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Der mysteriöse Fall von John & Shelly Markley T

Der mysteriöse Fall von John & Shelly Markley  

D 15. Dezember 1995 für die Familie Markle ein merkwürdiger Tag wird, ist absehbar. Einerseits hat jemand aus der Familie Geburtstag, andererseits wird am Abend für jemanden aus der Familie eine Trauerfeier abgehalten. Doch obwohl alle auf einen bizarren Tag voller widersprüchlicher Emotionen eingestellt sind, ist niemand vorbereitet auf das, was an diesem Tag tatsächlich passieren wird.

 Am Ende bleiben vor allem Rätsel, ein offener Schrank, ein mysteriöser Fremder, ein Bankbesuch, gruselige anonyme Anrufe und eine Frage, die bis heute nicht beantwortet werden konnte. Wo sind John und Shelly Markley? [schnauben] Momentan zeichne ich wieder relativ viel. Gleichzeitig möchte ich aber auch noch lesen und das funktioniert sogar dank Bookbeat, denn da kann ich lesen ohne wirklich zu lesen.

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 Zur Familie gehören die Eltern John und Shelly, ihre Töchter Ruthy, Stacy, Bonnie und Crystal sowie ihr jüngstes Kind Sohn Johnny. Und Johnny wird am 15. im Dezember 1995 8 Jahre alt. Aber obwohl es also etwas zu feiern gibt, ruft natürlich die Pflicht. Alle fünf Kinder müssen an diesem Tag zur Schule. Um 8:30 Uhr verabschieden sich Vater John und Mutter Shelly nach einem gemeinsamen Frühstück von ihren Töchtern und ihrem Sohn, die sich auf den Weg zum Schulbus machen.

 Es ist das letzte Mal, dass die fünf Kinder ihre Eltern sehen. Was in den Stunden nach diesem Abschied passiert, ist bis heute ein völliges Rätsel. Die 15 Jahre alte Ruthy ist die erste, die Schulschluss hat. Doch als sie um kurz nach 15 Uhr die Haustür öffnet, ist etwas anders als sonst. Ihre Eltern sind nicht da.

 Die Haustür ist nicht abgeschlossen, so als sein John und Shelly nur kurz im Garten oder vielleicht bei den Nachbarn. Aber das ist nicht der Fall, denn auch das Auto der Familie steht nicht in der Garage. Für Ruthy und ihre Geschwister ist das ein absolutes Novo. Normalerweise ist mindestens ihre Mutter Shelly immer da, wenn sie von der Schule heimkommen.

 Wenn sie doch mal kurz Besorgung macht, hinterlässt sie immer einen Zettel für ihre Kinder, damit sie Bescheid wissen. Doch an diesem Tag sucht Ry vergeblich nach einer Notiz von ihrer Mutter. Am Tag ihres Verschwindens hatten die maglich durchaus geplant, das Haus zu verlassen, wenn auch aus einem traurigen Anlass. Denn am Abend des 15.

 Dezember 1995 findet auch die Trauerfeuer für Johns kürzlich an krebsverstorbener Zwillingsschwester statt. Offenbar hatten er und seine Frau sich auch darauf vorbereitet, die Andacht zu besuchen. Entsprechende Outfits haben die beiden vor ihrem Verschwinden noch in ihrem Schlafzimmer auf dem Bett zurecht gelegt. Die Kinder der Marktis hatten Shelly noch am Morgen gebeten, an diesem Tag zu Hause bleiben zu dürfen.

 Der Tod von Johns Zwillingsschwester war für sie alle emotional und sicherlich gibt es Schöneres als einen Schultag, an dessen Ende noch eine Trauerfeier auf einen wartet. Aber Shelly hat am Morgen darauf bestanden, dass alle fünf Magl trotzdem den Unterricht besuchen sollten. Shelly selbst ist Vollzeit zu Hause, um die Kehrarbeit zu übernehmen.

 Vater John ist selbständiger Fernfahrer mit eigenem Unternehmen und eigentlich sieht es aus, als seien sie nach dem Abgang ihrer Kinder noch mal normal in den Tag gestartet. Die beiden hatten sogar noch einen Kaffee aufgesetzt, der jedoch nie angerührt wurde. Die Armbanduhr, die Vater John eigentlich immer im Handgelenk trägt, liegt daneben auf dem Herz.

 Und noch etwas ist merkwürdig. Es gibt einen Schrank im Haus der Magles, der eigentlich immer abgeschlossen ist. Wirklich immer. Doch als Ruthy sich im Haus umsieht, steht er sperangelweit offen. In dem Schrank bewahren John und Shelly Marley ihre Schusswaffen auf. Dass die beiden, die bei fünf Kindern im Haus nicht offen rumliegen hatten, ist ja nur logisch.

 Deshalb können Ruthie und ihre Geschwister später auch nicht sagen, ob etwas aus dem Schrank fehlt. Sie hatten keine Ahnung, wie viele Waffen ihre Eltern überhaupt im Haus haben. Nicht nur der Waffenschrank wurde geöffnet, sondern auch ein Safe aus dem Hause Marley. Der steht geöffnet im Waschbecken des Badezimmers, wo er natürlich absolut nicht hingehört.

 Auch hier wissen die Kinder nicht genau, was darin war und ob etwas fehlt. Allerdings scheint jemand hektisch nach irgendetwas gesucht zu haben. Im Schlafzimmer liegen nämlich allerlei wichtige Papiere der Familie auf dem Boden verstreut herum. Dafür scheinen Shelly und John soweit fast alle persönlichen Gegenstände zurückgelassen zu haben.

 Neben Johns Armanduhr sind das etwa Shelly Handtasche und damit auch ihre Kreditkarten, ihre Zigaretten und ihre Ausweispapiere. Und aus der Garage ist nicht nur Johns Auto verschwunden, sondern auch die Plan, mit denen er sein Auto normalerweise immer abgedeckt hat. Nach und nach trudeln die vier Geschwister von Ruthy an.

 Weil sie unsicher ist, was sie tun soll, ruft Ruthy bei einer Tante von ihr an. Die beruhigt ihre Nichter. Sie hat erst gestern noch mit John gesprochen und er hatte erzählt, dass er sich vor der Bestattung der Schwester noch einen neuen Anzug in der Mall besorgen wollte. Für die Tante ist am plausibelsten, dass sich John und seine Frau einfach auf den Weg zum Einkaufen gemacht haben und bald wieder da sein werden.

 Gegen 17:30 Uhr kommt die Tante dann selbst zum Haus der Maglis. Eigentlich wollte man sich gemeinsam auf den Weg zur Trauerfeier für Johns Zwillingsschwester machen, aber das Ehepaar Magley ist immer noch nicht da. Die Tante und der Onkel entscheiden sich, die Kinder mit zur Feier zu nehmen. Sie sind sicher, dass John und Shelly dort schon auftauchen würden, denn John würde niemals die Andacht seiner eigenen Zwillingsschwester verpassen.

 Alle gehen davon aus, dass hier einfach ein Missverständnis vorliegt, eine spontane Planänderung oder sonst etwas. Doch die Trauerfeier beginnt und endet ohne das Ehepaar Magley. Nach der Andacht gehen die Tante und der Onkel wieder mit den Kindern nach Hause. Sie wollen ihre Nächten und ihre Neffen nicht allein lassen und sind mittlerweile selbst mehr als besorgt.

Alle bleiben bis nach Mitternacht auf, um auf John und Shelly zu warten. Als sie auch da noch nicht zurück sind, zieht die Tante die Reißleine. Um etwa 0:30 Uhr ruft sie bei der Polizei an, die sofort einen Streifenwagen vorbeischickt. Als die Polizei sich in dem Haus umgesehen und mit den Familienmitgliedern gesprochen hat, steht eine erste Theorie, nämlich, dass John und Shelly in letzter Zeit einfach sehr viel Stress hatten und sich wohl einfach eine Auszeit genommen hätten.

Der Tod von Johns Zwillingsschwester war nämlich leider nur der letzte Schicksalschlag von vielen, mit denen die Marls in den letzten Jahren klarkommmen mussten. Im Juli 1993 brannte das Haus der Familie ab. Ein Jahr darauf starb der Vater von John ein Neffe begegangen Selbstmord. Für die Ermittler klingt das, als sei den Maglich einfach alles zu viel geworden und als hätten sie einfach den Kopf frei bekommen müssen.

Für die fünf Kinder und die weiteren Familienmitglieder ist dieser Annahme ein Schlag ins Gesicht, denn das, was John und Shelly durch all die schweren Zeiten geholfen hat, war immer die Liebe zu ihren fünf Kindern. Dass die beiden ausgerechnet an Johnnyys achten Geburtstag und dem Tag der Trauerfeier von Johns Schwester abhauen würden, kommt für das Umfeld der Markl gar nicht in Frage.

 Also nimmt die Polizei die Ermittlung auf. und stößt schon bald auf eine bizarre Zeugenaußer. Tatsächlich will jemand die Markl am Tag ihres Verschwindens gesehen haben und zwar in einer Filiale der Courtland Bank in Bloomfield um 10:36 Uhr am Vormittag. Eine Bankangestellte berichtet, John und Shelly hätten bei ihr einen Check über 1000$ eingelöst.

 Die Zeugin will auch einen Blick auf das Auto der beiden erhascht haben, denn wie könnte es in den USA auch anders sein, auch die Bankfiliale funktioniert mit einem Drivethrough. Es ist das erste Mal, dass die Marklich genau diese Filiale aufsuchen. Sonst haben sie immer bei einer anderen ihre Bankgeschäfte erledigt. Die Bankmitarbeiterin pendelt aber selbst zwischen den beiden Filialen und erkennt John und Shelly da trotzdem als ihre Stammkunden wieder.

Nicht aber die dritte Person, mit der die beiden unterwegs gewesen sein soll. Ein schlanker, dunkelhaariger Mann, der im Fahrerhaus des Pickups der Maglich saß. Bis heute weiß niemand, wer dieser Mann gewesen ist. Außerdem ist das Checkheft der Magl bis heute verschwunden. Die Bankangestellte sagt auch, der sonst so freundliche John sei an diesem Morgen sehr eigenartig gewesen.

 Er habe nicht einmal verabschiedet, bevor er weggefahren sei. Die Vermutung liegt ja nah, dass der fremde Mann der Täter in diesem Fall gewesen sein könnte. und dass er Shelly und John vielleicht gezwungen hat, das Geld abzuheben. Merkwürdig wäre da allerdings die Summe von genau 1000.Klar,dasisteinerundeZahl,aberdieMarklishattendanachnoch865 auf ihrem Konto übrig.

 Warum also nicht gleich alles fordern, was die beiden hatten? Die Polizei durchleuchtet die Bankgeschäfte von John und Shelly weiter und stößt auf einige Besonderheiten. Noch am Tag vor ihrem Verschwinden, im 14. Im Dezember haben die beiden ein Kredit über 1600$ aufgenommen und das ist nicht der erste. Schon etwa zweieinhalb Monate zuvor haben sie ein Kredit aufgenommen, damit John neue Autoreifen kaufen konnte.

 Ansonsten hatten die maglich aber keine dokumentierten Schulden. Auch das Haus der beiden war schon längst abbezahlt. Warum ausgerechnet am Tag vor ihrem Verschwinden ein neuer Kredit aufgenommen wurde, ist bis heute ebenfalls unklar. Klar wird immerhin der Standort des Autos von John Markley. Der Chefrolley taucht nur kurz nach dem Verschwinden der beiden auf dem Parkplatz eines ehemaligen Baumarkts an der Elmroad auf.

 Eigentlich achten John und Shelly immer penibel darauf, dass der Wagen gut in Schuss ist. Doch als er auf dem unscheinbaren Parkplatz gefunden wird, ist er schmutzig. So als sei er im Gelände gefahren worden und das sollen John und Shelly laut Familienangehörigen eigentlich vermieden haben, wann immer es ging. Allerdings kann die Polizei am oder im Auto keine Hinweise auf irgendein Verbrechen finden.

 Die beiden zuvor verschwunden geglaubten Abdeckplan für das Auto liegen im Kofferraum und auch das Handy, das sich John und Shelly geteilt haben, wird im Wagen gefunden. Auch hier gibt es aber wieder eine Merkwürdigkeit. Eine Nichte von John und Shelly erzählt später, sie habe das Auto am Tag des Verschwindens der Marktis gesehen, allerdings auf einem Parkplatz genau gegenüber.

 Diese Nichte war bei Walmart einkaufen und hat das Auto ihres Onkels dort auf dem Parkplatz wieder erkannt. Auch sie erinnert sich, dass das Auto stark verschmutzt war. Sie hat nämlich daraufhin sogar mit ihren Fingern etwas in den Staub und Schmutz geschrieben. Ein kleines High Uncle John. Als die Nichte den Walmart nach ihrem Einkauf verlassen hat, sei das Auto aber weg gewesen.

 Gefunden wurde es dann später auf dem Parkplatz gegenüber. Man fragt das Videomaterial bei dem Walmart an in der Hoffnung, dass darauf zu sehen ist, wer wann das Auto umpackt. Doch leider ist das Material zu dem Zeitpunkt schon überschrieben worden. Irgendwer muss es nach dem Bankbesuch der beiden dort abgestellt haben und das nach einem Ausflug durch unwegsames Gelände, wie die Schmutzspuren am Wagen zeigen.

 Die Frage ist nur, waren es John oder Shelly selbst, die das Auto geparkt haben, oder waren sie da schon wo ganz anders? Tatsächlich glaubt John Schwager das auffällige Auto der Markle ebenfalls am Vormittag gesehen zu haben. Das müsste dann kurz nach dem Besuch bei der Bank gewesen sein.

 Und der Schwager wohnt in der Nähe von einem schlammigen Schotterweg, der wiederum an ein Naturschutzgebiet grenzt. Das würde zum Schmutz am Auto passen. Der Schwager fragt sich natürlich, ob es sein kann, dass John Shelly und der mysteriöse Fremde sich ausgerechnet hier aufgehalten haben können. Allerdings ist das nur Spekulation. Obwohl das Verschwinden der Marklich mehr als 30 Jahre zurückliegt, sind die Suchmaßnahmen nicht unähnlich zu denen, die wir aus neueren Fällen kennen.

Hunderte von Menschen durchsuchen gemeinsam ein weitläufiges Gebiet rund um das Haus an der Greenville Road. Außerdem gibt es eine Luftsuche, Taucher sinden sehen und Gewässern im Einsatz und so weiter. Und auch damals gibt es natürlich schon die Möglichkeit, sich an die Medien zu wenden. Auch das probiert die Familie Markley aus.

 Es gibt Auftritte in diversen Talkshows und beim US-Pondor zu Aktenzeichen XY. Danach gehen wohl auch ein paar Hinweise ein. Zumindest wird nach der Ausstrahlung noch ein weiteres Gewässer in der Umgebung von Bowling Green abgesucht, aber auch hier wird das Ganze ergebnislos eingestellt. Direkt nach dem Verschwinden ermlich sind Linda, eine weitere Schwester des verschwundenen John und ihr Mann Jean in das Haus in der Greenwille Road gezogen, um die fünf Kinder zu betreuen.

 Linda hat den Kindern immer erzählt, ihre Eltern würden bald wieder nach Hause kommen und auch selbst fest daran geglaubt. Die Maglich sind ja mitten im Dezember verschwunden in der Zeit, in der die Familie eigentlich mehr als zu jeder anderen Jahreszeit im Fokus steht. Auf seinen Wunschzettel für den Weihnachtsmann schreibt der acht Jahre alte Johnny deshalb nur eine einzige Sache.

 Alles, was ich zu Weihnachten haben will, sind Mom und Dads. Und vielleicht ist am 26. Dezember ganz kurz die Hoffnung da, dass ein Wunsch in Erfüllung gehen könnte, denn morgens um kurz nach 8 Uhr klingelt das Telefon. Anrufer unbekannt. Es ist Jean, der Onkel der Kinder, der am Morgen des 26. Dezember den Anruf entgegennimmt, als das Haustelefon klingelt.

 Es meldet sich eine männliche Stimme. Der Anrufer will mit Ruthy sprechen, der ältesten Tochter der Magdis. Als Jean entgegnet, dass sie noch schläft, fragt der Anrufer nach der Tante der Kinder. Jean wird daraufhin misstrauisch und sagt, der Anrufer soll einfach damit rausrücken, was es gibt. Doch der Fremde macht klar, dass er nur mit Ruthy oder der Tanze reden will.

 Der Onkel legt genervt auf und hält das ganz für einen nervigen Scherz. Drei Tage später, am 29. Dezember, klingelt das Telefon wieder. Erneut geht der Onkel ran. Und dieses Mal ist der Anrufer gesprächiger. Er behauptet zu wissen, wo John und Shelly sein. Die beiden würden in einem verlassenen Ort in Toronto, Ohio, festgehalten werden.

Gegen eine Zahlung von 000$ würde er sagen, wie man die marktlich nach Hause bringen könnte. Der Anrufer schlägt sogar vor, die Familie könnte doch das Auto der Marklich verkaufen, um das Geld schnell aufzutreiben. Jean bittet als Vorwand um Bedenkzeit und kontaktiert umgehend die Polizei. Tatsächlich scheint dem Anrufer etwas an seiner Forderung zu liegen, denn er ruft noch zwei weitere Male an.

 Er stellt ein Ultimatum. Die Familie hätte bis zum 31. Dezember Zeit. Sollte das Geld bis daher nicht da sein, würden John und Shydy bei dem Ritual eines nicht näher beschriebenen Kuls geopfert werden. Wie ernst die Polizei dieser Drohung nimmt, ist nicht bekannt, aber von nun an arbeitet man eng mit den Marklich zusammen, um das weizere Geschehen mit dem Erpresser zu begleiten.

Am Morgen des 31. Dezember meldet sich der Anrufer mit Anweisung für die Geldübergabe. Die Familie habe ab jetzt eine Stunde Zeit zu dem Ready vor der Eastwood Mall zu fahren. Dort würde man einen Zettel mit weiteren Anweisungen finden. John und Shelly seien nun nicht mehr in Toronto.

 Der Anrufer habe sie zu einem verlassenen Haus in der Nähe gebracht, um sie nach dem Erhalt des Geldes freizulassen. Letztlich führen die Anweisungen des Täters zu einer Tankstelle, wo das Geld deponiert werden soll. Und genau dort stellt die Polizei dem Erpresser eine Falle. Der Anrufer denkt, er werde dort eine Tasche voller Bargeld an Empfang nehmen.

 So hat er es mit der Familie Marle im Telefon vereinbart. In Wahrheit wartet dort allerdings die Polizei auf ihn, die ihn umgehend festnimmt. Bei dem Erpresser handelt es sich um den 45 Jahre alten Steven Durst, ausgerechnet einen ehemaligen Angestellten von John Markley. Wie vorhin kurz erwähnt, ist John Marley Fernfahrer und hatte zeitweise einige Mitarbeiter, darunter eben Steven.

 Die zwei Männer müssen irgendwann mal nicht nur ein kollegiales, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis gehabt haben, denn Steven und zwei seiner Kinder haben sogar mal zeitweise bei den Markis gewohnt, während Stevens Scheidung lief. Aber nach einem Streit hat John Steven als Mitarbeiter und Mitbewohner rausgeschmissen.

 John soll nämlich ein paar Gehälter nicht ausgezahlt haben, weil er Steven verdächtigt hat auf der Arbeit geklaut zu haben. Steven Durst hat das aber immer bestritten und sich dementsprechend um sein Geld betrogen gefühlt. Auch nachdem John Steven rausgeschmissen hatte, sollen die zwei deshalb mehrfach aneinander geraten sein.

 Einmal habe Steven John sogar bedroht, heißt es. Neben Steven das wird auch seine 18 Jahre alte und hochschwangere Tochter Diana verhaftet. Die sagt, sie habe einfach nur gemacht, was ihr Vater ihr aufgetragen habe und wüsse gar nichts von einer Entführung. Die Polizei lässt sie auch tatsächlich laufen. Anders als ihr Vater hat sie keine Vorstrafen.

 Im Register von Steven finden sich bereits Vermerke zu einer Vergewaltigung, Störung der öffentlichen Ordnung und dem Widerstand bei einer Festnahme. Die Anklage wegen der Vergewaltigung wurde aber fallen gelassen, weil die Klägerin wohl nicht zu anberaumten Verhandlung aufgetaucht war. Nun gesellt sich Erpressung zu den Delikten dazu.

 Auch wenn er wehement behauptet, er sei gar nicht der Anrufer gewesen und habe dementsprechend niemanden erpressen wollen. Er sei einfach zufällig an der Tankstelle gewesen, als die Polizei ihn festgenommen hat. Allerdings glaubt das Gericht ihm nicht und der 45-jährige wird verurteilt und natürlich auch befragt.

 Denn dass er durchaus etwas mit dem Verschwinden der maglich zu tun haben könnte, wirkt ja erstmal wahrscheinlich. Dabei mus das sich auch wie in Teilen der USA noch immer üblich einem Lügendetektortest unterziehen. Laut Mittland macht dabei irre führende Angaben zu verschwinden von John und Shelly. Das Gerät soll bei jeder einzelnen gestellten Frage ausgeschlagen haben.

 Trotzdem glaubt die Polizei damals laut Medienberichten nicht, dass er etwas mit einem möglichen Verbrechen an ihn zu tun hat, sondern dass er wirklich einfach die Chance ergriffen hat und sich an dem Schicksal der Familie bereichern wollte. Allerdings soll das mehreren Personen erzählt haben, John Markley würde ihm 1000 US-Dollar schulden.

 Das wäre genau die Summe, die die beiden am Tag ihres Verschwindens bei der Bank eingelöst haben. Vier Jahre nach ihrem Verschwinden werden John und Shelly Marley offiziell für Tod erklärt. Die Ermittlungen dem rätselhaften vermissten Fall gehen aber trotzdem weiter. Allerdings nur, wenn ein neuer Tipp reinkommt, was alle paar Jahre mal passiert.

 So erhält die Polizei etwa im April 2005 und im Oktober 2006 anonyme Anrufe. Dabei soll behauptet worden sein, John und Shelly sein in einem Naturschutzgebiet vergraben worden sei. Spannenderweise in genau dem Gebiet, an dessen Rande der Schwager geglaubt hat, das Auto der Marktis am 15. in der Zeit mal gesehen zu haben.

 Bei einer darauffolgenden Suche mit Spürhunden wird jedoch nichts gefunden. 2015, 20 Jahre nach dem Verschwinden der Markl werden noch einmal mehrere Personen neu befragt. Es habe im Vorfeld neue Hinweise gegeben, heißt es. Doch abermals ergibt sich keine heiße Spur, keine neue Erkenntnis. 2020 wird ein 71 Jahre alter Mann namens Milton Kurzman aus Bristolville festgenommen und wegen schwerer Körperverletzung angeklagt.

 Er soll auf seinen Mitbewohner geschossen haben. Kurz nach seiner Verhaftung stirbt Kurz mein im Gefängnis. Wenig später wird das Grundstück des Verstorbenen umfassend durchsucht. Die Polizei hat nie bekannt gegeben, weshalb genau man bei Kurzman alles so akribisch abgesucht hat. Doch viele Personen glauben, dass es etwas mit dem Fall von John und Shelly zu tun haben könnte.

 Das ist allerdings wirklich nur Spekulation aus den Medien. Das Grundstück von Kurzman befindet sich nur etwa fünf Autominuten von dem der Magl entfernt. Die Mittler haben absolut dicht gehalten und nur gesagt, dass man dort im Zusammenhang mit einem schon lange ungelösten Fall suchen würde. Gefunden wurde allerdings offenbar nichts.

 Es ist auch nicht bekannt, welche Verbindung dieser Kurzman vielleicht zu den Marles oder zum früheren Verdächtigen Steven Dust gehabt haben könnte. Die Tatsache, dass man das Schicksal von John und Shelly nie klären konnte, hat natürlich die ganze Familie stark geprägt und tatsächlich nicht unbedingt für einen guten Zusammenhalt gesorgt, denn Shelly und Johns Seite sollen sich über die Jahre wohl ordentlich zerstritten haben.

 John und Shelly waren 36 und 31 Jahre alt, als sie verschwanden, aber schon seit 16 Jahren verheiratet. Sie haben sich also das Jahr Wort gegeben, als John 20 war und Shelly erst 15. Die Familie von Shelly soll anfangs wohl sehr dagegen gewesen sein, dass sie in so jungen Alter heiraten. Irgendwann haben sie sich aber mit der Situation abgefunden.

 Das änderte sich mit dem Verschwinden des Ehepaars wohl wieder. Es heißt, Shellys Seite der Familie habe die fünf Kinder nicht länger sehen dürfen. Als Steven das wegen der Erpressung der Marklich in Haft sitzt, schreibt die Mutter von Shelly ihm einen Brief. Darin schreibt sie, sie glaube Steven, dass er nicht der Entführer des Ehepaars sei.

 Beiter schreibt sie: “Ich traue den Marles überhaupt nicht und habe das Gefühl, dass sie hinter all dem stecken.” Außerdem haben sie mit einem Sheriff geredet, der genau ihrer Meinung sei. Johns Seite der Familie hingegen wendet sich darauf hin einer ganz anderen Theorie zu, nämlich, dass genauso gut Shelly hinter all dem stecken könnte.

Shelly soll Johns Bruder kurz vor ihrem Verschwinden gesagt haben, daß sie ihren Mann verlassen wollte, sich aber nicht trauen würde. Als Hausfrau hätte Shelly auch nur begrenzt eigene finanzielle Mittel gehabt, um das zu tun. Darum entwickeln einige Familienmitglieder die Theorie, Shelly könnte sich doch vielleicht sogar mit Steven zusammengetan haben, um John verschwinden zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.

 Die meisten der Maglis haben sich von dieser Theorie allerdings mittlerweile verabschiedet, vor allem, weil jeder wusste, dass die fünf Kinder das Zentrum von Shelly Leben war. Niemals hätte sie die Kinder alleinelassen, auch nicht im Austausch für ein unabhängiges Leben. Trotzdem ist es traurig zu sehen, wie die hinterbliebenen offenbar an der Ungewissheit zerbrochen sind.

 Auch mehr als 30 Jahre nach dem Verschwinden der Maglich suchen sie nach einer Antwort. Dabei schauen einzelne hinterblieben auch nach wie vor auf ihr eigenes Umfeld. Shelly Bruder etwa hat eine ganz eigene Theorie, die mit der Familienhistorie von Shelly Familie zu tun hat, denn ihr Vater ist ein verurteilter Mörder.

 Er wurde wegen des Mordes an einem Mann schuldig gesprochen, mit dem Shelly’s Mutter eine Affäre gehabt haben soll. Shelly’s Vater kam dafür ins Gefängnis und die Mutter reichte die Scheidung ein. Shelly Bruder behauptet, aber sein Vater habe den Mord, für den er verurteilt wurde, gar nicht begangen, sondern der Sohn des ermordeten Mannes.

 Und angeblich soll Shelly ebenfalls herausgefunden haben, dass ihr Vater unschuldig war und dass Shelly und John daraufhin versucht hätten, den wahren Mörder zu erpressen. Es klingt zwar nach gutem Stoff für einen spannenden Krimi, aber wie konkret und realistisch solche Mutmaßungen sind, ist die andere Frage. Der einzige annähernd Verdächtige, den es gab, Steven Dust, lebt auch heute noch.

 Er ist zuletzt 2019 wegen häuslicher Gewalt zu vier Jahren verurteilt worden. Seine Tochter Diana, die zunächst mit ihm gemeinsam festgenommen wurde, ist 2022 gestorben. Der Fall der Marktis wurde Ende 2025 auch von dem US-Pcast Crime Junky recherchiert. Das Team hatte nach eigenen Angaben Kontakt zu anonymen Quellen, die den Bezeiligten nah gestanden haben sollen.

 Unter anderem wurde den Podcast an einer Audioaufnahme zugespielt, auf der zu hören sein soll, wie eine Person angeblich Steven das darüber redet, Leute erpresst zu haben, weil sie ihm Geld geschuldet hätten. Verifiziert werden konnte das aber selbst von den Podcasterin nicht und von mir aus dem fernen Deutschland natürlich schon gar nicht.

 Laut einer anderen anonymquelle soll seine Tochter Diana sogar die anonyme Zippgeberin aus 2005 und 2006 gewesen sein. Also die Person, die gesagt hat, John und Shelly seinem Naturschutzgebiet vergraben worden. Aber auch das ist natürlich nicht verifiziert. Die Polizei hat zuletzt daran festgehalten, dass Steven das wahrscheinlich nichts mit der Entführung der Marktisch zu tun gehabt hat, sondern nur die Gelegenheit ergreifen wollte, Geld von der Familie zu erpressen, dass er dringend gebraucht hat.

Die fünf Kinder der Magdis sind nach dem Verschwinden ihrer Eltern bei Familienangehörigen aufgewachsen. Mittlerweile sind sie natürlich alle schon längst erwachsen. Einige von ihnen haben selbst Kinder. Als die drei älteren Töchter Ruthy, Bonnie und Stacy erwachsen geworden sind, sind sie tatsächlich wieder gemeinsam in ihr Elternhaus gezogen zusammen mit Ruthys Ehemann.

 Es gibt zwar einen Grabschein für John und Shelly Marley, aber nur mit ihren Geburtsdaten. Ein Sterbedatum für die beiden konnte bis heute nicht eingraviert werden. Und die Gräber sind natürlich auch heute noch leider leer. Irgendwer weiß, wo John und Shelly Marley sind. So viel steht fest. Aber wir wissen nicht, ob auch der Rest der Welt das irgendwann noch erfahren wird.

Zuerst klang der Fall für mich eigentlich nach einem klassischen Raubüberfall, aber in keine der Quellen ist davon die Rede, dass zum Haus der maglich Einbruchs oder Kampfspuren gegeben haben könnte. Das spricht eigentlich eher dafür, dass John und Shelly den Täter gekannt und freiwillig in ihr Haus gelassen haben.

 Was glaubt ihr, was hier geschehen ist? Ein aus dem Ruder gelaufener Raub, eine Erpressung, eine Entführung? Oder hatte wirklich jemand eine Rechnung mit dem Ehepaar Markley offen? Ich bin gespannt auf eure Ideen und Theorien in den Kommentaren. Ganz nebenbei unterstützt ihr auch so den Kanal. Wenn ihr den Kanal noch weiter unterstützen wollt, abonniert mich gerne bei Patrick.

 Da bekommt ihr die Videos ohne Zensur und ohne Werbung. Außerdem veröffentliche ich da öfters mal Posts, da können wir auch besser miteinander kommunizieren. Wenn euch das interessiert, schaut einfach mal in der Infobox vorbei. Da findet ihr die Links zu Patreon, Discord und Instagram. Vielen Dank schon einmal im voraus. Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen.

 Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem, wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute. Yeah.

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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