Ein TRAUM führt direkt ins GEFÄNGNIS … Der unglaubliche Fall zum Tod von Kent Heitholt T
Ein TRAUM führt direkt ins GEFÄNGNIS … Der unglaubliche Fall zum Tod von Kent Heitholt

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Es ist der Abend des 31. Oktober 2001 Halloween. Und wie so oft macht der 48 Jahre alte Sportredakteur Kent Heithhold an seinem Arbeitsplatz in der Redaktion der Columbia Daily Tribune wieder einmal überstunden.
Bekannt für seinen Fleiß und für seine Sorgfalt wundert es aber auch niemanden, dass Kent auch an diesem Mittwoch erst von seinem Schreibtisch aufsteht, wenn alles erledigt ist. Schließlich soll der Sportteil für die kommende Ausgabe am nächsten Morgen fertig gestellt werden. Doch dann um kurz nach 2 Uhr nachts heißt es jetzt auch endlich für Kent und sein kleines Team von Mitarbeitern, das mit ihm zusammen in dieser Nacht gearbeitet hat, Feierabend.
Und Kent verlässt jetzt alleine sein Büro an der Ford Street in der Innenstadt von Columbia und tritt hinaus auf den dunklen Parkplatz, wo er viele, viele Stunden zuvor sein Auto abgestellt hat und nur wenige Augenblicke später ist er nicht mehr am Leben. Ken Titold wird auf dem leeren Parkplatz vor seiner Redaktion brutal überfallen, niedergeschlagen und getötet auf eine Art und Weise, die wirklich unvorstellbar ist.
Er stirbt nur wenige Meter von der Eingangstür seines Arbeitsplatzes entfernt und als kurze Zeit später die ersten Einheiten des Columbia Police Department am Tatort auf dem Parkplatz eintreffen, wird dieser sofort abgesperrt. Zeugen werden befragt und die ersten Spuren im Laufe der Nacht gesichert. Doch trotz intensiv anlaufender Ermittlungen steht man auf Seiten der Polizei ganz bald vor einem großen Rätsel.
Denn auch wenn am Tatort selbst sowohl fremde Fingerabdrücke als auch eine DNA Spur, die nicht vom Opfer stammt, gesichert werden konnte, es gibt keine Verdächtigen, keine verwertbaren Hinweise und es lässt sich auch absolut kein Motiv für diese Tat ermitteln. Bis dann knapp zwei Jahre später ein junger Mann einen Traum hat und dieser Traum oder besser gesagt diese Wagen Erinnerungen stellen plötzlich alles in Bezug auf den Mord an Kent Heithold auf den Kopf.
Und liebe Leute, ich kann euch das eine sagen. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr habt im Zusammenhang mit dem Thema Ware Verbrechen schon alles gehört und alles gesehen, dann passt jetzt gut auf, denn dieser Fall ist wirklich unglaublich. Im Herzen des US-Bundesstaates Missouri, etwa auf halben Weg zwischen St.
Louis und Kansas City, liegt die 85 000 Einwohnerstadt Columbia. Geprägt vom Campus der University of Missouri, den Backsteinfassaden der Innenstadt und den vielen schönen Parks, Cafés und Kneipen ist Columbia bekannt als eine typisch amerikanische Universitätsstadt, in der das studentische Leben zum Alltag gehört und das Stadtbild seit Jahrzehnten mitbestimmt.
Nur wenige Blocks vom Campus entfernt befindet sich das Gebäude der Columbia Daily Tribune, einer regionalen Tageszeitung mit langer Geschichte, in der im Herbst 2001 auch der Mann arbeitet, um den sich in meinem heutigen Fall alles drehen wird, der 48 Jahre alte Kent Heihold. Kent William Heithhold wird am 4.
Januar 1953 in Lawrence, einer Kleinstadt im Douglas County des US-Bundesstaates Kansas geboren. Aufgewachsen ist er jedoch im benachbarten Missouri, wo er seine Schulzeit in St. Louis verbracht hat und dort seinen Abschluss an der renommierten John Berges Highschool machte. In den frühen 1970er Jahren beginnt Kent dann sein Journalistikstudium an der Universität und bereits während dieses Studiums zeigt sich sein besonderes Interesse am Sportjournalismus, einem Feld, dem er sich von Beginn an leidenschaftlich gewidmet hat. Nach
seinem Abschluss startet Kent jetzt seine journalistische Laufbahn. zunächst in Tennessee, wo er rund 2wei Jahre bei der Nashville Benner tätig ist, einer Tageszeitung, die später eingestellt wurde, die ihm aber erste wichtige Erfahrungen im Redaktionsalltag ermöglicht hat und anschließend zieht es ihn weiter in den Süden nach Chefport Louisiana, wo Kent insgesamt 9 Jahre lang bei der Times angestellt ist.
Und in dieser Zeit lernt er dann auch seine Ehefrau Debora kennen, die ja am 21. Dezember 1981 heiratet und mit ihr zwei Kinder bekommt, den gemeinsamen Sohn Vincent und die Tochter Carly Rose. Doch dann im Jahr 1996 Kern kennt Heithold und seine Familie wieder zurück in den mittleren Westen nach Missouri, wo er dann kurze Zeit später auch die Stelle antritt, in der auch jetzt im Jahr 2001, wo wir uns mit diesem Fall befinden, nach wie vor arbeitet und zwar die des leitenden Sportredakteurs der Columbia Daily Tribune. Und in dieser Position leitet
Kent die Sportredaktion der Zeitung. Er betreut ein kleines Team von Journalisten und Reportern und ist verantwortlich für die Gestaltung des Sportteils. Und das macht Kent mit vollem Einsatz und voller Leidenschaft. Seine Kollegen beschrieben ihn später als äußerst engagierten und disziplinierten Journalisten, der nicht selten bis spät in die Nacht an seinem Schreibtisch gesessen hat, um Spielberichte zu bearbeiten oder die Ergebnisse, die auch erst spät am Nachmittag oder am Abend noch reinkamen, zu aktualisieren für die morgige
Ausgabe. Und dabei hat Kent auch in seiner Funktion sehr viel Wert auf Ausgewogenheit gelegt. Er hat über Männer und Frauensport gleichermaßen berichtet und hat sich auch für Nischensportarten und wenig beachtete Nachwuchstalente eingesetzt. Und eine weitere Besonderheit während seiner Arbeit war auch, dass er vor allen Dingen kleinere lokale Begegnungen die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt hat wie den großen überregionalen Sportereignissen.
Laut den Menschen, die ihn gut kannten und die täglich mit ihm zusammengearbeitet haben, war Kent Heithold aber wohl nicht nur ein ausgesprochen guter Journalist, der immer wieder auch junge Kollegen, die gerade erst neu dazu gekommen sind, unterstützt und durch seine langjährige berufliche Erfahrung auch in seiner Redaktion selbst unheimlich geschätzt worden ist.
Mit seinem herzlichen Wesen, seinem Humor und seiner beachtlichen Statur kennt Heithhold war 1,93 m groß. Und 130 kg schwer wurde er wohl auch immer wieder unter anderem von seiner Tochter Carlie als Big Teddybear bezeichnet. Kent kam mit allen Leuten gut aus, weil er einfach aufrichtig war und hart gearbeitet hat.
So erinnert sich ein früherer Kollege von Kent Heithhold an ihn zurück, der sehr lange Zeit in Louisiana mit ihm zusammengearbeitet hat. Keine Spur von Überheblichkeit, wie sie im Sportjournalismus ja nicht selten anzutreffen ist. Dafür bodenständig, gutmütig, hilfsbereit. Für viele junge Kollegen, eine Art Mentor, ein Vorbild und ein absoluter Familienmensch, der sehr oft über seine beiden Kinder sprach, die inzwischen im Teenageralter gewesen sind.
All das soll Kent Heithhold gewesen sein. Und dann ist da noch etwas etwas, das wie ich persönlich finde, perfekt zu jemanden wie Kent Heide, zumindest nachdem wie er von seinem Umfeld beschrieben worden ist, passt, nämlich seine große Liebe für Tiere, vor allen Dingen für Katzen, denn Kent hatte offenbar ein Herz für Streuner und besonders eine verwildete Katze, die sich regelmäßig um das Redaktionsgebäude der Columbia Daily Tribune, also seine seinem Arbeitsplatz aufhielt, hat es ihm ganz besonders angetan. Kent hatte immer
Katzenfutter in seinem Auto mit dabei und nach Feierabend gehörte es für ihn fast schon zur Routine, diese verwilderte Katze zu versorgen. Und das war auch etwas, was in der Redaktion bekannt war. Kenzkollegen wussten, dass er das macht, aber und genau das spricht eben wieder für seinen liebenswürdigen Charakter.
kennt selbst, hat darum nie groß Aufsehen gemacht. Er hatte diese Katze einfach ins Herz geschlossen und nach Feierabend trafen sich also Mann und Katze auf dem Gelände, auf dem Parkplatz der Daily Tribune zur Fütterung. Und ehrlich gesagt, ich kannte Kent Heilold freilich nicht persönlich, aber nach all dem, was ich während meiner Recherche über diesen Mann gelesen und gehört habe, bin ich überzeugt davon, dass er ein Mensch war, mit dem ich mich auch wirklich unheimlich gut verstanden hätte und mit dem ich wahrscheinlich auch unheimlich gern zusammengarbeitet
hätte, denn er klingt einfach nach einem sympathischen, herzlichen, liebevollen ehrlichen Menschen, der seinem Umfeld, denjenigen, die ihn gut kannten und die nah standen, wahnsinnig viel bedeutet hat. Und wie gesagt, nachdem was ich über ihn herausfinden konnte im Laufe meiner Recherche, wundert mich das auch überhaupt nicht.
Doch Kenntheit Holzleben, das so sehr von Verlässlichkeit, Mitgefühl und täglicher Routine geprägt war, fand am 1. November 2001 auf eine Weise ein Ende, die wirklich kaum fassbar ist, denn in den frühen Morgenstunden dieses Donnerstags wurde Kent Heithhold, Opfer eines Verbrechens, das nicht nur sein Umfeld, sondern auch eine ganze Stadt erschüttert hat.
Es ist der 31. Oktober. 2001. Und während viele Menschen in der Stadt Columbia bereits in Halloween Stimmung sind, ist dieser heutige Mittwoch für die Angestellten in der Redaktion der Daily Tribune ein Arbeitstag wie jeder andere auch. Und es ist wieder einmal auch ein Tag, an dem Kent Heithold Überstunden macht, denn die erst frisch dazuekommenen Sportgebnisse des Abends müssen für die Ausgabe für den nächsten Morgen noch zusammengetragen werden.
Darunter Ergebnisse von Highschool Football spielen, lokale Begegnungen und einige kürzere Spielberichte. Routineaufgaben für Kent, jedoch solche, die heute zur Frist eben noch fertig werden müssen. Schließlich sollen die Leser morgen alles Wichtige in Sachen Sport in ihrer Zeitung lesen können. Und so bleibt Kent Hold einmal mehr länger an seinem Arbeitsplatz als der Großteil seiner Kollegen und arbeitet bis spät in die Nacht.
hinein, nur mit einem kleinen Team von Mitarbeitern an der Fertigstellung des Sportteils. Doch dann gegen 2 Uhr nachts machen jetzt auch endlich Kent und sein kleines Team Feierabend. Die Computersysteme in der Redaktion wurden, wie sich bei späteren Ermittlungen herausstellen wird, auch um diese Uhrzeit heruntergefahren. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Redaktionsarbeiten gegen 2 Uhr nachts beendet gewesen sind.
Die Mitarbeiter von Kent Heithhold, mit denen er in dieser Nacht zusammengearbeitet hat, werden später aussagen, dass sie noch gesehen haben, wie er aus dem Gebäude hinaus in Richtung Parkplatz ging, wo er viele Stunden zuvor sein Auto abgestellt hat. Doch diese Zeugen, die sich jetzt alle ebenfalls auf den Weg nach Hause machen, werden nicht die letzten sein, die Kent lebend gesehen haben.
Denn auf dem Parkplatz selbst läuft Kent jetzt noch einem anderen Kollegen über den Weg, nämlich dem Sportreporter Michael Boy, der ebenfalls bis spät in die Nacht hinein gearbeitet hat. Und Michael wird später aussagen, dass er und Kans sich noch kurz über ein Highchol Footballspiel unterhalten haben, das er nächsten Tag betreuen sollte.
bevor sich auch diese beiden voneinander verabschiedet haben und Kent weiter in Richtung seines Autos ging. Und jetzt vergehen einige Minuten. Gegen 2:20 Uhr nachts gehen die beiden Gebäudereiniger Shand und Jerry Trump, die also jetzt im Laufe der Nacht die Büroräume der Zeitung reinigen sollen, am Hinterausgang der Daily Tribune eine Zigarette rauchen.
Und dabei haben sie jetzt den Parkplatz, auf dem auch Kenz Auto abgestellt ist, direkt vor sich. Und Shand ist verwundert, denn die Fahrertür von Kent Heideholds dunkelgraum Nissan steht offen und nur Sekunden später sieht sie noch etwas anderes, denn Shaß plötzlich zwei schämenhafte Gestalten hinter Kent Wagen ausmachen konnte, von denen eine dann auch auf sie und ihren Kollegen Jerry zukam.
Dabei soll es sich um einen jungen Mann im Collegealter etwa Anfang 20 gehandelt haben mit hellem Haar und schlanker Statur, der dann jetzt auch etwas zu Shona gesagt hat. Und zwar soll dieser junge Mann gesagt haben, da hinten ist jemand verletzt. Und unmittelbar, nachdem er diesen Satz gesagt hat, hat sich dieser unbekannte junge Mann umgedreht und ist mit dem anderen Mann, der sich ebenfalls auf dem Parkplatz aufgehalten hat, in einer angrenzenden Seitengasse in der Dunkelheit verschwunden.
Da ist jemand verletzt. Das waren die Worte eines dieser beiden jungen Männer, bevor sie dann zusammen vom Parkplatz geflüchtet sind. Und wer verletzt ist, das bekommen Shan a und Jerry Trump jetzt als nächstes zu sehen, als sie vom Hintereingang des Gebäudes, wo sie ihre Zigarette geraucht haben, direkt hinunter zu Kenzwagen auf den Parkplatz gehen, denn dort sehen sie sich einer wirklich unfassbaren Szenerie gegenüber.
Der 48 Jahre alte Kent Heihold liegt über und über voll mit Blut mit dem Gesicht nach unten auf dem Asphalt neben seiner geöffneten Fahrertür und Kent hat keinen Puls mehr. Sha und Cherry Trump laufen daraufhin sofort wieder ins Gebäude, wo sie um 2:26 Uhr den Notruf wählen. Und nur wenige Minuten später treffen die ersten Beamten des Columbia Police Department in Begleitung des Notarztes am Tatort ein.
Doch dieser kann nichts mehr für Kent Heidehold tun. Der 48-jährige und das war für die eintreffenden Ermittler auf den ersten Blick erkennbar, ist einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen. Kent Heidehold wurde offenbar mit einem stumpfen Gegenstand der Schädel eingeschlagen, wodurch massive Verletzungen an seinem Kopf entstanden sind, die jetzt stark bluten.
Darüber hinaus findet man neben seinem Körper auf dem Parkplatz KZ Gürtelschnalle. Wie sich herausstellen wird, haben der oder die Täter Kent Heidehold nicht nur geschlagen, sondern ihm im Anschluss daran, sehr wahrscheinlich, nachdem er durch die ersten Schläge mit dem stumpfen Gegenstand bereits schwerverletzt am Boden lag, auch seinen eigenen Gürtel aus der Hose herausgezogen und ihn dann damit mit so massiver Gewalt stranguliert, dass dabei die Schnalle des Ledergürtels abriss.
Er Gürtel selbst jedoch konnte abgesehen von der Schnalle, die ja am Tatort zurückgeblieben ist, nirgendwo gefunden werden, weswegen man auf Seiten der Polizei wohl davon ausging, dass die Täter den Gürtel nach dem Mord an Kent Heithhold mit sich genommen haben. Und während seine Leiche also jetzt für eine Autopsie in die Gerichtsmedizin überstellt wird, macht sich die Spurensicherung im Laufe der Nacht auf dem Parkplatz am Tatort an ihre Arbeit.
Und wie ich vorher schon mal kurz erwähnt habe, die Fahrertür von Kenz grauem Nissan stand offen, was dafür spricht, dass er sehr wahrscheinlich noch zu seinem Auto kam, die Tür aufschloss und sie öffnete und sich sehr wahrscheinlich auch kurz in seinen Wagen hineingesetzt oder hineinebeugt hat, dass er aber dann sein Fahrzeug noch einmal verließ und diese Vermutung Zu dieser Vermutung kam die Polizei durch die Aussage von Michael Boy, also den Kollegen von Kent, wir erinnern uns noch einmal zurück, der ihn zuletzt
lebend gesehen hat und mit dem er auch vor dem Parkplatz noch kurz sprach. Denn Michael berichtet, dass ihm aufgefallen ist, dass während er mit Kent sprach, die Katze, die er regelmäßig nach Feierabend gefüttert hat, sich ganz in der Nähe von Kenzwagen auf dem Parkplatz herumtrieb.
Es kann also durchaus sein, dass Kent nach dem Gespräch mit Michael zu seinem Auto ging, aufschloss und das Katzenfutter, das er ja immer dabei hatte, herausholen wollte, um seinen Streuner zu füttern. Denn egal wie spät es war, Kent hat diese Katze nie vergessen. Doch in dem Moment, als er sich in seinen Wagen gebeugt hat und wieder herauskam, muss Kent Heiold vollkommen überraschend von jemanden attackiert worden sein, denn dafür sprechen die weiteren Spuren am Tatort.
Auf dem Fahrersitz des Nissans findet man jetzt nämlich Kens Brille. Eines der Gläser war herausgebrochen und wurde unter dem Auto auf dem Asphalt gefunden. Außerdem fand man auf dem Boden direkt vor dem grauen Nissan auch noch Kenz Notizblock, auf dem sich Blut befand und einige weitere Unterlagen, die er bei sich hatte, liegen ebenfalls verstreut auf dem Boden des Parkplatzes herum.
Darunter Papiere zu anstehenden Sportveranstaltungen, Spielpläne und Programmfte, die sehr wahrscheinlich herunterfielen, als Kent angegriffen wurde. Und darüber hinaus sichert die Kriminaltechnik neben der abgerissenen Gürtelschnalle auch blutige Schuhabdrücke, die von Kenzleiche weg über den Parkplatz führen und sehr wahrscheinlich von einem der Täter hinterlassen worden sind.
Außerdem fand man auch fremde Fingerabdrücke an der Außenseite der Fahrertür des Nissans. Und man war wohl auch in der Lage dazu, eine fremde DNA Spur zu sichern, wobei mir bei meiner Recherche nicht endgültig klar wurde, aus welcher der Spuren am Tatort diese DNA gewonnen werden konnte. In der Gerichtsmedizin stellt man insgesamt elf Wunden an Kent Heitholz Schädel fest, die durch wiederholte Schläge mit einem stumpfen Gegenstand hervorgerufen worden sind.
Allerdings die Schläge allein wären laut Gerichtsmedizin zumindest nicht gleich tödlich gewesen. Als eigentliche Todesursache stellt man Strangulation fest, denn wie gesagt, der bzw. Die Täter haben Kent mit seinem eigenen Gürtel so massiv stranguliert, dass die Lederschnalle dabei abgerissen ist. Und bei der Autopsie findet man darüber hinaus noch etwas anderes, nämlich ein einzelnes Haar in Kent Heideholds rechter Hand, das nicht von ihm selbst und möglicherweise von einem der Täter stammt. Mit seinen 130 kg Körpergewicht
und einer Größe von über 1,90 m war Kent Heithhold durchaus in der Lage dazu, sich zu verteidigen. Doch die Spuren am Tatort auf dem Parkplatz und auch die Ergebnisse jetzt aus der Gerichtsmedizin sprechen dafür, dass er genau das offenbar nicht getan hat, was wiederum zeigt, dass die Attacke auf ihn offenbar völlig aus dem Nichts kam und Kent anscheinend nicht einmal mehr Zeit hatte auf diesen überfallartigen Angriff.
erst die Schläge auf den Kopf und dann die Strangulation mit dem Gürtel irgendwie zu reagieren. Doch was könnte das Motiv für diese unheimlich brutale Tat gewesen sein? Genau dazu stellen sich jetzt wahnsinnig viele Fragen, denn Kent Heithhold war ein herzensguter Mensch, der offenbar keine Feinde hatte und darum ging man anscheinend auf Seiten der Ermittler bald von einer eher spontanen Tat, von einem Überfall aus mit dem Ziel Kent auszurauben.
Jedoch auch wenn seine Armbanduhr, die er an diesem Tag in der Arbeit getragen hat, nicht mehr da war und man auch Kenz Autoschlüssel zu seinem Nissern nirgendwo mehr finden konnte, war es doch ungewöhnlich, dass falls es sich hier um einen Raub gehandelt haben soll, sonst nichts gestohlen worden ist. Denn im Wagen selbst fand man in der Nähe des Fahrersitzes Kenz Geldbeutel mit reichlich Bargeld und auch mehreren Kreditkarten.
Doch auch wenn es zunächst sehr viele offene Fragen gibt, man hatte bereits am Anfang dieser Ermittlung einige beeindruckende Spuren zusammentragen können, die durchaus Anlass zur Hoffnung gaben, dem bzw. den Tätern schnell auf die Spur zu kommen. Blutige Schuabdrücke auf dem Parkplatz, die vom Tatort wegführen.
Fingerabdrücke im Auto, die nicht kent Heidehole zugeordnet werden konnten. Ein Haar in seiner rechten Hand, das ebenfalls nicht von ihm stammt. eine fremde DNA Spur und mit den beiden Gebäudereinigern Sha und Cherry Trump darüber hinaus auch zwei Zeugen, von denen einer, nämlich Sha der Polizei jetzt dabei hilft, ein Phantombild des Mannes zu erstellen, den sie zusammen mit einem anderen Mann direkt an Kens Auto gesehen hat und der danach auch auf sie zukam und den Satz da ist jemand verletzt ausgesprochen hat, denn Man
ging fest davon aus auf Seiten der Ermittler, dass diese beiden jungen Männer etwas mit dem Mord an Kent Heiold zu tun haben müssen. Nicht nur, weil sie sich zum Tatzeitpunkt am Tatort aufgehalten haben, sondern auch, weil sie den Tatort danach verlassen haben. Das Phantombild, das also jetzt mit Hilfe von Shastell wird, zeigt einen jungen Mann vermutlich Anfang 20 mit blonden Haaren und einer eher schlankmuskulösen Statur.
Und Jerry Trump, Shanas Kollege, der ja mit ihr gemeinsam draußen beim Rauchen war, beschrieb die beiden mutmaßlichen Täter zwar ebenfalls gegenüber der Polizei in seiner Aussage als junge weiße Männer in ihren 20ern. Doch man muss sagen, dass Jerry ansonsten nicht viel beitragen konnte, da er die Gestalten nur aus etwas weiterer Entfernung gesehen haben will.
Im Laufe der Ermittlungen in den jetzt kommenden Wochen nach Kenstod fand die Polizei jedoch keinerlei Anhaltspunkte auf einen Täter im privaten Umfeld. Kent war beliebt, er wurde respektiert und es gab keine Hinweise auf ernsthafte Konflikte. weswegen man also wieder zurückkam zu dem starken Verdacht, dass es sich hier um einen spontanen Raubüberfall gehandelt haben könnte, begangen von zwei jungen Männern Anfang 20, die in der Halloweennacht in der Innenstadt unterwegs gewesen sind.
Allerdings, auch wenn Columbia durchaus eine lebendige Universitätsstadt war, um 2 Uhr nachts herum, als sich die Tat ereignet hat, waren nur noch wenige Bars und Kneipen überhaupt geöffnet und die Straßen waren zum großen Teil leer gefegt. ließen sich auch abgesehen von den beiden Zeugen Sha und Terry Trump keine weiteren ausfindig machen, die zwei junge Männer in der Gegend um das Gebäude der DLY Tribune gesehen haben oder denen etwas ungewöhnliches aufgefallen ist in dieser Nacht.
Und die Überprüfung einer möglichen Verbindung zwischen Kent und Studenten der nahe gelegenen Universität führte auch ins Lehre. Und dazu kam trotz all der gesicherten Spuren am Tatort, also den Fingerabdrücken am Auto, der DNA, den gefundenen Schuabdrücken, die vom Parkplatz weggeführt haben und auch dem Haar, dass man bei der Autopsie in Kens Hand gefunden hat.
Nichts davon führte zu einem Verdächtigen, denn im kriminaltechnischen Labor verglich man die Fingerabdrücke mit der Datenbank. Ergebnis: Kein Treffer. Das gleiche galt auch für die DNA Spur, die man sicherstellen konnte, wobei mir, wie ich vorher glaube ich schon kurz erwähnt habe, nicht eindeutig klar wurde, aus welcher Spur am Tatort diese DNA überhaupt gewonnen werden konnte.
Aber Tatsache war wohl, man hatte DNA. Und auch wenn man damals 2001 in der Analyse dieser Spuren bei Weitem noch nicht da war, wo man heute ist, man hat versucht auch über dieses DNA Profil ein Match zu finden, was jedoch nicht gelang. Ähnlich verhielt es sich auch mit den blutigen Schuhaabdrücken auf dem Parkplatz.
Diese konnten in ihrem Muster nicht eindeutig einem bestimmten Schuhmodell oder auch einer Marke zugeordnet werden und auch was das Phantombild angeht. Zwar gab es nach der Veröffentlichung einige Hinweise, jedoch auch das hat die Ermittlungen nicht weitergebracht und so wird der Fall zur Ermordung von Kent Heidehold kälter und kälter.
Aus Wochen werden Monate und aus Monaten werden dann Jahre. Ein grauenvoller Zustand für Kens Familie. seine Frau, seine beiden Kinder, seine vielen Freunde und auch für seine Kollegen bei der Zeitung, die ihn so sehr geschätzt und seit vielen Jahren mit ihm zusammengearbeitet haben. die Tatsache, dass er so brutal und sinnlos aus dem Leben gerissen wurde und die Polizei noch nicht einmal in der Lage dazu war, einen Verdächtigen auch nur nahe zu kommen, obwohl man so viele gute Spuren hatte, war unheimlich frustrierend und ich will mir gar nicht vorstellen,
was das alles für Auswirkungen auf Kans Familie gehabt haben muss, auch mit der Gewissheit zu leben, dass der oder die Täter weiterhin irgendwo da draußen auf freiem Fuß sind. Doch auch Ende 2003, also zwei Jahre nach der Tat berichten die örtlichen Medien der Stadt allen voran natürlich die Columbia Daily Tribune, für die Kent so viele Jahre lang gearbeitet hat, immer wieder über den Mord an ihm, um den Fall im Bewusstsein der Öffentlichkeit präsent zu halten.
Ganz besonders um den Jahrestag, also den 31. Oktober herum erscheinen immer wieder Artikel, die diesen nach wie vor ungelösten Fall thematisieren. Und einen dieser Artikel, der Daily Tribune, in dem also jetzt erneut über den Mord an Kent Heidehold berichtet wird, liest im Oktober 2003 auch ein junger Mann namens Charles Ericson.
Der 19 Jahre alte Charles, der in Columbia aufgewachsen ist und dort auch die Highchool besucht hat, liest aber nicht nur den Artikel an sich, er schaut sich auch das darin erneut abgedruckte Phantombild an, das damals im Jahr 2001 mit Hilfe der Zeugin Shana erstellt wurde. Und in dem Moment kommt Charles der Gedanke, dass er das sein könnte.
In den jetzt folgenden Wochen hat er immer wieder Waage Erinnerungen an die Nacht vom 31. Oktober 2001. Flashbacks und er träumt auch von den Dingen, die sich in dieser Nacht zumindest in seiner Vorstellung ereignet haben. Jedes Mal, wenn er das Phantombild aufs Neue angesehen hat, so wird Charles später berichten, hatte er diese Träume und Flashbacks aus der Tatnacht und denkt immer öfter darüber nach, ob er der Mörder von Kent Heidehold sein könnte.
Doch dabei denkt Charles nicht nur an sich selbst. Er will sich nämlich auch daran erinnern, in der Halloweennacht 2001 mit seinem Freund Ryan Ferguson zusammen in der Innenstadt von Columbia unterwegs gewesen zu sein. Ryan und Charles, damals beide 17 Jahre alt, gingen an diesem Mittwoch in mehrere Bars und Kneipen.
Unter anderem hielten sie sich auch eine ganze Zeit lang im By George auf, einem Club in der Stadt nur wenige Blogs vom Tatort, dem Parkplatz der Daily Tribune entfernt. Charles will sich außerdem daran erinnern, dass er und Ryan getrunken haben in dieser Nacht und dass vor allem er sehr viel Alkohol und eventuell auch Drogen konsumiert hat, weswegen er eine Art Blackout hatte am Ende des Abends und sich an die genauen Ereignisse der Nacht nicht mehr erinnern kann bis jetzt, bis er das Phantombild gesehen und den Zeitungsartikel zu Kenz
Ermordung gelesen hat. Und der Gedanke an dieses Phantombild, der Gedanke, dass er das sein könnte, seine Flashbacks in Bezug auf die Tatnacht, seine bruchstückhaften Erinnerungen und Träume davon, dass er und sein Freund Ryan Kent in dieser Nacht getötet haben könnten. Das alles lässt Charles Ericson keine Ruhe mehr und es beschäftigt in irgendwann Tag und Nacht.
Und ganz genau darum, weil ihm das alles einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will, entschließt sich Charles Ericson dazu mit seinem Freund Ryan Ferguson, mit dem er ja damals in der Tatnacht Ende Oktober 2001 in der Stadt unterwegs gewesen sein will, über alles zu sprechen, über seine Vermutungen, über seine Gedanken, über seine Flashbacks, seine Träume in Bezug auf den Mord an Kent Heithhold.
Und es kommt dazu, dass Charles und Ryan im Spätherbst 2003 auch auf derselben Party eingeladen sind und dort dann aufeinander treffen. Und diese Gelegenheit nutzt Charles jetzt, um mit Ryan zu sprechen. Und nachdem er ihm alles erzählt hat, was ihm durch den Kopf geht, weist Ryan das alles vollkommen ungläubig zurück.
Zwar waren er und Charles tatsächlich in dieser Nacht in der Stadt zusammen unterwegs, doch Ryan versucht seinen Freund zu beruhigen. Er sagt Charles, dass er ihn damals nach Hause gefahren hat am Ende der Nacht und er versichert ihm auch, dass sie mit diesem Verbrechen nicht das Geringste zu tun haben.
Doch auch dieses Gespräch mit seinem Freund Ryan hat Charles Ericson nicht von seinen Gedanken abbringen oder ihn in irgendeiner Weise beruhigen können. Ganz im Gegenteil. In seinem Kopf formt sich jetzt offenbar immer mehr die Überzeugung, etwas Schreckliches in Bezug auf Kent Heithhold getan zu haben, ohne dass er dabei aber Erinnerungen an Details aus dieser Nacht hat.
Und genau darum vertraut er sich dann im Dezember 2003, also zwei Monate, nachdem er den Artikel in der Zeitung gelesen und das Phantombild gesehen hat und mit Ryan gesprochen hat, zwei weiteren Freunden, Nick Gibblin und Art Figer Roer an und auch diesen beiden erzählt er das alles. Und einer dieser beiden Freunde von Charles nimmt das, was er sagt, dann auch sehr ernst und entschließt sich dazu, die zuständigen Ermittler im Fall Kent Heidehold zu informieren.
Und so wird die Polizei von Columbia zum ersten Mal überhaupt auf Charles Ericson aufmerksam, woraufhin man den inzwischen 19-jährigen Anfang März 2004 auf dem Gelände seiner Universität festnimmt und aufs Polizeirevier bringt. Und in seiner Befragung wird Charles mit den Aussagen, die er gegenüber seinen Freunden gemacht hat, konfrontiert und zu den Geschehnissen aus der Halloweennacht 2001 befragt.
Und Charles erzählt den Ermittlern auch, woran er meint, sich aus dieser Nacht noch erinnern zu können, wobei er auch dabei sehr wage bleibt. Charles berichtet, dass er und sein Freund Ryan Ferguson beide besuchten zu dieser Zeit dieselbe Highchool, am Abend des 31. Oktober 2001 zunächst im Haus eines Bekannten in Columbia gewesen sind und im Anschluss daran in die Stadt feiern ging.
Die beiden verbrachten dann die meiste Zeit des Abends im Club bei George, der sich nur einige Blogs entfernt von Kent Heideholz Arbeitsstelle, der Daily Tribune befand. Und dort hätten die beiden dann Alkohol getrunken und Charles sagt auch, dass er nicht ausschließen kann in dieser Nacht Drogen genommen zu haben.
Jedoch da dieses Verhör mit Charles Ericson jetzt auf dem Polizeirevier auf Video aufgezeichnet worden ist, konnte man später sowohl hören als auch sehen, wie diese Befragung im Detail eigentlich ablief. Und Charles wirkt auf den Aufnahmen anfangs sehr unsicher und verwirrt vor allen Dingen, als er zu seinen Erinnerungen die Tatnacht betreffend befragt wird.
Und Charles gibt auch immer wieder an, große Erinnerungslücken zu haben. Er sagt, dass er damals einen Blackout hatte und das alles für ihn sehr schämenhaft sei. Und an einem bestimmten Punkt in diesem Verhörraum sagt Charles sogar den Satz: “I could be sitting here fabricating all of this.” Also zu Deutsch, es wäre möglich, dass ich hier sitze und mir das alles nur ausdenke.
Ein bemerkenswerter Satz, der ja schon andeutet, dass er sich seiner Sache in keinster Weise sicher war. Und auch im weiteren Verlauf des jetzt folgenden stundenlangen Verhörs zeigt sich deutlich, dass Charles Wissen über die Tatnacht lückenhaft gewesen ist. Z.B. wird er von den Ermittlern an einem bestimmten Punkt gefragt, womit Kent Heithhold stranguliert wurde.
Denn wenn er derjenige war, der ihn getötet hat oder wenn er dabei war, als jemand anders Kent Heidehold getötet hat, dann müsste er das wissen, womit er stranguliert wurde, eigentlich haben. Denn an dieser Stelle ist wichtig zu wissen, dass die Information das kennt mit seinem eigenen Gürtel. getötet wurde, nie an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Das war etwas, was man auf Seiten der Polizei offenbar als Täterwissen eingestuft für sich behielt. Das heißt also Charles Ericson konnte, als er jetzt in diesem Verhörraum sitzt, nicht wissen, womit Kent Heidehold stranguliert worden ist, außer er hätte es selbst getan oder er wäre dabei gewesen, als es jemand anders tat. Doch als er jetzt in seinem Verhör gefragt wird, womit Kent Heidehold stranguliert wurde, sagt Charles zunächst, dass das Strangulationswerkzeug ein T-Shirt war.
Und als die Polizei ihm dann den Hinweis gibt, dass das nicht stimmt, sagt er, es könnte auch ein Gummiseil gewesen sein. Und trotzdem, dass er also jetzt schon zweimal daneben lag, einmal mit dem T-Shirt und einmal mit dem Gummiseil, verrät die Polizei Charles Ericson in diesem Verhör, dass Kent Heithhold mit seinem eigenen Gürtel stranguliert worden ist, woraufhin Charles dann gesagt haben soll, daran kann ich mich überhaupt nicht erinnern.
Doch trotz dieser massiven Lücken in Charles Aussagen geht dieses Verhör jetzt stundenlang weiter. Und Schritt für Schritt schien es so zu sein, als ob man diesem jungen Mann Charles Ericson immer mehr Details und auch ein mögliches Motiv für den Mord ankennt Heithhold mit Hilfe von suggestivfragen, na ja, sagen wir mal, nahegen wollte, denn suggestivfragen sind eben Fragen, die bereits eine Antwort nahe oder den Befragten in eine bestimmte Richtung drängen wollen.
Sie beeinflussen also die Antwort, statt neutral nach Informationen zu fragen und es schien darüber hinaus auch so zu sein, dass umso weiter dieses Verhör vorangeschritten ist und diese Art der Befragung auch vorangeschritten ist, Charles Erinnerungslücken in gewisser Weise aufgefüllt wurden und am Ende war er dann auch plötzlich dazu in der Lage, ein voll umfängliches Geständnis abzulegen.
Und das, obwohl Charles Ericson, als er Stunden zuvor in diesen Verhörraum gebracht wurde, noch nicht einmal wusste, wie Kent Heithhold eigentlich ermordet worden ist. Und falls ihr euch an dieser Stelle fragt, meine Lieben, wie so etwas überhaupt möglich sein kann, dass da kein Anwalt daneben sitzt, der dieses Verhör an der Seite von Charles Ericson begleitet und interveniert.
Wenn die Polizei meint, sie kann stundenlang links, rechts und vorne und hinten sugestiv Fragen stellen, dann muss ich euch leider sagen, ich habe keine Antwort auf diese Frage. Ich kann mir nur vorstellen und ich habe bei meiner Recherche zu diesem Fall intensiv über diesen Punkt nachgedacht, dass die Polizei Charles Ericson an diesem Tag verhaftet und ihn aufs Revier gebracht hat, er ja schon über viele Wochen hinweg die starke Vermutung hatte, die Gedanken in seinem Kopf hatte, nachdem er das Phantombild gesehen hat, nachdem er den
Zeitungsartikel gesehen hat, dass er und sein Freund Ryan etwas mit dem Tod von Kent Heidehold zu tun haben könnten. Und als er denn auf dem Revier war, in diesem Verhörraum saß, da hätte er sofort einen Anwalt hinzuziehen müssen, was sein gutes Recht gewesen wäre und was man jedem in so einer Situation auch nur wärmstens ans Herz legen kann.
Aber genau das ist nicht geschehen. Anstatten wurde dieser junge Mann, der ohnehin, wie man ja auch am Anfang gesehen hat, sehr verunsichert war mit dieser Idee im Kopf, er könnte das gewesen sein, stundenlang mit suggestivragen bombardiert und am Ende kam das raus, was rauskam, nämlich ein Geständnis. Und was jetzt daraufhin als nächstes folgt, ist die Verhaftung von Ryan Ferguson, denn Charles hatte ja seinen Freund Ryan nicht nur bezichtigt in der Tatnacht an seiner Seite gewesen zu sein.
Charles hat ja auch ausgesagt, Ryan sei derjenige gewesen, der Kent Heidehold mit seinem eigenen Gürtel stranguliert und ihn dadurch getötet hat. Doch als jetzt kurze Zeit später noch am selben Tag Ryan Ferguson den Ermittlern gegenüber sitzt, streitet dieser genau das kategorisch ab und sagt, dass Charles sich das alles nur einbilden würde.
Zwar gibt Ryan zu, dass die beiden in der Halloween Nacht 2001 tatsächlich in der Innenstadt von Columbia gewesen sind und der bestätigt auch, dass sie zusammen tatsächlich in diesem Club waren. Jedoch sagt Ryan, dass er selbst kaum Alkohol getrunken hat in dieser Nacht, weil sie mit seinem Wagen unterwegs gewesen sind und er der Fahrer war.
Außerdem zeigt sich Ryan schockiert über Charles Aussagen und gibt an, dass er sich ganz sicher ist und sich auch noch gut daran erinnern kann, dass die beiden den Club um kurz nach 1 Uhr nachts in der Stadt verlassen haben und dass er den stark betrunkenen Charles sicher zu Hause abgesetzt hat. Jedoch man muss sagen, dass die Polizei diesen Angaben von Ryan offenbar keinerlei Bedeutung beigemessen hat und das, obwohl Ryan im Gegensatz zu Charles glas klar in seinen Aussagen war, keine Erinnerungslücken hatte, sich noch gut erinnern konnte und dazu kommt, dass
weder Ryan Ferguson noch Charles Ericson jemals zuvor Schwierigkeiten mit der Polizei oder mit dem Gesetz gehabt haben. Im Jahr 2001 waren die beiden in ihrem Abschlussjahr an der Highschool zwei 17 Jahre alte Schüler ohne Vorstrafen. Die Nachricht, dass zwei junge Männer wegen dem Mord an Kent Heiold verhaftet worden sind, schlägt in der Stadt jetzt hohe Wellen, denn niemand hatte damit gerechnet, dass es ausgerechnet zwei im Jahr 2001 Jahre alte Teenager gewesen sein sollen, die diese brutale Tat begangen haben.
Und auch in der Redaktion der Daily Tribune war man darüber offenbar sehr überrascht, zumal die Polizei anscheinend den Eindruck vermittelt hat, dieser Fall sei jetzt gelöst und abgeschlossen. Und das und an dieser Stelle jetzt bitte einmal gut aufgepasst, meine Lieben, trotz folgender Fakten. Die fremdenfängerabdrücke, die man am Tatort sichern konnte, gehören weder zu Ryan noch zu Charles.
Das Haar, das man bei der Autopsie in Kentheit holzrechter Handfand, gehört ebenfalls zu keinem der beiden. Die DNA, die man hat, gewinnen können. Auch hier kein Treffer mit den beiden angeblichen Tätern. Und auch in Ryan Fergusons Wagen, den sie ja angeblich nach dieser blutigen Attacke auf Kent Heidehold als Fluchtauto benutzt haben, auch darin fand sich nicht der Hauch einer Spur auf dieses Verbrechen.
Keine Fasern, keine Haare, kein Blut, keine DNA von Kent Heithhold. kein Schraubenschlüssel weit und breit zu finden, weder mit noch ohne Blut, obwohl dieser ja angeblich benutzt worden sein soll, um Kent Heithhold auf den Kopf zu schlagen. Und den Gürtel, mit dem man ihn dann letztendlich getötet hat, den konnte man ja ohnehin von Anfang an nirgendwo mehr finden.
Mit anderen Worten, es gibt keinen einzigen physischen Beweis, der Ryan Ferguson und Charles Ericson mit dieser Tat in Verbindung bringt. einen. Das einzige, was man hat ist Charles Aussage bei der Polizei und die Beschreibung der Zeugen Shana und mit deren Hilfe das Phantombild erstellt wurde damals im Jahr 2001 und die die beiden Täter als weiße Männer im Collegealter beschrieben hat.
Und trotzdem werden jetzt sowohl Charles als auch Ryan, der nach wie vor wehementend abstreitet, etwas mit dieser Tat zu tun zu haben, wegen Mordes zweiten Grades und Raub ersten Grades angeklagt. Charles Ericson entscheidet sich dazu, mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren und bekommt dafür einen Deal. Im Tausch gegen sein Schuldbekenntnis und die Bereitschaft gegen Ryan in dessen Prozess auszusagen, reduziert die Anklage Charles Strafe auf 25 Jahre Gefängnis.
Ryan dagegen pläiert in seinem Prozess, der im Oktober 2005 im Boon County Courthaus in Columbia beginnt und bei dem jetzt Charles Ericson als Kronzeuge im Zeugenstand sitzt, auf nicht schuldig. Doch wie gesagt, die Staatsanwaltschaft hatte keinen einzigen physischen Beweis, dass Ryan Ferguson in dieser Halloween Nacht 2001 überhaupt am Tatort war geschweige denn hatten sie einen Beweis, dass er Kent Heithhold getötet hat.
Und genau darum stützt sich jetzt die Anklage im Prozess gegen Ryan auf zwei Zeugen. Zum einen natürlich auf Charles, der im Zeugenstand als Kronzeuge jetzt noch einmal ausführlich das schildert, was er in seiner Vernehmung bei der Polizei erzählt hat und noch viele weitere Details darüber hinaus, wie er und Ryan in der Tatnacht Kent Heithhold überfallen und dann gemeinsam den Mord begangen haben.
Und dabei war Charles jetzt erstaunlich präzise, von Erinnerungslücken keine Spur mehr. Aber zum anderen hatte die Staatsanwaltschaft jetzt noch einen weiteren Zeugen auf ihrer Seite, nämlich den Gebäudereiniger Cherry Trump. Also den Mann, wir erinnern uns zurück, der zusammen mit Sha eine Zigarette rauchen war, unmittelbar, nachdem sich die Tat auf dem Parkplatz abgespielt haben muss.
Das Erstaunliche hierbei ist jedoch, Cherry Trump hatte ja im Jahr 2001, als er von der Polizei befragt worden ist, gesagt, dass er zwar wahrnehmen konnte, dass diese beiden jungen Männer ungefähr Anfang 20 waren und dass sie auch weiße Männer gewesen sind, jedoch dass er sie nicht weiter beschreiben kann, weil er sie nur als schämenhafte Figuren aus etwas weiterer Entfernung gesehen hat.
Doch jetzt auf einmal dre Jahre später im Prozess gegen Ryan Ferguson ist sich Jerry Trump ganz sicher, dass die beiden Täter Charles und Ryan waren. Jedoch sollte man eines über Jerry Trump wissen. Einige Zeit nach dem Mord an Kent Heidehold verlor Cherry Trump seine Stelle als Gebäudereiniger bei der Daily Tribune, weil er ins Gefängnis musste.
Und Jerry wird erzählen, dass während seiner Zeit im Haft er von seiner Frau eines Tages einen Zeitungsartikel zugeschickt bekommen hat, in dem stand, dass jetzt zwei Männer wegen dem Mord an Kent verhaftet worden sind. Und unter diesem Artikel waren auch die beiden Bilder dieser angeblichen Täter abgedruckt, nämlich das von Charles Ericson und das von Ryan Ferguson.
Und Cherry Trump behauptet, in dem Moment, als er also im Gefängnis diese Zeitung aufschlug und diese beiden Bilder sah, es plötzlich Klick gemacht hat und er, Ryan und Charles als die beiden Männer wieder erkannt hat, die er damals im Jahr 2001 auf dem Parkplatz, zumindest war das seine Aussage gegenüber der Polizei, nur schämenhaft in etwas weiterer Entfernung gesehen haben will.
Doch jetzt ist er sich ganz sicher, das waren die beiden Täter. Doch man muß sagen, diese beiden Zeugenaussagen, die von Charles Ericson, der sich ja bereits schuldig bekannt hat und jetzt auch die nachträgliche Identifizierung von Cherry Trump waren trotzdem äußerst belastend für Ryan Ferguson, der jetzt also wegen Mord und Raub vor Gericht steht.
Und auch wenn die Verteidigung vorgebracht hat, dass es keine forenzischen Beweise gibt, die Ryan mit dem Tatort oder mit dem Mord in Verbindung bringen, glaubt es oder nicht, nach wenigen Stunden Beratung wird der inzwischen 21 Jahre alte College Student Ryan Ferguson am 21. Oktober 2005 wegen Mord des und Raub ersten Grades schuldig gesprochen und zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt, 30 für den Mord, 10 für den Raub.
Ryan und seine Familie, der sehr nahe stand, haben dieses Urteil offenbar vollkommen fassungslos im Gerichtssal entgegengenommen und Ryan hat weiterhin immer beteuert, unschuldig zu sein. Und an dieser Stelle, ich meine, ich kann mir durchaus vorstellen, dass die einen oder anderen von euch sich jetzt denken werden, wie konnten die ihn nur schuldig sprechen? Was hatten die da wieder für eine Jury sitzen? Was waren das wieder für zwölf Geschworene? Die haben anscheinend wieder nicht zugehört.
Ich kann mir schon vorstellen, dass das dem einen oder anderen von euch jetzt durch den Kopf geht, denn die DNA passt nicht, die Fingerabdrücke passen nicht, das Haar passt nicht, es gibt keine Tatwaffe, keine Spuren in Ry Wagen. Jedoch muss man eines trotzdem bedenken. Die Geschworenen hatten in diesem Prozess zwei Aussagen von zwei Augenzeugen.
Einer davon hat die Tat gestanden und im Gerichtssal detailliert geschildert in allen Einzelheiten, was passiert sein soll und als Geschworer, wenn man das hört, dann glaubt man Charles Ericson das wahrscheinlich, denn warum sollte ein junger Mann einen Mord gestehen und präzise darüber aussagen können, wenn er nicht dabei gewesen ist? Und dann kommt noch etwas anderes mit dazu.
Die Geschwornen in so einem Gerichtsprozess können ihr Urteil aufgrund dessen fällen, was sie in diesem Gerichtsprozess zu hören bekommen. Und wie sich bald herausstellen wird, haben sie sehr vieles nicht zu hören und auch nicht zu sehen bekommen. In der Öffentlichkeit wurde der Schuldspruch gegen Ryan Ferguson wohl sehr unterschiedlich aufgenommen.
Zum einen war dann natürlich Kentheithols Familie, die nun endlich die vermeintliche Gewissheit hatte, dass diejenigen, die für den Mord verantwortlich gewesen sind, gefasst und verurteilt wurden. Andererseits gab es aber auch sehr viele Menschen, die dem Ganzen eher mit gemischten Gefühlen gegenüber standen, darunter auch sehr viele Journalisten, die während des Prozesses im Gerichtssalwesend waren und anschließend darüber geschrieben haben.
Denn man muss sagen, am Ende stützte sich die Beweislage ausschließlich auf zwei Augenzeugen, nämlich auf Charles Ericson und auf Cherry Trump. Und in beiden Fällen muss man sagen, dass man da durchaus ein Fragezeichen dahinter setzen kann, zumal Charles Ericson, als er im Prozess von der Verteidigung ins Kreuzverhör genommen wurde, sehr schnell nervös und unsicher geworden ist, gerade dann, als die Verteidigung ihn mit seinem Verhör auf dem Polizeirevier konfrontiert hat.
Und auch Cherry Trumps plötzliche Eingebung, dass Ryan und Charles die Täter waren und er sie Jahre später, während er selbst im Gefängnis saß, auf einmal erkannt haben will, wurde von der Verteidigung als absolut unplausibel bezeichnet und von vielen Journalisten später massiv kritisiert. Doch trotzdem Ryan bekam 40 Jahre und sitzt nach dem Urteil in einem Gefängnis in Missouri, während Charles jetzt ebenfalls seine 25-jährige Haftstrafe antritt.
Doch Ryan und seine Familie hören auch in den jetzt kommenden Jahren nicht auf zu kämpfen. Die Fergusons starten eine öffentliche Kampagne. Überzeugt davon, dass ihr Sohn unschuldig hinter Gittern sitzt, wenden sie sich an verschiedene Wrongf Conviction Advocancy Groups, also Organisationen, die sich gegen Fehlurteile einsetzen.
Brian schrieb wohl auch während seiner Zeit in Haft viele Briefe an Charles, in denen er ihn darum gebeten hat, die Wahrheit zu sagen und ihm auch Hilfe anbot, denn Ryan war der festen Überzeugung, dass Charles in irgendeiner Art und Weise manipuliert worden sein muss. Die Verurteilung von Ryan Ferguson, dieser ganze Prozess und die Tatsache, dass Charles Ericson den Mord an Kent Heideehold gestanden und dann auch gegen Ryan im Prozess ausgesagt hat, bleibt in den Medien über sehr lange Zeit hinweg präsent und nachdem sowohl CBS als auch NBC Dateline
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