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WAS ER MIT IHR GETAN HAT IST UNFASSBAR … Die Nacht in der Libby Squire verschwand … T

WAS ER MIT IHR GETAN HAT IST UNFASSBAR … Die Nacht in der Libby Squire verschwand …  

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Der 31. Januar 2019 ist ein klirend kalter Winterabend in der nordenglischen Stadt Hall.

 Ein Abend, an dem die 21 Jahre alte Studentin Libby Squire zusammen mit ihren vielen Freunden zunächst eine gute Zeit hat. Man ist nämlich gemeinsam in der Stadt unterwegs. Das Wochenende steht praktisch vor der Tür. Man trinkt, man feiert, man amüsiert sich. Doch dann um 23:30 Uhr passiert etwas Unvorhergesehenes.

Libby wird nämlich der Zugang zu einem Club verweigert, weswegen sie sich kurze Zeit später in ein Taxi setzt und alleine zurück nach Hause fährt. Doch das Haus an der Wellley Avenue, in dem Libby seit Beginn ihres Studiums zusammen mit einigen Mitbewohnerinnen lebt, wird sie in dieser Nacht nicht mehr betreten.

 Stattdessen verschwindet die 21-jährige spurlos. Als die Polizei von Hambide jetzt noch in derselben Nacht über Libbys Verschwinden informiert wird, beginnt auch direkt die erste große umfangreiche Suche nach ihr. Und diese Suche entwickelt sich weiter zu einer der aufsehenerregendsten Ermittlungen im Vereinigten Königreich.

 Denn trotzdem, dass in den kommenden Stunden und Tagen nach ihrem Verschwinden große Teile der Stadt systematisch abgesucht werden, Taucher und Zuchunde zum Einsatz kommen und über die Medien auch die Bevölkerung angesprochen und um Hilfe gebeten wird, bleibt Libby Squire erst einmal verschwunden.

 Doch nach und nach hat man dann auf Seiten der Polizei unter anderem auch dank umfangreicher Auswertungen zahlreicher Videoüberwachungskameras der Stadt einen Teil von Lebis Bewegungsprofil nachvollziehen können. Und während der Sichtung dieses Videomaterials durch die Polizei wird immer offensichtlicher, dass Libby etwas schreckliches zugestoßen sein muss.

 Was ist in dieser eiskalten Winternacht des 31. Januar 2019 mit Libby Squire geschehen? Genau darüber sprechen wir in meinem heutigen Video. Und damit, meine Lieben, ihr wisst es, fangen wir hier wie immer ganz am Anfang an. Liberty and Squire, die von allen, die sie gut kannten, nur bei ihrem Spitznamen Libby genannt wurde, kommt am 1.

 Januar 1998 in High Wickham, einer Stadt etwa 50 km nordwestlich von London zur Welt. Gemeinsam mit ihren vier jüngeren Geschwistern, ihren beiden Schwestern und ihrem Bruder Joe, mit dem sie ein besonders enges Verhältnis hatte, wächst Libby im Haus ihrer Eltern Lisa und Russell Squire auf und man steht sich innerhalb der Familie sehr nah.

Warmherzig, hilfsbereit, sympathisch, humorvoll, intelligent und vor allem als äußerst bodenständig, wurde Libby später beschrieben und sie ist eine sehr gute Schülerin, fleißig und ehrgeizig. was sich auch an ihren ausgezeichneten Noten und Prüfungsergebnissen während ihrer Schulzeit immer wieder gezeigt hat.

Und auch wenn Libby dann etwas später in der Oberstufe aufgrund von psychischen Problemen, die sie zu dieser Zeit hatte, hinter den Erwartungen zurückblieb, was ihre Abiturergebnisse anging, so gab sie trotz dieser Rückschläge nie auf, denn Libby wollte unbedingt studieren. Nach einem freiwilligen Gapier, also einem Überbrückungsjahr, zur Orientierung nach dem Schulabschluss, das Libby in Paris verbracht hat, schreibt sie sich an der Universität der Nordenglischen Stadt Hall ein, wo sie dann auch ab September 2017 ihr Studium

in Philosophie aufnimmt. Und dort findet Lebi jetzt schnell Anschluss. Sie lebt sich gut ein und fühlt sich, wie ihre Eltern und Freunde später berichten werden, sowohl wie nie zuvor. Denn trotz der psychischen Probleme, die sie in der Vergangenheit zeitweise belastet hatten, ging es ihr jetzt wohl während ihres Studiums dahingehen spürbar besser und sie wirkte auf ihr Umfeld stabil, zufrieden und motiviert.

Und das war auch kein Wunder, denn Libby ist umgeben von einem engen und stabilen Freundeskreis in Hall. Zusammen mit drei weiteren Studentinnen lebt sie in einem Haus an der Wellley Avenue, einer typischen Wohngegend für Studierende ganz in der Nähe der Universität. Und so entsteht eben eine enge Gemeinschaft, in der sich Libby wohl und auch sehr aufgehoben gefühlt hat.

 Und auch anders herum war es so, dass auch Libby von ihren Freunden, ihren Mitbewohnerinnen und Komelitonen sehr geschätzt worden ist, denn sie war wohl ein Mensch, der selbst immer sehr gerne und viel gelacht hat und mit ihrem ganz eigenen Humor auch die anderen leicht zum Lachen bringen konnte. Es war immer sehr lustig mit ihr.

 Sie war empathisch, offen, hat sich gekümmert, hatte auch ein gewisses Gespür für die Menschen in ihrer Umgebung und hat darum auch stets darauf geachtet, dass sich nie irgendjemand ausgeschlossen fühlt. Neben ihrem Studium besucht Libby, die selbst sehr kreativ gewesen sein soll, gerne und regelmäßig Museen und Galerien.

 Sie reißt viel und hat während ihres Studiums auch regelmäßig Kontakt zu ihren Eltern und Geschwistern zu Hause im 300 km entfernten High Wickom. Und im Jahr 2019 ist Libby Squire 21 Jahre alt. Sie studiert fleißig, verbringt gerne und viel Zeit mit ihren Freunden und Mitbewohnerinnen an der Uni, geht gerne auch mal aus, trinkt was, feiert.

 Und sie war eben auch, wie es ihre Mutter Lisa später berichtet hat, an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie voller Pläne für ihre Zukunft war. Doch eine Zukunft sollte es für Libby Squire nicht mehr geben, denn in einer eiskalten Winternacht, nur wenige Wochen, nach Beginn des neuen Jahres 2019 wird etwas Unvorstellbares mit ihr geschehen.

 Und damit kommen wir jetzt in den Januar 2019. Nachdem sie das Weihnachtsfest und auch ihre Winterferien zu Hause bei ihrer Familie in Highwickam verbracht hat, beginnt also jetzt für Libby das neue Semester an der Universität von Hall. Und sie genießt das Wiedersehen mit ihren vielen Freunden dort und auch mit ihren Mitbewohnerinnen nach ihrer Rückkehr und hat sich wohl auf ihr drittes Studienjahr ganz besonders gefreut.

 Und um das Ganze jetzt so ein wenig einzuleäuten, bevor die Vorlesungen und der Unialltag wieder losgeht, plant man noch mal einen gemeinsamen Abend in der Stadt. Es soll ein typischer Ausflug ins Nachtleben von Hall werden, wie es ihn schon dutzende Male zuvorgegeben hat. Und nach Libbis Rückkehr sucht man sich den 31. Januar 2019 genau dafür aus.

Und nachdem dieser Donnerstag zunächst verläuft wie jeder andere, kommt man gegen 19:30 Uhr in Libys Haus und dem ihrer Mitbewohnerinnen an der Wellesley Avenue zunächst zusammen, um sich auf den Abend in der Stadt einzustimmen, wobei dabei auch schon Alkohol getrunken wird.

 Und das Trinken geht auch weiter, als die Freundesgruppe um Libby weiterzieht zu einer anderen Bekannten in der Comm Street ganz in der Nähe. Und es geht auch weiter, als man dann etwas später in der Stadt angekommen ist. Und auch wenn Lippy wie auch alle anderen, die an diesem Abend dabei waren, bester Laune gewesen und viel Spaß gehabt haben soll, so zeigte der Alkohol, den sie bis dahin wohl schon getrunken hatte, ab 23 Uhr in der Innenstadt seine Wirkung, denn als Lippy und ihre Freunde gegen 23 Uhr am Welly Club, einem beliebten Nachtclub an der

Beverly Road im Norden von Hall ankommen, schwankt sie schon ein wenig beim gehen und als die Klicke nur Minuten später den Club gemeinsam betreten möchte, wird Libby auch vom Türsteher der Zutritt verweigert mit der Begründung, dass sie zu betrunken ist. Wir haben es hier jetzt also eindeutig mit einer Situation zu tun, die für niemanden vorhersehbar gewesen ist, denn der Abend in der Stadt hat ja im Prinzip eigentlich um 23:30 Uhr jetzt erst angefangen.

 Man war zuvor in Libbys Haus und hat dort schon etwas getrunken, vorgefeiert. Dann ist man zum Haus einer anderen Freundin gegangen, hat dort auch Alkohol getrunken, ist dann in die Stadt gegangen, hat sich dort eine Zeit lang aufgehalten. Aber das Ziel von Libby und ihrer Klicke war es wohl, den Großteil der Nacht in diesen Club zu verbringen.

 Und jetzt wird Libby, also der Zutritt verweigert. Es ist eiskalt inzwischen draußen. Libby war auch nur sehr dünn angezogen. Sie hatte einen schwarzen Rock an und eine ja leichte Lederjacke, Turnschuhe. Und jetzt steht sie also da draußen vor dem Club, ihre Freunde um sie herum. Sie ist die einzige, die nicht hineingelassen wird.

 Jedoch soweit ich das bei meiner Recherche nachvollziehen konnte, war Libby wohl über die Tatsache, dass sie nicht hineinkommt, nicht sonderlich verärgert, sondern hat stattdessen gegenüber ihren Freunden geäußert, dass sie dann eben jetzt nach Hause gehen wird. Doch das Libby vom Club aus alleine zu Fuß zurück zu ihrem Haus an der Wellesley Avenue geht, war keine Option, weswegen ihre Freunde jetzt also vor dem Club ein Taxi angehalten haben und Lippi in dieses Taxi hineingesetzt haben, dem Fahrer Geld gaben und auch die Wohnadresse Wellley Avenue, wo er Libby

absetzen soll. Und nachdem Libby in dieses Taxi eingestiegen ist und der Fahrer also Instruktionen von Libbys Freunden bekommen hat, verabschiedet man sich und das Taxi fährt ab. An dieser Stelle sind jetzt zwei Dinge wichtig zu wissen. Zum einen, dass Libby Squire an diesem Abend kein Handy bei sich gehabt hat.

 Sie hatte es, als sie und ihre Freundinnen sich von zu Hause auf den Weg gemacht haben, in ihrem Zimmer liegen lassen. Und zum anderen ist wichtig zu wissen, dass ihre Freundin Milly Cornell, die sie auch ins Taxi gesetzt hat, zu Libby noch gesagt hat, sie soll sich melden, wenn sie zu Hause angekommen ist und ihr Handy in der Hand hat.

 Sie soll ihr nur kurz schreiben, ich bin sicher zu Hause angekommen. Alles ist in Ordnung. Doch genau das wird nicht passieren, denn Libby wird nicht zu Hause ankommen. Man wird zwar später ermittel können, dass das Taxi, in das sie eingestiegen ist, Lippi um genau 23:29 Uhr an ihrem Wohnhaus an der Wellesley Avenue hat aussteigen lassen.

Jedoch wird der Taxifahrer aussagen, dass er nur noch gesehen hat, wie Lippi aus dem Taxi stieg und in Richtung ihrer Eingangstür ging, dass er aber nicht sicher sagen kann, ob sie tatsächlich auch durch die Tür ging, denn zu diesem Zeitpunkt ist er schon wieder weitergefahren. Lebigs Freundin Milli, die also mit den anderen aus der Klicke, nachdem das Taxi losgefahren ist, in diesen Club hineinging, schaut in der jetzt kommenden Stunde immer wieder auf ihr Handy, denn sie erwartet wie zuvor vereinbart, jeden Moment eine Nachricht

von Libby zu bekommen, in der steht, dass sie gut angekommen ist. Doch genau eine solche Nachricht kommt nicht. Und auch wenn es durchaus im Bereich des Möglichen lag, dass Lippby, als sie nach Hause kam, einfach vergessen hat, Millly noch einmal zu schreiben und direkt ins Bett gefallen und eingeschlafen ist, so war es für Millly und die anderen doch beunruhigend, dass sie auch auf Textnachrichten, die ihr jetzt geschrieben worden sind, nicht reagiert hat, denn Millly hat, als sie gemerkt hat, Libby meldet sich nicht, ihr einige

Textnachrichten geschrieben. Hey, alles in Ordnung? Bist du inzwischen zu Hause angekommen? Warum meldest du dich nicht? Auf nichts davon hat Libi reagiert und sie ging auch nicht an ihr Handy, als man sie angerufen hat. Und genau darum entschließt man sich jetzt, eine andere Mitbewohnerin anzurufen, die an diesem Abend nicht mit in die Stadt ging, sondern stattdessen in der Wellesley Avenue zurückgeblieben ist, um herauszufinden, ob Libby inzwischen zu Hause ist.

 Und durch diese Mitbewohnerin erfahren die anderen in der Stadt, dass Libby erst gar nicht ins Haus kam. Und in dem Moment ist klar, irgendetwas muss passiert sein, weswegen man dann auch kurze Zeit später, als man weiterhin versucht hat, Libi zu erreichen und kein Glück hatte, die Polizei informiert. Und diese nimmt das Verschwinden von Libby Squire auch direkt ernst, weswegen bereits in den jetzt kommenden Stunden im Laufe der Nacht die erste große Suche nach der 21-jährigen beginnt, während parallel dazu auch Libbys Eltern bzw.

 Weise zunächst einmal Libbis Mutter Lisa Squire, die in dieser Nacht Nachtschicht hatte und darum wach war, vom Verschwinden ihrer Tochter erfährt. Lisa Squire war zu diesem Zeitpunkt 300 km weit weg. Trotzdem begann sie sofort damit, andere Freunde von Libby zu kontaktieren, mit Taxiunternehmen in Kontakt zu treten, um herauszufinden, welcher Fahrer Libby nach Hause gebracht hat.

 Außerdem hat sie auch damit begonnen, sämtliche Krankenhäuser in und um die Stadt Hall herum abzutelefonieren, um festzustellen, ob Libby möglicherweise in eines davon eingeliefert worden ist, bevor sie sich dann in den frühen Morgenstunden gemeinsam mit ihrem Mann Russell selbst auf den Weg nach Hall gemacht hat, um bei der Suche vor Ort zu sein.

 Das heißt also, dass bereits in den ersten Stunden, nachdem man Libby in dieses Taxi gesetzt hat, sehr viel passiert ist. Die Polizei ist bereits involviert. Libbys Freunde laufen im Laufe der Nacht auch durch die Straßen rund um das Wohnhaus an der Wellley Avenue. Man geht auch in verschiedene Fastfoodläden in der Gegend, denn Libby war dafür bekannt, dass sie ab und zu nach dem Feiern sich noch in der Nähe etwas zu essen geholt hat.

 Man ruft mitstudenten und Freunde an, fragt überall herum, ob sie noch jemand gesehen hat, ob sie vielleicht noch zu jemand anders in die Wohnung ging, aber niemand hat etwas von ihr gehört oder gesehen. Und die Nachricht, dass Libby verschwunden ist, verbreitet sich jetzt auch dank der massiven Medienpräsenz wie ein Lauffeuer in der Stadt.

 Und was noch wenige Stunden zuvor als vermissten Fall begann, weitet sich in den kommenden Tagen zu einer der größten und intensivsten Suchoperationen in der Geschichte der Polizei von Hamberside aus. Dutzende Polizeibeamte unterstützt von Hundeführern, Hubschraubern und freiwilligen Helfern durchkämmen Meter für Meter Gegend um Libbys Wohnhaus nach Hinweisen, wobei sich auch dabei wieder Anwohner, Freunde und Libbys Familie anschließen.

 Gärten, Garagen, Keller, Hinterhöfe, Abwasserkäle, Mülltonnen, der 800 m entfernte Oak Park Roadpark mit seinem dazugehörigen großen Teich. Alles wird akribisch abgesucht und auch Polizeitaucher kommen zum Einsatz. Neben den normalen Suchplakaten mit Libis Bild und der Bitte um Zeugenhinweise werden jetzt parallel dazu auch große digitale Suchplakate in der Innenstadt aufgestellt und die öffentliche Anteilnahme ist enorm.

 Nicht zuletzt, weil sich Lisa und Russell Squire, Libbys Eltern auch mit einem emotionalen Appell an die Öffentlichkeit wenden. Darüber hinaus sieht man sich jetzt auch direkt Libbys Handy, dass sie in der Nacht ihres Verschwindens ja, wie gesagt nicht bei sich hatte genau an. Jedoch findet man darauf nichts, was irgendwie mit ihrem Verschwinden in Verbindung gebracht werden könnte.

 Und während die intensive Suche nach Liby in der Stadt und auch um die Stadt herum weiter ausgeweitet wird, gewinnt die Polizei von Hambide jetzt nach und nach wichtige erste Anhaltspunkte. Zunächst gelingt es nämlich, den Taxifahrer ausfindig zu machen, zudem Libby, nachdem der Zugang in den Club verweigert worden ist, eingestiegen ist.

 In seiner Aussage berichtet der Taxifahrer, dass er Lippi um 23:29 Uhr vor ihrem Wohnhaus an der Wellesley Avenue hat aussteigen lassen, dass er aber nicht sehen konnte, ob sie direkt ins Haus hineinging. Inzwischen jedoch wusste man auf Seiten der Polizei sicher, dass Libby niemals ihr Wohnhaus betreten hat, denn zum einen hatte das ja die Mitbewohnerin, die an diesem Abend zu Hause war, ausgesagt und zum anderen war es aber auch so, dass man Libbys Haustürschlüssel, der an einem rosafarbenen Plüschan befestigt war, in einem der Vorgärten

eines der Nachbarhäuser von Libby Squire gefunden hat. Man weiß also, sie stieg um 23:29 Uhr aus dem Taxi. Doch die Frage ist, was geschah dann mit ihr und warum lag ihr Schlüsselbund im Garten einer Nachbarin? Die Polizei hatte wohl die Vermutung, dass Libby, die sehr viel Alkohol getrunken hat in dieser Nacht, möglicherweise ihren Schlüssel verloren hat, als sie aus dem Taxi stieg, dass sie vielleicht, weil sie betrunken und desorientiert war, zunächst nicht zu ihrem Hauseingang ging, sondern vielleicht zum Hauseingang einer

Nachbarin und dass ihr dabei, als sie versucht hat, den Schlüssel aus der Tasche zu ziehen, dieser ins Gras fiel und dass sie ihn nicht mehr gefunden hat, dass sie daraufhin wieder zurückging, nach ihrem Schlüssel gesucht hat, aber dass sie das frustriert hat, weil sie den Schlüssel nicht finden konnte, dass sie desorientiert war und darum erst gar nicht mehr zu ihrer Haustür selbst ging, um dort zu klopfen oder zu klingeln, sondern dass sie stattdessen einfach die Straße weiter hinunterlief und dass das ganz genauso gewesen ist, wird für

die Polizei jetzt auch dank wichtiger Zeug Fugenaussagen klarer, denn es melden sich gleich mehrere Menschen bei den Ermittlern, die Lippi nach dem Aussteigen aus dem Taxi noch gesehen haben. Darunter eine Gruppe Studenten, die in dieser kalten Winternacht ebenfalls auf dem Weg vom Feiern nach Hause gewesen sind.

 Diese Gruppe von Studenten berichtet der Polizei, dass sie auf Liypi aufmerksam wurden, weil diese beim Gehen auf der Straße stark hin und her geschwankt hat und auch gestolpert ist. Und ganz genau darum haben sie Lippi auch angesprochen und gefragt, ob sie Hilfe braucht, was Libby jedoch verneint hat, jegliche Hilfe strickt ablehnte und ihren Weg stattdessen die Straße entlang fortsetzte.

Auch ein Autofahrer, der sie kurze Zeit später offenbar völlig orientierungslos die Straße hat entlanglaufen sehen, hielt an und hat Lippi aus dem Auto heraus zugerufen, sie angesprochen, sie gefragt, ob alles in Ordnung ist, ob sie irgendwie Hilfe braucht, aber auch diese Hilfe hat Liybelehnt und ist weitergegangen.

 Das heißt also nach dem Aussteigen aus dem Taxi um 23:29 Uhr gab es einige Zeugen, die Libby gesehen haben in der Gegend um ihr Wohnhaus herum bzw. auf dem Weg die Straße entlang, die sie auch angesprochen ihre Situation erkannt und ihr darum Hilfe angeboten haben. Doch Liby schlug sämtliche Hilfe zum Teil wohl auch sehr brüsk aus und hat ihren Weg fortgesetzt.

Doch die Frage für die Polizei an diesem Punkt ist freilich. Wohin genau ging sie? Was ist dann, nachdem sie der letzte Zeuge, der Autofahrer noch gesehen hat, mit Libby geschehen? Hat sie vielleicht noch jemanden getroffen, einen Bekannten, mit dem sie mitgegangen ist? Oder ist sie vielleicht zu jemanden ins Auto eingestiegen? Um diese Fragen beantworten zu können, sichten die Ermittler jetzt als nächstes sämtliches verfügbares Material aus den zahlreichen Überwachungskameras auf der Strecke und in der Umgebung um Libbys

Wohnhaus herum in der Hoffnung, somit ihren weiteren Weg im Laufe der Nacht nachvollziehen zu können. Und dabei sticht den Ermittlern etwas ins Auge, nämlich einen sushines jungen Mann, der sein Auto, einen silbergrauen Astra, um kurz vor Mitternacht in der Nähe der Kreuzung Beverly Road und Harvard Street in einer Seitenstraße parkt und dann dort auch einige Minuten bei seinem Wagen stehen blieb.

 Für die Ermittler, die dieses Videomaterial gesichtet haben, sah es wohl danach aus, als würde dieser Mann bei seinem Wagen warten, um jemanden zu beobachten, bis er dann plötzlich aufsteht und weggeht. Und kurze Zeit später sieht man dann auch auf den Aufnahmen einer anderen Kamera in derselben Straße wie Libby, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Bürgersteig entlang ging, von einem jungen Mann zunächst verfolgt wird, der dann aber irgendwann auf sie aufschließt und sie auch anspricht.

 Wie sich später herausstellen wird, handelte es sich bei diesem jungen Mann um den Fahrer des silbergrauen Astra, den er kurz zuvor in der Nähe in einer Seitenstraße geparkt hat. Und um 0:07 Uhr, nachdem Libby und der Unbekannte eine Zeit lang nebeneinander die Straße entlang gegangen sind, sieht man, wie sie ihn zu seinem Auto begleitet.

 Und als sie beim Wagen ankommen, sieht man, dass Libby auf der Beifahrerseite in den Astra einsteigt. Und dann fährt das Auto vom Straßenrand ab und verschwindet in der Dunkelheit. Doch da man auf dieser letzten Aufnahme, auf der also zu sehen ist, wie Lippi eingestiegen ist auf der Beifahrerseite, auch noch sehen konnte, in welche Richtung der Astra weiterfuhr, schtet man jetzt auch die dementsprechenden Kameras auf der Strecke und das Auto taucht tatsächlich erneut auf.

 Kurz nachdem Lippi eingestiegen ist, nämlich sieht man den Astra auf Video im Bereich der Oak Playing Fields, einem abgelegenen Parkgelände im Norden von Hall, nicht weit vom dortigen Fluss entfernt. Zwar verschwindet das Auto dann aus dem Sichtfeld dieser Kamera, jedoch wird sich später ein Zeuge, ein Anwohner bei der Polizei melden, der um diese Zeit in der Gegend des Parkgeländes den lauten Schrei einer Frau wahrgenommen haben will.

 Und dann taucht der Astra später noch ein letztes Mal auf, wie er die Umgebung der Oak Road Playing Fields wieder verlässt. Und an diesem Punkt inzwischen vier Tage nach Lebis verschwinden, hat man also auf Seiten der Polizei dank der Zeugenaussagen und des zahlreich vorhandenen Videomaterials nicht nur eine genaue Timeline und ein Bewegungsprofil von Libby aus dieser Nacht ermitteln können.

 Man hat auch den definitiven Beweis, dass sie zu jemanden ins Auto eingestiegen ist. Zu einem Mann, der sich in der Nacht vom 31. Januar auf 1. Februar 2019 mit seinem silbergrauen Astra genau an der Straße aufhielt, an der Libby um Mitternacht entlang ging und der dann mit ihr auf den Beifahrersitz zu einem abgelegenen Parkgelände in der Nähe des River Hall in den Norden der Stadt fuhr.

 Jetzt geht es also als nächstes darum, so schnell wie möglich den Halter dieses Astra zu ermitteln, was jetzt auch ganz bald unter anderem durch die Kennzeichenerkennung gelingt. Am 6. Februar 2019 5 Tage nach Libby Squires verschwinden, stimmen Einsatzkräfte des Hamberside Police Department ein Wohnhaus an der Rckland Street im Norden von Hall.

 nicht einmal 2weil entfernt von der Stelle, an der Libby zuletzt lebend gesehen wurde. In diesem Haus lebt der 24 Jahre alte Pavel Relowitsch mit seiner Familie, seiner Ehefrau und seinen beiden kleinen Kindern, seinem zweijährigen Sohn und seiner gerade einmal vier Monate alten Tochter. Im Zuge der Durchsuchung des Hauses nehmen die Beamten zahlreiche persönliche Gegenstände mit, darunter digitale Speichermedien, Kleidung und Dokumente.

 Und auch das Auto von Pavel Relovic, ein silberfarbener Astra, Baujahr 2006, wird auf seinem Grundstück sichergestellt und für eine kriminaltechnische Untersuchung beschlagnahmt. Darüber hinaus finden die Ermittler im Besitz von Pavel Rilovtic auch eine Menge offenbar gestohlener Damenunterwäsche sowie digitale und schriftliche Aufzeichnungen, die auf mutmaßliche Einbrüche, das gezielte Beobachten von Frauen und weitere Vorfälle mit möglichem sexuellen Hintergrund hinweisen.

 Der ursprünglich aus Polen stammende 24 Jahre alte Pabel Rilovt lebt erst seit wenigen Jahren in England. Nach seiner Geburt im Juni 199 verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens in Polen, bis er dann über seine Schwester, die bereits in Großbritannien gewohnt hat, im Jahr 2015 ebenfalls ins Land kam und sich in Hall niederließ.

Bei einem Besuch in Polen lernte er dann seine zukünftige Frau kennen. Die beiden heirateten kurze Zeit später und bekamen zwei Kinder. Man lebte in einem beschaulichen Reheenhaus an der Rckland Street und ja, der 24 Jahre alte Pavel führt nach außen hin ein ruhiges und unauffälliges Leben als junger Familienvater.

Als freundlich, fleißig und hilfsbereit nehmen ihn seinen Nachbarn wahr. Jedoch wie die Ermittlungen jetzt nach und nach zeigen werden, verbirgt sich hinter dieser scheinbar völlig normalen Fassade ein geheimes und in Teil durchaus verstörendes Doppelleben. Denn zwischen 2017 und 2019 ist Pavel Relovt offenbar regelmäßig nachts alleine in den Wohnvierteln rund um die Universität unterwegs gewesen, wo er gezielt junge Frauen beobachtet hat, sich dabei teils in sexuell aufdringlicherweise gegenüber diesen jungen Frauen verhielt, Wohnungen

ausspionierte und in mehreren Fällen sogar einbrach, nicht um Wertgegenstände zu stehlen, sondern um Damen Unterwäsche und persönliche Gegenstände der Frauen zu entwenden. Und bei der Durchsuchung seines silbergrauen Astras findet man im Kofferraum darüber hinaus auch eine Sporttasche mit zwei Masken, Unterwäsche und intimen Fotos zum Teil mit DNA Spuren darauf, die Pavel Relovtic später eindeutig zugeordnet werden können.

 Nach all diesen neuen Erkenntnissen, die die Polizei jetzt gewinnen konnte, wird Pavel Relowits noch am selben Tag festgenommen, denn es wird zunehmend klar, dass dieser Mann offenbar bereits über einen längeren Zeitraum hinweg gezielt unsystematisch sexuelle Grenzüberschreitungen begangen hat. Und genau dieser Aspekt wird jetzt natürlich gleich aus mehreren Gründen auch im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Liby Guire relevant.

 Denn nicht nur hat sich gezeigt, dass Pavel genau in derselben Nacht, in der man Libby zuletzt lebend gesehen hat, mit ihr an der Straße in Kontakt kam, indem er sie zunächst verfolgt, ihr auf der Straße nachging und sie dann auch angesprochen hat. Darüber hinaus zeigten die Videoaufnahmen auch klar und deutlich, dass sie in sein Auto eingestiegen ist.

Und genau darum wird er auch nach seiner Festnahme mit Libbys Verschwinden konfrontiert. Und dabei verstrickt sich Pavel Relovts jetzt in aller Hand Widersprüche und gibt gleich mehrere Versionen an, was in dieser Nacht geschehen sein soll. Zunächst behauptet er gegenüber den Ermittlern, dass er Libby Squire überhaupt nicht kennt, dass er sie noch nie im Leben gesehen hat, dass er in dieser Nacht nicht auf sie traf, dass er nicht mit ihr gesprochen hat, dass er sie nicht im Auto mitgenommen hat und dass er ihr auch

nichts angetan hat. Mit dem vorhandenen Videomaterial konfrontiert, das jedoch genau das zeigt, räumt er dann doch irgendwann ein, Libi getroffen und ihr Hilfe angeboten zu haben. Er hätte ihr angeboten, sie nach Hause zu fahren, weswegen sie dann auch tatsächlich in seinen Astra eingestiegen ist. Doch Pavel sagt, dass nach nur kurzer Fahrt Libby schon wieder aus dem Auto aussteigen wollte und dass sie dann in der Nacht spurlos verschwunden ist und er sie nicht wiedergesehen hat.

 In einer anderen Version sagt er, dass nicht Libby diejenige war, die aussteigen wollte, sondern dass er sie aus dem Auto geworfen hat, weil sie kurz davor war, sich zu übergeben und er nicht wollte, dass sie das in seinem Auto tut. In einer weiteren Version konfrontiert mit der Videoaufnahme, die es von seinem Wagen gibt, an dieser Stelle im Park, wo man das Auto auch zuletzt gesehen hat, sagt Pavel dann, dass er mit Libby tatsächlich dorthingahren ist, dass die beiden dann auch auf dem Parkgelände einvernehmlich Geschlechtsverkehr

hatten, doch dass Libby dann im Anschluss daran ihrer Wege ging und er weiterfuhr. Dann sagt er wieder, dass Libby sich ihm aufgedrängt hätte im Wagen, dass sie ihre Unterwäsche ausgezogen hat und ihm die Unterwäsche zugeworfen hat. Mit anderen Worten, von ich kenne dieses Mädchen gar nicht und habe sie noch nie im Leben gesehen bis zu “Ich habe sie im Auto mitgenommen und wir hatten einfach nämlich Sex ist alles mögliche davor und dazwischen in seinen Aussagen zu finden und die Versionen darüber was wirklich passiert

sein soll ändern sich praktisch mit jeder Aussage erneut und auch wenn Pavel Relovt in all seinen unterschiedlichen Aussagen und in all seinen unterschiedlichen Versionen diese Nacht betreffend immer dabei geblieben ist, Libby nichts angetan, sie nicht getötet zu haben. So muss man sagen, dass die Beweislast, die man inzwischen hatte, auf etwas anderes hingedeutet hat, denn die Ermittler waren inzwischen in der Lage dazu, gestützt durch Zeugenaussagen, dem umfangreichen Videomaterial, den Spuren, die man in Pavel Relovts Auto fand und auch

aufgrund seiner Telefondaten ein detailliertes Bild seiner Bewegungen in der Nacht von Libbys Verschwinden zu rekonstruieren. Und demnach war der 24-jährige in dieser Nacht über mehrere Stunden hinweg mit seinem silbernen Astra unterwegs, wobei er dabei durch verschiedene Stadtteile von Hol fuhr und sich auffällig lange in der Nähe studentischer Wohnviertel aufhielt, so wie er es auch schon in der Vergangenheit getan hat.

 Gegen 23 Uhr wurde sein Fahrzeug dann an einer Tankstelle an der Hallroad von einer Kamera aufgezeichnet und von dort aus fuhr er weiter durch die Stadt genau in jene Gegend, in der Libby Squire kurz nach Mitternacht zuletzt gesehen wurde. Und dass er auf sie traf und sie in seinem Auto mitnahm, konnte ja ebenfalls dank der Auswertung der Kameras belegt werden.

 Zum Zeitpunkt, als Pavel Ridovtic Libby Squire angesprochen hat, war sie betrunken, offensichtlich desorientiert und man kann aufgrund der kalten Temperaturen in dieser Nacht und der Tatsache, dass Libby nur dünn bekleidet war, auch davon ausgehen, dass sie inzwischen stark gefroren haben muss. Pavel bietet ihr an zu helfen, sie nach Hause zu bringen und in dem Zustand, in dem Libby in diesem Moment war, ist sie eben mit ihm zu seinem Auto gegangen und auch eingestiegen.

 Doch wie wir wissen, Pavel Rilovtic hat Leby Squire nicht nach Hause gebracht. Stattdessen fuhr er mit ihr zu diesem abgelegenen Gelände der Oak Road Playing Fields, nicht weit vom Flusshaul entfernt, wo ein Anwohner kurze Zeit später auch den lauten Schrei einer Frau gehört hat. Jedoch was genau auf diesem Gelände geschehen ist, das konnte man nicht ermitteln, da dieses Gelände eben nicht von Kameras überwacht worden ist.

Tatsache jedoch war, zum letzten Mal lebend gesehen wurde Libby Squire beim Einsteigen in Pavel Relovits Auto und dann fuhr er zu diesem Gelände und dann wurde Libby Squire nie wieder gesehen. Und später gegen 3 Uhr nachts hat man Pavel Rilovt dann noch einmal in der Innenstadt von Hall gesehen, wo er ebenfalls von mehreren Kameras erfasst wurde, bevor er in den frühen Morgenstunden des 1.

 Februar zurück nach Hause fuhr und sich für den folgenden Tag bei der Arbeit krank gemeldet hat. Wo ist Libby Squire? Diese Frage überschattet auch nach der Verhaftung von Pavel Relowits, der mittlerweile als Hauptverdächtiger im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden gilt, nach wie vor alles. Und auch wenn die Hoffnung, sie lebend finden mit jedem Tag, der vergeht, immer geringer wird, so sucht ihre Familie, ihre Freunde und natürlich auch die Polizei weiterhin intensiv überall nach ihr.

 Und so vergeht jetzt fast wieder ein ganzer Monat ohne Spur. Doch dann am 20. März 2019, also fast 7 Wochen nach Libbis Verschwinden, bringt ein grausamer Fund an der Ostküste Yorksches traurige Gewissheit. Ein Fischkutter entdeckt an der Hambermündung im Wasser einen weiblichen Leichnah und schon am nächsten Tag wird dieser durch Fingerabdruckvergleich eindeutig als der von Libby Squire identifiziert.

 Libys Körper war rund 30 km Flussabwärts der Stadt Hall entdeckt worden. Offensichtlich hatte die Strömung sie von den Oak Road Playing Fields, also von dem Ort, an dem man sie zuletzt im Auto von Pavel Relovic vermutet hat. bis in die Hambermündung gespült. Bei der Autopsie jedoch konnte man aufgrund dessen, wie lange Libbis Körper im Wasser lag, keine Todesursache mehr feststellen.

 Äußere Verletzungen an ihrem Körper in dem Sinne fanden sich nicht. Jedoch stellte man in der Gerichtsmedizin kleine Einrisse in Libbis Lippen fest. Ein Merkmal, das zu stumpfer Gewalteinwirkung passt. Z.B. wenn jemand mit Gewalt seine Hand auf den Mund oder die Nase einer anderen Person presst oder drückt. Diese Verletzungen an Libbys Lippen legten für die Gerichtsmedizin nahe, dass sie möglicherweise erstickt worden sein könnte, wobei man die letztendliche Todesursache nicht eindeutig feststellen konnte und man konnte auch nicht

feststellen, ob Libby bereits tot war, als sie ins Wasser kam oder ob sie noch gelebt hat, als sie in das Wasser hinein fiel oder hinein verbracht wurde. Doch der Fund von Lebys Leichnam brachte trotzdem weitere entscheidende Beweise ans Licht. Denn auch wenn ihr Körper über eine lange Zeit hinweg im Wasser gelegen hat, war man in der Gerichtsmedizin durch einen inneren Abstrich, den man durchgeführt hat, dazu in der Lage DNA Spuren.

 In diesem Fall waren es Spermpuren zu sichern, die eindeutig Pavel Relovitsch zugeordnet werden konnten. Das heißt, dass jetzt also feststeht, dass es in der Nacht von Libbis Verschwinden definitiv zu einem sexuellen Kontakt zwischen ihm und Libi gekommen sein muss. Und auch wenn sich forensisch nicht zweifelsfrei nachweisen ließ, dass dieser Kontakt gegen Libbys Willen erfolgte, so kam man im Gericht im späteren Prozess auch aufgrund von Libis Zustand in dieser Nacht und aufgrund von Pabel Relovits bekannter Vorgeschichte zu der klaren

Einschätzung, dass es sich um einen sexuellen Übergriff, also um eine Vergewaltigung gehandelt haben muss. Im Januar 2021 beginnt dann aber jetzt endlich mit fast zwei Jahren Verzögerung, unter anderem aufgrund der Coronapandemie der Prozess gegen Pavel Relovtsch vor dem Crown Courthaus in Sheffield und die Beweislast ist erdrückend.

 Die Staatsanwaltschaft präsentiert ein lückenloses Bewegungsprofil aus der Nacht von Libbis Verschwinden. Sowohl ihres als auch das von dem Angeklagten Pavel Relovic. Außerdem hat man eindeutiges DNA Material, das man in Libby und auch im Wagen von Pavel gefunden hat, denn auch dort fand man Libby Squires DNA. Man hat alles, was man darüber hinaus in diesem Astra gefunden hat, vorgericht natürlich auf Seiten der Anklage vorgebracht.

 Man hatte dutzende Zeugenaussagen und jede Menge Videomaterial aus den Überwachungskameras, das genau gezeigt hat, wann was passiert ist und das ebenfalls gezeigt hat, dass Libby Squire zum letzten Mal lebend gesehen wurde, als sie in diesen silbergrauen Astra eingestiegen ist. Und dann hat man natürlich auch noch eine lange eine lange lange Liste vorhergehender Sexualdelikte von Pavel Relowitsch, die ein eindeutiges Bild seines Verhaltensmusters gezeigt haben.

Doch trotz alledem muss man sagen, dass die Anklage in diesem Gerichtsverfahren ein Problem hatte, nämlich die Tatsache, dass bei der Autopsie keine eindeutige Todesursache von Liby Squire mehr festgestellt werden konnte. Es kann sein, dass Pavel sie getötet hat, indem er sie erstickte. Darauf wiesen z.B.

 auch diese Einrisse in ihren Lippen hin und dass er sie dann, als sie bereits tot war, ins Wasser warf. Es kann aber auch sein, dass sie noch gelebt hat und nur nicht mehr bei Bewusstsein war und er sie dann ins Wasser warf. Es kann aber auch sein, dass Libby ausgerutscht und gestolpert ist und orientierungslos wie sie war, selbst ins Wasser fiel.

Das heißt, man konnte letztendlich genau das nicht mehr forensisch klären. Und auch Pavel Rilovt selbst sitzt in seinem Prozess im Zeugenstand und sagt noch einmal, dass er Lebi nicht getötet hat. Doch am Ende muss man sagen, dass die Geschworen ihm das nicht geglaubt haben, denn am 11.

 Februar 2021 wird er wegen der Vergewaltigung und dem Mord an Liby Squire zu lebenslange Haft mit einer Mindestverbüungsdauer von 27 Jahren verurteilt. Lebys Familie war während des gesamten Prozesses sowie auch bei der Urteilsverkündung im Gerichtssal anwesend. Lisa Squire hat dann auch am Ende eine schriftliche Erklärung verlesen, in der sie deutlich gemacht hat, wie tief der Schmerz über den Verlust ihrer ältesten Tochter sitzt und was es bedeutet, ohne Libby weiterleben zu müssen.

 Denn auch wenn dieses Urteil an sich, die Aufklärung dieses Verbrechens und die Tatsache, dass derjenige, der es begangen hat, hinter Gittern sitzt, ein Stück möglicherweise ein Stück Gerechtigkeit gebracht hat, Liby ist tot, brutal aus dem Leben gerissen mit gerade einmal 21 Jahren. Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses wirklich schrecklichen Falles angekommen, über den ich auch lange, nachdem ich die Recherche dazu abgeschlossen habe, noch nachdenken musste.

 Ich musste an diese Nacht denken daran, was man alles über diese Nacht weiß, an die zahlreichen Videoaufnahmen, die es gibt, was darauf eigentlich genau zu sehen ist. Ich musste an Lebis Freunde denken, an die Menschen, die sie noch gesehen haben, nachdem sie aus dem Taxi gestiegen ist, die Gruppe von Studenten, die ihr Hilfe angeboten haben, an den Autofahrer, der abgesehen von Pavel Relovts wahrscheinlich der letzte war, der sie noch lebend gesehen hat, der aus dem Auto heraus ihre Situation erkannt hat, sie angesprochen hat, der ihr auch

helfen wollte und der natürlich später auch mitbekommen hat, was letztendlich dann mit ihr passiert ist. Ich glaube, dass das diese Leute auch noch sehr lange verfolgen wird. mich würde es jedenfalls verfolgen, das ist sicher. Ich musste an Libbys Familie denken, an ihre Geschwister, an ihre Mutter, daran, was es für diese Familie bedeutet, Libi verloren zu haben, noch dazu auf diese Art und Weise verloren zu haben.

Und ich musste auch an Pavel Relowits Kinder denken. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme hat er einen zwe Jahre alten Sohn und eine gerade einmal vier Monate alte Tochter. Ich habe gelesen, dass sich seine Frau von ihm getrennt hat, kurz nachdem die Polizei ins Haus kam und quasi ans Tageslicht kam, dass er bereits in der Vergangenheit mehrere Sexualdelikte begangen hat, dass sie sich dann schon von ihm getrennt hat.

Aber dieser Mann sitzt jetzt zumindest erst einmal für die nächsten 27 Jahre im Gefängnis. Das heißt, seine Kinder, die vielleicht das jetzt nicht mitbekommen haben, 2019, was passiert ist, weil sie erst 2 Jahre und 4er Monate alt waren, werden das irgendwann erfahren, werden irgendwann erfahren, was ihr Vater getan hat und damit ist auch Ihr Leben gezeichnet.

 Und auch daran musste ich denken. Dieser Fall ist so schrecklich, so tragisch auch, weil es eben so viele Videoaufnahmen aus dieser Nacht gibt. Ich sag das auch bei anderen Fällen immer wieder, wenn man Videomaterial hat, wo man eben denjenigen, der später verschwindet, spurlos verschwindet oder denjenigen oder diejenige, die später dann Tod aufgefunden wird, noch einmal sieht auf diesen Videoaufnahmen, dann ist das noch extremer, weil man es sieht, man hat es vor sich, man sieht, was passiert. Und in dem Moment, wo Libby

Squire auf den Beifahrersitz von Pabel Relovic einsteigt, ja, da zieht’s einem alles zusammen. Zumindest mir ging es so. Ich persönlich glaube ganz fest daran, sowie auch die Geschworen in diesem Fall, dass Pavel Relovic Libby Squire in der Nacht vom 31. Januar 1. Februar 2019 getötet hat und sie dann anschließend ins Wasser warf.

 Ich glaube nicht, dass sie noch am Leben war, als Pabel von diesem Parkgelände weggefahren ist. Und ich glaube das deswegen nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er das Risiko hat eingehen wollen, dass sie ihn möglicherweise später wiedererkennen könnte oder auch sein Auto. Und natürlich kann man jetzt argumentieren, dass Libby ihn wahrscheinlich später nicht gut hätte beschreiben können, weil sie in dieser Nacht in so schlechten Zustand gewesen ist, weil sie betrunken und desorientiert war.

 Aber das konnte Pavel ja nicht wissen. Und deswegen glaube ich, dass nachdem was er mit ihr getan hat, er sicher gehen wollte, dass sie niemals irgendjemanden etwas von ihm oder auch von dieser Nacht erzählt und dass er sie deswegen auch getötet hat. Ja, meine Lieben, aber das ist nur, wie gesagt an dieser Stelle meine persönliche Meinung.

 Was denkt ihr? Schreibt mir gerne eure Meinung und Einschätzung zu diesem Fall unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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