Wer ermordete Norbert S. in der Kaserne 1989 in Köln? T
Wer ermordete Norbert S. in der Kaserne 1989 in Köln?

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinschaut oder reinhört. Ja, ihr Lieben, ich glaube, die Folge heute wird nicht ganz so lang werden, aber ich hatte mich in einen Fall zurückerinnert, der vor ca.
6 Monaten bei einer Spezialfolge von Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt wurde. Und zwar ging es da um den Mord an Norbert Stolz und sogar Roderne bezeichnete den Fall in der Sondersendung Cold Cases im März 2025 als einen der rätselhaftesten Verbrechen, von denen er je gehört habe. Und Rodizerne macht das ja schon einige Jahre.
Das wird was heißen, wenn er das sagt. Und deswegen ja wollte ich einfach den Fall heute auch mal aufgreifen und bin sehr auf eure Meinung dazu auch gespannt. Norbert Stolz war 1989 20 Jahre alt und wird als ein ruhiger, zuverlässiger Mensch beschrieben, der auch sehr pflichtbewusst gewesen ist. Er war sowie seine Familie auch in der katholischen Kirche aktiv.
Er war Messdiener und betreute kirchliche Freizeiten, spielte Handball beim ersten FC Köln und war der Jüngste von insgesamt drei Brüdern und lebte noch bei seinen Eltern, die in Köln Radal gelebt haben. Norbert soll wohl offiziell Single gewesen sein, das spielt aber später noch eine Rolle bzw. Frage in dem Fall, ob er wirklich Single gewesen ist.
Im Oktober 198 wurde Norbert dann zum Wehrdienst eingezogen. Ab Dezember 1988 wurde er in der Kaserne Butzweilerhof in Köln Osendorf eingesetzt beim Transportbataillon 805 auf dem Kaserengelände und nach der Bundeswehr wollte Norbert eine Ausbildung als Versicherungskaufmann beginnen und freute sich schon auf die Kirchenfreizeit, die er nicht zum ersten Mal mitbetreute.
Norberts Vater arbeitete übrigens als Beamter fest bei der zivilen Standortverwaltung der Bundeswehr, aber Norbertsz Dink war das wohl nicht ganz so. Er wollte wie gesagt dann ja in die Versicherungsbranche einsteigen. Am Freitag, dem 23. Juni 1989 übernimmt er freiwillig eine 24 Stunden Schicht, also auch in die Nacht auf den 24.
Juni 1989 und er übernimmt den Wachdienst im Gebäude U5 und mit diesem 24 Stunden Dienst wollte Norbert einige Urlaubstage für die Kirchenfreizeit sammeln und deswegen kamen so 24 Stunden Dienste ihm dann immer ziemlich gelegen. An diesem Wochenende ist auch nichts los in der Kaserne. Eigentlich alle Soldaten sind zu Hause bei ihren Familien, nur einer nicht.
Der Mann, den ich hier einfach mal Markus nennen werde, hatte nämlich sechs Tage Stubenarrest erhalten aufgrund einer Disziplinarmaßnahme. Den Wachdienst, den Norbert vor sich hatte, musste er im Waßer ihm durfte in den Wachraum. Und die Hauptaufgabe am damaligen Freitag war es, die Eingangstür verschlossen zu halten und nur befugte Leute hineinzulassen.
Auch war er zuständig dafür, das Telefon anzunehmen und alle paar Stunden einen Kontrollgang durch das Haus zu machen. Die Tür zu seinem Dienstzimmer des Wachraums sollte auch immer verschlossen werden bei seinen Kontrollgängen. Und im Haus war übrigens auch eine Waffenkammer. Ich finde das nicht ganz unrelevant für den Fall, deswegen erwähne ich das jetzt extra.
Allerdings hatte Norbert zu der Waffenkammer keinen Schlüssel. Mehrfach machen unterschiedliche Personen am damaligen Freitag die Beobachtung, dass bei dem Gebäude U5, wo Norbert ja anwesend war, die Kellertür offen gestanden haben soll. Darüber aber Meldung zu machen, dafür fühlte sich niemand so wirklich zuständig.
Gegen 19:30 Uhr will Markus einen lauten Knall gehört haben. Er soll Norbert auch gefragt haben, ob er diesen Knall auch gehört habe. Aber er soll das wohl verneint haben und hatte ja auch zuvor alles im Gebäude kontrolliert. Markus soll die Situation, so zumindest bei Aktenzeichen XY ungelöst dargestellt etwas nervös gemacht haben.
Um 22 Uhr sieht Markus Norbert noch vor dem Fernseher im Wachraum sitzen. Dann geht er wieder auf sein Zimmer. Wie üblich bei einer Kaserne ist diese natürlich auch extra gesichert. heute vermutlich noch viel besser auch technisch ausgerüstet wie damals und in der Kaserne in Köln jedenfalls war alles mit Maschendrahtzaun abgeriegelt und das ist auch so ein übliches Bild, was ich und vielleicht viele von euch von Kasernen haben.
Später aber stellt man fest, dass zwei Zäune Löcher gehabt haben und diese Löcher waren so groß, dass ein Mensch hindurchgepasst hätte. Allerdings hatten diese Löcher schon Flugrost angesetzt. Ob sie also wirklich am damaligen Freitag oder vielleicht wenige Tage zuvor oder Wochen zuvor schon dorthingekommen sind, das ist unklar.
In der Nacht auf den 24. Juni 1989 bleibt sonst aber alles ruhig. Es gibt keine besonderen Vorkommnisse, die z.B. Markus aufgefallen werden. Aber am nächsten Tag um 6:20 Uhr machen Soldaten dann eine grausame Entdeckung. Sie sehen Norbert am Boden liegend im Wachraum und er lag in einer großen Blutlache. Sofort wird der Rettungsdienst und die Polizei informiert, aber für Norbert kann man nichts mehr tun.
Später stellt man fest, dass er durch elf Messerstiche getötet worden ist. Acht davon haben ihn in die Brust getroffen und er soll einen heftigen Schlag ins Gesicht bekommen haben. Die Tatwaffe, ein Messer mit ca. 10 cm Klingenlänge, wird nie gefunden. Die Tatzeit grenzte man grob zwischen 23 bis 3 Uhr ein. Auch Abwehrverletzungen wurden festgestellt, was also dafür spricht, dass Norbert sich wohl gewährt haben muss.
An einem geöffneten Fenster des Gebäudes fanden die Kriminaltechniker auch Blutanhaftungen von ihm. In der Nacht nach dem Mord richtet die Kripo Köln ein Emmbittlungsbüro in der Kaserne ein. Viele Spuren werden gesichert und ausgewertet. Das Leben von Norbert wird durchleuchtet wie üblich, beruflich sowie privat. Alle siebzehn Soldaten des Bataillons bzw. der Kompanie werden befragt.
Auch natürlich Markus, der einzige, der ja etwas zumindest in dem Gebäude mitbekommen haben könnte. Drei Tage nach der Tat ließ damals schon der zuständige Staatsanwalt in einer Zeitung verlauten, dass die Gründe für die Tat wohl im persönlichen Bereich liegen müssen. Sprich, jemand muss wohl Probleme mit Norbert gehabt haben.

War es ein Kamerad? Die Kaserne wurde damals ja von der Mordkommission laut einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers auf links gedreht, was für mich so viel heißt wie wirklich alles untersucht dort oder unternommen zu haben, um weiterzukommen in dem Fall. Aber konkrete Hinweise auf einen Soldaten fand man damals wohl keine.
Auch Markus wurde recht rasch als Täter ausgeschlossen. Woran das festgemacht wurde, steht leider in keinem Artikel über den Mordfall und auch bei Aktenzeichen XY wurde das nicht wirklich konkretisiert. Allerdings äußerte man bei Aktenzeichen XY auch, dass er trotzdem nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, aber wohl für die Kripo nicht unbedingt ein Tatverdächtiger oder Hauptverdächtiger in dem Fall ist oder sein könnte, besser gesagt.
Also, man hat da wohl eher ja nicht wirklich Markus im Blick, sondern andere vielleicht sogar noch völlig unbekannte Personen oder vielleicht bekannte Personen die man aber nicht nennen wollte, die vielleicht sich ein wenig seltsam verhalten haben könnten. Auch stellt sich hier natürlich die Frage, ob es ein Einbrecher gewesen sein könnte.
Das Loch im Zaun und die offene Kellertür könnten ja dafür sprechen, aber entwendet wurde in der Kaserne nichts. Und diese Option ist für die Kripo in Köln wohl auch damals so wie heute eines der letzten Optionen. Ich kann es nicht ganz so nachvollziehen. Ihr dürft mal gerne eure Meinung dazu schreiben, denn es gab dort ja schließlich eine Waffenkammer, die vielleicht für den einen oder anderen interessant gewesen wäre.
Es mag doch sein, dass der Täter vielleicht in die Waffenkammer gelangen wollte, aber nicht wusste, dass Norbert da sogar keinen Zugang gehabt hat und die es äh die Situation dann vielleicht ähm eskaliert sein könnte. Was in dem Fall aber auch noch eine Rolle spielt, ist natürlich ein Täter aus dem privaten Umfeld von Norbert.
Aufgrund der vielen Messerstiche könnte man ja auch von einer Beziehungstat ausgehen. Spielte hier vielleicht Rache oder Eifersucht eine Rolle? für die Kripo denkbar, denn auch derjenige oder diejenige kann durch den Zaun zu ihm gelangt sein oder vielleicht als Vertrauensperson, vermeintliche Vertrauensperson einfach eingelassen worden sein.
Aber man hätte laut Kripo Köln natürlich deutlich einfachere Möglichkeiten gehabt zu Norbert zu gelangen und Drache zu nehmen, als z.B. jetzt in der Kaserne, aber in der Kaserne wären sie natürlich vollkommen ungestört gewesen. Norberts Bruder Christoph hat eine Verwechslung für möglich gehalten. Eine andere Erklärung hat er nicht für den Tod seines Bruders, denn Norbert habe die Schicht damals nämlich kurzfristig für einen Kollegen übernommen und sein Bruder war eigentlich ein ruhiger, umgänglicher Typ.
Er kann sich einfach nicht vorstellen, weshalb er sonst ermordet hätte werden sollen. Und jetzt, wo man das so hört, könnte das natürlich auch eine Möglichkeit sein. Aber noch eine Sache ließ er auch nicht unerwähnt und die wurde gar nicht bei Aktenzeichen XY ungelöst berichtet. Nur wenige Tage nach dem Mord ist nämlich ein Brief damals bei den Eltern von Norbert Stolz eingegangen.
Die Absenderin des Briefes war eine Frau namens Anette. Der Nachname und die damalige Adresse konnte man leider nicht mehr finden, denn der Briefumschlag von Annette ist leider nicht mehr auffindbar. Anette stellte sich aber im Brief an die Scholz als Freundin von Norbert vor und drückte ihr Beileid aus und bat um ein Foto von ihrem Freund und die Eltern haben ihr das Foto auch geschickt, haben danach aber nie wieder etwas von dieser Anette gehört.
Und der dritte Bruder hatte den Brief dann vor einigen Jahren schon der Polizei übergeben und laut einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers wolle man sich diesen jetzt auch noch mal vornehmen. Norberts Eltern kann man zu dem Brief auch nicht mehr befragen. Sie sind leider vor einigen Jahren bereits verstorben, ohne zu wissen, wer ihren Sohn Norbert ermordet hat und vor allem warum.
Das war natürlich die große Frage im Leben der Eltern. Warum mußte ihr Sohn sterben? Und dann auch noch auf so grausame Art und Weise, aber nicht nur für die Eltern, sondern für die ganze Familie. Auch Anette finde ich sollte man immer noch so ein bisschen mit in diesen Fall einbeziehen, wenn es sie denn gegeben hat.
Aber da stellt sich mir auch die Frage, weshalb man Anette nicht bei Aktenzeichen XY erwähnte oder sie sich vielleicht mal im Laufe der Zeit noch mal gemeldet hat, wenn sie vielleicht auch über den Fall in den Medien gelesen hat. Also, ich wollte das auf jeden Fall nicht ganz unerwähnt lassen und es eröffnen sich durch eine Frau für mich zumindest wieder viele neue mögliche Mordmotive wie z.B.
Eifersucht oder auch Rache. Also so ganz unrelevant finde ich wie gesagt Anette in diesem Fall nicht. Und die Polizei hat auch noch bekannt gegeben, vor kurzem wohl auch noch mal die blutverschmierte Kleidung von Norbert noch mal in ein Labor gegeben zu haben, um es auf eventuelle DNA Spuren zu untersuchen.
Das war ja damals noch nicht möglich, aber in der Sondersendung Aktenzeichen XY, da hat man noch nicht über eine DNA Spur, die man gefunden hat, berichtet. Also entweder wird es immer noch ausgewertet oder man hat schlichtweg keine DNA-Spur finden können. Aber es habe im Studio jemand angerufen, so die LKA Ermittlerin Vosilius, der angab, es habe noch eine weitere Person auf dem Gelände aufgehalten damals und diesem Hinweis müsse man nun nachgehen.
Zudem hätten sich während der Ausstrahlung noch weitere Menschen gemeldet, die damals in der Kaserne gearbeitet haben. Es wäre nun die Hoffnung, nach 35 Jahren vielleicht doch noch einmal weiterzukommen. Und Christoph Stolz äußerte in einem Interview, dass der Mörder seines Bruders noch gefasst werde, sei sehr unwahrscheinlich.
Wichtig wäre es, ihm aber trotzdem die Frage nach dem Warum beantwortet zu bekommen und er versteht bis heute nicht, wie jemand seinen Bruder aus dem Leben reißen konnte und er will nicht, dass diese Person strafffrei aus der Sache herauskommt, was man natürlich wirklich sehr, sehr gut verstehen kann. Die ganze Familie wird da mit Sicherheit bis heute drunter leiden, die übrig gebliebenen Brüder und alle, die Norbert sonst noch so gekannt haben.
Ich persönlich habe mir eine Kaserne auch immer als einen sehr sicheren Ort vorgestellt. Aber ja, zur damaligen Zeit scheint es jemand gegeben zu haben, der entweder dort bekannt gewesen ist und Norbert ermordet hat oder eben sich dann irgendwie doch Zutritt zur Kaserne verschafft hat, um eben ja Norbert dann zu töten.
Die Sendung ist ja jetzt Aktenzeichen XY ungelöst. 6 Monate her. Ich denke, bei den richtigen Hinweisen wird ja auch erstmal noch einige Zeit daran ermittelt und es kann auch gut möglich sein, dass man den Fall von Norbert auch noch klären könnte, weil einfach die Ermittlungen längere Zeit in Anspruch nehmen oder man vielleicht noch Befragungen durchführen muss.
Vielleicht meldet sich sogar jetzt erst jemand, der lange überlegt hat. So will ich mal meine stille Hoffnung formulieren. Deswegen, wir haben es ja auch im Fall von Maria Köhler erlebt. Es geht dann manchmal ganz ganz schnell, wobei man dann natürlich dazu sagen muss, im Fall von Maria Köhler gab es einen Tatverdächtigen, der ja auch gezeigt wurde mit vollem Gesicht im Fernsehen und dann ja auch gefunden wurde.
Ich denke, das ist noch mal was anderes natürlich wie jetzt im Fall von Norbert Stolz. Ja, für mich tut sich, wie ich eben schon sagte, ja, mehrere Optionen auf, die damals passiert sein könnten. Gerne dürft ihr mir bei YouTube eure Gedanken zu dem Fall in die Kommentare schreiben, da freue ich mich immer sehr drüber oder auch einen Kommentar für den Algorithmus.
Und das war’s leider heute schon mit der Folge. Es ist recht kurz ausgefallen, weil es nicht ganz so viele weitere Informationen zu dem Fall gibt, aber ich wollte euch den trotzdem einmal vorstellen. Ihr Lieben, bleibt sicher, bleibt gesund. Bis dahin, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.
Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. Okay.