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Akte Jens Salaw – Ein mysteriöser Tod und verdächtige Spuren Teil 1/2 T – Part 2

 er muss ein Backup gehabt haben, wie er nach Hause kommt oder wo er schläft. Es ist muss also wirklich was was gewesen sein, was abgeklärt war mit ihm und er auch davon ausgegangen ist, dass es funktioniert bzw. Also das Vertrauen muss da gewesen sein, dass er irgendwo ein Schlafplatz hat bzw. nach Hause kommt danach.

Und Steffi, wie war dann der weitere Ablauf der Nacht des 21. Februar 2020? Wie ging es weiter mit Jens, nachdem er ja in Konsen an der Breitestraße ausgestiegen ist und wir haben ja gehört mit mindestens 12 weiteren Passagieren, die im Bus gesessen haben. Ja, 10 bis 12 ungefähr. Mhm. Also wie gesagt, er ist um 0 Uhr in Eicherscheid in den Bus eingestiegen und er ist gegen 0:10 Uhr dann in der Breitstraße oder an der Breitstraße in Ksten ausgestiegen.

Was dann passiert ist, da haben wir zwar eine Hypothese, aber was auf jeden Fall noch gesichert ist, dass er um kurz nach 1 Uhr in der Nacht einen Freund angerufen hat. Mhm. Und das Gespräch dauerte wenige Sekunden und er soll bei dem Gespräch den Namen des Freundes genannt haben und geweint und gewümmert haben.

 Dieser Freund hat, das Gespräch ist dann abgebrochen. Der Freund hat probiert ihn noch mal zu kontaktieren. Es ist aber nicht mehr gelungen. Allerdings kann er nicht mehr genau sagen, ob besetzt war oder ob das Telefon aus war. Da muss man dazu sagen, da ist er ja in den sozialen Medien auch wirklich für angegangen worden, dass er da nicht gehandelt hat.

H das können wir aber ent kräftigen. Also dieses Telefonat hat wenige Sekunden gedauert, viel zu kurz, als dass er da irgendwelche Rückschlüsse hätte ziehen können. Und wir wissen belegbar, also wir haben einige Chatnachrichten auch, wo wir einfach wissen, dass Jens nachts gerne mal äh seine Freunde angerufen hat, wenn er feiern gewesen ist.

 Also, da möchte ich wirklich noch mal ganz klar sagen, diesem Jungen da ein Vorwurf zu machen, ist einfach völlig völlig daneben. Ja, zumindesten, ne? Man darf auch nicht vergessen, er wusste ja auch nicht, wo Jens ist. Er kriegt da ein Anruf mitten in der Nacht. Gut, wir kennen jetzt nicht die ähm Verbindungen zwischen den Jungs und das waren gute Freunde, das war eine fest das waren feste feste gute en Freunde.

Verbindung war vielleichtes Fort, aber was ich meine ist, ne, also den Umgang auch miteinander, die kennen sich seit Jahren, sind zusammen groß geworden und wen du jetzt sagst, das war jetzt vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, dass er vielleicht auch mal im angeheizerten Zustand dann mal seine Freundin angerufen hat.

 Ja, und noch mal der junge Mann konnte ja auch gar nicht wissen, wo ihr sich gerade befindet und vor allem, wenn wir von wenigen Sekunden sprechen, ne? Genau. Aber vielleicht noch eine Sache dazu, was das Telefonat ist natürlich für uns für unsere für unsere Ermittlung war es sehr wichtig, weil dieses Telefonat zeigt uns, dass Jens zu diesem Zeitpunkt sich schon bereits in eine ja Notsituation gefunden hat.

 Wir nehmen an, dass er in diesen zu diesem Zeiten schon sich in einer hilflosen Lage befunden hat und ganz sicherlich schon diese ganzen Dinge, die da, ich sag jetzt mal, passiert sind, so wie man ihn vorgefunden hat, glaube es schon fast durchlebt hat. Also er war nicht mehr in dem Zustand, in dem er war, als er dort ausgestiegen ist. Das heißt, die ganz wesentlichen Dinge müssen zwischen 0:10 Uhr und 1 Uhr passiert sein, die ihn dann in diese Situation gebracht haben.

Mhm. Er hat danach dann noch fünf mal probiert einen anderen Freund anzurufen. Also fünf mal innerhalb von 2 Minuten. Der hat aber geschlafen und hatte sein Handy lautlus. der hat es äh nicht mehr mitbekommen. Er hat ih dann glaube ich am Morgen um kurz vor 7 Uhr eine WhatsApp geschrieben, hat gefragt, was Jens wollte und diese Nachricht ist aber eben schon nicht mehr zugestellt worden.

Genau, das ist das, was wir quasi die ist gar nicht zugestellt worden. Ja, also die ist Nein, die ist an dem die ist an dem Morgen schon nicht mehr zugestellt worden. Mhm. Ne, genau. Und wann wurde das Verschwinden von Jens bemerkt? Also die Mutter hat am Morgen um 10:30 Uhr hat sie ihm eine WhatsApp geschrieben mit “Lebste noch? Auch die ist nicht zugestellt worden und das hat sie unruhig gemacht, weil Jens eigentlich sich ständig gemeldet hat.

Der hat do am Abend vorher um 20 Uhr noch geschrieben, alles gut, ne? und Daumen nach oben. Also, die waren da wirklich einen sehr engen Kontakt und äh gut, er ist jetzt nicht nach Hause gekommen, da hat gesagt, ja, vielleicht hat er doch beim Freund geschlafen. Das war nämlich auch kurzzeitig im Gespräch gewesen, aber dass er gar nicht erreichbar ist, war völlig untypisch.

Ja, und dann hat sie eben angefangen die Freunde zu kontaktieren und zu fragen, ob er irgendwo geschlafen hat und ja, niemand wusste irgendwas. Ein Freund hat dann gesagt, nee, also wir sind zusammen zur Bushaltestelle gegangen, der ist doch nach Hause gefahren. Ja. Und dann war dann halt schon quasi am Mittag des 21

.2.2020 klar, dass Jans verschwunden ist. Und Marius, kannst du uns erzählen, welche Maßnahmen die Polizei unternommen hat oder getroffen hat, nachdem das Verschwinden bekannt wurde und mit welchem Ergebnis? Gegen 22 Uhr haben also die ersten Polizeibeamten dann sich mit der Familie ausgetauscht und es ist ja dann auch noch mal von Seiten des der Freunde dann noch mal die Situation noch mal ein bisschen kritisch formuliert worden, die Polizei da auch noch ein bisschen stärker und bisschen aktiver zu machen. Die Polizei hat dann das

gemacht, was in diesen Fällen gemacht wird, wenn man das Gefühl hat, dass ein Mensch, der sich in einer hilflosen Lage befinden könnte, dass man diese Menschen versucht möglichst irgendwie zu lokalisieren und dann hat die Polizei Suchhunde aktiviert. Also es gibt ja sogenannte Mentrailer, die Suchhunde, die sich mit Vermissten befassen oder Vermisste versuchen ja zu zu lokalisieren.

 Man hat ein Polizeihubrauber eingesetzt. Polizeihubstauber mit einer Wärmebildkamera offensichtlich, weil nachts siehst du natürlich nichts, wenn du dann überfliegst. Selbst mit Scheinwerfern hast du kaum eine Chance, da was zu sehen. Man hat aber da keine Erkenntnisse gewinnen können in dieser Nacht.

 Man hat mit relativ starken Polizeikräften auch noch ermittelt. Ich glaube, man hat auch versucht, das Handy zu lokalisieren, aber zu diesem Zeitpunkt war es nicht mehr lokalisierbar, weil es vermutlich auch den ganzen Tag über davor im Betrieb war und irgendwann ist der Akku auch leer. Denke ich, dass man dann vielleicht auch nicht mehr die Chance hat, da noch mal das Handy zu ordnen.

 Also ist in Nun genommen alle Maßnahmen getroffen worden, um Jens lebend aufzufinden, ohne dass es tatsächlich zu dem Ergebnis geführt hat. Und die Polizei hatte ja auch wirklich auch noch Unterstützung der Freundeskreis, die Familie, die Eltern, die haben ja bereits am Mittag schon angefangen zu suchen nach Jans und genau als dann als sie nicht gefunden haben, dann hatten sie ja die Polizei eingeschaltet.

 Also die waren ja auch die ganze Nacht bis zu den in den ganz frühen Morgenstunden unterwegs und da haben auch mitgeholfen. Ja und jetzt muss man sagen, dass man davon schon ausgeht, dass bis da ja auch noch niemand wusste, dass ein Konzen ausgestiegen ist, oder? Doch, das wusste man. Also von den Freunden und der Familie, das wusste man ja, also die die wussten das jetzt so nicht, aber es hat sich dann herauskristallisiert.

 Es gab dann eine Person, die das beobachtet hat, dass er dort ausgestiegen ist. Ah, okay. Und deshalb hat sich die Suche dann auch auf den Bereich konzentriert, aber halt auch erst spät, ne? Also am Mittag und Nachmittag hat die Familie schon großflächiger gesucht und in der Nacht hat sich das dann aber schon auf dem Bereich konzen konzentriert.

 Da gab es dann schon Hinweis, dass er dort ausgestiegen ist. Familie und Freunde sind in dieser Nacht nur wenige Stunden zu Hause. An Schlaf ist nicht zu denken. Sobald der Morgen des 22. Februar 2020 hereinbricht, machen sie sich wieder auf den Weg nach Konsen, um weiter nach Jens zu suchen. Polizei, Hubschrauber, Manrailerhunde und dutzende freiwillige Helfer unterstützen sie bei der Suche.

Gegen 17:30 Uhr geht ein Notruf bei der Polizei ein. Am anderen Ende der Leitung meldet sich der Mitarbeiter eines Bauenrufes in Konzen. Er habe auf dem Feld den leblosen Körper eines jungen Mannes entdeckt. Sofort machen sich Polizei und Rettungskräfte auf den Weg, doch jede Hilfe kommt zu spät. Jens Salaf ist tot.

Und an diesem Punkt ist es traurige Gewissheit. Jens Salaf ist tot. Steffi, kannst du uns schildern, wie die Suchkräfte die Leiche von Jens aufgefunden haben? Also es ist so, dass Jens auf einem nicht bewirtschafteten Acker aufgefunden wurde in der Nähe eines Bauernhofes und zwar von einem Mitarbeiter des Bauernhofes, der hat die gleiche gefunden und dann eben die Polizei alarmiert.

 Wir haben sie ihn aufgefunden. Also Jens war am Abend zuvor mit Boots und Trachtensocken und einer Lederhose und einem rotweiß karierierten Hempel gekleidet gewesen und hat eine ähm eine Brille getragen. Und jetzt war es eben so, dass er nur noch mit Socken und Hemd bekleidet gewesen ist und ansonsten nackt war. Die Brille Handy Schlüssel konnte nicht aufgefunden werden und der hat halt diverse Kratz und Schnittverletzungen aufgewiesen.

 Da gehen wir ja nachher dann genauer drauf ein. Genau, aber das ist eben der Zustand, in dem er dann aufgefunden wurde. Und Marius, kannst du uns kurz mal erklären, wie jetzt der Ablauf seitens der Polizei ist, wenn ein Vermisster Tod aufgefunden wird? Ja, ich hatte es ja gerade schon ganz kurz, glaube ich, erwähnt. Also, es ist definitiv eine neue Lageentwicklung.

 So, das heißt mit dem Auffinden des zuvor vermissten ändert ja ein Grund genommen die Fahung nach dem Vermissten enden ja alle Maßnahmen, um irgendwie gefahren Abwehr noch erfolgreich zu gestalten. Ab dem Zeitpunkt des Auffindens ist es so, dass zunächst einmal Notarzt den auch den Tod feststellen muss.

 Es gibt sichere Todeszeichen. In dem Fall war eine Notärztin vor Ort und war also allererste am Leichnah von Jens, hat den Tod von Jens auch bestätigt. Es gab ja auch sehr, sehr eindeutige, ja, ich sag jetzt mal Hinweise, dass er verstorben ist, leichtstad war ausgebildet. Also, wenn die Notärztin dann ihre Arbeit abschließt und sagt: “Jaw, es ist ein sicherer Tod äh eingetreten, Todesbescheinigung wird dann ausgefüllt.

” Die Todesbescheinigung ist so, dass man dort auch vermerkt, welchen Verdacht man hat, was ich sie Todesursache und als Todesursache wurde angenommen als Erstbefund Verdacht eines Erfrierungsdodes attestiert worden infolge von Alkoholleinfluss. Das ist eigentlich eine Diagnose, die oder ein Befund, der gerade für die polzeiliche Arbeit, ja, ich sag jetzt mal schon sehr sehr wichtig war, weil die Beamten, die nämlich dann, es waren dann Beamten der Kriminalwache aus Achen, die Todesermittlungen beginnen, also in die Todesermittlung einsteigen, das

Todesermittlungsverfahren einleiten und die haben natürlich diese Information, welchen als allererstes mit der Notärztin, den Notärztin gibt da auch ihre persönliche Meinung und ihre Erkenntnislage wieder und es ist So, dass man neun Fälle von zehn würde ich sagen, ist das auf jeden Fall gesetzt, dass man sagt jemand der stark alkoholisiert war und dann der Kälte ausgesetzt ist, dass die beiden Kombinationen sind höchst gefährlich und die Todesfälle, die dann letztlich in Folge diese diese Kombination zu beklagen sind, die sind in der Regel

allein verschuldet, weil dann jemand tatsächlich aufgrund ja nicht ausreichende Koordination und kognitiven Fähigkeiten dann am Ende des Tages sich irgendwie verläuft in der Landschaft und ähm dann, ich sag jetzt mal eine Kälte äh erliegt, ja, so blöd das auch klingt. Das sind also die Standardfälle. So.

 Und wenn du als Kriminalbeamter eine Kwache zu einem solchen Fall kommst und du bekommst diese Informationen, dann hast du schon eine sogenannte Prägung. Ja, das ist die erste Verdachtsprägung, von der wir gerade auch gesprochen haben, was ich ganz ganz wichtig finde, weil alles, was du dann machst, du musst natürlich dann äh das Todes Ermittlungsverfahren, es gibt ein objektiven subjektiven Bereich, der objektive Bereich umfasst den die Leichenschau, das heißt, du musst den Leichnah anschauen, du musst schauen,

ja, ist das denn soweit richtig? gibt es möglicherweise Verletzungsmuster am Körper, die für eine Fremdeinwirkung ähm sprechen würden, aber solche sicheren äh Erkenntnisse konnten die Beamten natürlich dann auch nicht mehr vorfinden. Das hätte auch die Notärztin auch erkannt. Also insofern hat man gesehen, ja, er war entkleidet, das war atch.

 Er hatte ähm die Steffung sagte, er hatte seine seine Hose war nicht da, seine seine Unterbekleidung, also die Unterhose und die Schuhe. Äh, interessanterweise hat er aber noch Socken angehabt. Das ist ein wichtiger Hinweis, weil es gab ja auch zwischendurch diese These, dass er durch diese Morfelder gelaufen sein soll und da alle seine Sachen irgendwie verloren muss, verloren haben muss und die dann unauffindbar äh im Mor für immer verschwunden sind.

 Also, das ist aus meiner Sicht eine echt ziemliche, ich sag jetzt mal konstruierte Hypothese, weil spätestens, wenn du mit Socken durch so ein Morgenbiet läufst, ja, die Socken hast du nicht mehr lange an, das die Socken verlierst du sofort. Also, das machte keinen Sinn. Die Socken waren auch nicht komplett durch Nest. Das konnte man ja auch ganz gut erkennen.

Die waren also nur in den Bereich der Fußsohle nass, weil er natürlich darüber gelaufen ist, aber so im höheren Bereich waren sie nicht durchn das er muss ja nicht er kann auch nicht durch ganz tief schwerges Gebiet gegangen sein. Also wenn du dann also mit dieser Vorkenntnis der Informationslage von Seiten der Notärztin an deinen solchen Leichnamen herangehst, dann hast du eigentlich schon eine vorgefasste Meinung.

 Ja, du bist vorgeprägt. Du gehst davon aus, es ist ein allein verschuldeter Tod, ein selbstverschuldeter Tod. Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie intensiv schaust du jetzt dahin? Natürlich gibt’s so Grundregeln, ja, ein Leichten musst du dann vollständig entkleiden. Du musst das Hemd noch ausziehen.

 Du musst noch auch die Socken ausziehen. Ich glaube nicht, dass die Socken ausgezogen wurden, wenn ich ehrlich sein soll. Ja, während der leichtenschau meinst du, also oder während der Obduktion bei der klimatpolizeilichen Leichenschau im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens. Es ist eine Pflicht, dass man nur die Leichtnahmen, dann lässt sich in der Folge auch entkleidet, um zu sehen, ob irgendwo in irgendeinem Körperteil noch irgendwelche Verletzung voran sind, die vielleicht todesursächlich sein könnten und die können auch an den Füßen sein

letztendlich. Ja, okay. Aber das ist jetzt eine andere Geschichte. Also, da hat man glaube ich schon mit diesem Gedanken, dass es sich um offensichtlich ja um einen Tod handelt, der irgendwie in Folge dieses Alkohleinflusses dann plötzlich zu beklagen ist. vielleicht schon mal sehr selektiv das Ganze durchgeführt. Mhm.

Und hat Verletzung. Man hat natürlich Verletzung festgestellt in Form von Schnitt und Kratzverletzungen, aber man hat auch durchaus, es waren auch noch andere Verletzungen am Körper von Jens, Abschiffung an Knien, es waren auch Abschiffung an Stellen, wo er sich die nicht hätte selbst irgendwie zufügen können.

 Es gab Hematome am Körper von Jens, die auch großflächig waren, die auch auf eine durchaus auf eine körperliche Misshandlung hätten hinweisen können. Das hat man aber auch nicht als Todesursächlich erkannt. Also es ist immer die Frage, gibt es Verletzungsmuster am Körper, die todesächlich sein können. Und das hat man verneint in Kombination mit der Annahme oder mit der Erstannahme der Notärztsin war eigentlich dann relativ klar, wir haben hier kein Tötungsdelikt, wir haben hier vermutlich ein Unglückswahl und dann sind diese gesamten polizeilichen Maßnahmen auch

entsprechend runtergefahren worden. Erfrierungstod. nochmals äh es ist nicht atypisch, ne? Das ist ein Regelfall, aber hier in dem Fall gab es eben die Kombination von den ganz vielen Verletzungen und über den gesamten Körper verteilt. Man hat da von diffusen Verletzungen gesprochen. Wirklich, die hat man auch relativ schnell für sich erklärt, weil man gesagt hatte, der musste ja irgendwie über Stacheldrahtzäune gefallen sein.

 Er musste durch irgendwelche Buchen Hecken gelaufen sein. Klar, dass er da total viele Kratzer hat am Körper, aber diese Kratzer waren eben auch an Stellen, an den Oberschenkel, an den an den Partien, die zuvorig durch die Bekleidung geschützt waren und vor allem ja auch durch eine Lederhose, ne? Das darf man, also wir reden ja nicht von der Stoffhose.

Der hat ja tatsächlich eine Lederhose, eine Mietlederhose, die schützt ja noch mehr als eine Jeans oder sonst was. Das heißt, diese Verletzung können ja nicht so stark ausgeprägt sein. Also, die schützt das, wie gesagt die Hose schützt dann. Und die Besonderheit war auch noch, man hat ja festgestellt, dass diese Verletzung oder die Kratzer partiell auch schon verkrustet waren.

Das heißt, die waren jetzt nicht entstanden in den letzten 5 Minuten vor seinem Ableben, weil dann hast du diese Verkrüstung nicht, dann hören ja diese biologischen Prozesse ja auf im Körper, also die regenerativen Prozesse. Dadurch hört ja auch irgendwann mal auf, das Blut zu grinnen und dann gibt’s auch keine Kustenbildung mehr.

 Also diese Feststellung der Kustenbildung deutete schon darauf hin, dass diese Verletzung zumindest schon ein paar Stunden alt war. So und dann gab’s jetzt dann diese Theorie, ja, es gibt diese dieses Phänomen, dass sich Menschen, die äh kurz vor dem sich in einer schweren Unterkühlungsphase befinden, die kurz vor dem Erfrehungstod sind, vielleicht kurz vor dem Verlust des Bewusstseins sind, plötzlich das Gefühl haben, eine besondere Hitze zu empfinden.

 Das ist auch alles erklärlich. Äh, aber das brauchen wir jetzt vielleicht nicht so in die Tiefe jetzt eingehen. Das ist Spezialgebiet von Steffi eigentlich. Es ist so, dass dieses Phänomen auftritt, dann beginnen die Menschen, die eigentlich völlig unterkühlt sind, sich noch weiter zu entkleiden, was natürlich auch die weiteren Folgen noch verschlimmert.

 Das nennt man auch dies paradoxe entkleiden. Nein, paradoxe das entkleiden paradoxen Wärmeempfinden. So ist es auch richtig von der Begrifflichkeit her. Ja, da gibt’s keine festen Studien, aber man zieht in der Regel dann irgendwie die Uberbekleidung aus, Jacken, wenn man die hat. So, das wäre wahrscheinlich nahliegender, dass er vielleicht sein Hemd auszieht als zuerst die Hose und die Unterhose, aber nicht die Unterhose, also oder die Schuhe.

 Ja, das mag sein, aber dann warum lässt du die Socken noch an? Das passt ja irgendwie nicht zusammen. Und wie gesagt, es waren diese Verletzungsmuster, die waren an ganzen Körper auch an den Stellen, die geschützt waren. Das heißt, wenn er sich jetzt wirklich kurz vor dem Verlust seines Bewusstseins entkleidet, wir reden da von den letzten Minuten seines bewussten Lebens, dann geht er nicht noch durch Hecken oder bringt dich über Zäune, weil die Kraft hat er auch sicherlich nicht mehr.

 Dann läuft er auch nicht mehr in irgendwelche Stacheldratzäune, die es da im Übrigen ja auch nicht gab an diesem Feld. Ja, es gab die in der Abgrenzung zu diesem Morgebiet, aber nicht da, wo er tatsächlich durchgegangen sein ist. Der muss ja kein Schachelgradzaun überwinden. Das heißt, es sind ältere Verletzungen.

 Älter meine ich jetzt damit, die sind eher über Stunden entstanden und nicht über die letzten 2 3 4 5 Minuten, die ihm dann noch verblieben. Ergo kann er sich nicht infolge eines möglichen paradoxen Wärmeempfindens entkleidet haben. Das ist blöd. Dann hätten wir die Sachen auch natürlich auf dem Feld vorfinden müssen.

 Also der lag ja so so bisschen mittig irgendwie war viel Land um herum, wo man also wirklich auch Kleidung hätte fest und feststellen können, vorfinden können. Das hat man alles nicht. Ja, also man hat weder seine Klage noch die persönlichen Gegenstände, Handypmane, Brille, Haustürschlüsse. Das hat man alles nicht mehr gefunden.

 Das war also alles nicht mehr da. Und diese Konstellation, die spricht sehr sehr sehr klar und sehr deutlich dafür, dass er nicht alleine in diese Situation versetzt wurde, dass jemand wirklich in der in diese Situation gebracht hat, in die Sachen weggenommen hat. Auch nicht eine einzelne Person. Jens halt eine gute Statur, war kräftig von der Statur her und ich glaube nicht, dass er sich hätte von einer einzelne Person sich in diese Situation überhaupt zu versetzen.

Mm. Also er hätte wahrscheinlich schwer gekämpft und hätte sich gewährt. Ganz klar. Ja, ich sag mal zwei bis drei Personen, die wirklich da auch Hand angelegt haben, festgehalten haben. Spuren sind ja festgestellt worden im Rand der Obduktion, die also Hemmerome, die drauf schließen, dass sich jemand auf sein Knie auf seinen Oberschenkel gekniet haben könnte.

 Ja, wie gesagt, diese Hematomeel, die ich schon kurz erwähnt hatte im Rückenbereich, die deuten darauf hin, die sind also vom Muster her so parallel verlaufen, dass jemand möglich Gürtel geschlagen hat. Also, du hast schon dann Dinge, die offenkundig sind und ja, bei der Obduktion hat man übrigens ein Hirn in dem festgestellt, da kommen glaube ich auch noch mal reich dazu, aber diese Aufendesituation insgesamt, die hat schon eine hohe Qualität, um zu sagen, nein, es ist kein Allein für Schulfer tot, sondern da hat jemand geholfen und

ja, die Polizei hat da aber dieses diese Signale, diese Indizien nicht so gesehen und gewertet. Ja, spannend. Und vor allem auch auf die Frage, wo sind denn Jens Sachen? Da bist du ja gerade eben schon drauf eingegangen. Ist natürlich ein großer Punkt, der einen in dem Fall im Kopf herumschwürt.

 Jetzt doch mal näher eingegangen auf das Verletzungsmuster und ich denke spätestens jetzt können wir können viele Hörer Hörerinnen sich in Steffis Lage zurückversetzen. Ins Jahr 2025, wo sie den Bericht über Jens Salaf bei Stein TV gesehen hat. Genau, du hast ja erklärt zu dem Schluss, zu dem die Polizei gekommen ist, ihr seid sicher, so kann es nicht gewesen sein.

Notärztin und Polizei ging schnell davon aus, dass Jens Salaf sich betrunken auf die Felder verührt habe und dort erfroren sein muss. Die Staatsanwaltschaft ordnet eine Obduktion und ein toxikologisches Gutachten an. Die Rechtsmediziner dokumentieren, dass der Körper von Jensalaf mit Schnitt und Kratzverletzungen überseht ist.

Manche von ihnen sind bereits verkrustet, andere hingegen sind frisch. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass einige der Wunden erst kurz vor seinem Tod entstanden sind. Zudem stellen die Rechtsmediziner während der Obduktion einen Hirnödem fest. In letzter Konsequenz bestätigen sie aber die Annahme von Notärztinnen und Polizei.

Und es klingt schon ziemlich hart, also dafür, dass es sich ja in Anführungszeichen nur um einen Erfriungstroot handeln soll. Man fragt sich, woher kommt dieses Verletzungsbild? Und das würde ich an dieser Stelle gerne einmal versuchen, Schritt für Schritt mit euch durchzugehen. Und beginnen wir mal mit den Hirnodemen.

 Steffi, du kannst uns dazu sicherlich was erzählen. Ja, also im Obduktionsbericht ist zu lesen, dass das Hirn insgesamt hochgradig geschwollen wirkt mit einer deutlichen Druckkonusbildung im Bereich der Kleinhnmandeln. Da gehe ich gleich noch mal in Detail drauf ein. Und in der Beurteilung ist dann aber die Rede von einem hochgradig ausgeprägten Hirnem, also in der Begrifflichkeit eine Abschwächung.

 Ja, man muss sagen, beide Befunde beschreiben im Kern denselben medizinischen Zustand, aber eben mit leicht unterschiedlichen Worten. Aber gerade die haben Bedeutung, ne? Also in beiden Fällen geht es um ein starkes Hirnedem. Das bedeutet, dass das Gehirn deutlich gespollen ist, weil sich dort Wasser eingelagert hat.

Ja. Kommen wir jetzt aber einmal zu diesem feinen Unterschied in der Formulierung. Die Aussage, das Hirn wirkt insgesamt hochgradig geschwollen, bedeutet, dass das gesamte Gehirn betroffen ist. Die Schwellung wird hier als flächendeckend und umfassend beschrieben. Die Formulierung hochgradig ausgeprägt ist hier mit dem sagt ebenfalls aus, dass die Schwellung sehr stark ist.

 Aber und das ist wichtig, sie lässt offen, ob das ganze Gehirn oder nur bestimmte Bereiche betroffen sind. Theoretisch könnte sich dasem also auch auf einzelne Regionen beschränken, obwohl es sehr ausgeprägt ist. Ja, in der Beurteilung geht das nicht mehr klar heraus. Da könnte es auch nur ein kleiner Teil betroffen gewesen sein. Also, wir haben einmal hochgradig, das Gehirn wirkt insgesamt hochgradig geschwollen mit deutlicher Druckkonusbildung im Befund und in der Beurteilung steht dann einfach nur ein hochgradig ausgeprägtes Hyem.

Und da kann Marius vielleicht gleich noch mal kurz mit reinkommen. Du hast ja den Obduktionsbericht angeguckt, gemeinsam mit einem Rechtsmediziner. Ihr habt ganz ganz genau hingeschaut und aufgrund von Steffis Schilderung eben zum Hirnödemen, was ist euch in diesem Zusammenhang aufgefallen? Zumindest, dass ihr sagt, das Höhenem kann unmöglich im Rahmen eines Erfrierungstodes entstanden sein.

Also das schließen wir wirklich aus. Es gibt Möglichkeiten, die auch im Zusammenhang mit einem Erfrierungstod oder mit einer schweren Unterkühlung zu eine Dembildung kommen kann. hat was beispielsweise mit der Sauerstoffversorgung des Gehirns zu tun etc. auch die Fragestellung ähm wenn jemand kurz vor dem Erfriungsstod ist und dann doch gerettet wird des Aufwärmens des Körpers, kann es zu Schäden kommen äh in dem Bereich der Blutirenschranke und dann kann auch eine Durchlässigkeit da sein, die dann letztlich zu deinem Hirn mit dem führt.

Aber jetzt in diesem ganz konkreten Fall, es gibt keine äußeren Verletzung oder keine schwerwie in den Kopfverletzung. Das heißt, dieses Unfallsszenario konnte da letztendlich nicht greifen. Wir sind uns aber sicher, er hat dieses Hirn mit dem oder diese Verletzung, die dazu geführt hat oder die zu diesem Befund geführt hat, definitiv nicht erst kurz vor seinem Tod erlitten, sondern das muss wesentlich vorher passiert sein.

 Das heißt, so ein Hirnem benötigt ja auch eine gewisse Zeit, bis es sich ausbildet und es benötigt ebenfalls auch eine gewisse Zeit, bis die Folge eines Hirnödems dann auch wie z.B. z.B. hier diese Druckonusbildung, die wir ja erwähnt haben, der kleinen Hirnwandel auch das braucht eine Zeit und wir reden da nicht von Minuten, sondern von Stunden.

 Das heißt Hirnedem, dann hast du eine Schwerung, dann drückt das ganze hat das Folgen im Hirn und das ganze führt dann letztlich zu dieser Druckungsbildung, die dann auch wieder Folgen hat und das wirkt sich auf diesen sogenannten Hirnstamm aus, der letztlich Atmung kontrolliert, steuert, der der den Herzschlag steuert.

 Das heißt, wir sind uns überhaupt gar nicht mehr sicher, ob diese Folge, also spricht der Verlust des Bewusstseins, der nun ja vor dem, ich sag jetzt mal, vor dem Kältetod eintritt, eine Folge des Hirnödems war oder eine Folge diese Hypothermie, also diese Unterkühlung. Also das ist schon mal der erste Punkt. Das heißt, zu sagen, dass dieses Wiren in den nicht todeschichtlich sein könnte, das halte ich schon für ziemlich gewagt.

 Jetzt ist die Frage, die wir uns gestellt haben aus kriminalistischer Sicht, wie kann es zu an solchen Verletzung kommen, ohne dass wir das äußerlich sehen können, also dass der Kopf irgendwie extreme Verletzung aufweist. Ja, also wenn da jetzt so eine klaffende Wunde wä so oder eine dicke Bräule, die man dann irgendwie tasten kann, weil ne, dann könnte man sagen, hat dann weiß ich mit einem Stein hat ihn irgendeiner auf dem Kopf geschlagen oder irgendwas, ja, so eine Platzwunde, so das hat er ja so nicht. Das heißt, welche Verletzung oder

was muss passiert sein? Und es kann natürlich so eine Art, wir be wirken kennen ja das Thema Schleudertrauma, ne, dass wenn jemand nicht hin und her geschupst wird oder sowas oder auf dem Boden geworfen wird, der flachen Ha vielleicht geschlagen wird je in den Kopf. Also, es gibt schon Möglichkeiten eben eine Misshandlung in körperlichen Sinne, man spricht ja auch bei der Körperverletzung körperlich misshandelt, ja, das heißt einfach körperlich traktiert, dass er auch eben Verletzung davon getragen hat, die nicht sofort

sichtbar sind, ja, vielleicht auch erst sichtbar werden, nachdem man eben in der Obduktion fortfährt. So und wir gehen davon aus, dass er vermutlich Schläge gegen den Kopf erhalten hat und zwar nicht unerheblich, die aber jetzt nicht dazu geführt haben, dass die Haut aufgeplatzt ist oder dass es zu eine Beulenü oder irgendwas, also spricht eine Verletzung, die offensichtlich sichtbar ist.

Mhm. nur Fakt ist, das alles was da passiert ist, diese Schläge, das alles was eben so wieder fahren ist, das muss schon Stunden zuvor passiert sein logischerweise und wir können auch in etwa auch den Todeszeitpunkt recht gut taxieren und bestimmte Faktoren können wir gleich auch noch was dazu sagen, aber in dem Fall können wir sagen, er hat über Stunden mit diesem Hirnedem sich bewegt und die Folgen des Hirnedems sich dann auch wahrscheinlich wahrgenommen oder gespürt.

 Er wird es wahrscheinlich selbst dann nicht mehr, ich sag jetzt mal so, wahrgenommen haben, dass er sie vielleicht erkennt, dass er in einer hohen Gefahr sich befindet, aber er hat das über Stunden im Bundel dann auch wahrgenommen. Ja. Okay. Und kannst du uns vielleicht noch mal schildern, welcher Hinweis war denn jetzt der Ausschlaggebende im Obduktionsbericht, wo du dann gesagt hast oder wo du die Schlussfolgerung hattest? Jens wurde körperlich angegangen, die Verletzung waren Ursache für den Tod.

Also ich wie gesagt, ich vermag nicht zu sagen, dass es das Hirnedium letztendlich todesächlich war. Also es kann heute keiner mehr sagen, ob das der Fall war oder nicht. Aber wir können ja zumindest sagen, die Feststellung durch die Rechtsmediziner hinsichtlich des Hirnödems und hinsichtlich der weiteren Befunden, sind so klar, dass man sagen muss, es muss mehr passiert sein und in einer anderen zeitlichen Abfolge.

 Das waren ganz klare Hinweise darauf. Seit dieses Hirnedem oder diese hochgradige Hirnschwellung so nicht zu werten halten wir für ja für nicht richtig, insbesondere mit der mit den Folgen dann aus diesen aus dieser Schwerlung. Und wir haben ja auch im Bereich der Augenparten ja auch Auffälligkeiten, also wir haben insgesamt den gesamten Kopf bereikt Auffälligkeiten, die aus unserer Sicht deutlich auch in Richtung dieser körperlichen Misshandlung speziell ja den den Schlägen, die in den Kopf sehr indikativ sind. Mhm. Und du

mich fragst, was gab es dann noch für Befunde oder Auffälligkeiten, die vielleicht unstutzig gemacht haben. Ja, dann kann ich sagen, die Art der Verletzung, wir reden jetzt nicht nur von diesen Kratzern oder diesen Schnittverletzung, sondern wir sagen wirklich diese Abschüffung an Stellen wie Knien in Bereichen, wo wo DD darf hinweisen oder hindeuten, dass jemand ihn gezogen hat über einen festen Untergrund und er nicht hingefallen ist.

Ja, also gut, wenn du auf deine Knie fällst, kannst du natürlich auch Abschiffung erleiden, aber dann hast du wahrscheinlich noch ein etwas anderes Verletzungsmuster. Und wie gesagt, diese Hematome finde ich auch sehr sehr bezeichnend. Die Erliten hat auch diese Auffälligkeit. Es gibt ja verschiedene Art von Hematomen, die du auch äußerlich nicht unbedingt sofort sehen kannst.

Also, sprich, es gibt Dinge, die die auf eine ganz ganz klare Ursache auch hindeuten, nämlich z.B. wie auf den Kompression und die hat’s definitiv offensichtlich im Bereich seiner Oberschenkel gegen. Das heißt, es passt schon. Er hat dann auf dem Boden gelegen und irgendjemand hat sich vielleicht auf seinen Oberschenkel gekniet, um zu fixieren.

 Ja, es gibt diese Verletzung im Rückenbereich im im äußer im im ich glaub linken oder rechten Bereich, weiß ich jetzt gar nicht. linke Flanke, linke linke Flanke, die so von der von der Struktur und von dem Muster her klar auf Schläge hindeuten, beispielsweise mit einem Gürtel. Ja, also man hat ihn schon sehr mies behandelt, wenn ich das so sagen darf, hat ihn weh getan, hat ihn verletzt, hat ihn eine Situation dann gebracht.

 Ähm, wir vermuten, er hat versucht vielleicht sich diesen Schlägen zu entziehen, den versucht hat irgendwie die Felder zu flüchten. Er kannte sich in der Gegend sehr gut aus. Er wusste natürlich auch, dass dort diese Felder mit Stacheldrahtzäunen gesichert sind und ähm aber wahrscheinlich hatte nun auch die Chance gesehen irgendwie die Felder zu flüchten, damit sie damit die Angreifer von dem ablassen, ne? Und es gibt einen keinen anderen Grund, warum er da laufen soll.

 Ja, inkenntnis der Gegend und der der damit verbundenen äh Gefahren wä normalerweise sicherlich nicht dahin. Und wenn man sagt, er war ja hochaalkkoholisiert, dann muss man das auch relativieren. Er hatte zum Zeitpunkt des Todes eine Blutalkoholkonzentration von 1,03 Promile und eine Urinalkoholkonzentration von 2,48 Promile.

 Jetzt sagt man, Mensch, das ist ja, das geht ja total weit auseinander. ist ja auch richtig, das lässt sich ganz gut bewerten, denn man kann anhand diese Weite zwischen den einzelnen Werten erkennen, dass er sich in der Alkoholabbauphase befunden hat und man kann auch errechnen aufgrund des kumulativen Wertes der Urinalkoholkonzentration, wie der Höchstwert in Blut tatsächlich gewesen sein könnte oder war.

 Da gibt es auch klare Umrechnungsmöglichkeit. Man sagt also 1,3 bis 1,5 faach höher ist der Wert im Urin, weil der Alkohol wird ja über die Nieren auch noch mal mit Alkohol angereichert, deswegen hat man da einen höheren Wert und dadurch bedingt kann man sagen, er hatte eigentlich in der Spitze vielleicht einen Alkoholwert Blutalkoholkonzentration von 1,8 gehabt.

Jetzt baut ein Mann vielleicht ein bisschen kräftigere Art. Also, also er war jetzt kein kleiner. Er war schon auch jemand, der auch bei Feierlichkeiten regelmäßig Alkohol konsumiert. War jetzt kein Alkoholiker, nicht dass ich das so anhört, aber er er war zumindest erfahren, was Alkoholkonsum betrifft.

 Der Körper, der baut dann etwa, ich sag jetzt mal 0,15 bis 0,2 pro Miile je Stunde ab. Das heißt, wenn du das so runterrechnest, kannst du eigentlich schon sagen, gegen 3 Uhr in der Nacht, ja, wird er wahrscheinlich nur noch 1,3 Promil vielleicht in Blut gehabt haben und das hat glaube ich jeder von uns schon gehabt.

 Gut, du kannst jetzt kein Auto fahren, weil du nicht mehr so ich sag mal so, aktionsfähig bist wie wie ohne diese Alkohleinwirkung, aber du weißt doch immer noch, was du machst und du bist doch nicht unklar und völlig fehlgeleitet, unkoordinativ. Klar, du gehst vielleicht nicht mehr ganz so gerade, aber am Ende des Tages weißt du, dass du immer noch in welche Richtung du gehst und was du eigentlich machst.

Also, du bist nicht komplett out of order. Und das haben uns aber auch übrigens auch die vielen Personen bestätigt, die ihn an diesem Abend gesehen haben, mit ihm gesprochen haben, die mit ihm Kontakt hatten, dass er eigentlich gar nicht so verwirrt schien und auch relativ klar auch wusste, was er wollte und wohin er wollte.

 Und all diese Dinge, die sind äh die sind aus unserer Sicht sehr sehr deutlich. Äh und da ja, da können wir eigentlich deutlich argumentieren. Ja, und das muss man jetzt auch erstmal ein bisschen sacken lassen, was du uns eben erzählt hast. Ich würde noch mal kurz auf den Todeszeitpunkt zurückkommen.

 Du hast ja gesagt, du konntest den Todeszeitpunkt gut eingrenzen anhand des Obduktionsberichtes, anhand des toxikologischen Gutachtens. Die Polizei hat den Todeszeitpunkt ja ziemlich weit gestreckt und wir wissen, dass gerade dieser Todeszeitpunkt für die Eltern ja auch sehr sehr wichtig war. Sie wussten nie genau, wann ihr Kind überhaupt gestorben ist.

 Zu welchem Ergebnis bist du gekommen und welche Faktoren haben bei der Berechnung des Todeszeitpunktes eine entscheidende Rolle gespielt? Also, wir haben insgesamt drei Faktoren genutzt, um den Todeszeitpunkt relativ sicher auch beurteilen zu können. Also zum einen konnten wir sehr sehr gut den Alkoholabrozess dazu nutzen, eine bestimmte Festlegung zu treffen.

 Wir mussten so gewissen Mittelwert ermitteln und der Mittelwert bringt uns zu der Annahme, dass er so ca. 6 Stunden nach seinem letzten Alkoholkonsum etwa verstorben sein müsste. Das ergibt sich aus dem Bereich des Alkoholabbaus und aus diesem gesamten damit verbundenen Prozess. Das heißt, wir haben da schon gesagt, um diese Blutalkohkonzentration von 1,03 Promile aufzuweisen, müssen so und so viele Stunden vergangen sein.

 So und das da sind wir also in diesem Bereich zwischen 6 maximal 7 Stunden. Dann wären wir schon in den Morgenstunden des 21. So, dann gibt es hat Steffi schon ganz kurz angedeutet, wir konnten rekonstruieren, dass er noch eine Mahlzeit zu sich genommen hat. Es müsste so gegen 11:30 Uhr gewesen sein und wir können auch konstruieren, welche Mahlzeit er zu sich genommen hat, weil in der Obduktion ja auch der Mageninhalt festgestellt wurde und auch entsprechend beschrieben ist.

 So, das heißt anhand des Mageninhalts und der Konstitution des Inhalts und auch gewisse Dinge, die nicht verdaut worden sind, so ist da kannst du auch Rückschlüsse ziehen, die du natürlich auch berücksichtigen musst unter dem Aspekt seines Alkoholisierungsgrades, die du berücksichtigen musst unter dem Aspekt der Kälte, der ausgesetzt war in dieser Nacht.

 Also, wenn man diese ganzen Näg mit dazu bedt und die dann einpreist letztendlich in die Kalkulation, kommen wir auch da zu einem, ich sag erstmal etwa zu einem Verdauungszeitraum von etwa 6 bis 7 Stunden. Also komischerweise auch wirklich sehr sehr gut und sehr passend. So und dann gibt es noch den dritten Faktor, nämlich die Entwicklung der sogenannten Hypothermie, also diese Unterkühlung.

 Ja, das beginnt mit einer leichten Unterkühlung, dann geht’s in die mittlere Unterkühlung und dann geht’s in die schwere Unterkühlung. Und diese Phasen, die werden ja durchlaufen. Da gibt es auch ganz bestimmte Symptome und dann gibt es auch ganz bestimmte seitliche Ansätze, die man dann wählen kann. Auf jeden Fall können wir auch sagen, dass er und unter der Annahme, dass er schon um ich sag mal gegen 1 Uhr entkleidet war, so wie wir ihn vorgefunden haben.

 Das hat natürlich Einfluss darauf, wie schnell er irgendwie einzelnen Unterkühlungsphasen auch kommt. Da kann man auch ganz gut äh das zeitlich auch einordnen. Deswegen können wir auch die Ausszeige treffen, wenn er bekleidet gewesen wä mit seinen Schuhen. Der Körper kühlt ja auch die Füße ja auch stark aus. Mhm. Also, wenn er die Schuhe noch angehabt hätte, er hätte seine Unterhose seine Hosen Hand gehabt, hätte er alle Wahrscheinlichkeit nach zwei Stunden länger leben können. So Paldum.

Ansonsten ist er wesentlich früher schneller in diese absolute schwere Unterkühlung geraten und dann lässt sich auch in der Folge in die Bewusstlosigkeit. Auch da können wir sagen etwa 6 Stunden. Das heißt, wir kommen, wenn wir alle drei Faktoren berücksichtigen, kommen wir auf eine Uhrzeit von etwa 6 maximal 7 Uhr morgen.

Wenn man das jetzt vielleicht noch mal mit eine Zeitspanne, dann können wir sagen, zwischen 5 und 7 Uhr morgens muss der Tod eingetreten sein. Das ist schon eine relativ genaue Festlegung, aber die machen wir tatsächlich nicht an dem Ablesen eine Glaskugel, sondern das sind schon ganz ganz klare Faktoren, die wir auch nachvollziehbar und überprüfbar noch mal entsprechend für uns als gesichert ansehen.

Also 6 Stunden, nachdem er sich dann verabschiedet hat von seinem Freund und in den Bus gestiegen ist. Genau, das nehmen wir an und das erklärt auch im Übrigen, warum er im Rahmen der Suchmaßnahme mit die Polizeihubraubung und mit der Wärmebildkamera nicht gefunden wurde, weil du hast eine Wärmebildkamera, technisch natürlich toll und neben eine Wärmeveränderung von 0,1° auch war und zeigen die auch auf.

Aber in diesem Falle muss man sehen, wir hatten in der Nacht eine Temperatur von etwa 1° Celsus. Das lässt sich historisch auch ganz gut feststellen. Mhm. Und er hat dann letztlich mit dem Tod ist der Körper sukzessiver ausgekühlt und hat die Temperatur, die Außentemperatur, Umgebungstemperatur auch angenommen.

 Das bedeutet er ja, da konnte er gar nicht mehr erfasst werden vor den Kameras. So ist es. Etwa nach 12 Stunden ist der Körper spätestens nach 12 Stunden, man sagt ja zwischen 6 und 12 Stunden nimmt er die Umgebungstemperatur an. Ja und wenn wir uns anschauen, wann die Submas mit dem Bubschraube angefangen hat, begonnen hat, das sind wir glaube ich schon bei 17 Stunden etwa.

 Da ist die Nummer schon durch, ne? Da wirst du keine Unterscheidung feststellen. Das heißt, du kannst nicht mehr identifizieren als wärmeren Körper oder einen wärmen Gegenstand als die Umgebungstemperatur. Dadurch wird Augus befunden. Und Marius kann ich dazu noch mal einwerfen, das wird sicherlich jetzt auch wieder vielen durch den Kopf gehen.

Warum hat die Polizei trotz dieses Ergebnisses jetzt keine Notwendigkeit gesehen, die Ermittlungen noch mal zu starten, noch mal nachzuhaken? Hast du dafür eine Erklärung, Alex? Das genau Alter, die Erklärung ist die wirklich, dass wir haben ja dieses Phänomen der Erstpräung, der ersten Verdachtspräung, das darf man nie unterschätzen.

 Die Polizei hat sich gedanklich nicht damit so befasst, wie wir es gemacht haben. Wir versuchen ja wirklich alle Informationen, die wir aus der Akte entnehmen können, die versuchen wir gedanklich weiterzuentwickeln. Wir versuchen das an Dingen festzumachen. Wir versuchen die miteinander zu verbinden, in einen Zusammenhang zu bringen.

 Das ist kriminalistische Arbeit, was wir machen und äh das eine bedingt lässt sich auch irgendwie das andere und es sind viele kleine Puzzlestückchen, ja, die wir da zusammenlegen, bis wir erst zu diesem Ergebnis kommen. Die Polizei hat aber sich all diese Gedanken nicht gemacht und all diese Überlegungen angestellt und deswegen ist man nicht zu diesen Erkenntnissen gelangt.

 wirklich, also ich will nicht behaupten, dass wir jetzt hier wesentlich schlauer sind und versuchen jetzt die Polizei aber zu verbessern und sowas. Das machen wir nicht, aber es gibt dafür tatsächlich Gründe. Deswegen die Polizei im Ansatz, wir müssen ja sagen, die polizeilichen Ermittlung waren de facto ja eigentlich an dem Sonntag beendet.

 Also, das heißt, die waren eigentlich mit der Feststellung vor Ort am Leichenam von Jens mit dem Todesermittlungsbericht war eigentlich das Urteil manifestiert, dass Jens allein verantwortlich, allein verschuldet in diese Situation geraten ist und dadurch verstorben ist. So und es gab nicht mehr die Weiterentwicklung gedanklich und auch mit der Befassung mit diesen Auffälligkeiten.

 Man hätte ebenfalls von Seiten der Rechtsmediziner noch mal ein Veto einlegen können, vielleicht auch müssen im Zuge diese Befunde, also sprich diesen Befund des des Hirnödems und der Folge Befunde. Aber es gibt natürlich auch am Körper von Jens Befunde, die deutlich auf eine Unterkühlung weisen und dann haben die Rechtsmediziner gesagt, ja, aber wir haben hier eine Alkoholintoxikation, wir haben hier deutliche Hinweise auf eine schwere Unterkühlung.

 1 + 1 ergibt 2, das heißt Frierungsdot infolge diese Alkoholintoxikation ist plausibel. Mehr mussten sie auch nicht machen. Das war auch die Fragestellung, kann man diesen Tod auch damit plausibilisieren und damit war der Job der Rechtsmedizin eigentlich auch getan. Rechtsmediziner sind auch keine Kriminalisten.

 Jeder hat so seinen Spezialgieb. Man darf da auch keine böse Absicht unterstellen oder sonst was, weil jeder ist in seinem Spezialgebiet irgendwie Experte. Ja, er macht sich aber vielleicht nicht die Gedanken darüber, ja, was hat das jetzt für Folgen letztendlich? Ja, wie könnte man das vielleicht weiterentwickeln und was ist der Gedanke dahinter? Und da kommen ja wieder die Kriminalisten spielen sag, das musst du so und so jetzt weiter denken.

 Ich glaube, es hat sich da niemand mehr richtig mit dem Obduktionsbericht befasst. Man hat nur am Ende der Segnet nichts gelesen. Genau. Und dann war eigentlich der Deckel drauf, ne? So leid es mir tut. Und ich glaube, man wäre sehr, sehr schnell in der Lage gewesen, diese Situation vor Ort zu klären. Ja, indem man ganz schnell frische Wahrnehmung und und das, was gerade erlebt wurde, das hätten die Zeugen ja wunderbar schildern können schon ein Tag später.

 Und man hätte auch wirklich klären können, wer noch in Bus gesessen hat, was da für eine Stimmung vorherrschte und und du wärst da ganz schnell dahingekommen, dass du alle Personen identifizierst, die den Brust verlassen haben. Du wärst dann auch in die Vernehmung der einzelnen Personen gegangen, hättest du so schnell erkannt und festgestellt, wo sind die alle hingegangen, was ist dann letztlich passiert.

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