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Wahre Verbrechen I Das verschwundene Kind I True Crime Dokumentation – Ty – Part 3

Darüber hinaus hatte er direkten Kontakt mit den Eltern und anderen Angehörigen des Opfers. Er produzierte also quasi selbst Zeugen. Wie kam es, dass er so drastisch von seinem gewohnten Muster abwich? Für Fisch stellte dieser Fall eine Eskalation dar. Laut Worthams Aussage fing Fish im Jahr 1887 an, Kinder zu missbrauchen.

Im Jahr 1928 war er also schon 40 Jahre lang aktiv. Es könnte sein, daß ihm seine übliche Taktik einfach nicht mehr aufregend genug war. Und indem er sich diese Lügen ausdachte, fand er eine neue Möglichkeit, Macht über Menschen auszuüben. Er führte jetzt nicht nur sein Opfer, sondern auch die Eltern des Opfers hinters Licht.

Er überlistete sie und konnte sich ihn überlegen fühlen. Außerdem hatte Fisch mit dieser Methode alles unter Kontrolle, auch wann und unter welchem Vorwand er sein Opfer von der Familie trennen würde. Anstatt darauf warten und hoffen zu müssen, dass Eltern ihr Kind unbeaufsichtigt lassen, hatte er es nun selbst in der Hand, nach Belieben zuzuschlagen.

Nichts war mehr dem Zufall überlassen. Er konnte seine Tat komplett durchplanen. Indem er die Kontrolle übernahm, bot die neue Taktik für Fisch auch neue Möglichkeiten, seinen Sadismus auszuleben. Es war nicht das erste Mal, dass Fisch sich eine andere Identität und Vorgeschichte zulegte, um seine sadumasochistischen Triebe zu befriedigen.

Fisch durchstöberte Kleinanzeigenseiten der Zeitung auf der Suche nach Anzeigen von Frauen. diesen Frauen schickte er dann Obstzöne Briefe. In diesen Briefen stellte sich Fisch unter falschem Namen vor und behauptete häufig, Filmproduzent zu sein. Dann fragte er die Frauen, ob sie ihm dabei helfen würden, sich um seinen Sohn zu kümmern.

Sein Sohn habe Züchtigung nötig und Fisch sagte, er suche jemanden, der sich nicht scheut, seinem Sohn eine Tracht Prügel zu geben oder ihn auf andere brutalere Weise zu bestrafen. Diese Briefe zeigen, dass Fisch Übung daran hatte, in andere Rollen zu schlüpfen. In diesem Fall, um seine sadomasochistischen Fantasien zu befriedigen.

Zurück zur Entführung von Grace But und dem, was am 3. Juni 1928 passierte, als Fisch und das Mädchen die Wohnung verließen. In seinem Geständnis sagte Fisch, dass er die Werkzeuge, mit denen er Edward und Willy töten wollte, in einem Zeitungsstand in der Nähe der Wohnung der Badfamilie deponiert hatte. Die Werkzeuge waren in Stoff gewickelt, sodass niemand sehen konnte, dass der alte Mann ein Hackbeil, eine Säge und ein Fleischermesser bei sich trug.

Sobald er Grace in seiner Gewalt hatte, holte er das Bündel aus seinem Versteck. Dann fuhren die beiden mit dem Zug nach Westchester, New York. Als sie an ihrer Station ausstiegen, vergaß Fisch das Bündel im Zug. Doch Grace bemerkte, dass es weg war und lief sogar zurück in den Zug, um es zu holen. Fisch brachte Grace zum Weria Cottage, auf dessen Rückseite ein Waldstück lag.

Während Grace im Hof Blumen pflückte, ging Fisch in das obere Stockwerk und bereitete der Räume für seine Tat vor. Er legte die Werkzeuge bereit und zog sich aus, damit er kein Blut auf seine Kleidung bekam. Und dann ging er zum Fenster und rief Grace zu sich nach oben. Fisch wirkte Grace zu Tode. Als sie tot war, zerstückelte er sie und nahm die Körperteile mit nach Hause, die er essen wollte.

Er kochte und verspeiste die Körperteile im Laufe der nächsten 9 Tage. Wenn man sich diesen Bericht anschaut und die Taten miteinander vergleicht, wird deutlich, dass es für Fisch etwas anderes war, ob er ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen tötete. Aus den Interviews mit Dr. Worham wissen wir, dass Fisch sowohl Mädchen als auch Jungen sexuell missbraucht hat, Jungen aber bevorzugte.

Diese Vorliebe ist auf seine Zeit im Weisenhaus zurückzuführen, als er den Missbrauch anderer Jungen mit ansehen musste und dabei seine ersten sexuellen Gefühle bekam. Wenn man sich also anschaut, wie Fisch seine männlichen Opfer im Vergleich zu Grace Buck behandelte, liegen die Unterschiede auf der Hand. Fish missbrauchte Francis McDonald und Billy Gaffney.

Billy wurde gefesselt und gefoltert, bevor Fish ihn umbrachte. Und Fisch gestand, daß er auch vorgehabt hatte, Edward Butt und Willy Corman zu fesseln und zu foltern. Er hat Grace But jedoch weder sexuell missbraucht noch gefoltert. Stattdessen hat Fisch sie sofort erwirkt und später beteuert, sie nicht missbraucht zu haben.

Für ihn war dieser Punkt so wichtig, dass er ihn andauernd wiederholte. Auch wenn er Grace vielleicht nicht sexuell missbraucht hat, lagen die Mord und dem anschließenden Verspeisen des Opfers doch der Drang zugrunde, sexuelle Gelüste zu befriedigen. Aus Fischsicht hatte er Grace jedoch keine sexuelle Gewalt angetan.

Dabei ist es wahrscheinlich, dass Fisch noch andere Mädchen getötet hat. Als Fisch verhaftet wurde, wurde er mit mehreren ungelösten Morden und versuchten Entführungen [musik] kleiner Mädchen in Verbindung gebracht. Der Mord an Grace But war jedoch der einzige mit einem weiblichen Opfer, den Fisch gestand. Als Frank Howard und Grace an jenem Abend nicht zurückkehrten, fingen Mr.

und Misses Bud an sich Sorgen zu machen. Sie warteten noch bis zum nächsten Morgen. Dann ging sie zur Polizei, die die Ermittlung im Fall Grace But aufnahm. Die Buds konnten keinen genauen Grund nennen, warum sie erst am nächsten Morgen zur Polizei gegangen sind. Vielleicht brauchten sie eine Weile, bis sie der Wahrheit ins Auge blicken konnten, daß es ein tragischer Fehler gewesen war, diesem Mr.

Howard so viel Vertrauen und Hoffnung entgegenzubringen. Am Ende waren es die Entführung und der Mord an Grace But, die Albert Fish zu Fall brachten. Nach der Entführung und dem Mord an Grace But nahmen seine kriminellen Aktivitäten deutlich zu. Im Sommer nach dem Verbrechen wurde Fisch dreimal innerhalb von sechs Wochen wegen Diebstahls verhaftet.

Jedes Mal wurde er wieder freigelassen. Im November 1930 wurde Fisch verhaftet, weil er einen obsöen Brief verschickt hat. Der Anklageschrift zufolge war der Brief Zitat von so widerwärtiger, ober und unflätiger Natur, dass die Wiedergabe des Inhalts die Gerichtsarchive verunreinigen würde. In diesem Brief machte Fisch einer Frau erneut das Angebot, seinen ungezogenen Sohn zu züchtigen.

Aufgrund des verstörenden Inhalts des Briefs wurde Fisch zur Beobachtung ins BW Hospital eingewiesen. In der Klinik wurde Fisch von Psychiatern untersucht. Der offizielle Bericht, den das Krankenhaus dem Gericht später über Fisch ausstellte, beschrieb ihn als still und kooperativ. Fisch habe sich normal benommen, so die Psychiater. Im Bericht hieß es weiter: “Es gab keine Belege für Warnvorstellung oder Halluzination.

Sein Gedächtnis ist hervorragend, besonders für einen Mann in seinem Alter.” Der Bericht kam zu dem Schluss, dass Fisch sexuell gestört, aber nicht geisteskrank sei. Es war derselbe Fehler, den alle in Bezug auf Fisch gemacht haben. 1930 war Fisch 60 Jahre alt. erschien einfach ein harmloser, älterer Herr zu sein.

Dass die Spezialisten diesen Eindruck hatten, geht auch aus dem Krankenhausbericht hervor, indem die Ärzte die obsöhnen Briefe als möglichen Hinweis auf Altersdemenz im Frühstadium auffassten. Fisch war geübt darin, sich hinter seinem Äußeren zu verstecken. Ihm war klar, dass alles, was die Ärzte über ihn wussten, aus dem Brief stammte, den er verschickt hatte.

Die Polizei und die Klinik konnten gar keine Ahnung vom ganzen Umfang seines kriminellen Wesens haben. Und in den Gesprächen, die mit ihm geführt wurden, ließ er davon natürlich auch nichts durchblicken. Fisch wusste genau, was er sagen musste, um keinen weiteren Verdacht zu erregen. Er tat nichts, was ihn weiter hätte belasten können und es funktionierte.

Fisch wurde im Januar 1931 aus dem Belvy Hospital entlassen. Doch anstatt sich ruhig zu verhalten, verschickte Fisch noch mehr Briefe und wurde wieder verhaftet. Im August desselben Jahres wurde Fisch erneut eingewiesen, dieses Mal in eine andere Klinik. Er war jedoch nur für zehn Tage in diesem Krankenhaus, dann wurde er wieder entlassen.

Auch diese Klinik schrieb über Fisch in ihrem Abschlussbericht, dass er, Zitat still, kooperativ und orientiert war. Zu dieser Zeit muss sich etwas bei Fisch verändert haben, denn innerhalb von dre Jahren wurde er fünfm verhaftet und in zwei verschiedene Kliniken eingewiesen. All die Jahre davor war er immer sehr darauf bedacht gewesen, keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen.

Diese [räuspern] Verhaltensänderung hatte vielleicht mit seinem Alter zu tun. Wir sprechen hier von einem Mann mit zahlreichen psychischen Störungen, die nie behandelt wurden. Es könnte sein, dass sie sich mit zunehmendem Alter verschlimmerten, aber es scheint, als sei es der Mord an Grace But gewesen, der sich am stärksten auf die psychische Gesundheit von Albert Fish auswirkte.

Dieses Verbrechen war das einzige, für das Fischanzeichen von Reue zu zeigen schien. Nach seinem Geständnis sagte er mehrmals, daß er sich nach dem Mord oft gewünscht habe, sein eigenes Leben gegen Iris einzutauschen. Er gestand auch öfter zum Weria Cottage, wo er Grace umgebracht hat, zurückgegangen zu sein. Es muss also etwas an diesem Verbrechen gegeben haben, das ihm besonders aufs Gemüt schlug.

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass Grace Buts Entführung und Morb etwas Besonderes für Fisch waren. Für ihn war das alles eine neue Erfahrung und auch wenn er später Reue zeigte, kann man davon ausgehen, dass er diese Tat als neuen Höhepunkt empfand. Vielleicht, weil ihm gelungen war, eine ganze Familie so zu täuschen, dass er ihre Tochter mit ihrem Einverständnis mitnehmen konnte.

Er hatte seinen Plan perfekt in die Tat umgesetzt und er war mit allem davon gekommen. Es scheint, dass Fisch sich unbesiegbar fühlte, nachdem er all das durchgezogen hatte. Er wurde zwar für die anderen Verbrechen verhaftet, doch immer wieder freigelassen. Niemand kam auf den Gedanken, ihn mit dem Mord an Grace But in Verbindung zu bringen.

Niemand außer ihm wusste davon. Doch Fisch gefielen seine Klinikaufenthalte nicht. Er mochte es nicht, dass die Ärzte ihn dort festhielten, dass er die Klinik nicht ohne ihre Erlaubnis verlassen durfte. In einem Brief an [schnauben] seine Tochter aus Belvy schrieb er: “Annie, tu deinem alten Vater eingefallen.

Schreibe einen Brief an Dr. Gregory vom Belvue Hospital, sobald du diesen Brief hier bekommst, bitte ihn, dass er mich in Gottes Namen wieder dem Gericht überstellen soll. Denn weißt du, je eher ich verurteilt werde, desto eher kann ich wieder nach Hause. In der Klinik war Fisch in einer Institution unter fremder Aufsicht gefangen.

Er war Autoritäten ausgeliefert, die totale Kontrolle über ihn hatten. Ähnlich wie im Weisenhaus, in dem er als kleiner Junge leben musste. Es ergibt also Sinn, dass er sich die nächsten paar Jahre ruhig verhielt und Problem mit dem Gesetz aus dem Weg ging. Laut seinem Sohn Albert Fish Junior, bei dem Fisch zu dieser Zeit lebte, schien sein Vater tatsächlich normal zu sein, nachdem er aus der zweiten Klinik entlassen wurde.

Es ist wahrscheinlich, dass Fisch jedes Gefühl von Überlegenheit verloren hat, als er zum zweiten Mal in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. eventuell holte ihn diese Erfahrung wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und er bemühte sich, sein Leben unter Kontrolle zu halten, wenn auch nur, um nicht mit dem Gesetz aneinander zu geraten.

Doch dieser Zustand hielt nicht lange an. Im Juni 1934 bemerkte Albert Fish Jr. eine Veränderung bei seinem Vater. Er entwickelte ein Verlangen nach rohem Fleisch und bestand darauf, dass auch sein Sohn rohes Fleisch essen sollte. Außerdem hatte Fisch schreckliche Albträume, bei denen er laut Bad Bad im Schlaf rief.

Albert Junior musste seinen Vater wachrütteln, wusste aber erst später, welche Bedeutung der Name hatte, den sein Vater da schrie. Albert Junior fand auch eine seltsame Sammlung von Zeitungsausschnitten seines Vaters sowie eine Sammlung von Nadeln. Außerdem beobachtete er, wie sein Vater sich beim Masturbieren mit einem mit Nägeln besetzten Paddle schlug.

Und das ist nur, was Arbe Junior mitbekam. Wahrscheinlich hat Fisch seine Neigungen die ganze Zeit überheimlich ausgelebt, als er mit seinem Sohn zusammenwohnte. Irgendwann gelang es ihm aber nicht mehr, sie vor Albert Junior zu verbergen. Fisch verlor den Bezug zur Realität und hatte höchstwahrscheinlich psychotische Schübe, die mit seiner Schizophrenie zusammenhängen.

Wenn man dann noch sein fortgeschrittenes Alter berücksichtigt, droht Fischs Zwangstörungen und sein wahres Ich wahrscheinlich stärker aus ihm hervorzubrechen als je zuvor. Und bald stellte sich heraus, dass es nicht nur Fischs psychische Gebrechen waren, die ihn einhulten, auch das Gesetz war ihm auf der Spur.

Auch sechs Jahre nach der Entführung von Grace Bud versuchte Detective Will King immer noch ihren Entführer lebendig zu fassen. Jedes einzelne Jahr ist er jeder kleinen Spur nachgegangen, ohne Erfolg, aber er blieb dran. Ercierte immer wieder falsche Nachrichten über Ermittlungsfortschritte in der Presse, um den oder die Täter aus der Reserve zu locken.

Genau das hat Detective King auch am 2. November 1934 getan. Er ließ eine Falschmeldung in Walter Wchills on Broadway, der damals beliebtesten Klutschkolumnen New Yorks, veröffentlichen. Darin hieß es: “Ich habe mich über die Grace But Entführung schlau gemacht und ich kann Ihnen versichern, dass das Department of Missing Persons den Fall in vier Wochen gelöst haben [musik] wird.

Auf Randalls Island haben sie einen Kokainsüchtigen in Gewahrsam, der so gut wie alles über das Verbrechen wissen soll.” Obwohl Fisch nie zugab, die Kolumne gelesen zu haben, ist es ziemlich wahrscheinlich, daß er sie doch gelesen hat, wenn man sich anschaut, was als nächstes passierte. Am 12. November 1934, also 10 Tage, nachdem die Kolumne erschien war, bekam Grace Buds Mutter Dilia But ein Brief per Post geschickt.

Dillia konnte nicht lesen, also Lars Edward But ihr den Brief vor und darin stand: Am Sonntag, den 3. Juni 1928 kam ich zu ihn in die 406 West 15 Street. Ich habe ihn Hüttenkäse mitgebracht, Erdbeeren. Wir haben zu Mittag gegessen. Grace saß auf meinem Schoß und hat mir einen Kuss gegeben. Da habe ich beschlossen, sie zu essen.

Ich gab vor, sie zu einer Party mitnehmen zu wollen. Sie sagten: “Ja, sie kann mitgehen.” Ich habe sie zu einem leerstehenden Haus nach Westchester gebracht, dass ich vorher ausgesucht hatte. Als wir dort ankamen, sagte ich ihr, sie soll draußen bleiben. Sie hat Blumen gepflückt. Ich bin nach oben gegangen und habe all meine Kleidung ausgezogen.

Als sie mich ganz nackt sah, fing sie an zu weinen und versuchte die Treppen herunterzulaufen. Ich habe sie gepackt und sie sagte, dass sie es ihrer Mutter sagen würde. Ich habe sie erwirkt und dann in kleine Stücke geschnitten, damit ich mein Fleisch mit nach Hause nehmen konnte, es kochen und Essen.

Ich habe neun Tage gebraucht, um ihren ganzen Körper aufzuessen. Edward But brachte den Brief sofort zu Detective King, der die Handschrift mit der eines Telegramms verglich, dass Frank Howard damals der Badfamilie geschickt hatte. Er wusste, dass der Brief von Grace Mörder kam. Der Umschlag, in dem der Brief steckte, trug das Siegel eines örtlichen Chauffeurverbandes.

Von nun an ging King jedem Hinweis nach und konnte die einzelnen Spuren zu Fisch zurückverfolgen, der inzwischen in einer Pension lebte. King verhaftete Fisch und Fischgestand den Brief geschrieben und Gracebt ermordet zu haben. [räuspern] Nachdem er gestanden hatte, führte Fish die Beamten sogar zum Wier Cottage und zeigte ihn, wo sie am ehesten noch sterbliche Überreste von Grace But finden würden.

Doch warum hat Fisch den Brief überhaupt geschrieben? Es ist wahrscheinlich, daß er die Falschmeldung in der Klatschkolumne gelesen hat. Vielleicht fürchtete er, dass ihm die Polizei bereits auf der Spur war. daß sie wußten, was Grace passiert war. Und er wollte Herr darüber bleiben über die Geschichte und über das Verbrechen, bevor die Polizei das Narrativ an sich reißen konnte.

Er wollte allen zeigen, dass er die Wahrheit kannte. Dass er den Brief an die Mutter von Grace und nicht an die Polizei geschickt hat, könnte damit erklärt werden, dass er keine persönliche Bindung zur Polizei hatte. Er gab Mister und Misses But auch wiederholt die Schuld dafür, was er ihrer Tochter angetan hatte. Er sagte, dass er Grace ja gar nicht entführt habe, weil ihre Eltern ihm ja die Erlaubnis gegeben hatten, sie mitzunehmen.

Er sagte außerdem, dass Grace nichts passiert wäre, wenn sie ihm nicht gestattet hätten, sie an diesem Tag mitzunehmen. Es sei also letztlich ihre eigene Schuld gewesen, weil sie nicht gut genug auf ihre Tochter aufgepasst hätten. Er weist im Brief sogar darauf hin, daß sie ihm erlaubt habe, Grace mitzunehmen, so als sei sie mitschuldig.

Mit dem Brief hat Fisch versucht Mes But Schmerz zu bereiten und sich selbst bis zu einem gewissen Grad vom Verbrechen freizusprechen. Er schiebt die Verantwortung für Gry Tod auf ihre Mutter und lenkt die Schuld von sich ab. Das Fisch dann sofort gestanden und mit der Polizei kooperiert hat, war seine Art die Kontrolle über eine Situation zu übernehmen, die er nun definitiv nicht mehr kontrollieren konnte.

In einem Brief, den er später an Detective King schrieb, sagte er: “Sie wissen so gut wie ich, dass ich nicht im Gefängnis sitzen würde, wenn ich den Brief an Mes But nicht geschrieben hätte. Hätte ich sie nicht zum Tatort geführt, wären keine Knochen gefunden worden und man würde mich nur für Entführung anklagen. Fisch [räuspern] wollte nicht gefasst werden.

Er wollte nicht ins Gefängnis gesteckt oder vor Gericht gestellt werden. Er wollte nicht zum Tode verurteilt werden. Davon kann man ausgehen, wenn man sich anschaut, was er alles unternahm, nachdem er verhaftet worden war. Z.B. daß er den besten Rechtsanwalt beauftragte, den er finden konnte. James Damsey James Damseay übernahm den Fall und engagierte sofort mehrere Psychiater, die Fisch untersuchen sollten.

Er hatte die Absicht, Fisch für unzurechnungsfähig erklären zu lassen, sodass er in eine Psychiatrie und nicht auf den elektrischen Stuhl kommen würde. Aber trotz der offensichtlichen psychischen Probleme von Fisch, war es schwer, seine Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen. Die Staatsanwaltschaft hatte vor, den Befund des BV Hospitals aufrecht zu erhalten, dass Fisch bei gesundem Verstand war und sie beauftragte ihre eigenen Psychiater, um genau das zu beweisen.

Die Verteidigung kann auf Schuldunfähigkeit bzw. Unzurechnungsfähigkeit plädieren, wenn sie glaubt nachweisen zu können, dass der Angeklagte z.B. an einer psychischen Störung leidet, die es ihm unmöglich macht, seine Handlungen zu kontrollieren. Im Prozess gegen Albert Fish wollte die Verteidigung beweisen, dass Fisch nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden konnte, als er Grace But tötete.

Wir haben ausführlich über die Erkenntnisse des Psychiaters Dr. Wortham gesprochen, der von Demsey beauftragt wurde, Fisch zu untersuchen. Fish zeigte sich Wortham gegenüber ausgesprochen kooperativ und hat ihm zu allen bereitwillig Auskunft gegeben. Vorher hat er noch nie so frei mit jemandem über seine Verbrechen gesprochen.

Worthham war der erste, dem er sich öffnete. Wahrscheinlich, weil Fish wusste, dass er bei Unzurechnungsfähigkeit der Todessstrafe entgehen würde. Es konnte also nur zu seinem Vorteil sein, wenn er mitspielte und Worham mit so vielen Details wie möglich versorgte. Und am Ende konnte Fisch Dr. Wortham davon überzeugen, daß er unzurechnungsfähig war.

Worham glaubte, dass Fischs Realitätssinn so verzerrt war, dass er keine wirkliche Vorstellung von richtig und falsch hatte. Schließlich rechtfertigte Fisch seine Morde auch ab und zu damit, dass ein Engel ihn aufgehalten hätte, wenn das, was er da tat, wirklich falsch gewesen wäre. Worham versuchte dem Gericht zu demonstrieren, wie irrational Fischs Gedanken waren.

Der Prozess gegen Albert Fish im Mordfall Grace But begann am 12. März 1935. James Damsey tat sein Bestes, um zu beweisen, dass Fisch geisteskrank und damit schuld und fähig war, indem er Dr. Wortham zu all den grausamen Dingen aussagen ließ, die Fisch getan hatte. Die Einzelheiten der Zeugenaussage wurden für so schrecklich befunden, dass Frauen aus dem Gerichtssal gebracht wurden, bevor die Verhandlung überhaupt begann. Dr.

Worth musste Pausen machen, damit die verbliebenen Zuhörer und die Geschworenen Zeit hatten, sich wieder zu sammeln. Als Demsey sich jedoch mit den Psychiatern der Staatsanwaltschaft befassen musste, stieß er gegen eine Mauer aus Ärzten, die felsenfest behaupteten, dass Albert Fisch vollzurechnungsfähig sei. Seine psychischen Störungen seien nicht so ungewöhnlich und es gäbe viele sexuell gestörte Menschen, die nicht alle Mörder sein.

Fisch sei sich seiner Taten voll und ganz bewusst und seine geistige Verfassung habe keinerlei Einfluss auf sein Verständnis von richtig oder falsch. Auf den größten Widerstand stieß Damsey, als er anfing von Fischs Kannibalismus zu sprechen. Für ihn war der Kannibalismus das beste Beispiel dafür, dass Fisch keinen Bezug zur Realität hatte.

Demsyer hörte Detective King dazu, doch der sagte aus, daß Fisch nie gestanden habe, eines seiner Opfer gegessen zu haben. Und das hatte er wirklich nie. Denn obwohl Fisch in seinem Brief an Mes Bad von Kannibalismus gesprochen hat, hat ihn die Polizei dazu nie befragt und Fisch hat es nie zugegeben. Es könnte sein, dass die Polizei [musik] diesem Detail im Brief keinen Glauben geschenkt hat, so wie sie anfangs nicht glaubte, dass Fisch sich Nadeln in den Unterleib gesteckt hat.

Für die Beamten war es vor allem wichtig, alles rund um den Mord und die Entführung aus Fisch herauszubekommen. Das brauchten sie für die Verhaftung und das Gerichtsverfahren. Alles andere war nebensächlich. Allein Dr. Worthham konnte dazu aussagen, dass Fish Grace But und weitere seiner Opfer gegessen hat. Nach Worthams umfassender Aussage zu den grausamen Gedanken und Taten von Albert Fisch war sich die versammelte Presse einig, dass Fisch tatsächlich unzurechnungsfähig sein musste.

Doch die Geschworenen kamen zu einem anderen Schluss und am Ende sprach die Jury Albert Fish schuldig im Sinne der Anklage. Albert Fish wurde für zurechnungsfähig und damit für schuldig erklärt. Als einer der Geschworenen von einem Reporter jedoch zum Urteil befragt wurde, sagte er, dass die Jury Fisch auch für geisteskrank gehalten habe, aber trotzdem gewollt habe, dass er auf den elektrischen Stuhl kommt.

Es schien, als hätte Damsey seinen Job zu gut gemacht, Albert Fish als Monster hinzustellen. Das Todesurteil brachte Fisch dazu, auch die Morde an Francis McDonald und Billy Gefney zu gestehen. Nach seiner Verhaftung wurde Fisch zu anderen ungelösten Morden und vermissten Kindern befragt, und die Beamten konnten nachweisen, dass Fisch zum jeweiligen Tatzeitpunkt in der Gegend gewesen war.

Darüber hinaus meldeten sich weitere Zeugen zu Wort. Sie hatten das Gesicht von Albert Fish in der Zeitung gesehen und erinnerten sich, daß es dieser Mann war, der versucht hatte, ihre Kinder zu entführen. Die beiden Verbrechen, mit denen Albert Fish am häufigsten in Verbindung gebracht wurde, waren die Morde an Francis McDonald und Billy Gaffney.

Hier gab es klare Zeugen. Anna McDonald die Fisch am Tag von Francis Verschwinden in ihrer Straße gesehen hatte und die beiden Bahnangestellten, die Fisch mit Billy Gffney gesehen hatten. Trotzdem bestritt Albert Fish diese Morde begangen zu haben. Erst als er in der Todeszelle saß, muss er eingesehen haben, dass es keinen Sinn mehr ergab, die Taten zu leugnen.

Außerdem war es seine letzte Gelegenheit, einen weiteren Nervenkitzel aus diesen beiden Morden herauszuholen, indem er allen zeigte, dass er der einzige Schlüssel zur Wahrheit war. Es war seine letzte Chance noch einmal die Kontrolle zu übernehmen, bevor er getötet wurde. Der Werwolf von Wisteria, der Brooklyn Vampire.

Am Ende brauchte es, trotz all der monströsen Spitznamen keine Silberkugel und keinen Holzflock, um Albert Fish zu töten. Am 13. Januar 1936 starb Albert Fish wie jeder andere Mensch, nur dass er die Welt auf schlimmere Weise verließ als andere Menschen auf dem elektrischen Stuhl im Sing Gefängnis von New York. Und damit endet die Geschichte von Albert Fish, dem echten Boogie Man aus Fleisch.

und Blut. Vielen Dank, dass ihr Serienkiller eingeschaltet habt. Mein Name ist Diane Helcher. Ich bin Max Spalleck. Bis nächste Woche. Serienkinder, Mörder und ihre Geschichten ist ein Spotify und Podcast Original. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original.

Serial Killers, produziert von Max und Ron Cutler. Deutsche Produktion und Redaktion wieb geachter Winter. Zuholder, Daniel Nikolau, Matz Leubner, Sebastian Simmert, Fabio Lautenschleger und Chris Guse. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwatau. [musik]

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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