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WENN ER SIE NICHT HABEN KANN … Der Mord an Ellie Gould und ein unfassbares Urteil … T

WENN ER SIE NICHT HABEN KANN … Der Mord an Ellie Gould und ein unfassbares Urteil …  

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Der 3. Mai 2019 ist ein Freitag und dieser beginnt für die Familie Gold in der südenglischen Stadt Kn zunächst vollkommen normal.

 Während Matt und Carol Gold morgens das Haus verlassen, um zur Arbeit zu gehen, bleibt ihre einzige Tochter, die 17 Jahre alte II, den Vormittag über von der Schule zu Hause, um sich auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Und nichts deutet darauf hin, dass dieser Tag anders verlaufen könnte als alle anderen zuvor.

Doch das wird er. Denn als Illis Vater Matthew Gold einige Stunden später, als er von der Arbeit nach Hause kommt, die Tür zu seinem Haus aufschließt und hineingeht, findet er seine Tochter tot auf dem Fußboden in der Küche. Wurde brutal ermordet in ihrem eigenen Zuhause. Die Polizei beginnt sofort mit intensiven Ermittlungen.

 Ein Nachbar sagt aus, dass er einige Stunden zuvor an diesem Freitag Vormittag einen jungen Mann im schwarzen Kapuzzenpullover vor dem Haus der Golds gesehen hat. Doch wer war er? Wer kam ins Haus der Familie Gold, während II dort alleine war? Und wer könnte überhaupt ein Motiv gehabt haben, ihr etwas antun zu wollen? Genau darüber sprechen wir in meinem heutigen Video.

 Doch bevor wir das tun, meine Lieben, habe ich erst noch etwas anderes, etwas Positives für euch. Kennt ihr das? Weihnachten steht vor der Tür und jedes Jahr steht man wieder erneut vor der gleichen Frage. Was schenkt man jemanden, der einem wirklich wichtig ist? Und ich finde gerade in einer Zeit, in der sowieso irgendwie gefühlt jeder schon alles hat, wird es immer wichtiger etwas zu finden, das wirklich von Herzen kommt, wenn man etwas verschenken will.

Etwas Besonderes eben. Und genau darum sprechen wir heute erneut über die Produkte von Holzkern. Denn wer ein einzigartiges Geschenk sucht, der ist hier genau richtig. Die Uhren und Schmuckmarke Holzkern nämlich steht für traditionelles Handwerk und unverwechselbares Design. Und aufgrund der zurherstellung verwendeten natürlichen Materialien wie Holz, Blätter oder Stein ist jedes einzelne Schmuckstück, das ihr bei Holzkern findet, einzigartig.

 ein Unikat eben und darum auch als Geschenk so viel persönlicher. Doch wenn man Holzkern trägt, trägt man auch immer ein Stück Natur an sich und dabei punktet die Marke als Marktführer für hochwertige Accessoires aus natürlichen Materialien mit hoher Qualität, aber auch mit jeder Menge Kreativität. Und dabei stechen die Holzkernuhren für mich in besonderer Weise hervor.

 die Qualität, die sorgfältige Verarbeitung und die liebevoll gestalteten Details, wie hier bei meiner neuesten Holzkernuhr, der Moonbow, die ich zu Weihnachten an jemand besonderen verschenken werde und mit deren Mondphasenanzeige man sich den Rhythmus des Mondes direkt ans Handgelenk holen kann. Einfach fantastisch und so außergewöhnlich.

Aber neben den Uhren sind auch die Schmuckstücke und anderen Accessoires von Holzkern in meinen Augen die perfekte Kombination aus Natürlichkeit und Stil. Kleine Begleiter im Alltag, die aber einfach den besonderen Unterschied machen und dabei steht die Liebe zur Natur immer im Fokus. Holzkern produziert darum auch in kleinen Serien, weswegen es durchaus sein kann, dass Produkte auch schnell wieder ausverkauft sind, aber dadurch kann man sich der hohen Qualität sicher sein.

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 Und wenn ihr vor dem 21. Dezember 2025 bestellt, dann kommt garantiert vor Weihnachten auch noch alles an. Also nutzt gerne meinen Code Party für eure Bestellung bei Holzkern. Und jetzt zurück zum Video. Mitten in der Grafschaft Wilcher im Südwesten Englands liegt eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, durchzogen von Landstraßen und vielen Feldern, die kleine Stadt Kahn.

Mit ihren rund sie Einwohnern ist die Gemeinde geprägt von ruhigen Wohnsiedlungen, einem überschaubaren Ortskern und einer Gemeinschaft, in der man sich kennt. Und fern ab vom Lärm der Großstadt, die Millionen Metropole London ist etwas über 2 Stunden entfernt, verläuft hier alles eher ruhig und bodenständig.

Im Frühjahr 2019 lebt genau dort in einem schönen Einfamilienhaus am Springfield Drive im westlichen Teil von K auch die 17 Jahre alte Elenor Gold mit ihrer Familie, ihrem Vater Matthew und ihrer Mutter Carol. Nach ihrer Geburt am 6. Februar 2002 Wuchs Elenor, die aber von allen, die sie gut kannten, nur II genannt wurde, in dieser ländlichen Gemeinde zusammen mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Ben in stabilen Verhältnissen auf und besucht im nahe gelegenen Ort Chippenham dann auch die Schule. Und Illie liebt es

zur Schule zu gehen und zu lernen. Sie ist engagiert, diszipliniert und nimmt auch regelmäßig als Teil ihres Teams an Sportwettbewerben teil. Neben der Schule verbringt sie allerdings die meiste Zeit beim Reiten. Seit einigen Jahren hat ein eigenes Pferd. Ihr erstes Pony bekam sie wohl bereits im Alter von 10 Jahren und die Liebe zu diesen Tieren begleitet sie also mindestens schon so lange.

 Und die Pferde und das Reiten spielen in gewisser Weise auch, was ihre Zukunftspläne angeht, eine wichtige Rolle, denn träumte wohl davon, später einmal zur berittenen Polizei zu gehen. Menschen, die sie gut kannten, von ihren Eltern, ihrer Familie, ihren vielen Freunden und Mitschülern. als äußerst aufmerksam und zugewandt beschrieben als jemand, der zuverlässig ist, mitdenkt und sich um andere kümmert.

 Lebensfroh, freundlich und offen. Ein junges Mädchen, das sich schnell für Dinge begeistern konnte und dass sich vor allen Dingen, was die Schule angeht, gerne eingebracht hat. El hatte ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Familie. Viele Verwandte wohnten ebenfalls in und um die kleine Stadt Kahn herum, sodass man also immer eine enge Verbindung zueinander hatte und sich regelmäßig innerhalb der Familie gesehen hat.

 Und Ellie stand vor allen Dingen ihren Eltern, ganz besonders ihrer Mutter Carol. Die beiden hatten eine wundervolle Muttertochterbeziehung und unternamen viel zusammen. Unter anderem saß Carol genauso gerne auf dem Pferderücken wie ihre Tochter. Nur eines der vielen Dinge, die die beiden miteinander geteilt haben.

 Im Mai 2019 ist Ellie Gold jetzt also 17 Jahre alt und sie besucht die 12te Klasse der Harden Jewish School in Chippenham. Und während ihr zwei Jahre älterer Bruder Ben vor kurzem sein Studium in Oxford aufgenommen hat, ist Ellie ebenfalls äußerst fokussiert auf ihre schulischen Leistungen und bereitet sich jetzt in ihrem letzten Jahr intensiv auf die anstehenden Abschlussprüfungen vor.

 Und Illie steht gerade erst am Anfang ihres Lebens. Neben ihrem Wunsch zur berittenen Polizei zu gehen, hatte sie vor allen in der letzten Zeit wohl auch immer wieder darüber nachgedacht, Psychologie zu studieren und dafür wären ihr sehr wahrscheinlich auch alle Türen offen gestanden. Doch für Illie, die sich zu einer wundervollen, intelligenten jungen Frau entwickelt hat, sollte es keine Zukunft mehr geben, denn an einem so schienes ganz normalen Freitag Vormittag wird jemand in ihr Haus kommen und sie töten. Es ist der 3. Mai 2019 und

eigentlich wäre dieser Freitag ein ganz normaler Schultag für ellen. Allerdings jetzt so kurz vor den Prüfungen ist im Unterricht nicht mehr allzu viel los. Die meisten Schüler der Abschlussklasse sind damit beschäftigt, sich auf die anstehenden Tests vorzubereiten. So auch, weswegen sie also beschlossen hat, an diesem heutigen Freitag Vormittag zu Hause zu bleiben und zu lernen und dann erst gegen Mittag zur Schule zu fahren, um später am Nachmittag noch am Geschichtsunterricht teilzunehmen. Und genau dazu hat sich

Illie auch mit einer ihrer Mitschülerinnen verabredet, die sie später am Vormittag von zu Hause abholen sollte und dann wollten die zwei gemeinsam zur Schule fahren. Doch bis dahin ist jetzt erst einmal noch ein bisschen Zeit und während Illis Eltern Matthew und Carol Gold wie üblich schon sehr früh am Morgen das Haus verlassen, um zur Arbeit zu fahren, bleibt Illie also jetzt alleine zu Hause zurück und beginnt zu lernen.

 Einige Stunden später gegen 15 Uhr kommt Ellis Vater von der Arbeit nach Hause und geht davon aus, dass niemand im Haus ist. Seine Frau arbeitet ja nach wie vor und Ili hatte ja bereits zuvor angekündigt, am Nachmittag noch einmal zur Schule fahren zu wollen. Doch als Matthew Gold jetzt seine Tür aufschließt und sein Haus betritt, macht er eine unfassbare Entdeckung.

 Was er vorfindet, ist eine Szenerie, die man sich als Außenstehender, als jemand, der jetzt einfach nur darüber liest oder davon hört, nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen vorstellen kann. In der Küche findet Matthew Gold, seine 17 Jahre alte Tochter, mit dem Gesicht nach unten liegend in einer Blutlache auf dem Küchenboden vor.

Das Messer, mit dem sie offenbar angegriffen wurde, steckt noch in ihrem Hals. Das Bild von Elli, wie sie dort auf dem Küchenboden lag, verfolgt mich seither jede Nacht und drängt sich in meine Gedanken, sobald ich versuche irgendwie meinen Alltag zu bewältigen. So Matthew Gold später über den Moment, als er seine Tochter an diesem Tag in der Küche gefunden hat.

 Um 15:15 Uhr treffen die ersten Einsatzkräfte der Witcher Police in Begleitung des Notarztes am Springfield Drive am Haus der Familie Gold ein. Doch für Illie kommt jede Hilfe zu spät. Ihr Vater erinnerte sich später, wie eiskalt ihre Hand war, als er sie berührt hat. Die 17-jährige ist offenbar schon seit vielen Stunden tot und wurde, dafür spricht zumindest das, was man am Tatort in der Küche vorfindet, offenbar brutal angegriffen und erstochen.

 Jedoch der Tathergang an sich war beim Eintreffen der Polizei und der Spurensicherung zunächst noch unklar, denn das Messer, das wie gesagt nach wie vor in Alis Hals steckte, wurde dort am Griff von ihrer eigenen Hand festgehalten. Doch auch wenn man eine mögliche Selbstverletzung, also dass Illie sich das selbst angetan haben könnte, vorort jetzt nicht gleich ausschließen konnte, so hatte die Polizei aufgrund der Art und der Heftigkeit der Verletzungen an Ellis Körper und auch der deutlichen Hinweise auf Fremdeinwirkung, die es darüber hinaus jetzt schon sichtbar

gegeben hat, durchaus Zweifel an dieser Theorie und diese Zweifel waren auch berechtigt, denn die Ergebnisse der Autopsie die noch am selben Tag stattfindet, bestätigt wenig später genau das, was die Ermittler vor Ort schon vermutet haben. Gold starb infolge massiver Gewalteinwirkung gegen den Hals. Die Obduktionsbefunde zeigen jedoch auch, dass es vor der Attacke mit dem Messer zunächst zu einem heftigen Würgeangriff gegen den Hals gekommen sein muss, bei dem Illie entweder direkt das Bewusstsein verloren hat oder aber so geschwächt war, dass

sie sich nicht mehr ernsthaft zur Weh setzen konnte. Und das ist erst im Anschluss daran zu den insgesamt mindestens 13 Messerstichen gekommen ist, die ihr vorrangig im Bereich des Halses und des Nackens zugefügt wurden. Die Art und auch die Anzahl der Verletzungen an ells Körper deuten in ihrer Gesamtheit auf das hin, was man forensisch als sogenannte Übertötung oder im englischen Sprachgebrauch als Overkill bezeichnet, also auf ein Maß an Gewalt, das über das zur Tötung notwendige Maß weit hinausgeht und oftmals Ausdruck von Wut

oder auch Kontrollverlust ist. Und Illie starb sehr wahrscheinlich in innerhalb kürzester Zeit an den Folgen eines akuten Blutverlustes hervorgerufen durch die massiven Stichverletzungen, die sie an ihrem Hals erlitten hat. Und zusätzlich dokumentiert der Bericht aus der Gerichtsmedizin auch noch mehrere Häatome und Druckspuren an ihrem Hals, die darauf hindeuten, dass Illie zuvor bereits mit erheblicher Kraft gewirkt worden sein muss, was letztlich den Verdacht bestätigt, dass sie schon vor dem Messerangriff überhaupt nicht mehr

in der Lage dazu gewesen ist, sich dagegen zur Wert zu setzen. Und der Ort, an dem dieser Angriff auf Ii stattgefunden haben muss und das wird der Spurensicherung, die sich jetzt im Laufe des Tages im Haus an ihrer Arbeit macht, auch eindeutig klar war die Küche, da man wohl in keinem anderen Raum des Hauses Blut oder auch Spuren eines Kampfes gefunden hat.

 Das alles muss sich also in der Küche abgespielt haben und bei der genauen Analyse des Tatorts fallen der Spurensicherung jetzt auch zwei Dinge direkt auf. Zum einen die Tatwaffe, also das Messer mit dem Ili angegriffen und getötet wurde, stammt aus einem Messerblock aus der Küche der Golds. Das heißt also, wer auch immer Illie umgebracht hat, hat dazu sehr wahrscheinlich nicht seine eigene Waffe von außen mit ins Haus hineingebracht.

 Zum anderen stellt die Spurensicherung aber auch fest, dass der Tatort in der Küche verändert bzw. das versucht wurde, den Tatort in gewisser Weise zu manipulieren, denn einzelne Flächen wirken gereinigt. Köüfronten und Arbeitsplatten sind, wenn man die Art und Weise des Angriffs bedenkt, auffällig sauber, während sich in Ritzen, Fugen, Ecken und wohl auch im Spülbecken noch deutlich sichtbare Blutrückstände befunden haben.

 Ein blutdurchdrängter Lappen, den man ebenfalls in der Küche fand, stützt diesen Verdacht zusätzlich und legt nahe, dass jemand offenbar in großer Eile versucht hat, Spuren zu beseitigen. Und auch die Tatsache, dass zwei Geschirrtücher, die laut Illis Eltern morgens noch in der Küche gewesen sind, jetzt plötzlich unauffindbar waren, ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Täter sehr wahrscheinlich versucht hat, auch damit Blut auf oder von seinen Händen abzuwischen, bevor er die Geschirrtücher sehr wahrscheinlich dann bei der Flucht

mit sich genommen hat. Und dazu kommt jetzt noch der Umstand, weil wir gerade bei der Manipulation des Tatorts sind, dass Illis eigene Hand den Messergriff umschlossen hatte, als man sie in der Küche fand. Auch das spricht dafür, dass der Täter auch hier versucht hat etwas zu inszenieren, nämlich, dass er den Eindruck erwecken wollte, als könnte es sich hier um eine Selbstverletzung gehandelt haben, was ja aber durch die Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin vollständig ausgeschlossen werden konnte.

Die Forensik wertet den Tatort jetzt aber auch technisch genau aus. Fingerabdrücke und DNA Spuren werden an allen relevanten Oberflächen gesichert, darunter am Griff des Messers, an Türrahmen, Schuhbläden und diversen Lichtschaltern. Außerdem findet man auf der Küchenablage auch Illis Handy. Auch das wird natürlich für eine genaue Untersuchung jetzt gesichert und ins Labor gebracht.

 Die Nachricht, dass die erst 17zehn Jahre alte Ellie Gold ermordet in ihrem Elternhaus aufgefunden wurde, verbreitet sich schnell und eine Welle der Bestürzung und Anteilnahme geht durch die Bevölkerung, währendys Freunde und vor allem natürlich ihre Familie vollkommen unter Schock stehen und mit Fassungslosigkeit auf all das reagieren.

 Wer könnte Illie das angetan haben? Wer kommt am helligsten Tag in ein Haus, tötet eine junge Frau auf diese unvorstellbar brutale Art und Weise und verschwindet dann vom Tatort, den er vorher noch gleich auf mehrere Arten versucht hat zu manipulieren. Um genau das herauszufinden, beginnt man auf Seiten der Polizei jetzt direkt systematisch damit, Illis Umfeld und auch die direkte Nachbarschaft der Golds zu befragen in der Hoffnung, dass vielleicht an diesem Freitag Vormittag irgendjemanden etwas Außergewöhnliches aufgefallen ist. Und die Ermittler haben

Glück. Ein Nachbar, der am Springfield Drive wohnt und einen direkten Blick auf das Haus der Golds hat, gibt in seiner Aussage an, dass er gegen 10:30 Uhr an diesem Freitag Vormittag einen jungen Mann, der mit einem dunklen Kapuzenpulli bekleidet war, an Ellis Tür hat klopfen sehen.

 Außerdem meldet sich jetzt auch Illis Freundin bei der Polizei, mit der sie ja eigentlich, wir erinnern uns zurück, eine Verabredung hatte. Elli wollte sich von dieser Freundin mittags abholen lassen und dann mit ihr gemeinsam zur Schule fahren. Doch die Freundin sagt den Ermittlern jetzt, dass Ill ihr ganz kurzfristig um 11:45 Uhr eine Nachricht geschrieben und diese Verabredung abgesagt hat mit der Begründung, dass sie jetzt doch nicht mehr vorhat nachmittags zum Unterricht zu gehen.

 Und auch wenn diese Absage zunächst einmal nach nichts anderem als nach einer Absage aussieht, als hätte Illie sich eben kurzfristig umentschieden. Im Lichte der Ereignisse stellt man sich natürlich auf Seiten der Polizei die Frage, ob diese Nachricht an Illis Freundin überhaupt von ihr selbst geschrieben worden ist, denn laut Aussage des Nachbarns soll ja ein dunkel gekleideter junger Mann gegen 10:30 Uhr an die Haustür der Golds geklopft haben.

Und etwa eine Stunde später sagt Elli dann kurz und knapp ihrer Freundin plötzlich ab, was absolut nicht zu ihr gepasst hat, denn Illie war die Schule sehr wichtig. Sie war äußerst zuverlässig und hatte darüber hinaus ihre Tagesstruktur für diesen Freitag ganz genau durchgeplant. Sie wollte vormittags zu Hause lernen, sich dann gegen Mittag von ihrer Freundin abholen lassen und wie gewohnt nachmittags noch mal zur Schule gehen, dass sie so kurzfristig diese Verabredung cancelt, noch dazu, wenn es um den Geschichtsunterricht am Nachmittag geht,

den sie nicht verpassen wollte, das war sehr ungewöhnlich, weswegen man auf Seiten der Ermittler offenbar den Verdacht hatte, dass diese Nachricht statt von vom Täter geschrieben worden sein. sein könnte, um zu verhindern, dass jemand klammer auf Ellis Freundin zum Haus kommt und dann möglicherweise Alarm schlägt, wenn Illie die Tür nicht öffnet.

 Und wer diese bis dahin unbekannte Person möglicherweise sein könnte, darauf bekommt die Polizei bereits wenige Stunden nachys Auffinden in der Küche die ersten konkreten Hinweise. Denn während die Spurensicherung im Haus der Golds nach wie vor voll im Gange ist und die ersten Aussagen der Nachbarn ausgewertet werden, beginnen die Ermittler, wie ich euch ja vorher schon gesagt habe, auch das persönliche Umfeld von I systematisch zu beleuchten.

 Dabei sprechen sie nicht nur mit ihren Eltern, sondern auch mit engen Freunden und Lehrkräften. Und dabei fällt auch immer wieder der Name Thomas Griffis. Tom, der im Haus seiner Eltern im nahegelegenen Derry Hill, einer kleinen Gemeinde, nur wenige Kilometer von Karn entfernt lebt, gilt als unauffälliger, ruhiger und eher zurückhaltender junger Mann, der sportlich sehr aktiv, sowohl Teil des Schwimmen als auch des Rugby Teams seiner Schule ist und erst kürzlich zum Schulsprecher gewählt wurde.

 Thomas und kannten sich aber im Jahr 2019 schon viele Jahre. Genauer gesagt kannten sie sich seit der siebten Klasse, denn beide besuchten die Harden Jewish School im benachbarten Chippenham, sahen sich also über viele Jahre hinweg täglich in der Schule auf den Gängen und hatten wohl zumindest zum Teil auch eine Zeit lang denselben Freundeskreis.

Anfang 2019 jedoch kurz vor Illis 17. Geburtstag wurde dann aus dieser guten Bekanntschaft, die man bis zu diesem Punkt hatte, mehr beiden kamen offiziell zusammen. Die erste richtige Beziehung für Illie, die offenbar auch schon seit etwas längerer Zeit heimlich in Tom verliebt gewesen oder zumindest ein Auge auf ihn geworfen haben soll.

 Und zu Anfang wirkte das, was sich da zwischen den beiden entwickelt hat, vollkommen normal. Alles ist neu. Man verbringt sehr viel Zeit zusammen, trifft sich jetzt auch regelmäßig außerhalb der Schule, schreibt sich den ganzen lieben langen Tag Nachrichten, lernt sich noch besser kennen, wie das nun einmal so ist, wenn man jung und offensichtlich ineinander verliebt ist.

 Und auch Illis Eltern waren, nachdem die beiden zusammengekommen sind, wohl sehr angetan von Tom und haben ihn auch immer wieder zu sich nach Hause eingeladen. Er war einige Male zum Essen da und er wirkte sehr höflich, zuvorkommend aufmerksam, sehr ruhig, fast schon ein wenig schüchtern und er hat Ilimäßig Geschenke gemacht und sie mit etwas Besonderem überrascht.

 Ihre Eltern hatten den Eindruck, als würde Elli ihm wirklich sehr viel bedeuten. Doch dann mit der Zeit, wohl erst einmal kaum merklich für Außenstehende, dafür umso spürbarer für Illie, beginnt sich diese Beziehung in ungesunde Richtung zu entwickeln. Denn aus dieser Aufmerksamkeit und Zuwendung, die Tom ihr entgegengebracht hat, wird mehr und mehr Kontrolle.

 Und genau darüber soll Ellie auch mit einigen ihrer engsten Freunde gesprochen haben. Sie berichtet über Toms zunehmende Eifersucht, dass er immer wissen wollte, wo sie ist, mit wem sie dort ist, mit wem sie schreibt und Kontakt hat und was sie gerade macht. Er wird immer besitzergreifender. Ihr Gegenüber ruft sie mehrmals täglich an, schreibt ihr ununterbrochen Nachrichten, will jede freie Minute mit ihr verbringen und lässt ihr kaum noch Raum für irgendetwas anderes.

 Doch in Illis Leben gab es eben sehr wohl noch etwas anderes außer Thomas Griffis, nämlich ihre Hobbys, das Reiten, ihre Freunde und natürlich die Schule. Und durch diese ständige Kontrolle, die er also ununterbrochen auf sie ausgeübt hat, hat sich Illie offenbar schon sehr bald eingeengt und überwacht gefühlt. Und darum, und genau das findet die Polizei jetzt auch bei den Gesprächen mit ihren Eltern und ihren Freunden heraus hat Illie eine Entscheidung hinsichtlich dieser Beziehung getroffen.

 Nämlich hat sie die Entscheidung getroffen, sie zu beenden. Und zwar genau einen Tag vor ihrem Tod. Am Donnerstag, den 2. Mai 2019 hat sie Schluss gemacht mit Thomas Griffis und jetzt nicht einmal 24 Stunden später am Freitag Nachmittag liegt sie also ermordet in der Küche in ihrem Haus. Und wie man sich vorstellen kann, sind all diese Informationen äußerst aufschlussreich für die Polizei.

Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass Ielli ja nur einen Tag zuvor die Beziehung beendet hat. Und auch wenn man darüber nachdenkt, dass Thomas und das erfährt die Polizei jetzt vor allen Dingen durch Freunde alles andere als glücklich über ihre Entscheidung war. Ganz im Gegenteil, er soll sehr wütend gewesen sein, weil sie mit ihm Schloss gemacht hat.

 Und darüber hinaus gab es zu diesem Zeitpunkt ja bereits die Aussage des Nachbarn der Golds, der am Vormittag einen dunkel gekleideten und wie es schien sehr jungen schlacksigen Mann mit Kapuzenpulober vor Illis Haustür hat stehen sehen. Und dazu kommt jetzt auch noch die Erkenntnis, dass Thomas Griffis an diesem Freitag Vormittag, an dem Ellie ermordet wurde, nicht in der Schule war und sich dadurch der Verdacht, er könnte etwas mit ihrem Tod zu tun haben, weiter verstärkt.

 Noch am späten Nachmittag des II Mai machen sich die Ermittler jetzt darum auf den Weg nach Derry Hill zum Wohnhaus von Thomas Eltern, um dort mit ihm zu sprechen. Und als er dann kurze Zeit später auf dem Polizeirevier in Melksheim sitzt, fallen den Beamten direkt mehrere Kratzspuren in seinem Gesicht und auch im Bereich seines Halses auf.

 Doch darauf angesprochen behauptet Tom, daß er sich wegen dem Stress aufgrund der anstehenden Prüfungen immer wieder selbst kratzen würde. Und auch während des Gesprächs auf dem Revier mit der Polizei kratzt er sich auffällig oft im Gesicht und auch an seinem Hals. Entweder, weil er tatsächlich die Wahrheit sagt oder aber, weil er seiner Lüge über die Kratzerei dadurch mehr Ausdruck verleihen will.

Darüber hinaus streitet er aber ohnehin kategorisch ab etwas mit dem Mord an seiner seitgestern Exfreundin Ellie Gold zu tun zu haben, weswegen man jetzt auf Seiten der Ermittler ganz genau von ihm wissen möchte, was er am heutigen Freitag wann genau getan hat. Thomas sagt aus, dass er wie immer auch am heutigen Freitag morgens aufgestanden und zur Schule gefahren ist.

 Dass es ihm aber überhaupt nicht gut ging, weswegen er kaum war in der Schule angekommen, sich dazu entschieden hat, direkt wieder nach Hause zurückzufahren. Und diese Behauptung wird dann jetzt auch kurze Zeit später durch eine Videoaufnahme aus dem Bus bestätigt, in den Thomas an diesem Freitagmorgen um kurz nach 8:30 Uhr eingestiegen ist, um von der Schule aus wieder direkt zurück nach Hause nach Derry Hill zu kommen.

Soweit so gut. Doch die Ermittler wollen jetzt natürlich wissen, was er gemacht hat, als er zu Hause war. Und Thomas sagt aus, dass er sich zunächst einmal in sein Zimmer zurückgezogen und sich hingelegt hat. Der ganze Stress aufgrund der anstehenden Prüfungen hat ihm psychisch stark zugesetzt. ihm ging es nicht gut und deswegen wollte er sich erst einmal ein wenig ausruhen.

 Doch dann nach einer gewissen Zeit hat er sich dann doch dazu entschieden, wieder zur Schule zurückzufahren, um wenigstens noch am Nachmittag am Unterricht teilnehmen zu können. Und dann, als er nach der Schule wieder nach Hause fuhr, stand irgendwann die Polizei vor der Tür, um ihn zu befragen. Und das war’s dann.

 Jedoch auch wenn die Aufnahmen aus dem Bus tatsächlich zeigen, dass Thomas die Schule bereits kurz nach seiner Ankunft am frühen Morgen wieder verlassen hat und zurück nach Hause fuhr. Die Frage ist ja, was hat er dann gemacht? War er tatsächlich, wie er ausgesagt hat, erst einmal viele Stunden lang zu Hause, um sich auszuruhen, ist dann erst am Nachmittag wieder zurück zur Schule gefahren, um doch noch am Unterricht teilzunehmen und dann, als er zurückkam, stand irgendwann die Polizei vor der Tür.

 Ist das die Wahrheit? Seine Mobilfunkdaten erzählen eine andere Geschichte. Sie zeigen nämlich, dass er lügt, was dieses Alibi angeht. Denn nachdem die Aufnahmen im Bus gegen 8:30 Uhr am Freitagmorgen entstanden sind, hat sich Thomas Griffes Handy in sein heimisches WLAN eingelogt. Das heißt also, er ist tatsächlich zu Hause angekommen und hat sich dort auch eine Zeit lang aufgehalten.

 Allerdings nicht so lange wie er behauptet hat, denn schon kurze Zeit später und auch das werden die Mobilfunkdaten zeigen, lockt sich Thomas Handy wieder aus seinem heimischen Wählern aus und er verlässt das Haus. etwas, dass er in seiner Aussage gegenüber der Polizei mit keinem Wort erwähnt hat, denn laut seinen Angaben war er ja jetzt erst einmal viele Stunden lang zu Hause in seinem Zimmer, bevor er sich dann doch dazu entschieden hat, noch einmal nachmittags zurück zur Schule zu fahren.

 Und auch die weiteren Auswertungen der Daten sind mehr als aussagekräftig für die Polizei und helfen dabei, eine Art Bewegungsprofil zu erstellen. Und laut diesem fuhr Thomas Griffis vom Haus seiner Eltern in Dary Hill aus direkt nach Kn zur Adresse von Ellie Gold, wo er dann auch etwa um die Zeit am Vormittag, nämlich gegen 10:30 Uhr ankam, als der Nachbar der Golds einen jungen, schlacksigen, dunkel gekleideten Mann mit Kapuzenpulli gesehen haben will, der anis Tür geklopft hat.

 und dass er an diesem Vormittag tatsächlich in Kn war, wird jetzt zusätzlich auch noch durch die Aufnahme einer Überwachungskamera bestätigt, die Thomas aufgezeichnet hat, als er mit seinem silbergrauen Ford Fiesta gegen 11:50 Uhr vom Tatort zurück in Richtung seines Hauses nach Derry Hill fuhr. Heißt also, sowohl seine Mobilfunkdaten als auch die Aufnahmen aus der Überwachungskamera auf der Strecke zeigen nicht nur, dass Thomas die Polizei belogen hat, was sein ohnehin schon schwaches Alibi angeht, sie zeigen auch, dass er etwa um die Zeit, in der

II umgebracht worden ist, in der Nähe des Tatorts war. Doch falls Thomas Ellie tatsächlich getötet hat, wonach im Moment alles aussieht, dann müssten sich eigentlich Spuren dieser Tat an seiner Kleidung zeigen, die er am Freitag Vormittag getragen hat. Und wir erinnern uns zurück darüber hinaus hatten die Golds Eltern, den Ermittlern ja auch erzählt, dass zwei Geschirrtücher aus der Küche fehlen, die am Morgen noch da gewesen sind.

 Und genau darum durchsucht man jetzt als nächstes Thomas Griffes Haus und stellt dabei fest, dass ich in der Waschmaschine frisch gewaschene Kleidung befindet, die mit der Beschreibung der Kleidung übereinstimmt, die laut Aussage des Nachbarn der Golds auch der junge Mann getragen hat, der am Vormittag am Haus gesehen wurde und der auch dabei beobachtet worden ist, wie er an Ellis Tür geklopft hat.

Außerdem sichert man neben dem bereits gewaschenen Kleidungsstücken im Haus jetzt auch Thomas schwarze Schuhe, die er an diesem Freitag morgen anhatte, um sie auf mögliche Spuren zu testen. Und darüber hinaus macht die Polizei beim Durchkämmen des Geländes rund um Tom Wohnhaus jetzt noch eine weitere Entdeckung, denn in einem Waldstück, nur etwa 80 m entfernt, findet man einen schwarzen Müllsack, in dem sich nicht nur die beiden blutdurchtränkten Geschirrtücher aus der Küche von Ellis Eltern, sondern auch ein weiterer

blutdurchtränkter Lappen befindet. Sowohl das Blut auf diesen Gegenständen als auch die Blutrückstände, die man später im Labor auf Thomas Griffes schwarzen Schuhen sicherstellen wird, stammen von Illie Gold. Und nach all diesen gefundenen Spuren, auch denen am Tatort in der Küche, den Videoaufnahmen, den Auswertungen der Mobilfunkdaten und den Aussagen von Illis Freunden und ihrer Familie setzt sich jetzt für die Ermittler nach und nach ein Bild zusammen davon.

was an diesem Freitag Vormittag im Haus der Golds wirklich passiert ist. Wir wissen, dass Ellie Gold nur einen Tag vor ihrer Ermordung die Beziehung zu Thomas Griffis aufgrund seines kontrollierenden, einengenden und besitzergreifenden Verhaltens ihr gegenüber beendet hat. Und man konnte ja auch ermitteln, dass er darüber alles andere als glücklich ja sogar sehr wütend über diese Entscheidung von Illie gewesen ist.

Denn mit dieser Entscheidung sich nicht länger von ihm einengen und kontrollieren zu lassen und sich stattdessen von ihm zu befreien, sich ihren Freunden, ihren Hobbys, ihrem Pferd und auch der Vorbereitung auf ihre Zukunft zu widmen, kam Thomas ganz offensichtlich nicht klar. und dass ihr Blut an seinen Schuhen gefunden wurde, zeigt neben seinem Bewegungsprofil den Aufnahmen aus den Überwachungskameras und der Tatsache, dass er Beweise, die eindeutig aus der Küche der Goldsstammen, verschwinden lassen wollte, darüber hinaus auch ganz klar,

dass er am Tatort gewesen sein muss. Die Polizei ging davon aus, dass Thomas an diesem Freitag Vormittag zu II, um noch einmal mit ihr zu reden und sie dazu zu bringen, ihre Entscheidung, die sie einen Tag zuvor getroffen hat, zurückzunehmen. Er klopft also gegen 10:30 Uhr an die Tür, wobei er dabei auch von einem Nachbarn gesehen wird.

 Und Illie, die zu diesem Zeitpunkt alleine zu Hause war, lässt ihn hinein. Doch als sie sich dann weigert, auf seine Forderung einzugehen und dabei bleibt, nicht mehr mit ihm zusammen sein zu wollen, kam es so zumindest die Vermutung, sehr wahrscheinlich zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden, die dann damit geendet hat, dass Thomas II angriff, sie zunächst wirkte und sie dann mit dem Messer umgebracht hat.

Jedoch stellt sich an diesem Punkt, obwohl man wirklich auf Seiten der Polizei in kürzerester Zeit so viele starke Indizien und Beweise gegen Thomas Griffis zusammengesammelt hat, trotzdem eine zentrale Frage. Fuhr er an diesem Freitag Vormittag mit seinem Wagen zu Ellis Haus, bereits mit dem Plan im Kopf, sie umzubringen.

Die Tatsache, dass er offenbar beim Betreten des Hauses keine eigene Waffe mit dabei gehabt hat, sondern stattdessen ein Messer aus der Küche im Haus benutzt hat, um Ielli anzugreifen, spricht zumindest erst einmal ein wenig dagegen, dass ein Plan hinter diesem Mord gesteckt hat. Aber auch wenn er die Tat an sich vielleicht nicht schon geplant hat, als er von zu Hause wegfuhr, so hat Thomas Griffis nach der Tat sehr wohl in gewisser Weise planvoll gehandelt, indem er den Tatort manipuliert hat, indem er Blut weggewischt hat und auch indem er Ellis

Hand am Messergriff platziert hat, um es so aussehen zu lassen, als hätte sie sich das selbst angetan. Und darüber hinaus war man sich auf Seiten der Ermittler wohl auch sicher, dass Thommes derjenige war, der Illis Freundin, die sie in Kürze von zu Hause hätte abholen sollen, eine Nachricht geschrieben und die Verabredung kurzfristig abgesagt hat.

 Vielleicht hatte Elia, als Thomas ins Haus kam und die beiden zuerst noch normal miteinander gesprochen haben, erwähnt, dass sie gleich abgeholt wird, dass eine Mitschülerin kommt und dass die beiden dann zur Schule fahren. Und dadurch hatte Thomas das Wissen, dass irgendwann demnächst jemand zu diesem Haus kommen wird.

 Und nachdem er Illie umgebracht hat, galt es genau das zu verhindern. Und deswegen waren die Ermittler fest davon überzeugt, dass Thomas mit Hilfe von Illis Fingerabdruck ihr Handy entsperrt hat und dann ihrer Freundin die Nachricht schrieb, um die Verabredung zu cancelzeln, aus Angst, dass sonst jede Sekunde jemand an der Tür klingeln wird.

 Und nachdem erli umgebracht hat, ihrer Freundin diese Nachricht schrieb und das Blut unter anderem mit den beiden Geschirrtüchern und dem Lappen aus der Küche der Golds grob aufgewischt hat, wäschte er sich auch noch seine eigenen Hände im Spülbecken in der Küche, denn auch dort hat man ja Blut gefunden. Und dann packt er diese ganzen Beweisstücke ein und macht sich zurück auf den Weg nach Hause, wo er das Ganze später in einen schwarzen Müllsack packt und in einem nahe gelegenen Waldstück entsorgt, während er gleichzeitig die

Kleidungsstücke, die er bei der Tat getragen hat, in die Waschmaschine wirft, wobei Thomas seine schwarzen Turnschuhe vergessen hat, denn darauf fand man ja später Blut von. Die Ermittler finden jetzt auch heraus, dass Thomas nach dem Mord anlien Snapchat Post verfasst hat, indem er unter anderem schrieb, dass es ihm aktuell nicht gut geht und dass er und Illie eine Pause einlegen und abwarten werden, wie es nach den Prüfungen weitergeht.

Außerdem schrieb Thomas in diesem Snapchat Post auch, dass er sehr gestresst ist, dass er nicht weiß, wie er damit umgehen soll und dass er sich deswegen auch die ganze Zeit im Gesicht und am Hals kratzen würde. Und dieser gesamte Snapchat Post, das was er da geschrieben hat, ist jetzt für die Ermittler auch wieder sehr aussagekräftig, denn dieser Post wurde auf Snapchat verfasst, nachdem II bereits umgebracht worden ist.

 Und Thomas vermittelt mit dem, was er da geschrieben hat, fast so ein wenig den Eindruck, als wäre die Pause, die er und Illie jetzt einlegen wollen. Wörtlich schrieb er: “Me and are going to go on a break.” So ein wenig als wäre das eine einvernehmliche Sache gewesen. Also als hätten beide beschlossen jetzt erstmal eine Pause einzulegen, bis die Prüfungen vorbei sind und dann schauen wir mal weiter.

 Aber man konnte ja zweifelsfrei ermitteln, dass Illie diejenige war, die diese Beziehung nicht mehr wollte, deswegen sie einen Tag zuvor auch mit ihm Schluss gemacht hat. Und auch die Tatsache, dass er in diesem Post über das Kratzen an seinem Hals geschrieben hat, deutete wohl in den Augen der Ermittler darauf hin, dass er sich damit schon einmal auf mögliche unangenehme Fragen diesbezüglich vorbereiten wollte.

Also so ganz nach dem Motto, ich habe mich gekratzt, weil es mir nicht gut ging und weil ich angespannt und nervös war und daher kommen jetzt die Kratzer in meinem Gesicht und an meinem Hals. Jedoch die Polizei war viel mehr davon überzeugt, dass Thomas diese Verletzungen zugefügt hat, als sie sich zumindest anfangs, als er angefangen hat, sie zu würgen, noch versucht hat gegen ihn zur Wert zu setzen und dass dabei diese Kratzer entstanden sind.

Trotzdem, dass die Polizei ihn jetzt mit all dem konfrontiert, was man in kürzester Zeit ermitteln konnte, bleibt Thomas Griffis weiterhin standhaft dabei, dass er Illie nicht umgebracht hat. Doch wie gesagt, die Massen an Indizien und Beweisen sprechen eine andere Sprache, weswegen man ihn jetzt auch drei Tage nach Ermordung am 6.

 Mai 2019 wegen Mordes anklagt. Und einen weiteren Tag später am 7. Mai muss Thomas dann auch aufgrund seiner 17 Jahre, die er ja erst alt ist, zunächst erst einmal vor einem Jugendgericht in Salsbury erscheinen, wo die Anklage dann offiziell aufgenommen und verkündet wird, bevor er dann bis zu seinem offiziellen Prozessbeginn in Untersuchungshaft bleibt.

 Und auch wenn Thomas in seiner Zeit in Untersuchungshaft, zumindest anfangs, nach wie vor abstritt irgendetwas mit dieser Tat zu tun gehabt zu haben, so änderte sich das dann drei Monate später im August 2019, als am Bristolle Crown Courthaus eine weitere Anhörung in Vorbereitung auf seinen Prozess stattgefunden hat. Denn am 29.

 August 2019 legt der inzwischen 18 Jahre alte Thomas Griffis dann plötzlich ein umfassendes Geständnis ab und das hat er sehr wahrscheinlich aus zwei Gründen getan, wobei das an dieser Stelle natürlich reine Spekulation ist, aber es wird vermutet, dass er das zum einen aufgrund des anstehenden Gerichtsprozesses getan hat, den er direkt vor der Nase hatte und bei dem er bei der Beweislage, die man hatte, nicht auf einen Freispruch hat hoffen können.

 Und zum zweiten könnte man mutmaßen, dass Thomas mit seinem Schuldeingeständnis auch die Hoffnung verbunden hat, seine Gefängnisstrafe dadurch zu reduzieren. In seinem Geständnis hat Thomas Griffis wohl angegeben, dass er an diesem Freitag Vormittag zu II nach Hause fuhr, um mit ihr zu lernen und um mit ihr auch noch einmal über ihre Beziehung zu sprechen.

was man, wenn ihr mich ganz persönlich jetzt fragt, durchaus in Zweifel ziehen kann, wenn man ja bedenkt, dass Illie nur einen Tag zuvor mit ihm Schluss gemacht hat, warum sollte sie ihn jetzt zu sich nach Hause zum Lernen einladen und noch mal mit ihm über die Beziehung sprechen wollen, die sie 24 Stunden zuvor ganz bewusst beendet hat und nicht mehr wollte.

 Aber das ist jedenfalls das, was er behauptet hat. Er gibt zu, dass er zu ihr gefahren ist und er sagt dann auch, dass sie sich auf ihre anstehende Prüfung vorbereiten wollten. Doch dann soll ein heftiger Streit entbrannt sein, in dessen Folge er Thomas die Kontrolle verlor, Elli am Hals gepackt und sie gewirkt hat. Und dann könne er sich leider an nichts mehr erinnern.

 Wie auffällig in vielen Fällen dieser Art haben wir es also jetzt auch hier erneut wieder einmal mit einem Gedächtnisverlust auf Seiten des Täters zu tun, der just in dem Moment seinen Anfang nahm, als Ellie Gold mit einem Messer angegriffen und getötet worden ist. Kriminologin Dr. Nima Trivadi Bateman sagte diesen speziellen Fall betreffend später dazu: “Viele Experten bezweifeln die Echtheit solcher Behauptungen.

 Dabei bezieht sie sich auf diesen plötzlichen Gedächtnisverlust, denn gerade emotional intensive und belastende Ereignisse werden in der Regel besonders gut im Gedächtnis behalten. Außerdem äußert der Dr. Batem auch, dass Tomas Aussage, er könne sich an nichts mehr erinnern, nachdem er Illie gewirkt hat, nicht mit seinem Verhalten nach der Tat übereinstimmen würde, insbesondere nicht mit dem Versuch, den Tatort zu reinigen und zu manipulieren und auch nicht mit den vielen Lügen, die er der Polizei erzählt hat. Denn auf dem Polizeirevier hatte er

kein Gedächtnisverlust. Da wusste er nämlich noch ganz genau, was er an diesem Freitag alles getan und nicht getan haben will. Aber jetzt, wo es drauf ankommt, kann er sich leider an nichts mehr erinnern. Wie praktisch. Was dazu kam, war, dass ich jetzt auch herausgestellt hat, dass Thomas bereits in der Vergangenheit, also bevor er und ein Paar wurden, schon mehrfach durch kontrollierendes und aggressives Verhalten aufgefallen ist.

 Sein ehemaliger Rugby Trainer berichtete, dass er immer wieder regelrechte Wutanfälle bekam, wenn sie ein Spiel verloren haben oder während eines Matches zurücklagen. Und diese Wutanfälle gingen wohl weit über eine normale Reaktion auf so einen Umstand hinaus. Und ähnlich hat sich auch eine Exfreundin von Thomas Griffis, mit der er lange vor Elli zusammen war, geäußert.

 Sie gab an, dass er auch sie extrem kontrolliert, verfolgt und regelrecht gestalkt haben soll. Außerdem, und auch das kam erst später heraus, hat Thomas auch während seiner kurzen Beziehung, die er mit Illie hatte, immer wieder gelogen und ihr Dinge erzählt, ihr etwas vorgemacht, was sich als dicke fette Lüge herausgestellt hat. Z.B.

 hat er immer wieder behauptet, dass er bzw. Weise seine Familie mehrere Häuser im Ausland besitzen würden. Unter anderem habe man eine große Villa auf Mallorca. Und um diese Geschichten zu untermauern, hat er Illot von diesen angeblichen Anwesen auf seinem Handy gezeigt, die allerdings nicht von ihm selbst, sondern von Google gestammt haben. Am 8.

 November 2019, also etwa ein halbes Jahr nach der Tat, verkündet Richter Andrew Graham dann das Urteil. Thomas Griffis wird wegen dem Mord an Ellie Gold zu einer lebenslangen Haftstrafe mit einer, Achtung, festgelegten Mindestverbüßdauer von zöfeinhalb Jahren verurteilt. Und für alle, die sich fragen, ob ich scherze an dieser Stelle, ich schze ganz und gar nicht.

 12inhalb Jahre bekommt er für diese Tat und genau dieses Strafmaß, diese 12 Jahre und 6 Monate führen bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung in der Öffentlichkeit zu heftigen Diskussionen und natürlich auch zu massiver Empörung, denn Thomas war zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt, also noch nicht volljährig und wurde deshalb nach britischem Recht offiziell als Jugendlicher, rechtlich sogar als Kind behandelt, weswegen eine sogenannte Hall Order, also eine lebenslange Haftstrafe ohne die Chance auf Entlassung in seinem Fall gesetzlich

nicht möglich war. Und das war für viele Menschen allen voran, selbstverständlich für Ellis Familie absolut nicht nachvollziehbar. Ein 17-jähriger, der in voller Absicht und einer anschließenden Vertuschung eine junge Frau in ihrem eigenen Zuhause erwirkt und getötet hat, wird hier mit einer Mindeststrafe belegt, wie sie in anderen Fällen selbst einem Zehnjährigen drohen würde.

 Allerdings würde was jetzt dieses Strafmaß, also diese zöfeinhalb Jahre da angeht, offenbar auch mit einbezogen, dass es ja am Ende keine Beweise für eine geplante Tat gegeben hat. Also, dass man nicht nachweisen konnte, dass Thomas mit dem Plan im Kopf, Elli umzubringen an diesem Freitag Vormittag zu ihr fuhr. Wir hatten vorher im Video schon mal drüber gesprochen.

 Er hatte ja keine Tatwaffe dabei, als er ins Haus kam, sondern hat stattdessen ein Messer aus der Küche benutzt. Und was dazu kam, war, dass er auch bis dahin nie polizeilich in Erscheinung getreten war. Thomas hatte keine Vorstrafen. Auch das hat man da anscheinend mit ins Strafmaß einbezogen. Trotzdem dieses Urteil war für Illis Eltern ein Schlag ins Gesicht und Carol Gold, Ellis Mutter hat ihrer Enttäuschung und ihrer Fassungslosigkeit angesichtsdessen dann auch Luft gemacht.

 Allerdings hat sie das nicht laut getan oder aggressiv, sondern stattdessen sehr sachlich und entschlossen mit dem tiefen Bedürfnis zukünftig einfach etwas zu verändern. Zusammen mit anderen betroffenen Familien initiiert sie eine Kampagne für strengere Strafen bei schweren Gewaltverbrechen durch Jugendliche Täter.

 Ein Einsatz, der später unter dem Namen Alice’s Law bekannt wird. Und in der Öffentlichkeit und auch im britischen Parlament wurde das Thema dann auch aufgegriffen. Es wurde deptiert, wie gerecht ein Strafrecht sein kann, dass das biologische Alter zum einzigen Maßstab macht, ohne die psychische Reife, die Schwere der Tat und auch die Auswirkungen auf die Hinterbliebenen auch nur zu berücksichtigen.

Er für die Justizzuständige Minister Robert Buckland kündigte im Jahr 2020 dann auch eine Überprüfung der Strafzumessung an und erwog ein abgestuftes System, dass das Alter der Täter stärker berücksichtigen soll. Und im Zuge der allgemeinen Reform des Strafrechts, die es in Großbritannien dann wohl gegeben hat, wurde letztlich auch eine solche Änderung beschlossen, die unter anderem höhere Strafen für jugendliche Täter in solchen Fällen ermöglichen kann.

 Wobei man an dieser Stelle deutlich sagen muss, dass Alis Law, also der Einsatz ihrer Familie, vor allen Dingen ihrer Mutter Carol, maßgeblich überhaupt zu dieser Reformiskussion beigetragen hat. Doch an dem Urteil gegen Thomas Griffis muss man sagen, hat all das am Ende trotzdem nichts geändert, denn Ales Law wurde ja erst ins Leben gerufen, nachdem Thomas bereits gestanden und verurteilt worden ist.

 Der leidende Ermittler, Detective Chief Inspektor Jim Taylor sagte später dazu: “Ich weiß, dass die Gefängnisstrafe nicht zurückbringen wird und zöfeinhalb Jahre erscheinen unbedeutend. angesichts der Schwere dieses Verbrechens und des kolossalen Verlustes für ihre Familie, womit der Chief Inspektor eben auch vielen Menschen aus der Seele gesprochen hat, die dieses Urteil als absolut nicht ausreichend empfunden haben.

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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