Flammender Eklat bei „Grill den Henssler“: Steffen Henssler rastet nach vernichtender Llambi-Kritik völlig aus T
Flammender Eklat bei „Grill den Henssler“: Steffen Henssler rastet nach vernichtender Llambi-Kritik völlig aus
Dass es am Grill von Steffen Henssler heiß hergehen kann, gehört seit vielen Jahren zum festen Repertoire der beliebten VOX-Kochshow. Doch was sich beim vierten Sommer-Special auf der malerischen Seebühne im Magdeburger Elbauenpark abspielte, sprengte selbst für hartgesottene TV-Zuschauer jeden gewohnten Rahmen. Die hitzige Freiluftkulisse verwandelte sich in ein echtes emotionales Pulverfass. Was als humorvoller Schaukampf zweier Alphatiere angekündigt war, mündete in einem offenen, lautstarken Streit zwischen dem Hamburger TV-Koch und Chefjuror Joachim Llambi, der hinter den Kulissen für Fassungslosigkeit sorgte.

Im Mittelpunkt des Abends stand ein altbekannter Rivale: Ausnahme-Comedian Mario Barth. Bereits zum dritten Mal trat der Berliner Entertainer im Solo-Modus ganz allein gegen Henssler an. Üblicherweise teilen sich drei prominente Persönlichkeiten die Gänge Vorspeise, Hauptgericht und Dessert auf, um dem Profikoch die Stirn zu bieten. Barth, der stolz auf seine Kochleidenschaft verweist und bereits eigene Rezeptbücher veröffentlicht hat, wagte jedoch erneut den Alleingang über die volle Distanz. Unterstützt wurde er von Spitzenkoch Ali Güngörmüş, der als Coach an der Seitenlinie fungierte. Doch schon vor dem ersten Handgriff lag eine spürbare Spannung in der Abendluft, die Mario Barth sogleich mit spitzer Zunge anheizte.
Schon beim Betreten des Kochareals blickte Barth mit schelmischer Wehmut auf die Vergangenheit der Sendung zurück. Wo sei sie nur hin, die gute alte Zeit? Früher saß dort noch Reiner Calmund, der herzliche Genießer aus dem Rheinland. Heute hingegen habe man es mit echten Fachleuten und peniblen Kritikern zu tun: Neben Sternekoch Alexander Herrmann und der charmanten Jana Ina Zarrella sitzt dort nun ausgerechnet Joachim Llambi am Jurytisch. Barth imitierte den gefürchteten Chefjuror von „Let’s Dance“ sogleich mit ausladenden Hüftschwüngen und lautmalerischen Klängen auf der Bühne. Was als harmloser Scherz begann, sollte sich für Steffen Henssler jedoch bald zu einer handfesten Zerreißprobe entwickeln.
Zu Beginn der Sendung schien für den Hausherrn noch alles nach Plan zu verlaufen. Beim obligatorischen Impro-Gang, bei dem ein schnelles „Grilled Cheese Sandwich“ gezaubert werden musste, sicherte sich Steffen Henssler mit 11:5 Punkten einen deutlichen Vorsprung. Doch von sportlicher Harmonie war schon hier wenig zu spüren. Joachim Llambi dämpfte die Siegesstimmung des Gastgebers unverzüglich mit scharf geschliffenen Worten ein. Hensslers Sieg sei keinesfalls das Ergebnis brillanter Kochkunst, sondern schlicht dem heillosen „Chaosteller“ von Mario Barth geschuldet, der von Llambi mit einem vernichtenden Einzelpunkt bestraft wurde. Hensslers Kreation quittierte der Juror kühl: Es sei beileibe kein kulinarisches Highlight, und er wolle nicht zu lange über ein Gericht philosophieren, das es schlichtweg nicht wert sei.
Trotz dieses ersten Dämpfers baute der Profikoch seine Führung bei der Vorspeise souverän aus. Die Aufgabe lautete Schweinebauch – eine Disziplin, die Henssler gewohnt routiniert meisterte. Llambi honorierte die Leistung mit soliden sechs Punkten und lobte den Gang als frischen Sommerteller, während er Barths Teller spöttisch die kulinarische Eignung für den trüben Totensonntag im November attestierte. Mit einem komfortablen Zwischenstand von 33:20 zog Steffen Henssler scheinbar unaufhaltsam davon. Doch anstatt sich entspannt zurückzulehnen, begann die Fassade des TV-Kochs mit jedem weiteren Handgriff bedenklich zu bröckeln.
Als Moderatorin Laura Wontorra die Aufgabe für den Hauptgang verkündete, kippte die Stimmung schlagartig ins Negative. Fünf verschiedene Grillspieße sollten in eng bemessener Zeit gleichzeitig zubereitet werden. Für Henssler bedeutete dies, unter immensem Zeitdruck fünfzehn Spieße parallel zu bestücken, zu würzen und auf den Punkt zu garen. Der Koch kochte innerlich vor Wut. Lautstark schimpfte er über die Herausforderung und polterte vor laufender Kamera drauflos: Er habe inzwischen eine derartige Hasskappe auf, dass ihm jegliche Freude an der Zubereitung vergangen sei. Selbst die Anwesenheit von Promi-Gast Ilka Bessin, die ihm als gelernte Köchin und prominente Küchenhilfe zur Seite gestellt worden war, konnte seine Laune nicht mehr retten.
Während auf der gegnerischen Seite Moderatorin Angela Finger-Erben Comedian Mario Barth tatkräftig unterstützte, ging Hensslers fortwährendes Gemotze selbst seiner Helferin gehörig auf die Nerven. Mit Berliner Schnauze fragte Ilka Bessin entnervt in die Runde, ob sie nicht spontan das Lager wechseln und zu Mario rübergehen könne. Als Henssler weiter vor sich hin fluchte, fuhr sie ihn direkt am Arbeitsplatz an: Er solle sich endlich entspannen und gefälligst tiefer durchs Rückgrat atmen. Doch der Rat verpuffte wirkungslos in der Hitze des Geschehens. Steffen Henssler stand kurz vor der Kernschmelze.
Die anschließende Verkostung hinter der legendären Trennwand ließ die Situation endgültig eskalieren. Alexander Herrmann bewertete die Fleischspieße mit 6:4 Punkten knapp zugunsten von Henssler, während Jana Ina Zarrella ein ausgeglichenes 6:6-Unentschieden vergab. Dann trat Joachim Llambi an den Teller – und sparte nicht mit scharfer Kritik. Llambi bemängelte lautstark, dass bei Henssler samt und sonders alle Fleischspieße in ein und derselben Soße ertränkt worden seien. Hinter der hölzernen Trennwand, an der Henssler das Urteil mit verschränkten Armen verfolgte, riss der Geduldsfaden mit lautem Knall.
„Laber nicht so eine Scheiße!“, schrie der TV-Koch mit hochrotem Kopf durch das gesamte Fernsehstudio. Das Publikum hielt kollektiv den Atem an. Zwar stand es dank Llambis Wertung von 6:4 für Mario Barth am Ende des Hauptgangs rechnerisch 16:16 unentschieden, doch der Juror dachte gar nicht daran, klein beizugeben. Im Gegenteil: Llambi legte demonstrativ nach und stichelte ungerührt weiter, die Soße sei schlichtweg furchtbar gewesen und schmecke verdächtig nach simpler Cocktailsoße aus der Flasche. Henssler, inzwischen völlig außer sich, keifte aus vollem Halse zurück: „Du hast doch keine Ahnung!“ Die giftige Atmosphäre auf der Magdeburger Seebühne war mit Händen zu greifen.
Angestachelt von Wut und verletzter Eitelkeit verlor der Hamburger Profi auch im finalen Dessertgang die professionelle Zurückhaltung. Als Aufgabe stand Beeren-Crumble mit Sauerampfer-Eiscreme auf dem Plan. Als Mentor Ali Güngörmüş kurz ins Grübeln geriet, wie das anspruchsvolle Eis am besten gelingen könnte, nutzte Henssler die Gelegenheit für eine abfällige Bemerkung. An Moderatorin Laura Wontorra gewandt lästerte er gehässig über seinen Kochkollegen: Ali sei im Grunde doch nur ein kleiner Showkoch, bei dem schon seit über zwei Jahren völlig die Luft raus sei. Eine verbale Entgleisung, die das Schicksal prompt zu bestrafen wusste.

Denn wie das Sprichwort mahnt, kommt der Hochmut bekanntlich vor dem tiefen Fall. Beim Dessert schlug das sprichwörtliche Karma mit voller Wucht zurück. Trotz einer wohlwollenden Wertung von 7:7 Punkten durch Joachim Llambi ging der Gang mit 15:19 krachend an Herausforderer Mario Barth. Das Magdeburger Publikum und die Fachjury feierten den Berliner Comedian mit tosendem Applaus für seine beachtliche Aufholjagd. Selbst Sternekoch Alexander Herrmann verneigte sich respektvoll vor dem tapferen Alleinkämpfer und lobte dessen enormen Mut: Was der Mario für Nerven und Stehvermögen bewiesen habe, sei schlichtweg der absolute Knaller gewesen – eine derartige Leistung habe man ihm im Vorfeld kaum zugetraut.
So fand der vierte Abend des Sommer-Specials trotz aller Ausbrüche und wüsten Beschimpfungen noch ein versöhnliches Ende. Mario Barth sicherte sich durch seinen sensationellen Coup bei der Nachspeise sowie das Remis im Hauptgang zumindest einen moralischen Teilsieg und bewies eindrucksvoll, dass er sich am Grill keineswegs verstecken muss. Steffen Henssler hingegen durfte trotz seiner zwischenzeitlichen Wutausbrüche und verbalen Entgleisungen am Ende jubeln: Dank seines starken Polsters aus den ersten beiden Durchgängen gewann er das Duell mit 67:55 Punkten in der Gesamtwertung schlussendlich ungefährdet.
Dennoch bleibt dieser Abend als einer der brisantesten in die Geschichte der Show eingegangen. Die tiefe Kluft zwischen Steffen Henssler und Joachim Llambi zeigte schonungslos, wie dünnhäutig der TV-Star reagiert, wenn ihm seine kulinarische Kompetenz abgesprochen wird. Für reichlich Nachschub an Unterhaltung ist bereits gesorgt: In der darauffolgenden Ausgabe erwartet die Zuschauer das turbulente Mallorca-Special, in dem Ballermann-Größen wie Isi Glück und Julian Sommer versuchen werden, den temperamentvollen Hamburger erneut an seine Belastungsgrenzen zu treiben.