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Nach 4 Jahren Ehe enthüllte Peter Maffay Details seiner albtraumhaften Ehe mit Hendrikje Balsmeyer

Im Sommer 2026 stehen Peter Muffey und sein erwachsener Sohn Jares gemeinsam hinter einer Bühne. Jares ist längst selbst Musiker, hat einen eigenen Weg gesucht und seinem Vater sogar einen Song gewidmet. Darin steckt kein öffentlicher Angriff, sondern etwas viel Unbequemeres. Die Erinnerung an einen Vater, der oft nicht zu Hause war.

 Mafi weicht diese Erinnerung nicht mehr aus. Er erklärt, dass das Musikerleben Härten geschaffen habe, dass gemeinsame Augenblicke verloren gegangen sein und dass sich nicht jeder Seiltanz zwischen Karriere und Familie gut bewältigen lasse. Genau hier beginnt die bitterste Wahrheit über seine Ehen. Sie liegt nicht allein in vier Scheidungen, nicht in Millionen Forderungen, nicht in Schlagzeilen über eine neue Liebe.

Sie liegt in der Erkenntnis, dass ein Mann über Jahrzehnte fast alles dafür tat, auf der Bühne präsent zu sein und und dadurch ausgerechnet dort fehlte, wo Anwesenheit nicht durch Erfolg, Geld oder einen Anruf ersetzt werden konnte. Fünfmal hat Peter Maffay geheiratet. Die Zahl wirkt auf den ersten Blick wie eine Chronik gescheiterter Versprechen.

 Petra Küfner wurde 1975 seine erste Ehefrau. Die Trennung folgte 1979. 1981 heiratete er Chris Heinze. In dieser Ehe wurde Tochter Nina adoptiert. Doch auch diese Verbindung endete 1986. 1990 ging Maffai die Ehe mit Michaela Herzig ein. 199 trennte sich das Paar. Im Jahr 2000 wurde die Scheidung vollzogen. Dann kam Tanja Spengler.

 Die beiden heirateten 2003. Im selben Jahr wurde ihr Sohn Jahresgeboren. Nach zwölf Ehejahren zerbrach auch diese Beziehung. Erst mit Hendrik Balzmeier, die 38 Jahre jünger ist als er, fand Ma noch einmal in ein Familienleben, das heute ganz anders organisiert ist als früher. Seit 2022 sind die beiden verheiratet. Ihre Tochter Anuk kam bereits 2018 zur Welt.

Diese Daten erzählen jedoch nur, wann Beziehungen begannen und endeten. Sie sagen noch nicht, warum ein Mann, der in seinen Liedern Nähe, Sehnsucht und Verlässlichkeit so glaubwürdig verkörpern konnte, privat immer wieder an genau diesen Dingen scheiterte. Wenn Mafi heute über seine Vergangenheit spricht, schiebt er die Verantwortung nicht nur auf den Beruf oder auf die Besonderheiten eines Lebens im Rampenlicht.

 Er hat Begriffe benutzt, die viel härter sind. Eitelkeit, Egoismus, Ehrgeiz. Gerade im Bezug auf Jahres räumt er ein, wertvolle Zeit verloren zu haben. Machtanf, sein Sohn hat die Abwesenheit ebenfalls beschrieben. In den Momenten, in denen ein Junge seinen Vater gebraucht hätte, sei dieser sehr wenig da gewesen. Das ist deshalb so wichtig, weil es die Geschichte seiner Ehen aus einer anderen Perspektive zeigt.

 Eine Ehe zerbricht nicht nur an einem großen Streit oder an einer neuen Liebe. Sie kann über Jahre aus zahllosen, kleinen Abwesenheiten bestehen. Ein Frühstück, das ausfällt, weil der Vater schon unterwegs ist. Ein Wochenende, das der Tourplan bestimmt. Ein Gespräch, das am Telefon stattfinden muss.

 Ein Kind, das lernen soll, dass der berühmte Vater zwar überall zu sehen, aber nicht immer erreichbar ist. Ma hat später gesagt, er sei damals nicht der Vater gewesen, den sein Sohn gebraucht habe. Es ist ein Satz, der keine Scheidung rückgängig macht, aber er erklärt, warum sein heutiges Familienleben für ihn so viel mehr ist als ein spätes romantisches Glück.

 Unter Kronner. Die vierte Ehe mit Tanja Spengler wurde zum sichtbarsten Beispiel dafür, wie Eng Maiebe, Familie, Karriere und Öffentlichkeit ineinandergriffen. Kennengelernt hatten sie sich Ende der 90er Jahre auf Mallorca. 2003 heirateten sie, Jahres wurde geboren und nach außen entstand über viele Jahre das Bild einer gefestigten Familie.

 Gerade deshalb wirkte die Trennung Ende 2015 so hart. Kurz zuvor hatten Peter und Tanja ihre Ehe noch einmal symbolisch bekräftigt. Dann begegnete Maai Hendrik Balsmeier und verliebte sich. Er entschied sich nicht für ein langes Doppelleben, sondern für den Bruch. Für die Frau, die mit ihm zwölf Jahre verheiratet gewesen war, bedeutete diese Entscheidung dennoch, daß ein gemeinsames Lebensmodell plötzlich beendet wurde.

Sim mit n ich n für die Öffentlichkeit war es eine Geschichte mit allen Zutaten einer großen Boulevardkrise. Ein prominenter Rockmusiker, eine deutlich jüngere neue Partnerin, eine langjährige Ehefrau, ein gemeinsamer Sohn und die Frage, wie ein Neuanfang aussehen kann, wenn das alte Leben rechtlich und finanziell noch lange nicht abgeschlossen ist.

Was danach folgte, war kein schneller Schnitt. Die Scheidung zog sich über Jahre. In den Auseinandersetzungen standen hohe Vermögens und Unterhaltsforderungen im Raum. Die Trennung wurde zu jenem öffentlich beobachteten Rosenkrieg, der bei prominenten Paaren häufig einen zweiten viel kälteren Konflikt nach dem emotionalen Bruch erzeugt.

 2020 wurde die Ehe geschieden. Zeitweise verlangte Tanja einen Vermögensausgleich von rund 12 Millionen Euro sowie hohen monatlichen Unterhalt. Später wurde bekannt, dass sie im Rahmen einer Einigung 3,2 Millionen Euro und die Familienvilla in Dorsten erhielt. Für Maffi war das zweifellos ein beträchtlicher finanzieller Einschnitt, aber das eigentlich bittere lässt sich nicht in Euro beziffern.

 Geld kann verteilt werden, Besitz kann übertragen werden, ein Gericht kann einen Vergleich festhalten. Was nicht durch einen Beschluss geregelt wird, ist die Erinnerung daran, wie aus einem gemeinsam aufgebauten Zuhause plötzlich ein Gegenstand der Auseinandersetzung wird. und noch weniger läßt sich juristisch lösen, was ein Sohn aus dieser Zeit mitnimmt.

 Der lange Scheidungsprozess machte öffentlich sichtbar, was Maffi später privat viel grundsätzlicher formulieren sollte. Er hatte in entscheidenden Jahren nicht nur Partnerschaften verloren, sondern Zeit. Gerade deshalb wäre es zu einfach, die Geschichte auf die Begegnung mit Hendrik zu reduzieren und daraus eine klassische Erzählung vom älteren Star und der jungen Frau zu machen.

Hier war der Auslöser für eine konkrete Entscheidung, aber sie erklärt nicht vier gescheiterte Ehen. Die Ursachen liegen tiefer und reichen zurück in Jahrzehnte, in denen Maffi praktisch im Dauermodus lebte. Es gab Tourneen, Studioarbeit, Managementtermine, Medienauftritte, Reisen, Motorräder, nächtliche Gesellschaften und einen Anspruch an sich selbst immer weiterzumachen.

Die Bühne war nicht einfach ein Berufsort. Sie war über Jahrzehnte das Zentrum seines Lebens. Wer mit einem Künstler zusammenlebt, der seinen Beruf auf diese Weise versteht, lebt zwangsläufig mit einem unsichtbaren dritten Partner, dem nächsten Konzert, dem nächsten Album, dem nächsten Projekt.

 Mafai hat diese Prioritäten später nicht romantisiert. Im Rückblick sagte er über Jahres ausdrücklich, dass sein Ehrgeiz und sein Egoismus gemeinsame Zeit gekostet hätten. Damit verschiebt sich die Frage von: Welche Frau passte nicht zu ihm? Ihn nicht zu einer unangenehmeren, wie viel Platz ließ er in seinem Leben überhaupt für eine Beziehung, wenn die Musik immer zuerst rief.

 Dass dieser Lebensstil nicht nur emotional, sondern körperlich zerstörerisch war, zeigt Muffys eigenes Bekenntnis zu den 80er Jahren. Er hat offen davon gesprochen, damals alkoholkrank gewesen zu sein. Zwei bis drei Flaschen Whisky am Tag und zeitweise 70 bis 80 Zigaretten gehörten zu seinem Alltag. Das ist keine folkloristische Rockeranekdote, sondern eine Größenordnung, bei der Beziehungen fast zwangsläufig mitbelastet werden.

 Mafai selbst beschrieb diese Phase später als eine emotionale Achterbahnfahrt, in der gute Stimmung in Exzesse und Aggressivität kippen konnte. An anderer Stelle sagte er rückblickend: “Alkohol habe in Beziehungen einiges zersägt. Solche Sätze sind entscheidend, weil sie das Bild vom unverwüstlichen Rocker korrigieren. Konter Dame.

 Auf der Bühne konnte er zwei Stunden lang Kontrolle ausstrahlen. Hinter dieser Kontrolle gab es Phasen, in denen er seinen eigenen Konsum nicht mehr als harmlosen Genuss bezeichnen konnte. Was heute gern als wilde Rock and Roll Zeit verklärt wird, bedeutete für Menschen in seiner Nähe mit einem Mann zu leben, dessen Stimmung, Körper und Verfügbarkeit von einem exzessiven Rhythmus bestimmt wurden.

 Der Bruch mit Alkohol und Zigaretten kam nicht aus einer ruhigen Einsicht heraus. Er wurde durch Angst ausgelöst. Anfang der 90er Jahre entdeckte ein Arzt einen auffälligen Befund an Maffe Lunge und stellte die Diagnose Lungenkrebs. Ma später erzählt, er habe auf das Rönkenbild gesehen und um sein Leben gefürchtet. Die erste Auskunft ließ ihn glauben, daß möglicherweise nur noch eine schwere Operation und ein Leben mit eingeschränkter Lungenfunktion vor ihm lagen.

In seiner Verzweiflung ging der Gedanke an den Tod soweit, dass er nach eigener Erinnerung sogar an Selbsttötung dachte. Dann kam die überraschende Wendung. Die Krebsdiagnose war falsch. Es handelte sich um einen Virus, der behandelt werden konnte und nach kurzer Zeit verschwand.

 Der medizinische Irrtum war dennoch nicht folgenlos. Mafi hörte von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen und dem exzessiven Trinken auf. Plötzlich war das, was vorher als Rockerleben gegolten hatte, nicht mehr cool, sondern eine mögliche Abkürzung zum eigenen Ende. Diese Fehliagnose ist mehr als eine Gesundheitsanekdote, wenn man seine spätere Familiengeschichte verstehen will.

 Für kurze Zeit glaubte Muffy, dass ihm praktisch keine Zukunft mehr bleibe. Trotzdem verschwanden nicht automatisch alle alten Muster. Ein Mensch kann seine Zigaretten wegwerfen und dennoch Jahre brauchen, um zu begreifen, wie er mit Nähe, Verantwortung und Zeit umgeht. Sast man, das ist vielleicht die bitterste Form von Veränderung.

 Körperliche Gewohnheiten lassen sich manchmal an einem Tag stoppen. Beziehungsmuster nicht. Mafai wurde nüüchter, disziplinierter und gesundheitlich bewusster, doch auch seine Ehe mit Tanja, die erst Jahre später begann, zerbrach. Der Wegruf hatte sein Verhältnis zum Leben verändert, aber er machte ihn nicht plötzlich zu einem perfekten Partner oder Vater.

 Gerade deshalb wirkt seine heutige Selbstkritik glaubwürdiger, wenn sie nicht als Läuterungslegende erzählt wird. Er mußte unterschiedliche Lektionen zu unterschiedlichen Zeiten lernen. Noch früher hatte das Leben ihm bereits gezeigt, wie schnell alles vorbei sein kann. 1972 wurde Muffy bei einem Motorradunfall schwer verletzt, nachdem er mit seiner Harley Davidson verunglückt war.

 Für einen jungen Mann, dessen Karriere gerade Fahrt aufgenommen hatte, war das ein brutaler Zusammenstoß mit der eigenen Verletzlichkeit. Und dann er stand wieder auf, kehrte zur Musik zurück und machte weiter. Dieses Weitermachen wurde zu einer Stärke, aber vielleicht auch zu einer Gewohnheit. Probleme wurden nicht unbedingt lange betrachtet. Sie wurden überlebt.

 Nach einem Unfall geht es darum, wieder laufen, wiederspielen, wieder arbeiten zu können. In einer Beziehung reicht dieselbe Strategie nicht immer. Man kann eine Ehe nicht wie eine Tournee behandeln, bei der nach einem schlechten Abend am nächsten Tag die nächste Stadt wartet. Nähe verlangt oft das Gegenteil dessen, was Maffe beruflich groß gemacht hat.

 Bleiben, zuhören, nichts produzieren, nichts beweisen, nicht sofort weiterziehen. Auch seine künstlerische Entwicklung verstärkte diesen Zug. Mit dem End wurde er zu Beginn seiner Karriere als sanfter Schlagersänger berühmt. Doch dieses Bild fühlte sich für ihn zunehmend wie eine Fremdbestimmung an. Mafy wollte Rockmusik, Lautstärke, Gitarren, eine andere Haltung.

Der Wechsel war kein eleganter Imagewandel. Er kostete ihn Zustimmung. Alte Fans reagierten irritiert, Teile der Branche zweifelten und bei Auftritten im Vorprogramm der Rolling Stones 1982 erlebte er offene Ablehnung. Später erinnerte er sich an fliegende Tomaten, Eier und Getränke, an ein Gefühl der Erniedrigung.

 Solche Erfahrungen können einen Künstler empfindlicher machen oder härter. Bei Mafi stärkten sie den Willen, sich nicht vorschreiben zu lassen, wer er sein sollte. Beruflich war diese Sturheit entscheidend für seinen Erfolg. Privat kann dieselbe Eigenschaft schwieriger sein. Wer über Jahrzehnte lernt, Kritik auszuhalten, Widerstand zu ignorieren und den eigenen Weg gegen andere durchzusetzen, muss im Familienleben erst wieder lernen, dass Nachgeben nicht Niederlage bedeutet.

An diesem Punkt lohnt der Blick noch weiter zurück nach sieben Bürgen. Peter Maffai wurde 1949 als Peter Alexander Makai in Braschow geboren. M Seine Familie gehörte zur deutschsprachigen Minderheit in Rumänien und lebte unter einem politischen System, das Freiheit stark begrenzte. Sein Vater Wilhelm erzählte später von Armut, Beschlagnahmungen, politischem Druck und den Schwierigkeiten als Deutscher in dieser Umgebung zu leben.

 Ma selbst sprach darüber, in einem totalitären Regime aufgewachsen zu sein und sagte, sein Vater sei Repressionen ausgesetzt gewesen. 1963 gelang der Familie die Ausreise. Der 14-jährige Peter kam in Bayern in eine Welt, die freier war, aber nicht automatisch vertraut. Sprache, Zugehörigkeit und die Erfahrung neu anfangen zu müssen, prägten die ersten Jahre.

 Musik wurde zu einem Ort, an dem er sich behaupten konnte, ohne um Erlaubnis zu bitten. Wer einmal erlebt hat, dass Sicherheit verloren gehen kann, entwickelt häufig einen starken Drang, sich selbst etwas Unangreifbares aufzubauen. Da bei Mafai wurde daraus eine Karriere von außergewöhnlicher Dauer, doch gerade die Geschichte seines Vaters enthält einen schmerzhaften Kontrast.

 Wilhelm Makai war für Peter nicht nur eine Figur aus der Kindheit. Er blieb ein wichtiger Gesprächspartner, einer, der die schwierige Ausreise, die ersten Jahre in Deutschland und den Aufstieg des Sohnes aus nächster Nähe kannte. 2019 veröffentlichte Wilhelm das Buch Tati Erzähl, indem er Erinnerungen für seinen Sohn sammelte.

 Darin steckt ein Motiv, das später fast prophetisch wirkt. Ein Menschenleben vergeht schnell und irgendwann merkt man, dass für vieles weniger Zeit geblieben ist, als man dachte. Peter hatte also selbst einen Vater, dessen Geschichten ihm wichtig waren, einen Vater, zu dem er zurückfragen konnte. Die Ironie ist kaum zu übersehen.

 Während er diese Bindung schätzte, wuchs sein eigener Sohn in Jahren auf, in denen Peter oft unterwegs war. Kern pandel kan ich. Das macht seine spätere Reue nicht kleiner, sondern konkreter. Er wußte, was ein präsenter Vater bedeuten kann und schaffte es trotzdem nicht immer, diese Präsenz selbst herzustellen. Als Wilhelm 2021 im hohen Alter starb, verlor Mafai einen der Menschen, die ihn noch aus der Zeit kannten, bevor aus Peter Makai Peter Mafai geworden war.

 Der Song, “Wenn wir uns wiedersehen,” bekam in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer persönlichen Abschiedsbotschaft. Mit dem Tod des Vaters verschob sich auch Maffeys Blick auf die eigene Rolle. Er war nun nicht mehr nur Sohn eines sehr alten Mannes, sondern selbst Vater eines kleinen Kindes und zugleich ein Mann weit über 70.

 Die Generation über ihm verschwand. Unter ihm stand eine Tochter, die gerade erst begonnen hatte, die Welt zu entdecken. Dazwischen lag sein eigenes plötzlich sehr begrenztes Zeitfenster. Vielleicht erklärt das, warum er heute so oft über Zeit spricht und weniger über Erfolg. Charts kann man noch einmal erreichen.

 Eine Tour kann wiederholt werden. Ein bestimmtes Alter des eigenen Kindes kommt nur einmal. Diese Erkenntnis bestimmt seine fünfte Ehe mit Henrik Balsmeier auf eine Weise, die sich von den früheren Beziehungen unterscheidet. Der Altersunterschied von 38 Jahren ist sichtbar und wurde von außen immer wieder kommentiert. Doch für Mauffai ist nicht die öffentliche Kritik das eigentliche Problem.

 Das Problem lässt sich nicht diskutieren oder wegargumentieren. Biologie. Als Anuk 2018 geboren wurde, war ihr Vater 69 Jahre alt. Ein später Vater kann seinem Kind dieselbe Zuneigung geben wie ein Junger, aber er kann nicht so tun, als spiele die Zeit keine Rolle. Mafai weiß, dass Anuk vermutlich früher als andere Kinder erleben könnte, wie ihr Vater körperlich abbaut oder stirbt dann.

Genau deshalb beschreibt er heute jeden gemeinsamen Tag als kostbar. Er kann den Altersabstand nicht verändern. Er kann nur verändern, was er mit der vorhandenen Zeit tut. Darin liegt auch die besondere Spannung seiner heutigen Ehe. Hendrike bringt ihm nicht einfach No More Jugend in ein älteres Leben. Ihre gemeinsame Tochter zwingt ihn vielmehr seinen Kalender neu zu bewerten.

 Früher bedeutete Fitness eine Tour durchzuhalten, eine Show mit Energie zu spielen und den Anforderungen eines riesigen Betriebs gerecht zu werden. Heute bekommt dieselbe Disziplin eine private Bedeutung. Mafi trainiert regelmäßig, fährt früh am Morgen Fahrrad und hält sich körperlich unter strenger Kontrolle.

 Hinter dieser Routine steht ein erstaunlich unspektakuläres Ziel. Er möchte gesund genug bleiben, um an Nukses Schulabschluss mitzuerleben. Onbin für einen Mann, der Stadien gefüllt, Millionen Platten verkauft und über Jahrzehnte einen Mythos aufgebaut hat, ist das eine radikale Verschiebung des Maßstabs.

 Der große Termin seines Lebens liegt nicht mehr zwingend auf einem Torplakat. Es könnte ein Schultag sein. Damit wird verständlich, warum die Fairwell Tour 2024 emotional mehr bedeutete als eine geschäftliche Entscheidung. Mafei hatte mehr als ein halbes Jahrhundert live gespielt. Konzerte waren sein natürlicher Lebensraum und das Tourneeleben hatte ihm jene Identität gegeben, für die er einst gegen die Erwartungen der Schlagerwelt kämpfen musste.

 Die Fairwell Tour markierte den Abschied von diesem großen regelmäßigen Tourrhythmus. Ganz verschwunden ist Maffei von Bühnen danach nicht, aber die Priorität hat sich verändert. Früher mussten Partnerinnen und Kinder akzeptieren, dass der nächste Auftritt den Kalender beherrschte. Daveten Wendau. Nun sollte der Kalender Raum schaffen, damit er nicht noch einmal dieselbe Art von Abwesenheit produziert.

 Für einen Menschen, dessen Erfolg gerade darauf beruhte, dass er kaum aufhörte, ist kürzer treten eine Form von Verzicht. Er gibt einen Teil der Rolle ab, die ihn jahrzehntelang definiert hat. Der vielleicht eindrucksvollste Beweis dafür, daß Muffis Verhältnis zur Familie heute anders ist, liegt ausgerechnet in seiner Beziehung zu Jahres.

 Der Sohn ist erwachsen und selbst Musiker geworden. Vater und Sohn können heute über das sprechen, was früher fehlte. 2024 sagte Maffi sinngemäß: “Sie hätten sich im Leben manchmal verpasst und würden nun versuchen etwas davon nachzuholen.” 2026 standen sie gemeinsam auf und hinter Bühnen, sprachen offen über die schwierigen Jahre und über Musik als eine Sprache, in der sich Nähe manchmal leichter herstellen lässt, als im direkten Gespräch.

Ein Jahres relativierte dabei die Vergangenheit nicht vollständig. Er kann heute verstehen, welchen Druck die Karriere seines Vaters bedeutete und zugleich festhalten, dass ein Kind diesen Druck nicht verstehen konnte. Genau diese Doppelperspektive ist erwachsen. Der Vater war nicht einfach lieblos. Er war dennoch zu oft nicht da.

Beides kann gleichzeitig wahr sein. In dieser Vater Sohngeschichte verändert sich auch der Blick auf die vier gescheiterten Ehen. Von außen sieht Mais Privatleben wie eine Serie wechselnder Partnerinnen aus. Von innen betrachtet zieht sich jedoch ein anderer roter Faden hindurch. Die Schwierigkeit zwischen dem Menschen Peter und der Figur Mafai Platz für verlässliche Alltagsnähe zu schaffen.

 Die Partnerinnen wechselten, die Karriere blieb, die Häuser wechselten, die Tourneen blieben. Die Kinder wurden älter, während der Rhythmus des Musikers über Jahrzehnte erstaunlich konstant blieb. Alasis, erst sehr spät, als die eigene Lebenszeit sichtbar knapper wurde, veränderte sich dieses Verhältnis.

 Das ist keine romantische Point, sondern eine bittere Bilanz. Manchmal begreift ein Mensch den Wert von Anwesenheit erst vollständig, nachdem er erlebt hat, dass verpasste Jahre nicht zurückgekauft werden können. Zu dieser Bilanz gehört auch Mafys Engagement für Kinder. Die Peter Mafei Stiftung schuf auf Mallorca und an anderen Orten Schutz und Erholungsräume für traumatisierte, benachteiligte.

schwer erkrankte oder von gewaltetroffene Kinder und Jugendliche auf der Finker Sann Lompart in der Nähe von Pollener verbringen Gruppen gemeinsam mit Betreuern therapeutisch begleitete Aufenthalte. Das Projekt ist kein symbolischer Prominentenscheck, sondern seit Jahren eine konkrete Infrastruktur.

 Mafai hat selbst einen Zusammenhang zwischen seiner eigenen Herkunft und seinem Bedürfnis zu helfen gesehen. Dann er kennt die Erfahrung politischer Unsicherheit. Armut und eines erzwungenen Neuanfangs. Gleichzeitig bekommt dieses Engagement vor dem Hintergrund seiner Familie noch eine weitere vorsichtigere Bedeutung. Ein Mann, der heute zugibt, seinem eigenen Sohn nicht immer genug Zeit gegeben zu haben, investiert einen beträchtlichen Teil seiner Energie darin, Kindern Schutzräume zu ermöglichen.

 Man sollte daraus keine psychologische Selbstherapie erfinden, aber man darf den Widerspruch sehen. Mafy hat oft erklärt, dass ihn das Leid von Kindern besonders trifft. Wer auf den Einrichtungen seiner Stiftung nur den Namen eines Stars erwartet, findet dort ein anderes Konzept. Natur, Tiere, gemeinsames Arbeiten, therapeutische Begleitung, Abstand von belastenden Lebenssituationen.

Es geht um etwas, das in Muffys eigener Familiengeschichte immer wieder knapp war. Zeit, Ruhe, Sicherheit und verlässliche Aufmerksamkeit. Es ist gerade deshalb wirkt das Projekt wie ein Gegenbild zu seinem früheren Tourleben. Auf Tour bestimmt Geschwindigkeit den Alltag. ankommen, aufbauen, spielen, weiterfahren.

 In einem Schutzraum für Kinder ist das Ziel genau umgekehrt. Ankommen, bleiben, Vertrauen entstehen lassen. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb dieses Engagement in seinem späteren Leben einen so großen Stellenwert bekam. Nicht weil es vier Scheidungen wieder gut machen könnte, das kann es nicht, sondern weil Maffi seine Möglichkeiten heute anders einsetzt, als in den Jahren, in denen fast jede freie Kraft in die Karriere floss.

 Mit zunehmendem Alter kommt noch eine andere Form von Verlust hinzu. Die Menschen, die Mapys lange Karriere begleitet haben, verschwinden nach und nach. Ende starb Helme Heine im Alter von 84 Jahren, der Kinderbuchautor und Zeichner, mit dem Mafai die Figur Tabalua geschaffen hatte. Alten Mafai schrieb danach von vier Jahrzehnten Freundschaft und davon, wie plötzlich ein Riss entstehe, wenn ein Mensch gehe.

Tabaluga war nie nur ein Nebenprojekt. Die kleine grüne Figur verband Musik, Geschichten, Kinder und Werte und wurde zu einem Teil von Mafis zweitem künstlerischem Leben neben dem Rock. Wenn ein Mitgestalter wie Helme Heine stirbt, verliert man deshalb nicht nur einen Kollegen. Ein Teil der eigenen Biografie wird zur Vergangenheit.

 Auch langjährige Weggefährten aus Management und Freundeskreis gingen in den vergangenen Jahren. Je älter Maffi wird, desto häufiger ist er derjenige, der zurückbleibt. Dieses Zurückbleiben verändert einen Mann, der jahrzehntelang den Eindruck vermittelte, Zeit sei eine endlose Ressource. Mit 20 kann man eine Beziehung beenden und glauben irgendwo beginne einfach eine neue.

 Mit 40 kann man nach einer Tour die nächste planen. Gar mit 50 kann man sich einreden, dass für Versöhnungen später noch Gelegenheit sein wird. Jenseits der 70 funktioniert diese Rechnung nicht mehr so bequem. Mafy kennt die Konsequenz heute sehr konkret. Er kann seinem Vater nichts mehr fragen.

 Er kann die Kindheit von Jahres nicht wiederholen. Er kann die vier früheren Ehen nicht in andere Geschichten verwandeln. Er kann nicht garantieren, wie viele Jahre ihm mit Hendrikie und Anuk bleiben. Er kann nur entscheiden, welchen Stellenwert die Tage haben, die noch vor ihm liegen. Genau deshalb ist seine fünfte Ehe keine einfache Krönung nach vier Irrtümern.

Sie steht unter einem anderen Druck. Hendrik und Anuk erleben einen Mann, der ruhiger und gesundheitlich disziplinierter ist als der Maffei der 80er Jahre. Aber sie leben zugleich mit der Tatsache, dass sein Alter ständig mit am Tisch sitzt. Wenn er heute morgens trainiert, tut er das nicht nur aus Eitelkeit.

Kanka, wenn er Tourneen reduziert, ist das nicht nur eine Altersentscheidung. Und wenn er sagt, Familie habe absolute Priorität, dann klingt darin die Erinnerung an eine Zeit mit, in der diese Priorität nicht immer galt. Das Glück der Gegenwart wird dadurch nicht kleiner, es wird ernster. Es ist ein Glück, das von dem Wissen begleitet wird, dass die Zeit begrenzt ist und dass Versäumnisse diesmal nicht mehr Jahrzehnte später korrigiert werden könnten.

Auch das erklärt, warum Mafes Geschichte über Ehe nicht als Geschichte eines Mannes erzählt werden sollte, der einfach Pech mit Frauen hatte. Vier Scheidungen sind zu viele Brüche um Säck, um sie ausschließlich als Zufall oder Unvereinbarkeit zu betrachten. Und Mafi selbst tut das nicht. Er hat öffentlich genug über Egoismus, Ehrgeiz, Alkohol und Abwesenheit gesagt, um die Verantwortung nicht nur außerhalb seiner Person zu suchen.

Zugleich wäre es ebenso falsch, daraus eine einfache Schuldgeschichte zu machen. Seine Ehen entstanden in unterschiedlichen Lebensphasen, mit unterschiedlichen Menschen unter verschiedenen Bedingungen. Was sie verbindet, ist nicht ein einzelnes geheimes Ereignis, sondern ein Muster. Mafi lebte sehr lange, so als müsse er sich jeden Tag neu gegen Stillstand verteidigen.

 Genau diese rastlose Energie machte ihn beruflich außergewöhnlich. Sie machte Beständigkeit privat, jedoch schwieriger. Vielleicht ist das der eigentliche Preis seines Erfolgs. Nicht die 3,2 Millionen Euro aus einer Scheidungsvereinbarung, nicht die Villa, die er abgeben musste. Nicht einmal die Schlagzeilen, die nach dem Ende der Ehe mit Tanja erschienen.

Ich gehe es. Teurer sind die Dinge, für die es keinen Ersatz gibt. Ein Kind, das seinen Vater zu selten sieht. Eine Partnerschaft, in der der nächste Termin immer mit am Tisch sitzt. Jahre, in denen ein Mensch glaubt, später werde noch genug Zeit sein. Maf konnte viele berufliche Niederlagen umdrehen.

 Aus dem Schlagerstar wurde gegen Widerstand ein Rockmusiker. Nach dem Motorradunfall stand er wieder auf. Nach den Exzessen wurde er nüchtern. Nach einer Fehliagnose änderte er seinen Lebensstil. Aber verlorene Familienzeit ist eine der wenigen Niederlagen, die sich nicht vollständig in einen späteren Sieg verwandeln lässt.

 Und doch endet die Geschichte nicht in Reue. Gerade Jahres zeigt, dass Beziehungen nach einer schlechten Phase eine neue Form finden können. Die beiden machen heute Musik, treten gemeinsam auf und sprechen über Dinge, für die früher offenbar weniger Sprache vorhanden war. Da auch Mays Verhältnis zu seiner Rolle als Vater hat sich verändert.

 Er versucht nicht mehr seine Abwesenheit mit der Größe seiner Karriere zu rechtfertigen. Er sagt sinngemäß: “Das war meine Verantwortung und jetzt möchte ich es anders machen. Für einen Mann, dessen öffentliches Bild jahrzehntelang auf Durchsetzungsvermögen beruhte, ist diese Form der Selbstkritik bemerkenswert. Stärke besteht hier nicht darin, eine Krise zu besiegen, sondern eine Tatsache stehen zu lassen, die sich nicht mehr ändern lässt.

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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