Wenn die Fassade einstürzt … DIE MURDAUGH MORDE Teil II T
Wenn die Fassade einstürzt … DIE MURDAUGH MORDE Teil II

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video und damit gleichzeitig willkommen zu Teil 2 zum Fall Murdog. Falls ihr den ersten Teil, der vor genau einer Woche auf diesem Kanal online gekommen ist, bisher noch nicht gesehen habt, dann empfehle ich euch, holt das unbedingt erst nach und kommt danach, wenn ihr wollt, wieder zurück zu Teil 2.
Denn um diesen hochkomplexen Fall wirklich zu verstehen, muss man einfach erst einmal an den Anfang zurückgehen, ganz von vorne anfangen, was wir im ersten Teil ja auch gemacht haben. Doch um euch jetzt noch einmal auch diejenigen, die Teil 1 schon gesehen haben, auf den Stand zu bringen, auf dem wir uns jetzt hier befinden, ein kurzer Rückblick, eine Zusammenfassung sozusagen der Ereignisse aus Teil 1.
Die Familie Mördock ist eine alteingesessene und sehr wohlhabende Familie, die sich seit fast 90 Jahren in Coleton County im US-Bundesstaat South Carolina juristisch für Recht und Gesetz verantwortlich sieht. Alex Mdock, dessen Urgroßvater bereits 1911 die erste Kanzlei der Familie gegründet hat, ist im Jahr 2019 ein erfolgreicher Rechtsanwalt, der in Hampton einen hervorragenden Ruf und hohes Ansehen genießt.
Und zusammen mit seiner Familie, seiner Ehefrau Maggie und seinen beiden Söhnen Bast und Paul, lebt Alex ein Leben in Wohlstand und Luxus. Doch als sein jüngster Sohn Paul im Februar 2019 betrunken einen Bootsunfall verursacht, bei dem die 19 Jahre alte Mallery Beach ums Leben kommt, bekommt die Fassade dieser bis dahin scheinbar perfekten Familie erste Risse.
Denn nur wenige Wochen nach diesem Bootsunfall erhebt eine Grand Jury wegen Fahrns eines Bootes unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge sowie schwerer Körperverletzung jetzt offiziell Anklage gegen den jüngsten Sohn von Alex Murdock Paul. Doch die von seinem Vater beauftragten Spitzenanwälte plädieren auf nicht schuldig für Paul und das obwohl alle anderen, die in der verhängnisvollen Nacht von 23. auf 24.
Februar bei diesem Bootsunfall mit dabei gewesen sind, übereinstimmend ausgesagt haben, dass Paul derjenige war, der betrunken am Steuer stand, als das Boot einen Brückenpfeiler der Arches Creek Bridge gerammt hat und MY Beach ums Leben kam. Trotzdem verbringt der zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alte Paul keinen einzigen Tagenhaft.
Und dank seiner Anwälte, die in den folgenden Monaten immer neue Anträge stellen und Anhörungen verschieben, wird der Prozessbeginn gegen Paul Murdock weiter und immer weiter hinausgezögert, sodass ich auch in den folgenden zwei Jahren kaum etwas tut. Und während Mallery Beaches Familie in all der Zeit, die seit dem Bootsunfall vergangen ist, auf Gerechtigkeit hofft, wirkt es so, als würden die Mördogs auf der anderen Seite, vor allen Dingen Paul, sein Leben einfach weiterleben, als wäre rein gar nichts geschehen. Doch was niemand weiß,
hinter den Kulissen geraten auch die Mördogs in erster Linie Alex immer stärker unter Druck. Schulden türmen sich auf. In der Kanzlei ist von Betrug die Rede, Alex Suchtproblematik kommt mehr und mehr ans Tageslicht und auch die Ehe mit seiner Frau Maggie scheint langsam aber sicher den Bach hinunterzugehen.
Die Fragen werden lauter, die Blicke werden kritischer, die Spielräume werden immer enger und in der Öffentlichkeit gelten die Mördogs inzwischen nicht mehr nur als angesehene Familie, sie gelten vor allen Dingen als Familie mit Skandalen. Und Alex Mrock, der Mann, der so schien es bis dahin ja immer alles felsenfest im Griff hatte, dem schwimmen die Fälle davon.
Bis dann das Unfassbare geschieht. Am 7. Juni 2021, nämlich werden Paul Murdock und seine Mutter Maggie auf dem weitläufigen Anwesen der Familie in Moiselle tot aufgefunden. Paul wurde mit einer Schrotflinte erschossen, seine Mutter mehrfach mit einem Gewehr unter anderem in den Kopf getroffen.
Und jeder stellt sich die Frage, warum wurden Paul und Maggie umgebracht? Hat all das am Ende etwas mit dem Bootsunfall von vor zwei Jahren zu tun? Ging es bei diesem brutalen Doppelmord möglicherweise um Rache für den Tod von Mallery Beach? Oder liegt das Motiv für diese Tat doch wo ganz anders? Und während die Ermittlungen zum Mord an Paul und seiner Mutter gerade erst beginnen, stellen sich gleichzeitig noch ganz andere Fragen. Z.B.
Was hat es mit dem Tod des erst 19 Jahre alten Steven Smith auf sich, der im Jahr 2015 nur 8 Meilen vom Haus der Familie Mördock entfernt, tot auf der Straße aufgefunden wurde. Und warum werden die Ermittlungen zum Tod von Steven Smith jetzt nach dem Mord an Paul und seiner Mutter Maggie offiziell plötzlich wieder aufgenommen? Und war es wirklich ein angeblicher Unfall, der Gloria Satfield, der Haushälterin der Mördogs das Leben gekostet hat, als sie im Februar 2018 während ihrer Arbeit auf dem Anwesen in Moselle die Treppe hinunterfiel? Über alles
vieles mehr. Bis hin zu einem späteren spektakulären Gerichtsprozess, den es gegeben hat, sprechen wir heute in Teil 2. Und ich sage es gleich vorne weg, meine Lieben, es wird unheimlich viele Informationen in diesem Video geben. Wir springen gerade jetzt am Anfang auch in der Zeit ein wenig hin und her, aber ich habe versucht, das Ganze so gut wie möglich aufzubauen in einer Art und Weise, dass ihr, so hoffe ich, den roten Faden nicht verliert und bis zum Schluss mit dran bleibt.
Aber ich würde sagen, wir fangen jetzt einfach an. Se Jahre bevor Paul Murdock und seine Mutter Maggie im Sommer 2021 erschossen wurden, ereignete sich in Hemton County ein weiterer rätselhafter Todesfall. Einer, der sehr lange kaum Beachtung fand. In den frühen Morgenstunden des 8. Juli 2015, nämlich wird der 19 Jahre alte Steven Smith mitten auf der Fahrbahn der Sandy Runroad, einer abgelegenen Landstraße in Hemden County, tot aufgefunden.
Steven hatte massive Kopfverletzungen erlitten, seine rechte Schulter war ausgekugelt und die tiefe klaffende Wunde an seiner rechten Stirnseite war so schwer, dass er zunächst gar nicht identifiziert werden konnte. Daß Devens Körper jedoch mitten auf der Straße lag, als man ihn gegen 4 Uhr morgens an der Sandy Runroad fand, ging die Polizei zunächst von einem möglichen Unfall mit Fahrerflucht aus.
Jedoch geriet diese These auch sehr schnell wieder in Zwanken, denn neben seinen Kopfverletzungen und der ausgekugelten Schulter gab es keinerlei weitere typische Hinweise, die auf einen direkten Zusammenstoß mit einem Fahrzeug hingewiesen hätten. Keine Bremsspuren auf dem Asphalt, z.B. Keine Reifenabzücke, keine Glassplitter, keine Lackreste, kein Plastik oder andere Trümmerteile eines Fahrzeugs konnten irgendwo an dieser Straße ausgemacht werden.
Und außerdem war Stevens Kleidung, die er getragen hat, als man ihn fand, unversehrt, sauber, wies keinerlei Schäden auf, was zumindest ja ungewöhnlich erscheint, wenn man von einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug ausgeht. Und dann gab es dann noch ein weiteres sehr mysteriöses und auffälliges Detail. Steven trug zwar nach wie vor seine Turnschuhe, als man ihn tot auf der Straße aufgefunden hat, jedoch saßen seine Schuhe nur sehr locker an seinen Füßen.
Die Schnürsenkel waren nur sehr leicht zusammengebunden, was einen längeren nächtlichen Fußmarsch von Steven diese Straße entlang eher unwahrscheinlich macht, denn er wäre ja ständig aus diesen Schuhen herausgeschlüpft. Die Frage ist also, ist er wirklich alleine? eine so lange Strecke diese Straße entlang, nachts entlang gelaufen und falls ja, warum hat er dann seine Schuhe nicht ordentlich gebunden? Das ist deswegen so interessant, weil man Stevens Auto, einen gelben 2013er Chevrolet Aveo, kurze Zeit später etwa dreilen entfernt von der Stelle, an der
sein Körper lag, aufgefunden hat. Der Tankdeckel von Stevens Wagen stand offen, was zunächst darauf hindeutet, dass der Wagen sehr wahrscheinlich an dieser Stelle liegen blieb und auch wenn wohl nie eindeutig dokumentiert wurde, ob ein technisches Problem vorlag oder ob Steven an dieser Stelle einfach der Sprit ausging und er sein Auto deswegen stehen ließ, eine Frage stellt sich ja trotzdem.
Wie kam er überhaupt an die Stelle an der Sandy Runroad, an der man ihn in den frühen Morgenstunden des 8. Juli 2015 fand? ging er, nachdem sein Auto, warum auch immer, einige Meilen entfernt stehen blieb selbst dorthin. Seine auffallend locker sitzenden Schuhe, wie gesagt, sprechen eher dagegen. Oder aber kam er auf einem anderen Weg zu dieser Stelle an die Landstraße? Hat ihn möglicherweise jemand mitgenommen, ihm angeboten, ihn mitzunehmen mit nach Hause oder zu einer Tankstelle, sodass er sich Sprit besorgen kann? Ist Steven in ein Auto
eingestiegen? Aber egal, welche dieser beiden Versionen man nun eher in Betracht zieht, ob Steven von sich aus von seinem Auto zu dieser Sandy Runroad zu Fuß kam oder aber ob er eine Mitfahrgelegenheit hatte. Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang ist, was genau passierte mit ihm dann? Wie ist Steven gestorben? Seine Mutter Sandy betonte später gegenüber den Ermittlern, dass ihr Sohn niemals nachts alleine mitten auf der Straße, sondern wenn überhaupt, am Seitenstreifen entlang gegangen wäre.
Jedoch wir erinnern uns zurück, Steven lag eben mitten auf der Fahrbahn, als man ihn fand, noch dazu ohne typische Verletzungen, die auf einen direkten Zusammenstoß mit einem Fahrzeug hingedeutet hätten. Und auch innerhalb der Ermittlungsbehörden gab es zumindest zum Teil Zweifel an der Unfalltheorie, also an der Unfalltheorie mit anschließender Fahrerflucht.
Ein Beamter, der South Carolina Highway Patrol z.B. hielt in seinem Bericht damals fest, dass der zuständige County Gerichtsmediziner aufgrund der schweren Kopfverletzung, die Steven erlitten hat, zunächst von einem Tötungsdelikt und eben nicht von einem Unfall ausging. Doch trotzdem wurden im Jahr 2015 keine strafrechtlichen Untersuchungen wegen eines möglichen Tötungsdeliktes eingeleitet, sondern man blieb stattdessen auf Seiten der Polizei offiziell bei der Annahme eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht und das
trotzdessen, dass der Gerichtsmediziner zunächst von einem Tötungsdelikt ausging und auch trotzdessen, dass bereits wenige Tage nach Stevens tot. Na ja, sagen wir mal erste Gerüchte, die Runde machten und auch anonyme Hinweise bei der Polizei eingen, bei denen immer wieder ein und der Name, nämlich der Name Mördog fiel. Bereits am 17.
Juli 2015, nämlich, also nur wenige Tage nach Stevens Tod, erhielt die Highway Patrol einen anonymen Hinweis, der Buster Mdock, den ältesten Sohn von Alex und Maggie, im Zusammenhang mit Stevens Tod ins Spiel brachte. Laut diesem anonymen Hinweis soll B in der Nacht von 7. auf 8.
Juli 2015 mit ein paar Freunden in einem Auto unterwegs gewesen und dabei an der Straße irgendwann auf Steven getroffen sein. Und dann, so hieß es weiter, soll Steven entweder angefahren oder auch geschlagen worden sein, wobei sehr viele verschiedene Versionen dieses Gerüchts in der Gemeinde die Runde gemacht haben und es wurde aber darüber hinaus noch mehr getuschelt, nämlich darüber, dass Bter Murdock und Steven Smith sich nicht nur gekannt, sondern dass die beiden darüber hinaus auch eine heimliche Liebesbeziehung miteinander gehabt haben sollen. In der konservativ sehr ländlich
geprägten Gemeinde, in der Steven aufgewachsen ist, lebte er offen homosexuell, etwas, das in diesem Umfeld nicht immer einfach war. Und Freunde von Steven berichteten später, daß er ihnen gegenüber den Namen Bter Mördock erwähnt, Bter immer wieder namentlich genannt hat, jedoch verbunden mit der ausdrücklichen Bitte an seine Freunde darüber zu schweigen, worum es Steven jedoch dabei genau ging, warum niemand darüber sprechen sollte, dass er Bter kennt, dass er seinen Namen irgendwie erwähnt hat, das ist bis heute
unklar, denn Steven hat wohl nie Details dazu genannt. Er hat nie wirklich eine Erklärung geliefert, sondern lediglich klar gemacht, dass dieses Thema nicht weitergetragen werden soll. Doch auch wenn er sich dahingehend eben nie klar geäußert hat, seiner Mutter Sandy und auch seiner Zwillingsschwester Stephanie fielen in dieser Zeit, in den Wochen vor seinem Tod Veränderungen an Steven auf.
Er wirkte wohl nervöser als sonst, grübelte viel, zog sich zurück, so als würde ihm etwas Sorgen machen, worüber er aber nicht reden wollte und dass er einfach für sich behielt. seiner Mutter gegenüber deutete Steven lediglich an, dass er, Achtung, jemanden aus einer einflussreichen Familie kennengelernt hat, ohne dabei aber einen Namen zu nennen.
Und auch wenn es später eben Gerüchte gab, dass es sich bei diesem jemand aus einer einflussreichen Familie um Basta Mördog gehandelt haben könnte und auch wenn es eben anonyme Hinweise und Gerede über Bastards angebliche Verwicklung in Stevens gab, man muss eines ganz klar festhalten. Klare Belege oder garbaster Mdock oder auch ein anderes Mitglied seiner Familie in den Tod von Steven verwickelt war.
irgendetwas damit zu tun hatte, die gab es nie. Und auch wenn sich die Gerüchte dahingehend in der Gemeinde wohl hartnäckig gehalten haben und der Name Mdock im Zusammenhang mit Stevens Tod offenbar über 40 mal in den Ermittlungsakten aufgetaucht ist, es fanden sich nie konkrete Anhaltspunkte, die diese Vorwürfe hätten erhärten können, was wohl auch der Grund war, warum Bter im Jahr 2015, als Steven gestorben ist, nie von der Polizei offiziell befragt wurde.
Erst viele Jahre später, im März 2023 äußerte sich Baster erstmals öffentlich zu diesen Anschuldigungen und zu diesen Gerüchten. In einer schriftlichen Erklärung bezeichnete er die Vorwürfe als haltlose Gerüchte und bestritt ausdrücklich jede Beteiligung am Tod von Steven Smith. Sein Mitgefühl, Soer in dieser Stellungnahme, gelte der Familie.
Er selbst habe mit dem Fall jedoch nicht das Geringste zu tun. Und außerdem ließ Buster dann im Jahr 2023 auch über seine Anwälte mitteilen, dass er sich damals zum fraglichen Zeitpunkt, also im Juli 2015 in der Nacht, in der Steven gestorben ist, gemeinsam mit seiner Mutter Maggie und auch mit seinem Bruder Paul außerhalb der Stadt aufgehalten hat und somit auch ein Alibi hätte.
Steven war zum Zeitpunkt seines Todes erst 19 Jahre alt. Er lebte zusammen mit seiner Zwillingsschwester Stephanie und seiner Mutter Sandy, zu der er sehr enges Verhältnis hatte in Hemden. Und Steven hatte große Pläne für seine Zukunft. Im Jahr 2015 besuchte er das Orangebhon Technical College, wo er Krankenpflege studiert hat, mit dem Wunsch später im medizinischen Bereich zu arbeiten, vielleicht sogar Arzt zu werden.
Und die Menschen, die Steven gut kannten, beschrieben ihn später als äußerst aufgeschlossen freundlichen und hilfsbereiten jungen Mann, der, wenn überhaupt, nur sehr selten Alkohol trank, keine Drogen nahm. Und auch weder das eine noch das andere wurde im Übrigen in seinem Körper gefunden, als man ihn im Juli 2015 tot auf der Straße fand.
Doch trotzdem wurde ein Jahr nach Stevens Tod der Fall dann offiziell als Coldcase zu den Akten gelegt. Interessant jedoch ist, ein ehemaliger Ermittler der Highway Patrol sagte später, man habe Anfang an das Gefühl gehabt, dass Stevens Tod eben kein Unfall, sondern möglicherweise ein Tötungsdelikt gewesen ist.
Warum das Ganze also nicht weiter verfolgt wurde und der Fall als Cold Case zu den Akten gelegt worden ist, darüber kann man nur spekulieren. Fehlende Zuständigkeiten, fehlende Ressourcen oder vielleicht auch einfach der fehlende Wille, den Verdacht eines möglichen Tötungsdelikts auf Seiten der Polizei weiterz verfolgen. Doch auch wenn die Polizei ihrerseits also ab diesem Punkt nicht mehr sehr viel getan hat, was Stevens Tod angeht, seine Mutter Sandy hat das nicht einfach so hingenommen.
Noch imselben Jahr hat sie sich 2015 ans FBI gewandt und dort auch zumindest zeitweise Hilfe bekommen, unter anderem dabei Stevens Handy zu entsperren, das mit ihm gemeinsam auf der Straße gefunden wurde. jedoch welche Informationen auf Stevens Smartphone befanden und ob diese Informationen irgendwie dabei helfen könnten, seinen mysteriösen Tod doch noch aufzuklären.
Darüber wurde in der Öffentlichkeit nichts bekannt und deswegen wurde es dann auch wieder sehr still um diesen Fall bis und jetzt kommt’s bis zum Doppelmord an Paul und seiner Mutter Maggie Murdock im Juni 2021, denn jetzt kommt ganz plötzlich auf einmal wieder Bewegung in den bis dahin nicht vollständig aufgeklärten Fall zum Tod von Stephen Smith als die South Carolina Law Enforcement Division, die Ermittlungen und das ist jetzt ganz wichtig aufgrund von Informationen, die im Zusammenhang mit den Murdock Ermittlungen gewonnen wurden, wieder neu
aufnimmt. Doch was das jetzt am Ende ganz genau heißt, auch das wurde nicht bekannt gegeben. Und das, obwohl man im Jahr 2023 Stevens Leiche sogar exumiert und eine neue Autopsie angesetzt hat. Es gab seitdem keine abschließende Erklärung zu all dem auf Seiten der Ermittler. Spannend ist jedoch trotzdem, dass die Ermittlungen zu Stevens Tod nach dem Mord an Maggie und Paul Murdock wieder aufgenommen worden sind und zwar nicht nur so ein bisschen lariari am Rande, sondern man hat Stevens Leiche examiert und es hieß auch, dass aufgrund von
Informationen, die im Zusammenhang mit dem Mord an Paul und seiner Mutter stehen, dieser Fall wieder neu aufgenommen worden ist. Also irgendwas muss da ja sein. Doch was es ist, das wissen wir eben nicht. Und damit bleibt dieser mysteriöse Fall, bei dem es so viele nach wie vor nicht beantwortete Fragen gibt, weiter ungeklärt.
Doch der Fall zum Tod von Stephen Smith ist nicht der einzige, der im Umfeld der Familie Murdock nach wie vor Fragen aufwirft. Denn 2 Jahre, nachdem man Steven Tod auf der Straße gefunden hat und 3 Jahre vor dem Mord an Paul Murdock und seiner Mutter Maggie stirbt am 2. Februar 2018 die 57 Jahre alte Gloria Settfield, die zu diesem Zeitpunkt seit etwas mehr als 23 Jahren als Haushälterin bei den Mördogs gearbeitet hat. An diesem 2.
Februar stürzt Gloria auf der Außentreppe vor der Veranda in Moselle, dem weitläufigen Landsitz von Alex Murdock, wobei sie dabei mit dem Kopf aufgeschlagen ist, was zu einer schweren Schädelverletzung geführt hat. Zu diesem Zeitpunkt, als Gloria gestürzt ist, hielten sich sowohl Paul als auch seine Mutter Maggie und auch Alex Murdock selbst auf Moselle auf.
Und Maggie, die auch diejenige war, die den Notruf verständigt hat, berichtete, Gloria sei auf der Treppe über die Hunde gestolpert, die ihr zwischen die Beine gelaufen sind, was letztendlich auch der Grund für den Sturz an sich gewesen sein soll. Und auch wenn Gloria sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, nach 3 Wochen im Koma starb sie am 26.
Februar 2018 an den Folgen ihrer schweren Schädelverletzung. Der Tod von Gloria Sterfield wurde als Unfall behandelt. Bemerkenswert ist jedoch, daß ihr Tod, dem zuständigen Coroner von Hamton County nicht gemeldet wurde, was aber eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist und somit auch keine Autopsie stattfand. Eine Autopsie, die aber durchaus darüber hätte Aufschluss bringen können, wie es überhaupt zu der Schädelverletzung gekommen ist, die Gloria erlitten hat.
Doch diese gerichtsmedizinische Untersuchung, diese Autopsie wurde eben wie gesagt erst gar nicht durchgeführt, was aber anscheinend zunächst niemandem auffiel, weswegen der Tod von Gloria im Jahr 2018 auch nicht weiter untersucht worden ist. Gerüchte gab es aber ähnlich wie beim Fall Steven Smith auch hier wieder.
Gerüchte darüber, dass Glorias Tod kein Unfall war, sondern dass sie die Treppe hinuntergestoßen wurde. Einmal war die Rede davon, dass Maggie sie geschupst haben soll, dann war die Rede davon, Paul sei es gewesen und sogar Alex Murdocks Name viel in diesem Zusammenhang. Aber um es auch hier erneut deutlich zu sagen, das alles waren eben nichts weiter als Gerüchte.
Denn auch wenn die Umstände um Gloria Satterfields Tod damals 2018 nicht mehr weiter untersucht worden sind, war durchaus interessant, was nach ihrer Beerdigung geschah. Denn Alex Murdock, der Mann für den Gloria seit mehr als 23 Jahren gearbeitet hat, tritt unmittelbar nach der Beerdigung mit ihren beiden Söhnen Tony und Brian in Kontakt und macht ihnen ein Angebot.
ein Angebot, das auf den ersten Blick zwar hilfsbereit, auf den zweiten Blick jedoch durchaus ungewöhnlich erscheint. Alex erklärte nämlich Glorias Söhnen, dass er sich für den Unfall ihrer Mutter, der sich ja auf seinem Grund und Boden, auf seinem Grundstück in Mosel ereignet hat, verantwortlich fühlt und riet ihnen darum, ihn Alex zu verklagen, um über seine private Haftpflichtversicherung eine finanzielle Entschädigung zu erlangen.
Eine finanzielle Entschädigung für Glorias Familie, selbstverständlich. Das Geld von der Versicherung sollte Gloria Söhnen zugute kommen. Welch anständige und noble Geste von Alex Murdock. Das zumindest werden sich wahrscheinlich Gloria Söhne, Tony und Brian gedacht haben und das ist in meinen Augen auch absolut verständlich, denn Gloria hatte zu diesem Zeitpunkt seit 23 Jahren für die Mördogs gearbeitet.
Sie gehörte in gewisser Weise, das zumindest haben Menschen von außen so gesehen zur Familie. Und Alex Mdock selbst hatte zu dieser Zeit, wir sprechen hier über das Jahr 2018, einen sehr guten Ruf in Hemden County als Mann, als Familienvater, vor allen Dingen aber auch als Anwalt und dass darum Glorias Söhne diesen Mann vertraut haben, als er ihnen in gewisser Weise eine finanzielle Entschädigung in Aussicht gestellt hat, das ist in meinen Augen durchaus nachvollziehbar.
Und so kam es auch, dass Tony und Brian vertreten durch ihre Anwälte, die ihnen wichtiges Detail von Alex Murdock vermittelt worden sind, auch eine entsprechende Klage eingereicht haben. Und dann etwa ein Jahr nach Glorias Tod, Anfang 2019, kam es auch tatsächlich zu einem Vergleich, bei dem sich die vereinbarte Entschädigungssumme für Glorias Kinder auf insgesamt rund 4,3 Millionen Dollar belief, von denen ihre Familie jedoch niemals einen einzigen Cent sehen wird.
Denn während Alex Murdock jetzt behauptet immer wieder aufs Neue, dass das Geld aus der Versicherung nach wie vor nicht ausbezahlt worden ist, war das Gegenteil der Fall. Die Summe aus dem Vergleich wurde nämlich bereits ausbezahlt. Doch anstatt das Geld an Glorias Kinder weiterzugeben, leitet Alex das Geld auf seine eigenen Konten um und nutzt es auch für seine eigenen Zwecke.
Versicherungsbetrug nennt man das. Doch dieser wird eben sehr lange nicht entdeckt, bis jetzt, bis 3 Jahre nach Gloria Settfields Tod und nach den Mord an Paul und seiner Mutter Maggie Murdock. Denn wie ich euch im ersten Teil ja schon etwas ausführlicher berichtet habe, es kommt jetzt nach diesem Doppelmord auf Mosell erst heraus, dass Alex bereits in der Vergangenheit Gelder seiner Mandanten in der Kanzlei veruntreut hat.
Und unter diesen Geldern war eben auch die hohe Summe aus dem Versicherungsvergleich, die eigentlich Glorias Kindern zugestanden hätte, die sich Alex aber schön fein in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Und damit nicht genug meldet sich im September 2021, also etwa 3 Monate nach dem Tod von Maggie und Paul, der damalige Coroner von Hampton County bei der Polizei und weist auf schwerwiegende Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Gloria Satterfields Tod aus dem Jahr 2018 hin.
Denn ich hatte euch ja gerade schon gesagt, dem Coroner wurde damals Glorias Tod erst gar nicht gemeldet, deswegen keine Autopsie stattgefunden hat. Und all das in Summe hat jetzt zurfolge, dass zum ersten Mal eine Untersuchung zum Tod von Gloria auf Seiten der Polizei eingeleitet wird. Und damit sind wir also nach den neu aufgenommenen Ermittlungen im Fall Steven Smith mit Gloria Setterfield bei einem weiteren Todesfall aus dem Umfeld der Familie Mördock angekommen, der in der Vergangenheit kaum Beachtung fand, der aber jetzt wieder in den Fokus
rückt. Was haben wir also bisher? Steven Smith, 19 Jahre alt, stirbt im Jahr 2015. Die Umstände um seinen Tod waren damals rätselhaft. und sind es bis heute. Gloria Settfield starb Jahre später im Februar 2018 offiziell an den Folgen eines Treppensturzes. Doch auch hier blieben viele Fragen offen. Mory Beach verlor ihr Leben im Jahr 2019 bei einem Bootsunfall, der von Paul Mördock verursacht wurde. Und schließlich am 7.
Juni 2021, wo wir uns jetzt befinden, werden Paul und seine Mutter Maggie erschossen auf ihrem Anwesen in Mosel aufgefunden. Fünf Todesfälle innerhalb von 5 Jahren. Und damit sind wir also wieder zurück bei den beiden aktuellsten Fällen, dem Tod von Maggie und Paul. Noch in derselben Nacht, in der er seine Frau und seinen jüngsten Sohn erschossen aufgefunden hat, gab Alex der Polizei gegenüber an, für die Tatzeit ein Alibi zu haben, denn in der Gerichtsmedizin wurde der Todeszeitpunkt von Paul und Maggie auf zwischen 21 und 21:30 Uhr
geschätzt, also in einer Zeit, in der Alex laut seiner Aussage einige Meilen entfernt im Haus seiner Eltern in Almida gewesen sein will, um dort seine Mutter zu besuchen. Und dafür gab es seinen Angaben zufolge auch eine Zeugin, nämlich die Pflegekraft seiner Mutter Shelly Smith, die ihn Alex an diesem Abend bei seinem Besuch gesehen hat.
Aber neben der Polizei beteuerte Alex auch in den Tagen und Wochen nach dem Doppelmord gegenüber Freunden und auch gegenüber seiner Familie seine Unschuld. John Marvin und Randy Murdock Alex Brüder bekräftigten in einem Interview bei Good Morning America am 17. Juni, dass Alex mit diesem Verbrechen nichts zu tun hat.
Mein Bruder liebte Maggie und Paul über alles. Es gibt keine Möglichkeit, dass er etwas mit ihrem Tod zu tun hatte. So äußerte sich Randy in diesem Interview. Und in den Wochen nach dem Doppelmord auf Mosell blieb die Polizei ihrerseits auch relativ stumm. Es drangen kaum Informationen über den aktuellen Ermittlungsstand an die Öffentlichkeit.
Es gab keinen Pfarnungsaufruf, keine Festnahme. Doch die Gerichteküche brodelte wieder einmal. Denn nicht nur zog der brutale Mord an Maggie und Paul massiv Aufmerksamkeit auf sich. Auch der Bootsunfall, bei dem Mallery Beach ihr Leben verlor, liegt erst zwei Jahre zurück und jetzt spricht man plötzlich auch wieder über den Tod von Steven Smith und auch über den von Gloria Settfield.
Und dann gut drei Monate später, im September 2021 überschlagen sich die Ereignisse, als erstens öffentlich bekannt wird, dass Alex im großen Stil Geld unterschlagen, Geld seiner Mandanten gestohlen hat und zweitens dadurch jetzt auch öffentlich das ganze Ausmaß des Versicherungsbetrugs in Bezug auf Gloria Setfield zutage kommt.
Und da Alex all diese Vorwürfe nicht entkräften kann, sah er sich nicht nur dazu gezwungen, seinen sofortigen Rücktritt aus der Kanzlei anzukündigen, sondern er sah sich anscheinend auch dazu gezwungen, öffentlich Stellung zu nehmen. In einem Statement sprach er darum zum ersten Mal auch über seine Opiidabhängigkeit und auch darüber, dass der Tod seiner Frau und auch der Tod seines Sohnes ihn in eine tiefe Krise gestürzt hätten und dass er viele Entscheidungen, die er in der Vergangenheit getroffen hat, bereut.
Doch noch während die Ermittlungen zum Mord an Maggie und Paul in vollem Gange sind und man innerhalb der Kanzlei, innerhalb der Familie Mördock und auch in der Öffentlichkeit gerade erst damit beginnt zu begreifen, welches Ausmaß Alex finanzielle Vergehen tatsächlich gehabt haben, kommt es zu einem weiteren Ereignis, das wüsste man nicht, dass es tatsächlich wahr ist, man wahrscheinlich wieder einmal nicht glauben würde, denn am späten Vormittag Tag des 4.
September 2021. Nur einen Tag, nachdem zum ersten Mal öffentlich bekannt wurde, dass Alex Mandantengelder in seiner Kanzlei unterschlagen hat, geht bei der Notrufzentrale von Hemden County einen Anruf ein. Am Telefon ist Alex Murdock, der behauptet, Opfer eines Mordanschlags geworden zu sein. Alex gibt an, dass er gerade auf einer abgelegenen Landstraße, der Oldsel Catchy Road im ländlichen Hemden County, eine Reifenpanne gehabt hätte.
Als er aus seinem Wagen ausgestiegen sei, um sich den Reifen anzusehen, hätte plötzlich ein anderes Fahrzeug neben ihm angehalten. Der Fahrer sei ausgestiegen und dieser habe dann ohne ein Wort zu sagen auf ihn geschossen. Außerdem sagt Alex auch in diesem Telefonat mit der 911, dass die Kugel ihn am Kopf getroffen hat.
Als die Polizei und die Rettungskräfte dann kurze Zeit später an dieser Landstraße eintreffen, finden sie einen blutenden Alex Murdock am Straßenrand vor, der dann auch sofort mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Sevenna geflogen wird. Und dort war zunächst wohl nicht ganz klar, wie schwer Alex tatsächlich durch den Schuss, der auf ihn abgefeuert wurde, verletzt worden ist.
Jedoch nach einigen Untersuchungen stand fest, dass die abgefeuerte Kugel seinen Schädel nur gestreift hat. Doch wie man sich vorstellen kann, an diesem Punkt drehen die Medien jetzt völlig frei. Es gibt kein Halten mehr, denn die Nachricht, das auf Alex geschossen wurde, verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Schon wieder ein Mördock, schon wieder Gewalt, schon wieder eine Tat, die scheinbar aus dem Nichts zu kommen scheint.
Macht hier jemand Jagd auf Mitglieder dieser Familie? Ist derjenige, der Paul und Maggie vor gerade einmal dre Monaten getötet hat, zurückgekehrt und hat es jetzt auf Alex abgesehen? Die Antworten auf all diese Fragen sollten jedoch bereits wenige Tage später folgen. Und sie sind erneut, schockierend und unfassbar, denn es stellt sich heraus, der Mordanschlag auf Alex Murdock war gar keiner.
Er hat ihn selbst in Auftrag gegeben, denn am 15. September 2021, also Tage, nachdem auf Alex geschossen wurde, nimmt die Polizei einen Mann namens Curtis Edward Smith, genannt Eddie fest, ein, wie sich herausstellen wird, entfernter Cusa von Alex Murdock. Und Eddie sagt, dass sein Couser Alex ihm Geld geboten hätte, wenn er auf ihn schießt.
Und der Grund für all das soll gewesen sein, weil Alex sterben wollte. Alex Murdock hatte eine Lebensversicherung in Höhe von 10 Millionen Dollar abgeschlossen, die im Fall seines Todes an seinen einzig noch lebenden Sohn Baster ausgezahlt worden wäre. Jedoch offenbar nur dann, wenn Alex ermordet wird. Bei einem Tod durch Unfall oder durch Suizid wäre das Geld womöglich nicht ausgezahlt worden.
Und genau darum wollte Alex angeblich seinen Tod als einen Mord initiieren, was jedoch, wie wir wissen, ja, nicht geklappt hat, denn Eddie hatte zwar auf ihn geschossen, aber er hat Alexia nicht getötet. Der Schuss hat ihn am Kopf nur gestreift. Die Enthüllung dieses gefakten Mordanschlags schlägt wahnsinnig hohe Wellen und jetzt gibt es auch kein schön reden oder unter den Teppichkehren mehr, weswegen am 15.
September 2021 sich sehr wahrscheinlich auch Alex eigene Anwälte Dicker Potlian und Jim Griffin dazu genötigt gefühlt haben, an die Öffentlichkeit zu gehen. In einem Statement erklären die beiden, Alex sei seit vielen Jahren schwer ophängig und er habe sich nach dem Mord an seiner Frau Maggie und an seinem Sohn Paul in einem derart verzweifelten Zustand befunden, dass er geglaubt hat, sein Leben beenden zu müssen.
jedoch nicht aus Schuldgefühlen heraus. So zumindest die Darstellung seiner Anwälte, sondern mit dem Gedanken, dass sein überlebender Sohn Buster finanziell besser gestellt wäre, wenn Alex Tod als Mordgelten und die Lebensversicherung in Höhe von rund 10 Millionen Dollar an Bter ausgezahlt werden würde.
Gleichzeitig betont das Anwaltsteam Alex kooperere nun vollständig mit den Behörden und er habe auch erkannt, dass sein Verhalten falsch gewesen sei. Doch noch während dieses Statement, diese Erklärung seiner Anwälte in den Medien heißt diskutiert wird, folgen die rechtlichen Konsequenzen für Alex jetzt schnell und direkt. Curtis Edward Smith.
Der Mann, der auf ihn geschossen hat, wird unter anderem wegen Beihilfe zum assistierten Suizid, schwerer Körperverletzung, Verschwörung und Versicherungsbetrug angeklagt und auch gegen Alex selbst werden Haftbefehle ebenfalls wegen Versicherungsbetrug, Falschanzeige und Verschwörung ausgesprochen, weswegen er am 16.
im September dann auch zu einer Anhörung vor Gericht in Warnville erscheinen muss, bei der Alex sichtlich mitgenommen aussieht, immer wieder weint und seine Anwälte bitten das Gericht auch darum, eine niedrige Kaution festzusetzen, denn ihr Mandant sei tiefgefallen und benötige dringend eine Therapie. Und nachdem eine Kaution von 000 $ dann hinterlegt worden ist, darf Alex, nachdem er seinen Reisepass abgegeben hat, unter Beobachtung in eine Entzugsklinik gehen.
Doch auch wenn Alex an diesem Punkt erst einmal wieder auf freiem Fuß ist, so haben die Ermittlungen gegen ihn ja gerade erst richtig begonnen und sie werden auch in den Tagen und Wochen danach intensiv ausgeweitet, denn in der Summe war er ab Mitte September 2021 nicht nur ein Mann, der mit Versicherungsbetrug und Diebstahl in Verbindung gebracht werden konnte.
Darüber hinaus bestätigt die Polizei einen Monat später im Oktober, dass er jetzt auch offiziell als Hauptverdächtiger im Fokus der Ermittlungen zum Mord an seiner Frau Maggie und seinem Sohn Paul steht. Und am 14. Oktober. Kaum aus der Entzugsklinik entlassen wird Alex Mdock dann in Florida festgenommen. Man klagt ihn wegen Erschleichung von Vermögen unter Vorspielung falscher Tatsachen im Fall von Gloria Setfield an und bis Ende des Jahres wächst der Anklageberg weiter an auf über 70 Fälle von Betrug, Veruntreuung, Geldwäsche, Steuerhinterziehung.
Insgesamt ging es um die Unterschlagung von rund 8,5 Millionen Dollar aus Mandanten und Versicherungsgeldern und jetzt bleibt Alex in Haft und es zeichnet sich jetzt auch aufgrund dieser umfangreichen Wirtschaftsverbrechen das Bild eines Mannes, der unter enormem finanziellen Druck gestanden haben muss und zwar zu der Zeit, als Paul und Maggie ermordet wurden, was durchaus auf Seiten von Alex ein Motiv für die Tat gewesen sein könnte und ein dreiviertel Jahr später hat man dann auch auf Seiten der Ermittler genug zusammengetragen, um
Alex offiziell des Doppelmordes anzuklagen. Ich hatte euch ja sowohl im ersten Teil als auch im Verlauf dieses Videos bereits gesagt, dass sich die Polizei nach dem Mord an Maggie und Paul mit Informationen zum aktuellen Ermittlungsstand stets zurückgehalten hat. Doch jetzt, nachdem man Alex eben auch wegen dem Mord an seiner Frau und seinem Sohn angeklagt hat, sickern vor Prozessbeginn immer mehr Informationen durch, was man denn eigentlich genau diesbezüglich gegen ihn in der Hand hat.
Und diese Informationen, die da durchgesickert sind, ließen durchaus aufhorchen. Unter anderem ist die Information durchgesickert, dass es angeblich ein Handyvideo geben soll, das von Paul Murdock aufgenommen wurde, nur Minuten vor seinem Tod. genauer gesagt am Tattag um 20:44 Uhr, als sich Paul bei den Hundezwingern am Tatort aufgehalten hat.
Und auf diesem Video, das Paul gedreht hat, soll nicht nur seine Stimme und die seiner Mutter Maggie zu hören sein, sondern auch die seines Vaters Alex. Darum erinnern wir uns jetzt also noch einmal zurück. Alex hatte stets abgestritten am Abend der Morde vor 22 Uhr, also bevor er Maggie und Paul fand, jemals bei den Hundezwingern gewesen zu sein.
Bereits in seiner ersten Aussage hat er gegenüber der Polizei angegeben, dass er am Abend, an dem seine Frau und seinen Sohn getötet wurden, nach dem Abendessen erst einmal ein Nickerchen gemacht hat und dann gegen 21 Uhr zum Haus seiner Eltern nach Almida gefahren ist. Erst als er eine Stunde später um 22 Uhr wieder nach Mooselle zurückkam, hätte er Paul und Maggie nicht im Haus finden können, sie dann gesucht und kurze Zeit später erschossen in der Nähe der Hundezwinger auf dem Gelände gefunden. Mit keinem Wort.
Weder in seinen früheren Aussagen, noch in irgendeinem Interview, noch in irgendeinem Gespräch mit der Polizei und auch nicht auf direkte Nachfrage. Hatte Alex Murdock jemals erwähnt oder zugegeben, dass er selbst zu irgendeinem Zeitpunkt vor 22 Uhr bei diesen Hundezwingern war? Doch jetzt soll also ein Handyv existieren, aufgenommen von Paul um 20:44 Uhr, auf dem man Alex Stimme hört, was bedeutet, dass er sich vermutlich nur wenige Minuten bevor die Schüsse fielen zusammen mit Maggie und Paul bei den Zwingern am Tatort sehr
wohl aufgehalten hat. Und diese Information, die eben bereits vor Prozessbeginn durchgestochen wurde, schlägt, wie man sich vorstellen kann, ein wie eine Bombe, denn diese Information bedeutet, dass Alex gelogen hat. Am 23. Januar 2023 beginnt im allwürdigen Coleton County Courthouse in Walterborrow die geschworenen Auswahl im Strafprozess gegen Alex Murdock und das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit ist enorm.
Journalisten aus dem ganzen Land belagern das Gerichtsgebäude. Menschen kampieren vor dem Eingang, um einen der wenigen Zuschauerplätze zu ergattern. Und als der Prozess dann zwei Tage später am 25. Januar mit dem Eröffnungsplädoer der Staatsanwaltschaft beginnt, war der Saal dann wohl auch bis auf den letzten Platz gefüllt.
Und während Alex Murdock, der wegen zweifachen Mord an seiner Frau und seinem Sohn sowie unerlaubten Waffenbesitz im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen angeklagt ist, an der Seite seiner Verteidiger Dicker Potl und James Griffin auf der Anklagebank sitzt und sowohl sein Sohn Ber als auch andere Familienmitglieder zu seiner Unterstützung ebenfalls anwesend waren, skizziert der zuständige Oberstaatsanwalt Crayton Waters in seiner Eröffnung vor den Geschworenen die Sicht der Anklage.
Und laut dieser und damit steigen wir jetzt zunächst in die Sicht der Staatsanwaltschaft ein, soll Alex seine Frau Maggie und auch seinen Sohn Paul am 7. Juni 2021 vorsätzlich und geplant getötet haben, um von seinen massiven finanziellen Verfehlungen abzulenken, der systematischen Veruntreuung von Mandantengeldern, dem Versicherungsbetrug im Fall von Gloria Setfield und den verschwundenen Millionenbeträgen aus seiner Kanzlei, denn so die Argumentation der Staatsanwaltschaft weiter, der Mord an seiner Frau und seinem Sohn sei für Alex keineswegs eine Tat im
Affekt, sondern der verzweifelte Versuch gewesen, sich selbst als trauerndes Opfer darzustellen, Mitleid zu erzeugen und vor allem Zeit zu gewinnen, Zeit, um den wachsenden Druck von sich abzuwenden und den eigenen beruflichen wie gesellschaftlichen Absturz noch einmal hinauszuzögern, während ihm beruflich, finanziell und gesellschaftlich längst das Wasser bis zum Hals stand.
Und während die Gerichtsmedizin, und das ist sehr wichtig an dieser Stelle, den Todeszeitpunkt von Paul und Maggie, wir erinnern uns zurück, grob eingegrenzt hat auf zwischen 21 und 21:30 Uhr legte sich die Anklage und auch das erfahren die Geschworenen jetzt natürlich im Eröffnungsplädoer, anhand digitaler Spuren, zu denen wir noch kommen werden, auf einen engeren Tatzeitraum, nämlich zwischen 20:45 Uhr und 21 Uhr fest und Staatsanwalt Crayton Waters versichert der Jury auch überwältigende Beweise genau dafür und
auch für Alex Täterschaft vorlegen zu können. Und damit fängt er jetzt an. Eines der wohl schwerwiegendsten Indizien, das die Staatsanwaltschaft der Jury präsentiert, ist das Video, dass man bei späteren Ermittlungen auf Paul Mördocks Handy fand und das kurz vor seiner Ermordung am Abend des 7. Juni um 20:44 Uhr von ihm selbst am Tatort bei den Zwingern aufgenommen wurde.
Dieses Video, auf dem zu sehen ist, wie Paul einen der Hunde im Zwinger filmt, wird den Geschworenen im Gerichtssal vorgespielt, wobei dabei nicht entscheidend ist, was man darauf sieht, sondern viel mehr, was man hört. Denn neben der Stimme von Paul und der Stimme seiner Mutter Maggie hört man im Hintergrund auch die Stimme von Alex Murdock.
Für die Ermittler und auch jetzt im Prozess für die Staatsanwaltschaft war dieses Video darum ein Schlüsselindiz, weil es Alex der Lüge überführt. In all seinen Aussagen hat Alex immer abgestritten, vor 22 Uhr an diesem Abend bei den Hundezwingern überhaupt gewesen zu sein. Auf dem Handyvideo von Paul jedoch, wie gesagt hört man ihn zur fraglichen Zeit am Tatort.
Ein weiterer gewichtiger Punkt in diesem Zusammenhang auf Seiten der Staatsanwaltschaft war auch die Tatsache, dass weder auf Pauls iPhone noch auf dem seiner Mutter Maggie nach 20:44 Uhr, also nachdem dieses Zwinger Hundevideo von Paul gedreht wurde, jemals wieder Aktivität festgestellt worden ist. Und das ist insofern erstaunlich und verwunderlich, weil Paul und Maggie sehr aktiv waren, wenn es darum ging, sich mit ihren Handys zu beschäftigen.
Maggie hatte ihr Handy eigentlich immer direkt bei sich. Sie hat sehr schnell auf Nachrichten geantwortet, hat grundsätzlich eigentlich immer Anrufe angenommen und wenn sie einmal wirklich nicht daraning, dann hat sie schnell zurückgerufen und Paul hatte sein Handy eigentlich die ganze Zeit in der Hand. Er war auf Social Media dauernd aktiv, hat Snapchat Videos gepostet, hat Nachrichten an seine Freunde verschickt, hat direkt immer gleich geantwortet, wenn er eine Nachricht bekommen hat, aber jetzt nach 20:44 Uhr nichts mehr. Eine Tatsache,
die für die Staatsanwaltschaft dafür sprach, dass Maggie und Paul kurz nach diesem aufgenommenen Zwingervideo nicht mehr reagiert haben können, weil sie da bereits tot waren. Zu einer Zeit, wie gesagt, an der sich Alex Murdock nachweislich bei den Zwingern aufgehalten hat. Der nächste gewichtige Punkt auf Seiten der Anklage waren die Tatwaffen.
Wie ich euch bereits im ersten Teil gesagt habe, wurden Maggie und Paul mit zwei verschiedenen Waffen getötet. Paul mit einer Schrotflinte Kaliber 12, Maggie mit einem halbautomatischen Gewehr Kaliber 300 Blackout, ähnlich einem AR15 Rifle. Zwar konnte keine dieser beiden mutmaßlichen Tatwaffen nach dem Doppelmord jemals gefunden werden, jedoch sagte ein Schusswaffenexperte vor Gericht für die Staatsanwaltschaft aus, dass die 300 Blackout Patronenhülsen, die am Tatort bei Maggie Mdock gefunden wurden, forensische Merkmale aufwiesen, die mit
Hülsen übereinstimmten, welche Monate zuvor auf dem Mördog Anwesen bei Schießübungen abgefeuert worden sind. Außerdem fand die Polizei bei der Durchsuchung des Geländes auch mehrere Boxen mit Munition genau des Typs, mit dem Maggie und Paul getötet wurden. Dies war in den Augen der Staatsanwaltschaft ein deutliches Zeichen dafür, dass die Tatwaffen aus dem Besitz, aus dem Waffenbestand der Familie Mördock stammten, der Täter damit auch Zugriff auf diese Waffen gehabt hat und deswegen jemand von außen als Mörder von Maggie und Paul sehr
unwahrscheinlich war. Ein weiteres wichtiges Indiz für die Staatsanwaltschaft war Alex Mördocks Kleidung in der Tatnacht. Dabei das Wichtigste vorne weg. Auf dem weißen T-Shirt, das Alex trug, als die Polizei nach 22 Uhr auf seinem Grundstück angekommen ist, wurde kein menschliches Blut gefunden. Das ist insofern interessant, als dass es darüber sehr viele falsche Informationen gibt, weswegen ich auch noch einmal darauf eingehen möchte.
Ein erster Vortest auf Blut, der an dem weißen Shirt gemacht wurde, fiel zwar damals tatsächlich positiv aus, jedoch war dieser Test nicht beweiskräftig, da auch andere Substanzen, etwa Waschmittelrückstände, eine solche positive Reaktion des Tests ausgelöst haben könnten. Bei weiteren Tests, die dann später gemacht wurden, stellte sich heraus, dass kein menschliches Blut eindeutig nachgewiesen werden konnte.
Und auch wenn es zahlreiche kleine Flecken auf Alex Shirt gab, die zunächst behauptete Theorie, es würde sich dabei um ein Schussspritzmuster handeln, war stark umstritten und konnte nicht bewiesen werden. Forensische Untersuchungen zeigten also, dass auf dem weißen T-Shirt, das Alex beim Eintreffen der Polizei trug, kein Blut von Maggie und Paul nachgewiesen werden konnte.
Doch für die Staatsanwaltschaft deutete das lediglich darauf hin, dass Alex eben zum Zeitpunkt der Schüsse, als er Maggie und Paul umgebracht hat, nicht dieses weiße T-Shirt und auch nicht seine kurze Short, sondern andere Kleidung getragen hat und dafür gab es auch durchaus Indizien, denn ein Snapchat Video, das Achtung von Paul Murdock am Tattag um 19:56 Uhr, also etwa eine Stunde vor seinem Tod, an einen seiner Freunde verschickt wurde, zeigt Alex in einem blauen Polohemd und einer langen hellbraunen Hose. Kleidung, die er wenige Stunden
später, als die Polizei kam, nicht mehr trug und stattdessen eben ein weißes Shirt und eine kurze Short anhatte. Er hat sich also offenbar irgendwann umgezogen. Und die Frage ist natürlich, warum? Warum hat er wann auch immer die Kleidung gewechselt? An Alex Mördock selbst, an seinen Händen und auch in seinem Wagen, mit dem er an diesem Abend ja zum Haus seiner Mutter nach Almida fuhr, fand die Spurensicherung Rückstände von Schießpulver.
Und nicht nur dort. Die Staatsanwaltschaft führt an, dass die Polizei im Haus von Alex Eltern später einen blauen Regenmantel fand auf bzw. indem sich ebenfalls eine hohe Konzentration an Schießpulverrückständen hat finden lassen. Die Argumentation der Anklage war, dass Alex diesen Regenmantel dazu genutzt haben könnte, die beiden Schusswaffen, mit denen Paul und Maggie getötet worden sind, einzuwickeln, um sie so erst einmal zu verstecken und besser transportieren zu können.
Und genau dafür sprach auch, dass man im Inneren dieses blauen Regenmantels eine höhere Konzentration an Schießpulverpartikeln gefunden hat, als auf der Außenseite des Mantels. Was laut der forensischen Expertin Megan Fletcher, die für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand saß, dafür sprechen könnte, dass Alex tatsächlich diese beiden Schusswaffen in den Mantel eingewickelt hat zu irgendeinem Zeitpunkt.
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