Der grausame Doppelmord an Margarita und Maryna – Fall aus 2024 – True Crime Podcast – Ty
Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen, ihr Lieben, auf meinem Kanal Lias Crimeime. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinschaltet in der schönen Vorweihnachtszeit. Ich freue mich, dass ihr alle wieder da seid und freue mich wie immer über ein Abo.
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Ähm, ja, ich weiß ja, dass viele von euch sich immer aufgeklärte Fälle wünschen. Jetzt hatten wir vor paar Tagen den aufgeklärten Fall von Gabriele Obst und heute ähm gibt es einen Fall, der mich letztes Jahr wirklich sprachlos gemacht hat, als ich davon gehört habe. Ich habe immer gedacht, solche Fälle gibt es nur in Amerika, aber nein, auch hier in Deutschland ist sowas möglich.
Aber wir beginnen einfach mal von Anfang an. Ina und Marco lernen sich im Jahr 2014 kennen. Ina wurde in Kasachstan geboren und war Tochter einer Russin und eines Russlanddeutschen. Als sie 15 Jahre alt ist, übersiedel die Familie dann nach Deutschland und in Heidelberg macht Ina dann eine Ausbildung zur Bürokauffrau.
arbeitete als Rezeptionistin, aber auch Verkäuferin, Fußpflegerin und half auch mal in der Metzkerei oder in einer Küche aus. Und dort lernte sie dann auch Marco kennen. Er wuchs in Wiesloch bei Heidelberg auf, gelernter Metzker und ehemaliger Zeitsoldat. Und später fuhr er auch mal LKW oder arbeitete als Koch.
Und beide brachten Kinder mit in die Beziehung, denn die lernten sich dann kennen und wurden relativ schnell ein Paar. Ina brachte zwei Jungs aus erster Ehe mit und Marco war bereits Vater einer Tochter, die er aber viel zu selten laut seinen Angaben gesehen habe. 2016 kam dann auch ihr gemeinsames Kind zur Welt, ein Sohn und danach ließ sich Ina dann nach diesem Sohn sterilisieren.
2019 heiraten die beiden und leben zusammen in Stahausen. St. Hausen ist nur wenige Kilometer von Heidelberg entfernt und gehört zum Rhein Neckerkreis. Und einige Jahre nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes kommt in Ina der Wunsch auf, mit Anfang 40 noch einmal Mutter werden zu wollen. Aber nicht nur das, sie hatte bereits drei Söhne und diesmal soll es unbedingt ein Mädchen werden.
Auch Marco würde sich noch mal sehr über Nachwuchs freuen in Form eines Töchterchens. unterzog sich Ina daher eine Operation, die ihre Sterilisation rückgängig machen sollte und das klappte dann auch. Auf natürlichem Weg allerdings verlor Ina mehrere Kinder. Sie erlitt einige Fehlgeburten und natürlich gehen die beiden auch zum Frauenarzt, lassen sich beraten, waren wohl auch in einer Kinderwunschklinik in Behandlung, aber es klappte einfach nicht mit dem erwünschten Babyglück.
Was sie auch versuchten, es scheiterte. Ina war ja auch immerhin schon Mitteig, bis sich das Paar dann spätestens im Jahr 2023 ganz andere Gedanken machte, ein Töchterchen zu bekommen. Wie später nachvollzogen werden kann, fahren die beiden in einige Geburtskliniken in Deutschland und schauen sich dort auf der Babystation ganz genau um.
Ist es dort einfach hereinzukommen? Gibt es dort Kameras, viel Personal? ist der Weg nach draußen schnell zu erreichen. Ja, Ina und Marco ziehen dann wirklich in der Regung, ein kleines Mädchen zu entführen, was natürlich nicht ihr eigenes ist. Aber nicht nur in Deutschland schauen sie sich um, auch in der Schweiz und Tschechien.
Sie gucken Babygalerien von Kliniken durch und schauen gezielt nach einem Mädchen. Auch spähen sie in der Zeit Mütter aus, die alleine mit ihrem Kind und Kinderwagen unterwegs gewesen sind. Eine Denkweise damals von ihnen die Mutter zu töten und dann das Kind zu entführen. Aber der Plan im Ausland, der scheiterte.
In im Umfeld geben sie aber schon an, dass eine Adoption anstehe. Anderen erzählen sie, Ina sei bereits schwanger. Selbst einem Bekannten schrieb Marco, wie leicht es sei, in einer großen Uniklinik ein Kind zu stehlen. Dort wären kaum Ärzte oder Personal. Der Fluchtweg sehr kurz, keine Kameras und die Frau an der Forte wiege kil.
Was auch immer er damit sagen wollte. Der Bekannte hat ihm diese Idee dann wohl ausgeredet und ihn auch nicht für vollgenommen. Auf dem Handy des Paars oder auf den beiden Handys befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon Bilder von Paaren mit Kinderwagen, die sie heimlich aufgenommen haben. Screenshots der Babygalerien, vor allem im Schweizerischen Solotourn.
Auch eine Instagram Nutzerin wird verfolgt und eine Familie in Gronau. Mit der Zeit denken die beiden dann auch darüber nach, da Natalia ja sehr gute Russischkenntnisse hatte, ob sie nicht mit ukrainischen Flüchtlingen Kontakt aufnehmen sollen, denn in einigen Regionen der Ukraine sprechen die Menschen auch sehr gut russisch.
Nur wie sollten die beiden da einen Kontakt herstellen? Da Sandhausen nicht weit von Heidelberg entfernt gewesen ist, fällt Ihnen eine Telegramgruppe auf, die Help Ukraine Heidelberg ähm genannt wurde. Und dort schreibt dann auch eine junge verzweifelte Frau im Januar 2024 in die Gruppe.
Es ist Margarita, die viele mit Rita abkürzten. Das werde ich für diese Folge nun auch tun. Sie ist 27 und hochschwanger. Sie bräuchte Hilfe beim Übersetzen, z.B. beim Frauenarzt oder bei Behörden und Kliniken. Mit ihr zusammen ist auch ihre Mutter nach Deutschland gekommen, Marina, 51 Jahre alt. Die jüngere Schwester Ritas blieb in der Ukraine, da ihr Mann nicht ausreisen durfte.
Ina fällt der Post in der Gruppe auf und sie kommt mit Rita in Kontakt. Rita und ihre Mutter waren zu diesem Zeitpunkt in einer Flüchtlingsunterkunft in Wieslochzehn von Heidelberg entfernt untergebracht und die Frauen kommen dann in Kontakt. Ina sei sehr hilfsbereit und nett zu Rita und ihrer Mutter gewesen. Fast schon zu nett.
Verständigen konnten die beiden sich natürlich auch gut. Und gerade weil Ina so hilfsbereit gewesen ist, machte es die verbliebene Schwester in der Ukraine stutzig. Aber Marina und Rita nahmen Ina immer in Schutz. Ina wird es auch sein, die sogar bei der Geburt der kleinen Anna, den Namen habe ich verändert, dabei sein wird.
Immerhin vergingen seit dem Telegram Post nur wenige Wochen. Jedoch stört dies Rita scheinbar nicht. Sie benötigt ja Hilfe beim Übersetzen und das für die Geburt ziemlich dringend. Dass Marco und Ina aber ganz andere Pläne gehabt haben, war Rita natürlich nicht bewusst. und auch ihre Mutter hat nichts geahnt.
Dem Paar war zu diesem Zeitpunkt und nach der Geburt von Anna klar, daß sie Anna nicht einfach nur entführen könnten, denn man kenne ja ihre Adresse. Ihnen war klar, dass sie auch nicht nur Rita als Mutter töten könnten, sondern sie müssten auch noch die Mutter und Oma Marina töten, denn sonst könnte die Sache ja sehr schnell aufliegen. und sie fassen einen Plan.
Im Februar geht Ina zum Standesamt alleine und sie fragt nach, wie sie eine Geburtsurkunde für ihre Tochter bekommen könne, die eine Hausgeburt gewesen sei. Ihre Tochter sei am 2. Februar 2024 auf die Welt gekommen. Die Angestellte des Standsamts erklärt Ina dann, dass sie die U2 Untersuchung vom Kinderarzt benötige und einen Geburtsnachweis.
Beides hatte Ina zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie ruft also bei einer Kinderärztin an und die fragen sie dann, weshalb sie denn so spät anrufe. Immerhin sei die Tochter doch schon einige Tage alt. Auch erzählt Ina von einer Sturzgeburt zu Hause von ihrem Mann und auch mal ihrem Sohn als Geburtshelfer.
An einem Tag fragt das Paar Rita, ob sie Anna einmal ausleihen könnten. So hätten sie bei der Bank mit einem Baby bessere Chancen auf einen Kredit. Rita willigt ein und übergibt ihre Kleine für einige Stunden in die Obhut des Paares. Ina geht dann mit der Kleinen zur Kinderärztin. Diese ist zufrieden mit dem kleinen Mädchen und sie erhält von der Ärztin genau das Dokument, was sie für die Dame vom Standesamt benötige.
Der Geburtsnachweis, der noch fehlte, besorgte sie für Rita bei der Gynäkologin. Den Namen hat sie selbst ausgefüllt. Später erhält Inaurch tatsächlich eine Geburtsurkunde für die kleine Anna. Am 6. März 2024 nimmt der Plan dann langsam Form an, ihr Mädchen endlich zu bekommen. Es ist Markus Geburtstag und sie wollen Rita und ihre Mutter zum Essen beim Chinesen einladen, natürlich zusammen mit dem Baby.
Nach dem Essen bei dem Chinesen im Bruchsaal machen sie noch einen Verdauungsspaziergang und geben Marina und Rita jeweils einen Saft zu trinken. Was die beiden aber nicht wissen, der Saft enthält jeweils eine gewisse Menge des Beruhigungsmittels Tavor, ein verschreibungspflichtiges Medikament, was auch in ganz hohen Dosen send wirken kann.
Erst schlägt das Mittel auch nicht an und das Paar fährt im Auto extra eine größere Strecke und viele Umwege, damit die Wirkung doch langsam endlich einsetzt. Zuerst macht sich diese dann bei Oma Marina bemerkbar. Sie klagt über Übelkeit und Herzprobleme. Ina spielt auch hier wieder die besorgte und nette liebevolle Freundin, genauso wie auch Marco auf hilfsbereit tut.
Und sie bieten an, Marina zur Vorsicht ins Krankenhaus zu fahren und Rita und Anna erstmal zu ihrer Unterkunft zu bringen. Und die ist natürlich dankbar, aber gleichzeitig sehr besorgt um ihre Mutter. Aber das Paar bringt an diesem Abend nach 22 Uhr dem Geburtstag von Marco. Oma Marina natürlich nicht zum Arzt, sondern sie fahren diese mittlerweile schon benebelte Frau zum Anglersee, der sich krummes Loch nennt.
Dieser See liegt nah Bad Schönborn Bad Mingolzheim, ca. 26 km von Heidelberg entfernt und dort erschlägt Marco Marina dann mit einem Gummihammer, legt ihr ein Stahlseil um und schleift sie zum See, worin er sie dann versenkt. Und Ina will in dieser Zeit nicht zugesehen haben, sondern die ganze Zeit im Auto gesessen haben.
Rita telefoniert derweil in der Flüchtlingsunterkunft mit ihrem neuen Freund und dieser wundert sich über ihre verwaschene Sprache und als wäre das noch nicht schlimm genug, fahren sie dann, als wäre nichts gewesen in die Flüchtlingsunterkunft zu Rita und Baby Anna und erzählen ihr, dass Marina einen Herzinfarkt erlitten habe und im Krankenhaus bleiben muss.
Auch bieten sie ihr dann an, dass sie zu ihr fahren könnten. Rita war zwar sehr müde, aber dankbar für die Hilfe von den beiden. Und mit Rita und der Kleinen fahren sie dann nach Hockenheim zum Rheinufer und Marco erschlägt dann dort die 27-jährige ebenfalls mit einem Gummihammer. Sie hat natürlich auch nichts geahnt und es waren sehr gezielte Schläge auf den Kopf, wie auch bei Marina.
Aber danach wirft er sie nicht in den Reihen oder in ein Gewässer. Marco kauft zuvor einen Kanister Benzin und dann zündet er sie an einer abgelegenen Stelle an, also den Leichnam, denn zu dem Zeitpunkt war Rita ja schon tot und ich finde, schlimmer geht es kaum noch. Und auch hier will Ina gewartet haben.
Im Auto lag ja auch noch Baby Anna, die nicht mitbekam, dass in diesen kurzen Zeitabständen ihre Mutter und auch ihre Oma getötet worden sind. Und alles nur deshalb, weil ein Mädchen in das Familienleben einziehen sollte von Ina und Marco. Zu Hause in Sanhausen ist das Paar jetzt endlich glücklich und das nach zwei Morden.
Sie benennen ihre nun kleine Tochter um und sie wird im Freundes- und Familienkreis vorgestellt. Vielen erzählen sie auch von einer Adoption im Ausland für nur 5000 €. Manchen kommt diese Geschichte aber ziemlich komisch vor und mal sollen sie auch erzählt haben, Ina habe das Kind selbst ausgetragen. Vier Wochen nach der Geburt des kleinen Mädchens am 7.
März 2024 ist in Hockenheim ein Spaziergänger unterwegs. Er riecht etwas Verbranntes und folgt dem Geruch. Er denkt als erstes an einen verkohlten Gegenstand und verständigt aber, weil ein ungutes Gefühl gehabt hat, die Polizei. Als diese dann eintrifft im Uferbereich am Rheindamm zwischen dem Herrenteich und Lhof, ist den Beamten sofort klar, dass es sich hierbei um keinen verkohlten Gegenstand gehandelt hat, sondern um einen Leichnahmen.
Die Haare waren nämlich noch deutlich sichtbar. Auch konnte man noch erkennen, daß der Leichnern massive Kopfverletzungen aufwieß. Die Kriminalpolizei sicherte am Fundort Spuren und führte Befragungen durch. Bei der späteren Obduktion wurde dann klar, dass es sich bei der unbekannten Toten um eine Frau handelte. Die Sokurampe gründet sich: “Wer hat die unbekannte Frau erschlagen und dann auch noch verbrannt?” Das war eine der wichtigsten Fragen in diesem Fall.
Und zwei Tage nach dem Leichenfund hatte man eventuell einen ersten Hinweis darauf. Eine Ukrainerin meldet sich bei der Polizei. Ihre Schwester sowie auch ihre Mutter meldeten sich seit Tagen nicht mehr bei ihr. Auch Fotos ihrer Schwester werden der Polizei vorgelegt. In der vermissten Datenbank jedoch ist niemand registriert oder eingetragen worden, der auf die Beschreibung von Schwester und Mutter gepasst hat.
Polizei fährt aber sicherheitshalber mal in die Flüchtlingsunterkunft und sichert dann unter anderem dort eine Zahnbürste der Mutter und auch der Tochter, um einen DNA Abgleich durchführen zu können. Die tote verbrannte Frau trug auch Schmuck und diesen Schmuck erkannte man schon mal auf den Social Mediabildern, die die Schwester der vermissten Rita der Polizei weitergab.
Ein DNA-abgleich hat dann bestätigt, dass es sich hierbei um Rita, sie Jahre alt und Mutter einer neugeborenen Tochter gehandelt hat. Aber jetzt stellten sich natürlich noch viel mehr Fragen. Wo ist die kleine Tochter und wo ist Margaritas Mutter Marina? Hat sie das Kind mitgenommen? Oder hat vielleicht der Vater des Kindes etwas damit zu tun? Aber die Mutter wurde ja nach wie vor auch noch vermisst.
Die Polizei fragt sich auch in der Flüchtlingsunterkunft durch, denn die Schwester der Toten hat dort ja nicht gelebt. Dort erfahren die Ermittler dann, dass Marina und auch Rita häufig Kontakt zu einem Paar gehabt haben sollen, was als Dollmetschen angefangen hat. Eine Hilfe für die beiden, wurde zu einer engeren Freundschaft zwischen ähm dem Paar aus Deutschland.
Und nun wurde das Paar aber auf einmal, seit die beiden verschwunden sind, nicht mehr an der Unterkunft gesehen. Auch der Vater des Kindes war immer noch im Gespräch, aber schnell stellte man fest, dass er nichts mit dem Verschwinden und dem Mord zu tun gehabt hat, denn es war nur eine Affäre von Rita gewesen.
Nur hatte die Polizei es nun auch nicht leicht, das gesuchte Paar zu finden, denn die Mitbewohner hatten ja keinen Namen oder eine Adresse von ihnen. Öffentlich wurde nun auch nach Marina und der kleinen Anna gesucht. Dann bekam die Soko einen sehr wichtigen Hinweis. Anonym. Eine Frau meldete sich bei der Polizei und sie sagte, sie kenne eine Familie, bei der eine Frau, die nicht schwanger gewesen ist, trotzdem ein Baby zu Hause hätte.
Angeblich sei es aus Tschechien adoptiert worden, aber diese Geschichte käme ihr komisch vor. Schnell teilt sie der Kripo noch den Namen der Frau mit und am März fährt dann die Polizei nach Sandhausen und klingelt bei Ina und Marco zu Hause. Ina soll sofort geäußert haben, dass das ihr Kind sei. Sie habe doch sogar eine Geburtsurkunde. Als ich herausstellte, dass es genau das Paar gewesen ist, was in der Unterkunft zu oft gesehen wurde, wurden beide vorläufig erstmal festgenommen und Anna kam in die Oppo des Jugendamts.
Durch einen DNA Abgleich wurde festgestellt, dass es sich bei dem Säugling um die Tochter der Toten Rita gehandelt hat. Ina und Marco stehen nun im dringenden Tatverdacht mit dem Mord an Rita zu tun zu haben. Nur wo ist dann Marina? Was ist mit der Oma und Mutter passiert? In der Untersuchungshaft streitet das Paar erstmal ab mit dem Mord, etwas zu tun gehabt zu haben.
Ihre Handydaten allerdings sprechen eine ganz andere Sprache. Sie verraten, dass sie in einer Nacht am Rheinufer waren, dort, wo man später den verkohlten Leichnah von Rita auffand, und ihre Handydaten haben auch verraten, dass sie noch am sogenannten Krummloch dem Anglerteich gewesen sind. Kurze Zeit später verraten die beiden dann auch durch den Druck der Ermittler, dass dort der Leichnam von Marina liegt.
Somit haben sie auch zugegeben, etwas mit dem Verschwinden von Marina zu tun zu haben. Der See ist sehr trüb und Taucher haben Mühe, sich dort durchzufinden. Erst einmal finden sie auch überhaupt nichts dort. Zwei Tage später dann nach umfangreicher Suche und durch aufsteigende Vollnisgase wird im Uferbereich die Leiche von Marina gefunden am 19. März 2024.
Die Schwester von Rita hat nun gleich zwei Menschen verloren. Ihre Mutter und auch ihre Schwester. Mit einem Anwalt in Deutschland in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden beantragt sie das Sorgerecht für die kleine Anna. Sie wird das dann auch bekommen und die Kleine mit in die Ukraine nehmen. Am 7.
Januar 2025 startet dann am Landgericht Mannheim der Prozess gegen Ina und Marco. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen zwei gemeinschaftliche heimtükische Morde vor und die Entziehung minderjähriger. Ein Doppelmord mit dem Ziel, sich einen verzweifelten Kinderwunsch zu erfüllen. Direkt zum Prozessauftakt gaben beide zu durch verlesene Erklärungen ihrer Anwälte, anders wie zu Beginn der Verhaftung.
Margarita und Marina ermordet zu haben. Außerdem sollen sie in ihren Statements Reue über das Geschehene geäußert haben. Marco gab außerdem zu, die Frauen jeweils mit einem Gummihammer erschlagen zu haben. Das Tatwerkzeug habe er dann von der Salierbrücke bei Speier in den Reihen geworfen.
Die Tat könne er sich selbst nicht erklären. Er finde sich abschreulich, sagte er. Zu seiner Erklärung noch. Wir wollten unbedingt eine gemeinsame Tochter haben. Das war der sehnlichste Wunsch meiner Frau. So Marco. Marco habe aber auch noch andere Probleme, so ein Gutachter vor Gericht. Dieser erklärte, dass Marco Ampitamine abhängig gewesen sein soll.
Er habe täglich Amvitamine sowie auch Kokain oder Tilidin konsumiert. Das Geld dafür habe er sich mit Drogendeelen verdient. Marco soll auch am Tattag Drogen konsumiert haben, aber das Beruhigungsmittel Tabor habe Marco nicht besorgt. Dies habe Ina sich verschreiben lassen können von ihrem Arzt aufgrund der Angststörung, die sie habe.
Ina sagte, sie habe einen großen Fehler gemacht. Wenn sie könnte, würde sie die Zeit zurückdrehen und sagte: “Meine Kinder haben jetzt auch keine Mutter mehr.” Auch berichtete Ina von ihrer Ehe. Er habe sie oft belogen und regelmäßig betrogen, habe andauernd Streit gesucht und sie sogar geschlagen und als sie sich trennen wollte, ihre Reifen zerstochen und viele Drogen genommen.
Er hingegen sagte dann, sie seien ein glückliches Paar gewesen, hätten wenige Kontakte gehabt und in all den Jahren sei ein einziges Mal mit einer Kollegin fremd gegangen. Der psychiatrische Gutachter im Prozess hat an den Versionen der Angeklagten so seine Zweifel gehabt. Marco bescheinigt er einen gewissen Narzissmus, Ina depressive Persönlichkeitsstruktur und dass sie einen Hang dazu habe, ihren Mann als Lügner und Fremdgeher zu entwerten.
Er stellte die Frage in den Raum, ob sie am Tatplan mitgewirkt hatte, die Schuld aber allein Marco zuschieben will. In beiden Gutachten schreibt er, dass weder bei Ina noch Marco eine psychische Störung vorliege. Beide sind also nicht aufgrund von schweren psychischen Erkrankungen schuldfähig. Das finde ich auch ganz wichtig in dem Fall zu wissen.
Auch gebe es keine intellektuellen Einschränkungen, kein Hinweis auf belastende Lebensumstände. Zwar Marco regelmäßig Drogen konsumiert, aber er wä nicht mehr als ein Gelegenheitskonsument. eine süchtige Bindung. So bezeichnete er das, lass es sich bei Marco nicht nachweisen. Marco betrachte sein Leben tendenziell durch einen Weichzeichner und übersehe gerne Schwierigkeiten.
Auch eine Freundin Ritas berichtete vor Gericht. Zwei Wochen nach der Geburt von Anna soll Rita ihr erzählt haben, daß etwas komisch vorgekommen sei. Ina und Marco soll sie und das Baby zu einem Ausflug nach Straßburg eingeladen haben. Auf dem Heimweg habe man einen Abstecher in ein Waldstück gemacht.
angeblich aufgrund eines Problems mit dem Auto. Ermittler glauben, dass die beiden bereits zu dem Zeitpunkt bereit für eine Tat gewesen wären. Nur war ja da noch Oma Marina und die war ja auch nicht dabei und das Ganze wäre dann wahrscheinlich sehr schnell aufgeflogen. Auch schrieb Marco, wie bekannt wird, dass Marina Ende Februar Geburtstag habe und dass sie den nicht mehr erleben werde.
Die Beweise sind einfach total erdrückend auch in dem Fall gewesen. Am 20. Februar 2024 wird Marco an einer Tankstelle gefilmt. Dort besorgte er sich schon weit im voraus einen gefüllten Benzinkanister. Am 22. Februar schrieb das Paar miteinander und Inaco, wie er das denn machen wolle. Damit ist die Tat gemeint und Marco schreibt: “Sie müssten dafür sorgen, dass Rita im Auto bleibt und Anna still, sodass Marina im Chat wird sie als die alte bezeichnet.
ein paar Meter mit uns läuft, dann erledigen und anzünden und für Rita müsse man sich noch was einfallen lassen. Der eigentliche Plan, so wird bekannt, war also erst Marina zu töten und diese anzuzünden, aber das wurde dann am Ende ja alles ein wenig anders umgesetzt. Am Stahlsaal, das Marina letztendlich ja umgelegt wurde, findet sich später dann ihre DNA daran und das Seil wird später auch in der Wohnung des Paares gefunden.
Am Schuh von Marco findet sich auch später Blut von Marina. Und sie finden an Marcos Schuh Erde, die sich auch am Leichenfundort von Rita vorfand. Die Lage im Prozess vor dem Landgericht Mannheim, so schreiben es manche Presseberichte, sei von Anfang an klar gewesen. Beide Angeklagte legten umfassende Geständnisse ab und die Ermittlungen der Polizei waren lückenlos.
Es hätte nicht einmal das Geständnis des Paares für eine Verurteilung gebraucht. Die Staatsanwältin sah drei Mordmerkmale als gegeben an. Sie forderte deshalb auch die besondere Schwere der Schuld festzustellen, und selbst die Anwälte des Paares forderten die lebenslange Freiheitsstrafe für ihre Mandanten, wissentlich, dass alles andere ohnehin nicht der Realität entsprechen würde, und auch die Nebenklage forderte lebenslange Freiheitsstrafen mit besonderer Schwere der Schuld, was bedeuten würde, dass eine Entlassung nach 15 Jahren bei lebenslanger
Freiheitsstrafe ausgeschlossen ist. vor allem das heimtükische und so brutale Verhalten des Paares erschütterte Prozessbeteiligte. Die Opfer waren ihnen so egal hingegen Anna die volle Liebe des Paares erhalten hat. Am 10. Februar 2025 dann das Urteil Ina und Marco wurden zu lebenslangehaft verurteilt mit besonderer Schwere der Schuld.
Das Urteil erhielten die beiden wegen des Doppelmords und Entziehung minderjähriger. Gegen das Urteil wurde von Marco Revision eingelegt. Diese wurde jedoch später vom Bundesgerichtshof abgewiesen. Die Schwester Margaritas ist schon lange wieder in der Ukraine. Sie wurde ja, wie ich eben schon erwähnte, trotzdem anweitlich vor Gericht in der Nebenklage vertreten.
Sie nahm aber nicht nur ihre Nichte mit in die Ukraine, die nun bei ihr aufwächst. sondern auch die Uhren ihrer Mutter und Schwester. Und in diesem Fall muss ich auch ganz ehrlich sagen, gab es ja eigentlich nur Verlierer. Anna, die jetzt ohne ihre Mutter und Oma aufwachsen muss und vielleicht irgendwann erfahren wird, wie grauenvoll diese sterben mussten und wie sie selbst entführt wurde und eben mit diesem Schicksal leben muss.
Deshalb habe ich auch den Namen des Mädchens verändert und die Kinder von Marco und Ina, teilweise waren die ja schon alt genug, um zu verstehen, was ihre Eltern da gemacht haben. Sie müssen nun auch ohne ihre Eltern weiterleben und der jüngste Sohn der beiden war ja doch noch relativ klein und ist auch noch relativ klein.
Also, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Sie haben einfach riskiert, dass ihre Kinder jetzt auch keine Eltern mehr haben und das wahrscheinlich auch bis ins Erwachsene Alter irgendwann mal verarbeiten müssen und ähm alles nur wegen dem Wunsch nach einem Mädchen. Ich finde das sowieso ein bisschen krank, weil was hätten die beiden denn gemacht, wenn Ina schwanger geworden wäre mit einem Jungen? Einen unerfüllten Kinderwunsch.
Das kann ich mir aus eigener Erfahrung auch gut vorstellen. Ich steckte selber mal in so einer Situation. Das ist wirklich sehr, sehr bedrückend und es ist auch ja etwas, was einen richtig fertig macht, wenn es nicht klappt. Aber wenn ich mit über 40 schon mehrere Kinder habe, wie kann ich dann für den Traum nach einem Mädchen jemand ermorden wollen? Lass ich das denn nicht irgendwann mal gut sein und sage, okay, es hat nicht geklappt, es sollte nicht sein.
Also der Meinung bin ich ehrlich gesagt. Und wie kann ich denn auch meine eigenen Kinder nicht einfach so lieben, wie sie sind und akzeptieren, dass es hier nicht weitergeht. Das kann ich einfach nicht verstehen. Eine Leimutterschaft wäre ja auch noch eine Möglichkeit gewesen, aber das wäre vielleicht auch unbezahlbar gewesen für die beiden.
Und ähm das wäre ja sonst ein Weg gewesen, einfach ins Ausland zu gehen für eine Leimutterschaft. Aber ja, das ist dann wohl nicht möglich gewesen. Ob dieses Ausspehen auch der Kliniken und dass man vielleicht auch eine andere Mutter beim Spaziergang vielleicht getötet hätte, das geht mir nicht in den Kopf rein. Das war ja schon so doll.
geplant, das in die Tat umzusetzen, egal wie. Das ist wirklich so krankhaft. Ich finde es aber gut, dass keine psychische Störung festgestellt wurde, denn sonst hätten die beiden wahrscheinlich eine sehr viel mildere Strafe für diesen Doppelmord erhalten. Ähm ja, dieser Fall, der lässt mich wirklich einfach nur sprachlos zurück.
Der ist für mich so unbegreiflich und echt schockierend. Ähm ja, ihr habt sicherlich auch von dem Fall gehört. Vielleicht haben manche ja auch noch gar nicht von dem Fall gehört und das ist jetzt vollkommen neu für euch. Dann schreibt mir doch gerne mal in die Kommentare, ob ihr den Fall gekannt habt oder ob er völlig neu für euch gewesen ist.
Und mich interessiert in diesem aufgeklärten Fall natürlich auch sehr eure Meinung dazu, was ihr dazu sagt. Ähm ob ihr genauso geschockt seid wie ich. Ich nehme es mal stark an, aber ähm ja, dieser Fall, ich musste euch den unbedingt mal vorstellen. Das wollte ich auch schon seit längerem machen, weil ich den so krass fand und ich glaube, dass dieser Fall in Deutschland nicht einzigartig ist wahrscheinlich, aber sehr selten in dieser Form so vorkommt.
Ja, da gab es wie gesagt nur Verlierer in dem Fall. Die Mörder sind Verlierer, die Angehörigen der getöteten sind Verlierer und die kleine Anna sowieso und natürlich auch die Kinder des Paares. Also wirklich einfach nur schrecklich und unbegreiflich. Ja, das war nun der aufgeklärte Fall des Doppelmordes an Marina und Margarita, den beiden Ukrainerinnen, die ähm ja hier dann ihr Baby verloren haben und dann leider auch noch ihre eigenen Leben.
Ihr Lieben, ich mache dann für heute Schluss. Schreibt mir gerne, wie gesagt, was in die Kommentare zu dem Fall oder ähm gerne auch einen Kommentar für den Algorithmus. Und ähm ich sage jetzt dann mal tschüss bis zum nächsten Mal. Ähm, genießt noch die schöne Vorweihnachtszeit und ja, bleibt sicher, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal, ihr Lieben. Wir hören uns. Eure Lia.
Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. He.

Blutiger Kinderwunsch: Der perfide Plan eines Ehepaars und der unfassbare Doppelmord an zwei ukrainischen Geflüchteten
Article:
Es gibt Kriminalfälle, deren reine Existenz unsere tiefsten Grundfesten des Vertrauens und der Menschlichkeit erschüttern. Taten, die so unfassbar, so kaltblütig und so fernab jeglicher moralischen Vorstellungskraft sind, dass man sie instinktiv in die Welt der grausamsten Hollywood-Thriller verbannen möchte. Doch das Grauen, von dem wir heute berichten, fand nicht auf einer Kinoleinwand statt. Es ereignete sich im Frühjahr 2024 mitten in Deutschland, im beschaulichen Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg. Es ist die Geschichte eines Ehepaars, dessen pathologischer und unerfüllter Kinderwunsch in einer beispiellosen, bestialischen Mordserie an zwei schutzsuchenden ukrainischen Frauen mündete. Ein Verbrechen, das nicht nur eine Familie zerstörte, sondern das ganze Land in tiefe Schockstarre versetzte.
Eine Patchwork-Familie und der bittere Traum von einer Tochter
Um die düstere Metamorphose von einem scheinbar normalen Ehepaar hin zu rücksichtslosen Mördern zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die Vorgeschichte von Ina und Marco werfen. Die beiden lernten sich im Jahr 2014 kennen. Ina, geboren in Kasachstan und im Alter von 15 Jahren nach Deutschland übergesiedelt, war eine fleißige Frau, die sich durch verschiedenste Jobs – von der Bürokauffrau über die Fußpflegerin bis hin zur Küchenhilfe – ihren Lebensunterhalt verdiente. Marco, aufgewachsen im nahegelegenen Wiesloch, war ein gelernter Metzger, ehemaliger Zeitsoldat und arbeitete später als LKW-Fahrer sowie als Koch.
Beide brachten bereits Kinder in diese neue Beziehung mit. Ina hatte zwei Söhne aus einer früheren Ehe, Marco eine Tochter, zu der er nach eigenen Angaben jedoch viel zu selten Kontakt pflegte. Im Jahr 2016 krönte die Geburt eines gemeinsamen Sohnes ihr Glück. In der festen Überzeugung, ihre Familienplanung sei nun endgültig abgeschlossen, entschied sich Ina kurz darauf für eine operative Sterilisation.
Doch als die beiden im Jahr 2019 heirateten und sich ein gemeinsames Leben in der Gemeinde Sandhausen aufbauten, begann in Ina ein neuer, verzehrender Wunsch zu keimen. Mit Anfang 40 spürte sie das drängende Bedürfnis, noch einmal Mutter zu werden. Da sie bereits drei Söhne großzog, manifestierte sich dieser Wunsch in einer ganz konkreten Vorstellung: Es musste unbedingt ein kleines Mädchen sein. Auch Marco war von der Idee, noch ein Töchterchen in der Familie aufzunehmen, absolut begeistert. Ina unterzog sich einem aufwendigen medizinischen Eingriff, um ihre Sterilisation rückgängig machen zu lassen. Die Operation glückte, und sie wurde tatsächlich auf natürlichem Wege schwanger. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit dem Paar: Ina erlitt mehrere tragische Fehlgeburten. Trotz intensiver ärztlicher Beratung und Besuchen in renommierten Kinderwunschkliniken blieb der Traum vom gemeinsamen Mädchen unerfüllt. Der Schmerz über diese Verluste hätte das Paar näher zusammenbringen oder zur Akzeptanz der Situation führen können. Stattdessen schlug ihr Verstand einen extrem dunklen, kriminellen Weg ein.
Die dunkle Metamorphose: Von der Trauer zum eiskalten Entführungsplan
Spätestens im Jahr 2023 überschritt das Paar eine unsichtbare moralische Grenze. Da der biologische Weg für sie verschlossen schien, begannen Ina und Marco, völlig abstruse und kriminelle Alternativen zu entwickeln. Sie fassten den wahnwitzigen und schockierenden Entschluss, schlichtweg ein fremdes Kind zu entführen.
Die Vorgehensweise, die sie dabei an den Tag legten, zeugt von einer erschreckenden Kaltblütigkeit. Das Paar fuhr systematisch verschiedene Geburtskliniken in Deutschland ab, um die Sicherheitsvorkehrungen auf den Babystationen auszuspähen. Sie prüften akribisch, wo Kameras installiert waren, wie viel Personal sich auf den Stationen bewegte und wie schnell Fluchtwege nach draußen zu erreichen waren. Sie weiteten ihre abscheuliche Recherche sogar auf Kliniken in der Schweiz und in Tschechien aus. Auf ihren Smartphones sammelten sie heimlich aufgenommene Fotos von arglosen Eltern mit Kinderwagen und durchsuchten Online-Babygalerien nach einem passenden Mädchen.
Zu diesem Zeitpunkt war das Paar bereits bereit, über Leichen zu gehen. In ihren perversen Gedankenspielen planten sie allen Ernstes, eine Mutter bei einem Spaziergang zu töten, um ihr den Kinderwagen mitsamt Säugling zu entreißen. Einem ahnungslosen Bekannten schrieb Marco in einer Textnachricht völlig unverblümt, wie erschreckend leicht es sei, in einer großen Universitätsklinik ein Baby zu stehlen. In ihrem sozialen Umfeld bauten sie derweil ein Lügengeflecht auf: Sie erzählten Freunden und Verwandten, dass Ina schwanger sei oder dass in Kürze eine unkomplizierte Auslandsadoption für lediglich 5.000 Euro anstehe.
Das perfekte Opfer: Eine schutzsuchende Familie aus der Ukraine
Da die riskanten Entführungspläne in den Kliniken jedoch immer wieder als zu gefährlich verworfen wurden, suchte das Paar nach einem leichteren Ziel. Sie erinnerten sich an Inas hervorragende Russischkenntnisse und erkannten in den zahlreichen Geflüchteten aus der Ukraine eine verletzliche Zielgruppe. In einer regionalen Telegram-Gruppe namens „Help Ukraine Heidelberg“ stieß Ina im Januar 2024 auf einen herzzerreißenden Hilferuf. Die 27-jährige Margarita, von allen liebevoll Rita genannt, suchte dringend Unterstützung. Sie war hochschwanger, befand sich zusammen mit ihrer 51-jährigen Mutter Marina in einer Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Wiesloch und benötigte dringend jemanden, der sie bei Arztbesuchen und Behördengängen übersetzen konnte.
Ina witterte ihre Chance. Sie nahm Kontakt zu der jungen Frau auf und erschlich sich mit gespielter Fürsorge, Wärme und unermüdlicher Hilfsbereitschaft schnell das absolute Vertrauen von Rita und ihrer Mutter. Für die beiden ukrainischen Frauen, die vor den Schrecken des Krieges geflohen waren und sich in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse orientieren mussten, wirkte Ina wie ein rettender Engel. Ina begleitete Rita nicht nur zu medizinischen Untersuchungen, sondern war sogar bei der Geburt der kleinen Anna (Name von der Redaktion geändert) am 2. Februar 2024 hautnah mit dabei. Was als scheinlose und aufopferungsvolle Nächstenliebe getarnt war, war in Wahrheit der Auftakt zu einem akribisch geplanten Todeskomplott.
Tödliches Kalkül: Die Vorbereitung für den perfekten Mord
Mit der Geburt der kleinen Anna wurde dem Täterpaar rasch ein logistisches Problem bewusst. Sie konnten das Baby nicht einfach entführen und untertauchen, da sowohl die Polizei als auch die Verwandten in der Unterkunft ihre Identität und ihre Adresse kannten. In ihren Köpfen reifte eine unfassbar grausame Erkenntnis: Um die kleine Anna dauerhaft und ohne Konsequenzen als ihr eigenes Kind ausgeben zu können, mussten sie nicht nur Rita, sondern auch die Großmutter Marina restlos beseitigen.
Die bürokratischen Hürden für ihr neues „Leben“ als Eltern räumten sie mit skrupelloser krimineller Energie aus dem Weg. Ina informierte sich beim Standesamt über die Voraussetzungen für eine Geburtsurkunde bei einer angeblichen Hausgeburt. Man erklärte ihr, sie benötige die U2-Untersuchung eines Kinderarztes sowie einen ärztlichen Geburtsnachweis. Um an das Baby zu gelangen, dachte sich das Paar eine perfide Lüge aus: Sie fragten Rita, ob sie sich die kleine Anna für wenige Stunden „ausleihen“ dürften, da sie mit einem Baby auf dem Arm bei der Bank angeblich bessere Chancen auf einen Kredit hätten. Die arglose Rita, die Ina blind vertraute, willigte ein. Ina ging mit dem fremden Säugling zu einer Kinderärztin, log von einer dramatischen Sturzgeburt zu Hause und erhielt tatsächlich das notwendige ärztliche Dokument. Den noch fehlenden Geburtsnachweis erschlich sie sich unter falschem Vorwand direkt bei Ritas Gynäkologin. Nun hatten sie die Papiere – es fehlte nur noch die Beseitigung der rechtmäßigen Familie.
Die Nacht des Grauens: Ein Geburtstagsessen endet im Blutbad
Der 6. März 2024, Marcos Geburtstag, sollte als Datum für die unfassbare Bluttat in die Kriminalgeschichte eingehen. Ina und Marco luden Rita, Mutter Marina und das Neugeborene großzügig zu einem Abendessen in einem asiatischen Restaurant im nahegelegenen Bruchsal ein. Nach dem harmonischen Essen bot das Paar einen gemeinsamen Verdauungsspaziergang an. Dabei reichten sie den beiden ukrainischen Frauen jeweils ein präpariertes Getränk. In den Saft hatten sie heimlich eine massive Dosis des verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittels Tavor gemischt, das Ina sich zuvor aufgrund einer angeblichen Angststörung von ihrem Arzt hatte verschreiben lassen.
Als die sedierende Wirkung des Medikaments zunächst auf sich warten ließ, fuhr Marco absichtlich weite Umwege mit dem Auto durch die dunkle Nacht. Schließlich klagte Oma Marina über starke Übelkeit, Schwindel und Herzprobleme. Ina und Marco spielten sofort wieder die besorgten Retter und schlugen vor, Marina unverzüglich in ein Krankenhaus zu fahren. Rita, die sich liebevoll um ihr Baby kümmern musste, brachten sie zunächst zurück in die Sicherheit der Flüchtlingsunterkunft.
Doch die Fahrt mit der wehrlosen, benebelten Marina führte nicht in eine Klinik. Gegen 22 Uhr abends lenkte Marco den Wagen in die einsame Dunkelheit an einen abgelegenen Anglersee namens „Krummes Loch“ nahe Bad Schönborn. Dort stieg er aus und erschlug die wehrlose 51-jährige Frau brutal mit einem mitgebrachten Gummihammer. Anschließend band er ihr ein schweres Stahlseil um den Körper und versenkte ihren leblosen Leichnam in den trüben Fluten des Sees. Ina behauptete später, sie habe während dieses grausamen Mordes lediglich stumm im Auto gesessen und gewartet.
Als wäre dieses abscheuliche Verbrechen nicht schon genug, fuhr das Täterpaar im Anschluss eiskalt zurück zur Unterkunft, um Rita abzuholen. Sie logen der besorgten Tochter vor, ihre Mutter habe einen schweren Herzinfarkt erlitten und müsse über Nacht auf der Intensivstation bleiben. Sie boten der jungen Mutter an, sie mitsamt dem Baby zu sich nach Hause zu holen, damit sie in dieser schweren Zeit nicht alleine in der Unterkunft sein müsse. Die übermüdete Rita willigte dankbar ein und stieg mit der kleinen Anna in das Auto ihrer Mörder. Marco steuerte den Wagen jedoch zum Rheinufer bei Hockenheim. Dort angekommen, wiederholte sich das bestialische Ritual: Marco erschlug die 27-jährige Mutter mit demselben Gummihammer, während das Neugeborene wenige Meter entfernt im Auto lag. Um Spuren zu vernichten, überschüttete er den Körper der jungen Mutter mit Benzin – das er bereits Wochen zuvor vorausschauend an einer Tankstelle gekauft hatte – und zündete ihn skrupellos an.
Die Entdeckung und das Ende einer mörderischen Illusion
Während Ina und Marco mit der geraubten Tochter nach Sandhausen zurückkehrten und in ihrem Umfeld stolz verkündeten, ihre Auslandsadoption sei erfolgreich gewesen, nahm das Verhängnis seinen Lauf. Bereits am Nachmittag des 7. März entdeckte ein Spaziergänger am Rheinufer bei Hockenheim den verkohlten Leichnam von Rita. Die Kriminalpolizei sicherte den Tatort und leitete umgehend eine große Mordkommission ein. Der Durchbruch gelang wenige Tage später, als sich Ritas in der Ukraine verbliebene Schwester voller Sorge bei den deutschen Behörden meldete. Durch den Abgleich von DNA-Material an Zahnbürsten aus der Unterkunft konnte die verbrannte Tote zweifelsfrei als die 27-jährige Margarita identifiziert werden.
Die verzweifelte Suche nach dem verschwundenen Baby und der Großmutter führte die Ermittler durch Zeugenaussagen und einen entscheidenden anonymen Hinweis schließlich direkt zu dem Haus in Sandhausen. Bei der Razzia beteuerte Ina noch weinend, das Baby sei ihr leibliches Kind und schwenkte die gefälschten Geburtsurkunden. Doch ein DNA-Test entlarvte die grausame Lüge unwiderruflich: Der Säugling war die kleine Anna. Die Auswertung von Handydaten und intensiver polizeilicher Druck brachten die Täter schließlich dazu, das Versteck der Großmutter preiszugeben. Polizeitaucher bargen Marinas Leichnam am 19. März aus dem Anglersee.
Der Prozess am Landgericht Mannheim: Abgründe ohne Reue
Im Januar 2025 begann der aufsehenerregende Prozess vor dem Landgericht Mannheim. Die Beweislast war erdrückend, die Chats der Täter, in denen sie die Morde mit unfassbarer Kälte planten, lagen den Richtern schwarz auf weiß vor. Marco versuchte, die Schuld durch Drogenkonsum und angebliche Affekthandlungen zu relativieren, während Ina versuchte, sich als unterdrücktes Opfer ihres Mannes darzustellen. Doch der psychiatrische Gutachter entlarvte beide Strategien: Er attestierte Marco zwar eine narzisstische Persönlichkeit und gelegentlichen Drogenkonsum, jedoch keine schuldvermindernde Sucht. Auch bei Ina konnte keine schwerwiegende psychische Störung festgestellt werden, die ihre Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt hätte. Beide handelten aus purem Egoismus, vollkommen zurechnungsfähig und mit beispielloser Kaltblütigkeit.
Am 10. Februar 2025 fiel das unumstößliche Urteil: Ina und Marco wurden wegen gemeinschaftlichen, heimtückischen Doppelmordes sowie der Entziehung Minderjähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, womit eine Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen ist. Ein folgerichtiges und hartes Urteil, das die Revision durch den Bundesgerichtshof ohne Beanstandung überstand.
Eine Tragödie ohne Gewinner
Dieser Fall hinterlässt ein Trümmerfeld aus gebrochenen Herzen und traumatisierten Seelen. In diesem Drama gibt es keine Gewinner, sondern nur Opfer. Die kleine Anna wird nun bei ihrer Tante in der Ukraine aufwachsen – fernab ihrer ermordeten Mutter und Großmutter, die auf der Suche nach Sicherheit in die Arme ihrer Schlächter liefen. Wenn Anna eines Tages alt genug ist, wird sie die ganze, grausame Wahrheit über ihre ersten Lebenswochen erfahren müssen. Doch auch die leiblichen Kinder von Ina und Marco müssen fortan mit dem Stigma leben, dass ihre Eltern aus egoistischem Wahn heraus zu brutalen Doppelmördern wurden. Ein unerfüllter Kinderwunsch mag eine tiefe psychische Belastung sein, doch dieser Fall zeigt auf erschreckende Weise, in welch abgrundtiefe Finsternis die menschliche Seele abdriften kann, wenn Gier, Egoismus und völlige Empathielosigkeit die Kontrolle übernehmen.