GRAUSAMER VERRAT, LÜGEN UND EIN MORD … Wer tötete Heather Strube ? … T
GRAUSAMER VERRAT, LÜGEN UND EIN MORD … Wer tötete Heather Strube ? …

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Der 26. April 2009 ist ein warmer Frühlingstag in der kleinen Stadt Snellville im Nordosten des US-Bundesstaates Georgia.
Und wie so oft herrscht auch an diesem Sonntagnachmittag auf dem Parkplatz des ortsansässigen Targets eines Supermarkts am Presidential Market Shopping Center von Snellville Hochbetrieb. Denn während die einen gerade erst ankommen und einen Parkplatt suchen, laden die anderen, die ihre Einkäufe bereits erledigt haben, diese in ihre Autos ein.
Und es ist wie üblich auf so einem Supermarktparkplatz ein ständiges Kommen und gehen im Gange und jeder ist irgendwo auch mit sich selbst beschäftigt. Bis dann, wie aus dem Nichts auf einmal ein Schuss fällt. Panik bricht aus, Menschen schreien um Hilfe, irgendjemand wählt den Notruf. Und als die Rettungskräfte in Begleitung mehrerer Polizeistreifen kurze Zeit später auf dem Parkplatz ankommen, sehen sie sich auch tatsächlich einer verstörenden Szenerie gegenüber, denn eine junge Frau liegt blutüberströmt auf dem Boden neben der Fahrertür ihres Wagens. Offenbar
wurde ihr, während ihr kleiner Sohn in seinem Kindersitz auf dem Rücksitz des Autos gesessen hat, aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen. Bei der jungen Frau, die noch auf dem Parkplatz für Tod erklärt wird, handelt es sich um die 25 Jahre alte Heather Stroop, Mutter eines 18 Monate alten Sohnes, den Polizei wie gesagt angeschnallt in seinem Kindersitz im Auto seiner Mutter vorfindet.
Und gleich mehrere Zeugen geben den Ermittlern gegenüber an, den Täter gesehen zu haben, wie er offenbar zielgenau auf Heather zuging. Nur Sekunden später einfach auf sie geschossen und dann den Parkplatz verlassen hat. Niemand anders wurde verletzt. Offenbar hatte es der Täter tatsächlich gezielt auf Header Stroop abgesehen.
Doch warum? Wer tut so etwas? Wer erschießt eine junge Mutter vor den Augen ihres Kindes und auch vor den Augen so vieler anderer Menschen am helligten Tag auf einem gut frequentierten Supermarktparkplatz. Die Polizei beginnt sofort mit intensiven Ermittlungen. Zeugen werden weiter befragt. Ein Phantombild des Schützen entsteht und die Überwachungskameras auf dem Parkplatz werden ausgewertet.
Doch die wichtigste Frage von allen ist, wer könnte ein Motiv gehabt haben, Heather so etwas anzutun? Und genau mit dieser Frage beschäftigen wir uns in meinem heutigen Video, meine Lieben. Und damit fangen wir immer ganz am Anfang an. Heather Susan Allen kommt am 20. April 1984 in Georgia zur Welt und wächst dort als einzige Tochter ihrer Eltern Buddy und Mary Allen zusammen mit ihren beiden Brüdern Henry und Hunter in der kleinen Stadt Connors etwa 24 Meilen südöstlich der Stadt Atlanta auf.
Heather wurde von den Menschen, die sie gut kannten, als äußerst warmherziger, liebevoller und loyaler Mensch beschrieben. Als jemand, der mit seiner aufrichtigen Art und stets einem breiten Lächeln im Gesicht andere schnell für sich gewinnen konnte. Und Heather ist eine gute Schülerin. Sie besucht die Shilo Highschool in Snellville.
Sie ist sportlich aktiv und liebt es zu tanzen, weswegen sie dann auch ganz schnell den Cheerleadern beitritt. Außerdem war Heather auch bei den Pfadfindern aktiv und sie galt auch als außerordentlich kreativ. Heather hat eine besondere Leidenschaft für Floristik. Sie liebt alles, was mit Blumen zu tun hat und genau das sollte auch später in ihrem Leben noch eine zentrale Rolle spielen.
Jedoch erst einmal geschieht in Heathers Leben noch etwas anderes. Im Jahr 2001, nämlich lernt sie im Alter von 16 Jahren ihre große Liebe kennen. In der Jugendgruppe ihrer Kirchengemeinde trifft sie den ein Jahr älteren Steven Stroop zum ersten Mal. Die beiden verlieben sich hals über Kopf ineinander und sind bald unzertrennlich.
Und auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nach einer typischen Highschool Romanze aussah, so muss man trotzdem sagen, dass Heather und Steven auch nach dem Schulabschluss weiter fest zusammengeblieben sind. Heather beginnt mit ihrem Studium an der Orban University und besucht im Anschluss daran das Georgia Primeter College, wo sie auf ihren Abschluss in Betriebswirtschaft hingearbeitet hat.
Doch neben ihrem Studium hat Heather bereits früh damit begonnen zu arbeiten und zwar genau in dem Bereich, für den sie ohnehin eine große Leidenschaft hatte. Denn Heathers Mutter Mary hatte vor etwas längerer Zeit ein Blumengeschäft mit dem schönen Namen Flowers of Old Town in ihrer Heimatstadt Connors eröffnet.
Und zusammen mit ihrer Mutter arbeitet Heather jetzt auch regelmäßig genau dort im Laden ihrer Familie, wo sie mit viel Liebe zum Detail Blumenarrangements und Streuße für viele Events, unter anderem auch für Hochzeiten gestaltet. Und bei allem kam, wie man sich vorstellen kann, Heathers Kreativität in diesem Bereich voll und ganz zur Geltung.
Und ihr großer Traum war es auch irgendwann ein eigenes Geschäft, einen eigenen Blumenladen aufmachen zu können. Aber nicht nur beruflich, auch privat scheinen sich die Dinge für Heather weiter positiv zu entwickeln, denn im Mai 2004 heiratet sie im Alter von 20 Jahren ihre große Liebe Steven Strop. Und während dieser im Baugewerbe tätig ist, schafft es Heather auf der anderen Seite jetzt ganz bald ihren großen Traum von der Selbständigkeit Wirklichkeit werden zu lassen, denn sie eröffnet tatsächlich ihr eigenes Geschäft, ihren
eigenen Blumenladen, was immer ihr großer Traum gewesen ist. Und dabei wurde sie vor allen Dingen auch von ihren Eltern, aber auch von ihrem Mann Steven tatkräftig unterstützt. Im September 2007 Heather und Steven sind inzwischen seit 3 Jahren miteinander verheiratet. Da kommt dann auch ihr erstes gemeinsames Kind, ihr Sohn Carson zur Welt.
Heather war die beste Mutter, die man sich vorstellen kann. Sie hat Carson mit so viel Freundlichkeit großgezogen. So beschrieb es Heathers beste Freundin Jennifer später. Und auch andere Menschen in ihrem Umfeld Namen war, wie geduldig, sanft und fürsorglich Heather mit ihrem Sohn umging. Und auch Steven soll als Vater sehr präsent und aufmerksam gewesen sein.
Liebevoll baut und gestaltet er z.B. eine schöne Spielecke für Carson im Blumenladen, sodass Heather, wenn sie tagsüber gearbeitet hat, ihren kleinen Sohn bei sich haben konnte. Und auch aus der Familie kam wieder sehr viel Unterstützung nach der Geburt von Carson, darunter auch von Heathers Schwiegermutter, von Stevens Mutter Joanna Hay, die sich nach der Geburt ihres Enkels ganz besonders eingebracht haben soll, denn Joanna hatte bereits zuvor immer mal wieder im Blumenladen bei Heather ausgeholfen und auch Ware ausgefahren, aber jetzt, nachdem Carson
da war, war sie anscheinend ununterbrochen in diesem Laden präsent, wobei Heather anscheinend den Eindruck hatte, dass es ihrer Schwiegermutter nicht in erster Linie darum ging, sie bei der Arbeit zu unterstützen und ihr im Laden zu helfen, sondern dass es Joanna mehr darum gegangen ist, Carson zu sehen.
Und während genau das jetzt auf der einen Seite natürlich irgendwo verständlich ist, wenn eine frisch gebackene Großmutter so viel Zeit wie möglich mit ihrem Enkel verbringen und ihn auch sehen will, so hat es trotzdem nicht lange gedauert und Heather war wohl von der ständigen Anwesenheit ihrer Schwiegermutter genervt.
Vor allen Dingen, weil diese Carson jetzt immer öfter mit sich aus dem Laden mitnehmen wollte. Heather hatte anscheinend den Eindruck, dass ihre Schwiegermutter sich ganz selbstverständlich die Freiheit herausnimmt, Carson in seinen Kinderwagen zu setzen, wenn sie in den Laden kam und mit ihm das Geschäft zu verlassen.
Wohl oftmals mit der Begründung, dass Heather sich so eine Pause nehmen und sich auf ihre Arbeit konzentrieren kann. Doch genau das war ja gar nicht nötig. Heather hatte ihr Kind sehr gerne um sich und sie hat es ja in den zurückliegenden Monaten seit Carsons Geburt auch wunderbar geschafft, den Laden zu führen, obwohl der Kleine den ganzen Tag über bei ihr war.
Aber abgesehen davon, dass sich Joanna Hayes anscheinend Freiheiten in Bezug auf ihren Enkel herausgenommen hat, die ihr aber eigentlich gar nicht zugestanden haben, soll sie sich auch immer wieder eingemischt und Heather ungefragt Tipps und Ratschläge erteilt haben. Und das war für Heather offenbar mit der Zeit sehr sehr anstrengend.
Und ehrlich gesagt, als ich an dieser Stelle in meiner Recherche angekommen war, hat es auch nicht viel Fantasie gebraucht, um mir vorzustellen, wie anstrengend das tatsächlich für Heather gewesen sein muss. Denn auch wenn ich diese Erfahrung nicht selbst habe, so habe ich auch schon mitbekommen, wenn dann erst das erste Kind da ist und so viele Menschen plötzlich präsent sind und Tipps haben und es glauben besser zu wissen, auch wenn das vielleicht gar nicht böse gemeint ist, dann kann das durchaus nervig sein und gerade für eine junge
Mutter, wie Heather es ja auch war, die ihr eigenes Geschäft hat und jetzt das Baby da ist und dann ist ständig nicht jemand um einen rum, der ja sich da einmischt und Tipps gibt und sich auch gewisse Freiheiten herausnimmt. Also, ich kann schon verstehen, dass das für Heather irgendwann nur noch schwer zu ertragen gewesen ist.
Aber andererseits soll es eben auch so gewesen sein, dass sie anerkannt hat, dass ihre Schwiegermutter vernaht in ihren Enkel ist und deswegen hat sie auch hier und da über das eine oder andere hinweg gesehen. Und Heather war von außen betrachtet nach der Geburt ihres Sohnes auch sehr glücklich. Sie führte ihr eigenes Geschäft.
Sie hat Carsen über alles geliebt und zwischen ihr und Steven schien auch alles gut zu laufen, bis genau das dann plötzlich nicht mehr der Fall war. Denn am 14. Februar 2008, ein wichtiges Datum, ausgerechnet nämlich am Valentinstag, macht Heather eine Entdeckung, die sie verwirrt hat. Sie findet nämlich die Quittung eines Juweliergeschäfts.
Offenbar hatte ihr Mann Steven in diesem Geschäft ein Schmuckstück gekauft, doch Heather hat von ihm nichts geschenkt bekommen. Wobei man an dieser Stelle festhalten muss, dass Heather diese Quittung nicht einfach irgendwo gefunden hat, sondern sie soll ihr, wie es später hieß, von ihrer Schwiegermutter Joanna Hay übergeben worden sein.
Joanna soll Heather diese Quittung mehr oder weniger unter die Nase gehalten haben und als Heather eben gesehen hat, dass Steven anscheinend Schmuck gekauft hat, sie aber nichts geschenkt bekommen hat von ihm, da wollte sie natürlich wissen, was es damit auf sich hat und hat ihren Mann dementsprechend zur Rede gestellt.
Und es hat dann auch nicht lange gedauert und Heather musste erfahren, dass dieses gekaufte Schmuckstück nicht für sie, sondern offenbar für eine andere Frau gedacht gewesen ist. Denn Steven hat zugegeben, eine Affäre zu haben. Und wie man sich vorstellen kann, brach für Heather eine Welt zusammen. Sie und Steven waren zu diesem Zeitpunkt seit vier Jahren miteinander verheiratet.
Ihr gemeinsamer Sohn war gerade erst 5 Monate alt und jetzt das. Doch auch wenn Heather anscheinend versucht hat, ihren Mann zu vergeben und die beiden dann sogar eine Eheberatung aufgesucht haben, am Ende hat all das nichts gebracht. Im Juni 2008 trennt sich das Paar. Soweit ich das bei meiner Recherche nachvollziehen konnte, zog Steven, nachdem er und Heather endgültig getrennt gewesen sind, wieder ins Haus seiner Mutter Joanna Hay in die Nachbargemeinde Lilburne, während Heather weiterhin in Connors in der Nähe
ihres Blumenladens gewohnt hat. Und als dann die Scheidung ein knappes Jahr später, fast wichtiger Punkt, fast durch war, aber noch nicht ganz, lebte der kleine Carson überwiegend bei seiner Mutter Heather. Jedoch durfte Steven seinen Sohn regelmäßig sehen. Doch auch wenn Heather und Steven vor allen Dingen natürlich für ihr gemeinsames Kind auch nach der Trennung versucht haben, weiterhin gut miteinander auszukommen, so hatte man sich doch, um Spannungen und unangenehme Momente zu vermeiden, darauf geeinigt, einen neutralen Platz
zur Abholung bzw. zur Übergabe von Carson zu finden. Dazu legte man sich auf den Parkplatz vor der Warnhauskette Target am Presidential Market Shopping Center in Snellville fest, denn die kleine Stadt Snellville mit ihren gerade einmal 20.000 Einwohnern lag relativ günstig zwischen Heathers und Stevens jeweiligen Wohnorten, weswegen man sich für diese Örtlichkeit als Treffpunkt sozusagen als Übergabeplatz für Karsen entschieden hat.
Und zunächst klappte das anscheinend auch alles relativ gut. Wenn Steven seinen Sohn übers Wochenende bei sich hatte, hat er den kleinen Carson zu einer bestimmten Uhrzeit, die mit Heather vereinbart war, zu diesem Parkplatz bei Target gefahren. Heather kam dazu und hat ihren Sohn dann entgegengenommen. Und umgekehrt war es genauso, wenn Heather wusste, dass jetzt Steven dran ist, Carson zu haben, dann ist sie mit ihm zu diesem Parkplatz gefahren.
Steven kam hin, man hat sich kurz ausgetauscht und Steven hat Carson dann mit sich genommen übers Wochenende und wie gesagt, das hat relativ reibungslos auch geklappt und wurde offenbar zur Routine bis zum 26. April 2009, der Tag, an dem Heather Stroop auf unfassbar brutale Art und Weise ihr Leben verlieren wird. Und das, obwohl am späten Nachmittag dieses Sound Dags jetzt erst einmal alles nach Plan verläuft, denn gegen 17:30 Uhr macht sich Steven Strop, der seinen Sohn übers Wochenende bei sich gehabt hat, auf den Weg nach Snellville, um Carson
am üblichen Treffpunkt auf dem Parkplatz des Presidential Market Shopping Centers an Heather zu übergeben. Und diese wiederum kommt um kurz vor 18 Uhr ebenfalls genau dort an und stellt wie Steven auch ihren Wagen auf dem Parkplatz vor Target ab. Und was jetzt folgt, ist Routine. Es gibt einen kurzen Austausch zwischen Heather und Steven.
Dann nimmt sie ihren Sohn entgegen, bringt ihn zu ihrem Auto und setzt ihn dort in seinen Kindersitz auf der Rückbank, während Steven seinerseits schon wieder in sein Auto einsteigt und wegfährt. Alles ist also mehr oder weniger wie üblich verlaufen. Doch während Heather ihren Sohn in seinem Kindersitz anschnallt, merkt sie nicht, dass sich jemand ihrem Auto nähert.
Und nur Sekunden später hören viele Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkplatz aufgehalten haben, einen lauten Knall. Zeugen werden später berichten, dass Heather vor ihrem Auto im Bereich der Fahrertür stand und sich plötzlich umdrehte als offenbar recht seltsam aussehender Mann direkt vor ihr stehen blieb, in eine schwarze Tasche griff, die er dabei hatte, etwas daraus hervorgeholt hat und dann fiel ein Schuss.
Und während Heather von einem Kopfschuss, der aus nächster Nähe auf sie abgefeuert wurde, vor ihrem Auto auf dem Asphalt zusammenbricht und der Täter sich schnellen Schrittes vom Parkplatz entfernt, ruft einer der Zeugen vor die 911. Doch als die Rettungskräfte nur wenige Minuten später auf dem Parkplatz ankommen und den kleinen Carlson unverletzt und nach wie vor angeschnallt im Kindersitz vorfinden, kommt für die 25 Jahre alte Heatherstroop jede Hilfe zu spät.
Sie ist tot. In der Gerichtsmedizin wird festgestellt, daß Heather durch eine einzelne Schussverletzung in ihren Kopf abgefeuert aus einer Pistole Kaliber 38 zu Tode kam und man konnte ebenfalls feststellen, dass der Täter direkt vor Heather gestanden, ihr die Waffe womöglich sogar an den Kopf gehalten hat, als der Schuss fiel.
Ein unfassbares Verbrechen, ein brutaler Mord am helligsten Tag an einem öffentlichen Ort, bei dem eine junge Frau vor den Augen ihres Kindes und auch vor den Augen vieler anderer Menschen erschossen wurde, während der Täter vom Parkplatz geflüchtet ist. Die Polizei beginnt sofort mit intensiven Ermittlungen.
Der Parkplatz wird großräumig abgesperrt, der Tatort rund um Heathers Auto gesichert und die Spurensicherung macht sich an ihre Arbeit. Da der Täter allerdings unmittelbar, nachdem er auf Heather geschossen hat, vom Tatort flüchtete, ohne etwas zu stehlen. Man fand z.B. Heers Geldbeutel auf dem Beifahrersitz in ihrem Auto, kam man auf Seiten der Polizei schnell zu dem Schluss, dass es sich hier nicht um einen Raub gehandelt haben kann und die Tatsache, dass Carson nach wie vor unverletzt in seinem Kindersitz angeschnallt war, ließ auch
den Schluss zu, dass er nicht das Ziel gewesen sein kann, denn man hatte anscheinend kurz darüber nachgedacht, ob es hier möglicherweise um eine Entführung gegangen sein könnte, darum um Carson zu entführen, aber wie gesagt, er war ja noch da und der Täter ist direkt nach dem Schuss auf Hea geflüchtet.
Es sah also ganz danach aus, als hätte er es gezielt auf sie abgesehen. Und dank einiger Zeugen, die die Tat und auch den Schützen selbst auf dem Parkplatz gesehen haben, konnte man auch ein Phantombild von ihm erstellen. Der Täter wurde als weißer relativ kleiner und dünner Mann mit auffällig strubbeligen schwarzen Haaren und einem Schnurbart beschrieben, wobei die Haare wohl eher laut der Zeugen nach einer Perücke und der Schnurbart ebenfalls unecht ausgesehen haben soll.
Darüber hinaus erhielten die Ermittler jetzt auch Zugang zu dem Material aus den diversen Überwachungskameras des Parkplatzes, auf denen der Täter ebenfalls vor und nach der Tat zu sehen ist. Jedoch war das Material wohl nicht sonderlich gut, weswegen man keine weiteren Details wie z.B. das Gesicht der Person genau erkennen konnte.
Wie man sich vorstellen kann, begann die Polizei bei ihrer Suche nach dem Schützen jetzt zunächst einmal in Heathers engstem Umfeld, denn Ermittlungen dieser Art in solchen Fällen werden meist von innen nach außen geführt. Und dabei stand jetzt ein Name ganz oben auf der Liste, nämlich der von Heathers Fast Exmann Steven Strop, denn man wusste, dass sich die beiden nur kurz bevor der Schuss auf Heather fiel auf diesem Parkplatz getroffen haben.
Und auch wenn es Zeugen gegeben hat, die den Ermittlern klar gesagt haben, dass sie gesehen hätten, wie Steven zu seinem Auto ging und wegfuhr, so musste man genau das selbstverständlich auf Seiten der Ermittler prüfen, denn die Zeugen hatten ja auch angegeben, dass der Schütze verkleidet ausgesehen hat, mit einem offenbar aufgeklebten Schnurbart und einer Perücke aufgetreten ist und man musste prüfen, ob Steven sich nicht möglicherweise im Auto umgez gezogen und dann noch einmal schnell zurückgekommen ist.
Man fährt also zu ihm nach Hause und spricht dort mit Steven und zuvor hat die Polizei auch schon ermitteln können, dass er unter anderem wegen Eigentumsdelikten eine mehrjährige Bewährungsstrafe vor nicht allzu langer Zeit erhalten hat. Jedoch wirkte Steven den erfahrenen Ermittlern gegenüber offenbar vollkommen schockiert und aufgelöst, als er erfuhr, was mit Heather passiert ist.
Und Steven hat auch gesagt, dass er, nachdem er Carson an Heather übergeben hat und sie zu ihrem Auto ging, er selbst zu seinem Wagen gegangen ist, einstieg und losfuhr, was ja auch von Zeugen bestätigt wurde. Und Steven sagt auch, dass er dann direkt von Snellwille aus zum Haus seiner Freundin gefahren ist, die er damals hatte.
Und als die Polizei genau das alles überprüft hat und offenbar feststellen konnte, dass Steven tatsächlich vom Parkplatz schon weg war, bevor der Schuss auf Heather gefallen ist und dass er tatsächlich auch bei seiner Freundin war, wurde er später als Verdächtiger ausgeschlossen. Doch im Zuge ihrer Ermittlungen, die jetzt natürlich intensiv weitergeführt werden, spricht die Polizei auch mit vielen anderen Menschen aus Heathers Umfeld.

Darunter auch Joanna Hay, Stevens Mutter. Und diese war wohl ganz im Gegensatz zu ihrem Sohn weit weniger aufgebracht darüber, was mit Heather passiert ist. Und als sie auf dem Polizeirevier den Ermittlern gegenüber sitzt, präsentiert sie auch ein Alibi für den Tattag. Joanna gibt an, sie sei an diesem Sonntag ins 75 Meilen entfernte Luthersville gefahren, um dort ihre Eltern zu besuchen.
Dabei habe sie sich dann auch in einer Wendys Filiale in der Stadt New etwas zu essen gekauft und Joana legt als Beweis einen Kassenzettel dieser Restaurantkette mit dem Datum des Tattags dem 26. April 2009 und mit dem Zeitstempel 19:19 Uhr vor. Doch genau da werden die Ermittler hellhörig, denn dieser Kassenbeleg beweist, wenn überhaupt nur, dass Joana am Tag um 19:19 Uhr in dieser Wendys Filiale in New gewesen ist und sagt rein gar nichts darüber aus, wo sie um 18 Uhr war, als Heather auf diesem Parkplatz erschossen wurde, denn zeitlich wäre es
für Juana, wie die Polizei anhand einer Fahrzeit und Streckenprüfung ermitteln konnte, durchaus möglich gewesen, am Tatort zu sein um kurz vor 18 Uhr, denn von Snell will bis zu diesem Wendys Restaurant sind es ungefähr 90 Minuten Fahrt. Heißt, selbst mit einem Kassenbeleg von 19:19 Uhr könnte Joanna vorher noch in Snellville gewesen sein und es danach trotzdem noch zu Wendys geschafft haben.
Außerdem stellt sich für die Ermittler nach und nach auch heraus, dass Joanna hinter verschlossenen Türen in extrem abwertender Art und Weise über Heather gesprochen, sie unter anderem als schlechte Mutter bezeichnet haben soll und es war ziemlich offensichtlich, dass sie nichts von ihr hielt. Doch auch wenn Joanna Hay neben ihrem Alibi, das sie in Form eines Kassenzettels präsentiert hat, bei ihrer Aussage auch kategorisch abstritt, irgendetwas mit dem Tod von Heather zu tun gehabt zu haben, so meldete sich dann am 28. April 2009,
also zwei Tage nach der Tat, ein wichtiger Zeuge, der wie wir gleich herausfinden werden, genau das in gewisser Weise in Frage stellt. Der LKW-Fahrer Daryl Meers nämlich meldet sich bei den Ermittlern und berichtet, dass er an dem Wochenende, an dem Heather erschossen wurde, in einem Hotel übernachtet hat, das direkt am Parkplatz des Shopping Centers, also am Tatort lag.
Daryl gibt an, dass ihm genau dort am Samstag dem. April, also nur einen Tag vor dem Mord, während der eine Zigarette geraucht hat, ein weißer Ford Pickup auffiel, der auffällig dort herumgestanden hat und dass er denselben Wagen einen weiteren Tag später, also am Tag, dem 26. April zwischen 17 und 19 Uhr erneut an derselben Stelle sah, wobei ihm dabei die Person, die am Steuer dieses Pickup saß, ebenfalls auffiel, weil diese offensichtlich mit einer Perücke und einem Schnurbart verkleidet war. Aber das ist noch nicht
alles, denn Daryl gibt auch an, dass diese Person hinterm Steuer dieses weißen Pickups, die verkleidet gewesen ist, bemerkt hat, dass sie von ihm beobachtet wird, sei sie sofort mit quietschenden Reifen davon gefahren. Nur zwei Tage, nachdem er diese Aussage gemacht hat, fahren die Ermittler mit dem Zeugen Daryl Meers jetzt in der Umgebung herum in der Hoffnung, dass er möglicherweise irgendwo diesen Pickup herumstehen sieht, denn dieser hatte besondere Merkmale, die Wiedererkennungswert haben könnten.
unter anderem ein sogenanntes Extended Cap, also eine verlängerte Fahrerkabine und auch auffällige Zierleisten an den Seiten. Und während die Polizei jetzt mit Daryl herumfährt, fahren sie auch durch die Straße in Lilburn, in der Joanna Haes wohnt. Und als sie ihr Haus passieren, identifiziert Daryl Meers sofort ihren weißen Pickup, der in der Einfahrt geparkt stand, als genau den Truck, den er auf dem Parkplatz beim Hotel am Tag vor dem Mord an Heather und auch am Tattag zur fraglichen Zeit gesehen haben will. Joanna Hay Alibi, das sie für den
Tag des Mordes anhand einer Quittung vorgelegt hat, war bestenfalls bestenfalls wackelig, denn sie hätte trotzdem, wie die Ermittler auch herausfinden konnten, zur Tatzeit um kurz vor 18 Uhr in Snellville auf diesem Parkplatz gewesen sein können. Und abgesehen davon ist es jetzt ihr weißer Pickup Truck, der von einem Zeugen genau dort gesehen worden ist zur fraglichen Zeit.
Und darüber hinaus gab es noch viele andere Menschen, die den Mann, der auf Heather geschossen hat, als verkleidet beschrieben haben mit einer Perücke und einem offenbar aufgeklebten Schnurbart. Weswegen jetzt die Frage im Raum steht, ob es sich bei diesem Mann in Wirklichkeit um eine Frau gehandelt haben könnte.
Und genau darum sieht man sich jetzt auch erneut die Aufnahmen aus den Überwachungskameras des Parkplatzes an, auf denen der Täter ja ebenfalls zu sehen war. Und dabei sticht nun ein weiteres Merkmal, nämlich ein auffälliger Gang dieser Person ins Auge. Die Art und Weise, wie sich der Täter in dem Überwachungsvideo fortbewegt, war durchaus auffällig, weswegen man jetzt auf Seiten der Polizei einen ungewöhnlichen Schritt geht.
Man bestellt nämlich erneut Steven Droop aufs Revier ein und zeigt ihm die Aufnahmen aus der Überwachungskamera, die Steven zuvor noch nie gesehen hat. Und seine Reaktion, nachdem er sie gesehen hat, soll wohl sehr aussagekräftig gewesen sein. Körperhaltung, Schrittfolge, das Gangbild.
Solche Bewegungsmuster können nämlich vor allen Dingen, wenn sie zu einem Menschen gehören, der einem nahe steht, sehr schnell und leicht wieder erkannt werden. Und bei Steven Troop schien genau das der Fall zu sein. schien, als würde er die Person, die da auf dem Überwachungsvideo zu sehen ist, kennen, weswegen er sich dann auch kurze Zeit später bereit erklärt vom Polizeirevier aus niemand geringeren als seine Mutter Joanna Hay anzurufen, während die Ermittler im Raum bleiben, das Gespräch mit anhören und auch dokumentieren.
Und in diesem Telefonat spricht Steven mit seiner Mutter Joana genau über das, was er gerade gesehen hat. Und er soll ihr auch gesagt haben, dass diese Person aussieht wie sie, dass sie geht wie sie. Und Steven hat auch gesagt bzw. seine Mutter gefragt: “Mam, warum hast du das getan?” Doch Joanna stritt auch im Telefonat mit ihrem Sohn weiterhin alles ab und sie soll auch gefragt haben, warum sie das hätte tun sollen, also warum sie Heather hätte erschießen sollen.
Jedoch bereits nachdem der LKW-Fahrer und Zeuge Daryl Meers Joanna Hayes weißen Pickup Truck identifiziert hat, wurde der Wagen von der Polizei beschlagnahmt und auf Spuren untersucht und das Ergebnis lag dann jetzt auch vor. In der Fahrerkabine dieses weißen Pickups fand man nämlich nicht nur eine dunkle Faser, wie sie bei perückenmaterial vorkommt.
Darüber hinaus fand man sowohl am Lenkrad des Pickups als auch auf dem Armaturenbrett Schießpulverrückstände. Zusammen mit all den Indizien, die man bisher bereits zusammengetragen hat, reicht das nun aus, um Joanna Hay am 21. Oktober 2009 zu verhaften und sie nicht nur wegen vorsätzlichen Mordes, sondern auch wegen schwerer Körperverletzung und Waffenbesitz während der Begehung einer Straftat anzuklagen. Am 2.
Mai 2011 beginnt der Prozess gegen Joanna Hayes im Quinneth County Superior Court in Lawrenceville, wo die Staatsanwaltschaft ihre starke Indizienkette präsentiert. angefangen mit den zahlreichen Zeugen auf dem Parkplatz am Tatort selbst, die allamt von einem offensichtlich verkleideten Mann mit Perücke und angeklebtem Schnurbad gesprochen haben.
Die gefundenen dunklen Perückenfasern in Joanna Hayes weißem Pickup die Schießpulverrückstände am Armaturenbrett und auch am Lenkrad des Wagens. der LKW-Fahrer und Zeuge Daryl Meyer, der genau ihren weißen Pickup im Umfeld des Tatorts vor und am Tattag selbst gesehen und der ebenfalls über einen verkleideten Mann berichtet hat, der hinterm Steuer dieses Pickups gesessen hat.
Und dann natürlich auch noch das Überwachungsvideo, auf dem Stevenen Stroop, so sah es zumindest aus und so hat sich das auch angehört, seine Mutter erkannt haben will und sie ja dann auch vom Polizeirevier aus angerufen und sie konfrontiert hat. Ein weiterer wichtiger Zeuge in diesem Prozess auf Seiten der Anklage war Joenna Ex-Mann Steven Troop Senior, denn dieser berichtete im Zeugenstand unter eid nicht nur, dass Joana eine Pistole Kaliber 38 besaß, die sie eigentlich ständig bei sich gehabt hat, laut Steven Stroop Senior soll sie sie immer in
ihrer Handtasche mit sich herumgetragen haben, sondern er berichtete darüber hinaus, auch noch von einem Vorfall zwischen ihm und seiner Exfrau aus dem Jahr 1991, bei dem Joana ihm während eines Streits diese Pistole an den Kopf, genauer gesagt direkt an die Stirn gehalten haben soll.
Und wir erinnern uns zurück, Heather wurde mit einer Pistole Kaliber 38 erschossen. Auch ein ehemaliger Arbeitskollege von Joanna Hay, ein Mann namens Paul Pinzino, sitzt in diesem Prozess im Zeugenstand und was er zu sagen hat, ist wirklich kaum zu glauben, denn Paul gibt an, dass Joana ihm am Valentinstag 2008, also an dem Tag, an dem Heather, wir erinnern uns zurück, von ihrer Schwiegermutter diese Quittung präsentiert bekommen hat, die zeigte, dass Steven ein Schmuckstück gekauft hat, allerdings nicht für sie, sondern offenbar für die neue Frau in seinem
Leben, mit der er eine Affäre hatte, weswegen ja die Ehe zwischen Steven und Heather auch in die Brüche ging. An diesem Tag soll Joanna Hayes Paul Pinzino erzählt haben, wie sie einen perfekten Mord begehen würde. Und Paul war sich auch deswegen so sicher, dass es der Valentinstag gewesen ist, weil er an diesem Tag mit Joanna Blumen ausgeliefert hat.
Und während die beiden miteinander unterwegs waren, soll Joana ihm also berichtet haben, wie sie hypothetisch einen perfekten Mord begehen würde und dabei ging sie durchaus ins Detail. Z.B. soll sie gesagt haben, dass sie einen Revolver nutzen würde, um den perfekten Mord zu begehen, weil dieser ihrer Ansicht nach nicht so leicht klemmt.
Außerdem wäre es natürlich auch wichtig, die Tatwaffe nach dem perfekten Mord verschwinden zu lassen, indem man sie z.B. einschmilzt oder in einem See versenkt. Was durchaus interessant ist, wenn man bedenkt, dass die Pistole Kaliber 38, mit der Heather Stroop erschossen wurde, nie gefunden werden konnte.
Außerdem soll Joana gegenüber ihrem Kollegen Paul auch noch erwähnt haben, dass man für den perfekten Mord auch eine Alibi Strategie bräuchte, indem man z.B. eine Kreditkarte zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort einsetzt, um belegen zu können, dass man dort gewesen ist. Zwar sagte Paul Penzino im Zeugenstand ganz klar, dass das, was Joana ihm da erzählt hat, hypothetisch gewesen ist und dass sie das auch anscheinend so ausgedrückt hat.
Aber die Parallelen zu dem, was dann ein Jahr später mit Heather Stroop geschah, die waren doch sehr auffällig. In der Theorie der Staatsanwaltschaft wollte Joanna Hay ihre noch schwiegertochter Heather, die sie ohnehin nicht mochte und die sie auch für eine schlechte Mutter hielt, loswerden, um nach der endgültigen Scheidung, wenn diese durch ist, die volle Kontrolle über ihren Enkelsohn Carson zu erlangen.
Und Heather stand ihr dabei schlicht und ergreifend im Weg. Und das unter anderem genau das tatsächlich Joanna Hay Motiv. für diesen brutalen Mord gewesen sein könnte. Dafür gab es im Prozess noch einen weiteren Zeugen, nämlich eine Mitinsassin von Joana, mit der sie zusammen vor ihrem Prozess in Untersuchungshaft gesessen hat.
Diese Frau sitzt im Zeugenstand und gibt an, Joanna hätte ihr den Mord an Heather gestanden. Joanna hat zugegeben, dass sie diejenige war, die Heather in den Kopf geschossen hat. Sie soll das auch so gesagt haben. Zu ihr hat sie nämlich gesagt, dass sie dachte, dass Heather, wenn die Scheidung erst einmal endgültig durch ist, das alleiniges Sorgerecht für Carlson beantragen könnte.
Und das wäre dann, Achtung, laut Joanna Hay gegen Gottesvorstellung von Familie und das würde die Familie endgültig komplett auseinanderreißen. Wobei ich an dieser Stelle die steile These wagen würde, dass Joanna Hay absolut keine Ahnung davon hat, was Gottes Wille ist. Aber sie hat sich anscheinend, zumindest verstehe ich das jetzt dazu berufen gefühlt zu handeln, denn die Staatsanwaltschaft hatte ja schon das Motiv für den Mord vorgebracht, dass Joanna die volle Kontrolle über ihren Enkel wollte und laut dieser Gefängnisinsassin, die eben auch im
Zeugenstand ausgesagt hat, soll Joana eben ihr gegenüber gesagt haben, dass sie vermutet hat, Heather würde das alleinige Sorgerecht für Karsen beantragen und ja, dann musste sie offensichtlich handeln und deswegen hat sie Heather erschossen. Und auch wenn Joanas Verteidiger im Prozess offenbar sein Bestes gegeben hat, die Zeugenaussagen zu diskreditieren und seine Mandantin als unschuldig darzustellen, so konnte er die Geschworenen damit nicht überzeugen, denn am 18.
Mai 2011 wurde Joanna Hay in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe mit der Möglichkeit auf Bewährung nach 30 Jahren verurteilt. Auch Steven Strop Joannas Sohn hat in ihrem Prozess ausgesagt, wobei er inzwischen anscheinend nicht mehr der Meinung war, dass seine Mutter tatsächlich die Täterin gewesen ist.
Und Steven hat auch gesagt, dass er damals, als er auf dem Polizeirevier diese Aufnahmen aus der Überwachungskamera gesehen hat, von den Ermittlern beeinflusst worden ist. Und auch wenn das selbstverständlich genauso gewesen sein kann, so muss ich am Ende sagen, wo wir jetzt auch bei meiner persönlichen Meinung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe, angekommen sind, dass ich das nicht glaube.
Ich persönlich glaube, dass Stevens Troop sehr wohl, als er dieses Überwachungsvideo gesehen hat, seine Mutter Joanna erkannte. Und ganz genau darum hat er ja dann auch darauf so reagiert, wie er reagiert hat, nämlich fassungslos. Und er hat seine Mutter ja dann auch vom Polizeirevier aus angerufen und er soll in diesem Telefonat gesagt haben, sie sieht so aus wie du.
Sie geht wie du und er soll sie gefragt haben: “M, warum hast du das getan?” Und wenn er jetzt einige Jahre später im Gerichtsprozess auf einmal der Meinung ist, dass sie das doch nicht war und sagt, dass er beeinflusst worden ist, dann kann das wie gesagt genauso sein, aber ich persönlich glaube es nicht. Und abgesehen davon gab es ja auch noch sehr viele weitere starke, sehr starke Indizien dafür, dass Joanna Hayes diejenige gewesen ist, die Heather Stroop am 26. April 2009 erschossen hat.
Und auch was das Motiv angeht, muss ich sagen, dass ich mich da der Einschätzung der Staatsanwaltschaft und auch dem anschließen möchte oder bzw. das Glaube, was diese Mittinsassin vor Gericht gesagt hat, weil das passt für mich auch relativ gut alles zusammen mit dem, was die Staatsanwaltschaft als Motiv vorgebracht hat, nämlich, dass Joana davon ausging, dass Heather, wenn die Scheidung erst einmal durch ist, das alleiniges Sorgerecht für Karen beantragen wird.
Und das hätte bedeutet, dass sie so gut wie überhaupt keine Kontrolle mehr hat. Und sie wollte eben ihr Enkelkind Carson für sich ganz alleine haben und Heather stand ihr dabei im Weg. Und so unfassbar sich das auch anhört, aber das ist offensichtlich ihr Motiv gewesen und genug Indizien dafür gab es. Eine in meinen Augen starke Indizienkette.
Sie hat also einem kleinen Jungen für immer seine Mutter genommen. Auf eine unglaublich brutale Art und Weise hat sie das getan. Und deswegen sitzt Joana Hayes meiner persönlichen Meinung nach jetzt auch mindestens mal für die nächsten 30 Jahre genau da, wo sie hingehört, nämlich hinter Gittern. Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses Videos angekommen und wie immer würde mich natürlich auch eure ganz persönliche Meinung und Einschätzung zu diesem Fall interessieren.
Glaubt ihr auch, dass Joanna Hayes schuldig war und dass die Staatsanwaltschaft bzw. auch die Polizei, die Ermittler genug starke Indizien zusammen hatten, um sie zu verurteilen, sie anzuklagen und dass es jetzt darum auch richtig ist, dass sie hinter Gittern sitzt, so wie ich. oder seid ihr vielleicht ganz anderer Meinung? Und was haltet ihr von diesem gesamten Fall? Schreibt es mir gerne unten in die Kommentare.
Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut. Yeah.