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Auf dem eigenen Bauernhof ermordet? | Der Fall Michael Bonnie T

Auf dem eigenen Bauernhof ermordet? | Der Fall Michael Bonnie  

Es ist noch stock dunkel, als Kai auf die Einfahrt des Hofes biegt, auf dem sein bester Freund Michael wohnt. Eigentlich haben sie sich erst vor wenigen Minuten voneinander verabschiedet, aber Michael hat etwas bei ihm vergessen. Darum ist Kaim schnell hinterhergefahren. Doch auf dem Hof bietet sich ihm ein merkwürdiges, fast gruseliges Bild.

 Das Auto seines Freundes Michael steht vor dem Haus. Der Schlüssel steckt, die Scheinwerfer sind an, das Radio läuft noch und eine Scheibe ist heruntergekurbelt. Von Michael fehlt jede Spur. wird seinen besten Freund nie wiedersehen. Michael Hubert Bonnie wohnt schon sein ganzes Leben lang in Sev, einer kleinen Siedlung, die zu Achen gehört.

 Seine Familie hat hier lange einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt. Er ist inzwischen eingestellt. Den Hof gibt es aber noch. Der Pferdestall und die Weiden des Hofes konnten an eine Pächterin weitergegeben werden, die aus dem nah gelegenen Belgien kommt. Die Grenze ist nur ein Steinwurf entfernt. Als Besitzer leben die Bonnies trotz der Verpachtung nach wie vor auf dem Gehöft.

Der 41 Jahre alte Michael Bonnie greift seiner Mutter Elisabeth im Alltag unter die Arm. Er hat auch Brüder und eine Schwester, die allerdings nicht auf dem Hof wohnen. Michael wird von Nachbarn und Bekannten als ruhiger, aber freundlicher Mann beschrieben. Beruflich ist er selbständig als Dienstleister unterwegs.

 Er macht Entrümpelungen, erledigt Renovierung und handwerkliche Arbeiten. Eine Ausbildung hat Michael nicht gemacht, sondern sich alles selbst beigebracht. Das ist sicherlich ein spannender Job, aber auch sehr fordernd, sowohl körperlich als auch zeitlich. Denn als Selbständiger muss ich Michael ja um so ziemlich alles kümmern.

 Sein bester Freund namens Kai, der als Fernfahrer arbeitet, packt manchmal mit an, wenn es passt. Seine seltene Freizeit verbringt Michael meistens einfach zu Hause auf dem Hof. Nur alle paar Wochen trifft er sich mal mit Kai und anderen Bekannten, um sich bei ein paar Bier auf den neuesten Stand zu bringen. Ein Handy, um mal ein paar SMS zwischendurch auszutauschen, besitzt Michael nicht.

Am Samstag, den 3. März ist Michael Bonnie bei seinem Freund Kai eingeladen. Der hat am 4. März Geburtstag und hatte eigentlich geplant bei einer Kneipentour reinzufeiern. Allerdings ändern sich die Pläne wohl. In vielen Berichten zu dem Fall ist von einer Geburtstagsparty die Rede.

 Allerdings sieht es nach der Quellenlage so aus, dass Kai und Michael allein gefeiert haben. Auch in einem später veröffentlichten Aktenzeichen XY Beitrag sind nur er und Michael zu sehen, die gemeinsam bei ihm zu Hause den Abend verbringen. Und obwohl Michael zu 7:30 Uhr eingeladen wird, taucht er erst um ca. 22 Uhr auf. Welche Begründung er Kai dafür gegebenenfalls mitgeteilt hat, wird leider nicht bekannt gegeben.

 Die beiden Freunde feiern also bei Kai zu Hause rein und lassen sich das eine oder andere alkoholische Getränk schmecken. Trotzdem steigt Michael um etwa 4 Uhr morgens ins Auto, um nach Hause zu fahren. Von Oberfostbach Schleckheim, wo Kai wohnt bis nach Hause sind es nur etwa 5 Minuten Fahrt. Michael muss erst über den Nährscheiderweg und die Pascalstraße auf die Monschauerstraße.

 Von dort führt sein Weg in den Feldweg Kinkbahn und dann den Baumgartsweg zum Bauernhof. Aufmar traut er sich den Weg trotz seines Alkoholpegels zu. Kurz nachdem er aufgebrochen ist, fällt Kai jedoch auf, dass Michael etwas Wichtiges vergessen hat. Seine Haustürschlüssel. Wie anfangs gesagt, hatte Michael kein Handy.

 Kurz mal anrufen, dass er umdrehen soll, geht also nicht. Deshalb setzt sich Kai kurzhand auch hinters Steuer, um Michelle hinterher zufahren. Doch er wird Michelle nie wiedersehen. Als Kai auf den Hof der Bonnis einbiegt, steht das Auto von Michael schon vor dem Haus. Die Scheinwerfer sind eingeschaltet, das Radio ebenfalls.

Eines der Fenster ist heruntergelassen. Der Wagen ist nicht abgeschlossen. Der Autoschlüssel steckt sogar noch. Aber von Michael ist nichts zu sehen. Kai klingelt einmal, aber niemand öffnet. Er entscheidet sich dazu, den Schlüssel einfach auf den Fahrersitz im Auto zu legen. Er möchte nicht riskieren, jemandem im Haus durch weiteres Klingeln oder Klopfen mitten in der Nacht einen Schreck einzujagen.

 Also fährt er wieder nach Hause. Am Morgen bemerkt Michaels Mutter Elisabeth um etwa 7 Uhr das nicht abgeschlossene Auto ihres Sohnes. Die Schlüssel von Michael liegen noch genau dort, wo Kisi hinterlassen hat. Elisabeth möchte daraufhin nach ihrem Sohn sehen. Doch offenbar hat er die Nacht nicht zu Hause verbracht, obwohl sein Auto vor der Haustür steht.

Die nächsten Tage wartet Elisabeth vergeblich darauf, dass ihr Sohn nach Hause zurückkommt. Es ist in der Vergangenheit wohl schon einige Male passiert, dass Michael unangekündigt ein paar Tage nicht nach Hause gekommen ist. Er soll sogar mal im Ausland gewesen sein, ohne wen Bescheid zu sagen. Vielleicht entscheidet sich Elisabeth deshalb erstmal mit ihren anderen Kindern zu suchen.

 Sie sagt Michaels Bruder und seiner Schwester Bescheid. Die Familie schaut sich gemeinsam auf dem Hof um, vielleicht Hinweise auf Michaels Verbleib zu finden. Auf dem Dachboden werden sie fündig. Dort hat Michel offenkundig mehrere Umschläge deponiert. Darin befinden sich jeweils mehrere 1000 € Bargeld. Insgesamt sind es 14700 €.

 Nun niemand weiß, woher dieses Geld kommt und warum es ausgerechnet auf dem Dachboden versteckt ist und ob das Ganze vielleicht etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat. Auf den Umschlägen sollen, wie es in neueren Berichten zu dem Fall heißt, kryptische Zahlen reinzulesen sein. In einem Aktenzeichen XY Beitrag aus 2014 wird es aber so dargestellt, dass die Zahlen auf den Umschlägen die Stückelungen des Geldes sind, also z.B.

5 x 50 für 550 € schein in Berichten 10 Jahre später heißt es von einem Lokaljournalisten konträr dazu, dass die Zahlenreihen nie entschlüsselt werden konnten. Welche Version auch immer stimmt, woher Michael Bonnie dieses Geld hatte und warum er es versteckt hat, weiß bis heute niemand. Am 12.

 März, mehr als eine Woche nach der Geburtstagsfeier von Kai meldet die Familie Michael Bonnie bei der Polizei als vermisst. Daraufhin werden der Hof und die umliegenden Felder vergeblich abgesucht. Auch Steinbrüche werden durchkämmt und sogar Güllegruben abgepumpt. Der zuständige Oberstaatsanwalt beschreibt den Fall als undurchsichtig und merkwürdig und damit trifft er den Nagel auf den Kopf.

 Es wirkt als habe sich Michael mitten auf dem elterlichen Hof in Luft aufgelöst. Nicht nur, dass man ihn selbst bei der Suche nicht findet, auch sonst taucht nichts von ihm auf. Keine Kleidungsstücke, keine persönlichen Gegenstände, einfach gar nichts. Es wird in alle Richtungen ermittelt, auch weil den Behörden bei quasi null Anhaltspunkten gar nichts anderes übrig bleibt.

Es werden die verschiedensten Szenarien durchgespielt, dass Michael sein Auto vielleicht gar nicht selbst auf den Bauernhof gefahren hat und ihm schon auf dem Heimweg etwas zugestoßen ist, dass er sich selbst das Leben genommen hat, dass er im Verbrechen zum Opfer gefallen ist oder dass er sich spontan einfach entschieden hat unterzutauchen.

Wobei dazu weder steckende Schlüssel am Auto noch das offene Fenster passen. So etwas vergisst man ja eigentlich nicht so einfach. Einige der Fragen können 10 Monate nach Michaels Verschwinden beantwortet oder wenigstens ausgeschlossen werden, auch wenn sich ab da nur noch mehr Rätsel aufzug. Am 7.

 Januar 2013 startet nämlich der Landwirt Helmut L tatkräftig ins neue Jahr. Auf ihn wartet eine unliebsame Aufgabe. Über den Winter sind nach schweren Regenfällen zahlreicher Äste und kleineres Geröllen den schmalen Lauf des Itterbachs gefallen. Es wird höchste Zeit dort mal Ordnung zu schaffen. Also macht sich Helmut L bei eisigen Temperaturen auf den Weg zum Bachufer und befreit den Wasserlauf von Zweigen, Ästen und Erdklummen, bis er plötzlich etwas ganz anderes in der Hand hält. Einen Knochen.

 Zunächst denkt sich, der Land wird nicht viel dabei. Vielleicht ein Tierknochen von einem Reh. Doch dann sieht er einige Meter weiter einen kompletten Brustkorb mit Schäde und ganz in der Nähe liegt ein Ausweis im Wasser. Er gehört zum Michael Bonnie. Der Fundort der Leiche liegt nur etwa 500 m vom Hof der Familie Bonnie entfernt.

 Der Bach ist teilweise auch kanalisiert und einer der Kanäle beginnt sogar auf einer Pferdeweide, die zum Hof der Bonnies gehört. Es sieht aus, als sei Michael von dort den Bach heruntergespült worden. Und das heißt, die Suchtrups im März 2012 müssen die ganze Zeit über eigentlich nah am Leichnam gewesen sein. Obwohl man nur noch Überreste finden kann, kann bei der Obduktion eine Todesursache ermittelt werden, denn im Rippenbereich findet man an den Knochen zwei Kerpen.

 Und so kann die Rechtsmedizin abbeleiten, dass Michael Bonnie durch scharfe Gewalt ums Leben gekommen ist. Mit anderen Worten, er wurde durch Stichverletzung ermordet. Sicherlich denken einige von euch jetzt direkt an Michaels besten Freund als möglichen Täter, aber hei soll laut Medienberichten von vorne herin als Verdächtiger ausgeschlossen worden sein.

Da es dazu keine offiziellen Angaben gibt, gibt es dementsprechend auch keine Begründung. Aber man wird wohl darauf vertrauen müssen und können, dass es einen guten Grund dafür gibt, dass Kai nicht als Täter in Frage kommt. Allerdings kann Kai den Täter ja nur äußerst knapp verpasst haben, als er Michel den Schlüssel bringen wollte.

Dabei hat er das Auto ja direkt auf dem Hof gefunden. Der Zugang zu dem Kanal auf dem Grundstück der Bonnies befindet sich auf einer Weide hinter dem Hof. In jedem Fall muss Michael also auf dem Hof seiner eigenen Familie auf den Täter getroffen sein. Wahrscheinlich zwischen 4 und 4:30 Uhr. Der Fundort am Bachlauf war aller Wahrscheinlichkeit nach nicht der Tatort.

 Der Ort ist gut einsehbar und die Leiche hätte früh entdeckt werden müssen. Vermutlich ist der Leichnam durch die starken Regenfälle durch das Kanalsystem in den Bachlauf gespült worden. An dieser Stelle ist für mich persönlich auffällig, bei Stichverletzung muss ja eigentlich Blut geflossen sein. Davon hat man aber soweit bekannt auf dem Hof oder im Auto nichts gefunden, wobei Wunden auch so tief sein können, dass das Blut quasi nach innen läuft und nicht wild herumspritzt.

Und eine kleinere Blutspur ist auf einem riesigen Hof vielleicht wirklich zu übersehen, zumal zwischen dem Verschwinden von Michael und dem Start der Suche mehr als eine Woche vergangen war. Wenn das Wetter in der Woche vielleicht auch nicht unbedingt trocken war, wie es im März nun mal vorkommt, könnten kleinere Spuren sogar schon ganz weg gewesen sein.

 Man hat nach dem Leichenfund und der Obduktion zwar ein Stück Gewissheit, viel weiter kommt man aber nicht, denn auf der Suche nach dem Täter tappt die Polizei im Dunkel. Im Januar 2014 wird der Fall darauf Fin bei Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt. In dem Beitrag wird erwähnt, dass Michael in den Tagen vor der Geburtstagsfeier das Haus seiner Schwester mit renoviert hat.

 Ich sage es immer wieder, wenn es um Aktenzeichen XY geht. Aber auch hier noch mal der Disclaimer. Die Sendung ist großartig, aber manchmal ist nicht ganz klar, was wirklich den Tatsachen entspricht und was vielleicht einfach aus dramaturgischen Gründen ergänzt wurde. Jedenfalls gibt es in dem Einspieler eine Stelle, an der Michael seiner Schwester sagt, er würde sich um die Entsorgung von ein paar Kupferrohren kümmern wollen, die er bei der Renovierung entfernt hat.

Er sagt, er würde ein paar Leute kennen, die daran Interesse haben könnten und sich umhören, wer den besten Preis zahlen würde. Wie gesagt, es ist unglaub dieses Detail der Realität entspricht. Wenn ja, es ist aber spannend, dass es ausgerechnet diese Aussage den Einspieler geschafft hat. Vielleicht wollte die Polizei prüfen, ob jemand aus dieser Branche etwas mit Michaels Tod oder auch dem vielen Bargeld in seinem Haus zu tun hat.

In der Sendung fragen die zuständigen Ermittler vor allem nach Personen, die Michael Bonnie am frühen 4. März 2012 auf seinem Heimweg gesehen hat und auch ob es sein kann, dass er vielleicht nicht alleine im Auto saß. Er fuhr ein ziemlich auffälliges Auto, einen blauen VW Golf 4 mit weißen Felgen und auffälligen silbernen Klebestreifen an der Heckklappe.

 Das Kennzeichen war AC für Achen, dann S4269. Michael selbst war 1,86 m groß, von schlanker Statur und hatte helle Haare. Bekleidet war er mit einer dunklen Jeans, einer Kapuzensweatjacke und weißgrauen Turnschuh. Als Michael noch vermisst wurde, hieß es von offizieller Seite, man habe keine Anhaltspunkte für Verbindung zur Drogenszene oder dergleichen gefunden.

Das wird nun allerdings ein wenig revidiert, denn wie bei XY geschildert wird, hat Michael in der Vergangenheit durchaus mal Betäubungsmittel konsumiert. Zuletzt galt er allerdings ausdrücklich als Clean. Es wird nur angedeutet, dass Michael früher mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein soll.

 Konkretisiert wird das leider nicht, aber dass es erwähnt wird, wird eine Rolle spielen. Die Ermittler haben nie herausgefunden, was es mit den fast 15 000 € Bargeld auf sich gehabt hat. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Michel in dubiose Geschäfte verwickelt war oder noch Kontakte in die Drogenszene gehabt haben könnte.

Unter den Hinweisen, die nach der Sendung eingegangen sind, sollen auch Tipps in dieser Richtung dabei gewesen sein. Es haben sich insgesamt wohl mehrere Dutzend Zeugen gemeldet. Allerdings war kein Hinweis dabei, der zur Aufklärung des Verbrechens an Michael Bonnie führen konnte. Deswegen bleibt der Fall bis heute ungelöst.

Jetzt seid ihr gefragt, was glaubt ihr, was mit Michael Bonnie geschehen ist? Der Fall wirkt mysteriös mit der Aufhindesituation rund um das Auto mit laufendem Radion steckenden Schlüssel. Wenn Michael wirklich auf dem Hof umgebracht wurde, muss das Ganze ja sehr schnell und geräuschlos gegangen sein. Weder wurde seine Mutter geweckt, die auch auf dem Hof wohnte.

 Noch hat Kai etwas gehört oder gesehen, als er den Schlüssel vorbeigebracht hat. Habt ihr eine Idee, wie so eine Tat abgelaufen sein und wer dafür verantwortlich sein könnte? Und was mag es mit dem vielen Bargeld auf sich haben? Ich bin wirklich gespannt auf eure Theorie. Der Familie und den Freunden von Michael möchte ich auf diesem Wege mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

 Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sich noch jemand mit einem entscheidenden Hinweis meldet. Wenn ihr vielleicht in der belgisch-deutschen Grenzregion wohnt, teilt das Video gern. Vielleicht erinnert sich auch nach all den Jahren noch jemand und kann einen Tipp liefern, der eine Aufklärung möglich macht. Wenn ihr in der Region nicht vernetzt seid, helfen auch ein Like oder ein Abo.

 Das kurbelt den Algorithmus an und sorgt dafür, dass das Video neuen Leuten vorgeschlagen wird. Und das ist gerade bei Sofällen extrem wichtig. Vielleicht guckt es dadurch jemand, der eine wichtige Beobachtung gemacht hat. Vielen Dank schon an meinem voraus. Sollt ihr den Kanal noch weiter unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patrick.

 Da bekommt ihr die Videos 24 Stunden früher ohne Werbung und ohne Zensur. Den Link dazu findet ihr in der Infobox, genauso wie die Links zu meinem Instagramkanal und meinem Discords. Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute.

เ M.

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