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Der rätselhafte Tod von Jens Salaw aus Monschau – True Crime Podcast – Ty

 

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder mit dabei seid und reinschaut oder auch reinhört. Ja, diesmal habe ich einen sehr rätselhaften Fall für euch, denn ob der junge Mann, um den es heute in der Podcast Folge geht, an einem Verbrechen starb oder nicht, das ist ja nie ganz aufgeklärt worden zum Leitwesen der Eltern. Der

Fall wirft wirklich einige Fragen auf und wurde wohl, glaube ich, auch schon von so ein paar YouTubern behandelt, aber ich bin ja in dem Sinne eigentlich gar keine richtige YouTuberin, sondern eher eine Podcasterin, würde ich zumindest von mir selber behaupten. Ich habe mir die ganzen Videos auch nicht angeschaut, sondern wirklich nur die der Eltern und das Video von SternTV und es war ein vielfacher Wunsch von euch, dass ich diesen Fall einmal vortragen soll und deswegen mache ich das natürlich heute gerne und der Fall ist für mich

ehrlich gesagt auch sehr spannend gewesen, weshalb ich den auch noch mal zusätzlich dann heute aufgegriffen habe. Es geht in der heutigen Folge um Jens Salaf. Jens wurde nur 21 Jahre alt, also wirklich kein Alter, um aus dem Leben zu scheiden. Er lebte mit seiner Familie in Monschao, das liegt in der Norifel und studierte damals Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Elektrotechnik und ja, laut seinen Eltern liebte Jens den FC Bayern und das Gamen, nahmen auch sehr gerne an LANpartys teil, ging gerne mit Freunden aus und ja, soll wirklich

ein verständnisvoller junger Mann gewesen sein, der ja nie groß Probleme, glaube ich, mit anderen gehabt hat. Zumindest ist darüber nichts bekannt und einfach ein fröhlicher junger Mann, der das Leben eigentlich noch vor sich hatte. Mit seinen Eltern hat sich Jens auch immer sehr gut verstanden. Regelmäßig, wenn er jetzt irgendwo hingegangen ist, hat er sich gemeldet, ob alles in Ordnung ist.

Und es soll auch noch eine Schwester gegeben haben in der Familie. ob die damals noch zu Hause lebte, wo auch Jens noch gelebt hat zu diesem Zeitpunkt bei seinen Eltern, ist mir leider nicht bekannt. Ähm, aber ich wollte die Schwester jetzt in dieser Folge auch nicht komplett außen vorlassen, weil ich denke, dass sie mit Sicherheit auch sehr unter dem Verlust von Jens leidet.

Ja, und dann kam es zum 20. Februar 2020, kurz bevor die Coronapandemie es allen verboten hatte, ja, sich in Gruppen zu treffen auf engem Raum und es war Weiberfast Nacht, ein Donnerstag und Jens und seine Freunde hatten vor, die Nacht zum Tag zu machen und sich eben zum Feiern zu treffen. Und Jens schmisse ich dann in ein entsprechendes Outfit.

Eine Tracht sagt man auch dazu, also Lederhose mit Hosenträgern, Karohemd in rotweiß gestreift und Jens trug auch eine Brille. Ohne die Brille konnte er sehr schlecht sehen, so seine Mutter. Das ist auch so ein bisschen relevant für den Fall. Aber das war jetzt nicht der Grund, weshalb sein Vater ihm zu einem Freund gefahren hat, sondern weil Jens an diesem Tag vorhatte, eben Alkohol mit seinen Freunden zu trinken und dann wohl nicht mehr Auto fahren konnte, was ja auch selbstverständlich ist. Und Vater Helmut fährt seinen Sohn

also zu seinen Freunden. Die sind auch alle gut gelaunt und wollten vorglühen, also gemütlich in der Runde schon mal etwas zusammen trinken. Und einer der Freunde von Jens machte auch ein kleines Video von der Gruppe. Da sieht man alle zusammen sitzen auf dem Sofa und mitten äh drin ein Tisch, wo eine Shisha drauf steht und wahrscheinlich haben sie auch noch Shisha Shisha zusammengeraucht und es wurde gesungen.

Es war ein sehr sehr fröhlicher Tag und die Jungs wollten dann durch die Dörfer ziehen und dann ins Lammers Dörfer Festzelt und dort weiterfeiern. Da sind sie auch angekommen. Das war übrigens am Nachmittag. nicht wie man jetzt vielleicht denken könnte, dass das alles erst am Abend begonnen hat und später haben sie sich dann entschlossen nach Eicherscheid zu gehen oder zu fahren in die sogenannte Tenne.

Die Tenne ist jetzt keine Diskothek, wie man vielleicht meinen könnte, sondern laut Webseite ist die Tenne ein Veranstaltungsort. Man kann diese buchen und es finden da über 350 sitzende Gäste Platz und über 700 stehende laut der Betreiberwebsite und dort wurde damals der Altweiber Beatball gefeiert. Da konnten schon Jugendliche ab 16 Jahren dran teilnehmen mit dem sogenannten Muttiizettel.

Den kenne ich auch noch aus meiner Jugend. Und Jens wollte laut seinen Eltern so um 1 Uhr nachts langsam nach Hause kommen. Es war also klar, dass er und seine Freunde, aber nicht von den Eltern dann irgendwo abgeholt werden. Manche vielleicht schon, aber in Jensfall war es so, dass er einen Bus nehmen wollte. Und die sogenannte Tenne, die ähm bat an diesem Tag auch Discobusse an, die dann eben Jugendliche oder angetrunkene Menschen nach Hause fahren würden.

Und so kenne ich das auch von uns aus Ostwestfalen. Hier gibt es nämlich den sehr beliebten sogenannten Blasheimer Markt und dort werden auch betrunkene oder Jugendliche, die gern länger bleiben wollen, eben mit so Shuttlebussen nach Hause gefahren bzw. an die entsprechenden Haltestationen und das sind eben Busse, die sonst nie so lange bis tief in die Nacht, sage ich mal, fahren würden und eben gewisse Gebiete, glaube ich, sonst auch gar nicht anfahren würden.

Das ist also wirklich ganz speziell eben für diese Veranstaltung. Um 20:11 Uhr bekommt übrigens Jens Mutter an diesem Abend die letzte Nachricht von ihrem Sohn. “Alles Jut”, schrieb er ihr. “Also alles ist in Ordnung. Es war wahrscheinlich bis dahin ein toller Abend. So kann man das vielleicht zusammenfassen und dann muss aber irgendwie sich etwas geändert haben oder ja, was da genau abgelaufen ist, weiß man ja bis heute nicht so ganz genau.

Gegen 0 Uhr nämlich soll sich Jens dann langsam entschlossen haben, die Tenne in Eicherscheid zu verlassen. Mittlerweile ist es frisch der 21. Februar 2020 ein Freitag. 10 Minuten später soll Jens dann um 0:10 in den Bus gestiegen sein Richtung Kalter Herberg, der ihn auch nach Hause gefahren hätte. Aber natürlich hatte dieser Bus nicht nur einen Hals, sondern mehrere.

Und nun kommt das komische Jens ist in diesem Bus eingestiegen, das weiß man ja sicher, aber er ist viel zu früh wieder ausgestiegen. Er steigt nämlich damals im Ortsteil Konsen aus und noch jemand steigt auch mit Jens aus dem Bus. Dieser will ihn auch noch gesehen haben, wie er die Straße hinaufläuft. Und das letzte Mal laut der späteren Ermittlungsakte ist es dann eben dieser, der auch aus dem Bus gestiegen ist.

ähm der Jens noch lebend gesehen hat. Also ein Zeuge, wahrscheinlich auch ein Jugendlicher, gehe ich jetzt einfach mal so von aus. Und der Bus hielt in Konsen, das ist ein Stadtteil von Monschau übrigens in der Breitenstraße und dort sind nur ein paar Häuser und irgendwann kommt dann da ganz viel Feld, zumindest in der einen Richtung und da ist nachts nichts los.

Also nichts, wo man als Jugendlicher jetzt vielleicht noch hätte hingewollt, wenn man nicht ein gewisses Ziel da vielleicht vor Augen gehabt hätte, jemand besuchen wollte beispielsweise oder mit jemand eben dann vielleicht ähm sich noch vergnügt hat, sage ich mal, und dann eben sich entschlossen hätte, da eben zu nächtigen.

Muss jetzt nicht unbedingt eine Frau gewesen sein. Mit Vergnügt meine ich jetzt auch nicht im sexuellen Sinne, sondern allgemein einfach noch den Abend weitergeführt hätte. Und ja, man fragt sich aber, was wollte Jens Salaf dort 15 km von seinem eigentlichen Wohnort und dem Ziel entfernt und wieso ist keiner seiner Kumpel scheinbar dort mit ausgestiegen? Weil dann hätte Jens ja irgendwie einen Grund gehabt, damit auszusteigen.

Und wieso hat Jens niemand gehindert, wenn seine Freunde doch wussten, dass er da gar nicht wohnt? Warum ähm ist Jens da ausgestiegen und warum hat man das dann quasi so belassen? Ja, jetzt ist er eben weg und hat sich da viel viel eher schon, sage ich mal, aus dem Staub gemacht und keiner weiß, was er da so wirklich wollte.

Und Minuten später etwa gehen von Jens Handy Anrufe raus. Manche Freunde, die Jens anrief, waren gar nicht auf der Party, andere längst im Bett und Fabian z.B. verließ die Party viel viel früher, da er am Folgetag nämlich arbeiten musste. Und um 1:05 Uhr hat Jens ihn da versucht mehrfach zu erreichen, aber Fabian schlief schon.

Er hat das überhaupt nicht mitbekommen. Und auch sein Freund Mike wird angerufen, also Jens Freund Mike und er nimmt tatsächlich auch ab und hört am anderen Ende der Leitung nur ein Wimmern oder Weinen und niemand, der mit ihm spricht, denn dann endet die Verbindung wieder. Also Jens oder irgendjemand anders von Jens Handy muss dann diesen Anruf beendet haben und Mike versucht auch auf dem Handy von Jens noch mal anzurufen, er reicht ihn aber nicht mehr und das ist natürlich schon sehr komisch.

Warum ruft er an wimmert oder weint und will vielleicht sozusagen bei seinem Freund noch Hilfe ähm vielleicht holen oder sagen, mir geht es gerade nicht gut. Ähm, da stelle ich mir auch so ein bisschen die Frage, warum hat er seine Freunde angerufen und nicht seine Eltern? Gut, war jetzt so ähm weiß man nicht so genau, warum dieser Anruf von Jens Handy dann eben an die Freunde abging. Und Fabian hatte sich am 20.

Februar 2020 um 20:30 Uhr schon von Jens am Lammersdorfer Festzelt verabschiedet. Hab dich lieb. Küsschen aufs Nüsschen sein die letzten Worte von Jens zu seinem Freund gewesen und der soll auch etwas angetrunken gewirkt haben, also Jens, aber er soll noch total bei sich gewesen sein. So erzählt Fabian das später.

Und jetzt Eltern, die sorgen sich am nächsten Morgen erstmal nicht, denn an diesem Freitag war Jens ja länger unterwegs und er ist zwar nicht nach Hause gekommen, aber die Annahme war da sicherlich, dass er bei einem Freund übernachtet haben könnte. Schließlich wurde ja auch einiges getrunken an dem Abend und da ist es ja nicht verwunderlich, dass Jens vielleicht dann woanders genächtigt hat.

Aber gegen 11 Uhr, als Jens Mutter ihren Sohn noch immer nicht erreichen kann, da wird sie so langsam unruhig. Um 10:58 Uhr schreibt sie Jens nämlich eine Nachricht, die nicht mal mehr durchgestellt wird. Und die Eltern rufen nun zur Sicherheit auch in den umliegenden Krankenhäusern mal an. Aber niemand, der auf die Beschreibung von Jens passen könnte, wurde dort eingeliefert.

Und auch Jens Freunde werden kontaktiert. Die wussten aber auch nicht, wo er geblieben sein könnte. Und zwischen 14r und 15 Uhr kontaktieren die Eltern dann die Polizei, aber die vertrösten die Eltern. Schließlich habe Jens ja gefeiert und getrunken und schläft sicherlich noch seinen Rausch aus.

Könnte man ja im ersten Moment doch erstmal denken. Am Abend aber, als immer noch nichts von Jens kam, machen es die Eltern auch dann so langsam dringlicher bei der Polizei und nutzen eine Notlüge. Sie behaupten, Jens sei auf Medikamente angewiesen und auch sein Freund Fabian gibt bei der Polizei an. Jens habe an diesem Abend desorientiert gewirkt, also nicht ganz mehr bei sich.

Und Fabian erzählt später auch, dass er es extra so bei der Polizei erzählt hätte, denn er weiß, dass Menschen, die sich in einer hilflosen Lage befinden, natürlich eher von der Polizei gesucht werden. Und die Aussagen der Eltern und die von Fabian machten dann tatsächlich wohl auch etwas Druck bei der Polizei, denn noch am Freitagabend hilft die Polizei dann doch bei der Suche nach Jens mit.

Zuvor wurde auch via Facebook eine Suchtruppe zusammengestellt, die auch schon auf der Suche nach Jens gewesen sind. Auch die Eltern sind mit dem Auto losgefahren und sind viele Wege abgefahren, aber Jens war dort leider nicht aufzufinden. Und an dem Freitagabend fing die Polizei auch erst sehr spät an nach Jens zu suchen.

Um 23:12 Uhr flog der erste Hubschrauber um die Bushaltestelle herum, wo man ja Jens zuletzt gesehen hatte und eben flog er natürlich auch um das umliegende Gebiet herum. Bis ca. 3 Uhr nachts suchte man dann noch in der Dunkelheit nach Jens. Mehrfach flog auch noch der Hubschrauber. Am Folgetag dem Samstag, 22. Februar 2020 wurde die Suche unter anderem mit dem Hubschrauber fortgesetzt.

Das erzähle ich euch jetzt extra so detailliert, weil das mit dem Hubschrauber sehr sehr wichtig in diesem Fall ist. Und Jens Eltern suchten auch direkt ab 7 Uhr an diesem Samstag wieder nach ihrem Sohn. Die haben kein Auge zugemacht in dieser Nacht und es beteiligten sich auch wieder viele freiwillige Helfer. Auch ein Suchhund wurde eingesetzt.

Dieser bestätigt, dass Jens zuletzt tatsächlich an der Blumenggasse ausgestiegen sein muss. Um hier niemand zu verwirren, die Blumengasse und die breite Straße sind sehr, sehr nah beieinander. Daher vermutlich die beiden unterschiedlichen Aussagen, was die Straßen angeht. Der Hund allerdings verlor am Ende seine Pferte. Das kann schon mal z.B.

auch durch starken Wind passieren. Später wurden übrigens auch noch Flächensuchhunde eingesetzt, aber auch das brachte ja keine Spur, wo Jens vielleicht sein könnte. Auch mit dem Hubschrauber konnte man Jens nicht sehen. Nun ja, mittlerweile bei Tageslicht, da war es ca. 10 Uhr morgens und die Suche war aber weiterhin im vollem Gange und die Sorge um Jens aber immer immer größer.

Um 17:35 Uhr an diesem Tag findet auf einmal ein Mitarbeiter eines Bauernhofs auf dem Feld, was da angrenzend war, plötzlich Jens Leichnahm, obwohl auf diesem Gebiet mehrfach auch der Hubschrauber ja geflogen ist und ihn wohl scheinbar nicht gesehen hat oder er da auch noch gar nicht zu diesem Zeitpunkt gelegen ist.

Der Rettungswagen trifft auch noch ein und Jens Mutter erinnert sich noch genau an diesen schrecklichen Moment, wie sie in einem Interview erzählt, was ich auch verlinken werde. Sie saß zu dem Zeitpunkt nämlich mit ihrem Bruder und Schwager im Auto und sie sehen von weitem dann einen Rettungswagen und der erste Gedanke war natürlich Jens und dass sie ihn gefunden haben und dann näherten sie sich auch dem Rettungswagen und Jens Mutter, die durfte nicht in den Rettungswagen.

Es war dann nämlich klar, dass niemand verletztes noch im Rettungswagen lag, sondern eine tote Person. Und Jens Onkel schließlich ist es auch, der ihn dann identifizierte. Und natürlich wurde im späteren auch eine Obduktion durchgeführt und da gab es auch einige, ich nenn es mal, Merkwürdigkeiten in diesem Fall, denn Jens wurde auf der Wiese fast komplett nackt aufgefunden.

Ihr erinnert euch, es war Februar. Es war sehr kalt draußen. Er trug noch sein rotweiß kariertes Hemd. und Socken sowie ein Armband mit der Aufschrift Karnevalsfreunde Lamasdorf. Aber sonst trug Jens nichts in dieser eiskalten Februarnacht. Man stellte diverse blutverkrustete Schnittverletzungen und Kratzer bei Jens Fest, besonders wohl am Rücken, aber auch an den Händen, Armen und Beinen sowie der Brust teilweise bis zu 25 cm lang.

auch Verletzungen am Hinterkopf, kleine frische blutige Schnittverletzungen und ein ausgeprägtes Hirnödem wurden festgestellt und dieses Hirnödem kann durch Gefäßverstopfungen, aber auch durch Schläge auf den Kopf geschehen, so wie es wohl auch passieren kann, wenn jemand erfroren ist. Vermutet wird bei Jens auch laut der Obduktion ein Tod durch erfrieren plus Intoxikation, also zu viel Alkohol.

Jens hatte 1,03 Promille im Blut und laut der Website ken dein Limit kann man ab der Wirkung von 1,0 promille schon Sprach und Seestörungen entwickeln und einen weiteren Anstieg der Risikobereitschaft und Aggressivität und einen verminderten Orientierungssinn kann man auch davon haben.

ob das jetzt für alle wirklich so zutrifft, sei mal dahingestellt, aber ich wollte mal wissen, ab wie viel Promille man eigentlich was bekommen kann. Da es ist sehr spannend auf der Webseite, da könnt ihr wirklich jeden Promillewert ähm euch durchlesen, was eben da passieren kann, wenn ihr zu viel Alkohol beispielsweise konsumiert, obwohl ich jetzt 1,03 promille nicht ganz so viel finde.

Da gibt’s glaube ich sehr viel schlimmeres, aber ja, so war eben die Feststellung bei Jens, die man dann noch im späteren getätigt hat. Und zu den vielen Kratzern, die Jens aufwieß, schrieb man, dass der angrenzende Stacheldrahtzaun auf dieser Wiese derartige Wunden verursacht haben könnte. Ansonsten gebe es nämlich keine Hinweise auf andersartige fremde mechanische Gewalteinwirkung.

Die Frage stellt sich dann auch, ob 1,03 Promille ausreichen, um wirklich auf dem Feld zu stolpern und dann da einzuschlafen. Ich weiß ja nicht. Zudem konnte Jens ja auch sehr schlecht sehen und das hatte jetzt ja überhaupt nichts mit dem Promillewert zu tun, aber für Rechtsmediziner reichte Jens Promillewert wohl für dieses Szenario aus, dass er eben dann auf der Wiese eingeschlafen sein könnte mitten im harten Winter.

Ich weiß ja nicht, der genaue Todeszeitpunkt, der in dem Fall auch sehr wichtig gewesen wäre, wurde übrigens nicht benannt. Jens Kleidung, seine Schuhe, Wertgegenstände und alles, was er so an diesem Abend ähm dabei hatte, das wurde nie gefunden. Aber das war für die Staatsanwaltschaft auch kein Grund, an der Annahme zu zweifeln, dass Jens an Unterkühlung gestorben sein könnte.

Denn manchmal ist es wohl so bei Menschen, die erfrieren, dass sie sich dann kurz vor ihrem Tod noch ausziehen, weil der Körper ihn wohl vorgaukelt. Es wäre unerträglich heiß. Aber das erklärt auch für mich weiterhin nicht, weshalb nicht irgendwo in der Nähe, wenn das Szenario überhaupt so gewesen ist, man Kleidung oder Schuhe oder irgendwas von Jens auffand.

Also denke, irgendwas hätte man da mit Sicherheit finden müssen. Außerdem hatte Jens ja auch viele Verletzungen am Rücken und das Hemd, was er aber da getragen hat, das war komplett sauber. Da waren keine Blutspuren dran. Also man geht davon aus, ihm könnte das Hemd auch nachträglich erst wieder angezogen worden sein.

Und außerdem Freund Fabian, der anfangs die Aussage bei der Polizei machte, Jens habe orientierungslos gewirkt und dem Mitarbeiter des Bauernhofs wurde auch niemand in dem Fall Jens Salaf befragt von den Freunden z.B. von Jens. Und die Eltern, die sind darüber natürlich verständlicherweise fassungslos über das Verhalten der Behörden und unglaublich wütend.

Und die haben so ihre eigene Theorie, was mit Jens an diesem Abend oder in dieser Nacht passiert sein könnte und wieso er nicht viel viel eher schon gefunden wurde, das ist natürlich auch eine sehr große Frage in diesem Fall. Der Hubschrauber hat ja mehrfach genau das Feld überflogen, wo Jens später gefunden wurde.

Und die Theorie der Eltern ist, dass Jens vielleicht vor etwas geflüchtet ist. Das würde ja auch zu den Anrufen bei den Freunden passen. Immerhin nahm ja auch einer seiner Freunde ab und Jens wimmerte oder weinte und bei der Flucht könnte er sich dann ja die Verletzungen des Stacheldrahts zugezogen haben. Erklärt dann nun natürlich nicht, wieso das Hemd ähm nicht blutig gewesen ist und dass ein Tötungsdelikt dahinter stecken könnte.

das ziehen sie auch in Betracht oder Jens eben in einer hilflosen Lage einfach alleinelassen wurde und auf diesem Feld quasi dann sich selbst zum Sterben überlassen wurde. Und der Anwalt der Eltern von Jens glaubt daran, dass Jens auch erst viel später auf diesem Feld abgelegt wurde und er glaubt sogar an ein mögliches Sexualverbrechen, was dahinter stecken könnte.

Jens war nicht homosexuell, aber auch seine Eltern können sich vorstellen, dass ihr Sohn vielleicht an dem Abend von jemand gezwungen worden sein könnte, sexuelle Handlungen durchzuführen. Anhaltspunkte darauf an Jens Körper gab es allerdings keine. Das muss jetzt aber nicht heißen, dass Jens nicht jemand anderen an diesem Abend vielleicht befriedigen sollte und dann vor Angst aber geflüchtet ist.

Aber auch das ließ sich eben nicht feststellen. Es wurde nämlich an Jens Leichnamen nichts auf Fremd DNA Spuren untersucht und auch seine Handydaten wurden nicht intensiv überprüft und auch die Menschen, die zuvor an dem Feld nach Jens gesucht haben, geben eben an, dass er definitiv nicht da vorher gelegen haben soll, bis man ihn eben um 17:35 Uhr gefunden hat.

Und die Dokumentation des Hubschraubers am zweiten Tag, also die Auswertung dessen soll in der Akte von Jens auch komplett fehlen. Gerade der Tag, wo Jens ja auf dem Feld eigentlich schon entdeckt worden sein müsste. Und das fehlt eben wie gesagt in der Akte und mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte man bei Helligkeit Jens dort sehen müssen.

Und auch der Mitarbeiter des Bauernhofs hat auch noch mal bestätigt, dass der Hubschrauber das Gebiet definitiv überflogen hatte. Auch ist eine Frage in dem Fall, wieso Jens Freunde, die mit im Shcktlebus gewesen sind, ihn nicht aufgehalten haben. Die müssen doch gewusst haben, als er dort ausgestiegen ist, dass er dort überhaupt nicht wohnte.

Eine weitere Annahme kann natürlich auch sein, dass Jens vielleicht sich noch mit jemanden dort verabredet hat. Aber ja, daran mag so niemand wirklich glauben, mitten in der Nacht und dann hätte man da vielleicht auch mal seitens der Freunde was drüber erzählt. Auch erzählten Jens Eltern in einem Interview, dass er einige Jahre vor seinem Tod einen schweren Verkehrsunfall hatte und dabei wurden ihm in die Oberschenkel und die Knie Metallplatten und Schrauben eingesetzt.

Und diese Metallschraube im Knie, die wurde mittlerweile herausgenommen, aber trotz dieser Schrauben und Metallplatten hatte Jens wohl Probleme, weite Strecken zu laufen. Er soll auch so ein bisschen beim Laufen gehinkt haben und daher ist es sehr abwegig, dass er natürlich in Eiseskälte nachts einfach auf einem Feld läuft, wo er ja auch gar nichts mehr sehen konnte.

Dazu noch seine Seebehinderung. Also, das passt irgendwie alles nicht so wirklich zusammen. Und für den Rechtsanwalt der Familie stinkt der Fall bis zum Himmel. So seine Aussage. Die Ermittlungsarbeit hält er für schlampig. Und so vielem sei man im Fall Jens Salaf einfach nie nachgegangen. Sei es den Anrufen oder mal den Leuten, mit denen er unterwegs war, die mal zu vernehmen.

All das ist nicht passiert. Auch mögliche Begegnungen im Bus mit anderen Leuten ist man nie nachgegangen. Eine Zeugin wollte wohl auch über Ecken gehört haben, angeblich, dass Jens in eine Schlägerei geraten sei. Ob das aber wirklich jetzt der Wahrheit entspricht oder ob das nur hören sagen gewesen ist, das bleibt wohl fraglich in dem Fall.

Und für den Anwalt ist es ja, wie ich eben schon sagte, möglich, dass es eben ein Sexualverbrechen gewesen sein könnte oder dass Jens eben nach einem Streit beispielsweise, so genau weiß das ja niemand auf der Wiese nachträglich abgelegt wurde, vielleicht sogar zum Sterben dort ja abgelegt wurde, weil der Tod ja angeblich durch erfrieren geschehen sein soll.

Hätte man ordentlich ermittelt, so hätten auch Jens Eltern natürlich heute vielleicht mal ihre Ruhe finden können, 5 Jahre später, so auch der Anwalt. Und selbst wenn sich dann herausstellen würde bei den näheren Untersuchungen und Ermittlungen, das war auf jeden Fall wirklich keine Straftat, dann hätte man aber wenigstens alles versucht, um eine mögliche Straftat aus dem Weg zu räumen.

Und ich finde auch gerade, wenn jemand verstorben ist und es nur die kleinsten Zweifel gibt, sollte man ordentlich und mit sehr viel mehr Mühe ermitteln. Und ihr erinnert euch vielleicht auch noch an den Fall, den ich vor kurzem auf meinem Kanal vorgestellt habe. Das war der Fall von Valeska I.

Und diesen hätte man ja auch fast als Suizid abgetan, wäre dann nicht ein Ermittler stutzig geworden. Aber ohne diesen engagierten Ermittler wäre der Mörder von Valeska niemals verurteilt worden. Und all das geschah aber nur auch durch intensive Ermittlungen und Befragungen. Und all das fehlt ja leider im Fall von Jens Salaf und Jens Vater Helmut.

Der glaubt daran, dass es jemanden da draußen geben könnte, der mehr weiß, aber einfach nicht redet. Ja, und die Eltern sind verständlicherweise bis heute sehr, sehr verzweifelt. In Jens Zimmer im Obergeschoss in Monschau ist auch noch immer alles so geblieben, wie er das damals verlassen hatte, dem kleinen Zimmer mit Dachschräge und Blick ins Grüne.

Jens sei noch sehr gegenwärtig, als käme er jeden Moment wieder so seine Eltern. Auf dem Schreibtisch liegt noch ein Ticket für den FC Bayern und sie erinnern sich gerne an Jens, der so hilfsbereit und zuverlässig gewesen sei. Zum Geburtstag trank Jens gern mal ein Bier und deswegen stehen an seinem Grab zwei Flaschen Bitburger und zum Geburtstag gab es einen Happy Birthday Ballon und bei Partys soll Jens ab und zu wohl auch mal geraucht haben und Fabian, der mit einem Reporter das Grab von Jens besuchte, steckte ihm eine Zigarette

zwischen die Bierflaschen. Und Fabian erinnert sich gerne an seinen Freund, mit dem er auch ab und an mal an Autos schraubte. Ja, und Jens Eltern, die hoffen natürlich weiterhin nach nun mittlerweile 5 Jahren, dass irgendwann doch noch mal die Wahrheit ans Licht kommt und jemand spricht, was wirklich in dieser Februarnacht mit ihrem Sohn passiert ist.

Und Ermittlungen wird es wohl weiterhin keine geben, denn die Staatsanwaltschaft sieht auch gar nicht ein, da irgendwelche Ermittlungen anzuregen, habe ich so den Eindruck. Und der Tod von Jens zumindest bis jetzt ja wird wohl ein Rätsel bleiben. Und ich finde es in dem Fall auch so schade, dass Jens Fall da nicht intensiver untersucht wurde.

So wären ja auch wirklich alle Seiten abgesichert und sicher gewesen, dass es eben entweder ein Tod durch Unterkühlung gewesen ist, so wie die Staatsanwaltschaft das vermutet, dass es eben ein Unglück gewesen ist oder eben doch ja ein Verbrechen, dass da irgendjemand mit zu tun gehabt haben könnte, dass es eben doch keine, ich nenne es jetzt mal, natürliche Todesursache gewesen ist.

Und das ist auch nicht der erste Fall übrigens auf meinem Kanal, den ich behandelt habe, wo Eltern so behandelt worden sind. Dieser Fall erinnert mich auch sehr an den Fall von Jens Black. Da gab es auch etliche Fragezeichen und bis heute eine sehr schlampige Polizeiarbeit. Auch dieser Fall ist nie in Gänze aufgeklärt worden.

Genauso der Fall Christian Morgenstern, der auch sehr viele Fragen aufgeworfen hat, um nur jetzt mal zwei Fälle zu nennen, die ein bisschen ähnlich abgelaufen sind. Ja, ihr Lieben, den Eltern von Jens wünsche ich an dieser Stelle zum Ende dieser Podcast Folge hin weiterhin sehr, sehr viel Kraft, ja, weiterzuleben, was mit Sicherheit auch schon sehr schwierig sein wird und natürlich auch ähm ja, vielleicht doch noch das Glück, dass dieser Fall doch noch irgendwann aufgeklärt wird und doch jemand spricht und sagt, was ist wirklich damals vor 5

Jahren geschehen? Und natürlich wünsche ich auch der Schwester von Jens und seinen Freunden sehr viel Kraft mit diesem Verlust umzugehen. Wie auch immer Jens zu Tode kam, er wird seinen Angehörigen und Freunden ja für immer fehlen und das ist schon traurig genug. Ja, ihr Lieben, wie immer zum Ende der Folge hin würde ich euch bitten, einen Kommentar dazulassen, was ihr meint, was könnte im Fall von Jens Salaf passiert sein.

Auch ein Kommentar für den Algorithmus freut mich immer. Ich freue mich auch über Kanalmitgliedschaften oder ein Abo auf YouTube oder auch den Podcast Portalen. Das hilft meinem Kanal natürlich beim Wachsen und ich verabschiede mich bis zum nächsten Mal ihr Lieben. Eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.

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Tod in eisiger Dunkelheit: Das ungelöste Mysterium um das tragische Ende des Jens Salaw

Article:

Es sind Kriminalfälle wie dieser, die eine ganze Gemeinschaft in tiefe Unruhe versetzen und Eltern in ein nicht enden wollendes, quälendes Fegefeuer der Ungewissheit stürzen. Ein junges Leben, das gerade erst so richtig begann, wird plötzlich und auf unbegreifliche Weise ausgelöscht. Der Fall des 21-jährigen Jens Salaw aus dem malerischen Monschau in der Nordeifel ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie schnell eine fröhliche Feier in eine unfassbare Tragödie umschlagen kann. Im Februar 2020, unmittelbar bevor die Corona-Pandemie das Land in den Lockdown zwang, verlor Jens auf rätselhafte Weise sein Leben. Die offiziellen Behörden legten sich schnell fest: Ein tragischer Unfalltod durch Unterkühlung im alkoholisierten Zustand. Doch wer tiefer in die Akten und die Begleitumstände dieses Falles blickt, stößt auf so viele krasse Widersprüche und offene Fragen, dass die Theorie eines reinen Unfalls massiv ins Wanken gerät.

Ein lebenslustiger Student im Karnevalsrausch

Jens Salaw war ein junger Mann, der mitten im Leben stand. Der 21-Jährige studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Elektrotechnik, war ein glühender Anhänger des FC Bayern München und verbrachte seine Freizeit gerne mit Freunden beim Gamen auf LAN-Partys oder in geselliger Runde. Seine Eltern und Freunde beschrieben ihn stets als fröhlich, hilfsbereit, verständnisvoll und überaus zuverlässig. Wenn Jens unterwegs war, meldete er sich für gewöhnlich stets bei seiner Familie, um Bescheid zu geben, dass alles in bester Ordnung sei. Nichts an seinem Verhalten deutete auf tieferliegende Probleme oder Konflikte hin.

Am 20. Februar 2020, dem Donnerstag an Weiberfastnacht, wollte Jens mit seinen Kumpels ausgiebig feiern. In traditioneller Tracht – eine zünftige Lederhose mit Hosenträgern und ein rot-weiß kariertes Hemd – wurde er von seinem Vater Helmut zu einem Freund gefahren. Da Alkohol fließen sollte, war es für Jens selbstverständlich, das eigene Auto stehen zu lassen. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen. Videos vom Nachmittag zeigen eine lachende, singende Gruppe junger Männer beim gemeinsamen Vorglühen mit einer Shisha. Gegen Abend zog die Gruppe weiter ins Festzelt nach Lammersdorf und später in die sogenannte „Tenne“ im nahegelegenen Eicherscheid, einem bekannten Veranstaltungsort, in dem an diesem Abend der Altweiber-Beatball tobte.

Um 20:11 Uhr erhielt Jens’ Mutter noch eine letzte, völlig unauffällige Kurznachricht von ihrem Sohn: „Alles Jut“. Es schien der perfekte Abend zu sein. Gegen Mitternacht entschied sich Jens schließlich, die Party zu verlassen und die Heimreise anzutreten.

Die verhängnisvolle Fahrt in die falsche Richtung

Für den sicheren Heimweg der feiernden Jugendlichen waren spezielle Shuttlebusse eingerichtet worden, die bis spät in die Nacht verkehrten. Gegen 00:10 Uhr stieg Jens in einen dieser Busse ein. Sein eigentliches Ziel war sein Zuhause. Doch dann passierte etwas völlig Unerklärliches: Jens stieg viel zu früh aus. Im Stadtteil Konzen, an einer Haltestelle in der Breitenstraße, verließ der 21-Jährige plötzlich den Bus. In dieser Gegend befanden sich nur wenige Häuser, dahinter erstreckten sich endlos weite, dunkle Felder. Jens befand sich plötzlich rund 15 Kilometer von seinem eigentlichen Wohnort entfernt – mitten in der eiskalten, stockfinsteren Nacht.

Warum er dort ausstieg, ist bis heute eines der größten Rätsel dieses Falles. Hatte er eine plötzliche Verabredung? War er orientierungslos? Und vor allem: Warum ließ ihn niemand seiner im Bus verbliebenen Freunde davon abhalten?

Kurz nach dem Aussteigen spielte sich ein weiteres seltsames Szenario ab. Von Jens’ Handy gingen mehrere Anrufe ab. Er versuchte, Freunde zu erreichen, die entweder schon tief schliefen oder die Party längst verlassen hatten. Ein Freund namens Mike nahm den Anruf tatsächlich entgegen – doch anstatt der vertrauten Stimme von Jens hörte er am anderen Ende der Leitung nur ein leises Wimmern und Weinen, bevor die Verbindung plötzlich abrupt abbrach. Alle weiteren Versuche, Jens zurückzurufen, liefen ins Leere. Ohne seine markante Brille war der junge Mann zudem stark sehbehindert, und alte Unfallverletzungen mit Metallplatten im Knie und in den Oberschenkeln machten ihm das Laufen über weite Strecken zur Qual. Ein freiwilliger, zielloser Spaziergang durch die Eiseskälte der Eifel wirkt unter diesen Umständen völlig absurd.

Die verzweifelte Suche und ein schockierender Fund

Als Jens am Freitagmorgen nicht nach Hause kam, gingen die Eltern zunächst davon aus, dass er seinen Rausch bei einem Kumpel ausschlief. Doch als er im Laufe des Tages weiterhin unauffindbar blieb, schrillten die Alarmglocken. Sämtliche Freunde wurden abtelefoniert, Krankenhäuser kontaktiert. Am Nachmittag schaltete die Familie schließlich die Polizei ein, die das Ganze zunächst als harmlosen Rausch abtun wollte. Erst als die Eltern aus reiner Verzweiflung eine Notlüge über dringend benötigte Medikamente anführten und ein Freund Jens’ Zustand als stark desorientiert beschrieb, kam die Suchmaschinerie spät am Abend endlich ins Rollen.

Bis in die tiefe Nacht und am gesamten folgenden Samstag durchkämmten Suchtrupps, Spürhunde und ein Polizeihubschrauber das eisige Gebiet rund um Konzen. Doch erst am späten Samstagnachmittag, um 17:35 Uhr, machte der Mitarbeiter eines angrenzenden Bauernhofs auf einem Feld eine grauenhafte Entdeckung: Er fand den leblosen Körper von Jens Salaw.

Die Begleitumstände dieses Fundes werfen bis heute unzählige Fragen auf. Obwohl der Hubschrauber das betreffende Feld mehrfach überflogen hatte, wurde Jens erst Stunden später im Tageslicht entdeckt. Der Leichnam wies zudem äußerst merkwürdige Details auf. Jens war in der extremen Februarkälte fast vollständig nackt. Er trug lediglich noch seine Socken, ein Festivalbändchen und sein rot-weiß kariertes Hemd. Seine Lederhose, die Schuhe, sein Handy, seine Geldbörse und sämtliche Wertgegenstände blieben spurlos verschwunden.

Verletzungen, Widersprüche und eine zweifelhafte Theorie

Die gerichtsmedizinische Obduktion zeichnete ein Bild, das die Ermittlungsbehörden rasch zu der Theorie des Erfrierungstodes trieb. Jens wies einen Blutalkoholwert von 1,03 Promille auf – ein Wert, der zwar zu einer Enthemmung und einem verminderten Orientierungssinn führen kann, aber für einen durchtrainierten jungen Mann auf einer Karnevalsfeier nicht zwingend zu absoluter Hilflosigkeit führen muss. Die Rechtsmediziner stellten zudem ein ausgeprägtes Hirnödem sowie zahlreiche, teils bis zu 25 Zentimeter lange, blutverkrustete Schnitt- und Kratzverletzungen am gesamten Körper fest, insbesondere am Rücken und am Hinterkopf.

Die offizielle Erklärung der Staatsanwaltschaft: Jens sei im angetrunkenen Zustand in den angrenzenden Stacheldrahtzaun gestürzt, habe sich dabei die Verletzungen zugezogen und sei anschließend auf dem Feld erfroren. Die Nacktheit erklärten sich die Mediziner mit dem sogenannten „Kälteidiotie“-Phänomen – einem Zustand kurz vor dem Erfrierungstod, bei dem das Gehirn dem Opfer extreme Hitze vorgaukelt, woraufhin sich dieses paradoxerweise selbst entkleidet.

Doch für die Familie und ihren engagierten Rechtsanwalt hat diese Theorie gewaltige Risse. Wie lässt es sich erklären, dass Jens’ kariertes Hemd, das er beim Auffinden trug, absolut sauber war, während sein Rücken von stark blutenden Kratzern übersät war? Wurde ihm das Hemd nachträglich wieder angezogen? Warum wurden seine restlichen Kleidungsstücke und Wertsachen in der gesamten Umgebung niemals gefunden, wenn er sich doch angeblich selbst entkleidet haben soll?

Die verzweifelte Suche nach der Wahrheit

Der Anwalt der Familie spricht öffentlich von einer “schlampigen Ermittlungsarbeit”, die regelrecht zum Himmel stinke. Relevante Zeugen aus dem Bus wurden offenbar nie intensiv befragt, das Umfeld und mögliche Begleiter in jener Nacht blieben unbeleuchtet. Die Dokumentation des Hubschraubereinsatzes, der Jens am Samstagmorgen auf dem übersichtlichen Feld eigentlich hätte sehen müssen, fehlte merkwürdigerweise komplett in der Ermittlungsakte.

Die Eltern von Jens hegen bis heute den schrecklichen Verdacht, dass ihr Sohn in jener Nacht vor etwas oder jemandem geflüchtet sein könnte. Die weinerlichen Anrufe bei seinen Freunden könnten verzweifelte Hilferufe gewesen sein. Möglicherweise wurde Jens Opfer einer Gewalttat, eines Sexualverbrechens oder eines aus dem Ruder gelaufenen Streits, in dessen Folge er in seiner hilflosen Lage allein gelassen oder sein Körper erst wesentlich später auf dem Feld abgelegt wurde. Trotz dieser massiven Ungereimtheiten weigerten sich die Behörden jedoch beharrlich, die Kleidung und den Leichnam auf fremde DNA-Spuren zu untersuchen.

Fünf Jahre nach der unfassbaren Tragödie steht das kleine Zimmer von Jens in Monschau noch immer unberührt. Auf seinem Schreibtisch liegt noch immer ein Ticket für ein Spiel seines geliebten FC Bayern München. An seinem Grab stehen zwei Flaschen Bitburger und ein Happy-Birthday-Ballon – stille Zeugen einer unendlichen familiären Liebe und Trauer. Die Eltern kämpfen weiterhin unerbittlich dafür, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Sie fordern Gerechtigkeit und das Recht darauf, endlich zu erfahren, welche grausamen Umstände ihrem Sohn in jener eiskalten Februarnacht wirklich das Leben gekostet haben. Bis sich das Gewissen eines möglichen Mitwissers regt, bleibt das Schicksal von Jens Salaw eines der dunkelsten und tragischsten Rätsel der Eifel.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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