Die Wahrheit über die Ehe von Al Bano und Romina Power: Glück, Schmerz und Tragödie – Ty
Zwischen Felicità, unheilbarem Schmerz und dem Schatten von New Orleans: Die wahre Geschichte hinter der legendären Ehe von Al Bano und Romina Power und das ewige Rätsel um Tochter Ylenia
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Das Lied vom perfekten Glück und die Risse im Fundament
Es gab eine Epoche in der europäischen Unterhaltungsgeschichte, in der das Wort Glückseligkeit einen ganz bestimmten, unverwechselbaren Klang besaß[cite: 1]. Wenn in den Fernsehgeräten von Rom bis Berlin, von Madrid bis Wien die ersten beschwingten Takte erklangen, wenn ein strahlender Mann mit sonorer, erdverbundener Tenorstimme zu singen begann und ihm eine atemberaubende Frau mit seidig glänzendem Haar und aristokratischer Sanftmut in die Augen blickte, dann schaltete ein ganzes Kontinent den Alltag ab[cite: 1]. „Felicità“ war kein simples Popliedchen; es war eine Hymne auf das gelungene Leben, ein generationenübergreifendes Versprechen, dass es sie wirklich gibt: die vollkommene, unzerstörbare Harmonie zwischen zwei Menschen, die durch nichts auf dieser Welt erschüttert werden kann[cite: 1].
Al Bano und Romina Power waren nicht bloß ein überaus erfolgreiches Gesangsduo; sie waren die personifizierte Sehnsucht von Millionen Menschen nach familiärer Geborgenheit, lebenslanger Treue und unverbrüchlichem Zusammenhalt[cite: 1]. Wenn sie gemeinsam auf den Brettern traditionsreicher Festivals wie Sanremo standen oder ganz Europa beim Eurovision Song Contest verzauberten, glaubte man ihnen jede Geste, jeden Atemzug, jede Zeile[cite: 1]. Hier standen ein Mann und eine Frau, die scheinbar genau jenes Märchen lebten, das sie Abend für Abend auf den Bühnen besangen: eine Liebe, die alle gesellschaftlichen Gräben überwunden hatte, gekrönt von vier wunderbaren Kindern, eingebettet in das sonnige, fruchtbare Paradies eines süditalienischen Landguts[cite: 1].
Doch die Realität des menschlichen Daseins kümmert sich selten um die glanzvollen Drehbücher der Unterhaltungsindustrie[cite: 1]. Hinter den Kulissen dieses scheinbar unantastbaren Erfolgs, hinter den Blitzlichtern der Fotografen, den Goldenen Schallplatten und dem ewigen Lächeln vor den Fernsehkameras begann sich schon früh ein lautloser, schleichender Prozess zu vollziehen[cite: 1]. Zwei völlig gegensätzliche Seelenwelten, die sich einst mit der ganzen Wucht jugendlicher Faszination angezogen hatten, wurden mit dem Verstreichen der Jahre zu einer immer schwereren emotionalen Bürde[cite: 1].
Und dann, in den nasskalten, nebligen Januartagen des Jahres 1994, brach jenes Verhängnis über die Familie herein, das die letzte verbliebene Brücke zwischen den Eheleuten mit brachialer Gewalt zum Einsturz brachte[cite: 1]. Im fernen, zwielichtigen New Orleans verlor sich jede Spur ihrer erstgeborenen Tochter Ylenia[cite: 1]. Von einer Sekunde auf die andere war nichts mehr, wie es jemals gewesen war[cite: 1]. Denn manche Verluste nehmen einem Menschen nicht nur das Fleisch und Blut; sie rauben den Betroffenen jene gemeinsame seelische Sprache, mit der man einst geliebt, gehofft und gelebt hat[cite: 1].
Die Geschichte von Al Bano und Romina Power ist weit mehr als die Chronik einer gescheiterten Prominenten-Ehe[cite: 1]. Es ist eine moderne antike Tragödie über zwei Liebende, die im Angesicht eines unerträglichen Schicksalsschlags in völlig unterschiedliche Richtungen zerbrachen – und die der Welt bis heute die schmerzhafte Frage stellen, wie man als Eltern weiteratmen soll, wenn die Antwort auf das Schicksal des eigenen Kindes im ewigen Schweigen der Wellen versinkt[cite: 1].
Wenn Hollywood auf die Scholle trifft: Die Geburt eines Mythos
Um zu verstehen, warum das spätere Auseinanderbrechen dieser Verbindung eine derart fundamentale Wucht entfaltete, muss man den Blick weit zurückwerfen – in jenes Italien des Jahres 1967, in dem die Wege zweier junger Menschen aufeinandertrafen, die aus den denkbar gegensätzlichsten Welten stammten[cite: 1].
Albano Carrisi war ein Kind des kargen, staubigen Südens[cite: 1]. Geboren am 20. Mai 1943 im apulischen Cellino San Marco, wuchs er in einer bäuerlichen Umgebung auf, in der das Leben nach dem harten, unverrückbaren Takt der Jahreszeiten funktionierte[cite: 1]. Hier roch die Existenz nach frischer Erde, nach Schweiß, nach Olivenöl, reifenden Weintrauben und harter Feldarbeit[cite: 1]. Sein Vater Don Carmelo hatte für philosophische Träumereien oder schwärmerische Flausen wenig übrig[cite: 1]. Man stand vor Sonnenaufgang auf, man packte mit beiden Händen an, man beugte das Knie in der Dorfkirche, und man lernte von Kindesbeinen an, dass der Wert eines Mannes allein daran gemessen wird, wie zäh er den Widrigkeiten des Lebens trotzt[cite: 1]. Doch Albano trug eine Gabe in sich, die diesen engen dörflichen Horizont sprengte: eine gewaltige, schmetternde Naturstimme, die wie geschaffen war für die großen Opernarien und das leidenschaftliche italienische Melodram[cite: 1]. Mit gerade einmal 16 Jahren brach er nach Mailand auf[cite: 1]. Er schlief in frostigen Zimmern, arbeitete in Fabriken, spülte Teller, wurde von arroganten Produzenten abgewiesen und sang dennoch unermüdlich weiter – getrieben von dem Hunger nach Erfolg und dem unbändigen Stolz seiner Herkunft[cite: 1].
Romina Francesca Power hingegen entstammte dem glanzvollsten, schillerndsten Hochadel der weltweiten Unterhaltungsindustrie[cite: 1]. Geboren am 2. Oktober 1951 im kalifornischen Los Angeles, war sie die Tochter zweier absoluter Legenden des Goldenen Zeitalters von Hollywood[cite: 1]. Ihr Vater Tyrone Power war der umschwärmte Abenteuerheld unzähliger Monumentalfilme, ein Weltstar von beispielloser Leinwandpräsenz; ihre Mutter Linda Christian, eine mexikanische Schönheit von betörender Eleganz, ging als allererstes Bond-Girl in die Filmgeschichte ein[cite: 1]. Doch der goldene Glanz der Villen in Beverly Hills war trügerisch[cite: 1]. Als Romina gerade einmal sieben Jahre alt war, starb ihr geliebter Vater während Dreharbeiten in Spanien an einem plötzlichen Herzanfall. Was folgte, war eine rastlose Kindheit ohne echten Anker: exklusive Internate in der Schweiz, England und Mexiko, ständige Umzüge, wechselnde Partner der Mutter und das permanente Gefühl, nirgendwo auf dieser Welt wahrhaftig zu Hause zu sein[cite: 1]. Als Romina als Teenager nach Rom kam, war sie ein bildschönes, stilles Mädchen – umweht von Hollywood-Aura, doch tief im Inneren einsam, entwurzelt und auf der verzweifelten Suche nach einem Ort der Geborgenheit[cite: 1].
Als die beiden 1967 am Filmset der Musikkomödie „Nel sole“ erstmals aufeinandertrafen, prallten diese beiden Universen aufeinander[cite: 1]. Albano war 24, bodenständig, forsch und ungeschliffen; Romina war gerade einmal 16, schüchtern, kosmopolitisch und von einer ätherischen Zerbrechlichkeit[cite: 1]. Auf den ersten Blick schien diese Verbindung absurd[cite: 1]. Doch genau in diesem extremen Gegensatz lag der Zauber ihrer Begegnung[cite: 1]. Für Romina verkörperte dieser kernige Mann aus Apulien jene Festigkeit, jene tiefe Verwurzelung und jene bedingungslose familiäre Verlässlichkeit, die sie in ihrem bisherigen Luxusleben so schmerzlich vermisst hatte[cite: 1]. Er war ihr sicherer Hafen, ihre Ruhe[cite: 1]. Für Albano wiederum war Romina das Tor zur großen, weiten Welt – eine Muse von unnahbarer Anmut, die seinem erdigen Dasein einen Hauch von kosmopolitischer Poesie verlieh[cite: 1]. Sie war seine Weite[cite: 1].
Die Familien auf beiden Seiten schlugen die Hände über dem Kopf zusammen[cite: 1]. Linda Christian rümpfte die Nase über den Provinzsänger aus dem armen Süden; Albanos Familie beäugte die mondäne Amerikanerin mit tiefem Misstrauen[cite: 1]. Die Presse gab der Liaison keine sechs Monate[cite: 1]. Doch die beiden Liebenden trotzten allen Warnungen[cite: 1].
Am 26. Juli 1970 traten Albano Carrisi und Romina Power in Cellino San Marco vor den Traualtar[cite: 1]. Für Italien war es das Medienereignis des Jahrzehnts: Der Bauernsohn hatte die Hollywood-Prinzessin erobert[cite: 1]. Und das Schicksal schien ihnen recht zu geben: Nur wenige Monate später, am 29. November 1970, erblickte ihre erste Tochter das Licht der Welt[cite: 1]. Sie nannten das Mädchen Ylenia Maria Sole – ein Name, der wie ein sonniger Sonnenaufgang klang, nach ungetrübtem Licht, nach dem glücklichen Anfang einer neuen Dynastie[cite: 1]. Niemand im Saal, niemand an den Fernsehern konnte in jenen Freudentagen ahnen, dass genau dieser Name eines Tages zum schwärzesten, quälendsten Kapitel ihres gesamten Lebens werden sollte[cite: 1].
Der Triumphzug des Duos: Wenn der Gesang zur Lebensfalle wird
Mit der Geburt von Ylenia und den folgenden Kindern wuchs aus der privaten Ehe sehr schnell eines der erfolgreichsten musikalischen Projekte der europäischen Popgeschichte heran[cite: 1]. Ab Mitte der 1970er-Jahre traten Al Bano und Romina Power als festes Gesangsduo auf – und trafen damit den Nerv einer ganzen Generation[cite: 1].
Ihre stimmliche Konstellation war von genialer Schlichtheit[cite: 1]. Albanos Stimme war eine Naturgewalt: kraftvoll, dramatisch, metallisch glänzend und durchdrungen von jenem Schmerz und jener Inbrunst, die man nur auf den sonnenverbrannten Feldern Süditaliens lernen kann[cite: 1]. Rominas Stimme hingegen war weich, intim, fast flüsternd, getragen von einer gelassenen, vornehmen Ruhe[cite: 1]. Sie konkurrierten nicht miteinander auf der Bühne; sie ergänzten sich wie Tag und Nacht, wie Feuer und Wasser[cite: 1]. Wenn sie sich während der Refrains an den Händen hielten und sich tief in die Augen schauten, erlebten die Zuschauer keine einstudierte Choreografie zweier austauschbarer Popstars[cite: 1]. Sie sahen ein echtes Ehepaar, Eltern, Liebende, die vor den Augen der Welt ihr eigenes Glück zelebrierten[cite: 1].
In den 1980er-Jahren explodierte ihr Erfolg[cite: 1]. Titel wie „Sharazan“, „Ci sarà“ und vor allem „Felicità“ brachen alle Verkaufsrekorde[cite: 1]. Sie gewannen das prestigeträchtige Sanremo-Festival, belegten Spitzenplätze beim Eurovision Song Contest und füllten die größten Hallen des Kontinents[cite: 1]. Ihre Melodien wurden zum Soundtrack von Familienfeiern, Hochzeiten und sonnigen Sommerurlauben[cite: 1]. In unzähligen Wohnzimmern liefen ihre Kassetten rauf und runter[cite: 1].
Doch der gigantische Erfolg trug im Verborgenen eine gefährliche, toxische Falle in sich[cite: 1]. Al Bano und Romina wurden zu Gefangenen ihres eigenen Markenbildes[cite: 1]. Ein Paar, das für hunderte Millionen Menschen das unumstößliche Symbol der ehelichen Glückseligkeit darstellt, darf keine Risse zeigen[cite: 1]. Die Gesetze des Showgeschäfts verlangten bedingungsloses Funktionieren[cite: 1]. Sie konnten vor Journalisten und Kameras nicht zugeben, dass auch in ihrem Haus in Cellino San Marco die Luft bisweilen dünn wurde, dass Albanos traditionelles, oft patriarchales Rollenverständnis mit Rominas freigeistigen, liberalen Lebensvorstellungen kollidierte und dass das ständige Tourneeleben an den Kräften zehrte[cite: 1].
Sie mussten lächeln, immer weiter lächeln[cite: 1]. Und während draußen der ohrenbetäubende Jubel der Massen kein Ende nehmen wollte, wuchs im Inneren dieses goldenen Refugiums ein junges Mädchen heran, das die bedrückende Enge dieses Konstrukts mit jedem Tag intensiver spürte – und beschloss, aus diesem Schaufenster der Eitelkeiten auszubrechen[cite: 1].
Ylenia Carrisi: Die Flucht aus dem Schatten der Götter
Ylenia wuchs in einer Umgebung auf, die Außenstehenden wie das Paradies auf Erden erscheinen musste[cite: 1]. Auf dem weitläufigen apulischen Familiengut Tenute Al Bano Carrisi fehlte es an nichts[cite: 1]. Pferde, Swimmingpools, weitläufige Olivenhaine, Reisen in Luxushotels und der ständige Glanz weltweiter Berühmtheit umgaben die heranwachsende Erstgeborene[cite: 1]. Ihr Nachname öffnete jede Tür, noch bevor sie überhaupt anklopfen konnte[cite: 1]. Wo immer sie auftauchte, schlugen ihr die Liebe und die Bewunderung entgegen, die eigentlich ihren berühmten Eltern galten[cite: 1].
Für ein heranwachsendes Mädchen war dieses scheinbare Privileg jedoch ein stummer, unsichtbarer Käfig[cite: 1]. Ylenia war kein oberflächliches Society-Girl, das sich im Ruhm der Familie sonnen wollte[cite: 1]. Sie war hochbegabt, hochsensibel und von einem scharfen, reflektierten Verstand[cite: 1]. Sie beherrschte vier Sprachen fließend, schrieb tiefsinnige Gedichte, malte und besaß jene leise, unaufdringliche Begabung, die nicht nach den lauten Fanfaren der Masse verlangt[cite: 1].
Ihre Eltern sahen in ihrer bildschönen Erstgeborenen natürlich die Zukunft[cite: 1]. Sie bezogen sie früh in das Showgeschäft ein[cite: 1]. Ylenia stand mit ihnen vor der Kamera, sang kleine Passagen, wirkte in Filmen mit und übernahm schließlich Anfang der 1990er-Jahre die prestigeträchtige Rolle der Buchstabenfee in der italienischen Ausgabe des „Glücksrads“[cite: 1]. Die Nation verliebte sich augenblicklich in die bezaubernde junge Frau mit den langen blonden Haaren[cite: 1]. Eine millionenschwere Karriere als Fernsehstar lag griffbereit vor ihr[cite: 1].
Doch für Ylenia war diese Welt eine seelische Folter[cite: 1]. Sie wollte nicht als hübsches Beiwerk fungieren[cite: 1]. Sie wollte nicht die ewige „Tochter von Al Bano und Romina Power“ sein, die stets freundlich in die Kameras lächelte und fremde Erwartungen erfüllte[cite: 1]. Sie verspürte den unbändigen Drang, herauszufinden, wer sie selbst war, wenn man all den Glanz, das Geld und die Berühmtheit von ihrem Namen abzog[cite: 1].
Sie zog nach London, schrieb sich am renommierten King’s College für Literaturwissenschaften ein und bewies mit herausragenden Noten, dass sie auf eigenen Beinen stehen konnte[cite: 1]. Doch ein geordnetes bürgerliches Akademikerleben vermochte ihren inneren Hunger nicht zu stillen[cite: 1]. Ylenia wollte das echte, ungeschminkte, rohe Leben spüren[cite: 1]. Sie träumte davon, als freie Journalistin und Schriftstellerin zu arbeiten, Randexistenzen zu porträtieren und Menschen eine Stimme zu geben, die auf der Schattenseite der Erde lebten[cite: 1].
Gegen Ende des Jahres 1993 fasste die damals 23-Jährige einen radikalen Entschluss: Sie verkaufte fast ihren gesamten persönlichen Besitz, packte einen einfachen Rucksack und brach ganz allein zu einer monatelangen Entdeckungsreise auf[cite: 1]. Ihre Route führte sie zunächst nach Mittel- und Südamerika[cite: 1]. Sie mied Luxusressorts, übernachtete in einfachen Absteigen und suchte die Nähe von Straßenkünstlern und Aussteigern[cite: 1].
Für ihre Eltern klang das anfangs nach einer typischen Phase der jugendlichen Selbstfindung[cite: 1]. Doch im Hause Carrisi begann sich im Spätherbst 1993 jene dunkle, instinktive Vorahnung breit zu machen, die Eltern oft im Innersten spüren, lange bevor das Unglück greifbar wird: Der Kontakt zu Ylenia wurde dünner, ihre Nachrichten klangen gehetzter, distanzierter[cite: 1]. Als die Familie sie anflehte, zum traditionellen Weihnachtsfest nach Cellino San Marco zurückzukehren, weigerte sie sich[cite: 1]. Ihr Bruder Yari wurde losgeschickt, um sie in Mittelamerika aufzuspüren, doch als er an ihrem letzten Aufenthaltsort eintraf, war sie bereits weitergezogen[cite: 1].
Ihr Weg hatte sie an jenen Ort geführt, der zum Grab ihrer Träume und zum ewigen Albtraum ihrer Familie werden sollte: New Orleans[cite: 1].
Der Schatten am Mississippi: Ein Anruf und das ewige Schweigen
New Orleans, die legendäre Metropole im US-Bundesstaat Louisiana, ist eine Stadt von faszinierender, aber auch zutiefst unheimlicher Energie[cite: 1]. Gebaut auf schwankendem Sumpfboden am Ufer des gewaltigen Mississippi, durchweht von den Klängen des Jazz, der Melancholie des Blues und den archaischen Mythen des Voodoo, übt diese Stadt seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Suchende, Gestrandete und Träumer aus[cite: 1]. Es ist eine Stadt der langen Nächte, der verrauchten Bars – und ein Ort, an dem man spurlos verschwinden kann, ohne dass die Welt es im ersten Moment bemerkt[cite: 1].
Hier, im feuchten Labyrinth des French Quarter, geriet Ylenia Carrisi in den Bann eines Mannes, dessen Erscheinung wie ein finsteres Menetekel über der gesamten Tragödie liegt: Alexander Masakela[cite: 1]. Masakela war ein damals 54-jähriger afroamerikanischer Straßenmusiker[cite: 1]. Er spielte Saxofon an den Straßenecken, umgab sich mit der Aura eines spirituellen Gurus und lebte am Rande der Gesellschaft[cite: 1]. Für viele war er ein zwielichtiger Herumtreiber, der mit Drogen experimentierte und junge, wohlhabende Touristinnen manipulierte[cite: 1].
Al Bano hatte diesen Mann bereits Monate zuvor bei einem kurzen gemeinsamen Besuch in New Orleans kennengelernt – und hatte mit dem untrüglichen Instinkt eines Vaters sofort tiefste Abscheu und Misstrauen empfunden[cite: 1]. Er hatte seine Tochter damals beschworen, sich von diesem Scharlatan fernzuhalten[cite: 1]. Doch nun war Ylenia allein zu ihm zurückgekehrt[cite: 1]. Sie checkte mit ihm im heruntergekommenen „LeDale Hotel“ an der Rue St. Charles ein[cite: 1]. Was genau zwischen der hochgebildeten Millionärstochter und dem alternden Straßenmusiker vorging, ob es eine verhängnisvolle mentale Abhängigkeit, eine fatale Drogenexperimentierphase oder schlicht die naive Neugier einer Schriftstellerin war, blieb bis heute im Dunkeln[cite: 1].
Am Abend des 31. Dezember 1993 griff Ylenia in New Orleans zum Telefonhörer[cite: 1]. Sie rief zu Hause in Cellino San Marco an, um ihrer Familie ein gutes neues Jahr zu wünschen[cite: 1]. Sie erkundigte sich liebevoll nach ihrer Großmutter[cite: 1]. Ihre Stimme klang ruhig, gefasst, unauffällig[cite: 1]. Es gab kein Anzeichen von Panik, keine Bitte um Hilfe, keinen dramatischen Abschied[cite: 1]. Und genau dieser scheinbar banale, friedliche Tonfall macht diesen letzten Anruf für ihre Eltern bis heute so unerträglich schwer zu verarbeiten[cite: 1]. Denn nach diesem 31. Dezember erklang Ylenias Stimme nie wieder[cite: 1].
Am 6. Januar 1994 verließ Ylenia Carrisi gegen Mittag das Hotelzimmer in der Rue St. Charles[cite: 1]. Sie trug ein einfaches Blumenkleid und ließ all ihre persönlichen Habseligkeiten zurück: ihren Reisepass, ihr Geld, ihre Kamera, ihre Kleidung und jene Notizbücher, die ihr ganzer Stolz waren[cite: 1]. Sie kehrte niemals in das Hotel zurück[cite: 1].
Wenig später trat ein Zeuge an die Öffentlichkeit, dessen Aussage sich wie ein glühendes Brandeisen in die Geschichte der Familie Carrisi einbrannte[cite: 1]. Ein Wachmann, der am Ufer des Mississippi im Woldenberg Park Dienst tat, gab zu Protokoll, er habe in jenen Januartagen in der Dunkelheit eine junge blonde Frau gesehen, auf die Ylenias Beschreibung haargenau passte[cite: 1]. Sie habe auf einem Steg am Fluss gesessen[cite: 1]. Als er sie aufgefordert habe, das Gelände aus Sicherheitsgründen zu verlassen, habe die junge Frau ihn mit großen, abwesenden Augen angesehen und einen Satz gesprochen, der die Welt bis heute erschauern lässt:
„I belong to the water“ – Ich gehöre dem Wasser[cite: 1].
Dann, so schilderte es der Wachmann voller Entsetzen, sei die Frau in die reißenden, eiskalten Fluten des Mississippi gesprungen[cite: 1]. Sie sei ein Stück geschwommen, bis die tückische Strömung und der Sog eines vorbeifahrenden Frachtschiffes sie erfassten und unter die Wasseroberfläche zogen[cite: 1]. Die amerikanische Küstenwache und Taucherteams suchten den Fluss tagelang ab[cite: 1]. Doch der Mississippi ist ein schlammiges, unerbittliches Gewässer mit gewaltigen Unterströmungen, das seine Opfer oft hunderte Kilometer weit bis in den Golf von Mexiko spült und niemals wieder freigibt[cite: 1].
Eine Leiche wurde niemals gefunden[cite: 1]. Es gab keinen materiellen Beweis, keine DNA-Spur, keinen Ring, kein Kleidungsstück[cite: 1]. Für die Polizei war der Fall damit weitgehend abgeschlossen: Ertrunken im Mississippi[cite: 1]. Doch für Al Bano und Romina Power begann an diesem schlammigen Flussufer ein Albtraum, der niemals mehr enden sollte[cite: 1].
Der Kampf um die Wahrheit: Wenn Hoffnung zur Folter wird
Nach dem 6. Januar 1994 existierte für Al Bano und Romina Power keine normale Zeitrechnung mehr[cite: 1]. Ihr Leben zersplitterte in eine endlose Kette aus bangem Warten, panischen Telefonaten, falschen Spuren und skrupellosen Trittbrettfahrern[cite: 1].
Sie reisten selbst nach New Orleans, durchkämmten die zwielichtigsten Viertel der Stadt, verteilten Flugblätter, schalteten Privatdetektive und das FBI ein[cite: 1]. Alexander Masakela wurde von der Polizei vernommen, doch da man ihm kein konkretes Verbrechen nachweisen konnte und er behauptete, nichts über Ylenias Verbleib zu wissen, musste man ihn laufen lassen[cite: 1].
In dieser Atmosphäre des totalen Kontrollverlusts begann sich zwischen den beiden Elternteilen jener verhängnisvolle Riss zu vertiefen, der ihre Liebe letztlich zerstören sollte[cite: 1]. Sie litten unter demselben unermesslichen Verlust, doch ihre Seelen wählten zwei unversöhnliche Wege, um mit diesem unerträglichen Schmerz umzugehen[cite: 1].
Romina Power klammerte sich mit jeder Faser ihres mütterlichen Wesens an die Hoffnung[cite: 1]. Für sie galt das unumstößliche Gesetz des Herzens: Solange niemand den leblosen Körper ihrer Tochter vor sie hinlegte, war Ylenia nicht tot[cite: 1]! Sie war verschwunden – und zwischen den Worten „verschwunden“ und „tot“ liegt für eine liebende Mutter ein ganzer Kosmos[cite: 1]. Romina ging jedem noch so absurden Hinweis nach[cite: 1]. Sie glaubte Augenzeugen, die Ylenia in Klöstern, in Südamerika oder in den Straßen europäischer Metropolen gesehen haben wollten[cite: 1]. Sie las spirituelle Schriften, meditierte und hielt die Tür ihres Herzens sperrangelweit offen[cite: 1]. Für Romina bedeutete das Aufgeben dieser Hoffnung den schwärzesten Verrat an ihrem Kind[cite: 1].
Al Bano hingegen ging durch ein völlig anderes seelisches Fegefeuer[cite: 1]. Auch er hatte wie ein Löwe gekämpft, war Spuren gefolgt und hatte sein Vermögen für Suchtrupps eingesetzt[cite: 1]. Doch in ihm, dem pragmatischen Realisten vom Lande, begann etwas Grundlegendes zu zerbrechen[cite: 1]. Er sprach mit dem Wachmann am Fluss, er blickte in die dunklen, tosenden Fluten des Mississippi – und in ihm reifte mit unbarmherziger Klarheit die furchtbare Gewissheit: Die Geschichte am Fluss war wahr[cite: 1]. Seine geliebte Tochter war in jener Nacht ertrunken[cite: 1].
Man darf Al Banos Haltung keineswegs als Gefühlskälte oder Gleichgültigkeit missverstehen[cite: 1]. Für ihn war das Akzeptieren der bitteren Realität die einzige Möglichkeit, das eigene psychische Überleben zu sichern[cite: 1]. Ein Mensch kann nicht jahrzehntelang jeden Morgen mit der offenen, blutenden Wunde aufwachen, dass das Kind heute durch die Tür treten könnte[cite: 1]. Er hatte drei weitere Kinder, die einen funktionierenden Vater brauchten[cite: 1]. Er hatte Hunderte Angestellte auf seinem Gut, Verantwortung für eine Familie[cite: 1]. Um nicht im bodenlosen Morast des Wahnsinns zu versinken, brauchte Al Bano einen Punkt[cite: 1]. Er musste trauern dürfen – um eine tote Tochter[cite: 1].
Doch für Romina war genau dieser Punkt unerträglich[cite: 1]. Sie sah in Albanos Haltung eine Form von Resignation, die sie zutiefst verletzte[cite: 1]. Sie empfand es, als würde er eigenhändig die Tür zuschlagen, hinter der ihr Kind vielleicht noch um Hilfe rief[cite: 1]. Al Bano wiederum empfand Rominas Weigerung, die Realität anzuerkennen, als eine endlose, zerstörerische Selbstquälerei, die das gesamte verbliebene Familienleben vergiftete[cite: 1].
Zwei Eltern, dasselbe Kind, derselbe unendliche Schmerz – doch keine gemeinsame Sprache mehr[cite: 1]. Jeder Versuch, über Ylenia zu sprechen, wurde zum Minenfeld[cite: 1]. Wenn Al Bano von ihr in der Vergangenheitsform sprach, weinte Romina vor Wut; wenn Romina von neuen Hinweisen erzählte, wandte sich Al Bano voller Verzweiflung ab[cite: 1]. Ylenia war nicht mehr nur das vermisste Kind; sie wurde zu einer unsichtbaren, eisigen Wand, die sich mitten durch ihr Ehebett und ihren gemeinsamen Alltag zog[cite: 1].
Die zweite Beerdigung: Das unausweichliche Scheitern
Eine Zeit lang versuchten die beiden, die Fassade aufrechtzuerhalten[cite: 1]. Sie gaben Konzerte, lächelten tapfer in die Fernsehkameras und sangen ihre alten Lieder[cite: 1]. Doch wer in jenen Jahren nach 1994 genau hinsah, bemerkte die erdrückende Schwere auf der Bühne[cite: 1]. Da standen nicht mehr zwei Liebende, die das Glück besangen; da standen zwei zutiefst traumatisierte Überlebende, die denselben Namen im Herzen trugen, ihn aber nicht mehr gemeinsam aussprechen konnten[cite: 1].
Die Musik, die sie einst verbunden hatte, wurde zur Qual[cite: 1]. Wie sollte man mit Inbrunst „Felicità“ schmettern, wenn das eigene Herz in Trümmern lag[cite: 1]? Wie sollte man ein Publikum zum Klatschen animieren, wenn die Gedanken unablässig am schlammigen Ufer des Mississippi kreisten[cite: 1]?
Gegen Ende der 1990er-Jahre zogen sie die unvermeidliche Konsequenz: Das Paar trennte sich privat und beruflich[cite: 1]. Es gab keinen lauten Knall, keinen schmutzigen Rosenkrieg vor Gericht[cite: 1]. Es war das lautlose, traurige Verblassen einer großen Liebe, der schlicht die Luft zum Atmen ausgegangen war[cite: 1]. Im Jahr 2012 wurde die Scheidung nach langem rechtlichem Stillstand offiziell besiegelt[cite: 1].
Ihre Lebenswege drifteten nun auch geografisch weit auseinander[cite: 1]. Romina kehrte Italien den Rücken, zog nach Kalifornien, widmete sich der Malerei, dem Buddhismus, der Meditation und schrieb Bücher[cite: 1]. Sie suchte in der spirituellen Abgeschiedenheit nach jenem inneren Frieden, den die Musikbühnen ihr nicht mehr geben konnten[cite: 1]. Al Bano blieb fest verwurzelt in Cellino San Marco[cite: 1]. Er stürzte sich in die Arbeit, erweiterte sein Weingut, produzierte Olivenöl, trat als Solokünstler auf und fand schließlich in Loredana Lecciso eine neue Lebensgefährtin, mit der er zwei weitere Kinder bekam[cite: 1].
Für Romina war dieser Schritt ihres Ex-Mannes ein weiterer, schmerzhafter Stich: Der Mann, mit dem sie einst die Welt erobert und nach ihrer Tochter gesucht hatte, baute sich eine neue Familie auf, während sie selbst für immer an der Schwelle jener offenen Tür verharrte[cite: 1].
Im Januar 2013 vollzog Al Bano schließlich jenen formalen Schritt, der die Kluft zwischen ihnen für immer zementieren sollte: Er stellte beim Gericht in Brindisi den offiziellen Antrag, seine seit fast zwei Jahrzehnten verschwundene Tochter Ylenia für tot erklären zu lassen[cite: 1]. Im Dezember 2014 gab das Gericht dem Antrag statt[cite: 1]. Für Al Bano war dieser bürokratische Akt der letzte, bittere Versuch, der Realität ins Auge zu blicken und juristische Klarheit zu schaffen[cite: 1].
Für Romina Power war dieses Urteil ein unverzeihlicher Akt[cite: 1]. Sie protestierte öffentlich und unter Tränen gegen die Entscheidung[cite: 1]. Sie bezeichnete die Todeserklärung als eine grausame Farce – als eine zweite Beerdigung ihres Kindes, ohne dass es jemals ein Grab, einen Leichnam oder einen echten Beweis gegeben hätte[cite: 1]. Bis zum heutigen Tag weigert sich Romina beharrlich, diesen juristischen Status anzuerkennen[cite: 1]. An jedem 29. November postet sie Bilder ihrer strahlenden, jungen Tochter und schreibt Worte voller unsterblicher Hoffnung ins Netz[cite: 1].
Moskau 2013 und die Rückkehr der Geister
Dass es nach all diesen tiefen Verletzungen, nach der Trennung, den gegenseitigen Vorwürfen und dem juristischen Streit um den Tod ihrer Tochter jemals wieder zu einer gemeinsamen Begegnung auf der Bühne kommen würde, hielten selbst engste Vertraute für absolut ausgeschlossen[cite: 1].
Doch im Oktober 2013 geschah das Unfassbare[cite: 1]. Anlässlich von Al Banos 70. Geburtstag gelang es einem russischen Konzertveranstalter mit unendlicher Geduld und astronomischen Gagenangeboten, Romina Power zu einem gemeinsamen Auftritt in der Moskauer Crocus City Hall zu bewegen[cite: 1]. Nach fast zwanzig Jahren eisigen Schweigens betraten Al Bano und Romina Power wieder dieselbe Bühne[cite: 1].
Als die beiden nebeneinander vor das euphorische Publikum traten, hielt die Musikwelt den Atem an[cite: 1]. Man sah zwei älter gewordene Menschen, deren Gesichter von den Stürmen des Lebens gezeichnet waren[cite: 1]. Doch als sie begannen, die alten Lieder anzustimmen, geschah etwas Magisches[cite: 1]. Die professionelle Vertrautheit, die sie über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hatten, war nicht erloschen[cite: 1]. Sie wussten instinktiv, wann der andere einatmete, wann eine Tonlage gestützt werden musste, wie die Blicke zu setzen waren[cite: 1].
Es folgten gefeierte Welttourneen, Auftritte in der ehrwürdigen Arena von Verona, eine umjubelte Rückkehr zum Sanremo-Festival und Konzerte in ganz Europa[cite: 1]. Das Publikum feierte diese Auftritte mit frenetischem Jubel[cite: 1]. Für Millionen von Menschen war es wie eine heilsame Zeitreise zurück in die eigene Jugend, eine tröstliche Illusion, dass am Ende doch noch alles gut werden könne[cite: 1].
Doch beide stellten von Beginn an mit schonungsloser Klarheit klar: Diese Wiedervereinigung war rein professioneller Natur[cite: 1]. Es gab kein neues Liebesversprechen, kein privates Comeback, kein romantisches Happy End[cite: 1].
Wer bei diesen späteren Konzerten ganz genau hinsah und hinhörte, spürte unter den vertrauten Melodien eine unendliche, bleierne Schwere[cite: 1]. Wenn die beiden heute „Felicità“ singen, klingt dieses Lied vollkommen anders als 1982[cite: 1]. Es ist dieselbe Melodie, es sind dieselben Worte – doch das Leben der Menschen, die es singen, ist unwiderruflich zerstört worden[cite: 1].
Ylenia steht bei jedem dieser Konzerte als unsichtbare dritte Person zwischen ihren Eltern[cite: 1]. Man spürt sie in jenem kurzen, zögerlichen Zögern vor dem Refrain, in jenen Blicken, die sich treffen und schnell wieder abwenden, und in dem Wissen, dass kein Beifall der Welt die Stille in ihren Seelen jemals vertreiben kann[cite: 1]. Sie haben gelernt, professionell nebeneinander zu stehen, aber die gemeinsame Sprache der Liebe haben sie für immer verloren[cite: 1].
Was am Ende bleibt: Die unvollendete Melodie
Die Wahrheit über die Ehe von Al Bano und Romina Power ist keine Geschichte über schwindende Gefühle, über banale Untreue oder die alltägliche Langeweile des Älterwerdens[cite: 1]. Es ist das erschütternde Zeugnis davon, was geschieht, wenn das Schicksal einer Familie eine Wunde schlägt, die keine Zeit der Welt jemals heilen kann[cite: 1].
Sie verloren am Ufer des Mississippi nicht nur ihre geliebte Tochter Ylenia[cite: 1]. Sie verloren das Vertrauen in die Gerechtigkeit des Lebens[cite: 1]. Sie verloren die Unbeschwertheit ihrer Musik[cite: 1]. Und sie verloren die Fähigkeit, einander in ihrer Trauer zu trösten[cite: 1].
Al Bano handelte nicht aus Hartherzigkeit, als er Ylenia für tot erklären ließ; er tat es, um den Rest seiner Familie und sich selbst vor dem Ertrinken in der endlosen Verzweiflung zu retten[cite: 1]. Romina Power handelte nicht aus Realitätsverweigerung, als sie gegen dieses Urteil aufschrie; sie tat es aus jener archaischen mütterlichen Urkraft heraus, die einem Kind niemals die Tür vor der Nase zuschlagen kann, solange der Atem reicht[cite: 1].
In dieser Tragödie gibt es keine Schuldigen[cite: 1]. Es gibt nur zwei Menschen, die einander einst die Welt bedeuteten und die am Ende erkennen mussten, dass manche Verluste größer sind als die stärkste Liebe[cite: 1].
Al Bano und Romina Power werden für immer ihren festen Platz in den Annalen der Musikgeschichte behalten[cite: 1]. Ihre Lieder werden weiterlaufen, solange Menschen sich verlieben und vom unbeschwerten Glück träumen[cite: 1]. Doch wer die wahre Tiefe ihrer Kunst verstehen will, der darf nicht nur auf den strahlenden Glanz von „Felicità“ hören[cite: 1]. Er muss hineinhören in jene beklemmende Stille, die zwischen ihren Tönen liegt[cite: 1]. An jenen leeren Platz auf der Bühne, der für alle Zeiten den Namen Ylenia trägt[cite: 1]. Und an die bittersüße Erkenntnis, dass das größte Glück und die tiefste Tragödie unseres irdischen Daseins manchmal aus derselben Kehle gesungen werden müssen[cite: 1].