also vorstellen, jedes Mal, wenn Bonnie Siebers Marx Mutter in diesen Tagen das Haus ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter betrat, hat sie die Alarmanlage beim Eintreten mit der Eingabe eines Codes deaktiviert und später, nachdem sie ihren Kontrollgang beendet hat, beim Hinausgehen wieder aktiviert. Doch Bonnie Sivers hat in ihrer Aussage bei der Polizei jetzt dahingehend Interessantes zu berichten.
Bonnie sagt nämlich, dass als sie am Sonntag den 28. Juni 2015, also an dem Tag, an dem viele Stunden später nachts Teresa zurückkommen wird, gegen 9 Uhr morgens wie immer das Haus aufgeschlossen hat und hineing an diesem Sonntag. Doch komischerweise, als sie die Alarmanlage deaktivieren wollte, hat sie festgestellt, sie ist bereits aus.
Und das hat Bonnie Sers verwirrt, denn am Tag davor, am Samstag, als sie abends das Haus verließ, hat sie sie eingeschalten und jetzt kommt sie am Sonntagmorgen und sie ist aus. Allein das ist schon seltsam und man kann sich fragen, wie kann das sein, dass sich diese Alarmanlage über Nacht von Samstag auf Sonntag plötzlich von alleine ausstellt.
Doch das ist noch nicht alles. Maxmutter Bonnie berichtet der Polizei in ihrer Aussage darüber hinaus, dass nachdem sie ins Haus kam und verwundert war, weil die Alarmanlage ausgewesen ist, sie wie üblich ihren Rundgang gemacht hat, die Tiere gefüttert hat, Blumen gegossen hat und als sie wieder hinausgehen wollte, wollte sie diese Alarmanlage wieder aktivieren.
Doch das ist ihr am Sonntag nicht gelungen. Aus irgendeinem Grund ging die Alarmanlage plötzlich nicht mehr. Und ganz genau darum, weil es Bonnie Savers am Sonntagmgen um 9 Uhr nicht mehr gelungen ist, die Alarmanlage zu aktivieren und sie das Haus nicht unbewacht verlassen wollte, hat sie ihren Sohn Mark in New York angerufen und ihm von diesen Schwierigkeiten erzählt.
Und Mark hat seine Mutter am Telefon beruhigt. Er hat zu ihr gesagt, sie soll sich keinen großen Kopf machen. Theresa würde sowieso heute am Sonntag spät Abend nach Hause kommen. Sie soll die Alarmanlage jetzt einfach auslassen und gehen. Und genau das hat Bonnie Sivas dann auch getan, nachdem sie sich bei ihrem Sohn Rückversichert hat.
Sie hat das Haus verlassen, ohne noch einmal weiter zu versuchen, diese Anlage zu aktivieren. Und auch wenn die Polizei Bonnie Seers Aussagen in Bezug auf diese Alarmanlage durchaus geglaubt hat, irgendetwas stimmt hier trotzdem nicht. Warum sollte dieses Gerät über Tage hinweg einwandfrei funktionieren, sich dann aber urplötzlich von selbst offenbar über Nacht ausschalten und sich ausgerechnet an dem Tag nicht mehr aktivieren lassen, an dem Theresa Severs spät abends alleine nach Hause kommt, um herauszufinden, ob es sich dabei jetzt
nur um einen technischen Defekt der Anlage selbst gehandelt hat oder aber ob jemand bewusst versucht hat, die Anlage zu manipulieren und sie deswegen nicht mehr funktionierte, werden jetzt die Daten dieses Gerätes ausgelesen und ausgewertet und dabei kommt erstaunliches zu Tage. Die Daten zeigen nämlich, dass die Alarmanlage um 6:09 Uhr am frühen Sonntagmgen, also ungefähr 3 Stunden bevor Bonnie Sas, von irgendjemanden abgestellt wurde und so manipuliert worden ist, dass es Bonnie Sers später an diesem Tag nicht
mehr gelang, sie wieder einzuschalten. Das bedeutet sehr wahrscheinlich, dass derjenige, der Theresa umgebracht hat am Sonntag nachts, bereits viele Stunden vor ihrer Rückkehr im Haus war, die Alarmanlage mit dem Code deaktiviert hat und so daran herummanipulierte, dass es für niemanden mehr möglich ist, diese Alarmanlage zum Laufen zu bringen.
Und diese Erkenntnis ist jetzt für die Polizei gleich aus mehreren Gründen aussagekräftig. Denn sowohl um durch die Garage in dieses Haus hineinzukommen, als auch um im Haus selbst die Alarmanlage zu deaktivieren, braucht man die jeweilige Zahlenkombination beider Geräte. Und irgendwelche fremden Einbrecher hätten das Wissen über diese jeweiligen Zahlenkombinationen schlichtweg nicht gehabt, was die Polizei wieder zurück zu Mark Sivers bringt.
Denn neben seiner Frau und seiner Mutter, die sich während des Urlaubs ums Haus gekümmert hat, war Mark offenbar der einzige, der die Zahlenkombinationen beider Geräte kannte. Und auch wenn sich Mark zum Zeitpunkt der Tat nicht in Florida aufgehalten hat, so stand freilich die Frage im Raum, ob er diese sensiblen Informationen, die Zahlenkombinationen an der Garage und der Alarmanlage nicht vielleicht an irgendjemanden weitergegeben haben könnte, der so in der Lage war, ins Haus zu kommen und diese Anlage zu deaktivieren und zu manipulieren. Und
genau diese Frage wird jetzt für die Polizei ganz bald beantwortet. Denn Ende August 2015, fast 8 Wochen nach Teresas Tod, bekommen die Ermittler einen entscheidenden Tipp. Und aufgrund dieses Tipps werden dann kurze Zeit später im Zusammenhang mit dem Mord an Teresa Sie zwei Männer festgenommen, jedoch nicht etwa in Florida, wo sich die Tat ereignet hat, sondern im 1700 km entfernten Missouri.
Bei den beiden Männern handelt es sich um den 47 Jahre alten Curtis Wayne White und den 27 Jahre alten Jimmy Ray Rogers. Und als diese beiden Namen nun öffentlich bekannt werden, ist man auf Seiten von Theresas Familie und ihrem Freundes und Bekannten Kreis schockiert. Denn auch wenn zunächst niemand etwas mit Jimmy Ray Rogers anfangen kann, so ist Curtis Wayne Wright, der von allen, die ihn gut kannten, nur bei seinem zweiten Vornamen Wayne genannt wurde, seit vielen Jahren gut mit Teresa Sivers bekannt gewesen und er ist der älteste
und beste Freund von Teresas Ehemann Markers. Die beiden sind in Missouri zusammen aufgewachsen und blieben auch nach Marx Umzug nach Florida. und seine Heirat mit Teresa stets eng verbunden. Wayne war Marx Trauzeuge. Die beiden Männer standen regelmäßig in Kontakt, besuchten sich gegenseitig und Wayne, der technisch sehr begabt war, half im IT-Bereich in der Vergangenheit auch immer wieder in Theresas Praxis aus.
Doch warum ist die Frage, wird jetzt Mark Sivers bester Freund seit Kindertagen wegen dem Mord an seiner Frau verhaftet? Und was hat es eigentlich mit diesem anderen Mann mit Jimmy Ray Rogers auf sich? Wie gesagt, die Polizei bekam einen Tipp, der zunächst einmal nur mit Curtis Wayne W in Verbindung stand.

Weswegen man sich diesen Mann noch dazu, weil er seit Jahren und Jahrzehnten mit dem Ehemann des Opfers mit Mark Savers gut befreundet war, etwas genauer angesehen hat und dabei hat man erstaunliches und auch erschreckendes festgestellt, nämlich dass Wayne Wright am Samstag den 27. Juni, also nur einen Tag vor Theresas Ermordung, ein Auto, einen weißen Hyundai Elantra gemietet hat und mit diesem Wagen dann rund 17 Stunden lang die über 1700 km lange Strecke bis nach Florida gefahren ist.
Wie einige Videoauswertungen, die man im Nachgang auf der Strecke sichern konnte zeigen, war Wayne bei seinem Trip nach Florida jedoch nicht allein unterwegs. An mehreren Tankstellen sieht man ihn in Begleitung von niemand geringerem als Jimmy Ray Rogers, also dem anderen Mann, der im Zusammenhang mit Theresas Ermordung festgenommen wurde.
Die beiden Männer, die sich im übrigen aus ihrer gemeinsamen Zeit aus dem Gefängnis kannten, Wayne saß in der Vergangenheit wohl wegen Identitätsdiebstahl, Jimmy unter anderem wegen Einbruchs, waren also zusammen unterwegs auf dieser langen Fahrt hinunter nach Florida. Und wie die Auswertungen des GPS Systems des Hyundai zeigen, kommen die beiden auch am frühen Sonntagmgen am Tag von Teresas Ermordung dem 28.
Juni gegen 6 Uhr am Haus der Savers in Bonita Springs an. Die Daten der Alarmanlage, wir erinnern uns noch einmal zurück, die von der Polizei bereits im Vorfeld analysiert worden sind, haben gezeigt, dass dieses Alarmsystem im Haus der Siebers um 6:0 Uhr an diesem Sonntagmgen, als Jimmy Ray Rogers und Curtis Rain Wright am Haus ankamen, deaktiviert und dann so manipuliert worden sein muss, dass es Marxmutter Bonnie später nicht mehr gelangen, dass alles ein oder auszuschalten.
Die Polizei war davon überzeugt, dass Wayne Wright und Jimmy Rogers, die den Zugangscode zu der Garage gekannt haben müssen, auf diesem Weg zunächst am Sonntagmorgen überhaupt ins Haus gelangt sind und dass Wayne Wright, als er im Haus war, die Alarmanlage deaktivierte und manipulierte um den ursprünglichen Plan beiden.
später nachts Theresa Siebers umzubringen, ungestört in die Tat umsetzen zu können. Und wenn man bedenkt, dass Wayne W technisch sehr versiert gewesen ist, denn er hat in der Vergangenheit IT Arbeiten in der Praxis von Teresa gemacht, dann ist es auch nicht weit hergeholt anzunehmen, dass so ein Manöver, eine Alarmanlage lahm zulegen, kein großes Problem für ihn dargestellt haben dürfte.
Die ersten Vorbereitungen für die Tat, die später an diesem Sonntag in der Nacht stattfinden sollte, sind also jetzt erst einmal getroffen. Doch das GPS System des weißen Hyundai, des Mietwagens, mit dem diese beiden Männer unterwegs gewesen sind, weitere Aufnahmen aus diversen Überwachungskameras der Stadt Bonita Springs und auch die Auswertung von Jimmy Roy Rogers Handy, dass er die ganze Zeit überbei sich hatte, konnten der Polizei bei ihren Ermittlungen später einige weitere Informationen liefern. So z.B. Was Jimmy und Curtis
Wayne Wright eigentlich getan haben bis am Abend, wie sie sich ihre Zeit vertrieben haben. Man sieht sie unter anderem am Sonntag bei Walmart. Dort kaufen Wayne und Jimmy schwarze Handtücher, Müllsäcke, Reinigungstücher und Emalhandschuhe. Dann fahren sie zusammen in ihrem Mietwagen weiter zum nahe gelegenen Strand von Bonita Springs, um dort ein wenig zu entspannen, etwas zu essen, so als wären sie ganz normale Touristen, die nicht etwa vorhaben, in wenigen Stunden eine Frau in ihrem Haus brutal zu ermorden.
Doch dass sie genau das getan haben, zeigt erneut das GPS System ihres Mietwagens, denn dieses belegt, dass Wayne und Jimmy am späten Sonntagabend zum Haus von Theresa Seivers an der JIS Road zurückgekehrt sind. Und die Auswertung des GPS zeigt auch, dass sie noch in derselben Nacht, irgendwann nach Mitternacht den langen Weg von Florida wieder zurück nach Hause nach Missouri fuhren.
Abgesehen von all diesen neuen Erkenntnissen hat man auf Seiten der Ermittler aber noch mehr herausfinden können, nämlich dass weder Curtis Wayne Wright noch Jimmy Ray Rogers am Montagmgen, als sie nach dieser langen Fahrt von Florida nach Missouri dort ankamen, an ihrem Arbeitsplatz erschienen sind. Darüber hinaus macht die Polizei jetzt auch Jimmy Ray Rogers damalige Freundin, eine junge Frau namens Taylor Schuher ausfindig und befragen sie.
Taylor gibt an, dass Jimmy sich in den Tagen nach dem Mord an Theresa seltsam verhalten und ihr Gegenüber auch gestanden hat für einen Job, der er in Florida gemacht hat, bald Geld zu bekommen. Taylor führt die Polizei außerdem auch zu einer Stelle am Highway. An der Jimmy in den Tagen nach dem Mord an Theresa mehrere Gegenstände, unter anderem einen blauen Overall, den er laut späteren Zeugenaussagen meist bei der Arbeit trug, aus dem Fenster geworfen haben soll.
Und genau dieser Overall konnte dann auch dank späterer forensischer Untersuchungen des FBI mit dem Mord an Teresa Sers in Verbindung gebracht werden, denn man fand Fasern dieses Overalls. Sowohl im weißen Mietwagen, mit dem Jimmy und Wayne nach Florida gefahren sind, als auch am linken Bein von Theresa Severs und an der Vorderseite ihres Kleides, das sie in der Nacht ihres Todes getragen hat.
Diese Faserspuren verknüpfen also abgesehen von den zahlreichen Videoaufnahmen und den GPS-Daten Jimmy Ray Rogers direkt mit dem Tatort im Haus der Siebes und auch mit Teresas Leiche, was die Annahme stützt, dass er dieses Kleidungsstück während der Tat getragen und später genau deswegen im Beisein seiner Freundin Taylor Schumaker am Straßenrand entsorgt hat.
Am Ende ihrer Befragung, und das hat sie dann wohl auch später im Zeugenstand vor Gericht noch einmal wiederholt, gab Taylor Schumaker auch noch gegenüber den Ermittlern an, dass ihr Freund Jimmy Ray Rogers ihr irgendwann gestanden hat, Teresa Severs mit einem Hammer erschlagen zu haben. Und nach all dem, was man da also jetzt an Informationen, Indizien und Beweisen sammeln konnte, wurden Wayne Wright und Jimmy Rogers im August 2015 8 Wochen nach Theresas Tod auch festgenommen.
Zwar stritten beide Männer zunächst kategorisch ab, etwas mit ihrem Tod zu tun zu haben, doch konfrontiert mit den Videoaufnahmen, den Auswertungen des GPS Systems aus dem Mietwagen und allen anderen Indizien und Beweisen, war es letztendlich zunächst einmal Wayne Wright, der ausgepackt hat. Und was er ausgepackt hat, ist wirklich unfassbar, denn laut Waynes Aussage war es sein bester Freund Mark Sie, der ihn darum bat, seine Ehefrau zu ermorden.
Wayne sagt aus, dass Mark ihn etwa anderthalb Monate vor Theresas Tod in Missouri besucht hat. Der Anlass für diesen Besuch war eigentlich ein positiver, denn Wayne hat geheiratet und Mark als sein bester und ältester Freund sollte auf dieser Hochzeit sein Trauzeuge sein. Doch abgesehen von seiner Rolle als Best Man vor dem Altar hatte Mark See bei dem Besuch in Missouri wohl noch etwas ganz anderes im Sinn, denn Wayne berichtet weiterhin in seiner Aussage, dass Mark ihn irgendwann an diesem Hochzeitswochenende zur Seite genommen hat und ihn darum
bat, eine Runde mit ihm mit dem Auto zu fahren. Und während dieser Fahrt haben die beiden Männer vertraulich miteinander gesprochen. Und dabei hat Mark erzählt, dass seine Ehe mit Teresa kurz vor dem Aussteht, dass er große Angst hat, dass seine Frau sich von ihm trennen könnte, umziehen und seine beiden Töchter mitnehmen wird.
Mark soll außerdem erwähnt haben, dass er sich einen langen Streit ums Sorgerecht weder emotional noch finanziell leisten kann und dass es für ihn darum nur eine einzige Möglichkeit gäbe, das alles noch zu verhindern und zwar indem Theresa stirbt. Wayne Wright ist in seiner Aussage gegenüber den Ermittlern klar und deutlich.
Er sagt, dass sein bester Freund Mark ihn darum gebeten hat, ihm bei der Ermordung seiner Frau zu helfen. Und Mark hätte ihm dafür auch eine hohe Geldsumme in Aussicht gestellt, sobald das Geld aus den diversen Lebensversicherungen, die auf Teresa abgeschlossen gewesen sind, ausbezahlt werden. Und noch einige hin und her hat Curtis W diesen Plan auch zugestimmt und Curtis sagt, dass er Mark auch noch gefragt hat, welchen zeitlichen Rahmen er sich denn vorstellt für dieses Vorhaben Teresa umzubringen.
Und Mark soll gesagt haben, dass das so schnell wie möglich passieren muss. In den kommenden Wochen kommunizieren Mark und Wayne jetzt nur noch über sogenannte Wegwerfhandys. In E-Mails und Textnachrichten schreiben sie sich in einer Art Codachsprache, sass bei eventuellen Ermittlungen später nichts in diesem Austausch eindeutig belegen kann, dass es eine Verschwörung zum Mord gegeben hat.
Jedoch konnte man wohl zumindest auf dem Wegwerfhandy von Curtis Wayne Wright Daten auswerten, die eine Kommunikation mit Mark Sivers in den Tagen und Wochen vor Theresas Ermordung eindeutig belegen. Und man konnte auch feststellen, dass Mark selbst einige dieser Wegwerfhandys besessen hat und damit wiederum in ständigem Austausch mit Wayne gewesen ist.
Man konnte auch feststellen, dass Mark seine Wegwerfhandys zumindest zum Teil zerstört und auch versucht hat, Daten auf diesen Mobiltelefonen zu löschen. Außerdem konnte man auch belegen, dass Mark Sivers nur wenige Stunden nach der Beerdigung seiner Frau mehrere Dokumente und Computerfestplatten in einem Müllcontainer hinter der Arztpraxis entsorgt hat.
Und man fand offenbar auch schriftliche Aufzeichnungen von Mark, die ebenfalls darauf hingewiesen haben sollen, dass er in die Planung zur Ermordung seiner Frau involviert gewesen ist bzw. diesen ganzen Plan orchestriert hat. Ebenfalls auffällig für die Ermittler war, dass nach Teresas Tod Mark mit seinem angeblich besten Freund Wayne Wright keinerlei Kontakt hatte.
Man sollte ja annehmen, wenn die eigene Ehefrau zu Hause getötet wird, dass man das irgendwann seinem ältesten Freund erzählt. Doch es gab keine Kommunikation mehr zwischen Mark und Wayne Wright nach Teresas Tod. Und in den Augen der Ermittler war das deswegen der Fall, weil Magia derjenige war, der Wayne mit dem Mord beauftragt hat.
Und deswegen hat er auch keine Notwendigkeit gesehen, ihn über Teresas Tod in Kenntnis zu setzen, denn Wayne Wright wusste ganz genau, dass Theresa tot ist. Und dazu kommt auch noch, dass Wayne in seiner Aussage bei der Polizei ebenfalls angegeben hat, dass er den Code für die Garage und den Code für die Alarmanlage von Mark erhalten hat, sodass er unbemerkt ins Haus kommt und dass er auch die Alarmanlage deaktivieren kann.
Die hinterlassenen Einbruchspüren an der Seitentür des Hauses, die die Ermittler gefunden haben, dienten nur dazu, die Polizei auf eine falsche Pferte zu führen und es so aussehen zu lassen, als hätte es sich hier tatsächlich um einen Einbruch gehandelt. Auch das sagt Wayne W aus.
Da Mar Sivers wste, dass seine Frau den gemeinsamen Urlaub in New York einige Tage früher abbrechen, alleine nach Hause fliegen und somit am späten Sonntagabend und auch in der Nacht alleine in ihrem Haus sein wird, wurde dieser Sonntag offenbar als Tartag festgesetzt. Was Mark jedoch nicht wissen konnte bei seiner grandiosen Planung war, dass sein Freund Wayne Wright noch einen dritten Mann ins Boot holen wird.
Denn ohne Marx Wissen hatte Wayne Jimmy Roy Rogers über den Plan Theresa zu ermorden informiert und ihm 000$ versprochen, wenn er mitmacht. Und so kam es, dass Mark Sivers am späten Abend des 28. Juni mit seinen beiden Töchtern in New York war, während seine Frau Theresa um Mitternacht herum allein ihr Haus betrat und dann von Wayne Wright und Jimmy Roy Rogers, die sich dort bereits versteckt und auf sie gewartet haben, getötet wurde, um der möglichen Todesstrafe zu entgehen, denn wir sind mit diesem Fall in Florida und auch dafür, dass er sich
bereit erklärt hat, sowohl gegen seinen komplizen Jimmy Roy Rogers als auch gegen Den angeblichen Initiator selbst Mark Severs in den jeweiligen Gerichtsprozessen auszusagen, bekommt Wayne Wright einen Deal. Im Oktober 2016 bekennt er sich wegen Mord des Zweiten Grades schuldig und wird daraufhin zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.
Als Kronzeuge sitzt Wayne dafür im Oktober 2019 im Prozess gegen Jimmy Roy Rogers entzeugen stand und macht seine Aussage. Und am Ende dieses Gerichtsverfahrens wird Jimmy, der wegen Mord des ersten Grades angeklagt war, dafür auch zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne die Chance auf Bewährung verurteilt. Doch man muss an dieser Stelle wissen, dass Jimmys Verteidigung gegen dieses Urteil Einspruch eingelegt hat und dafür gab es in den Augen der Verteidigung auch Gründe.
Denn laut Wayne Wrights Aussage im Zeugen stand darüber, wie sich diese Tat eigentlich genau abgespielt hat, was eigentlich passiert ist, nachdem Teresa ihr Haus betreten hat am späten Sonntagabend, soll es so gewesen sein, dass Wayne derjenige war, der ihr in die Küche unbemerkt gefolgt ist. Und Wayne gibt auch zu, dass er dreimal mit dem Hammer zugeschlagen hat.
Doch Wayne sagt auch, dass dann plötzlich Jimmy in die Küche stürmte und mit einem weiteren Hammer 14 mal auf Theresa einschlug. Am Tatort selbst jedoch, wir erinnern uns zurück, wurde nur ein Hammer auf dem Fußboden der Küche gefunden. Doch Wayne behauptet, es hätte einen zweiten Hammer gegeben.
Und diesen zweiten Hammer hat Jimmy in seiner Hand gehabt, als er in die Küche stürmte. Das heißt also, wenn man Wayne Wright glauben möchte, dass er und Jimmy Theresa zwar gemeinsam ermordet haben, dass jedoch Jimmy derjenige war, der öfter zuschlug. Jedoch genau diese Behauptung von Wayne Wright wurde von Jimmy Roy Rogers Verteidigung angezweifelt.
Denn auch wenn durch die Fasern des blauen Overalls den Jimmy während der Tat getragen und später am Highway entsorgt hat, klar belegt es, dass er am Tatort war, zumal man eben diese Fasern unter anderem an Teresas Kleid fand. So muss dennoch offen bleiben, ob Jimmy tatsächlich auch mit einem Hammer zugeschlagen hat, denn auf dem Overall fand man kein Blut und keine DNA von Theresa Sever.
Wie gesagt, die Verteidigung hat genau aus diesen Gründen Einspruch gegen die Verurteilung wegen Mor des ersten Grades eingelegt und man wird abwarten müssen, ob dieser Einspruch letztendlich Erfolg haben wird. Fassen wir an dieser Stelle also noch einmal ganz kurz zusammen. Curtis Wayne Wright bekommt einen Deal mit der Staatsanwaltschaft.
Er bekennt sich des Mordes zweiten Grades Schuldig. 25 Jahre Gefängnis. Jimmy Roy Rogers wird in seinem Gerichtsprozess wegen Mord des ersten Grades schuldig gesprochen, lebenslangehaft ohne die Chance auf Bewährung, zumindest aktuell. Bleibt also nur noch einer übrig, nämlich Mark Seavers und dessen Gerichtsverfahren beginnt im November 2019.
Mark wurde bereits nach Waynes Geständnis im September 2016 im Haus seiner Mutter in Hillsbor in Missouri verhaftet und saß danach eine ganze Zeit lang im Jefferson County Gefängnis in Untersuchungshaft, bis er dann nach Florida überstellt wurde, wo jetzt also 3 Jahre später sein Gerichtsverfahren beginnt und Kronzeuge auch hier.
sein ehemaliger bester Freund und Mitverschwörer Curtis Wayne Wright, der auch in diesem Verfahren über Stummten hinweg im Zeugenstand sitzt und aussagt, wie es eigentlich dazu kam, dass er und Jimmy Roy Rogers Theresa getötet haben und wer den Auftrag zu diesem Mord gab. Mark, der wegen Mord des ersten Grades und der Verschwörung zum Mord angeklagt ist, plädiert auf nicht schuldig und seine Verteidigung führt an, dass es keinen eindeutigen Beweis geben würde, dass Mark Sivers in die Planung zur Ermordung seiner Frau involviert gewesen ist. Curtis Wayne
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