ERMORDET von einem MONSTER … Der Fall Stephanie Scott T
ERMORDET von einem MONSTER … Der Fall Stephanie Scott

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Es ist der Beginn einer der erschütternsten Mordermittlungen in der Geschichte Australiens, als die 26 Jahre alte Stephanie Scott am 5.
April 2015 spurlos verschwindet. Eigentlich wollte die allseits beliebte Englischlehrerin am Vormittag nur noch einmal an ihren Arbeitsplatz, einer Schule in der Stadt Li, um dort noch etwas für ihren bevorstehenden Urlaub vorzubereiten. Doch Stephanie kommt nicht zurück nach Hause, meldet sich bei niemanden und ist zusammen mit ihrem Auto wie vom Erdboden verschluckt.
Stephanie, das sind sich alle, die sie kannten, sicher, ist auf keinen Fall freiwillig verschwunden. In gerade einmal sechs Tagen wollte sie mit dem Mann, den sie überall geliebt hat, vor den Traualtar treten und wenige Tage später sollte es für das Paar dann weitergehen in die Flitterwochen. Ihre Traumhochzeit im Kreise ihrer Familie und Freunde, die anstehende Reise nach Tahiti, auf all das hatte sich Stephanie unheimlich gefreut.
Das Jahr 2015 sollte ein weiteres, ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen. Doch zu allem sollte es wie sich 5 Tage nach Stephanies Verschwinden auf grausame Art und Weise herausstellen wird, nicht mehr kommen. Was ist mit Stephanie Scott an diesem scheinbar ganz normalen Tag im Frühjahr 2015 wirklich passiert? Wie kam es dazu, dass sie plötzlich spurlos verschwand? Und wer war dafür verantwortlich? Über all das und vieles mehr sprechen wir in diesem heutigen Video.
Doch bevor wir das tun, meine Lieben, habe ich erst noch etwas anderes, etwas Positives für euch. Ich habe letztens irgendwo den Satz gelesen: “Die Einzigartigkeit eines Menschen spiegelt sich nicht nur in seinem Charakter wieder, sondern oftmals auch in der Auswahl des Schmucks, den er trägt. Ein sehr interessanter Ausspruch, wie ich persönlich finde, vor allen Dingen aber und das ist mir in dem Moment auch direkt eingefallen, auch einer, der voll und ganz auf die wundervollen Produkte von Holzkern zutrifft, denn die Uhren
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550 km westlich von Sydney ist die Stadt Liade einmal 7000 Einwohnern bekannt für ihren Zitrusfrüchte und Aprikosenanbau. vereinbart aber ihre landwirtschaftliche Bedeutung gleichzeitig mit kultureller Vielfalt, einer hohen Lebensqualität und jeder Menge Freizeitmöglichkeiten. Genau dort lebt im April 2015 auch die 26 Jahre alte Englischlehrerin Stephanie Scott.
Nach ihrer Geburt am 14. Oktober 1988 in Sydney ließen sich Stephanys Eltern Robert und Marilyn Scott gemeinsam mit ihren fünf Kindern in Kenoindra, einer Stadt im westlichen Teil von New South Wales Nieder, wo Stephanie gemeinsam mit ihren beiden Brüdern und ihren beiden Schwestern auch aufgewachsen ist. Stephanie entwickelt sich von einem fröhlichen und empathischen Kind hin zu einer sehr aufmerksamen und verantwortungsbewussten Jungen Frau.
Sie hat eine große Leidenschaft für Theater und Schauspiel, Literatur und Fotografie und sie geht gern zur Schule. Ihr Vater Robert Scott arbeitete 15 Jahre lang als stellvertretender Schulleiter der örtlichen Kenowindra Highschool. Und Schule und alles, was damit zu tun hat, hat dementsprechend schon immer eine große Rolle in Stephanys Leben und in ihrem Alltag gespielt und sie hat sich auch dementsprechend in all den Jahren in der Schule in den unterschiedlichsten Projekten gerne engagiert.
Theateraufführungen, Klassenaktivitäten, Veranstaltungen jeglicher Art. Stephanie ist überall gern dabei, hilft beim Planen und Organisieren und sie hatte wohl schon früh darüber hinaus auch eine Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft und auch diese hatte wieder etwas mit Schule zu tun, denn Stephanie wollte genau wie ihr Vater später ebenfalls unbedingt unterrichten, Lehrerin werden.
Genau darum studiert Stephanie auch nach ihrem Schulabschluss zu Hause in Kenowindra Lehramt mit Schwerpunkt Englisch an der New South Wales University und bewirbt sich direkt nach ihrem erfolgreichen Studium dann um eine Stelle in der Stadt Lien, wo sie auch angenommen und kurze Zeit später dann an der örtlichen Leiten High School ihren Traumjob als Lehrerin antritt.
Doch Stephanie beginnt ihr neues Leben in Lied ca. 3 Stunden von ihrer Heimatstadt Kenwindra entfernt, wo nach wie vor auch ihre Eltern wohnen. Jetzt nicht allein. Sie zieht zusammen mit ihrem Freund Aaron Leason Wallley in ein kleines Haus am Rande von Lien, wo sich das Paar also jetzt gemeinsam etwas aufbauen möchte.
Und Stephanie und Aaron kennen sich schon viele Jahre. Sie sind zusammen in Ken Windra aufgewachsen und als man sich dann auf Aarons Party zu seinem 21. Geburtstag wiedergesehen hat, wurde aus der langjährigen Freundschaft, die die beiden bereits verbannt, mehr. Und nachdem Stephanie jetzt also ihren Traumjob in Lieden bekommen hat, ist Aaron an ihrer Seite und zieht mit ihr zusammen in die Stadt, in der sich das Paar schnell einlebt und unzertrennlich ist.
Und genauso sollte es in den jetzt kommenden Jahren auch erst einmal weitergehen. Aber nicht nur Stephanys Privatleben hatte sich nach ihrem Umzug nach Lieden ganz wunderbar entwickelt. Vor allen Dingen auch in beruflicher Hinsicht war sie äußerst erfolgreich. Und das ist auch kein Wunder, denn Stephanies Gott war offenbar wie geschaffen dafür, Lehrerin zu sein und zu unterrichten.
Mit ihrer einfühlsamen, warmen und verständnisvollen Art, die sie gehabt haben soll, war sie sowohl bei ihren Kollegen, vor allen Dingen, aber auch bei ihren Schülern sehr beliebt, zu denen Stephanie einen guten Draht und für die sie immer ein offenes Ohr gehabt hat. Aber davon abgesehen war Stephanie auch eine Perfektionistin, die immer alles gerne bis ins Detail geplant und organisiert hat und nicht anders verhielt es sich auch bei ihrem Job.
Sie hat sich immer sehr viel Zeit für Projekte bei der Arbeit genommen. Unter anderem hat sie auch die Theatergruppe der Li Highchool geleitet, was ihr ganz besonders viel Spaß gemacht hat, denn sie selbst hat ja, als sie noch zur Highchool ging, auch Theater gespielt und darin konnte sie sich voll und ganz entfalten.
Und es hieß auch später über Stephanie, dass sie einfach in der Lage dazu war, alle um sich herum zu inspirieren. Und vor allen Dingen als Lehrerin ist das natürlich eine Eigenschaft, die perfekt passt. Im Frühjahr 2015 ist Stephanie Scott 26 Jahre alt. Sie hat ein schönes Zuhause, ein inniges Verhältnis zu ihren Eltern und Geschwistern, ein Job, den sie leidenschaftlich gerne ausübt und einen Mann an ihrer Seite, den sie über alles liebt.
Und diese Liebe soll jetzt im April 2015 auch mit einer Hochzeit gekrönt werden, denn bereits ein Jahr zuvor, Anfang 2014, hatten Stephanie und Aaron ihre Verlobung bekannt gegeben. Und perfektionistisch und durchaorganisiert, wie sie war, hat Stephanie natürlich diesen besonderen Tag, den 11. April 2015, an dem ihre Hochzeit stattfinden soll, auch schon gut durchgeplant und viele Vorbereitungen getroffen.
Unter anderem hatte sie sich schon ihr Brautgleid gekauft, ihren junggesellenen Abschied mit vielen Freundinnen gefeiert und sie und Aaron haben wohl auch einen Tanzkurs besucht und Stephanie war und das haben so viele Menschen, die sie gut kannten später gesagt, voller Vorfreude. Nicht nur darauf, Aaron endlich zu heiraten, sondern auch hat sie sich auf ihre Flitterwochen nach Tahiti gefreut und auch auf ihre Zukunft mit Aaron, was sie beruflich noch alles erreichen wird.
Sie war offenbar einfach vollkommen glücklich, was man Stephanie gerade in den ersten Monaten des Jahres 2015, umso weiter es jetzt auf die Hochzeit zuging, auch einfach angesehen hat. Doch zu all dem, was sie sich gewünscht, was sie sich für ihre Zukunft vorgestellt und worauf sie sich ebenso sehr gefreut hat, sollte sich für sie niemals erfüllen.
Anstatten wird etwas ganz anderes passieren. In ganz Australien werden nämlich bald Frauen ihre eigenen Brautkleider an ihre Haustüren, Balkone, Garagen und Zäune hängen, um ein Zeichen zu setzen, um an Stephanys Gott zu erinnern, an die Frau, die ihr Brautkleid niemals tragen sollte. Es ist Sonntag, der 5.
April 2015 und es sind jetzt auch nur noch 6 Tage bis zu Stephanies und Aarons großen Tag. Während Aaron dieses Osterwochenende im 300 km entfernten Ken Windraff verbringt, um dort einen Freund und auch seine Familie zu besuchen, bleibt Stephanie derweil zu Hause in Lieden. Sie hat noch einiges zu tun und hat sich auch speziell für diesen heutigen Ostersonntag etwas vorgenommen.
Denn da sie und Aaron ja direkt nach ihrer Heirat weiter in die Flitterwochen nach Tahiti fliegen möchten, war es Stephanie wichtig, dass ihre Vertretung, also die Kollegin in der Schule, die in der Zeit ihrer Abwesenheit ihre eigene Klasse betreuen sollte, alle wichtigen Infos zum aktuellen Unterrichtsstoff direkt bei der Hand hat.
Ich hatte es jetzt schon ein paar mal erwähnt. Stephanie plante gerne im Voraus und war äußerst verantwortungsbewusst. Ihre Arbeit war ihr wichtig und sie wollte alles gut vorbereitet wissen, bevor es für sie dann nach der Hochzeit weiter in den Urlaub geht. Genau darum macht sich die 26-Jährige jetzt auch am Vormittag dieses 5.
April auf den Weg an ihren Arbeitsplatz. Gegen 11 Uhr kommt sie an der Liten Highschool an und parkt ihren Wagen, einen roten Mazter, auf dem Parkplatz vor dem Eingang. Doch als Stephanie jetzt die Tür zum Schulgebäude aufschließen will, fällt ihr auf, dass sie ihren Schlüssel zu Hause vergessen hat. Doch sie hat Glück. Eine ihrer Kolleginnen, die direkt gegenüber der Schule wohnt, ist an diesem Sonntag Vormittag zu Hause.
Sie leht Stephanie jetzt also ihren eigenen Schlüssel, mit dem diese dann um kurz nach 11 Uhr das Schulgebäude auf und es direkt nach dem Betreten hinter sich wieder zuschließt. Und aufgrund der Osterferien ist an diesem Feiertag um die Schule herum kaum Betrieb und auch im Gebäude selbst hält sich abgesehen von Stephanie, so scheint es niemand auf.
Sie macht sich also auf dem Weg in ihr Klassenzimmer, setzt sich dort an ihren Schreibtisch und beginnt mit den Vorbereitungen für ihre Vertretungskollegin. Auch wenn Aaron, der sich nach wie vor im 300 km entfernten Kenwindra aufhält, wusste, dass seine Verlobte an diesem Ostersonntag vorhatte, in die Schule zu fahren, um dort noch etwas zu arbeiten.
So hat er sich dann im Laufe des Tages doch etwas darüber gewundert, dass sie sich so gar nicht bei ihm gemeldet hat. Vor allen Dingen, weil Aaron Stephanie einige Nachrichten geschrieben hat, auf die sie in der Regel, auch wenn sie beschäftigt war, immer zeitnah geantwortet hat. Doch Aaron hat sich wohl deswegen jetzt erst einmal nicht allzu große Sorgen gemacht.
Stephanie hatte viel um die Ohren. Vielleicht war sie einfach noch zu beschäftigt, um auf ihr Handy zu schauen und wollte bei der Arbeit nicht gestört oder unterbrochen werden. Aon hatte ohnehin vor, bald zurück nach Lieden aufzubrechen, um am Abend wieder zu Hause zu sein. Dort, da ist er sicher, wird Stephanie auf ihn warten.
Doch genau das ist nicht der Fall, denn als Aaron um 19:30 Uhr sein Haus betritt, ist Stephanie nicht da. Ihr Auto steht nicht in der Einfahrt und sie hat sich nach wie vor immer noch nicht bei ihm gemeldet. Jetzt ist Aaron tatsächlich beunruhigt, denn selbst wenn Stephanie für ihre Arbeit in der Schule länger gebraucht hätte, dann müsste sie trotzdem inzwischen zu Hause sein oder sie hätte zumindest Bescheid gesagt, dass es später wird.
Nachdem Aaron jetzt ihre engen Freunde angerufen und von diesen erfahren hat, dass niemand Stephanie gesehen oder etwas von ihr gehört hat, macht er sich direkt auf den Weg zur Leiten Highschool. Doch dort angekommen muss Aaron feststellen, dass Stephanie selbst nicht da ist und auch ihr roter Mazda steht nicht auf dem Parkplatz vor dem Gebäude.
Inzwischen wird es auch langsam dunkel draußen. Wo also kann sie nur sein? Aaron fährt jetzt daraufhin mit seinem Auto in den kommenden Stunden weiter durch die Stadt, um nach Stephanie zu suchen. Dabei hält er unter anderem auch bei den Freunden und Bekannten an, die er zuvor telefonisch nicht erreicht hat, um nachzufragen, ob sie eventuell etwas von ihr gehört oder sie gesehen haben.
Doch das ist nicht der Fall, weswegen Aaron dann auch in den frühen Morgenstunden des 6. April 2015 seine Verlobte bei der Polizei in Liiten vermisst meldet und dort nimmt man das Verschwinden der 26-jährigen auch direkt ernst. Denn auch wenn man ja spekulieren könnte, dass Stephanie jetzt so kurz vor ihrer Hochzeit möglicherweise kalte Füße bekommen hat, dass sie noch etwas Zeit für sich eine kleine Auszeit braucht, so hat so ein Verhalten, einfach sang und klanglos zu verschwinden, ohne jemanden Bescheid zu sagen, nicht zu ihr gepasst. Stephanie
ging in den Vorbereitungen für ihre Hochzeit voll und ganz auf. Und auch wenn sie durchaus viel zu tun und in gewisser Weise auch irgendwo ein wenig unter Druck stand, so hat sie sich ja auf all das, was in den kommenden Tagen und Wochen auf sie zugekommen wäre, trotzdem wahnsinnig gefreut. Darüber hinaus war inzwischen auch klar, dass ihr Handy ausgeschalten worden sein muss, da das Mobiltelefon über ihre Find My iPhone App nicht mehr lokalisiert werden kann.
Und auch Stephanys Familie, ihre Eltern Robert und Marilscott, die inzwischen auch über ihr Verschwinden informiert worden sind, sind sich sicher, dass ihr etwas zugestoßen sein muss. Was Stephanys Auto, ihr roter Mazd, so schines zumindest mit ihr gemeinsam verschwunden ist, hatte man auf Seiten der Polizei wohl anfangs den Verdacht, dass sie auf dem Weg nach Hause, nachdem sie von der Schule weggefahren ist, einen Unfall gehabt haben könnte.
Denn um die Stadt Liiten herum gibt es viel unwegsames Gelände. Tiefe Gräben, Gewässer, Kanäle, Felder, Plantagen. Es handelt sich eben um eine sehr ländlich geprägte Region, in der man durchaus schnell mit seinem Auto irgendwo stecken oder liegen bleiben kann. Und auch wenn es keine Meldung über einen Unfall dieser Art gegeben hat und Stephanie auch in den zurückliegenden Stunden im Laufe der Nacht und auch nicht am Abend zuvor irgendwo in ein Krankenhaus in der Nähe eingeliefert worden ist, so kommen auf Seiten der Polizei bei ihrer jetzt
anlaufenden intensiven Suche auch mehrere Helikopter zum Einsatz, um dieses weitläufige Gelände um die Stadt herum so effektiv wie möglich abzusuchen. Doch während das alles jetzt läuft und sich darüber hinaus hunderte Freiwillige an der Suche beteiligen, Suchplakate werden gedruckt und auf Social Media gepostet, machen sich gleichzeitig Einsatzkräfte der Polizei von Li frühen Dienstagmorgen.
Stephanie ist inzwischen seit zwei Tagen verschwunden, auf den Weg zu dem Ort, an dem sie zuletzt gesehen wurde. Die Arbeitskollegin von Stephanie nämlich, die ihren eigenen Schlüssel geliehen hat. Sassanie überhaupt erst ins Schulgebäude gelangen konnte, gibt genau diese Information jetzt an die Polizei weiter.
Genau darum wissen die Ermittler auch, dass Stephanie am Ostersonntag definitiv in der Schule war. Die Hoffnung ist jetzt also, dass man dort irgendwo einen Hinweis auf ihren Verbleib findet. Die Polizei findet schnell heraus, dass die Alarmanlage der Schule am Ostersonntag am 5. April um 13:31, also ca. anderthalb Stunden, nachdem Stephanie dort ankam, deaktiviert und nur 7 Minuten später wieder aktiviert wurde.
Darüber hinaus meldet sich jetzt auch eine Zeugin, eine Frau, die sich am frühen Nachmittag des Ostersonntags im hinteren Bereich der Lieden High School aufgehalten hat. Die Zeugin gibt an, dass sie gegen 14 Uhr laute Geräusche aus dem Inneren der Schule wahrnahm, die sich für sie so angehört haben, als würde jemand Möbel verrücken oder etwas über den Boden ziehen.
Außerdem sagt die Zeugin auch, dass sie ein rotes Auto, Stephanys roten Mazda ebenfalls im hinteren Bereich der Schule unter einem Vorsprung hat stehen sehen. Das ist aber noch nicht alles, was die Polizei jetzt vor Ort, als sie sich also in und um diese Schule herum genauer umsehen, erfahren, denn sie werden von einer weiteren Arbeitskollegin von Stephanie angesprochen, die den Ermittlern berichtet, dass sie nur einen Tag zuvor, also am Ostermontag, wie so viele andere, die zu dieser Zeit bereits nach ihr gesucht haben, zur Schule fuhr, um
sich dort in einen der Suchtrups einteilen zu lassen. Genau dabei, so berichtet die Kollegin jetzt weiter, sei sie mit dem Hausmeister der Liten Highchool, einem Mann namens Vincent Stanford, ins Gespräch gekommen und ihr sei aufgefallen, dass dieser auffällig frische Kratzer in seinem Gesicht, vor allen Dingen auf seiner rechten Wange und im Bereich seines Halses hatte.
Und als die Kollegin Vincent gefragt hat, was er glaubt, was mit Stephanie passiert ist und ob er auch denkt, dass sie möglicherweise freiwillig verschwunden sein könnte, hat er als Antwort auf diese Frage gegrinst, hat sich umgedreht und ist weggegangen. Der 24 Jahre alte Vincent Stanford arbeitete im April 2015 erst seit 6 Monaten an der Ledon High School, wo er wie gesagt als Hausmeister angestellt war und zusätzlich auch an den Wochenenden und in den Ferien immer wieder Reinigungsarbeiten im Gebäude durchgeführt hat. Die Angaben von
Stephanys Arbeitskollegin sind durchaus interessant für die Ermittler, denn nicht nur hatte Vincent Stanford offenbar auch an Wochenenden und in der Ferienzeit Zugang zur Schule, sondern er verhielt sich auch, abgesehen von den auffällig frischen Kratzern in seinem Gesicht durchaus merkwürdig, als man ihn auf Stephanys Verschwinden angesprochen hat.
Die Polizei beschließt jetzt daraufhin, einmal mit Vincent zu sprechen. Und in diesem ersten Gespräch mit der Polizei gibt Vincent Stanford auch sofort zu, dass er sich ebenfalls am Ostersonntag in der Leedon High School aufgehalten hat. Allerdings sagt er gleichzeitig, dass er Stephanie Scott dort weder gesehen noch mit ihr gesprochen hat.
Er sei dort gewesen, um einige Glühbirnen auszuwechseln und den Müll zusammenzusammeln und die Tonnen dann danach hinauszustellen, sodass diese nach den Feiertagen von der Müllerpfuh abgeholt werden können. Er habe die Schule um 15:30 Uhr verlassen, sei dann nur noch kurz zu einem Supermarkt gefahren, um einige Getränke zu kaufen und ist dann im Anschluss danach direkt nach Hause ins Haus seiner Mutter nach Li.
Doch bereits in diesem ersten Gespräch fällt den Ermittlern genau das gleiche auf, was Stephanys Arbeitskollegin kurz zuvor schon beschrieben hat, nämlich Vincent Stanfords bizarres Verhalten. Darauf angesprochen, wie es denn zu diesen Kratzern in seinem Gesicht und an seinem Hals gekommen ist, erfindet er, und das war wohl deutlich herauszuhören, eine sehr seltsame Geschichte, wie es dazu gekommen ist.
Er hat wohl gesagt, dass er sich an einem Ast verletzt hat, der diese Kratzer dann überall hinterlassen hat. Außerdem macht er auch noch eine weitere seltsame Aussage, kurz nachdem seine Befragung beendet ist. Als er aufsteht und zur Tür hinausgehen will, dreht er sich noch einmal zu den Ermittlern um, grinst übers ganze Gesicht und sagt: “Good luck finding her.
” Also viel Glück dabei, sie zu finden. Dabei bezieht er sich natürlich auf Stephanie. Doch die Polizei findet jetzt schnell heraus, dass Vincent Stanford nicht die Wahrheit gesagt hat. Denn der Supermarkt, bei dem er angeblich gewesen sein will, nachdem er um kurz nach 3:30 Uhr das Schulgebäude verlassen hat, hatte an diesem Ostersonntag erst gar nicht geöffnet.
Darüber hinaus hat er Kratzer in seinem Gesicht und an seinem Hals und er hat ja auch zugegeben, sich zum selben Zeitpunkt wie Stephanie Scott in der Lieden Highchool aufgehalten zu haben. Das alles zusammen macht Vincent Stanford verdächtig, weswegen die Ermittler beschließen, ihm einen weiteren Tag später erneut einen Besuch abzustatten.
Doch als sie an Vincen Haus an der Maiden Avenue in Lieden ankommen, ist er nicht da. Stattdessen treffen die Beamten dort auf seine Mutter. Nach einem kurzen Gespräch gibt Annika Stanford der Polizei jedoch die Erlaubnis, sich in ihrem Haus und auch auf dem Grundstück umzusehen. In Vincen Zimmer finden die Ermittler einen Schlüssel, der an einem roten Band befestigt ist.
Wie sich herausstellen wird, handelte es sich dabei um den Schlüssel zur Liedon Highchool, den Stephanys Kollegin ihr am Tag ihres Verschwindens gegeben hat, sodass sie das Gebäude aufschließen kann. Und als kurze Zeit später Vincent Stanford zurück nach Hause kommt, wird er dort von der Polizei direkt festgehalten und man durchsucht sein Auto.
Auf dem Rücksitz liegen einige dünne Holzplatten, auf denen deutlich Blutspuren auszumachen sind. Weiterhin wird im Handschuhfach des weißen Toyota eine Digitalkamera gefunden. Auf den letzten Aufnahmen ist etwas Unfassbares zu sehen. Die Bilder zeigen nämlich die verbrannten Überreste einer Frau. Und auch wenn Vincent, der natürlich jetzt von der Polizei auf diese schockierenden Aufnahmen direkt angesprochen wurde, behauptet hat, die Bilder stammen aus einem Film, den er sich kurz zuvor aus dem Internet heruntergeladen hat.
So glauben ihm die Polizisten das nicht und man konnte unter den Umständen wohl auch Schlussfolgern, dass es sich bei dem zum Teil verbrannten Körper auf den letzten Fotos der Kamera um die Leiche von Stephanie Scott handelt. Und ganz ehrlich, als ich an dieser Stelle in meiner Recherche angekommen war, habe ich dann auch kurz inne gehalten und gedacht, man stelle sich vor, wie es für die Polizisten oder für den Polizisten, der diese Kamera zuerst in der Hand hatte, nachdem man sie in Vincent Stanfords Auto gefunden hat, gewesen
sein muss, diese Bilder zu sehen. Und ich meine, ja, Menschen, die in diesem Beruf arbeiten, sehen sich täglich mit schrecklichen Dingen konfrontiert. Das gehört nun mal auch zum beruflichen Alltag eines Polizisten. Trotzdem die Beamten, die zu diesem Zeitpunkt in Vincen Haus gewesen sind, suchen jetzt etwas mehr als drei Tage nach Stephanys Gott.
Sie wissen, dass sich ihre Familie, ihr Verlobter, unheimlich große Sorgen um sie machen. Und sie wissen auch, dass Stephanie von jetzt an in drei Tagen heiraten wollte. Und jetzt haben sie also vor sich diese Aufnahmen einer verbrannten, zum Teil verbrannten Frau fotografiert von dem Mann, der gerade vor ihnen steht und der zugegeben hat, sich zum selben Zeitpunkt wie Stephanie an dem Ort aufgehalten zu haben, an dem sie vor ihrem Verschwinden gewesen ist.
Das muss, so denke ich, auch für erfahrene Polizisten extrem sein. Vincent Stanford wird in seinem Haus jetzt daraufhin direkt festgenommen und aufs Polizeirevier nach Lien gebracht. Doch dort schweigt er erst einmal beharlich. Obwohl aufgrund der Fotos auf seiner Kamera klar ist, dass er weiß, was mit Stephanie geschehen ist, sie vermutlich entführt und getötet hat, gibt Vincent nicht Preis, wo genau diese Aufnahmen entstanden sind, wo er den Körper, der dort zu sehen war, verbrannt hat.
Und während er weiter in Untersuchungshaft bleibt, sucht man jetzt noch intensiver als zuvor die ländliche Gegend rund um die Stadt Li ab, denn auf den Aufnahmen war auch deutlich zu erkennen, dass die Leiche in einem sehr abgelegenen, sehr wahrscheinlich ländlichen Waldgebiet verbrannt worden sein muss. Doch die Suche verläuft zunächst erfolglos. Doch dann am 9.
April 2015 meldet sich eine Zeugin. Die Frau gibt an auf einem Feld in der Nähe der Pike Road ca. 8 km außerhalb von Lien ein rotes Auto gesehen zu haben, das dort auffällig mitten auf einem Feld abgestellt worden ist. Als die Polizei an der Stelle ankommt, die die Zeugin beschrieben hat, ist direkt klar, es handelt sich bei dem roten Auto um den Mazda von Stephanie Scott, an dessen Stoßstange und auch im Kofferraum die Spurensicherung Blut findet.
Und dann in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages, am 10. April 2015, einen Tag, bevor ihre Hochzeit hätte stattfinden sollen, findet ein Team der Polizei von Lieden die zum Teil verbrannte Leiche der 26 Jahre alten Stephanie Scott in der Nähe des Cocopora Nationalparks, unweit der Boundary Road 15, ca. 50 km nordöstlich von Liten.
Als Stephanys Familie, ihre Freunde, ihre Kollegen, all die Menschen, die sie kannten und die seit Tagen verzweifelt nach ihr gesucht und die Hoffnung, sie noch einmal lebend wiederzusehen, nie aufgeben wollten, jetzt erfahren, dass sie tot ist und wo und vor allem aber, wie man sie in diesem Nationalpark gefunden hat, herrscht fassungsloses Entsetzen und unendliche Trauer.
Spontan versammeln sich hunderte Menschen an der Lied Highchool, legen Blumen nieder und befestigen Luftballons in Stephanys Lieblingsfarbe, gelb, an den Toren der Schule. Auch Aaron ist darunter, schluchzend und in Tränen aufgelöst umarmt er Freunde und Familie. Der unfassbare Schmerz und die Trauer über den Verlust der Frau, die er einen Tag später hätte heiraten wollen, ist ihm im Gesicht anzusehen.
Aber nicht nur in der kleinen Stadt Li Bundesstaat New South Wales, sondern in ganz Australien wird darüber berichtet, was hier passiert ist. Innerhalb weniger Stunden, als klar wurde, dass Stephanie nur einen Tag, nachdem man ihre verbrannte Leiche gefunden hat, heiraten wollte, verbreitet sich der Hashtag put your dresses out und remember Stephanie Scott im ganzen Land.
Aus Solidarität mit ihr und ihrer Familie hängen Frauen in ganz Australien ihre Brautkleider vor ihre Fenster, in ihre Vorgärten und auf ihre Balkone, um ein Zeichen zu setzen. In der Gerichtsmedizin wird festgestellt, dass Stephanies Todesursache auf stumpfe Gewalteinwirkung gegen ihren Schädel zurückzuführen ist.
Über 40 mal wurde mit brute Gewalt in ihr Gesicht und auch auf ihren Kopf eingeschlagen. Außerdem fand man bei der Autopsie darüber hinaus auch eine Stichwunde in ihrem Hals und zahlreiche Verbrennungen aufgrund dessen, dass ihr Körper mit Benzin übergossen und dann eben in diesem Nationalpark angezündet worden ist. Außerdem gab es auch klare Anzeichen von Missbrauch.
Vincent Stanford, der in diesen Tagen und Stunden nach wie vor schweigend in seiner Zelle in Untersuchungshaft sitzt, kündigt jetzt an ein weiteres Mal mit der Polizei sprechen zu wollen, was dann auch kurze Zeit später genauso geschieht. In seiner ersten Aussage seit seiner Verhaftung erzählt er den beiden Ermittlern, die jetzt mit ihm sprechen, wo sie Stephanie finden können, ohne zu wissen, dass man sie in der Zwischenzeit bereits gefunden hat.
Vincent gibt zu, dass er Stephanys Leiche im Kofferraum ihres Wagens in den Coara Nationalpark gebracht, sie dort angezündet und dann auch fotografiert hat. Zum Tatablauf selbst berichtet Vincent jetzt in sachlich distanzierten Tonfall, vollkommen emotionslos und mit einer Attitüde, als würde es sich hier um eine belanglose Nichtigkeit handeln, dass er am Ostersonntag den 5.
April am frühen Nachmittag in der Schule den Müll zusammengetragen hätte, als ihm Stephanie, die zu diesem Zeitpunkt in ihrem Klassenzimmer am Schreibtisch saß, aufgefallen ist. Da die Tür zum Klassenraum halb offen gestanden hat, konnte er Stephanie an ihrem Laptop sitzen und arbeiten sehen. Jedoch hat er sie nicht angesprochen, sondern erst einmal damit weitergemacht, die Mülleimer zu entlehren.
Jedoch hätte er sofort, als er sie dort gesehen hat, den innerlichen Drang verspürt, ein starkes Bedürfnis gehabt, sie umzubringen. Genau darum, weil er sofort den Gedanken hatte, Stephanie umbringen zu wollen, lässt Vincent Stanford jetzt auch alles stehen und liegen, verlässt die Schule und fährt die kurze Strecke hinüber zum Haus seiner Mutter in Lieden.
Dort packt er mehrere Reinigungsmittel, ein Messer, Handschellen und auch eine Tablette Viagra ein und fährt dann direkt wieder zurück zur Eliten Highchool, wo Stephanie laut Vincen Aussage offenbar gerade dabei war zusammenzupacken und nach Hause zu fahren. Doch als sie auf den Flur vor das Klassenzimmer hinaus an Vincent vorbeigeht, lächelt sie ihn an und wünscht ihm noch schöne Osterfeiertage, bevor sie ihren Weg in Richtung Ausgang fortsetzen möchte.
Doch Stephanie kommt nicht weit. Vincent packt sie von hinten, hält ihr ihren Mund zu, reißt sie zurück und drängt sie in einen Lagerraum. Doch Stephanie hat sich mit allem, was sie hatte, gewährt, was Vincent jetzt in seiner Aussage auch erzählt. Nachdem ich sie gepackt hatte, hat sie mich mehrfach mit ihren Fingernägeln im Gesicht und am Hals gekratzt.
Aber als ich sie im Lagerraum hatte, habe ich die Tür zugemacht, sie auf den Boden geworfen und auf sie eingeschlagen. Das sagt Vincent Stanford in seinem Verhör zu den Ermittlern, die ihm gegenüber sitzen. Und das nach wie vor in einem Ton und mit einer Art, als würde er gerade über das Wetter für die kommenden 14 Tage sprechen.
Ich habe mir diese Aussage, soweit sie verfügbar war, komplett angehört und es ist wirklich kaum zu fassen, wie dieser Mann sich äußert. Nicht die Spur einer Emotion in der Stimme, keinerlei Royal, vollkommen abgeklärt und sachlich berichtet er, dass er immer wieder mit seinen Fäusten auf Stephanie eingeschlagen und als sie sich nicht mehr bewegt hat, dann auch mit dem Messer, das er von zu Hause mitgebracht hat, ihr in den Hals gestochen hätte.
Allerdings streitet Vincent ab, Stephanie vergewaltigt zu haben. Doch wie gesagt, die Autopsieergebnisse waren dahingehend eindeutig. Als die Ermittler ihn jetzt im Laufe dieses Verhörs fragen, warum er das getan hat, warum er Stephanie überhaupt umbringen wollte, sagt Vincent, dass er das nicht weiß, dass es aber einfach etwas war, was er tun musste.
Nachdem er Stephanie in diesem Lagerraum getötet hat, verlässt Vincent Stanford jetzt die Schule und fährt zurück zum Haus seiner Mutter. Dort ruht er sich erst einmal ein wenig aus und ist auch eine Kleinigkeit, bevor er 2wei Stunden später wieder zurück zum Schulgebäude fährt. Er nimmt Stephanys Autoschlüssel an sich, parkt ihren Wagen auf der Rückseite des Gebäudes und packt ihre Leiche in den Kofferraum.
Dann geht er zurück in den Lagerraum, um dort aufzuräumen und die Spuren seiner Tat zu beseitigen. Nachdem das alles erledigt ist, ist er mit Stephanys Wagen mit ihrer Leiche im Kofferraum wieder zurück nach Hause gefahren, wo er den Mazda dann allerdings in der Garage geparkt hat, sodass er von der Straße aus nicht gesehen werden kann.
Und kurz danach geht er noch einmal zu Fuß zurück zur Liten High School, um auch seinen weißen Toyota zu holen, bevor er sich dann auf die Couch legt, ein wenig Fernseh schaut und einschläft. Vincent beschreibt aber jetzt in seiner Aussage gegenüber den Ermittlern auch detailliert, wie es dann weiterging.
In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages, also am Ostermontag, hat er den roten Mazda 50 km hinaus zum Nationalpark gefahren und Stephanys Leiche, die die Nacht über im Kofferraum lag, auf einen verlassenen Feldweg getragen. 5 m vom Weg entfernt hat er sie dann abgelegt, ihr ihren Verlobungsring vom Finger gezogen, ihren Führerschein an sich genommen, um eine mögliche Identifizierung zu verhindern und Stephanys Arbeitslaptop, den sie in der Schule bei sich hatte, in einen nahe gelegenen Fluss geworfen, wo ihn die
Polizei dann auch später finden wird. Im Anschluss herein habe er ihren Körper dann mit Benzin übergossen, angezündet und fotografiert. Vincent sagt aber, dass er sich, nachdem er das Feuer gelegt hat, nicht mehr lange im Nationalpark aufhielt. Er sei sofort wieder in Stephanys Auto eingestiegen und losgefahren.
8 km außerhalb von Lien hat er ihren Wagen dann auf einem Feld abgestellt und ist den Rest der Strecke zu Fuß zurück zum Haus seiner Mutter gelaufen. Über das Geständnis von Vincent Stanford hinaus werden aber jetzt noch weitere forensische Beweise gefunden, die eindeutig belegen, dass er der Mörder von Stephanys Gott ist. So z.B.
befindet man das Messer, das Vincent benutzt hat, um Stephanie am heiß zu verletzten im Haus seiner Mutter. Genauso auch die Handschellen, die er ebenfalls von zu Hause geholt und mit in die Schule genommen hat. An beidem wird Stephanys DNA gefunden. Das Blut auf den Holzplatten in seinem Auto, die er wohl ursprünglich dazu nutzen wollte, um ihren Körper zu verbrennen, stammt ebenfalls von ihr.
Nach einer genauen Auswertung von Vincent Stanfords Computer, seinem Handy und seiner Digitalkamera, stellen die Ermittler, abgesehen davon, was sie ohnehin schon über diesen Mann wissen, weitere schockierende Beweise sicher. Auf diesen Geräten findet man dutzende Bilder von Frauen aus Lieden. Offenbar hatte Vincent diese ohne ihr Wissen heimlich fotografiert.
Besonders auffällig war dabei vor allen Dingen die Bilder eines 12 Jahre alten Mädchens aus der Stadt, dass Vincent verhältnismäßig oft fotografiert und zu der er sich auch widerliche Notizen gemacht hat. Das Mädchen, so stellte die Polizei später fest, ging auch auf die Leiten Highchool. Sie war zwar keine Schülerin von Stephanie Gott, jedoch war sie ebenfalls in der Schule und Vincent dürfte sie aufgrund seines Jobs als Hausmeister sehr oft dort auch gesehen und somit auf sie aufmerksam geworden sein. Und soweit ich das bei meiner
Recherche verstanden habe, hat die Polizei auch angenommen, dass Vincent ursprünglich vorhatte, dieses junge Mädchen zu entführen oder zumindest Pläne dahingehend gemacht zu haben. Seine Fotografieren und Notizen sprachen dafür und wenn man die vielen anderen Bilder, insgesamt waren es wohl über 2000, die er von so vielen anderen Frauen aus der Stadt heimlich aufgenommen hat bedenkt, will man sich erst gar nicht ausmalen, was er darüber hinaus möglicherweise noch vorhatte.
Neben Vincent Stanford selbst wird aber jetzt auch wenige Tage später sein Zwillingsbruder Marcus verhaftet. Zum Zeitpunkt von Stephanys Ermordung befand sich Marcus Stanford aufgrund seiner Arbeit in Adelaide. Jedoch kam heraus, dass Vincent seinem Bruder Marcus nach dem Mord an Stephanie ihren Verlobungsring und auch ihren Führerschein geschickt hat mit der Bitte den Ring zu Geld zu machen und den Führerschein zu vernichten, was Marcus wohl auch getan hat.
Später wird er genau darum, als er sich auch der Beihilfe schuldig bekennt, zu einer Haftstrafe von 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Vincent Stanford hatte in seiner ersten Aussage nach seiner Verhaftung auf die Frage der Ermittler, warum er Stephanie Scott umgebracht hat, geantwortet, dass er das nicht weiß, dass es aber eben einfach getan werden musste, dass er einen innerlichen Drang hatte, sie zu töten.
Jedoch hatte er im weiteren Verlauf dieses Verhörs und auch später immer wieder gesagt, dass er bereits im Alter von 8 Jahren den Gedanken im Kopf hatte, jemanden töten zu wollen. Und genau in diesem Alter wurde er dann wohl auch, was sein Verhalten angeht, immer auffälliger. Mit 12 Jahren soll er sogar einmal eine seiner Lehrerinnen körperlich angegriffen und versucht haben, sie zu würgen, woraufhin er dann von seinen Mitschülern den Spitznamen Psycho verpasst bekam.
Außerdem hat Vincent immer wieder gesagt, dass er keinerlei Emotionen hat, nie richtige Freundschaften schließen oder Beziehungen mit Frauen eingehen konnte. Da Vincent Stanford nicht nur ein umfassendes Geständnis abgelegt, sondern sich darüber hinaus auch des Mordes und später auch der Vergewaltigung an Stephanie Scott schuldig bekannt hat, bleibt es ihrer Familie erspart, ihm in einem langen Gerichtsprozess gegenüber sitzen zu müssen.
Im Juli 2016, etwas über ein Jahr nach Stephanys Tod, wird er wegen dem Mord an ihr zu lebenslange Haft und wegen der Vergewaltigung zusätzlich zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Mit dem Tod ihrer geliebten Tochter nicht genug ereilt Stephanys Familie nur ein Jahr nach Vincent Stanfords Inhaftierung dann die nächste Katastrophe.
Ihr Vater Robert wird bei einem Unfall auf seiner Farm im Sommer 2017 von einem schweren Baumstamm getroffen und stirbt wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Er wurde neben seiner Tochter in seiner Heimatstadt Kenovindra beigesetzt. Stephanies Verlobter Aaron Leason Wallley hat, soweit ich das bei meiner Recherche nachvollziehen konnte, Australien verlassen und ging für einige Jahre nach Europa, um all das, was geschehen ist, irgendwie verarbeiten zu können.
Und dann 6 Jahre nach Stephanys Tod hat er jemand kennengelernt, eine Frau namens Cementa, mit der er jetzt auch glücklich zusammen ist. Ja, meine Lieben, was soll man am Ende eines solchen Fall noch sagen? Wenn man sich überlegt, was für ein Jahr dieses Jahr 2015 für Stephanie Gott eigentlich hätte werden sollen, wenn man sich klar macht, wie glücklich sie war, wie sehr sie sich auf ihre Hochzeit, auf ihre Flitterwochen, auf ihre weitere berufliche Zukunft als Lehrerin und ihr Leben zusammen an der Seite ihres Mannes gefreut hat. Und wenn man dann darüber
nachdenkt, dass ihr all das genommen worden ist, für diese unvorstellbare Tat, die Vincent Stanford begangen hat, hat er lebenslange Haft und zusätzlich dazu noch weitere 15 Jahre Gefängnis bekommen. Zurecht, wenn ihr mich fragt, denn und das ist natürlich wie immer am Ende nur meine ganz persönliche Meinung, dieser Mann darf nie wieder auf freiem Fuß kommen.
Ja, meine Lieben, aber wie sieht ihr das? Ich bin wie immer sehr gespannt, wie ihr diesen gesamten Fall einschätzt. Schreibt mir also gerne eure ganz persönliche Meinung dazu unten in die Kommentare. Jedoch bevor ich mich jetzt von euch verabschiede, noch einmal zum Schluss die Erinnerung an meinen Link zu Holzkern und meinen Code Party, mit dem ihr 15% auf alle Produkte im Sortiment bekommt.
Alle Infos und auch den Link findet ihr unter diesem Video ganz oben in der Infobox. Ja, meine Lieben, damit sind wir aber jetzt endgültig am Ende dieses Videos angekommen und ich wünsche euch allen noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut. Yeah.