Ich brauche nur jemanden, der dabei ist. Irgendjemanden bitte. Sie griff sein Ärmel mit beiden Händen, ihre alten Finger zitterten und sie flüsterte etwas, das ihn erstarren ließ. “Ich brauche nur jemanden, der dabei ist”, [musik] sagte sie. “Irgendjemanden, bitte.” Lukas Breuer hatte unter Wasser Kampfeinsätze [musik] in eiskalten Meeren überlebt. Er hatte Gefahren ins Auge geblickt, die sich die meisten Menschen nicht einmal vorstellen konnten. Aber nichts, absolut nichts,

hatte ihn je so getroffen wie diese sechs Worte. Hallo zusammen, ich bin Thomas und heute möchte ich euch die Geschichte von Lukas Breuer erzählen. Ein deutscher Kampfschwimmer, einer der elitärsten Soldaten der Welt. Ein Mann, der darauf trainiert wurde, nichts zu fühlen, durch alles hindurchzugehen, niemals zu brechen. Aber an einem ruhigen Dienstagnachmittag in Rotenburg ob der Tauber öffnete eine 91-jährige Frau namens Erna Hoffmann etwas in ihm, worauf ihn keine militärische Ausbildung der Welt hätte vorbereiten können. Bevor

ich weitermache, wenn euch solche Geschichten bewegen, drückt jetzt den Like Bututton und abonniert den Kanal, [musik] damit ihr keine einzige Geschichte verpasst. Und ich möchte euch etwas fragen. Habt ihr jemals etwas freundliches für einen völlig fremden Menschen getan? Schreibt es in die Kommentare. Ich lese jeden einzelnen. Also Lukas sollte an diesem Nachmittag eigentlich gar nicht in diesem kleinen bayerischen Cafée sein. Er war auf dem Rückweg von einer Trainingsübung durch die Stadt gekommen, müde, staubig und

bereit nach Hause zu fahren. Agus, sein deutscher Schäferhund und langjähriger Einsatzpartner, lief neben ihm an einer lockeren Leine. Ruhig, aufmerksam, wie immer. Sie hielten an einem kleinen Cffee nahe dem alten Marktplatz an, der Art von Ort mit Holzbalken an der Decke und Bierkrügen auf den Regalen. Lukas wollte nur einen Kaffee, vielleicht 10 Minuten Ruhe. Dann bemerkte er sie. Erner Hoffmann saß allein an einem Ecktisch, [musik] ordentlich gekleidet, in einer grünen Wolljacke, die Hände über einem

Holzstock gefaltet. [musik] Sie aß nicht, sie trank nicht, sie saß einfach da. und starrte auf den Tisch. Und die Art, wie sie daaß, so still, so klein, so völlig allein, ließ Lukas innerhalten. Agus bemerkte sie zuerst. Er zog sanft in Richtung ihres Tisches. Der Schwanz tief, die Ohren weich. Lukas folgte ihm. [musik] Er kniete sich neben sie und fragte leise, ob alles in Ordnung sei. Sie sah zu ihm auf, zu diesem großen Soldaten in voller Tarnuniform, mit einem deutschen Schäferhund an seiner

Seite. Und anstatt erschreckt zu sein, füllten sich ihre Augen einfach mit Tränen. Ihr Mann, mit dem sie 64 Jahre verheiratet gewesen war, war drei Tage zuvor gestorben. Die Beerdigung war am nächsten Morgen [musik] und einer nach dem anderen hatte ihr jeder, den sie angerufen hatte, eine Ausrede gegeben. [musik] Ihr Sohn steckte in München fest. Ihre Tochter lebte in Kanada und konnte rechtzeitig keinen Flug bekommen. Ihre Nachbarn waren selbst schon alt. Ihr waren die Menschen ausgegangen, die sie

anrufen konnte. Also war sie in das Kaffee gekommen. [räuspern] Dasselbe Kaffee, dass sie und ihr Mann 40zig Jahre lang jede Woche besucht hatten, um einfach etwas Vertrautes zu spüren. Sie suchte kein Mitleid. Sie verlangte nicht viel. Sie wollte nur nicht allein an diesem Grab stehen. Lukas sagte einen langen Moment lang nichts. Dann zog er den Stuhl ihr gegenüber heraus und setzte sich. Er bestellte zwei Kaffees und er blieb. Sie redeten zwei Stunden lang. Erner erzählte ihm von ihrem Mann Walter, wie

er pfiff, während er kochte, wie er bei alten Film weinte, aber so tat, als hätte er etwas im Auge, wie er 60 Jahre lang jede Nacht ihre Hand gehalten hatte. Lukas hörte jedem Wort zu. Agus legte seinen großen Kopf auf Ernas Knie und sie streichelte seine Ohren ohne nachzudenken und zum ersten Mal seit drei Tagen lächelte sie. Am nächsten Morgen stand Lukas Breuer auf einem kleinen Friedhof am Rande von Rotenburg in Gala Uniform neben Erna Hoffmann. Agus saß zu seiner linkten. Erna hielt Lukas Arm mit beiden Händen. Es waren

nur vier weitere Menschen dort, aber Erna sah nicht allein aus, nicht eine einzige Sekunde lang. Nach der Trauerfeier drehte sie sich zu ihm um und sagte: “Walter hätte dich gemocht.” Lukas mußte wegschauen, damit sie sein Gesicht nicht sehen konnte. [musik] Ein Kampfschwimmer, ein Mann, der für die härtesten Einsätze der Welt gebaut worden war, auf einem Friedhof in einer kleinen bayerischen Stadt stehend, versuchend nicht zu weinen, [musik] wegen einer Frau, die er erst am Tag zuvor kennengelernt hatte.

Er besuchte sie noch zweimal, bevor er wieder im Einsatz war. Jedesmal kam Agus mit, [musik] jedesmal wartete Kuchen auf ihn. Das ist es, woran ich denke, wenn ich an Lukas Breuer denke. Stärke bedeutet nicht immer, was man aushalten kann. Manchmal geht es darum, was man bereit ist zu fühlen. Es geht darum, den Mut zu haben, sich hinzusetzen, zuzuhören, aufzutauchen, auch wenn niemand darum gebeten hat, auch wenn es einfacher wäre weiterzugehen. Lukas wurde darauf trainiert, einer der härtesten Männer Deutschlands zu sein,

aber sein größter Akt des Mutes hatte nichts mit dem Meer, der Dunkelheit oder dem Feind zu tun. Er hatte alles mit einer alten Frau, einer Tasse Kaffee und sechs Worten zu tun, von denen er einfach nicht weggehen konnte. Also möchte ich euch fragen, habt ihr jemals für jemanden da gewesen, der niemanden hatte? Oder ist jemand jemals für euch da gewesen? Schreibt es mir in die Kommentare. Und wenn euch diese Geschichte berührt hat, abonniert bitte den Kanal. [musik] Es warten noch mehr Geschichten wie diese auf euch.

Geschichten, die uns daran erinnern, wozu Menschen wirklich fähig sind, wenn sie sich entscheiden, zuerst Mensch zu sein.