SIE WOLLTE DAS PERFEKTE LEBEN IM PARADIES … Doch dann … Der Fall Yvonne Baldelli T
SIE WOLLTE DAS PERFEKTE LEBEN IM PARADIES … Doch dann … Der Fall Yvonne Baldelli

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Im September 2011 stehen im Leben der 42 Jahre alten Yvon Baldelli große Veränderungen an.
Sie und ihr Freund Brian Brimiter, nämlich mit dem sie seit etwas mehr als zwei Jahren zusammen ist, haben sich dazu entschlossen, ihrer Heimat Kalifornien den Rücken zu kehren und in einem anderen Land noch einmal ganz von vorn anzufangen. Ein gewagter Schritt durchaus aber auch einer, den sich die beiden sehr gut überlegt haben.
Und am 26. September 2011 geht es dann los in Richtung Bokas del Toro, einer wunderschönen Inselregion an der Karibiküste Panamas und von dort aus weiter auf die kleine Insel Isla Carinero, die nur mit einem Boot zu erreichen ist. ein kleines Paradies, auf dem sich Yvon und Brian zusammen etwas aufbauen möchten.
Und zunächst scheint das auch alles relativ gut zu funktionieren, bis sich dann ganz plötzlich etwas verändert und die Dinge beginnen merkwürdig zu werden. Denn was zunächst wie ein Neuanfang im Paradies ausgesehen hat, entwickelt sich jetzt ganz bald zu einem unglaublichen Albtraum. Doch warum? Was genau ist auf dieser Insel passiert? Was vor allen Dingen geschah mit Yvon Baldi dort? Genau darüber und über vieles mehr im Zusammenhang mit diesem unglaublichen Fall sprechen wir in meinem heutigen Video, meine Lieben.
Und ich sage es gleich vorne weg. Es passieren hier wirklich teilweise Dinge, die man nicht fassen kann. Also, wir sprechen ja hier jede Woche oder fast jede Woche über wahre Verbrechen, über Fälle, wo man einfach oftmals daitzt und nicht glaubt, was man da liest. oder wo ich auch in der Recherche oftmals denke, also das kann einfach nicht wahr sein.
Doch ich muss sagen, bei diesem Fall habe ich mehr oder weniger ununterbrochen wirklich fassungslosesen und dachte mir, wie konnte das alles passieren? Warum ist das alles passiert? Aber trotz allem, meine Lieben, würde ich sagen, wir machen es so, wie wir es immer machen. Wir fangen jetzt erst einmal ganz am Anfang an.
Yvon Lee Faust kam am vierten März 1970 in Los Angeles zur Welt, wo sie zusammen mit ihren drei Geschwistern, ihren beiden Schwestern Lorrain und Michelle und ihrem Bruder James Junior im Haus ihrer Eltern Emma und James Faust Senior aufgewachsen ist. Und auch wenn über Yvons Kindheit und ihre Jugend nicht sehr viel bekannt ist, so weiß man doch, dass sie den größten Teil ihres Lebens in Südkalifornien, vor allem im Großraum von Los Angeles und Orange County und später dann auch in San Diego verbracht hat.
Yvon wurde von den Menschen, die sie gut kannten, als sehr kreativ beschrieben mit einem Sinn für Mode, Gestaltung und Design. Und die Leidenschaft genau dafür zeigte sich dann auch später an ihrer Berufswahl. Yvon arbeitete nämlich im Vertrieb für Proctor and Gamble, einem der größten Konsumgüterkonzerne der Welt, zu dem damals unter anderem auch Sebastian Hair and Cosmetics gehört hat.
eine Marke, die vor allen Dingen im Bereich Haarpflege, Styling und Friseurprodukte bekannt war und in ihrem Job dort als regionale Vertriebsmanagerin, indem vor allem ja auch Organisation, Auftreten, Kommunikation und Zuverlässigkeit eine große Rolle gespielt hat, war Yvon auch viel unterwegs. Sie besucht regelmäßig Friseur und Beauty Salons, pflegt dort gute Kontakte mit Kunden und hat auch dafür gesorgt, dass eben immer genug Ware vorhanden war, hat Wünsche aufgenommen, sich dann darum gekümmert, dass das alles klappt und ja, nach all
dem, was man so lesen konnte, war Yvon mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Souveränität und ihrem Gespür für Menschen für diese Art von Arbeit offenbar wie geschaffen. Doch nicht nur beruflich, auch privat macht sich Yvons Kreativität bemerkbar. Sie entwirft z.B. auch selbstkleidung näht leidenschaftlich gerne und beschäftigt sich eben auch nach der Arbeit viel mit Mode, Design und Styling.
Und Yvon galt als unheimlich warmherziger, positiver Mensch, der immer ein offenes Ohr für andere gehabt hat, sehr charismatisch, Energie geladen, mit einem tollen Sinn für Humor und sie ist auch eine große Hundeliebhaber. Ihre kleine Hündin Georgia May ist ihr ein und alles, ihr Baby, wie es später immer wieder hieß. Und ihre Cousine Jana sagte später einmal: “Anyone that ever met Ion loved her”.
Also jeder, der Yvon einmal getroffen hat, der mochte sie unheimlich gerne. Im Jahr 2009 ist Yvon Baldi 39 Jahre alt, geschieden und sie lebt inzwischen auch aufgrund ihrer Arbeit in San Diego. Ja, Ivon ist in den zurückliegenden Jahren verheiratet gewesen. Über diese Ehe jedoch über ihren Ex-Mann, darüber, wie lange sie mit ihm zusammen war und warum es letztendlich zur Trennung kam, darüber wurde öffentlich nichts bekannt.
Aber Yvon jedenfalls ist jetzt mit Ende 30 nach ihrer Scheidung erst einmal wieder Single. Doch was ihr Privatleben angeht, wird sich jetzt ganz bald etwas entscheidendes verändern. etwas, dass große Auswirkungen auf ihren Alltag, ihre Pläne und auch ihre Zukunft haben wird. Denn im Jahr 2009 lernt sie in der Hennesy Tavern, einer irischen Kneipe in Dana Point in Orange County, einen Mann namens Brian Brimiterkenn.
Der 34 Jahre alte US-Marine, der auf einem großen Stützpunkt 40 mal nördlich von San Diego stationiert war, hat Yvon offenbar direkt beeindruckt. Er ist charismatisch, körperlich fit, sportlich, diszipliniert, offen, sympathisch und er wirkte wohl sehr selbstsicher. Alles Dinge, die Yvon offenbar interessant fand, denn sie war, wie er später hieß, sehr schnell von Brian angetan und hatte sich hals überkopf in ihn verliebt.
Und andersherum schien es ganz genauso gewesen zu sein, denn nach dieser ersten Begegnung in der Kneipe hat es nicht lange gedauert und die beiden waren ein Paar und unzertrennlich. Doch auch wenn Yvon jetzt mit Brian an ihrer Seite offenbar ihr großes Glück gefunden hat. Ihre Schwester Michelle z.B.
Spiel sagte später, dass Brian für ihre Schwester ganz schnell zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden ist, dass Yvon sich nichts mehr gewünscht hat, als ständig mit ihm zusammen zu sein und sich mit ihm etwas aufzubauen. So gab es doch auch Menschen, vor allen Dingen aus Yvons Umfeld, die dieser neuen Beziehung nicht ganz unkritisch gegenübergestanden haben.
Und dabei ging es wohl erst einmal nicht direkt um Brian selbst oder darum, dass es irgendwelche Hinweise darauf gab, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Viel war es eben so, dass Yvon zu dieser Zeit noch nicht lange von ihrem Ex-Mann geschieden gewesen ist. Und nun, das war offenbar die Befürchtung, damit begann sich schon wieder mit allem, was sie hatte, in die nächste Beziehung zu stürzen.
Und dazu kam eben, dass Yvon von Natur aus ein äußerst loyaler Mensch gewesen sein soll, der in einer Partnerschaft immer sehr viel gab und investierte. [japst] Und nachdem sie mit Brian zusammenkam, hatte man in ihrem Umfeld anscheinend das Gefühl, dass sie genau das gemacht hat.
wieder alles gab, alles investierte und dass aber Brian auf der anderen Seite nicht mit der gleichen Hingabe an diese Beziehung heranging wie Yvon. Man gönnte Yvon ihr Glück natürlich von ganzem Herzen, aber als Familie oder auch als jemand, der ihr nahe gestanden hat, hat man sich anscheinend trotzdem ein bisschen Sorgen gemacht, weil man nicht wollte, dass sie verletzt wird.
Doch Yvon selbst schien diese Zweifel in Bezug auf ihre Beziehung mit Brian keineswegs geteilt zu haben. Ganz im Gegenteil, wie gesagt, sie war bis über beide Ohren verliebt in diesen Mann und trotzdem, dass ihr Zusammensein nicht immer frei von Schwierigkeiten gewesen ist, war Brian in Yvons Augen offenbar der Richtige.
jemand, mit dem sie sich wirklich eine Zukunft vorstellen konnte und die beiden bleiben in den jetzt kommenden zwei Jahren auch zusammen. Doch dann im Jahr 2011 passieren jetzt gleich zwei Dinge, die sowohl auf Yvons als auch auf Brians Leben großen Einfluss haben werden, denn beide verlieren jetzt mehr oder weniger gleichzeitig ihren Job.
Während Brian mehrährige Dienstzeit beim Militär nämlich ein Ende gefunden hat, wird Yvon bei Protokor und Gamble entlassen, weswegen man jetzt also gemeinsam vor der Frage steht, wie es weitergehen soll. Yvon ist inzwischen Anfang 40. Viele Jahre lang hatte sie imselben Job gearbeitet. Es gab also eine gewisse Struktur Sicherheit und auch Brian steht jetzt als nicht mehr aktiver Marine im Jahr 2011 an einem Wendepunkt.
Und genau aus dieser Situation heraus begann nun offenbar eine Idee zu wachsen und aus dieser Idee wurde dann bald ein konkreter Plan. Der Plan nämlich gemeinsam etwas Neues zu wagen, das Leben grundlegend zu verändern, woanders noch einmal ganz von vorn anzufangen. Ein neues Land, ein neuer Lifestyle, alles einfach hinter sich lassen.
Von liebte das Meer und laut ihrer Schwester Michelle gefiel ihr die Idee irgendwo am Wasser am Strand zu leben, weswegen sie und Brian jetzt auch damit begannen, sich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, wo ein Neuanfang überhaupt möglich wäre, welches Land in Frage kommen könnte, wie sind die Lebenshaltungskosten und wo hätte man auch die Möglichkeit, sich beruflich noch einmal ganz neu aufzustellen und dann im Herbst 2011 haben die beiden ihre Entscheidung getroffen. Die Wahl fiel auf Panama.
Das Land in Mittelamerika, das zwischen Costa Rica und Kolumbien liegt und sowohl an den Pazifik als auch an die Karibik grenzt, ist bekannt für seine tropischen Strände, den dichten Regenwald und seine beeindruckende Natur. Doch Yvon und Brian zieht es nicht in die Hauptstadt oder ins Landes Innere, sondern in den Nordwesten an die Karibiküste nach Bokas del Toro.
Eine Provinz mit mehreren kleinen Inseln, schönen Stränden, Mangrophen, vielen einfachen Hotels und Bars und einer ausgeprägten internationalen Gemeinschaft, unter denen sich auch viele Auswanderer befinden. Am 26. September 2011 verlassen Yvon und Brian, nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und sie die wichtigsten organisatorischen und bürokratischen Angelegenheiten hinter sich gebracht haben, die USA.
Doch sie reisen nicht alleine. Ivons Hündin Georgia May ist selbstverständlich mit dabei. Genauso wie ihre beiden hochwertigen Nähmaschinen, die Yvon ebenfalls mit in ihr neues Leben nimmt. Und dafür gab es auch einen guten Grund, denn während Brian in Panama seiner Musik nachgehen will, in Clubs und Bars auftreten und damit sein Geld verdienen möchte, hat Yvon geplant, Strandkleider und Bademode zu entwerfen.
wieder selbst zu nähen und später dann vielleicht sogar ein kleines Geschäft am Strand zu eröffnen, um ihre selbstdesigten Kleider an Touristen zu verkaufen. Und nachdem die beiden jetzt also mit ihrem Gepäck und mit Hund in Panama gelandet sind, führt sie ihr Weg nach Bokas Del Toro. Genauer gesagt nach Bastown, dem Hauptort der Inselregion auf Isla und von dort aus weiter mit einem Wassertaxi nach Isla Carinero, einer kleinen dicht bewachsenen Insel im karibischen Meer.
nur wenige hundert Meter von Bockstown entfernt, auf der es keine Straßen gibt und die man nur mit einem Boot erreicht. Und dort lassen sich Yvon und Brian jetzt erst einmal an der Casa del Sapoida, einer einfachen Unterkunft in Strandnähe mit insgesamt fünf Wohneinheiten, wo die beiden wie geplant auch eines der Apartments beziehen.
Nur wenige hundert Menschen leben auf dieser Insel und umgeben von dichter Vegetation, einfachen Häusern, schmalen Wegen, Strand und Meer gehören eben jetzt ab September 2011 auch Yvon Baldelli und Brian Brimitcher mit dazu. Und ja, alles scheint sich zunächst einmal gut zu entwickeln, denn Yvon und Brian leben sich offenbar sehr schnell und sehr gut ein.
Sie lernen nach und nach immer mehr Menschen auf der Insel kennen und können sich auch gut verständigen, weil viele davon Englisch sprechen. Sie schließen auch Freundschaft mit dem Manager ihrer Unterkunft und finden auch Anschluss an die internationale Gemeinschaft vor Ort. Yvon schreibt fleißig E-Mails an ihre Familie zu Hause in den USA, die aufgrund dessen, was sie berichtet und beschreibt und auch aufgrund der vielen Fotos, die Yvon in ihren E-Mails mitschickt, den Eindruck hatten, dass Sie und Brian gut zurechtkmen und sehr
glücklich sind. Und tatsächlich schien dieser Alltag auf Isla Carinero zunächst auch genau das zu sein, was sich die beiden erträumt und vorgestellt haben. Denn im Gegensatz zu Yvons stressigen Job als Vertriebsmanagerin und Brians jahrelang im Dienst beim Militär ist das Leben auf dieser Insel jetzt eben etwas komplett anderes.
Es ist einfacher, überschaubarer, entspannter. Man bewegt sich zu Fuß oder mit dem Boot vor, trifft sich in Bars und kleine Restaurants mit anderen. Man kennt nach kurzer Zeit schon viele Gesichter und lebt eben direkt nah am Wasser. Und Brian beginnt jetzt schon bald damit, wie geplant auf der Insel Musik zu machen.
Er tritt in Lokalen und Kneipen auf, unter anderem auch im Cosmic Rap, einer Bar bzw. einem Ressort, wo er einige Abende pro Woche Gitarre spielt, wobei man sagen muss, dass das jetzt kein fester Job im klassischen Sinne war. Viel mehr ging es nur um kleinere Auftritte, für die er als Gegenleistung eher Trinkgeld oder freies Essen und Getränke bekommen hat, aber ja, man konnte sich anscheinend trotzdem irgendwie über Wasser halten und es passte halt auch zu diesem neuen Leben, diesem neuen Lifestyle, den die beiden anscheinend ja auch angestrebt haben.
Und vor allen Dingen Yvon schien ihr neues Leben, ihr Alltag und die Tatsache, dass sie so nah am Wasser gelebt hat, wirklich zu genießen. Sie traf sich oft mit anderen, sang abends karaoke, trank und tanzte gern und berichtete per E-Mail eigentlich nur positives nach Hause zu ihrer Familie in die USA. In einer der ersten E-Mails, die sie ihrer Schwester Michelle geschrieben hat, schrieb Yvon: “Hi, sis, Brian already working at local restaurants and bars. We love it.
We wake up and go running, then swim in the ocean. Morning. Also zu Deutsch. Hi Sis. Brian arbeitet schon in lokalen Restaurants und Bars. Wir lieben es hier. Wir stehen morgens auf, gehen, laufen und schwimmen und danach ins Meer. Doch so paradiesch alles jetzt erst einmal klingen mag, so muss man doch festhalten, dass sich bereits wenige Wochen, nachdem Yvon und Brian in Panama angekommen sind, die Dinge verändert haben.
Denn rund um Thanksgiving, also Ende November 2011, fällt Yvons Familie auf, dass ihre E-Mails plötzlich weniger werden. Und auch wenn das ja jetzt erst einmal kein Grund zur Beunruhigung ist, wenn man bedenkt, dass Yvon und Brian ja erst seit 8 Wochen in Panama sind, sich noch immer in einem völlig neuen Alltag zurechtfinden müssen und gerade erst dabei sind, ihre alten Strukturen irgendwie hinter sich zu lassen, so war dieser plötzlich abnehmende Kontakt für ihre Familie zu Hause in den USA doch schwer einzuordnen. Vor allen Dingen als
dann aus diesem abnehmenden Kontakt plötzlich überhaupt kein Kontakt mehr wird. Zwei volle Wochen lang nämlich hört Yvons Familie nichts von ihr. Bis dann am 14. Dezember 2011 bei Yvons Schwester Michelle eine Nachricht auf ihrem Handy eingeht und zu ihrer großen Überraschung stammt diese Nachricht von Brian.
der schreibt, ob er seinen Truck bei Michelle abholen kann. An dieser Stelle ist wichtig zu wissen, dass Brian Brimiter, bevor er zwei Monate zuvor mit Yvon nach Panama aufgebrochen ist, sein Auto, seinen Truck bei Yvons Schwester Michelle untergestellt hat. Doch wie man sich vorstellen kann, ist diese jetzt vollkommen verwirrt.
Der Kontakt zu ihrer Schwester ist ja bereits zuvor weniger geworden und seit zwei Wochen hat sie kein Wort mehr von ihr gehört und jetzt auf einmal schreibt Brian ihr eine Nachricht, ob er sein Auto abholen kann. Offensichtlich ist er wieder zurück in den USA. Doch wo ist Yvon und was ist eigentlich passiert? Um auf diese Fragen Antworten zu bekommen, beschließt Michelle jetzt also Brian anzurufen und dieser geht auch ran.

Und als sie fragt, was eigentlich los ist und wo Yvon ist, erzählt Brian ihr, dass die beiden nicht mehr zusammen sind, dass es einen Streit in Panama gegeben hat, weil Yvon erfuhr, dass er Brian zu Hause in Kalifornien ein Kind mit einer anderen Frau hat und daraufhin gab es eben Streit. Man hat sich getrennt und Yvon ist dann verschwunden, weswegen er dann auch wieder nach Kalifornien zurückgekehrt ist.
Und wie man sich vorstellen kann, hat all das Ivons Schwester Michelle jetzt am Telefon vollkommen aus der Bahn geworfen. Brian behauptet also, er Ivon hätten sich getrennt. Es gab Streit. Er hat offenbar die Tatsache, dass er ein Kind mit einer anderen hat vor ihr geheim gehalten und ist jetzt wieder von Panama zurück in den USA.
Doch wo ist Yvon? Wie gesagt, Brian hatte in diesem Telefonat gesagt, dass Yvon nach dem Streit und nachdem sie sich getrennt haben, einfach verschwunden ist. Doch Michelle konnte das absolut nicht glauben, weswegen sie also jetzt direkt versucht hat, ihre Schwester zu erreichen, was ihr nicht gelungen ist.
Und deswegen hat sie sich direkt noch mal an ihren Laptop gesetzt und ihre letzten E-Mails gecheckt. Und dabei hat sie gesehen, dass Ivon ihr tatsächlich eine E-Mail geschrieben hat. Zumindest kam diese Mail von Ivons Account und in dieser E-Mail stand, dass sich die beiden tatsächlich getrennt haben. Ivon schrieb, dass Brian ein Lügner und ein Betrüger ist, dass sie ihm niemals hätte trauen dürfen und dass sie jetzt mit einem anderen Mann, den sie in Panama kennengelernt hat, auf dem Weg nach Costa Rica sei.
Doch auch wenn das ja jetzt erst einmal für Erleichterung hätte sorgen können, denn wenigstens hat sich Yvon gemeldet, so passt es so ein Verhalten allgemein und auch das, was in dieser E-Mail stand, absolut nicht zu ihr und es machte auch überhaupt keinen Sinn. Ivon hatte Brian sehr geliebt. Innerhalb der Familie wurde sogar über eine baldige Hochzeit spekuliert.
Die beiden haben gemeinsam den großen Schritt gemacht, auszuwandern vor nicht einmal zwei Monaten. Und jetzt wenige Wochen später soll das alles vorbei sein. Und Yvon meldet sich nicht einmal persönlich bei ihrer Schwester, um mir davon zu erzählen, sondern schreibt stattdessen, nachdem sie zwei Wochen nichts hat von sich hören lassen, eine E-Mail, dass sie mit einem anderen Mann auf dem Weg nach Costa Rica ist.
Nein, irgendetwas scheint hier ganz und gar nicht zu stimmen. Und während Brian Brimager noch am selben Tag bei Michells Haus auftaucht, um sein Auto abzuholen und dabei wohl sehr ruhig und kurz angebunden war, meldet sich Yvon jetzt wieder nicht mehr. Und auch wenn sie kurze Zeit später dann noch einmal eine E-Mail an ihre Schwester Michelle geschrieben hat, in der stand, dass sie alle vermisst, dass sie Heimweh hat und plant in der 2.
Januarwoche zu einem Familientreffen wieder nach Hause in die USA zu kommen. So muss man sagen, dass genau das nicht geschehen ist. Ivon kommt im Januar nicht nach Hause und auf die Versuche ihrer Familie sie zu erreichen und sie zu kontaktieren gab es keine Reaktion von Yvon. Doch während Yvon Baldi offensichtlich spurlos verschwunden ist und ihre Familie sich deswegen unheimliche Sorgen macht, was macht in all der Zeit eigentlich der Mann, der noch wenige Wochen zuvor mit ihr in Panama ein neues Leben beginnen wollte? Ich kann es euch sagen, er hat
geheiratet bereits am 31. Dezember 2011, also nur 19 Tage nach seiner Rückkehr in die USA, steht Brian Brimiter, nämlich mit einer Frau namens Christan WKhofen in Kalifornien vor dem Traual. Und die 32 Jahre alte Christan ist keine Frau, die er eben erst getroffen hat. Die beiden hatten sich bereits im Jahr 2004 in einer Karaoke Bar in Washington DC kennengelernt.
Und nicht nur das, die gemeinsame Tochter von Christan und Brian kam im Jahr 2010 zur Welt, also zu einer Zeit, in der er schon längst eine Beziehung mit Yvon Baldi hatte, was bedeutet, dass er ganz offensichtlich zumindest eine Zeit lang ein Doppelleben geführt hat. Einerseits das mit Christen als Vater eines kleinen Kindes und andererseits das an Yvons Seite, mit der er das Abenteuer auswandern in die Tat umsetzen wollte.
Und ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, was in Yvons Familie los gewesen sein muss, als sie das alles mit der Zeit erfahren haben. Nicht nur, dass Brian offenbar ein Doppelleben geführt hat, während er mit Yvon zusammen war, sondern dass er die andere Frau in seinem Leben Christin darüber hinaus noch kurz nach seiner Rückkehr aus Panama geheiratet hat, während von Yvon nach wie vor jede Spur fehlt und niemand dazu in der Lage ist, sie zu erreichen.
Und ich frage mich bei sowas tatsächlich immer wieder aufs Neue. Was geht da so vor im Oberstübchen dieser Leute? Also glauben die ernsthaft, dass sowas nicht irgendwie rauskommt? Yvon Baldi ist verschwunden. Früher oder später, das ist doch vollkommen logisch und vollkommen klar, wird irgendjemand mit Brian genau darüber sprechen wollen, weil er ja mutmaßlich der letzte war, der in Panama mit ihr zusammen gewesen ist, bevor sie einfach verschwand.
Was hat er sich denn gedacht? dass ihre Familie das schon irgendwie einfach glauben wird, dass Yvon ohne sich persönlich bei irgendjemandem noch mal zu melden, mit irgendeinem Kerl nach Costa Rica abgedampft ist und sich jetzt einfach nicht mehr meldet und nichts mehr von sich hören lässt, weil [seufzt] ist halt so.
Und was auch das habe ich mich gefragt, wird Christin sich gedacht haben, nachdem sie diesen Mann jetzt geheiratet hat? Denn es ist ja ganz klar, dass auch sie früher oder später erfahren wird, falls sie es zu diesem Zeitpunkt nicht schon wusste, dass der Vater ihrer Tochter die letzten zwei Monate auf einer Karibikinsel mit einer anderen Frau zusammen war.
Aber ja, das alles scheint jetzt Brian entweder nicht wirklich mit einkalkuliert zu haben oder es war ihm einfach vollkommen egal. Ich weiß es nicht, aber es ist halt jedes Mal für mich wieder erstaunlich und erschreckend zugleich. was bei manchen Menschen offenbar so vor sich geht oder eben nicht vor sich geht im Kopf, wenn sie sowas machen.
Aus der Sorge um Yvon jedenfalls wird jetzt endgültig ein vermissten Fall, denn als sie Mitte Januar 2012 nicht wie in ihrer letzten E-Mail angekündigt zu einem Familientreffen nach Kalifornien zurückkommt, meldet man sie offiziell bei der Polizei als vermisst. Doch zuvor hatte Yvons Schwester Michelle noch etwas anderes, etwas äußerst beunruhigendes herausfinden können.
Mit Hilfe ihres Cousins, nämlich, der sich wesentlich besser als sie mit Computern und Technik auskannte, war Michelle in der Lage dazu herauszufinden, von wo aus die letzten beiden E-Mails, die Yvon an Sie geschickt hat, eigentlich versendet worden sind. Und wie sich nun herausstellte, kamen diese E-Mails nicht etwa aus Costa Rica, wo sich Yvon ja angeblich mit einem anderen Mann aufgehalten hat, sondern sie kamen direkt aus Kalifornien.
Die digitalen Spuren zeigten ganz klar, dass diese beiden E-Mails nicht aus dem Ausland versendet worden sind. Viel mehr wurden sie aus der Gegend um Dana Point verschickt. Also genau aus der Gegend, in der sich Brian Brimitcher nach seiner Rückkehr aus Panama zusammen mit seiner neuen Frau Christin niedergelassen hat und die IP-Adresse war offenbar auch die von Brian.
Und genau das alles legt Michelle jetzt neben der Tatsache, dass sie Yvon als vermisst meldet der Polizei vor und sie wendet sich parallel dazu auch ans FBI, wo der Fall von Special Agent Andrew Masters übernommen wird und es dauert auch nicht mehr lange. Da kommen weitere beunruhigende Nachrichten für Evons Familie.
Über das Außenministerium nämlich bringt man jetzt in Erfahrung, dass es keinen einzigen Hinweis darauf gibt, dass Yvon Balelli Panama überhaupt jemals verlassen hat. Kein registrierter Grenzübertritt, kein Passtempel, keine Kontrolle, keine Registrierung in einem anderen Land, nichts. Darüber hinaus wird nun auch offiziell geprüft, wann und von wem Ivon eigentlich zuletzt auf Isla Carinero gesehen worden ist und ob es dort irgendeinen Hinweis darauf gibt, dass sie die Insel möglicherweise doch irgendwie freiwillig verlassen hat.
In Panama werden dazu jetzt auch Zeugen befragt, unter anderem die Menschen aus Yvons direkten Umfeld auf der Insel, Mitarbeiter und Bewohner der Unterkunft, in der sie zusammen mit Brian gewohnt hat. Man geht auch in zahlreiche Bars und Lokale, in denen die beiden Zeit verbracht haben und wo sie unterwegs gewesen sind.
Und dabei stellt sich heraus, dass es in den wenigen Wochen, in denen die beiden auf der Insel gelebt haben, offenbar nicht nur immer wieder zu heftigen Streitereien und Auseinandersetzungen gekommen ist, denn Zeugen berichteten darüber hinaus auch, dass Yvon vor ihrem Verschwinden ein Pfeilchen, ein blaues Auge hatte und dass man auch Häatome, Blutergsse an ihren Armen gesehen hat, was dafür sprechen könnte, dass sie misshandelt worden ist.
Gleichzeitig setzt das FBI neben den Ermittlungen und Befragungen vor Taucher ein, um die Gewässer rund um Isla Carinero nach möglichen Spuren abzusuchen. Hunde werden in der ehemaligen Unterkunft von Brian und Yvon eingesetzt und auch ihre Familie reist jetzt an, um vorort mit eigenen Nachforschungen zu beginnen. Unterstützung bekommen sie dabei unter anderem von einem Mann namens Don Winner, einem in Panama lebenden ehemaligen US Intelligence Officer, der dabei hilft, die Suche vor Ort zu organisieren und Kontakte herzustellen.
Und auch die panarische Polizei wird jetzt immer mehr in die Suche mit eingebunden und Yvons Vater James Faust tritt sogar selbst vor die Presse. Eine Belohnung für Hinweise wird ausgelobt und um die Öffentlichkeit besser zu sensibilisieren und mehr Aufmerksamkeit zu schaffen, richtet man darüber hinaus die Facebookseite Feind Yvon bei Delli ein.
Dort teilen Angehörige Freunde und Unterstützer Informationen und Fotos von Ivon, aber auch Bilder ihrer kleinen Hündin Georgia May, die genau wie Yvon selbst spurlos verschwunden ist. Und während genau das jetzt alles passiert, rückt Brian Brimger immer mehr in den Fokus. Die panischen Behörden führen ihn ab Frühjahr 2012 auch offiziell als Person of Interest, also als eine Person, die in diesem Fall für die Ermittlungen von besonderem Interesse ist.
Und auch für das FBI ist klar, dass Brians Version der Ereignisse, Yvon sei nach der Trennung plötzlich mir nichts, dir nichts verschwunden, immer weniger Sinn ergibt. Nichts deutete darauf hin, dass sie Panama überhaupt jemals verlassen hat. Die E-Mails, die nach ihrem Verschwinden geschrieben wurden, sind über Brians IP-Adresse und noch dazu aus Kalifornien verschickt worden und alles spricht dafür, dass er derjenige war, der sie zuletzt lebend gesehen hat.
Doch wenn Brian Yvon etwas angetan hat, wo ist sie dann? da der Fall unter anderem auch aufgrund des Engagements von Ivons Familie inzwischen auch international immer mehr Aufmerksamkeit bekommt und vor allen Dingen rund um Bocastel Tor unheimlich präsent ist, schließen sich jetzt immer mehr Menschen der Suche nach Ivon an.
Doch man muss sagen, dass zu diesem Zeitpunkt vor allen Dingen auf Seiten der Ermittler Hoffnung Yvon Leben zu finden nicht allzu groß gewesen ist. Man ging viel mehr davon aus, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Doch die Suche nach möglichen Überresten gestaltet sich alles andere als einfach, denn abseits der bewohnten Bereiche besteht die Insel aus dichter tropischer Vegetation, aus sumpfigem Gelände, schwer zugänglichen Abschnitten und Bereichen, die sich nur langsam und mühsam überhaupt absuchen lassen.
Dazu kommt Hitze, Feuchtigkeit und die unmittelbare Nähe zur Küste. Bedingungen, also unter denen mögliche Spuren, die es gegeben haben könnte, schnell verschwinden oder auch, wenn man sie findet, schwer zu sichern sind. Doch trotzdem werden genau diese Bereiche jetzt Stück für Stück abgesucht, sowohl an Land als auch im Wasser um die Insel herum.
Doch währenddessen kommt es jetzt der Wald zu Hause in Kalifornien zu einem ersten großen Durchbruch innerhalb der Ermittlungen, als am 21. März 2012 das FBI unangekündigt am Haus von Brian Brimcher auftaucht, um ihn zum Verschwinden von Yvon zu befragen. Doch auch wenn Brian erst einmal weiterhin bei seiner ursprünglichen Geschichte bleibt, dass es einen Streit gab, dass die beiden sich getrennt haben und dass Yvon dann auf nimmer Wiedersehen irgendwohin verschwunden ist.
So fand das FBI in Brians Haus einen weißen Sony Vario Laptop. der nachweislich Yvon gehört hat, den sie auch in Panama mit dabei hatte und über den ihre letzten beiden E-Mails verschickt worden sind. Jedoch war Brian derjenige, der diese Mails verschickt hat. Nachdem er Evvons Laptop mit sich zurück nach Kalifornien genommen hat, hat er diese E-Mails geschrieben, um eine falsche Spur zu legen, um es für ihre Familie danach aussehen zu lassen, als gehe es Yvon gut, als wäre sie in Costa Rica mit einem anderen Mann und würde planen, im Januar wieder zu einem Familientreffen
zurück nach Hause zu kommen. Und auch hier, und das ist natürlich nur mein ganz persönlicher Eindruck und meine persönliche Meinung, aber es zeigt sich daran auch wieder die offensichtlich überschaubare Intelligenz von Brian Brimitcher. Ich meine, er hat halt wirklich alles dafür getan, dass das FBI und die Polizei ihm auf die Schläche gekommen ist.
Nicht nur nimmt ervons Laptop mit sich aus Panama zurück in die USA. Er schreibt dann auch noch von zu Hause aus all diese E-Mails an ihre Familie. und bewahrt den Laptop auch noch unter seinem Dach auf. Auf der anderen Seite kann man natürlich froh sein, dass er so unendlich arrogant, überheblich und unvorsichtig gewesen ist, denn genau diese Nachlässigkeit hat die Ermittlungen ja am Ende ein gutes Stück vorangebracht, denn man muss schon festhalten, hätte er Yvons Laptop verschwinden lassen, nachdem er diese E-Mails geschrieben hat, oder er hätte
diese E-Mails direkt von einem anderen Ort verschickt, z.B. Als er noch in Panama war, wäre dieser digitale Zusammenhang vermutlich um einiges schwerer nachweisbar gewesen, wenn überhaupt. Aber auch in Panama selbst ist man jetzt mit den Ermittlungen zeitgleich ein gutes Stück weiter gekommen, nachdem man in dem kleinen Apartment, in dem Brian und Yvon gelebt haben, Luminol eingesetzt hat, denn dabei wurden Blutspuren sichtbar.
Man hat dieses Blut anscheinend im Schlafzimmer und wohl auch im Badezimmer gefunden. Was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass diese Unterkunft sehr wahrscheinlich Schauplatz eines Gewaltverbrechens gewesen ist und dass danach jemand versucht hat, die Spuren dieses Verbrechens zu beseitigen, indem er das Blut sauber wegwischte.
Denn mit dem bloßen Auge war es wohl nicht mehr zu erkennen. Aber Luminol hat das Ganze sichtbar gemacht. Und das war auch noch nicht alles. Darüber hinaus konnte man ebenfalls in Panama nachvollziehen, dass Brian nach dem Verschwinden von Yvon von ihrem Konto Geld abgehoben hat, dass er persönliche Gegenstände von ihr, darunter Schmuck und Kleidung hat verschwinden lassen, indem er das unter anderem auch verschenkt hat und dass er ebenfalls kurz nach ihrem Verschwinden Google befragt hat, wie man denn am besten Blut aus einer Badematte entfernt
Und und das ist jetzt wirklich kaum noch zu fassen, aber nach der Auswertung seiner Mobilfunkdaten und Internetaktivitäten stellt sich für das FBI jetzt auch heraus, dass Brian nach seiner Rückkehr nach Kalifornien über Facebook eine Machete verkaufen wollte. Dazu hat er nicht nur ein Bild von dieser Machete gepostet, sondern diese auch mit einem verstörenden und makaberen Spruch beworben, indem er schrieb: “I only dismembered one stripper with it. It’s hardly used.
” Also zu Deutsch, ich habe damit nur eine Stripperin zerstückelt. Die Machete ist kaum benutzt. Die Ermittler waren dann auch dazu in der Lage, diese Machete ausfindig zu machen und nachdem man sie in einem FBI Labor einer genauen forensischen Untersuchung unterzogen hat, ließen sich am Griff dieser Machete Blutspuren ausmachen, die mit der DNA von Yvon Baldelli übereingestimmt haben.
Auf Seiten des FBI und der Polizei ging man nach all dem, was man bisher zusammengetragen hat, nun fest davon aus, dass Brian Yvon in der gemeinsamen Unterkunft in Panama getötet, sie anschließend mit dieser Machete zerstückelt und ihren Körper dann in einem abgelegenen Dschungelgebiet auf Isla Carinero hat verschwinden lassen. Am 26.
Juni 2013 erhebt eine Grand Jury in San Diego dann Anklage gegen Brian Carl Brimer, der einen weiteren Tag später in seinem Haus in Wista festgenommen und zunächst wegen Behinderung der Justiz, Falschaussagen gegenüber Strafverfolgungsbehörden und Fälschung bzw. Manipulation von Unterlagen im Zusammenhang mit einer Mordermittlung angeklagt wird.
Da sowohl das Risiko einer Flucht als auch Gefahr für die Allgemeinheit besteht, ordnet das Gericht darüber hinaus eine Untersuchungshaft für Brian ab Juni 2013 an, während die Suche nach Yvon derweil intensiv weitergeht. Und jetzt dauert es auch nicht lange, da wird man sie finden. Am 20. August 2013 macht ein Mann in der Provinz Bocastel Toro eine grausame Entdeckung.
In einem abgelegenen Bereich der Insel am sogenannten Brownp findet er eine große braune Tasche mit menschlichen Überresten, darunter ein Schädel, mehrere Knochen und die Kleidung einer Frau. Doch trotz der Tatsache, dass man nur noch skelettierte Überreste in dieser Tasche finden konnte, war man mit Hilfe einer DNA-Analyse in der Lage dazu, sie zu identifizieren.
Und Ende August 2013 stand dann auch fest, dass es sich um die sterblichen Überreste von Yvon Baldi gehandelt hat. Eine genaue Todesursache konnte aufgrund des Zustands jedoch nicht mehr vollständig festgestellt werden. Jedoch passte der Fund eben zu dem, was die Ermittler ohnehin schon vermutet hatten. Yvon hat Panama niemals Lebend verlassen. Brian hat sie umgebracht.
was er jetzt nach dem Fund ihrer Überreste und nachdem man ihn mit allen Indizien und Beweisen konfrontiert hat, auch gesteht. Er wird zugeben, Yvon mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihren Körper anschließend mit einer Machete zerlegt zu haben, bevor er ihre Leiche eben dann in diesem abgelegenen Dschungelgebiet entsorgt hat.
Ein Motiv für seine Tat, eine Erklärung oder Garue, ergab sich aus Brians Geständnis jedoch offenbar nicht. Aufgrund dessen, was man bis dahin allerdings schon wusste, kann man durchaus spekulieren, dass Yvon während ihrer gemeinsamen Zeit mit Brian in Panama irgendwann herausgefunden hat, dass er ein Kind in Kalifornien mit einer anderen Frau hat und auch, dass dieses Kind eben geboren worden ist zu einer Zeit, in der sie schon sehr lange mit Brian zusammen gewesen ist, dass sie eben hinter sein Doppelleben kam und Zeugen berichteten ja darüber hinaus
auch von zahlreichen Streitereien und Auseinandersetzungen und auch von Spuren an Yvons Körper, die vor ihrem Verschwinden bereits schon auf Misshandlungen hingedeutet haben. Am 17. April 2015, also nachdem man Yvons Überreste fand, erhebt eine Federal Grand Jury jetzt auch Anklage wegen Mor des ersten Grades.
Doch nachdem Brian dann einen Pleal angenommen hat und ein Geständnis abgelegt hat, wurde er am Ende nicht wegen Mord des Ist, sondern wegen Mord des Z Grades verurteilt und am 18. November 2016 zu 26 Jahren Gefängnis ohne die Chance auf Bewährung verurteilt. Ich habe bei meiner Recherche zu diesem Fall gelesen, dass Yvons jüngerer Bruder James Junior einige Jahre bevor sie ermordet wurde an Leukemämie verstorben ist, was bedeutet, dass Yvons Eltern jetzt mit ihrem Tod ein weiteres ihrer Kinder verloren haben. auch dazu auf so
brutale Art und Weise und als wäre das jetzt alles nicht schon unvorstellbar grausam genug, erkrankte Yvons Schwester Michelle kurze Zeit später dann an Brustkrebs und sie starb im Jahr 2014. Und es gibt dann einfach so Momente innerhalb einer Recherche und auch hier war das bei mir wieder einmal erneut der Fall.
Da hält man einfach inne, weil so etwas schlicht und ergreifend für einen Außenstehenden überhaupt nicht mehr nachvollziehbar ist, nicht vorstellbar. Wie Menschen wie in diesem Fall die Familie von Ivon Baldelli mit all diesem Verlust, mit dieser Trauer überhaupt fertig werden können. Drei Kinder tot, zwei an Krebs verloren, eins brutal ermordet.
Ich meine, mir ist das sowieso immer grundsätzlich klar. Ich habe das immer vor Augen, weil ich mich ja eigentlich ununterbrochen damit beschäftige, aber es zeigt wieder einmal mehr, dass hinter diesen Fällen Schicksale sich verbergen von Familien, von Freunden, von Angehörigen, die zurückbleiben, die abgesehen von dem, was jetzt gerade passiert ist, dass Yvon ermordet worden ist, in ihrer Vergangenheit auch noch andere unglaubliche Verluste hinnehmen mussten und das ist abgesehen davon, was in diesem Fall sonst noch vorgefallen ist, für
mich bei meiner Recherche auch wirklich sehr erdrückend gewesen. Das ging mir sehr nahe, weil ich da lange drüber nachgedacht habe. Yvon hatte sich auf ihr neues Leben in Panama unglaublich gefreut. Sie hat ihre beiden Nähmaschinen eingepackt, wollte Bademode und Kleider für Touristen nähen, vielleicht ein eigenes kleines Geschäft am Strand eröffnen.
Doch dann wurde sie von dem Mann, der sie auf ihrem Weg begleitet hat und dem sie bis dahin sehr wahrscheinlich auch vertraut haben dürfte, in den Rücken gestochen und getötet. Bis heute ist nicht klar, was mit Yvons Hündin Georgia May passiert ist. Brian hatte wohl in seinem Geständnis Andeutungen gemacht.
Er habe den Hund nach dem Mord an Yvon verschwinden lassen. Was er aber genau damit gemeint hat, das hat er offenbar für sich behalten. Der Hund wurde jedenfalls nie wieder lebend irgendwo gesehen, weswegen man davon ausgehen kann, dass dieses Monster Brian Brillmit auch die kleine Georgia May getötet hat und irgendwo weggeworfen hat, so wie er es eben auch mit Yvon tat.
Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses Falles angekommen. Und auch wenn natürlich hier kein Zweifel daran bestehen kann, wer diese Tat begangen hat, denn Brian hat ja ein Geständnis abgelegt und alle Indizien und Beweise sprachen ohnehin eine eindeutige Sprache. Trotzdem würde mich eure ganz persönliche Meinung und Einschätzung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe, natürlich interessieren.
Also, wenn ihr möchtet, dann schreibt sie mir gerne unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut.