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Verschollen in Panama I Kris Kremers und Lisanne Froon T – Part 2

Ähm ja, und er liebt sein Land. Also, er ist da mit Leib und Seele Boketeno und liebt sein Dorf und er weiß unheimlich viel über die Landschaft. Also, wenn man mit ihm wandern geht, dann bleibt man alle 5 m stehen, weil er eine Pflanze entdeckt, die er einem zeigen will oder ein Wurm. oder ein Vogel.

 Also, er hat auch ein unheimlich gutes Gehör für Vögel und kennt die Namen und sieht die dann in Bäumen sitzen, wo ich niemals irgendein Vogel gesehen habe. Ja, also man spürt wirklich sehr die Leidenschaft für die für die Landschaft dort und für die Tiere. Und als du ihn das erste Mal getroffen hast, hat er dich ja gefragt, ob du alleine unterwegs bist.

 Und das hat er aus dem Grund wahrscheinlich gefragt, weil das keine gute Idee ist, da alleine unterwegs zu sein. Ja, genau. Ähm ich habe da ich ich habe ähm schon vorher gewusst, dass das wahrscheinlich nicht die beste Idee ist, aber ich habe es ja eben schon angedeutet. Ich bin eher mit dem Gedanken hin, dass Chris und Lisanne sich verlaufen haben, ähm was sich jetzt komplett geändert hat, dieses Denken.

Aber ich dachte, ja, ich bin ich bin vorsichtig und ich werde mich nicht verlaufen. Ich bleibe auf dem Weg und ich passe auf. Und ich bin sehr introvertierter Mensch. Also ich bin sehr gerne alleine, vor allem wenn es um so eine große Sache geht. Also, ich wusste, ich muss da viel nachdenken. Ich will mich während dem Wandern reinspüren, äh soweit wie das eben geht, ähm in die zwei, die dort alleine gewandert sind.

Also ja, zu zweit. Und ich wollte die erste Wanderung nicht alleine machen. Ich dachte schon vielleicht, also ich wollte natürlich hinter den Mirador, ich wusste, dafür brauche ich dann ein Guide, aber die erste Wanderung wollte ich einfach mit mir alleine mit meinen Gedanken ähm da verbringen und habe das dann in Kauf genommen, dass es eventuell gefährlich wird, weil es was ich was ich aber dann erst so richtig gemerkt habe, wie gefährlich es ist, nicht nur, weil man sich verlaufen kann auf Betteseite des Berges, sondern auch, weil einfach

die Ausrutschgefahr und eben Gefahr durch Schlangentiere recht hoch ist. Also ich würde wirklich jeder, der jetzt hier zuhört und überlegt, ob er alleine den Weg laufen soll oder generell alleine in den Dschungel laufen soll irgendwo, würde ich abraten, weil wenn man da ausrutscht und klar, es kommen immer Leute vorbei, die also man bleibt dort nicht für alle Ewigkeit liegen wegen dem gebrochenen Bein, aber die müssen einen ja dann auch irgendwie erstmal runterbringen ins Dorf. Also, es ist wirklich eine große

Gefahr, dort auszurutschen, ähm weil die die Wurzeln sind unheimlich rutschig, die Steine sind rutschig. Das ist ja kein Wanderweg wie bei uns im Schwarzwald, sondern man klettert über Felsen, über Stock und Stein. Da sind dann da sind dann riesengroße Flächen, so groß wie ein Volleyballfeld, wo einfach nur Matsch ist.

 Und wenn man Glück hat, hat vorher jemand ein Baumstamm drüber gelegt, über den man balancieren kann. Ansonsten sinkt man mit dem Stiefel ein. Also, es ist keine keine sehr sehr leichte Wanderung. Das Besondere ist aber auch gewesen, dass du am 1. April hochgegangen bist am Gedenktag. Wollte ich gerade sagen, da bin ich auch drüber gestolpert. Da ist noch der 1.

April. Mhm. Das ist auch noch mal so ein so ein so ein Ding gewesen, dass du dich noch mal richtig einfühlen konntest in die äh Mädchen, weil das ja eben an diesem Tag war auch. Die Flora Fauna ist die gleiche dann vom Klima und dann bist du oben zu diesem Gedenkreuz. Ja, da steht ja ein großes Gedenkreuz oben auf dem Berg.

 Also jeder, der da oben hoch wandert, der wird an Chris und Lisan erinnert. Ja, also das äh hast du dann auch bewusst so geplant, dass du am 1. April den Weg gehst? Ja, das war war von Anfang an klar, dass ich den da gehe, eben damit die äh Jahreszeit die gleiche ist und damit ich mich möglichst gut da reinfühlen kann. Ähm und ich habe auch gedacht, vielleicht sind da ja andere Journalisten. Es war dann aber nicht so.

Also, es war niemand unterwegs, der da recherchiert hat. Es ähm ja für mich war klar, es ist dann so eine Gefühlssache. Ich wollte an dem Tag gehen und ich habe mich wirklich auf Pokette Seite, also vor dem Mirador, vor dem Gipfel ähm verlaufen. Da sind so ein paar Abzweigungen, die nicht ausgeschildert sind und das war wirklich ein unheimliches Gefühl.

 Ich bin an der Abzweigung falsch abgebogen, weil es geht so auf der Richt, also es geht nach rechts unten, da muss man den Bach überqueren und nach links oben. Und ich dachte, ja, ich will ja auf den Gipfel hoch, also gehe ich links hoch. Es war aber dann die falsche Richtung und ich habe das nach einer Weile gemerkt und ähm dann habe ich Hunde Hunde gehört und ähm hatte dann so ein bisschen Sorge, ja, was passiert jetzt hier, wenn die Hunde mich anfallen und ich hatte keinen Empfang und es war wirklich eine unheimliche Situation. Ja,

und weil ich auch recht früh unterwegs war, habe ich niemanden getroffen. Auf dem Rückweg habe ich dann andere Wanderer getroffen, aber auf dem hinweg war ich komplett alleine. Ja. Und ähm ich würde es nicht noch mal machen, alleine da hochgehen. Ich möchte an dieser Stelle noch mal ganz kurz auf äh Philiziano zu sprechen kommen.

 Ähm in eurem Buch schreibt ihr im Kapitel die Suche am Pianister, wie es ähm ja oder was die Leute denken, was passiert ist, die davon ausgehen, dass Feliziano der Täter ist. In unzähligen, wirren Nacherzählungen, die in dem Touristenführer den Mörder von Chris und Lisanne sehen, werden die folgenden Ereignisse so geschildert. Feliziano verschafft sich unerlaubt Zutritt zum Zimmer der Mädchen und bleibt dort mindestens eine halbe Stunde, um in Ruhe Indizien zu beseitigen, die verraten könnten, dass er sie am Tag zuvor hinter dem Mirador geführt und ermordet hat.

Danach läuft er allein den Pianister Trail ab, um hier ebenfalls Spuren zu verwischen. Christian, wie hat es sich denn in Wahrheit zugetragen? Ja, das sind eben Dinge, die man nicht wissen kann, wenn man die Akten nicht kennt oder die die Aussagen nicht kennt oder die Menschen nicht kennt, sondern nur das sieht, was was in den Medien vielleicht passiert.

Und da ist Feliciano ist, wie Annette schon sagt, ist ein offener Mensch, ein hilfsbereiter Mensch, der natürlich äh zum Zeitpunkt, als äh die Mädchen verschwunden sind, sehr omnipräsent war in den Medien, in panamaischen, in holländischen, in internationellen weltweiten. Hat er überall tauchte er auf.

 Ja, und dann haben sich die Foristen in oder Internetdetektive, sage ich mal, haben sich sehr schnell auf ihn eingeschossen, weil sie irgendwie gesehen haben oder gemerkt haben, hey, da war überall dabei. Ja. Der wollte mit denen die Wanderung machen, der hatte eine Verabredung mit denen, dann ist er in das Zimmer gegangen von denen alleine.

 Dann ist er äh hat er auch noch den Weg Weg alleine abgesucht. Dann soll er auch noch die ganzen Knochen gefunden haben. Und irgendwie war allen klar, das kann nur der äh Mörder sein, der seine Spuren verwischt. Ja, wenn man sich genauer damit beschäftigt, dann gibt’s für alles irgendwo eine Erklärung, nämlich, dass ähm wie wir vorhin schon gesagt haben, Ain und Philistiano zu den zum äh zu den zu den Gastel Eltern gegangen sind, wo wo sie wohnen, um zu gucken, warum kommen sie jetzt nicht zur Verabredung und sie haben eben nicht aufgemacht. Feliciiano hat Miriam, die

Gastmutter, angerufen. Die hatte sich auch schon Sorgen gemacht, weil sie sie in der Nacht nicht nach Hause kommen hören hat und hat gesagt, wenn die nicht aufmachen, mein Schlüssel, mein Ersatzschlüssel ist im Garten, geht da rein und guckt nach, ob irgendwas ist und deswegen ist er da reingegangen und nicht, weil er da irgendwie sich selbstzutritt verschafft hat, sondern auf Aufforderung der Gastmutter und zwar auch nicht alleine, sondern mit Eilen.

Und sie haben dann dort gesehen, die Mädchen sind nicht da, die Betten sehen nicht so aus, als hätte da jemand in der Nacht geschlafen. Das hat er dann weitergeleitet und dann hat er mit Eilin eben die Tour alleine gemacht. Haben irgendwie gedacht, dann tauchen sie vielleicht noch auf, vielleicht haben sie Party gemacht, sind mit anderen irgendwie unterwegs gewesen, haben woanders geschlafen und kommen zurück, aber am frühen Abend waren sie eben immer noch nicht da.

 Feliciano hat noch mal mit Ain gesprochen, die sich auch immer mehr Sorgen machte und auch dann ja irgendwann die Eltern kontaktieren musste. Und dann hat Feliciano gesagt, wir fahren zur Polizei, machen Vermistenanzeige. Das war war es dann wieder kurios, ja, dass die Polizei gesagt hat, wir haben gerade keine Zeit, wir können dann nicht hingucken.

 Feliciiano, geh du mal hin noch mal ins Zimmer und hol die Pässe, damit wir Vermissten Anzeige stellen können. ist vielleicht für unsere Verhältnisse komisch, ja, dass die Polizei dann ein Touride schickt, aber in Panama vielleicht nicht so ungewöhnlich. Also ist er noch mal rein in dieses Zimmer, aber wieder nicht alleine, sondern dann mit der Gastmutter und hat die Pässe geholt und dann konnte am nächsten Tag ähm Vermissten Anzeige gestellt werden.

 Das hat auch Feliciiano gemacht. Und dann hat er den Polizisten und der wurde dann zur Zivilschutzbehörde Sinaprck auch noch bestellt, hat er gesagt, dass er äh glaubt, dass die Mädchen den Pianist Trail gegangen sind. Ähm und das wusste er von Eilen, weil Aileen an diesem Vormittag ja an der Schule war. Sie sollte ja sich um eine zweite Kita kümmern, was nicht geklappt hat.

 die haben auch abgesagt und dann hat sie eben Chris und Lisan beobachtet, die natürlich sauer waren und irgendwas machen mussten. Und da sie ein bisschen holländisch verstand, weil sie in Holland studiert hat, ähm Eine hat sie äh mitgekriegt, dass die planen, den Pianista Trail zu laufen. Hat sich da ja nicht eingemischt oder so. Ja, wie gesagt, sie wusste ja selber nichts da drüber, aber sie hat eben Pianista Trail gehört und hat auch dann im Computer nachgeguckt und hat eben gesehen, okay, die haben den Pianister Trail gegoogelt.

Also war für sie dann klar, sie hat das Feliciiano gesagt, es ist sehr wahrscheinlich, dass sie dahingegangen sind und das hat er dann der Polizei gesagt und dem Sinapcuchdienst. Ähm, also jetzt mal um zu zeigen, er ist nicht da als, also es wurde bekannt, dass er den Trail abgesucht hat in den Medien und wenn jetzt die Internetdetektive denken dann ja, er hat das gemacht, weil er wusste ja, wo er sie ermordet hat.

 Ja, aber das ist eben nicht so, sondern Ain hat ihm das gesagt, weil sie das gehört hat und dann hat das Sinaprck Team gesagt, Feliciano, führ uns über den Trail, wir kennen uns da nicht aus, äh zeig uns das und haben ihn als als Anführer genommen und dann hat er dieses Sinaprck Team den Berg hochgeführt, also auch nicht alleine gegangen, wie es immer heißt, sondern als offizieller Tourguide für diese Sinaprck Leute.

 Aber es kommt, wie gesagt, wie wir gerade schon gesagt haben, eine Kuriosität zur nächsten, dass also 1 km vor dem Gipfel oder anderthalb Kilom vor dem Gipfel bekommt das Sinap Team einen Anruf, wo jemand sagt von höchster Stelle, wir wissen nicht wer, äh sofort abbrechen die Suche, wo sich jeder natürlich fragen muss, was kann in diesem Moment wichtiger sein? Wir wissen gerade, zwei Mädchen sind verschwunden und die sind wahrscheinlich genau hier hochgegangen.

Warum wird das Suchteam zurückgepfiffen? Ja, es hieß dann inter ja, die mussten irgendwas vorbereiten, Stützpunkt errichten. Ähm, aber es ist natürlich für mich völliger Unsinn. Also, da hast du noch die Möglichkeit weiterzusuchen und das hat auch Feliciiano nicht eingesehen. Also hat er gesagt, er geht alleine weiter und er ist dann eben auch weit über den Mirador, also den den Gipfel hinaus und auf der anderen Seite runtergegangen.

 Und das hat er alleine gemacht. Ja. und ähm da dann keine Spuren gefunden, aber da hat man Feliciiano quasi alleine gelassen mit und äh so erklären sich z.B. denke ich ganz gut diese Unstimmigkeiten, nicht dass er eben ins Zimmer geht, Beweise vernichtet, auf den Trail geht, Spuren vernichtet und vielleicht hinterm Berg dann noch alleine die Leichen vergräbt oder so, sondern er hatte für alles hatte er einen Auftrag.

Mm. Und nun kannte er den Trayern auch schon über Jahre, wie er auch schon erzählt hat. Also ja, es ist es hätte gar keinen Sinn gemacht, äh aus seiner Perspektive da zurückzugehen, als das so als Sinrock zurückgepfiffen wurde, weil er läuft ja sowieso jeden Tag mit Wandergästen hoch und er hatte sich den Tag ja freigenommen extra deshalb.

 Also warum hätte er nicht alleine dann weitergehen sollen? Er hatte den Rucksack voll mit Essen, falls er sie findet und ja, er kennt den Weg wie kein anderer. Also, klar geht er weiter. M Ich würde auch noch mal ganz kurz ähm einfach nur mal um irgendwie bildlich noch mal was zu haben, also der Pianista Trail und der Mirador. Ähm der Pianista Tray ist der Wanderweg.

Mirador spricht man dann von der von dem Gipfel oder von dem Ende des Pianister Trails. Äh nee, also der Pianista ist der Wanderweg, ja, und auch der Berg heißt so. Also der Wanderweg heißt so, weil der Berg Pianista heißt und auch der Fluss, der darunter fließt, heißt Pianista. Ähm und der Pianista Weg heißt so wie er, also den Weg den Berg hoch und den Berg runter.

 Und der Gipfel, der den nennen wir immer Mirador, so nach dem spanischen Wort. Und ist der Pianister Trail? Kann man sich den jetzt als richtigen Wanderweg auch schon so aus, ich sag jetzt mal, weil sagt man ausgestatteten Wanderweg so speziell jetzt auch für Wanderer bereitgelegt, sage ich jetzt mal äh vorstellen oder ist es eigentlich schon wirklich für erfahrene Wanderer ein Weg, den man geht? Er ist nicht als Wanderweg äh also er ist nicht ausgestattet, er hat keine Hinweisschilder.

 Jetzt steht unten am Eingang ein Schild, das wurde aufgestellt kurz nach dem nach der Tragödie. Das ist aber schon so verblasst, dass man da drauf nichts mehr sehen kann. Ähm und es gibt, wie ich ja eben gesagt habe, an den Abzweigungen auf dem Weg auch gar keine Schilder. Manchmal legen da andere Wanderer oder Indigenemenschen, das weiß ich nicht, äh Pfeile aus Stöcken hin, damit sich die Leute nicht verlaufen.

 Aber es gibt keine Schilder, man kann sich das nicht so vorstellen wie in Deutschland die Wanderwege, wo dann auch steht, hier sind sie jetzt auf der und der Höhe und hier jetzt dauert’s noch eine halbe Stunde bis dahin, sondern da ist einfach nichts. Der Weg ist ja ein alter ähm Weg für die indigene Bevölkerung.

 Also, es gibt zwischen Bokette und der Karibiküste ein paar Dörfer von ähm indigenen Gruppen, die dort leben und die müssen natürlich ab und zu ins Dorf. Manche arbeiten im Dorf, manche haben Verwandte im Dorf, also in Bukette. Und ähm d damit die von A nach B kommen, gibt’s den Weg. Die treiben auch manchmal ihre Kühe dadurch.

Ähm, deshalb ist der so ausgehühlt, das also der Pianisterweg, da sind solche Hohlwege, da läuft man wirklich durch 23 m hohe Wände durch und ähm dafür, das ist der Grund, warum dieser Weg überhaupt existiert. Also, das ist kein Touristenwanderweg. Mhm. Natürlich gehen den trotzdem wird aber schon auch vorgeschlagen als Wanderweg dann, ne? Also so ein Touristengeiz.

Ja. Ja, schon. Ja, mittlerweile klar. Aber urspr, also er wurde nicht angelegt für Touristen, sondern der der wurde angelegt für die indigene Bevölkerung und dann hat sich da draus eben ähm das entwickelt, dass sie den jetzt mittlerweile auch Touristen gehen, aber die panoramaische Regierung oder der Bürgermeister so, die machen da gar nichts.

 Es ist ganz wichtig zu unterscheiden, dass der Wanderweg oder die Wanderroute, es ist natürlich eine Wanderroute heute, die wird ja in allen Reiseführern auch empfohlen und äh das das kennt man und ist ja auch sehr gut bewandert. Ähm das ist aber nur äh die Strecke, die von Bukette hochführt auf den Mirador, den Gipfel.

 Das ist der offizielle Wanderweg und dann kehrt man um und wieder runter. Ja, das ist der Pianista Trail Wanderweg, so kann man das sagen. Also insgesamt 8 km, vier hoch, vier runter und ähm das war’s. Ähm, nun ist es so, dass der Weg aber auf der anderen Seite auch runtergeht, aber nicht mehr als Wanderweg, sondern nur noch als kleiner schmaler Fahrt, wo wirklich nur die in die Genen gehen gehen, die also nach Bukett gehen über den Berg oder zurück, weil dahinter ist Dschungel und indigene Dörfer und irgendwann nach 40 km kommt

man an die Karibikküste. Also so lang ist dieser Pianista Trail. wird auch noch Pianista Trail genannt, aber eben nicht mehr als Wanderweg und es weiß jeder eigentlich, dass der Wanderweg oben aufhört und man dann umkehrt. Und das wussten Chris und Lisanne auch. Ähm das steht in den Prospekten drin, die sie bekommen haben und das hatten sie auch auf diesem Vortrag.

 Ähm, Mayolin hat ihn äh auch gesagt, sie dürfen den Pianistrail nicht ohne Führer gehen und müssen dann wieder zurückgehen. Und das sieht man auch, also man sieht, dass man nicht auf der anderen Seite runtergehen kann oder soll, ja, weil es da ins nichts geht, in einen Dschungel und äh man weiß auch, dass man dann nicht mehr zurück nach Buket kommt.

Äh und das ist eben das ganz große Rätsel, warum die da überhaupt runtergegangen sind. Ja, das äh wissen wir heute alle nicht und das ist die große Frage. Wer hat sie daunter gelockt? Wer hat ihnen das gesagt? Oder warum kommen die, wo eigentlich zwei clevere, vor allen Dingen Lisan ganz vorsichtige Mädchen sind, warum entscheiden die sich blind in den Dschungel zu laufen? Ja.

Mhm. Allerdings, also wie gesagt, es steht oben am Mirador auch kein Schild. Was sagt bis hierhin und nicht weiter? Es wird nirgends gesagt, ähm äh irgendwie seid vorsichtig, es wird schnell dunkel, bitte die Zeit einplanen oder die Hitze oder sowas. Das stand danach auf dem Schild, aber zu der Zeit nicht.

 Ähm und natürlich gehen ab und zu mal Touristen ein paar Meter auf dir auf der anderen Seite runter, aber ähm nicht so tief in den Wald rein und ähm ja, es gibt eigentlich keinen Grund dafür. Das ist der der die Touristen laufen nur bis zum Mirador, gucken sich da um und gehen wieder zurück. Ja, und äh man muss dazu noch sagen, wenn man das aber tut, dann gibt es auf dieser anderen Seite noch weniger Möglichkeiten, sich zu verlaufen, so komisch das klingt, als auf dem Hinweg, denn ähm man kann dort nur ein diesen Fahrt langlaufen.

 Es gibt quasi keine Möglichkeit davon abzukommen, weil wie Annette gerade schon sagte, da sind teilweise 2 3 m hohe Wände. Der der das der Weg ist quasi durch Stein geschlagen. Ja, man kann den nur entlang gehen und dann gibt es ein paar Stellen, wo die Steine dann nicht sind. Ähm, da ist die Vegetation aber so dicht, dass man nicht links oder rechts reingehen kann.

 Man kann den eigentlich nicht verlassen. Und wenn man ihn weitergehen würde, würde man irgendwann zu einer großen Weidefläche kommen, wo ähm ja manchmal auch Kühe stehen oder wo eben Indigene sind. Das ist ein Picknickplatz, das ist schon wieder ein bisschen belebter. Ja, und dann, wenn man noch weiter geht, kommt man dann zum Fluss, da kann man eine Brücke überqueren, eine Seilbrücke und äh wenn man da noch weiter geht, dann kommt man zu indigenen Siedlungen. Ja.

Ja. Das heißt, ähm, derjenige, der den Weg auf der anderen Seite runtergehen würde, der würde dann irgendwann auf Menschen treffen. Also, es ist vor dem Gipfel gibt’s Abzweigungen, weil da ab und zu noch Hütten stehen. Da wohnen indigene Menschen und da die laufen natürlich den Pianisterweg und dann gibt’s eine Abzweigung, die führt dann ein paar hundert Meter zu der Hütte, wo noch Menschen leben.

 Da aber auf der anderen Seite vom Mirador keine keine Hütten stehen, also zumindest nicht auf dem Hang, ähm gibt’s dort auch keine Abzweigungen. Ja, man also man kann dort nicht vom Weg abkommen oder man ja, es gibt keine Abzweigung, wo man sich entscheiden muss, gehe ich jetzt links oder rechts, so wie das vor dem Berg, also auf Betteseite ist.

 Das gibt’s dahinter nicht. Das gibt’s erst nach den Weiden. Da kommen dann, also aber wirklich sehr sehr weit hinten. So weit sind sie auf gar keinen Fall. gelaufen. Wir wissen ja auch, wann der erste Notruf dann abgesetzt wurde und zu dem Zeitpunkt können sie noch nicht da gewesen sein, wo es ähm Ja, und das ist ja dann auch wieder das das äh größte Rätsel, denn alle, die diesen Weg dahinter kennen, auch äh dann Spezialisten und Experten, die sich das angeguckt haben und gelaufen sind, auch der holländische Forensiker Expedition,

äh die sagen alle, man kann sich dort nicht verlaufen. Ja. Ähm, also wo sind sie abgeblieben? Das ist die Frage, ne? Man hat sie ja nicht gefunden, weder tot und noch lebendig. Und ähm ja, also äh deswegen war auch für die Behörden, die das untersucht haben von Anfang an als Kriminalfall, die haben das auch, glaube ich, äh gar nicht ernst genommen.

 Ähm, denn sie haben nicht daran offensichtlich nicht daran geglaubt, dass die auf der anderen Seite runtergegangen sind. haben sich auch haben da ja auch gar nicht weiter gesucht, sondern für die war klar, das haben sie öffentlich in den Medien kommuniziert, das ist ein Verbrechen gegen das Leben, also Entführung oder Mord und haben sich darauf konzentriert.

Also sie sind davon ausgegangen und so wurde auch ermittelt über viele Wochen, dass sie die dass sie den Weg wieder runtergegangen sind ganz normal und am Ende entführt worden sind irgendwo anders hin, also dann in Buket, ne? dass die da runtergegangen sein könnten, hat überhaupt niemand angenommen. Das kam erst viel viel später, 10 Wochen später, dass man darauf kam, weil ja dahinter der Rucksack gefunden wurde.

Kommen wir gleich noch zu. Ich wollte an dieser Stelle noch mal einmal zu den kriminalistischen Ermittlungen überschwenken und im speziellen zu den Zeugenbefragungen. Äh in verschollenen Panama beschreibt ihr die Aussagen der Zeugen, die Chris und Lisanne am Tag ihres äh Verschwindens, also dem 1.

 April 2014 gesehen haben wollen als eines der größten Rätsel des Falls. Und da würde ich gerne einmal von dir, Christian, wissen, wie ihr zu dieser Einschätzung gekommen seid. Ja, das ist für für mich äh also bei allen vielen Rätseln ist das etwas ganz Besonderes, denn ich glaube, wer dieses Rätsel knackt, der kann den Fall lösen.

Es ist nur noch nie geglückt, aber hier ist für mich der absolute Schlüssel zu sehen, denn so etwas habe ich noch nie gehört und sowas ist meines Erachtens in dieser Form nicht möglich, denn äh die kriminalistischen Ermittlungen haben ja nun angefangen. wurden also alle der Trail ist ja bewohnt, der vordere Teil, also am Wanderweg bis zum Berg hoch wurden alle Zeugen befragt und es haben insgesamt 14 Zeugen, also 14 Menschen haben Chris und Lisan, auf die die Beschreibung passte.

 Sie haben ja auch Fotos dann gezeigt bekommen von den Ermittlern ähm gesehen. Also, man kann es wirklich chronologisch nachvollziehen. Es ist also zwei Schulmitarbeiter haben sie um 13 Uhr das letzte Mal an der Schule gesehen. Spanish by the River. Dann hat man einen Taxifahrer gefunden, der sie um 201 Uhr von der Schule abgeholt hat und zum Trail gefahren hat.

 Ja, wahrscheinlich hat er sie falsch abgesetzt an einem Trail, der direkt nebenan liegt, weil dort sind sie ausgestiegen aus dem Taxi und wurden von einem Herbecksvater gesehen, mit denen sie geredet haben und haben ihm alles mögliche erzählt. Dann sind sie ein kleines Stück erst den anderen Trail gelaufen und haben sich dann mit ihm unterhalten und er hat ihn dann den Weg erklärt, wie sie zum Pianister Trail kommen.

 Auf diesem Weg wurden sie gesehen von mehreren Menschen, von Geschäftsbesitzern. Dann ist sind Leute dran vorbeigefahren, die gesehen haben, dass sie die Daumen ausstrecken und offenbar kleine Mitfahrgelegenheit gesucht haben. Und dann wurden sie ab 14 Uhr am Pianist Trail gesehen von Restaurant von dem Restaurantbesitzer, von Mitarbeitern, von Leuten, die da arbeiten, von äh Anwohnern.

 Ähm, also zwischen 13 und also zwischen sagen wir mal ja 13 und 14 Uhr sind sie gesehen worden in Buket oder von der Schule aus. Ist alles chronologisch nachvollziehbar und um 14 Uhr waren sie am Pianista Trail, sind auch hochgelaufen und sind auch gesehen worden, wie sie wieder runter kommen. Und das war eigentlich für alle dann ganz klar.

 Ähm und das war alles am Pianista Trail zwischen 14 und 16 Uhr. oder 14 Uhr, 16:30 Uhr und äh demnach war klar, die sind also vom um 13 Uhr von der Schule weg und 16:30 Uhr sind sie vom Pianista wieder runter und dann sind sie verschwunden. So, das Problem an der ganzen Sache ist, dass ich all diese Zeugen irren müssten, wenn wir jetzt die offizielle Unfalltheorie annehmen oder wenn wir der Kameraglauben schenken, denn später wird ja eine Kamera im Rucksack gefunden, womit sie diese Bilder aufgenommen haben und demnach können Sie nicht zwischen 13 und

16:30 Uhr dort unterwwegs gewesen sein. Demnach wären sie um 10 Uhr losgegangen und um 11 Uhr am Trail gewesen und um 13 Uhr schon oben auf dem Gipfel. Also zum Zeitpunkt, wo sie von den Zeugen gesehen worden sind, wären sie eigentlich schon längst hinterm Berg gewesen. Ja, und das ist natürlich sehr, sehr strange, weil sie müssten ja dann auch trotzdem um 11 Uhr dann den Weg gegangen sein.

 In dieser Zeit sind sie aber von niemandem gesehen worden. Ja, also das heißt, 14 Zeugen haben sie gesehen, aber Stunden später und niemand hat sie gesehen zur richtigen Zeit, nachdem sie mit der Kamera ähm da hätten sein müssen. Die zweite Merkwürdigkeit ist, dass sie alle diese Mädchen gesehen haben mit anderen Klamotten als die, die sie auf den Kameras tragen.

Und da kann irgendetwas mit der Zeit nicht stimmen. Ja, man muss entweder sagen, entweder irren sich alle Zeugen, was bei 14 Zeugen und bei so einer chronologisch sehr gut nachvollziehen vollziehbaren Strecke ähm sehr sehr unwahrscheinlich ist. Ja, und äh auch, dass da ein Doppelgängerpärchen äh ein paar Stunden später, die genauso aussehen.

Es ist ja sowieso als Chris als Rothaarige ist sehr sehr selten dort. Ja. und Lisan als große schlanke äh äh dunkelhaarige auch. Ähm schließen wir also so ein Doppelgängerpärchen sowieso aus, weil so eins wurde auch nicht gefunden. Die haben ja alles abgeklappert nach diesen Beschreibungen. Es gab zu dieser Zeit keine anderen äh in Bett, auf die diese Beschreibung passte.

Und ähm ja oder die Kamera ist manipuliert. Ja. Ähm, das heißt, äh, irgendwer ist zwischendurch an die Kamera gekommen und hat da falsche Zeiten eingestellt oder ähm ja, es gibt ja auch Theorien, die denen folgen wir nicht so, aber so die größten Theorien, die von den YouTubern kommen oder von Juan als YouTuber ist, dass er glaubt, dass diese Bilder gefaked sind, dass man die gecroppt hat und einfach Mädchen dort eingefügt hat, um zu zeigen, zeigen.

 Sie waren noch viel viel länger am Pianista Trail, während sie eigentlich schon längst entführt worden sind. Aber wie gesagt, das ist ein ein Rätsel, das nicht aufgeklärt werden konnte und was wir sehr sehr merkwürdig finden, also alleine schon merkwürdig finden, denn wenn diese Zeit so stimmt, dass sie um 11 Uhr da begonnen haben zu laufen.

Mhm. Dann wer hat sie um 13 Uhr an der Schule gesehen noch? Ich meine, die Schulmitarbeiter müssen sie ja kennen. Ja, definitiv. Oder wer hat äh der Taxifahrer hat sie ja von der Schule abgeholt. Ähm, dann müssten ja selbst in der Schule zwei Mädchen gewohnt haben, die genauso aussahen, was unmöglich ist, denn Chris und Lisan waren die einzigen, die da gewohnt haben, bzw.

 Weise die einzigen, die da unterrichtet wurden. Ähm ja, ist irre, ist eins der großen Rätsel, aber nur ein aber auch nur ein kleines. Aber ich denke, ähm in dem ganzen Fall liegt eine Zeitmanipulation vor. Das sieht man später auch an den ganzen Handygeschichten. Ähm wer da Zeiten manipuliert hat oder warum ähm oder ob Zeugen alle was falsches ausgesagt haben und wie wie das zustande kommt, das würde ich gerne wissen.

 Ja, muss man technisch versiert sein, um diese Zeiten zu manipulieren? Die Kam die die Zeiten der Kamera? Nein, überhaupt nicht. Nein, nein, das würde auch niemandem auffallen. Bei den Handys ist das eine bisschen eine andere Geschichte, aber eine Kamera kann man vorher einfach auf eine andere Zeit setzen, paar Stunden vorstellen, zurückstellen.

Ach so, dann dann aber d dann dann ist es ja was geplantes gewesen, weil dann muss derjenige die Kamera ja bevor alles passiert, also ja. Ja, wenn das so ist, wenn wenn das so ist, müsste jemand äh ja ähm wenn das eine eine geplante Sache ist, es gibt ja verschiedene Theorien. Ist das eine geplante Entführung? War das von Anfang an so? Ja, ist das vielleicht schon an der Kita angefangen oder vielleicht schon noch früher? Ähm oder hat sie jemand begleitet und hat die Kamera genommen und hat die verstellt? Das geht

ganz schnell, ganz fix. Schon werden die Bilder zu anderen Zeiten aufgenommen, was wahrscheinlich nicht mal dem Fotografen äh auffällt, der die Bilder macht, weil die meisten Leute äh gucken sich das gar nicht an, sondern machen einfach nur die Bilder, ne? Kann es sein, dass da generell eine andere Uhrzeit eingestellt war? Vielleicht noch von ihrem Zuhauseort, also aus Ja, generell stimmte die Kamerazeit sowieso nicht.

 Die Kamerazeit war auf niederländische Winterzeit eingestellt worden. Das heißt, die Zeiten stimmten sowieso nicht. Die die Zeiten sind errechnet worden vom niederländischen forensischen Institut, die also das abgeglichen haben ähm von ihr von der Anfang Beginn ihrer Reise in Shiol ähm dass sie also Vergleiche gemacht haben mit Uhren, die aufgenommen wurden zur Zeit in Kamera, dass man also irgendwann sagen konnte, ähm das war niederländische Winterzeit und also haben sie für die korrekten Zeiten in Buket oder in Panama haben sie immer 6

Stunden abgerechnet M okay. Ja, aber auf der Kamera selbst standen die Zeiten sowieso falsch. Sogar das da äh sogar das Datum war falsch. Das stand 2014 auch das noch. Also ähm war den beiden mus 2013 stand da drauf. 2013. Ja. Ja. Also äh haben sich Chris und Lisanne sowieso nicht dafür interessiert, da die richtige Zeit einzustellen.

 Ja, also wenn das jemand vorher manipuliert hätte, hätte er das sicherlich locker machen können. Aber wenn wir jetzt von der Verbrechstheorie ausgehen, also wie organisiert kann ein Täter sein? Das ist ja, das wäre ja der Wahnsinn, also dass er im Vorhinein sich Gedanken darüber macht, dass diese Kamera gefunden wird und dass ähm diese Fotos da sich so genau angeguckt werden, also das ja das also wirklich extrem organisiert und planvoll.

Ja, aber vor allem denkt man sich dann auch, also dann hätte man die Kamera ja nicht hätte man die Kamera ja mitgenommen oder irgendwie zerstört oder also weißt was ich meine? Dann glaube ich kaum, dass sie äh mit einen anderen Sachen in dem Rucksack gefunden wird. Nee, das das hättest du ja wieder nicht machen können, die Kamera zerstören, weil damit hättest du die Unfalltheorie ja nicht äh schlüssig erscheinen lassen können.

Wenn wenn es ein Täter gab, der auch berechnet hat und ähm wissentlich die Uhrzeit noch mal geändert hat, ne? Ja. Ähm, dann hätte der wahrscheinlich, also kann ich mir jetzt vorstellen, wahrscheinlich die Kamera auch nicht ähm achtlos äh verloren. Ja, was was mich gerade einfach so fertig macht, ist, dass ich die ganze Zeit, als ich das Buch gelesen habe, einfach nicht gecheckt habe.

 Ähm, ich habe mir halt immer gefragt, wie kann man denn im Nachhinein das Datum und Uhrzeit auf den Bildern ändern? Und mir ist einfach nicht in den Sinn gekommen, dass damit gemeint ist, dass es im Vorhinein, also bevor die Fotos gemacht wurde von dem Täter, wenn wir von dieser Theorie ausgehen, gemacht wurde. Man, man könnte es auch äh äh mit technischen Mitteln machen, aber das bräuchte man im Falle der Kamera nicht.

So, ähm jetzt müssen muss ich sagen, das ist nur eine Theorie. Das ist auch keine Theorie, die ich befürworte. Ähm, das glaube ich nicht. Ich glaube schon, dass die Kamera verstellt wurde, aber erst später. Da kommen wir gleich zu, wenn es zu den Nachtfotos geht. Ich glaube, für diese für diese Zeugen und Kamerageschichte, da muss es eine andere Erklärung für geben.

 Und ähm ich kann also soll ich mal meine Theorie oder unsere Theorie kurz sagen, was wir glauben, warum sie nicht gesehen wurden? Ja, sehr gerne. Klar. Es gibt ja an diesem Tag auch noch andere Sichtungen und zwar haben äh die Zeugen ähm ein verdächtiges Fahrzeug gesehen zu dem Zeitpunkt, wo Chris und Lisan am Trail waren.

 Das ist ein roter Pickup Truck, der darauf und runtergefahren ist und der da nicht hingehört. Ja, also normalerweise darf da sowieso kein Auto fahren und wenn dann sind das äh Autos, die die Anwohner kennen und dieser Wagen war völlig unbekannt. Deswegen haben die sich auch das Kennzeichen notiert. Ja, das ist ein Wagen, der ist dann so ähm aufgefallen ist er den Leuten, als er runterfuhr um 16:30 Uhr.

 Komischerweise muss man jetzt sagen, wäre das genau die Zeit gewesen, wo sie zurückgekehrt wären und wo auch die Notrufe kamen. Also, liegt es gar nicht so fern für manche Leute zu vermuten, ähm dann sind sie wohl mit diesem Truck entführt worden, weil der ist um 16:30 Uhr dauntergefahren mit verdunkelten Scheiben und hinten alles abgedeckt mit Planen und so.

 Ja, also da hätte man natürlich jemand runterlegen können und genau das ist eben den Leuten aufgefallen, die auch dachten, die haben irgendwas geklaut und ähm ja, diesen äh äh Pickup Truck hat die Polizei auch als höchstverdächtig ähm ähm empfunden. Ja, und die Polizei ist dem natürlich nachgegangen, hat versucht äh den Pickup Truck zu finden, was ja dann auch funktionierte, weil die Anwohner sich das Kennzeichen notiert haben und haben ihn dann ausfindig gemacht.

komischerweise und da geht die Polizei gar nicht drauf ein. Äh, das haben wir dann an den Akten oder haben wir dann selber festgestellt, ähm ist der Pickup Truck zu Hause äh wenige Meter oder ich glaube 2 300 m von der äh Schule und von der Gastmutter, wo die Mädchen gewohnt haben, was krasser Zufall wieder ist, weil das ganze ist 8 km entfernt.

 Ja, das heißt also 8 km vom Pianister Trail. Genau. Das heißt, also dieser Pickup Truck, der dort unterwegs war an dem Tag, der ist auch noch zur gleichen Zeit da gestartet, wo Chris und Lisan gewohnt haben und ist auch noch da, wo sie zuletzt gesehen werden. Aber gut, ein Zufall wie der andere. Sie haben auf jeden Fall diesen Pickup Truck ausfindig gemacht und die Besitzerin gefunden und da fängt es in den Akten an wirklich sehr sehr schwierig zu werden, denn die Halterin sagt: “Ja, das ist mein Fahrzeug, aber ich bin nicht der ähm

Fahrer wahrscheinlich.” Ja, die die warte die die Halterin die Besetzerin sagt, sie ist nicht die Halterin. Ähm, also es gibt die die den Halter, den Besitzer und der Besitzer sagt dann ähm ja, das ist mein Truck, aber ich habe ihn an diesem Tag verliehen. Und äh nennt ein einen Fahrer und dieser Fahrer sagt: “Ja, ich habe mir den geliehen, aber ich habe mir den den Auftrag von jemandem anderes geliehen.

” Und ähm anscheinend wurde dieses Ding dreimal untervermietet und der gibt dann auch Namen an und letztendlich sagt der Fahrer ähm er hätte den Auftrag bekommen, am Pianister Trail Blumen zu sammeln, deswegen sei er damit hochgefahren. Was eine komische Sache ist, denn Blumen sammeln ist am Pianista Trail verboten und ähm es macht keinen Sinn, dort oben Blumen zu sammeln. Das hat er aber gesagt.

 Ähm und hat auch vier Männer genannt insgesamt, die mit ihm im Truck waren, äh namentlich auch genannt. Äh und das Komische ist eben, dass die Polizei all diese Männer nicht befragt hat und sich auch nicht mal den Truck angeguckt hat. Also muss ja mal vorstellen, da ist zu einer Zeit, wo die Mädchen das letzte Mal gesehen wurden, ist ein Truck, der runterfährt mit verdunkelt und verbarrikadiert und alle finden ihn verdächtig und der ist auch noch an der Straße zu Hause ähm gegenüber von von dem, wo die wo die gewohnt haben und sie gucken sich das

Fahrzeug nicht mal an. Wurde auch noch fünf mal untervermietet. Also, ich meine, wenn das nicht verdächtig ist, ne, dann ja, das ist super, das ist super krass verdächtig und es gibt auch keine Mietverträge, nichts, was man vorweisen kann. Also, es hätte jeder in diesem Truck sitzen können. Und ähm deswegen glauben wir diese Geschichte nicht so ganz, dass es da um Blumen sammeln ging.

 Vor allen Dingen, weil auch dieser äh äh dieser Ort, wo sie Blumen gesammelt haben wollen, zusätzlich ein sehr verdächtiger Ort ist. ähm wo eine Hütte steht, ähm wo jemand äh lebt, der, sage ich mal, dafür bekannt ist, ähm mit anderen Dingen zu tun zu haben, mit anderen Blüten sozusagen. Ja, okay.

 So so in so in der Art will ich ihm jetzt nicht vorwerfen, aber das haben ihm andere vor das haben ihm andere vorgeworfen, die ihn kennen. Es ist ja auch einfach so, dass selbst wenn dieser Truck nichts mit der ganzen Geschichte zu tun hat und die Männer nichts mit absolut, man hätte das ausermitteln müssen, ne? Das kann man ganz klar äh ankreiden, dass das einfach nicht passiert ist, ne? Man hätte Ja, genau.

 Du musst dir v du musst dir vorstellen, wenn das so ist, dann hat dieser Pickup Truck mit insgesamt vier Männern an einer Stelle gestanden zu einer Zeit, die Chris und Lisan passiert hätten. Ja, also muss man doch diese vier Männer fragen, habt ihr diese Mädchen gesehen? Absolut, oder? Was habt ihr überhaupt gesehen? Hat man aber nicht gemacht, sondern man hat das einfach hingenommen.

 Ach so, okay. Blumen sammeln, ja, dann ist ja alles klar, ne? Nicht nicht Mädchen entführen, Blumen sammeln war’s. Und damit hat man sich dann zufrieden gegeben und dann war die Geschichte mit dem Pickup Truck vorbei. Das heißt, hätte man irgendwelche Spuren von einer Entführung sichern können, hat man es nicht gemacht.

 Ja, und ähm jetzt ist meine Theorie aber, dass ich nicht unbedingt mal glaube, also ich glaube das nicht, viele Theorien sehen eben diesen Pickup Truck als der Truck, der die Mädchen dann zum Schluss entführt hat. Das glaube ich nicht. Ähm, aber ich glaube, der Pickup, dieser Pickup Truck könnte die Erklärung dafür sein, warum sich alle Zeugen vertun bzw.

 We warum keiner die Mädchen zur richtigen Zeit gesehen hat, denn der Pickup Truck kann einen Weg fahren über eine Molkerei. Da ist ein Feldzuweg, ein zweiter Weg, wo er den bewohnten Trail des äh den bewohnten Part des Pianista Trails umfahren kann. Da fährt er einfach dran vorbei und hält an einer Pianistabrücke und dann würde würde in diesem Falle äh würden sie nicht gesehen werden von niemandem.

Ja, das würde also erklären, warum sie zu der Zeit niemand gesehen hat und da da dieser Truck auch bei denen noch um die Ecke steht und sowieso keiner genau weiß, wie sie zum Trail gekommen sind, denn wenn der Taxifahrer es nicht war, weil er es nicht sein kann, weil er sagt, er hat sie um 12:30 Uhr gefahren, obwohl sie da schon auf dem Gipfel waren, muss müssen sie ja irgendwie anders hingekommen sein und äh dann könnten sie natürlich mit diesem Truck mitgefahren sein, der sie über den Feldweg an den Anwohnern vorbei

dorthinebracht hat und von dort haben sie die Wanderung gestartet. Ähm und dort ist nämlich auch das erste Foto entstanden. Interessanterweise ist dort genau Interessanterweise ist dort genau, wo der Pickup Truck halten könnte am nicht bewohnten Trail das erste Foto ähm entstanden und normalerweise, wenn man ein Wanderung betä macht, macht man vom Start ein Foto und äh wenn sie diesen bewohnten Trail gegangen wären, dann hätten sie sicherlich dort Fotos gemacht.

 Ja, da steht ja auch das Schild Pianista Trail und da gibt’s was zu sehen. Das ist schön schön urig, pitoresk, schöne Häuser, viele viele Kinder, Hühner, Hunde, wirklich sehr viele Genau. Und das ist da, wo eigentlich jeder, also es gibt keine andere Möglichkeit. Jeder Tourist geht dort lang und ähm dieser Trail, dieser dieser Trail ist so eng, der ist direkt an den Häusern dran, vielleicht einen halben Meter.

 Die Leute sitzen an ihren Fenstern und sehen jeden, der da vorbeikommt und spätestens die Hunde bellen, wenn da jemand vorbeikommt. Aber zu dieser Zeit ist dort niemand hochgegangen, also muss es eine andere muss es eine andere Erklärung dafür geben. Ja, und das ist für mich eine Erklärung, warum Chris und Lisan vielleicht auch in den Klamotten, die sie anhatten, an den Anwohnern vorbei unerkannt oben auf den Trail gekommen sind.

 Dann ist nur die Frage, ähm warum wird das verheimlicht? Wer hat sie da hochgefahren und warum meldet er sich nicht? Äh und was hat er vielleicht sonst noch äh mit dem Verschwinden zu tun? Denn ähm ja, es erklärt natürlich immer noch nicht, warum die Mädchen dann gesehen wurden Stunden später. Mhm. Oder welche Mädchen das waren. Ja, aber es würde erklären, warum sie auf den Fotos noch so frisch aussehen, ne? Also nicht als hätten sie körperlich äh als hätten sie sich bewegt oder so, ne? Die Haare sind noch sind nicht rot, kein man sieht keinen Schweiß, ne? Sit

das teilweise auch. Sie hätten eine Mitfahrgelegenheit bekommen und hätten theoretisch auch ähm also ungefähr die Hälfte der der des Berges hätten sie auch mit einem Fahrzeug hochfahren können. Ja, da äh also falls ich jetzt Hörer fragen, warum da warum es da noch einen zweiten Weg gibt und warum also könnte man ja auch sagen, okay, da warum laufen denn da keine Touristen, warum laufen die Touristen alle durch den bewohnten Teil? Das ist, weil dieser Parallelweg, wo wir vermuten, dass sie oder wo es sein kann,

dass sie hochgefahren wurden mit mit einem Fahrzeug, ähm weil der, weil das ist ein Privatweg, der gehört zur Molkerei, da darf man nicht durchmarschieren, da ist auch ein Tor und ähm da steht Privatweg und Betreten verboten und so dran. Deshalb läuft da niemand. Das ist kein öffentlicher Weg. Ja. Und ah super, danke noch mal für die Erklärung.

 Und und der Pickup Truck, als er gesehen wurde, also beim Runterfahren um 16:30 Uhr, da ist er durch das bewohnte Gebiet gefahren und da wurde er auch von allen gesehen. Da kann man auch schlecht durchfahren. Das ist super eng. Also, wenn ein Auto durchfährt, das sieht jeder, aber am Morgen hat ih niemand hochfahren sehen, also muss er eigentlich den anderen Weg genommen haben.

 Es gibt eigentlich quasi keine andere Möglichkeit. ist auf jeden Fall eine interessante Spur, ne, die ja nicht verfolgt wurde. Ja, die schade, schade, dass die Ermittler der der nicht nachgegangen sind, ne? [Musik] Zwei junge Frauen, hochmotiviert und bestens vorbereitet, kommen nach Panama, um Gutes zu tun. Doch ihr freiwillig endet, bevor er beginnt.

 Die Kita, in der Sie arbeiten wollen, weiß nichts von ihrer Ankunft. Ihre Ansprechpartnerin schweigt über wichtige Wanderruten und am Morgen eines geplanten Ausflugs mit einem Tourguide bleiben Chris und Lisanne plötzlich verschwunden. Kurz darauf beginnt die größte Suchchaktion Panamas, aber es bleiben nur Indizien, widersprüchliche Aussagen und ein Dschungel aus Theorien.

War ihr Schicksal wirklich nur ein tragischer Zufall oder gab es Hinweise, die man nie ernst genommen hat? In der nächsten Folge tauchen wir tiefer in den Fall ein, denn als am 11. April 2014 ein Video auf der Plattform YouTube online geht, kommt Bewegung in den mysteriösen Fall.

 Haben die Ermittler nun endlich den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib von Chris und Lisanne gefunden? Und wer ist der unbekannte Mann, der das Handyvideo der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt? Das war Folge 1 von vier meiner Reihe verschollenen Panama. Was geschah mit Chris Kremers und Lisanne Fron? Eine Produktion von Wre Verbrechen True Cram Podcast.

 Ich bin Alex. Die Grundlage dieser Podcastreihe bildet das Buch Verschollen in Panama von Anett Nenner und Christian Hardinghaus. entstanden aus intensiver und investigativer Recherche vor Ort. Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich. Du hast Hinweise oder Anmerkungen. Die Redaktion von verschonnen in Panama erreichst du per E-Mail unter [email protected].

Danke auch an Steffi für die journalistische Ausarbeitung des Skripts und deine Mitwirkung am Projekt. Skript Stefanie Plug Henze, redaktionelle Mitarbeit, Alex, Gesprächspartner Anett Nenner und Christian Hardinghaus. Alle Quellen und weiterführende Informationen findest du in der Folgenbeschreibung.

 Ich komme mit ware Verbrechen auf Deutschland Tour und kann es kaum erwarten, dich zu treffen. Du, ich, wahre, Kriminalfälle, haut nah und einen Fall, der dich nicht loslassen wird. Gemeinsam tauchen wir ein in wahre Kriminalfälle, sprechen über Ermittlungsfehler, psychologische Abgründe und ich erzähle die von einem Fall, den du so in einem Podcast noch nie gehört hast.

 Die Tickets gibt es ab dem 7. August 2025 bei Eventim Ticketmaster, einfach überall, wo es Tickets im Vorverkauf gibt. Also hol dir jetzt ein Ticket, bevor es zu spät ist und wir sehen uns dann in deiner Stadt 

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