News

Der rätselhafte Vermisstenfall Roswitha H. aus Knesebeck – True Crime Podcast Cold Case aus 1999 – Ty

 

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crimeime. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinschaut oder reinhört. Ich merke gerade in dem Zimmer, wo ich hier gerade die Folge für euch aufnehme, dass es schon so leicht kalt.

Ich stehe nämlich kurz vor meinem Umzug oder vor unserem Umzug und ja, der Raum ist schon gut leer und deswegen halt es hier so ein bisschen. Ich hoffe aber, man hört es auf der Aufnahme nicht zu stark, weil die Folge, die ich euch jetzt gerade noch aufspreche, das wird die letzte in meiner alten Wohnung sein. Deswegen ähm ja, müssen wir jetzt einmal mit leben mit diesem Umstand.

Ich hoffe aber, wie gesagt, dass man es nicht auf den Aufnahmen hört oder nur geringfügig. Heute möchte ich mit euch über einen vermissten Fall sprechen, an den sich so mancher vielleicht sogar noch erinnern wird, denn der Fall der vermissten Rosvita Hed lief erst letztes Jahr im Sommer in einer Sondersendung bei Aktenzeichen XY ungelöst, in der es nur um vermisste Menschen ging.

Und da war eben der Fall Rosvita Hed auch ein Thema. Und da ja nun auch schon einige Zeit wieder vergangen ist, seit der damaligen Ausstrahlung, in drei Monaten ist es schon ein Jahr her, wollte ich den Fall noch mal in Erinnerung rufen. Und wer mich schon länger verfolgt, der weiß auch, dass mir vermissten Fälle besonders am Herzen liegen.

Gerade weil die Angehörigen in den Fällen ja nie wissen, was ist mit ihrem geliebten Menschen passiert. lebt er noch oder ist er vielleicht einem Verbrechen zum Opfer gefallen oder vielleicht verunfallt? In Roswita Hedzfall ist es so, dass die Angehörigen schon seit Januar 1999, das muss man sich mal vorstellen, im Unclan sind, was mit ihr passiert ist.

Also eine richtig richtig lange Zeit. Und Rosvita Hed war, als sie verschwand 52 Jahre alt. Im Laufe ihres Verschwindens aber, also kurz danach hatte sie Geburtstag, weshalb auch oft von der 53-jährigen Rosswita Hed gesprochen oder geschrieben wird. Das nur kurz zur Info. Diese Info habe ich übrigens vom Podcast Licht ins Dunkel von Mike Mattes.

Das ist ein ähm ja sehr bekannter Podcaster, der eben auch hauptsächlich über Cold Cases im deutschsprachigen Raum berichtet und ja, ein ganz toller Kollege. Kann man das so sagen, ich weiß es nicht, aber ich hatte mir extra seine Folge dazu noch angehört, weil er nämlich auch immer mit Ermittlern spricht.

kann ich euch nur empfehlen, da mal reinzuhören. Die Folge verlinke ich natürlich auch in der Beschreibung. Jetzt aber zurück zum Fall. Rosvita als Person war eine begeisterte Sängerin in einem Chor. Seit 1996 war sie in dem Chor aktiv und sie war auch eine sehr gläubige Frau und gehörte der neuapostolischen Kirche an, mit der sie auch Chorfahrten unternahm, z.B.

nach Polen und hatte in der Gemeinde auch ein paar Bekanntschaften gemacht. Ob man es jetzt Freundschaft nennen kann, weiß ich nicht, aber man verbrachte unter Frauen gern mal Zeit zusammen und hat sich eben auch gut verstanden. Rosvita war beruflich Friseurin, sie war sogar Friseurmeisterin.

Sie konnte sehr gut mit Menschen umgehen und wird von ihrer ältesten Tochter als liebevolle Person beschrieben, ein Herzensmensch. Sie war zum dritten Mal verheiratet mit ihrem dritten Ehemann seit Anfang der 90er Jahre. Von ihm hatte Rosvita keine Kinder. Ihre drei damals schon erwachsenen Kinder waren aus vorherigen Ehen.

Mit ihrem Mann lebte Rosvita in einem kleinen Häuschen in Knesebeck. Das ist seine Ortschaft in Wittingen im Landkreis Gifforn. Relativ abseits in einer kleinen Waldsiedlung. Da war also nicht so viel los und im Frühjahr 1989 eröffnete Rosvita dann ihren eigenen Friseursalon in Badbodenteich in der sogenannten Seeparkpassage etwa 20 km von Knesebeck entfernt.

Angestellte hatte Rossvita keine. Sie arbeitete in ihrem Laden allein und soll sehr gefragt gewesen sein unter ihren Kundinnen und Kunden. Die waren immer sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und auch machte Rosita einen guten Umsatz im Monat. Also da lief es zumindest beruflich. Für sie relativ rund, muss man sagen. Was aber damals wohl nicht ganz so rund lief, war die Ehe zwischen Rosvita und ihrem Mann.

Die beiden schliefen schon seit einiger Zeit in getrennten Betten und er soll wohl auch ein Problem damit gehabt haben, dass Rosvita so aktiv im Chor und in der Kirche gewesen sei. Er wollte mehr Zeit mit ihr allein verbringen. Rosvitas Tochter, die damals ca. 30 gewesen ist und leider nicht um die Ecke lebte, aber trotzdem eben ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hatte. Trotz dieser ca.

200 km Distanz fiel auch auf, dass da der Ehemann ihrer Mutter ein Problem eben nicht nur mit dem Chor und der Kirche gehabt hat, sondern auch damit, dass sie eben ihre Kinder besuchen wollte. Also, das war für Rosvitas Mann wohl auch ein Dorn im Auge, dass sie eben häufiger mal ihre Kinder besuchen wollte, die eben auch nicht um die Ecke wohnten.

Wenn sie nämlich ihre Tochter besuchte, dann soll Rosvita schon immer auf die Uhr geguckt haben und sie wollte nicht zu spät zu Hause sein, denn sie wollte ja keine Reibereien mit ihrem Mann haben, wenn sie zu spät nach Hause käme von ihrer Tochter z.B. Und das hört sich meiner Meinung nach gar nicht gut an.

Ähm habe so eine ähnliche Situation auch schon mal erlebt. Daher weiß ich, dass das absolut toxisch für eine Ehe ist und ja, hört sich nicht so gut an. Das Paar hatte sich wie gesagt aber wohl ohnehin so ein bisschen auseinander gelebt und Rosvita fühlte sich verständlicherweise etwas kontrolliert von ihrem damaligen Mann. Geplant war es auch eigentlich, daß Roswita ihre Kinder in den Weihnachtsfesttagen 1998 mal besucht, aber daraus wurde auch nichts.

Sie bekam eine dicke Grippe und die haute sie eben so extrem um, dass sie auch wohl scheinbar die Weihnachtstage gar nicht genießen konnte und die ganze Zeit im Bett verbrachte, eben über die Festtage komplett krank war. Anfang Januar, genauer gesagt am 4. Januar 1999, suchte Roswiita ihren Hausarzt dann auf. Das war so gegen 8:15 Uhr und so langsam fühlte sie sich am 4.

Januar dann wieder besser und ließ sich noch mal durchen und ihr Arzt befürwortete es, dass sie ja bald wieder anfangen könnte zu arbeiten und sie war auf dem Weg der Genesung. Am selben Tag, dem vierten Januar zählt Rosvita ihre Einnahmen, die sie zu Hause in so einer Geldkassette aufbewahrte, denn durch ihre Erkrankung schaffte sie es nicht mehr zur Bank zu kommen, um das Geld eben dort einzuzahlen, wie sie es sonst immer getan hat.

Aber das Einzahlen des Geldes hatte sie am vierten Januar auch nicht vor damals, sondern wollte damit einkaufen gehen und zwar neue Bettwäsche, Kissen, Decken und wollte dann eben ins 60 km entfernte Braunschweig dafür fahren und das hat sie dann auch alleine gemacht. Dort kaufte sie in der Metro, einem Großhandel alles ein, das komplette Bettzeug, die Decken und so weiter.

Und insgesamt soll Rosvita dort 1800 DMK ausgegeben haben. Schon wie ich finde, eine ganz schön stolze Summe für Bettzeug, selbst wenn es gute Qualität gewesen ist. Aber ja, ihr war das wohl irgendwie ein Anliegen, das zu kaufen für so viel Geld. Ihr Ehemann blieb am damaligen Montag, wie gesagt, wohl zu Hause oder war arbeiten.

Was genau er arbeitete, darüber ist auch gar nichts bekannt, glaube ich zumindest. Ich habe jedenfalls nichts finden können. Und Rosvita ist dann mit ihrem roten Shirocco wieder alleine unterwegs und dachte sich damals wohl, wenn sie gerade sowieso schon in Braunschweig ist, dass sie dann noch eine Bekannte vom Chor besuchen könnte und das unangemeldet.

Also die Dame wusste nicht, dass Rossvita bei ihr vorbeikommt und Rosvita hatte zwar zur damaligen Zeit schon ein Handy, aber die Regel war das 1999 ja auch noch nicht und vielleicht wollte sie die Bekannte auch einfach überraschen. Die beiden haben sich mal auf einer Chorreise nach Polen kennengelernt, wie die Bekannte später bei Aktenzeichen XY erzählte.

Die Bekannte war damals auch sichtlich überrascht, denn sie hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass jemand vorbeikommt natürlich und hatte eigentlich noch was berufliches zu tun, hat sich dann aber Zeit für Rosvita genommen und die beiden tranken einen Tee und ja haben ein bisschen was erzählt und ihre Bekannte erzählt später, dass Rosvita auf sie wirkte, als wollte sie irgendwas loswerden, vielleicht was erzählen, aber sie kam nicht so richtig mit der Sprache raus und sie sprach zwar auch über ihre Ehe und dass man sich auseinander gelebt

habe und sie vielleicht auch mal eine Auszeit benötige, aber eben nichts anderes. Des weiteren drehte sich das Gespräch dann eher so um die neuapostolische Kirche, den Chor und am nächsten Tag wollten die beiden sich dann auch auf der Chorprobe wiedersehen und insgesamt war es ein ganz entspanntes Treffen in Braunschweig und Rosvita verließ das wohl so gegen 18:30 Uhr 19 Uhr.

Zumindest habe ich das in einem Artikel gelesen und sie riet Roswita allerdings bezüglich ihrer Ehe sich doch mal mit ihrem Mann auszusprechen, was sie stört, was sie belastet und das soll Rosvita dann wohl zumindest gesagt haben, dass sie sich das jetzt vornehmen würde für den Abend des 4. Januar 1999. Und dann soll sie von Braunschweig sich eben auf den Weg zurück nach Hause, also nach Knesebeck gemacht haben.

Nachweise dafür gibt es allerdings keine, dass sie Knesebeck jemals erreichte. Später nämlich um 22:30 Uhr, also weit nach dem Treffen mit der Bekannten, wird von Rosvitas Handy mehrfach versucht, die deutsche Auskunft zu erreichen. Allerdings baute sich da keine richtige Verbindung auf. Z.B. Spiel könnte auf der anderen Leitung besetzt gewesen sein.

Ob Rosvita es übrigens gewesen ist, die das Handy auch selber noch genutzt hat, was sich in Wolfenbüttel einwählte und nicht, wie man meinen müsste in Knesebeck, das ist ungeklärt. Es kann auch jemand völlig anderes oder fremdes ihr Handy benutzt haben. Ob Rosvita überhaupt zu Hause am 4. Januar ja, wie gesagt, noch mal angekommen ist, wie ich eben gerade schon sagte, ist nicht geklärt.

In Wolfenbüttel übrigens ist sie aber geboren und hat wohl noch ein paar Kontakte dort, aber jetzt nichts, wo man sagen könnte, dass da jetzt ähm ja so krasse Kontakte bestanden haben, dass sie da wer weiß was für einen Freundes oder Bekanntenkreis gehabt hat. Das war wohl eher nicht der Fall.

Aber was wollte sie dort, wenn sie ja eigentlich auf dem Weg so langsam nach Hause gewesen ist, wenn sie ja auch eigentlich noch eine Aussprache mit dem Mann vorgehabt hat? Eine gute Stunde Fahrt hätte sie nämlich nur von ihrer Freundin bis Knesebeck gehabt. Also wäre sie weit vor 22:30 Uhr eigentlich daheim gewesen.

Ihr Ehemann bemerkt wohl auch nicht, so erzählte es später der Polizei, dass seine Frau fehlt. Er habe auch erkältet damals und sei früh zu Bett gegangen. Da es ja auch getrenntes Schlafzimmer gab, ist es also gut möglich, dass er vielleicht nicht mitbekommen hat, als Rosvitavita dann letztendlich heimgekommen ist. Allerdings glaube ich schon, dass man das doch irgendwie gehört hätte in dem einen Familienhaus.

Ähm oder sie sich vielleicht auch bei ihm gemeldet hätte: “Hey, ich bin wieder da.” Und hätte mal geguckt, wie es ihm geht. Weil sonst war sie ja auch immer sehr auf die Uhrzeit erpicht, zurückzu sein, laut ihrer Tochter. Ja, aber vielleicht hat er auch geschlafen und sie war im Zimmer und er hat es wirklich nicht bemerkt.

Man weiß es nicht. Am nächsten Tag, Dienstag dem 5. Januar 1999, ist die angesagte Chorpprobe und zur Verwunderung fehlt Roswita aber auf dieser und da sie ja eigentlich leidenschaftlich gerne dort teilnahm, wäre sie wohl nur, wenn es gar nicht anders möglich gewesen wäre, nicht dort hingegangen.

Erstmal wundert man sich aber nicht zu sehr, auch wenn ihre Bekannte ja eigentlich äh wusste, Rosvita wollte kommen. Sie hat das ja auch angekündigt, aber es kann ja trotzdem irgendwas dazwischen gekommen sein. Und am 6. Januar 1999 ging dann ein Anruf bei dem Ehemann Rosvitas ein. Ich schätze mal, sie hatte bestimmt irgendwann zwischen diesen Tagen dann Geburtstag.

Dieser äußerte aber nur, dass seine Frau nicht da sei und habe sich gewundert, weshalb sie nicht zur Korpprobe gekommen ist. Der Anruf war wohl von der Tochter, zumindest wurde das glaube ich so durchgegeben. Diese telefonierte danach sämtliche Kontakte auch ihrer Mutter durch und machte sich große Sorgen, wo sie sein könnte.

5 Tage später, also am 9. Januar9 ruft Rosvitas Ehemann dann mal bei der Polizei an und berichtet über das Verschwinden seiner Frau, mehr oder weniger aber wohl auf Drängen der Familie, insbesondere der Kinder. Weitere drei Tage später konkretisierte er bei den Beamten das Verschwinden und erst am 13.1.199, 1999, also 9 Tage später, macht der Ehemann eine Anzeige bei der Polizei, die er dann auch zu Protokoll gegeben hat.

Also da ist er dann wirklich auch dorthinefahren und hat nicht nur angerufen. Und er sagte eben: “Rosvita habe mitgeteilt, sie brauche mehr Freiraum und daher hätte er jetzt doch erst diese späte vermissten Anzeige gemacht, weil er eben gedacht hat, die kommt irgendwann wieder, aber die will jetzt erstmal ihre Ruhe haben.” Also viel Zeit, die natürlich ins Land stricht.

Die Kinder von Rosvita machten sich damals schon große Sorgen, wo ihre Mutter sein könnte. Schließlich gab es ja auch noch den Salon und so vermut ich mal auch Kundentermine, die schon fest gewesen sind. Aber der Salon blieb natürlich auch geschlossen. Die Kinder waren auch sehr wütend, dass die Anzeige bei der Polizei vom Ehemann so spät getätigt wurde, denn natürlich fing dann die damalige Suche auch erst viel viel später an.

Man sicherte von zu Hause auch DNA von Rosvita für den Fall, dass man vielleicht eine Leiche irgendwo finden könnte, einfach für einen direkten Abgleich dann auch aus Vitas Fahrzeug. Der rote VW Shirocco wurde zur Verhandlung ausgeschrieben. Dieser wurde wenig später am städtischen Krankenhaus in Wolfenbüttel entdeckt. Der stand so ja in der hintersten Ecke geparkt und war wohl auch schon einige Tage dort laut einer Zeugin.

Das muss so Mitte Januar, Anfang Februar gewesen sein, dass das Fahrzeug da entdeckt wurde. Da gibt es nämlich unterschiedliche Berichterstattungen zu. Auf jeden Fall wurde das Fahrzeug gefunden und stand wohl auch schon einige Tage dort auf dem Parkplatz. Es wurde dann auch klar, dass es sich eben dann um das Fahrzeug von Rosvita handelte.

Es wurde abgeschleppt, spurentechnisch untersucht und die Fahrradtür des PKW war verschlossen. Die Beifahrertür und der Kofferraum aber waren unverschlossen. Im PKW fehlten alle persönlichen Gegenstände von Rossvita, die Einkäufe aus Braunschweich allerdings, also das Bettzeug und so weiter für diese 1800Dmark. Das lag noch im Fahrzeug, aber ihr Ausweis, ihr Portmanee, all das ist eben nicht mehr im Fahrzeug verblieben.

Auch wurde der rote Shirocco auf Faser und Fingerspuren untersucht und natürlich auch auf fremde DNA-Spuren. Allerdings fanden sich keine Fremdspuren im Wagen. waren nur die Spuren von Rosvita, ihrem Ehemann, der auch Zugriff auf den PKW hatte und wohl der Familie gefunden, also nicht von irgendjemand fremden.

Man suchte auch den angrenzenden Wald nahe des Krankenhauses ab, unter anderem auch mit Hunden. Ein Suizid wäre er trotz allem denkbar gewesen, auch wenn es keine Anhaltspunkte darauf gab. Gefunden wurde aber dort nichts. Auch wurde natürlich der Ehemann befragt. Er soll teils widersprüchliche Aussagen bei der Polizei getätigt haben.

Was natürlich auch so ein bisschen sauer aufgestoßen ist damals, ist die Tatsache, dass er sie erst so spät vermisst gemeldet hat und sein Ali wie eben ein Schwaches sei, so die Ermittler. Und durch das späte vermisst melden Rosvitas verhinderte man natürlich auch die sofortige Suche nach ihr.

Und natürlich stand er als Ehemann wie so oft in solchen Fällen, sagen wir mal im Fokus der Ermittlungen. Man durchsuchte das gemeinsame Haus, das Grundstück, aber es fanden sich dort keine Hinweise auf ein Verbrechen. Auch die Kläranlage angrenzend an das Haus wurde auch unter die Lupe genommen. Also, da hat man wohl schon versucht, relativ gründlich auch zu arbeiten.

Auch wurde eine Wegzeitberechnung durchgeführt. So angenommen, Rossvita fuhr erstmal gegen Abend von ihrer Bekannten aus Braunschweig zurück nach Hause, also nach Knesebeck. Dann müsste eventuell zu Hause was passiert sein, möglicherweise ein Verbrechen. Dann müsste die Leiche in Richtung Wolfenbüttel gebracht worden sein oder zumindest vielleicht da in den Umkreis und das Fahrzeug ja aber zumindest in Wolfenbüttel abgestellt haben, dann die späten Anrufe bei der Auskunft noch aus Wolfenbüttel durchgeführt worden sein.

Ja, und dann müsste man wieder zurückgefahren sein Richtung Knesebeck und da hat die Polizei und die Ermittler eben gerechnet und das Zeitfenster für all das sei für die Kripo schon sehr eng. Es wäre machbar gewesen, aber eben eng. Ähm ja, es heißt natürlich aber auch nicht, dass ähm ja, das auch alles so stattgefunden haben muss.

Man könnte ja auch beispielsweise da einfach nur hingefahren sein, das Auto abgestellt haben, die Auskunft angerufen haben, sich dann vielleicht ein Taxi gerufen haben und den Leichtnamen im späteren irgendwann irgendwohin verbracht haben. Aber auch darauf gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Und für den Ehemann von Rosvita Hed gilt selbstverständlich bis heute bis gegenteiliges bewiesen werden könnte, die Unschuldsvermutung, weil nicht immer muss es natürlich der Ehemann gewesen sein.

Was ich nur so ein bisschen komisch fand, als ich mich jetzt auch näher mit dem Fall befasste, ist die Tatsache, dass man damals eine weitere Öffentlichkeitsfandung untersagte und zwar auf der Initiative der Familie hin bzw. vom Ehemann wohl ausgehend. Also, der hat damals eine weitere Öffentlichkeitsfandung nach seiner Frau untersagt.

Also, das heißt für mich, dass man wohl kein großes Interesse mehr daran hatte, das Ganze irgendwie aufzuklären. Und die neuerliche Veröffentlichung des vermissten Falls, weil jetzt fragt ihr euch vielleicht, wenn er das ja damals untersagt hat, wie konnte z.B. jetzt die Presse berichten oder Aktenzeichen XY? Das war jetzt so. Die neuerliche Veröffentlichung vom vermissten Fall von Rosvita Hed nach so vielen Jahren wurde durch die Ermittler per richtlichen Beschluss durchgeführt.

Also die haben sich wirklich dadurchgesetzt per richterlichen Beschluss. So hatten sie dann die Möglichkeit an die Öffentlichkeit zu gehen und über diesen Fall wieder berichten zu dürfen. Ja, finde ich auch ein bisschen fraglich, nennen wir es mal. Auch hier sind wieder viele Jahre ins Land verstrichen, sage ich mal so.

Und ich denke, allein durch die lange Zeit erhofften sich die Ermittler vielleicht, dass Mitwisser anfangen, ihr Gewissen zu erleichtern und dass sie dann doch noch eine Chance haben, das Ganze vielleicht zu klären. Aber nicht nur der Ehemann war damals im Fokus der Ermittlungen. Auch schloss man nicht so ganz aus, auch wenn es für die große Tochter nicht denkbar gewesen ist, sagte sie in einem Interview, dass sie sich eventuell auch abgesetzt haben könnte.

die Rossvita, denn sie war ja wegen ihrer Arbeit sehr viel schon alleine immer unterwegs. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen in dem Salon und auch wenn sie ihren Beruf sehr liebte, sehnte sie sich ja auch nach Freiraum, den sie zumindest wohl laut den Aussagen in ihrer Ehe nicht bekommen hat, unglücklich gewesen ist.

Und sie war ja auch sehr eng verknüpft mit der neuapostolischen Kirche und diese gibt es weltweit, dass sie vielleicht irgendwo anders Anschluss gefunden haben könnte. Wäre also denkbar, sie könnte sich ja auch ja mit in Wolfenbüttel mit jemand verabredet haben und ich sag mal so salop dann im Ausland neues Leben begonnen haben mit jemanden, vielleicht einem neuen Mann an ihrer Seite.

Sollte Rosvita noch leben, denke ich persönlich nicht, dass sie in Deutschland geblieben wäre. Dafür hätte sie ja auch neue Papiere benötigt. Auch ein Klosteraufenthalt wäre für die Ermittler denkbar, aber selbst dort kann man nicht ewig anonym leben. Das Thema hatte man nämlich auch schon mal in einem anderen vermissten Fall gehabt.

Ich kann mir das also auch nicht so wirklich vorstellen. Natürlich gibt’s Menschen, die so unzufrieden sind, dass sie es wagen, auch mit Anfang 50 eben neues Leben zu beginnen nach dem Motto, wenn nicht jetzt, wann dann. Aber lässt man dann wirklich seinen gut bezahlten Job hinter sich, seine Kunden, mit denen man sich so gut verstanden hat und den Job, wo man ja so zufrieden war, indem man gut verdiente und man hatte ja auch sehr viel Engagement für die Kirche, für den Chor, hat ihr viel Freude bereitet, obwohl sie sonst etwas schwierige

Lebensumstände hatte. Aber sie hatte ja auch ihre Kinder hier in Deutschland und auch wenn die schon erwachsen gewesen sind, hätte die einfach dann ihre Kinder hinter sich gelassen, die Rosvita und hätte gesagt, so ich gehe jetzt ins Ausland und niemand wird äh mehr wissen, was mit mir passiert ist.

Ähm, ihre Tochter glaubt das nicht, dass ihre Mutter sie einfach so ähm alleine gelassen hätte, ohne irgendwas zu sagen oder sich mal zu melden. Wie es manchen Leuten wirklich geht, wenn die sich für immer absetzen, weiß ich nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich denke aber schon, dass es Menschen gibt, die auch dann leider ihre Kinder im Unklaren lassen, aber es gibt einfach auch ein Typ Mensch, der dafür nicht geboren ist.

Und das war wohl bei Roswita Hed so. Aber wie gesagt, man darf es nicht in Stein meißeln. Es kann ja genauso gut sein, dass ähm sie sich vielleicht abgesetzt hat. Aber eine Frage, die die Ermittler sich natürlich schon noch so stellen, ist wieso hat sie dann noch 2000 DMK in neue Bettwäsche investiert, die sie ja nicht mal mitgenommen hat? Kann natürlich auch ein Ablenkungsmanöver gewesen sein, aber ein bisschen komisch finde ich das schon.

Wichtig wäre ja wirklich auch mal zu wissen, wer hat damals den PKW, den roten Shirocco am Krankenhaus in Wolfenbüttel abgestellt. Also Rosvita kannte sich ja gut aus dort. Sie hätte gewusst, wo man am Krankenhaus gut parken kann und ähm sollte sie es selbst gewesen sein, hat sie natürlich damit dann auch eine falsche Pferte gelegt sozusagen und noch mehr ähm es aussehen lassen, als wä es ein Verbrechen und hat sich dann vielleicht abgesetzt oder es hat jemand anders den Wagen dort geparkt, der mit ihrem Verschwinden was zu tun hat und es

war vielleicht wirklich ein Verbrechen. In beiden Fällen gehe ich davon aus, dass das Fahrzeug erstmal nicht gesehen werden sollte, da das ja wirklich auch in der hintersten Ecke geparkt wurde und sicherlich auch am späten Abend in der Dunkelheit dort geparkt wurde, damit man eben nicht groß auffällt.

Auch wurde übrigens im Krankenhaus in Wolfenbüttel gefragt. Rossvita selbst wurde dort nicht eingeliefert damals und soll auch niemand in dem Zeitraum besucht haben oder irgendwie anderweitig da aufgefallen sein. Ihr Handy wurde auch nie wieder angeschaltet, nachdem es für die Anrufe bei der deutschen Auskunft genutzt wurde.

Auch die Bankkarte wurde nie wieder benutzt, auch wenn sie diese vermutlich bei sich trug oder ein Unbekannter diese vielleicht später entsorgte. Gleiches gilt natürlich auch für das Handy, das nie wieder irgendwo aufgetaucht ist. Ihr Portman, das fehlt natürlich auch und ihre Tasche und Kosmetiktasche. Mit den damaligen Ermittlungen ist man ja leider nicht wirklich weitergekommen.

Es führte nichts zum Auffinden Rosvitas und auch erhärtete sich aber auch kein Verdacht, dass ja sie einer Straftat zum Opfer gefallen ist. Die Ermittler versuchten es ja dann noch mal in der Spezialsendung von Aktenzeichen XY ungelöst vermisst neue Hinweise eben zum Verschwinden oder zum Verbleib zu erlangen.

Und die Sendung wurde damals am 17. Juli 2024 ausgestrahlt, also noch gar nicht so lange her. Hatte ich ja schon am Anfang kurz erwähnt. Und äh die Ermittler erreichten damals ca. 25 Hinweise verschiedenster Art. Einigen ging man auch nach, jedoch war keiner so konkret, dass man vielleicht z.B. den Leichnamen hätte finden können oder vielleicht ja gesagt bekommen hätte, ich weiß, wo Rosvita ist, sie lebt noch dort und dort beispielsweise.

Aber es war eben noch mal ein Versuch auf den Fall aufmerksam zu machen. Ich persönlich kannte ihn vorher überhaupt nicht. Ihr dürft mir gerne mal schreiben, ob ihr den Fall vorher gekannt habt. Auch wurde in der Sendung ein Passfoto von Rosvita aus den 90er Jahren künstlich bearbeitet. Man hat das Foto altern.  Rosvitas Tochter vermutet allerdings, dass ihre Mutter keine grauen Haare hätte, auch nicht mit 78 als gelernte Friseurin, sondern dass diese bestimmt ja sich die Haare noch selber gefärbt hätte oder eben zum Friseur gegangen

wäre. Als Rosvita im Jahr 1999 verschwand, hatte sie noch dunkelbraune kurze Haare, war recht klein, mit 1,54 m und hatte eine etwas kräftigere Statur. Meine Theorien zu dem Fall sind natürlich auch zum Ende der Folge hin nur Spekulationen. Auch frage ich mich, da Rosvita ja heute schon sollte sie noch leben, fast 80 Jahre alt wäre, ob ein möglicher Täter heute überhaupt noch leben würde.

Sollte es ein Verbrechen gewesen sein, ist hier natürlich auch so die Frage, die ich mir stelle, ob man denjenigen überhaupt noch ja verurteilen könnte, ne? Vielleicht lebt er ja wie gesagt schon nicht mehr. Wie alt ihr Ehemann heute ist, ohne ihn jetzt direkt zu verdächtigen, ist auch nicht bekannt. Aber auch jegliche andere Person sollte sie im Alter von Rossvita damals gewesen sein, könnte ja heute vielleicht auch schon nicht mehr leben, aber es könnte ja auch noch Mitwisser vielleicht geben, die wenigstens noch etwas sagen könnten,

was vielleicht wirklich mit Rosvita passiert ist. Ich denke, in diesem Fall geht’s auch vielleicht weniger darum, wenn es ein Verbrechen gewesen sein sollte, denjenigen noch zu verurteilen, sollte er vielleicht schon gar nicht mehr leben, sondern den Kindern auch die Möglichkeit zu geben, ihre Mutter anständig bestatten zu können und endlich auch Gewissheit zu bekommen.

Oft sind auch ältere Personen Anfang 80 schon gar nicht mehr haftfähig und konnten also ihr ganzes Leben, ich sag mal so, salopp, entspannt leben und wurden dann am Ende nicht mal mehr inhaftiert. Solche Fälle kenne ich noch und nöcher, was ich in dem Fall natürlich nicht hoffe, aber damit muss man in solchen Altfällen leider auch immer rechnen.

Ich vermute am ehsten auch im Fall von Rosvita Hed ein Verbrechen und dass das Auto in Wolfenbüttel parkte, war so denke ich ein Ablenkungsmanöver. Auch die Anrufe, um eben eine falsche Spur zu legen. Ich denke nicht, dass man in Wolfenbüttel ihre Leiche irgendwann finden wird. Ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung.

Ich könnte mir aber sonst auch noch vorstellen, dass Rosvita sich abgesetzt haben könnte. Spanien soll wohl auch mal ein Thema gewesen sein. Vielleicht hat sie sich auch einer anderen Kirche angeschlossen im Ausland. Vielleicht auch deswegen noch der Besuch bei der Bekannten in Braunschweig. Aber ob sie ihren Kindern das wirklich angetan hätte, diese so im Stich zu lassen, ohne ein Wort, ohne zu wissen, wo die geliebte Mama ist, wenn Menschen komplett fertig sind mit sich selbst und keinen anderen Ausweg mehr sehen, weil es ihnen so schlecht geht, wie

abzuhauen, halte ich das trotzdem für denkbar, auch wenn es die Kinder jetzt nicht vermuten. Ich halte es zwar für eher unwahrscheinlich, aber trotzdem denkbar, weil in vermissten Fällen ist es eben auch immer eine Option. Wenn es kein Verbrechen war, dann hat sich die Person entweder suizidiert oder abgesetzt.

Viel mehr Möglichkeiten hat man da ja nun mal nicht. Und natürlich spielt auch in vermissten Fällen immer das Thema Suizid eine Rolle. Dafür fehlt aber auch die Leiche. Ansatzpunkte dafür gab es auch nicht so wirklich. Wenn ich so über Rosvita Hits Leben auch höre und lese, sehe ich eigentlich eine Frau vor mir mit Anfang 50, die wirklich ihr Leben im Griff gehabt hat.

ein kleines Häuschen mit dem Ehemann, einen anscheinend sehr gut laufenden Friseursalon mit zufriedenen Kunden, drei Kinder, die sie scheinbar ja auch sehr liebte, eine gute Anbindung an die Kirche, an den Chor, Kontakte, so ein ziemlich vollgepacktes Leben auch so hört es sich für mich an, aber dennoch wohl irgendwo auch erfüllt.

Aber die Sache mit ihrem Ehemann schien sie ja doch sehr belastet zu haben, zumindest was man eben von denen, die Rossvita kannte so gehört hat. Sie soll sich, wie ich auch eben schon sagte, etwas kontrolliert gefühlt haben. War das vielleicht auch am Ende zu viel für sie? Hat sie das nicht mehr ausgehalten, auch ihre Kinder quasi immer mit der Stoppuh besuchen zu müssen? Aber was ich mir so als Bild von Rosvita mache, hätte sie es sicherlich geschafft, da ein Cut zu ziehen in ihrer Ehe.

Sie war ja finanziell nicht von ihrem Ehemann abhängig. Und je mehr ich so drüber nachdenke, stelle ich mir dann ein Absetzen von ihr oder ein Untertauchen schon kaum noch vor und ziehe das wenig in Betracht, aber letztendlich man kann niemand ja in den Kopf schauen. Man wird es leider zumindest bis jetzt gerade nicht wissen, was mit Rosvita passiert ist.

Ich hoffe natürlich, dass sich das noch ändert. Das Verbrechen, wenn es denn eins war, ist dann jetzt 32 Jahre her oder das mögliche Absetzen Rosvitas. Und ich wünsche besonders den Kindern, dass sie hoffentlich noch mal erfahren werden, wo ihre Mutter ist und was mit ihr passiert ist, ob sie tot ist oder ob sie lebt.

Und wo ich jetzt gerade auch noch so dran denke, gerade heute nämlich war in den Medien, dass ich hier bei uns in Ostwestfalen nach über 30 Jahren in Bielefeld ein Cold Case gelöst hat, mit dem wohl auch niemand mehr gerechnet hat. Daher ist es auch in Rosvitas Fall absolut noch möglich, diesen Fall noch aufzuklären.

So denke ich zumindest und hoffe das auch. Also, der Fall zeigt mir in diesem Jahr auch mal wieder, dass es möglich ist, so alte Cold Cases, die Jahrzehnte unaufgeklärt gewesen sind, noch aufzuklären. Im letzten Jahr haben wir das ja auch ganz ganz oft erlebt. Also, es ist absolut noch möglich, diesen Fall zu klären, aber man hat jetzt wahrscheinlich nicht noch 20 Jahre dafür Zeit, aber ich hoffe, das klärt sich noch mal auf.

Das würde ich mir ganz ganz doll wünschen für alle Beteiligten. Und ähm hinterlasst mir doch gerne mal ein Kommentar zum Fall von Rossvita und eure Meinung, was ihr darüber denkt. Aber bitte denkt dran, es ist niemand verurteilt worden. Und für alle Beteiligten, die ähm ja Rosvita Hit kannten, gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Das gilt nicht nur für den Ehemann, sondern auch für alle anderen Beteiligten. Und ähm solange man niemanden etwas beweisen konnte, ist es natürlich dann immer so eine Sache, jemanden zu verdächtigen. Das würdet ihr für euch z.B. ja auch nicht wollen. Natürlich kann man vieles sonderbar finden, das darf man auch äußern, aber ähm jemanden direkt zu verdächtigen ist sogar strafbar.

Das muss man sich halt auch immer vor Augen halten. So, ihr Lieben, ich beende jetzt aber die heutige Folge und ähm wünsche euch noch einen schönen Tag oder eine ruhige Nacht, wie auch immer. Ich bin mal gespannt, wann die nächste Folge online kommen wird. Ich muss mal gucken, wie das mit meinem Internet in der neuen Wohnung klappt, ob ich da schnell neues Internet habe oder nicht.

Und ja, wir werden es sehen. Ihr werdet es sehen, wann eine neue Folge rauskommt. Ich hoffe natürlich nicht zu spät, aber wenn es ein paar Tage länger dauert, dann wisst ihr ja, ich bin gerade im Umzug und ähm ja, deswegen kommt kommt eine neue Folge etwas später. Also, ihr Lieben, bis demnächst. Bleibt gesund, bleibt sicher und bis dahin, eure Lia.

Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.

You Might Also Enjoy