„NOCH EINMAL UND ICH GEHE!“ Martenstein ZERLEGT Amann LIVE! 

Diese Leute, das ist so als ob sie ein Streichholz in eine Benzinpfütze hineinwerfen, was da passiert wird. Diese Leute werden das werden sich persönlich gedemütigt und ausgegrenzt fühlen. 20% hier, 40% im im Ost. Ich finde, sie bauen einen Stroman auf. Die Gleichsetzung und das machen sie ja, der AfD mit der NSDP, das ist historischer Unsinn Trumpfkarte ist immer wieder die Gleichsetzung mit der Nazizeit und das ist historisch vollkommen falsch.

Also, das habe ich nicht getan. Plötzlich hat Martenstein die Schnauze voll. Wenn die Diskussion noch mal Richtung Naziergleiche abdriftet, ist für ihn Schluss. In dieser Folge zerlegt Martenstein die Funkejournalistin Melanie Armann. Eine Frau, die 40% der ostdeutschen Wähler lieber einfach wegsperren will, statt mit ihnen zu reden.

 Und an einem Punkt wird es schmerzhaft deutlich. Selbst Lansz hatte mit so einem brutalen Konter nicht gerechnet. Glaubt mir, jetzt wird’s wild. Auf geht’s. So, die Frage des Umgangs mit der AfD. Ich habe das äh vorhin schon kurz äh vorgestellt, Herr Martenstein, und das einmal kurz zu klären, bevor wir sie da einmal auch sehen.

 Ähm Hamburger Talia Theater, ja, sie auf der Bühne, ein Prozess gegen Deutschland und es wird sozusagen verhandelt die Frage, sollte man ein Verbotsverfahren gegen die AfD anstrengen? Sollte man nicht sie in der Rolle des Zeugen, der gegen dieses Verbotsverfahren argumentiert? Ja. Ja. Das war eine Theaterinszenierung und das war die Rolle, die mir zugedacht war.

Genau. So und das noch mal zu klären, also ist das ihre persönliche Haltung? Ist das die Rolle, was wir da gleich sehen? Was ist das, was gleich erleben? Na ja, äh das ist meine Haltung in dieser Frage. Ja. Ja, genau. Und ich fand die haben Sie, bevor wir das gleich sehen, Herr Wenstein, die Reaktion darauf fand ich so interessant.

 Ich habe das gesehen irgendwann. Ich ich es war sehr früh morgens, ich glaube es war noch nachts, senile Bettflucht ist das Thema. Äh und ich und ich sehe das und guck es mir von vorne bis hinten an und es hat mich total begeistert, weil es mich so unfassbar aufgeregt hat. Ich ich habe sie da gesehen und dachte, was du was ich es gab Punkte, die ich verstanden habe und andere, die mich schrecklich aufgeregt und empört haben und dachte, das ist eigentlich ein gutes Ding.

 Das lässt dich auf jeden Fall nicht kalt. Haben Sie diese heftigen Reaktionen überrascht oder wie haben Sie die Reaktionen im Saal? Waren ja gar nicht heftig. Die Leute haben mit versteinerten Gesichter sich das im Saal, ja, aber danach zu die Leute, die es medial auch, ich habe es ja vorhin kurz vorgetragen, Leute, die ganz begeistert waren, die sagten grandios und andere, die sagten nicht da so geht Debattenvergiftung, ist eine Katastrophe.

 Ich hab aber nicht genau verstanden, was daran die Debattenvergiftung sein soll. Also, wenn man in einer Debatte eine Position bezieht und zwar eine legitime Position, das darauf möchte ich dann schon beharren, ja, dass gegen das Verbot der AfD zu sein eine legitime Position ist, die auch von aktuell so mehr als 50% der Bevölkerung geteilt wird.

 Ja, also äh dann möchte ich wissen, also was ist was ist eigentlich daran die Vergiftung? Man bringt natürlich Argumente für diese Position. Gut, wir brauchen jetzt mal eine Debattenlage hier und deswegen schauen wir jetzt einfach mal rein. So. Melanie Armann sagt, mir hat diese Rede überhaupt nicht gefallen.

 Warum nicht? Aber um es rauszuschicken, ich respektiere diese Meinung und ich finde, das ist eine Meinung, die man haben darf und über die wir über die ich gerne diskutiere und gerne streite. Also, um das gleich vorauszuschicken, ich will da ich will ihn nichts verbieten und nichts äh bevor da jetzt irgendwie ein falscher Eindruck entsteht.

 Das hört man ja gern, aber ja, es ist eine Selbstverständlichkeit, aber man kann sie anscheinend nicht oft genug betonen. Steht ein großes Aber im Raum. Genau. Aber warum bin ich ja, ich bin noch nicht mal diametral anderer Meinung, sondern ein paar Punkte, die Sie hatten, denen habe ich sogar zugestimmt, aber ich finde, sie sind am Thema vorbeigegangen und ich finde es knüpft auch gut an das, was Herzimjak vorhin über die polnische Haltung mit dem nie wieder nie wieder Unfreiheit beschrieben hat.

 Bei uns ist es nie wieder Faschismus, Totalitarismus, Diktatur. Äh und das Parteiverbotsverfahren ist ein Instrument, um das sicherzustellen. Also, es ist ein Weg, um sicherzustellen, dass es nie wieder passiert. Und das ist eben nicht ein Politiker, der eine missstliebige Partei ausschaltet. Es ist nicht eine gesellschaftliche Mehrheit, die eine lästige Minderheit loswerden will, sondern es ist aus der ein aus der Politik und von Staatsorganen angestoßener Prozess, indem Richter nach juristischen verfassungsrechtlichen Prinzipien

prüfen, ist diese Partei eine Gefahr für die freilich demokratische Grundordnung, ja oder nein? Und nur darum geht es. Es geht nicht um einzelne Zitate. Es geht nicht um Missliebege Haltung. Und da haben sie, fand ich so ein bisschen so ein so lauter Strommänner aufgebaut, wo sie dit großer Geste gegen angerannt sind, aber um die geht’s hier überhaupt nicht.

Darf ich entgegnen? Ich finde, sie bauen einen Stroman auf. Die Gleichsetzung und das machen sie ja der AfD mit der NSDP. Sie haben ja diese B nie wieder und wir wollen dieses das nie wieder haben. Das ist historischer uns Parteiverbots ich habe damit hergeleitet, was das was die Idee des Parteiverbots war.

 nur sagen, die AfD ist eine andere Partei als die NSDP. Die NSDP hat die größte Mordmaschinerie der bisherigen Geschichte geschaffen. Die NSDP ist gekennzeichnet durch uniformierte Paramilitärs in den Straßen, die SA, durch den Willen, einen Weltkrieg zu beginnen, das äh und durch die Vernichtung ganzer Bevölkerungsgruppen und durch die Inhaftierung aller politischer Gegner, die sie erwischen konnte.

 Ich glaube nicht, dass sie dergleichen äh bei der AfD diagnostizieren können. Ich möchte nur, um nicht missverstanden zu werden, sagen, wenn man [schnauben] gegen das Verbot einer Partei ist, bedeutet das nicht gleichzeitig eine Liebeserklärung an diese Partei. Ich bin keines dieser Argumente kann von Aman widerlegt werden.

 Aber keine Sorge, Martenstein ist noch nicht fertig. Der Moment kommt noch, indem er die gesamte Verbotsdebatte zum Einsturz bringt. Und Frau Amann, sie wird verzweifelt versuchen, ihr Gesicht zu wahren. Mit sehr vielen Parteien unzufrieden, die ich nicht verboten sehen möchte. Und die Rechte gehört zum politischen Spektrum seit Anbeginn der Demokratien.

Und wenn die Union einen Teil des rechten Spektrums räumt, auf dem sich früher Leute wie Franz Josef Strauß oder Dreger oder Kanter bewegt haben, dann bedeutet das nicht, dass dieses dieser Teil des Parteienspektrums nicht legitim anderen Kraft besetzt werden darf. Ihre Trumpfkarte ist immer wieder die Gleichsetzung mit der Nazizeit.

 Und das ist historisch vollkommen falsch. Also, das habe ich nicht getan. Oh, auf einmal ist sie ganz unschuldig. Achten Sie darauf, wie schnell Sie umschaltet, sobald jemand Ihre eigenen Methoden gegen Sie anwendet. Diese Leute leben von haltlosen Unterstellungen, aber wenn sie selber dran sind, geht es plötzlich nicht mehr um die Sache, sondern um ihren Ruf.

 Und genau das, meine Freunde, ist der Moment, an dem alles kippt. Bleibt dran. Da kann sich jeder Fernsehzuschauer selber ein Bild machen, ob ich jetzt die AfD mit der NSDP verg. Ich habe hergeleitet, woher die Idee des Parteiverbotsverfahren kommt und ich möchte gerne klarstellen, genauso wie Sie sagen, dass ich gegen das Verbot der AfD bin, heißt nicht, dass ich AfD Fan bin, möchte ich sagen, allein, weil ich sage, es ist ein legitimes Instrument, ein Parteiverbotsverfahren zu haben.

 Es ist ein demokratisch legitimes, verfassungsrechtlich wichtiges Instrument. Heißt nicht, dass ich sage, ich will ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD, gegen die gesamte AfD. Das will ich nämlich nicht. Also ich bin der Meinung, dass es und das da fühle ich mich bestätigt in dem jüngsten in der jüngsten Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin, das heute gesagt hat, äh die AfD, der Verfassungsschutz darf die AfD vorläufig nicht als gesichert Rechtsextrem bezeichnen und daraus und darf auch keine Folgeschritte

Köln oder Berlin Köln. Ja, Entschuldigung, zwei sonst ist immer Berlin irgendwie, aber Schutz in Köln sitzt. Genau. Genau. Und sozusagen und da steht ein ganz wichtiger Satz drin, der für jeden, der ein Verbotsverfahren überlegt, eine sehr, sehr schlechte Nachricht ist. Da steht drin, es gibt Leute in der AfD, es gibt Bestrebungen in der AfD, die sich gegen die verfassungsfeindlich sind.

Aber die Frage ist und da sagt das Gericht nein, können die der ganzen Partei zugerechnet werden? Exakt. Netter Versuch, Frau Armann, aber Martinstein lässt sie nicht entkommen. Man, man muss natürlich auch die die Größenordnung der Partei spielt schon auch eine gewisse Rolle. Sie speist sich zu großen Teilen aus ehemaligen SPD-Wählern und ehemaligen Unionswählern.

20 oder 40%. Was glaubt man denn, was aus diesen Leuten wird nach diesem Parteiverbot? Die werden nicht brav zurücktrotten und sagen, ach nee, gut, okay, gehen wir wieder zur Union, gehen wir zur SPD. Diese Leute, das ist so, als ob sie ein Streichholz in eine Benzinpfütze hineinwerfen, was da passiert wird.

 Diese Leute werden das werden sich persönlich gedemütigt und ausgegrenzt fühlen. 20% hier, 40% im im Ost. Will man das? Ist das in irgendeiner Weise äh wünschenswert zu tun? ist ein wichtiges, aber Martinstein hat noch einen letzten Satz für Frau Aman und der trifftteil und der entscheidende Punkt für mich ist tatsächlich, fallen sie alle über mich her, alle Staatsgewalt geht von der Wahlbevölkerung aus.

 Das ist meine Haltung, die steht im Grundgesetz. Das heißt, welche Partei relevant ist und welche irrelevant ist, das haben gefälligst die Wähler zu entscheiden. Und nicht ich mit meinem persönlichen Geschmack, nicht mit ich mit meiner [räuspern] Sensibilität, das welche Partei eine Rolle spielt im äh Spektrum entscheiden nicht sie und es entscheid das entscheiden scheidet niemand von uns.

 Das haben die Wähler zu entscheiden. Die einzige Ausnahme besteht darin, wenn eine Verfassungsfeindlichkeit nachgewiesen werden kann und wenn diese Verfassungsfeindlichkeit nicht nachgewiesen werden kann und danach sieht’s ja heute aus nach dem Richterspruch, dass sie nicht bewiesen werden kann, dann sollte man mit dieser Partei fair umgehen und sollte sie mit politischen Mitteln bekämpfen.

 Da möchte ich noch mal einhacken. Sie haben gesagt, die Leute schenken der AfD ihr Vertrauen. Ich kenne relativ wenige Leute, die der AfD ihr Vertrauen schenken, aber ich kenne doch eine ganze Reihe, die sie wählen und zwar aus Frustration über das Angebot der anderen. Das heißt, der Kampf gegen diesen politischen Gegner hat dadurch zu erfolgen, dass man die Probleme bearbeitet, die diesen Gegner die Wähler zutreiben. Der politische Kampf.

 Und wenn man diese, wenn man die AfD ausschließt aus diesem Wettbewerb, wissen Sie was dann passieren wird? dann wird sich niemand mehr mit diesem Problemen befassen. Was ihr heute gesehen habt, ist genau das Spiel, das in Deutschland seit Jahren läuft. Eine Journalistin wie Frau Amann setzt sich vors Mikro, packt das schwerste Geschütz der deutschen Geschichte aus, Faschismus, Diktatur, nie wieder und stellt damit 40% der Ostdeutschen in eine Ecke, in die sie nicht gehören.

 Und wenn man sie dann mit der Wahrheit konfrontiert, wenn jemand ihr ruhig erklärt, dass die NSDAP eine Mordmaschinerie war und die AfD eben nicht, dann zieht sie den Kopf ein und sagt: “Also, das habe ich nicht getan. Das ist die ganze Strategie. Großes Wort, schneller Rückzug, keine Verantwortung. Harald Martenstein ist nicht das Problem.

 Frau Armann ist auch nicht allein. Es sind hunderte wie Sie in den Redaktionen, in den Talkshows, in den Zeitungen, die jeden Tag versuchen, die Hälfte des Landes zum Schweigen zu bringen. Und genau deshalb sind Männer wie Martenstein heute so wichtig, weil sie ruhig bleiben, weil sie nicht schreien, weil sie mit Argumenten zerlegen, was mit Empung aufgebaut wurde.

 Wenn euch dieses Video gefallen hat, dann lasst einen Daumen nach oben da. Schreibt in die Kommentare, wer für euch heute gewonnen hat, Amann oder Martenstein. Bis zum nächsten Mal. Ja.