Juli 1946, Bikiniat Atoll, Pazifik. Ein Schlachtschiff von 26 000 tonn verschwindet in wenigen Minuten unter der Wasseroberfläche. Der Unterwasseratomtest [musik] Baker hat gerade das Schlachtschiff Arkanszor zerrissen wie Papier. Der Flugzeilträger Saratoga sinkt langsam, von der Druckwelle zerkretscht.
Rings um den Explosionspunkt treiben Wracks dutzender Kriegsschiffe. Doch in mitten dieser Apokalypse schwimmt ein einziges Schiff vollkommen aufrecht. Ein deutsches Schiff. Der schwere Kreuzer Prinz Eugen. Kein Torpedo hatte ihn versenkt, kein Bomber hatte ihn zerstört. Nicht einmal zwei Atomexplosionen hatten seine Rümpf gebrochen.
Dabei hatte dieser Kreuzer mehr Gefechte, mehr Treffer und mehr technische Katastrophen erlebt als jedes andere Großkampschiff der Kriegsmarine. Wie war das möglich? Die Antwort beginnt nicht im Pazifik. Sie beginnt in einer Keler Werft im Jahr 1939. mit einer Entscheidung, die gleichzeitig die größte Stärke und die gefährlichste Schwäche des Kreuzers begründete.
Der Prinz Eugen war das dritte Schiff der Admiral Hipperklasse. Auf dem Papier war die Klasse beeindruckend. 228 m Länge, Höchstgeschwindigkeit von 32 Knoten, acht Geschütze des Kalibers 203 mm in vier Doppelttürmen, dazu 16 Torpedorohre und eine starke Flugabwehrbewaffnung. Der Rumpf war für Hochseeinsätze ausgelegt, die Panzerung solide, aber das Herzstück der Maschinen war ein technisches Glücksspiel.
Die Ingenieure hatten sich für Hochdruckdampfkessel des Systems Lam entschieden. Diese Kessel arbeiteten bei 70 Atmosphären Druck und 450° Celsus. Das ermöglichte kompakte, leistungsfähige Turbinen, aber um einen hohen Preis. Das System besaß kein Sicherheitspuffer. Verunreinigtes Speisewasser, Vibrationen oder ein falscher Betriebszustand konnten die feinen Röhren zum Platzen bringen.
Für die Maschinenmannschaft bedeutete das einen permanenten Kampf gegen technische Ausfälle, auch ohne Feindkontakt. Dieser Konstruktionsfehler zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Karriere des Schiffes. Was die Ingenieure jedoch beim Sonal leisteten, war revolutionär. Der Prinz Regen erhielt eine passive Hydrophonanlage mit sechzig einzelnen Sensoren, eingebettet in den Bugwulz des Schiffes.
Britischer Aktivsonare, die nach dem Astikprinzip arbeiteten, sendeten Schallimpulse aus und empfingen das Echo. Das war effektiv, aber mit einem entscheidenden Nachteil. Jeder gesendete Impuls verriet die eigene Position. Das deutsche System sendete nichts. Es hörte nur. Es registri Schraubengeräusche, Maschinenvibrationen, Torpedoläufe und während britische Hydropone bei Geschwindigkeiten über 18 Knoten im eigenen Fahrgeräusch ertranken, filterte das deutsche System Störsignale bis knapp 30 Knoten heraus.
Der Kreuzer konnte jagen, ohne selbst gesehen zu werden. Am 1. August 1940 lief der Prinz Eugen in Kiel in Dienst. Kapitän zur See, Helmut Bringtmann, übernahm das Kommando. Die Besatzung zählte über 1400 Mann. Niemand an Bord ahnte, welchen Weg dieses Schiff nehmen würde. Nicht Bringt man, nicht die Admiralität, nicht die Ingenieure, die die Kessel eingebaut hatten.
Der Kreuzer war fertig. Der Krieg wartete bereits. Mai 1941. Die Kriegsmarine plant den größten Handelskrieg. den der Atlantik je gesehen hat. Der Codename lautet Reinübung. Vier schwere Einheiten sollen gleichzeitig in den Atlantik ausbrechen und britische Konvois vernichten. Die Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz, dazu die Schlachtkreuzer Scharnhorst und Gneisenau.
Eine solche Streitmacht hätte kein Geleitzug der Welt aufhalten können. Dann griff die Realität ein. Tirpilz hatte die Erprobungsphase noch nicht abgeschlossen. Scharnhorst lag mit Kesselproblemen im Dock. Gneisenau hatte in Brest ein Torpedo abbekommen und war kampfunfähig. Von vier geplanten Schlachtschiffen blieb eines übrig, der Bismarck.

Und als Begleitung, weil schlicht kein anderes einsatzbereites Schiff verfügbar war, der schwere Kreuzer Prinz Eugen. Am 18. Mai verließ das Geschwadergoten Hafen. Die Sicherung war stark. Drei Zerstörer, zwei Sperrbrecher und Minensucher der fünften Flottille. Der Plan sah einen verdeckten Durchbruch durch die dänischen Meerengen vor.
Er schalterte innerhalb von 48 Stunden. Am 20. Mai im Katreuzte der schwedische Kreuzer Gotland den Kurs der deutschen Gruppe. Das neutrale Kriegsschiff begleitete die Deutschen auf Parallelkurs, identifizierte jeden Schiffstyp visuell und funkte um 14 Uhr offen nach Stockholm. Zwei große Kriegsschiffe, drei Zerstörer, fünf Begleitfahrzeuge, Kurs Nordwest.
Der britische Marineattach in Stockholm, Captain Henry Dannham fing die Meldung ab und leitete sie sofort nach London weiter. Das Überraschungsmoment war verloren, bevor die Gruppe die Nordsee erreicht hatte. 24. Mai 1941 5:37 Uhr, dänische Straße. Die Sichtweite beträgt gut 20 km, aber über dem Wasser liegt eine leichte Dunstschicht. Das britische Geschwader, der Schlachtkreuzer Hood und das Schlachtschiff Prince of Wales läuft auf Kurs 280° direkt auf die deutschen Schiffe zu.
Und hier unterläuft Vizeadmiral Holland ein Fehler, der die Geschichte des Gefechts entscheiden wird. Die deutsche Gruppe fährt in Keinie, der Prinz Eugen führt. Der Bismarck folgt achter aus. Durch die Dunstschicht und die ähnlichen Silhouetten der beiden Schiffe identifiziert Holland den führenden Kreuzer als den Bismar.
Er gibt den Befehl Feuer auf das vordere Schiff konzentrieren. Damit richtet er die Seifen seiner stärksten Einheit auf eine Nebenzielscheibe, während der eigentliche Gegner ungestört feuern kann. Um 5:52 Uhr eröffnet der Hut das Feuer. Die ersten Salven seiner 381 mm Geschütze fallen vor dem Prinz Eugen ins Wasser. Keine Treffer.
Um 5:55 Uhr antwortet der Prinz Eugen. Die Feuerleitanlage des Kreuzers arbeitet mit hoher Präzision. Bereits mit der zweiten Halbsewe erziäht die Besatzung eine Einschachtelung. Ein 203 mm Geschoss trifft den Hut Mitschiffs im Bereich der Großmast. Dort lagerten Bereitschaftsmunition für die fahren Raketenwerfer und Treibladung der 100 mm Geschütze.
Die Folgen sind verheerend. Auf dem Bootsdeck bricht ein ausgedehnter Brand aus. Die Flammen leuchten hell durch die Dunstschicht und liefern den Entfernungsmessern des Bismar präzisen Zielpunkt. Was der Prinz Eugen mit einem Treffer ausgelöst hat, ist keine Zufälligkeit. Es ist das Ergebnis überlegener Feuerleitarbeit. Um 6 Uhr trifft die fünfte Seife des Bismark den Hut.
Der Einschlag durchschlägt das Panzerdeck und detoniert in den achteren Artilleriekammern. In weniger als 3 Minuten bricht das Schiff auseinander und sinkt. Von einer Besatzung von mehr als 1400 Mann überleben drei. Die britische Formation löst sich auf. Der Prince of Wes dreht scharf, um die Trümmer zu umfahren. Jetzt konzentriert das deutsche Geschwader seinen Beschuss auf das einzige verbleibende Ziel.
Die Entfernung sinkt auf 14 000 m. Der Prinz Eugen feuert im Schnellfeuer. Seine 203 mm Rohre erzielen vier bestätigte Treffer. Zwei Geschosse schlagen in die Aufbauten ein und zerstören die Navigationskabine sowie den Feuerleitstand der Flugabwehr. Zwei weitere Treffer gehen unter die Wasserlinie.
Sie detonieren nicht, aber sie durchschlagen die Außenhaut und fluten die Munitionskammern des Sekundärgeschützes. Der Prince of Wales, ohnehin von technischen Ausfällen an den neuesten Geschütztürmen geplagt, bricht unter einer Rauchwand den Kampf ab. Doch das war kein ungetrübter Triumph. Der Bismarck hatte drei Treffer des Kalibers 356 mm erhalten.
Ein Bugtank war aufgerissen, über 1000 Tonnen Schweröl verloren oder abgeschnitten. Das Kesselabteil Nummer 2 stand unter Wasser. Der Flagge des Geschwaders war verwundet und damit war die gesamte Atlantikmission in Frage gestellt. Admiral Lytens traf die Entscheidung schnell. Die Gruppe trennte sich. Der Bismarck drehte nach Südosten Richtung Sanasea, um die Verfolgung auf sich zu ziehen.
Der Prinz Eugen ohne Treffer, mit vollem Brennstoff und voll gefechtsfähig sollte allein in den Atlantik ausbrechen. Um 18:14 Uhr nutzte der Kreuzer einen Regenschauer als Deckung, wechselte den Kurs ohne Funksignal und verschwand nach Süden. Die britischen Radargeräte folgten der größeren Signatur des Bismarck. Den Kolzer verloren sie aus den Augen.
Drei Tage später war der Bismarck tot. Der Prinz fuhr allein weiter. Juni 1941. Der Prinz läuft in Brest ein als einziges Schiff der Operation Reinübung, das den Heimweg antritt. Doch Bres ist keine sichere Zuflucht. Der Hafen liegt in Reichweite britischer Bomber. Die Royal Airforce greift systematisch an, nacht für Nacht und trifft die Hafenanlagen mit wachsender Präzision.
Großadmiral Räder genehmigt schließlich den Plan, der in der Marinegeschichte als einer der kühnsten Durchbrüche gilt. Operation Zerberus. Das Ziel: Drei schwere Kriegsschiffe, Schanhorst, Gneisenau und Prinz Eugen, bei Nacht aus Brest heraus und durch den Ärmelkanal nach Deutschland zu bringen. 560 km durch das Ängste Gewässer Europas unter ständiger Bedrohung durch britische Küstenartillerie, Torpedoboote, Zerstörer und Luftwaffe.
Am 11. Februar 1942 um 23 Uhr verließ das Geschwader Brest. Die Deutschen hatten zuvor wochenlang britische Radaranlagen mit gezielten Störmaßnahmen bearbeitet. Die Gruppe lief unentdeckt durch die Nacht. Erst beim Einlaufen in die Ängstestelle des Kanals, den Palais, brach die britische Küstenwach den Funkkontakt durch.

Um 12:30 Uhr begann der Kampf. Die Royal Air Force schickte 24 Maschinen, 12 Torpedobomber des Typs Bfor, sechs Bomber des Typs Blanhheim und vier schwere Jagdflugzeuge des Typs Bowfighter. Der Prinz fuhr als letztes Schiff im Verband und zog damit die Angriffe von achteren Kurswinken auf sich. Was folgte, war kein geordneter Seegefecht.
Es war ein Chaos aus Torpedospuren, Flagfeuer, Rauchvorhängen und Tiefliegerangriffen. Kapitän Bringtmann manövrierte den Kreuzer mit 30 Knoten, beobachtete Torpedospuren persönlich von der Brücke und gab Ausweichbefehle, bevor die Feuerleitofiziere reagieren konnten. Die 203 mm Hauptbatterie feuerte auf dem britischen Zerstörer Wuster und erzielte drei Treffer, die ihn kampfunfähig machten.
Gleichzeitig hien die 105 mm und 37 mm Geschütze die Torpedobombe auf Distanz. Die Briten verloren drei Maschinen. Der Prinz Eugen erhielt keinen einzigen Treffer und kein Torpedo berührte seinen Rumpf. Scharnhorst lief zweimal auf Magnetmienen, Gneisenau einmal. Beide Schlachtschiffe wurden schwer beschädigt und für Monate außer Gefecht gesetzt. Der Prinz fuhr am 13.
Februar in die Elpmündung ein, vollständig kampfbereit. Dann kam Norwegen und das Ende der guten Serie. Das Kommando verlegte den Kreuzer zusammen mit dem schweren Kreuzer Admiral Scher nach Trondheim, um britische Nordkonvois zu bedrohen. Die Sicherung war stark. Fünf Zerstörer, darunter die Zerstörer 22.
Hermann Schilmann, Friedrich Inn, Paul Jakobi und Richard Beizen. Am 23. Februar herrschte Sturm. Die Gruppe lief Zickzackkurs mit 27 Knoten. Genau diese Kombination machte das Geleit blind. Das britische U-Boot Trident, geführt von Commander Sladen, hatte die Einschränkungen des deutschen Sonarsystems genau kalkuliert.
Bei Geschwindigkeiten über 20 Knoten wird das Hydrophon von eigenem Fahrgeräusch überlagert. Aktive Sonaimpulse streuen sich in der von Luftblasen gesättigten Deckschicht. Sledden legte sein Boot nicht auf Verfolgungskurs, weil das unmöglich war. Die maximale Unterwassergeschwindigkeit des U-Boots betrug acht Knoten gegen 27 des Ziels.
Stattdessen berechnete er den wahrscheinlichen Kurs der deutschen Gruppe, positionierte das Boot quer dazu und wartete reglos. Die Zerstörer passierten das U-Boot ohne Kontakt zu bekommen. Trident lag im toten Winkel des Geleitschutzes. Um 7:3 Uhr feuerte Lady aus den Heckrohren. Entfernung 2000 m. Der Admiral Scher wich aus.
Der Prinz Eugen, der dahinter fuhr, hatte keine Zeit mehr. Der Torpedo traf die Heckabteilung Backboard hinter den Hauptkalibertürmen. Die Detonation fand im Rudermaschinenraum statt. Was dann passierte, legte einen Konstruktionsfehler der gesamten Hipperklasse bloß. Der Schweißrumpf absorbierte die dynamische Belastung nicht.
Die Explosionswelle zerstörte die Außenhaut und brach den Verband aus Spannten und Stringern. Die Hecksektion etwa 10 m lang riss nicht vollständig ab. Sie knickte nach unten, hing am verformten Panzerdeckblech und wirkte wie eine riesige Bremse unter Wasser. Das Ruder stand festgeklemmt bei 10° Backboard. Der Kreuzer verlor die Kontrolle und begann unkontrollierte Kreisbewegungen.
In den zerstörten Heckabteilen starben 50 Seeleute. Bringmann ließ die Maschinen stoppen. Die Schadenspartien meldeten das entscheidende. Wellenanlage und Schrauben waren intakt. Der Rump fi dicht. Das Schiff war verwundet, aber es schwamm. Was fehlte, war jede Möglichkeit, es zu steuern. Bringt man Befall die Notsteuerung.
Die beschädigten Leitungen wurden isoliert, die Ruderanlage überbrückt. Von nun an drehte der Kreuzer nicht mehr über das Ruder, sondern über die Maschinen. Volle Kraft Steuerboard. Stopp Backboard. 20.000 Tonnen Kreuzer, gelenkt wie ein Flussschlepper. Unter dem Schutz der Zerstörer verließ der Prinz Eugen das Angriffsgebiet und lief den Ljort an.
Er schwamm noch, aber der schwierigste Teil kam erst. Närz 1942, Lovjord, Norwegen. Der Prinz Eugen liegt vor Anker und die Lage ist verfahren. Die beschädigte Hecksektion macht eine Hochseefahrt unmöglich. In Norwegen gibt es kein Trockendock der notwendigen Größe. Der Transport nach Deutschland durch britisch kontrollierte Gewässer mit einem manövrierunfähigen Schiff wäre ein Selbstmordkommando.
Die Marinebaingenieure stehen vor einer Aufgabe, die in der Kriegsmarinegeschichte keine Vorlage hat. Sie müssen einen schweren Kreuzer auf offenem Wasser reparieren. Das Reparaturschiff Huaskan legte läksseit. Taucher ging unter den Rumpf, um das Ausmaß der Schäden zu kartieren. Was sie meldeten, war eindeutig.
Die hängende Hecksektion war nicht zu retten. Sie musste weg. Mit Unterwasserschneidgeräten und Pressluftmeißeln trennten die Männer über mehrere Wochen die deformierte Stahlkonstruktion Stück für Stück vom Rumpf. Tonnen von Stahl sankten in den Norwegischen Fjordt. Das offene Heck wurde mit Stahlplatten abgedichtet und verschweißt.
Der Kreuzer hatte jetzt ein provisorisches Transomhck, stumpf und unhydrodynamisch, aber wasserdicht. Das eigentliche Problem blieb die Steuerung. Ohne Ruderanlage war das Schiff auf den Maschinenantrieb angewiesen und das reichte für den Fjord, aber nicht für eine Überfahrt durch die Nordsee unter Feindbeschuss. Die Werftspezialisten konstruierten einen Notruder, eine massive Stahlschaufel von Tauchern am Heck montiert, verbunden nicht mit der zerstörten Hydraulikanlage, sondern über ein Troskensystem mit dem Heckspill der Ankerwinde. Der Ruder
Befehl kam vom Brückentelegraph, lief als Sprachbefehl ans Heck und dort drehten Männer mit einem Elektromotor, der Winde die Ruderblattkonstruktion in die gewünschte Richtung. Ein Kreuzer von 20.000 Tonnen, gesteuert wie ein Fischkutter aus dem 19. Jahrhundert. Am 16. Mai 1942 begann die Operation Zauberflöte.
Der Verband lief aus Trondheim aus, Ziel Kiel. Die Route führte entlang der norwegischen Küste durch Gewässer, die die britische Küstenfliegertruppe regelmäßig patrullierte. Am 17. Mai im Bereich Egersund an der südnorwegischen Küste fanden sie ihn. Die britische Küstenfliegergruppe schickte Maschinen, ZF.
Torpedobomber des Typs Beauf, sechs Bomber des Typs Blanhheim und vier schwere Jagdflugzeuge des Tys Bighter. Es war die gleiche Maschinenkombination wie im Ärmelkanal, aber diesmal war das Ziel ein beinah manövrierunfähiges Schiff. Die Torpedobomber griffen von achteren Winkeln an, genau dort, wo das Spillruder seine größte Schwäche hatte.
Ein normaler Ruderwechsel dauerte beim hydraulischen System des Kreuzers Sekunden. Mit der Trosskonstruktion am Heck dauerte derselbe Befehl länger und jede verschwendete Sekunde bedeutete mehr Torpedogefahr. Bringtmann reagierte darauf, indem er Ausweichbefehle mit starker Vorhaltung gab, früher als jeder Feuerleidoffizier berechnen konnte, in welche Richtung die Maschinen die Maschinen angreifen würden.
Der Rechner am Spill arbeitete auf der Grenze seiner physischen Kapazität. Die Flugabwehr des Verbands übernahm den Rest. Zerstörer legten Rauchvorhänge. 105 mm Geschütze des Kreuzers feuerten Sperrfeuer und Jagdflugzeuge der Luftwaffe drängten die Angreifer immer wieder aus dem optimalen Anflugkurs. Drei britische Maschinen wurden abgeschossen.
Der Prinz Regan wich jedem einzelnen abgeworfenen Torpedo aus. Am 18. Mai lief der Kreuzer in Kiel ein mit einem Leinenruder, einem abgesägten Heck und einer Besatzung, die seit Tagen kaum geschlafen hatte. Was folgte, war ein langer Werftaufenthalt. Eine neue Hecksektion wurde gebaut und angesetzt. Die Ruderanlage wurde vollständig erneuert.
Im Herbst 1942 war der Prinz Eugen wieder vollständig einsatzbereit. Aber die große Era der deutschen Atlantikreider war vorbei. Die Kriegsmarine hatte keine Ressourcen mehr. für offensive Unternehmungen im Atlantik. Der Kreuzer bekam eine neue Aufgabe und die lag näher als erwartet. Herbst 1944. Die Ostfond hatte sich bis zur Ostseeküste verschoben.
Die Herosgruppe Nord war in Kurland eingekesselt. Die deutschen Linien in Ostpreußen gerieten unter massiven sowjetischen Druck. Der Prinz Eugen wurde zum Artillerieschiff umfunktioniert. Seine 203 mm Geschütze, konstruiert für Duelle auf 20.000 m gegen gepanzerte Schiffe, feuerten jetzt auf Truppenbewegungen und Panzerkonzentrationen an der Küste.
Im Rieger Meerbusen arbeitete der Kreuzer in einem Rhythmus, der kein Kriegsschiff lange durchhalten kann. Die 18 cm Rohre verschossen in einem einzigen Einsatz den vollständigen Bordvorrat an Munition. Dann fuhr das Schiff nach Gotenafen, Lut nach und kehrte sofort zurück. Die Hitze der überlasteten Rohre veränderte die Ballistische der Geschosse spürbar.
Verschlussbrücken zeigten erste Risse. Die Toleranzwerte der Züge in den Rohren überschritten alle Normen. Das Schiff feuerte sich buchstäblich selbst zu Tode. Und dann am 15. Oktober 1944 kam das Unwahrscheinlichste dichte Nebelbank vor Ginja. Sicht 0, Radarstörungen. Der Prinz Eugen lief auf neuem Positionskurs. Um 19:05 Uhr tauchte direkt voraus der Rumpf des leichten Kreuzers Leipzig aus dem Nebel auf.
Die Entfernung machte ein Ausweichen unmöglich. Der verstärkte Vorstäw des schweren Kreuzers traf die Leipzig Mitschiffs zwischen Schorstein und Brücke. Der Aufprall öffnete die Spannten und Querschotten des leichteren Schiffes wie eine Dose. Die Schiffe verhaten sich ineinander. Der Prinz Eugen steckte buchstäblich im Rumpf der Leipzig.
14 Stunden arbeiteten Schadenspartien beider Schiffe daran, die verkeilten Rümpfe zu trennen, ohne dass die Leipzig dabei kenttern würde. Für den leichten Kreuzer waren die Schäden das Ende jeder Kampftauglichkeit. Er wurde zur stationären Schwimmbatterie degradiert. Der Prinz hatte wieder eine zerstörte Bugsession, aber er schwamm.
Nach zwei Wochen Notreparatur in Gotenhafen war er zurück auf Position. Januar 1945. Danziger Bucht. Die Welt des Deutschen Reiches zog sich auf einen schmalen Küstenstreifen zusammen und auf diesem Streifen standen hunderttausende Zivilisten und Soldaten ohne Ausweg nach Westen. Der Prinz Eugen war jetzt kein Reader mehr, kein Schnelläufer im Atlantik.
Er war eine schwimmende Artilleriebatterie, die letzte schwere Feuerstützung für eine Front, die Woche für Woche zurückwich. Die Geschütze arbeiteten pausenlos. 203 mm Granaten, jede davon über 100 kg schwer, flogen auf sowjetische Panzerverbände, Brütenköpfe und Truppenkonzentrationen. Die Rohre waren längst über ihre technische Lebensgrenze hinaus beansprucht.
Die Züge waren so ausgebrannt, dass Feuerleitofiziere die Streuung manuell in ihre Berechnungen einrechnen mussten. Präzision war nicht mehr möglich. Was zählte, war Masse. Ein Gesamtgewicht einer Salve von knapp einer Tonne Stahl, die auf die feindliche Linie fiel. In diesen Wochen arbeitete der Kreuzer auch als Deckungsfeuer für die größte Schiffsevakuierung der Geschichte.
Operation Hannibal lief seit Januar und bewegte über 2 Millionen Menschen aus Ostpreußen und dem Baltikum auf dem Seeweg nach Westen. Transporter, Fairschiffe und Frachtschiffe fuhren täglich aus Guten Hafen und dann sich aus. vollgestopft mit Flüchtlingen, oft in Sichtweite sowjetischer Küstenstellungen. Der Prinz Eugen feuerte, damit diese Schiffe ablegen konnten.
Anfang März 1945, die Munitionsvorräte des Hauptkalibers gingen zur Neige, nicht schrittweise, sondern abrupt. Ein Einsatz, bei den die letzten Panzerbrechenden und Sprenggeschosse des Kalibers 203 mm verschossen wurden und dann Stille in den Türmen. Die Rohre, die seit dem Riger Meerbusen nicht mehr ausgetauscht worden waren, feuerten ihre letzte Salve ab. Danach waren sie trappen. Am 4.
Mai 1945, mit dem Kreuzer auf Rede von Kopenhagen war der Krieg für den Prinz Eugen zu Ende. Nicht durch eine Versenkung, nicht durch einen Treffer. Die Bunker waren trocken, die Munitionsräume leer, die Rohre unbrauchbar. Es gab schlicht nichts mehr zu tun. Nach der deutschen Kapitulation übernahmen britische Soldaten das Schiff zunächst formal.
Bei der Aufteilung der deutschen Kriegsmarine unter den Alliierten fiel der Prinz Eugen den Vereinigten Staaten zu. Amerikanische Marineingenieure untersuchten jeden Winkel des Kreuzers. Besonderes Interesse galt dem passiven Hydrophonsystem. Die Auswertung ergab, dass die deutschen Ingenieure bei der Schallfilterung und der Hochgeschwindigkeitserkennung von Unterwasserzielen Lösungen gefunden hatten, die bei den Alliierten keine Entsprechung hatten.
Das System wurde vollständig dokumentiert. Im Januar 1946 lief der Kreuzer unter amerikanischer Flagge durch den Panamakanal in den Pazifik aus. Zielgebiet: Bikiniatol. Dort wartete die Operation Crossroads, ein Versuchsprogramm der US-Marine, zur Wirkung von Atomwaffen auf Kriegsschiffe. Der Prinz Eugen wurde als Zielschiff in einem Verband von 95 Einheiten platziert. 1.
Juli 1946 Testable eine Eine Atombombe der Plutoniumtype, Sprengkraft 23 000 tonn TNT Äquivalent detonierte in der Luft über der Lagune. Der Prinz Eugen befand sich etwa 1100 m vom Epizentrum entfernt. Die Druckwelle riss Antennen und leichte Aufbauten weg. Der Rumpf blieb dicht, die Maschinen unbeschädigt, das Schiff schwamm. 25.
Juli 1946. Test Baker. Diesmal detonierte die Bombe unter Wasser. Die Explosion hob eine Wassersäule von 2 Millionen Tonnen in die Luft, die dann als radioaktiver Regen auf die gesamte Flotte fiel. Das Lachtschiff Arkensor verschwand innerhalb von Minuten. Der Flugzeugträger Saratoga sank nach 7 Stunden. Der Prinz Eugen schwamm noch.
Er hatte beide Detonationen überstanden, die kein Ingenieur beim Bau des Schiffes je in Betracht gezogen hatte. Aber der radioaktive Niederschlag hatte den Rumpf von innen und außen durchdrungen. Der Strahlungspigel an Bord machte jeden menschlichen Aufenthalt tödlich. Der Kreuzer wurde nach Quajaline Atu geschleppt, wo eine Dekontaminierung versucht werden sollte.
Das Schiff ließ sich nicht reinigen. Die radioaktiven Partikel hatten sich in Farbe, Korrosionsschichten und den porösen Oberflächen der Dichtungen festgesetzt. Im Dezember 1946 begann in der Hecksektion genau dort, wo einst ein Torpedo die Konstruktion gebrochen hatte, Wasser einzudringen. Die Leckage kam aus dem Bereich der Wellendurchführungen.
Unter normalen Umständen wäre das eine Routineaufgabe für eine Schadenspartie gewesen. Wenige Stunden Arbeit, ein ausgetauschtes Dichtungspaket. Aber der Strahlungspegel im bilden Bereich überstieg alle Grenzwerte. Kein Mensch durfte in den Rumpf. Die Pumpen liefen nicht. Das Wasser stieg. Am 22.
Dezember 1946 verlor der Prinz Eugen die Stabilität. Der Kreuzer rollte langsam über Steuerbord, känterte und legte sich mit dem Kiel nach oben auf das Riff. Seine Schrauben, die ihn durch den Sturm vor Norwegen, durch den Ärmelkanal und durch den Pazifik getragen hatten, ragten jetzt rostig aus dem Wasser in den Himmel.
Kein Feind hatte dieses Schiff versenkt. Der Prinz Eugen war unbesiegt.
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