Wahre Verbrechen I Niemand verließ das Haus lebend I True Crime Dokumentation – Ty – Part 3
Serienkiller Mörder und ihre Geschichten gibt’s jeden Donnerstag und aktuell auch jeden Sonntag mit einer neuen Episode. Ihr könnt ihn auf allen Plattformen kostenlos hören und abonnieren. Wenn euch der Podcast gefällt, lasst uns gerne eine Bewertung da. Euer Feedback bedeutet uns viel und hilft auch anderen uns zu entdecken.
Mein Name ist Max Spalleck. Bis zum nächsten Mal hier bei Serienkiller und ich bin Diane Helscher. Dieser Podcast ist werbefinanziert und kann deswegen kostenlos auf allen Plattformen angeboten werden. Wenn ihr in diesem Podcast Werbung schalten wollt, schreibt uns gerne an [email protected]. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original.
Diese Folge wurde geschrieben von Klaus Schwartau, deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Alexander von Bagen, Sebastian Schäfer, Theresa Eichhorn, zu Holder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Na doch, am Anfang war es so tatsächlich, dass Vanessa, also mein mein englisches Pondon, die psychologischen Sachen macht und deswegen sagt sie auch Vorsicht, das kann retraumatisierend wirken. Ah, es gibt sogar Rollen.
Ja. Ja. Früher wurde oft gesagt, Vanessa hat sich mit den psychologischen Hintergründen beschäftigt und dann habe ich übernommen und wir haben das aber alles weggekürzt, weil ich bin nicht Vanessa und ich habe mich nicht mit psychologischen Ding beschäftigt, deswegen haben wir das am Anfang immer alles gelöscht und so ist es.
Deswegen kenne ich die Gründe, warum, weil Vanessa hat sich mit dem psychologischen Hintergründen beschäftigt. Es war eine klenacht im Jahr 1995. Der eisige Wind pfiff durch die Wände des Güterwagons. Der Zug fuhr gerade durch Millersburg, Oregon. William Pattet Jor machte sich in seinem Schlafsack noch kleiner.
Der 39-jährige hatte sich extra an eine geschützte Ecke des Wagons gelegt, aber es war immer noch verdammt kalt. Patted war ein sogenannter Freight Hopper, ein blinder Passagier, der Güterzüge als Transportmittel nutzte, um von einem Gelegenheitsjob nächsten zu kommen. Diesmal fuhr er entlang der Southern Pacific Railroad nach Norden, aber er war nicht der einzige.
Sein Mitreisender war ein großer und hagerer Mann mit glattem, ungewaschenen Haar. Aus seinen muskulösen Armen hatte er Tattoos von mystischen Vögeln und exotischen Blumen, die sich umeinander rangten. Als William endlich eingeschlafen war, stand der Fremde langsam auf. Sperliches Mondlicht schien durch die Wagonleisten, so dass ich die gezackte Silhouette des Mannes auf Williams schlafendem Körper abzeichnete.
Der Fremde machte noch einen Schritt nach vorn, ganz leise und behutsam wie eine Katze auf der Lauer. Dann trat er William mit seinem Stahlkappenschuh ins Gesicht. Die Nase brach mit einem hörbaren Knacken und noch bevor sein Opfer schreien konnte, griff sich der Fremde ein Kantholz und holte aus. Er schlug auf Patted ein und hörte auch nicht auf, als sein Opfer schon tot war.
Dabei wiederholte er immer wieder leise flüsternd denselben seltsamen Satz. Take a number and go to the mission. Ziehen Sie eine Nummer und gehen Sie zur Mission. Hi, ich bin Diane Helscher und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.
Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Parcast. In dieser Einzelfolge geht es um Robert Silveria Junior, einen Freid Hopper, der über 10 Jahre als blinder Passagier auf Güterzügen im Westen der USA unterwegs war. In dieser Zeit ermordete er über 30 Menschen, von denen die meisten ebenfalls Freight Hopper waren.
Wir werden uns Silvarias gesamte Biografie anschauen. Von seiner Jugend als Ausreißer und Drogendealer bis hin zu seiner Entwicklung zu einem der schlimmsten Serienkiller in der Geschichte des US-amerikanischen Westens. Außerdem werden wir uns mit der Fahung nach Silveria befassen, die ganze 4 Jahre dauerte.
Von außen betrachtet wirkten die Silverias für eine ganz normale Vorstadtfamilie. Sie lebten in Redwood City, Kalifornien. Robert Zeltern arbeiteten am Flughafen von San Francisco. Sein Vater war für das Personal der Fluggesellschaften zuständig, während seine Mutter im Cateringbüro arbeitete.
Hinter der Fassade wurde es jedoch sehr schnell sehr dunkel. Silvarias Vater war streng und schlug Robert und seine drei Geschwister für jede Art von Fehlverhalten. Als Robert war, fing er an zu rebellieren. Er schwenzte die Schule und experimentierte mit Drogen. Die Folge war, dass er den väterlichen Zorn am heftigsten zu spüren bekam.
Doch je öfter sein Vater ihn verprügelte, desto rebellischer wurde er. Es war ein Teufelskreis. Silverias kleine Vergehen und Streiche entwickelten sich schnell in ernsthaft kriminelles Verhalten. 191 wurde der Zölfjährige beim Einbruch in das Haus eines Nachbarn erwischt. Noch beunruhigender war aber, dass Silveria um diese Zeit auch Anzeichen von sadistischem Verhalten zeigte.
einem Psychiater zufolge, der Silveria später untersuchte, gab er zu, als Kind eine Katze in einen Kaktus geworfen zu haben, der bei ihnen im Garten stand. Die Katze sei sofort gestorben. Als seine Eltern ihn zur Rede stellten, sagte er, dass die Katze von einem Zaun gefallen sei. Silverias beunruhigendes Verhalten wurde von seinem frühen Kontakt mit harten Drogen zusätzlich verschlimmert.
Mit 14 nahm er das erste Mal Heroin. Die Drogen machten Silveria aggressiv. So behauptete er einmal, die Reifenmuttern am Auto seines Vaters entfernt zu haben. Silveria Senior pendelte tagelang mit Reifen zur Arbeit, die nur noch locker an den Achsen hingen. Trotzdem bestrier seinen Vater gehasst zu haben.
Obwohl sein Vater zweifellos missbräuchlich war, beschrieber ihn als guten Versorger, der gearbeitet habe, um seiner Familie alles zu geben, was er hatte. Aber die Beziehung zwischen Silveria und seinem Vater blieb kompliziert und krisenreich. All die negativen Gefühle mussten irgendwohin und Silveria fand ein Ventil in einem Leben, das maßgeblich von Verbrechen bestimmt war.
1980 nahm derjährige Silveria den Pickup seines Vaters ohne ihn zu fragen. Als Silveria Senior den Wagen als gestohlen meldete, spürte die Polizei seinen Sohn auf und verhaftete ihn. Robert kam in uhhaft und wurde wegen Autodiebstahls verurteilt. Weil er aber noch ziemlich jung war, blieb er nicht lange im Gefängnis und die Haft schien ihm auch keine Lektion gewesen zu sein.
Nach seiner Entlassung fing er sofort wieder an Autos zu stehlen. Bald darauf baute er sich ein kleines eigenes Diebstahlgeschäft auf und fuhr bis nach Sacramento, um Autos zu stehlen. Er benutzte einen Schraubenzieher, um den Motor zu starten. fuhr er mit den Autos zu Schrottplätzen, um sie zu verkaufen.
Aber wie er es auch anstellte, das Geld schien nie zu reichen. Der Autodiebstahl war immer mit langen Fahrten verbunden und dann musste er auch noch mit geizigen Altmetallhändlern verhandeln. Es war immer schwer abzuschätzen, wie viel man am Ende wirklich bekam. Silveria suchte also nach einem effektiveren Weg, um schnell so viel Geld wie möglich zu machen.
Er tat sich mit einem Freund zusammen und gemeinsam beschlossen sie einem Drogendealer aufzulauern. Sie folgten dem Dealer zu seinem Haus, zogen sich Skimasken über und hielten ihm eine Schrotflinte unter die Nase. Sie stellten das ganze Haus auf den Kopf und nahmen dem Dealer sein Bargeld und seine Drogen ab. Silveria mußte sich für den Überfall anscheinend nie in irgendeiner Form verantworten.
Trotzdem blieben seine kriminellen Aktivitäten nicht unbemerkt. Seine Eltern vermuteten schon länger, dass er in größere Sachen involviert war und wollten ihm helfen. Silveriers Vater besorgte ihm einen Job als Gepäckabfertiger am selben Flughafen, an dem auch er und seine Frau arbeiteten. Silveria wurde aber schon nach kurzer Zeit wieder gefeuert, weil er bei der Arbeit Drogen genommen hatte.
Donach versuchten die Silverias ihren Sohn für ein paar Wochen in eine Rehaklinik zu schicken, was aber nicht viel brachte. Als Robert wieder draußen war, fing er an Crack und Amphetamine zu nehmen. Er fand einen Job auf dem Bau, gab aber fast sein ganzes Gehalt für Drogen aus. 1980 hatte Silveria mit 21 schon wegen Einbruchs, Autodiebstahls und Motorraddiebstahls im Gefängnis gesessen und er fing gerade erst an.
Als er endgültig genug von den Vorschriften seiner Eltern hatte, tramte er von Kalifornien nach Arizona. Auf dem Weg begegnete er einem Mann Mitte 40, der einverstanden war, Silveria bis noch Tuson Arizona mitzunehmen. Als Silveria einstieg, sah er, dass eine Waffe auf dem Rücksitz lag.
Sie schaute unter ein paar alten Zeitungen hervor. Silveria gefiel das nicht, aber er brauchte die Mitvorgelegenheit. Er gab dem Mann also alles, was er bei sich hatte. $ und ein paar Essensmarken. Nach mehreren Stunden auf dem Highway bog der Fahrer auf eine kleine Schotterstraße ab. Nachdem sie gut 5 km Land einwärts gefahren waren, parkte der Mann und sagte, dass er Pause machen und ein Bier trinken wolle.
Silveria war sofort auf der Hut. Irgendetwas gefiel ihm an diesem Typen nicht. Er musste an die Waffe auf dem Rücksitz denken. Silveria behielt den Fahrer genau im Auge, während der in aller Ruhe sein Bier trank. Dann wandte sich der Mann zu ihm und fragte, ob sie Sex haben wollten.
Svaria wechselte sofort das Thema und fragte den Mann, ob er ihm das Schießen beibringen könne. Er habe doch eine Pistole auf dem Rücksitz. Wiederwillig stiegte ein Mann aus dem Auto und stellte ein paar leere Bierdosen am Straßenrand auf. Er zielte und schoss ein paar der Dosen um. Dann stellte er die Dosen wieder hin und gab Silveria die Pistole.
Er stellte sich hinter ihn, um ihm zu zeigen, wie man die Waffe richtig hielt. Als Silveria zielte, legte der Mann plötzlich seine Arme um ihn und drückte ihn an sich. Silveria drehte sich um und schoss dem Mann ins Gesicht. Er war sofort tot. Blitzschnell zog er die Leiche des Fahrers von der Straße und durchhühlte seine Brieftasche.
Er nahm dem Mann seinen Staatenausweis aus Kentucky ab und seine Social Security Card. Dann legte er die Leiche in den Kofferraum. Svaria fuhr weiter, bis er zu einer Schlucht kam. Er stieg aus, öffnete den Kofferraum und warf den Toten in den Abgrund. Dann sammelte Silveria etwas trockenes Gestrüpp und steckte das Auto mit einer Leuchtpistole in Brand.
Als der Wagen in Flammen aufging, dachte Robert Silveria Junior darüber nach, was er gerade getan hatte. Er hatte seinen ersten Mord begangen und es fühlte sich gut an. 3 Jahre lang fuhr Robert Silveria Junior per Anhalter von Stat zu Start. 1984 lernte der 24-jährige diejährige Tochter eines Bekannten kennen. Er drängte das junge Mädchen in eine Beziehung und heiratete sie noch im selben Jahr in Quincy, Californian.
Die nächsten zwei Jahre führte das Paar ein komplett dysfunktionales Leben. Silveria verlor immer wieder seinen Job, während seine junge Frau versuchte, sein zerstörerisches Verhalten irgendwie abzufedern. Im Sommer 1986 brachte sie ein kleines Mädchen zur Welt und die Familie zog nach Kentucky. Silveria hoffte mit dem Ausweis, den er seinem ersten Opfer abgenommen hatte, an Sozialhilfe und Veteranenleistungen zu kommen.
Aber kaum, dass sie in Kentucky angekommen waren, wurde Silveria verhaftet, weil er seinen letzten Arbeitgeber in Kalifornien bestohlen hatte. Er wurde ausgeliefert und musste ein Jahr ins Gefängnis. 1987 kehrte der 27-jährige nach Kentucky zurück, aber die Zeit im Gefängnis hatte Silveria noch launischer und unstäter gemacht.
Er ließ seine Frau oft Stunden und manchmal tagelang ohne Erklärung zu Hause sitzen. Nach einer Weile begriff Misses Salvaria endlich, dass ihr Mann brogenabhängig war und sich absetzte, um Heid zu werden. Kurz nach dieser Erkenntnis verschwand Silveria erneut und kam nie wieder zurück. Er ging nach Westen und brach den Kontakt zu seiner Frau ab.
Kurz darauf erfuhr er, dass sie sich hatte scheiden lassen und dass er wieder Single war. Die erste Misses Silveria hatte recht mit ihrer Annahme, dass ihr Mann süchtig war. Sein Verschwinden hatte aber nicht nur mit Drogen zu tun. Svaria fing in dieser Zeit auch an als blinder Passagier in Güterzügen mitzufahren.
Das Train Hopping war aber nicht einfach nur ein adrenalingeladenes Hobby. Es hatte sein Ursprung in psychischen Problemen, die Silveria immer mehr beunruhigten. Syveria behauptete in den letzten Jahren seiner Ehe immer wieder geträumt zu haben, seine Frau und seine Tochter zu ermorden.
Er sei häufig mitten in der Nacht aufgewacht, schweißgebadet und verstört. Um seine Familie nicht zu gefährden, fing Silveriaer an aus dem Haus zu gehen, sobald die Träume kamen. Das Trainhopping erwies sich schnell als gutes Ventil für seine tödliche Energie. Es scheint ihm eine ganze Weile gelungen zu sein, seine gewalttätigen Triebe im Zaun zu halten. Bis 1989.
Als Silveria 30 war, überkam es ihn schließlich. Im April sprang er auf einen Zug nach West Sacramento, Kalifornien, wo er seinem zweiten Opfer begegnete, Anthony Garcia. Die genauen Umstände ihrer Begegnung sind nicht bekannt, aber sie endete damit, dass Silveria den 62-jährigen zu Tode prügelte. Nach seinem zweiten Mond versuchte Silveria erneut sesshaft zu werden.
Im November 1990 lernte er seine zweite Frau kennen. Die beiden kamen bei einer Familienfeier ins Gespräch. Ein Cousin der Frau hatte Silveria als Gast mitgenommen. Als die Polizei sie später befragte, sagte sie, dass sie sich gut unterhalten hätten. Seia habe viele spannende Geschichten erzählt. Heute ist klar, dass das Meister davon gelogen war.
So erzählte er seiner zukünftigen Frau z.B., will, dass sein Vater bei den Hells Angels sei. Seine Lügengeschichten überzeugten die Frau. Sie gingen nach Mississippi und heirateten noch imselben Monat. Das Paar zog in einen Trailerpark und Silveria bekam einen Job bei der Dachdeckerfirma seines Schwagers. Die zweite Miss Silveria sagte später, dass sie ihren Mann nie beim Drogenkonsum beobachtet habe.
Es sein aber andere ziemlich seltsame Dinge passiert. Silveria verschwand oft stundenlang. Seine Frau hatte keine Ahnung, wo er war. Eines Tages rief er aus einer Bar in der Nähe an und bat sie darum, ihn abzuholen. Als sie eintraf, sah sie, dass Silveria verletzt war. Er blutete und hatte Schirfunden. Er sagte, dass er überfallen worden sei.
Sie wollte die Polizei rufen, aber Silveria nahm ihr den Hörer aus der Hand. Er sagte, dass er es auf seine Weise klären wolle. Am nächsten Tag ging Silveria zur Arbeit, als wäre nichts gewesen und im Laufe der Zeit nahm sein Verhalten noch schrägere und dunklere Züge an. 1991, vier Monate nach der Trauung, ging es mit Silveria wieder bergab.
Eine Freundin erzählte Misses Silveria, dass ihr Mann drogenabhängig sei. Sie wollte es zunächst nicht glauben. Doch dann stand plötzlich ein Agent der Drogenfahndung bei ihr vor der Tür. Er sagte, dass Silveria Kontakte zur Unterwelt habe und dass gegen ihn ermittelt werde. Mes Silveria wollte herausfinden, was an den Behauptungen dran war.
Sie rief bei befreundeten Polizisten an, die alles bestätigten, was der Drogenfander gesagt hatte. Dann bemerkte sie plötzlich, dass Geld aus ihrem Portemonnee fehlte. Silveria best, um Drogen zu kaufen. Sie setzte ihn kurzer Hand vor die Tür. Kurz darauf war er wieder auf den Schienen unterwegs und dieses Mal wollte er für immer ein Freight Hopper bleiben.
Dafür brauchte er aber erst einmal die Zustimmung der FTRA, der Freight Train Riders of America. Die FTRA ist ein loser Zusammenschluss aus Trainhoppern, der angeblich 1984 in einer Bar in Whitefish Montana gegründet wurde. Die meisten Mitglieder waren Vietnamveteranen. Viele der frühen FRA Mitglieder waren obdachlos oder arbeitsunfähig und hatten mit psychischen Problemen zu kämpfen.
Sie reißen von Stadt zu Stadt, wo sie mit Lebensmittelmarken und gestohlenen Ausweisen handelten. Manche von ihnen waren auch gewalttätig und begingen Raubüberfälle oder dialten mit Drogen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass sich Robert Silveria Junior schnell in diesem Milieu zurecht fand. Um ein vollwertiger Freight Hopper zu werden, musste Silveria eine Weile mit einem erfahrenen FRA Mitglied herumfahren.
Er sollte seinem Mentor beweisen, dass er zäh und unerschrocken genug war. um in der Gruppe zu bestehen. Auf diesen Prüfungsfahrten bekamen die Anwärter und Anwärterinnen ihre Clubnamen. Silveria wurde Sidetrack genannt, weil der Zug auf seiner ersten FDRA Fahrt umgeleitet wurde. Nachdem Silveria offiziell aufgenommen worden war, verschwand er wieder Stunden oder tagelang ohne jemandem Bescheid zu sagen.
Manchmal wurde er von älteren Mitgliedern zum Bier holen geschickt und kam einfach nicht zurück. Wenn er dann endlich wiederkam, hatte er meistens Diebesgut dabei, manchmal sogar gestohlene Autos. Aber Diebstahl allein reichte es Silveria nicht. In einem Zeltlager bei Salt Lake City nennte der 33-jährige 1992 einen Mann namens Huter und dessen jüngere Freundin Blondie kennen.
Die beiden waren ebenfalls Trainhopper. Als Silveria auf ihr Lager stieß Luden Huter und Blondie ihnen auf etwas zu trinken ein. Severia setzte sich zu ihnen und trank ein paar Gläser Schokoladenmilch mit Wodka. Hut gab Blondie ein bisschen Geld und schickte sie in die Stadt, um noch mehr Alkohol zu kaufen.
Als sie weg war, tranken Huter und Silveria weiter. Als beide schon ziemlich betrunken waren, fing Huter an über die FRA zu lästern. Das gefiel Silveria nicht. Ohne Vorwarnung stürzte er sich auf Huter und schlug ihm so hart mit der Faust ins Gesicht, dass er sich angeblich einen Fingerknöchel brach. Huter fiel hinten über und schlug sich den Kopf an einem Stein auf.
Halbwusstlos versuchte er davon zu kriechen. Silveria packte ihn und zerrte ihn hoch. Als Hutter taumelnd vor ihm stand, zog Silveria sein Klappmesser und stach ihm in die Rippen. Dann nahm er eine Holzlatte und schlug auf Huter ein. Silveria schluger so lange auf den Kopf, bis er tot war und rannte davon. Er erwischte einen Zug nach Vancouver, Washington.
Als er ankam, suchte er verzweifelt Hilfe in einer psychiatrischen Klinik. Dort sagte eine der Krankenschwestern aber nur: “Ziehen Sie eine Nummer und setzen Sie sich oder gehen Sie besser gleich zur Mission. Kümmern Sie sich dort um Ihre Probleme. Silveria empfand die Aussage der Schwester als so unverschämte und grobe Zurückweisung, dass er wütend aus der Klinik stürmte.
Von da an entwickelte sich der Satz Take a number to the mission zu einer Art Mordmantra für ihn. Zwei Jahre später, im Jahr 1994, nahm der 35-jährige Sylvia einen Zug nach Telahassi, Florida. Als er ankam, ging er in die Bahnhofshalle, wo sich häufig obdachlose Menschen versammelten. Dort begegnete er dem 52-jährigen Willy Clark, der ebenfalls als Freight Hopper unterwegs war.
Clark bot Silveria an, ihm den Weg zum Welfarebüro von Talahassi zu zeigen. Unterwegs zeigt er ihm auch die besten Mülltonnen für noch essbare Lebensmittel, Ausgabestellen für Essensmarken und Flohmärkte, auf denen man günstig Sachen kaufen konnte. Clark bot Silveria sogar an, ihm etwas Kleidung in einem Secondhandladen zu kaufen.
Doch der Killer empfand die Hilfsangebote seines Gegenübers nicht als freundlich oder fürsorglich. Er fühlte sich herabgesetzt. Und er wurde noch wütender, als Klag ihm das Geld zeigte, dass er bei sich hatte, was wahrscheinlich wesentlich mehr war, als Silveria gerade besaß. Das stressige und gefährliche Leben auf den Schienen hatte Silverias Zündchnur noch kürzer werden lassen.
Und mit jeder weiteren Bemerkung von Clark merkte er, wie seine Wut und Aggression zu einem tödlichen Gemisch verschmolzen. Als Silveria Drogen kaufen wollte, sagte Clark, das Süchtige nichts als Wracks und Diebe sein. Später am Abend trang Klag dann aber selbst eine ganze Flasche Whisky. Da reichte es, Silveria. Die beiden Männer schlugen ihr Lager in einem Park auf.
Clark hatte so viel getrunken, dass er nach ein paar Minuten weggetreten war. Als Clark schlief, entdeckte Silveria ein Stück von einem Metallrohr, das mit Zement gefüllt war. Er hob das Rohr auf, schlicht zu Klag hinüber und er schlug ihn. Auch dieses Mal floh Silveria sofort aus der Stadt. Wenige Stunden später saß er auf einem Güterzug nach Mobil Alabama.
Er fuhr im ganzen Südosten der USA herum und hielt sich nirgends lange auf. In den darauffolgenden Jahren ermorderte er noch mehr Menschen, vor allem Obdachlose, die aus der Not heraus auf den Zügen unterwegs waren. Aber nicht alle seine Opfer entsprachen diesem Profil. Zu diesen Ausnahmen gehörte auch der 20-jährige Michael Garfinkel.
Der junge Mann studierte Ingenieurwissenschaften in Kalifornien und war das genaue Gegenteil des typischen Freight Hoppers. Carfinkel war ein Einserstudent. Er wohnte in einem komfortablen Apartment und soll dreimal am Tag meditiert haben. Schon als Jugendlicher gründete er eine eigene Firma.
Das Train Hopping war nur ein Hobby für ihn. Im August 1994 trat Garfinkel seine letzte schicksalhafte Reise an. Laut Detectives des Amaryville Police Department begegneten sich Garfinkel und Sylvia in North Californien, etwas außerhalb von Sacramento. Silveria soll Garfinkel aus seinem provisorischen Nachtlager vertrieben haben, um es für sich zu nutzen.
Danach erschlug er den jungen Mann mit einem Beilstil. Dieses Mal gab es jedoch Zeugen und Zeuginnen. In der Nähe kämten noch andere Leute, die sofort die Polizei riefen. Silveria floh texanische El Paso. Während Silveria vor dem Welfare Büro wartete, wurde er von einem großen Mann mit Schnurbart und Cowboyhut angesprochen.
Der Mann stellte sich als Charles Randall Boy vor. Er betrieb eine christliche Missionsfarm und brauchte ein paar kräftige Männer, die ihm bei der Arbeit halfen. Geld konnte er keines zahlen, dafür gab es Kost und Logie. Silveria war einverstanden und begleitete Boarm. Die Arbeit war anstrengend. Sie pflanzten Wassermelonen und mussten tagelang Betonplatten brechen.
Trotzdem fühlte sich Silveria wohl und begann eine Bindung zu seinem neuen Chef aufzubauen. Sie waren schließlich so gut befreundet, dass Silveria einverstanden war, Boon nach Kansas zu begleiten. Er wollte seine Tochter besuchen. Die beiden machten sich also auf den Weg, aber als sie in Kansas ankamen, wurde schnell klar, dass Bo und seine Tochter sich fremd geworden waren.
Silveria hatte erst ein paar Minuten im Auto gewartet, als Bo wieder zurückkam. Er sagte, dass sie im Haus seiner Tochter nicht willkommen sein. Es gebe aber einen Campingplatz in der Nähe, auf dem sie übernachten könnten. Später am Abend, als die beiden Männer im Zelt lagen, fragte Bo, ob sie Sex haben wollten.
Silveria wies wütend zurück. Es gelang ihm kaum seine Rage zu kontrollieren und noch in derselben Nacht soll er beschlossen haben, Bo zu töten. Am nächsten Morgen stahl sich Silveria aus dem Zelt und holte eine Axt aus Bo Truck. Als er über dem schlafenden Beut stand, überlegte er sich, dass ein Axtmord zu laut und blutig sein würde.
Wenn Bo anfing zu schreien, würde es die Leute in den anderen Zelten wecken. Er legte die Axt also weg und schaute sich nach einer anderen Waffe um. Ein paar Minuten später fand er einen großen Betonblock in der Nähe des Zeltplatzes. Er wuchtelte ihn ins Zelt und ließ ihn auf Boys Kopf fallen. Zweimal hintereinander.
Als Bo stall Silveria sein Portemonnaie und seinen Autoschlüssel und fuhr mit dem Truck davon. 1995 war der 36-jährige Freight Hopper Robert Silveria Junior nach seinem sechsten Mord auf der Flucht. Um sich der Polizei zu entziehen, ging er sofort zum Güterbahnhof und sprang auf den nächsten Zug.
Einige Stunden später hatte er Kansas hinter sich gelassen. Zwischen 1995 und 96 tötete Silveria mindestens fünf weitere Männer. Alle kamen aus der Trainhopping Szene. Seine Opfer waren Paul Wayne Matthews, William Evis Pat, Michael A. Clys, Michael A. Brandolino und ein Drogendealer, dessen Name nicht bekannt ist.
Ab 1996 wussten viele Leute in der Trainopping Community, dass Silveria gewalttätig war und auch vor Mord nicht zurückschreckte. Die FDRA Bruderschaft begann ihn zu meiden und bezeichnete ihn als 5150, was in der Polizeisprache für eine gefährliche und psychisch kranke Person steht. Seias Morder hatten inzwischen aber auch die kalifornischen Behörden auf den Plan gerufen und die Detectives ahnten schon, dass der Killer wahrscheinlich selbst ein Trainhopper war.
Die kalifornische Polizei kontaktierte die Polizeibehörden in anderen Bundesstaaten, darunter Florida, Kansas und Oregon. Sie tauschen Informationen über die toten Trainhoppe aus, die inzwischen überall an den Bahnstrecken auftauchten. Über ihr Netzwerk aus der Szene hörten die Detectives dann zum ersten Mal von den paranoiden Gerüchten über einen gewissen Robert Silvaria, alias Sidrack.
Bruce Meller vom FBI in Kansas ermittelte Mord an dem Farmer Charles Boy, als ihn die Informationen über Silveria erreichten. M kontaktierte Boys Familie und erfuhr, dass er kurz vor seinem Tod bei seiner Tochter gewesen war. Boys Tochter erzählte Meller, dass ihr Vater nicht allein gewesen sei. Ein Mann namens Lester Paul Dijkman habe im Auto gewartet.
Lester Paul Dijeman war ein Tarname, unter dem Silveria damals unterwegs war. Er sei in seinen 30ern gewesen und habe stark tätowierte Arme und ein auffälliges Freedom Tattoo am Hals gehabt. Das FBI erkundigte sich bei den Eisenbahngesellschaften nach Leester Dikeman und fand heraus, dass ihre Security ihn schon öfter aufgegriffen hatte.
Die Firmen ließen die Trainhopper damals nur selten festnehmen, aber sie machten Fotos von ihnen für ihre Unterlagen. Und diese Fotos von Lester Dikeman alias Robert Silveria lagen jetzt beim FBI auf dem Tisch. Sie zeigten sie der Tochter von Charles Boy, die Silveria als den Mann identifizierte, der mit ihrem Vater unterwegs gewesen war. In Texas fand die Polizei Derval bei einer Datenbankrecherche heraus, dass Silveria in Mississippi per Haftbefehl gesucht wurde.
Die Bahnpolizei in den ganzen USA wurde daraufhin angewiesen, gezielt Ausschau nach dem Verdächtigen zu halten. Aber weil Silveria ständig in Bewegung war, war es extrem schwierig, an ihn heranzukommen. Er war den Behörden jedes Mal einen Schritt voraus, bis ihn das Glück schließlich verließ. Die Kolleginnen und Kollegen, die die Trainhoper Morde untersuchten, hatten ihm Fotos von dem Verdächtigen geschickt.
Medkf glaubte, sich erinnern zu können, den Mann vor einigen Jahren mal wegen unbefugten Betretens festgenommen zu haben. Und als er an diesem Abend aus seinem Autofenster schaute, sah er den Mann von den Fotos plötzlich. Er trug einen großen Rucksack und ging direkt an den Schienen entlang. Mattf ließ das Fenster runter und fragte den Mann nach seinem Namen.
Silveria war sofort misstrauisch und sagte, dass er Dikeman heiße. [japst] Mehr brauchte Metkauf nicht. Er stieg aus und forderte Silveria auf, mit ihm aufs Revier zu kommen. Es liege ein Haftbefehl gegen ihn vor. Matkov war nervös. Silver befand sich streng genommen nicht auf Eisenbahngelände. Er hätte sich auch einfach weigern können zu MCF ins Auto zu steigen.
Noch dazu sah Medcf jetzt, dass Silveria bewaffnet war. Silveria starte Medkf nur an. Es schien als würde er seine Optionen durchgehen. Sekunden vergingen. MCKF hatte sich auf alles gefasst. Doch dann ließ Silveria seine 9 mm auf den Boden fallen und schob sie zu Matkauf. hinüber. Dabei sagte er nur, ich vermache sie dir.
Matcurf nahm den Verdächtigen mit aufs Revier. Dort fragten die Beamten, ob sein wirklicher Name Robert Joseph Silveria sei. Der Mann nickte. Er wurde verhaftet. In der uhhaft fingen Silveria plötzlich an zu reden. Ausführlich. Ein Officer aus Placer County rief sofort bei Detective Bill Palmini an. Der 37-jährige habe mehrere Morde gestanden.
Palmini traf einige Stunden später in Rosevell ein und nahm Silverias Geständnis auf. Er sagte später, Silveria habe sich von seinen Taten loss sagen und Frieden mit Gott machen wollen. Parmini zufolge war Silveria die ganze Zeit überhöflich und kooperativ. Nur seine Augen hätten ihn verraten. Sein Blick sei kalt und gefühllos gewesen.
Der Blick eines zu allem entschlossenen Killers. Silveria gestand in jedem der 38 Bundesstaaten, in denen er unterwegs gewesen war, mindestens eine Person getötet zu haben. Nicht all seine Behauptungen konnten belegt werden, sodass er am Ende nur wegen zweier Morde in Oregon verurteilt wurde. Er erhielt zwei lebenslange Haftstrafen ohne die Möglichkeit auf Bewährung.
In Kansas wurde er zu einer weiteren Lebenslanghaftstrafe für den Mord an Charles William Boy verurteilt. Severia verbüst seine Haft derzeit in einem Medium Security Gefängnis in Wyoming. Für einen so aggressiven Mann endte es Silverias Geschichte mit einer ungewöhnlich friedlichen Kapitulation. Jahrelang war er auf Güterzügen im ganzen Land unterwegs, immer auf der Flucht vor seinem Leben und auf der Suche nach irgendeine Art von Freiheit.
Am Ende war diese Suche aber nur eine ziose Odyssee, eine kranke Ehrfahrt, voller Hass, Gewalt und Tod. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast.
Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wiebchter Winter Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwatau.
Vielen Dank an Julien Guarot.
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