Jasmin und Mike am absoluten Tiefpunkt: Obdachlosigkeit, Geldsorgen und die Angst um ihre Familie T
Jasmin und Mike am absoluten Tiefpunkt: Obdachlosigkeit, Geldsorgen und die Angst um ihre Familie
Das Leben von Jasmin und Mike aus der bekannten Doku-Serie “Harz und Herzlich” hat einen dramatischen Tiefpunkt erreicht. Das junge Ehepaar aus Rostock sieht sich derzeit mit gigantischen Herausforderungen konfrontiert, die ihre Existenz und ihre Beziehung bis aufs Äußerste strapazieren. Neben akuter Wohnungslosigkeit und drückenden finanziellen Sorgen kämpfen die beiden vor allem mit dem schmerzlichen Verlust ihrer Kinder im Alltag. Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen derart zugespitzt, dass mittlerweile sogar der Fortbestand ihrer Ehe auf dem Spiel steht.

Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten hatten Jasmin (22) und Mike (23) gemeinsam mit ihrem Nachwuchs eine Eltern-Kind-Einrichtung verlassen müssen. Seitdem sind die beiden auf die tatkräftige Hilfe von Mikes 65-jähriger Mutter Berbel angewiesen. Sie leben vorübergehend in deren Wohnung auf engstem Raum. Für die Mutter bedeutet diese Konstellation eine erhebliche Alltagsbelastung, während sich die jungen Eltern in einer scheinbar aussichtslosen Warteschleife befinden. Besonders schwer wiegt für das Paar die Entscheidung des Jugendamtes, ihren dreijährigen Sohn und ihre einjährige Tochter in einer Notunterkunft unterzubringen.
Mike kann und möchte diese Maßnahme nicht nachvollziehen. Er empfindet das Vorgehen als zutiefst ungerecht und beschwert sich darüber, dass ausgerechnet seine Familie derartige Konsequenzen tragen muss. Seiner Ansicht nach dürften andere Familien ihre Kinder trotz vergleichbarer Hürden behalten, während ihm und Jasmin dieser Weg verwehrt bleibe. Für Jasmin wiederum wird die gesamte Last zu einer unerträglichen Belastungsprobe. Die junge Frau erwartet derzeit ein weiteres Baby und steht vor einem Trümmerhaufen. Mit Tränen in den Augen beschreibt sie ihre Verzweiflung: Sie haben kein eigenes Zuhause, kaum Geld auf dem Konto und wissen absolut nicht, wie ihr Weg weitergehen soll. Die Angst vor einer ungewissen Zukunft raubt ihr den Schlaf.
Auch bei der dringend notwendigen Wohnungssuche zeichnet sich bislang keinerlei Entlastung ab. Zwar habe es nach Angaben des Paares diverse Angebote gegeben, doch am Ende hagelte es stets Absagen. Ein massives Hindernis stellen dabei die alten Mietschulden dar, die potenzielle Vermieter abschrecken und es Jasmin und Mike nahezu unmöglich machen, eine neue Chance auf dem Wohnungsmarkt zu erhalten. Mike leidet ebenfalls extrem unter den aktuellen Umständen. Die Tatsache, dass er als junger Mann gemeinsam mit seiner Partnerin bei seiner Mutter unterkommen muss und finanziell sowie im Alltag komplett von ihr abhängig ist, nagt stark an seinem Selbstbewusstsein. Er bezeichnet seine Situation in Momenten der Frustration selbst als “asozial”.
Da das Zusammenleben bei Berbel jedoch auf Dauer keine Lösung darstellen kann, zog das Paar zeitweise einen radikalen Ausweg in Betracht: Ein Umzug zu einer Freundin nach Thüringen stand im Raum, um dort fernab der aktuellen Probleme einen Neuanfang zu wagen. Doch dieser Schritt birgt enorme Risiken und neue Fragen. Was würde mit den Kindern geschehen? Dürften der dreijährige Sohn und die einjährige Tochter nach Thüringen nachziehen, oder müssten Jasmin und Mike für jeden Besuch mühsam nach Rostock reisen? Die Sorge, die Kinder noch länger fernab der eigenen Arme halten zu müssen, machte diese Idee letztlich zu riskant.

Zusätzliche Unsicherheit brachte ein vom Amtsgericht angefordertes Erziehungsgutachten in die Wege. Durch dieses behördliche Verfahren sind die Hände des Paares vorerst gebunden; sie müssen in Rostock bleiben, bis das offizielle Gutachten vorliegt. Im ungünstigsten Fall kann sich dieser Prozess über ein ganzes Jahr hinziehen, was für Jasmin und Mike eine zermürbende Phase des Wartens bedeutet. Trotz aller Rückschläge betonen die beiden immer wieder, dass ihr oberstes Ziel darin besteht, so schnell wie möglich eine geeignete Wohnung zu finden. Ein kindgerechtes Zuhause soll die Grundlage dafür schaffen, dass ihre Kinder eines Tages wieder dauerhaft zu ihnen zurückkehren können.
Neben den äußeren Problemen mit Behörden und Finanzen brodelt es inzwischen auch gewaltig hinter den Kulissen ihrer Beziehung. Insbesondere Jasmin zeigt sich zunehmend frustriert und unzufrieden über Mikes Verhalten im Alltag. Während sie unermüdlich versucht, Wege aus der Krise zu finden und administrative Hürden zu bewältigen, verbringt Mike nach wie vor viel Zeit an seiner Spielkonsole. Dieser Umstand sorgt für heftigen Streit. Jasmin wirft ihrem Ehemann vor, sich den ernsten Problemen nicht ausreichend zu widmen und stattdessen zu viel Zeit mit Gaming zu verbringen. Sie empfindet sein Handeln als antriebslos und hat das schmerzliche Gefühl, die Last der Verantwortung komplett alleine zu tragen.
Schließlich zieht Jasmin eine unmissverständliche Grenze. Sie macht ihrem Mann unmissverständlich klar, dass sie seine mangelnde Motivation und Gleichgültigkeit in dieser kritischen Phase nicht länger tolerieren wird. Sollte er sein Verhalten nicht grundlegend ändern, droht sie ihm sogar offen mit der Scheidung. Damit steht für das junge Paar noch mehr auf dem Spiel als ohnehin schon. Sie müssen nicht nur dringend eine Bleibe finden und ihre finanzielle Lage stabilisieren, sondern auch ihre Partnerschaft kitten, um als Familie überhaupt eine Zukunft zu haben. Ob es Jasmin und Mike am Ende gelingt, diesen Berg an Problemen zu bewältigen und das Ruder noch einmal herumzureißen, bleibt mit Spannung abzuwarten.