Niemand glaubte ihm Dann sah die ganze Welt, was Bruce Lee wirklich war
Tokyo Japan 12 November 1967 Eine Stadt, die sich neu erfindet. 20 Jahre nach dem Krieg ist Tokio eine andere Stadt geworden. Moderner, schneller, selbstbewusster, eine Stadt, die die Wunden der Vergangenheit unter Beton und Neonlicht begraben hat und vorwärts schaut mit der Entschlossenheit eines Volkes, das bewiesen hat, dass es aus Asche auferstehen kann.
Die Straßen sind sauber, die Züge fahren pünktlich, die Wirtschaft wächst. Japan ist wieder eine Weltmacht und mit dieser neuen Macht kommt ein neues Selbstbewusstsein, das manchmal die Grenze zwischen Stolz und Arroganz nicht mehr klar erkennt. In den Kampfsportkreisen von Tokio ist dieses Selbstbewusstsein besonders spürbar.
Japan ist die Heimat des Karate, des Judo, des Ikikido, der großen Kampfkünste, die die Welt erobert haben, die in Hollywood Filmen auftauchen und in westlichen Turnhallen praktiziert werden und von Millionen Menschen auf der ganzen Welt bewundert werden. Die japanischen Kampfkünstler tragen diesen Ruhm mit dem stillen Stolz von Menschen, die wissen, dass das, was sie haben, etwas Besonderes ist, etwas, das anderen Kulturen fehlt, etwas, das nicht kopiert werden kann und nicht übertroffen werden kann.
Es gibt einen Mann in Tokyo, der diesen Stolz in seine extremste Form trägt. Kenji Mor, er ist Jahre alt, er ist 1,85 m groß und 98 kg. Er hat 30 Jahre Karate trainiert. In der härtesten Tradition des Kyokushin, dem Vollkontaktkarate, das Mars Oyama entwickelt hat. Die Schule, die keine Punkte zählt und keine Protektoren kennt und keine Schwäche toleriert.
Er ist Schwarzgurt Achter Dan, einer der höchsten Grade, die vergeben werden. [räuspern] Ein Titel, der Jahrzehnte der Hingabe erfordert und den nur wenige Menschen auf der Welt tragen. Er hat den Wettkämpfen in Japan, Korea und Taiwan gekämpft. Er hat gewonnen immer. Er hat in seinem Leben keinen einzigen Kampf verloren. Aber Kenji Mori ist mehr als ein Kämpfer.
Er ist eine Stimme, eine laute Stimme in einem System, das laute Stimmen normalerweise nicht mag. Aber Kenji Mori ist gut genug, dass man ihm seine Lautstärke verzeiht. Er spricht öffentlich, er gibt Interviews, er schreibt Artikel in japanischen Kampfsportmagazinen und was er schreibt und sagt, ist immer dieselbe Botschaft, verpackt in verschiedene Worte, aber immer dieselbe Essenz.
Japanische Kampfkunst ist die überlegene Kampfkunst. Karate, Judo, Aikido, das sind die wahren Künste. Alles andere, das chinesische Kungfu, das koreanische Teekwando, das westliche Boxen sind Imitationen. Schattenspiele. Kinderspiele im Vergleich zu dem, was Japan entwickelt hat. Diese Meinung ist in den Kampfsportkreisen Asiens bekannt.
Sie ist nicht beliebt, aber sie wird toleriert, weil Kenji Mori die Fähigkeiten hat, sie zu unterstützen. Man kann einem Mann schwer widersprechen, der nie verloren hat. Bis zu diesem Abend, im November 1967 hat Kenji Mor diese Überzeugung immer in Interviews und Artikeln geäußert. Heute Abend äußert er sie auf eine andere Art.
Eine Art, die niemand erwartet. Eine Art, die alles verändert. Es ist ein Empfang in einem der großen Hotels in Shinjuku, ein internationaler Kampfsportkongress, der einmal im Jahr stattfindet, der Vertreter aus verschiedenen asiatischen Ländern zusammenbringt. Meister, Trainer, Promoter, Funktionäre, Menschen, die die Kampfkunstwelt gestalten.
[räuspern] Der Raum ist groß und hell, lange Tische mit weißen Tischdecken, Kellner mit Tabletts, gedämpfte Musik im Hintergrund. Das Murmeln von Konversationen in fünf verschiedenen Sprachen. Es ist der Abend vor dem eigentlichen Kongress, der gesellschaftliche Teil, der informelle Teil, der Teil, in dem Verbindungen geknüpft und Meinungen ausgetauscht und gelegentlich alte Rivalitäten neu entfacht werden. Bruce Lee ist anwesend.
Er ist 27 Jahre alt. Er ist nach Tokyo gekommen für Besprechungen über ein mögliches Filmprojekt, ein japanisch-erikanisches Projekt, das seine Kampfkünste auf die internationale Leinwand bringen soll. Er ist kein offizieller Delegierter des Kongresses, aber er ist eingeladen worden durch einen japanischen Produzenten, der seine Arbeit bewundert und glaubt, dass seine Anwesenheit gut für die Verbindungen sein wird.
Bruce ist in seinem Element. Er spricht mit Menschen, er hört zu, er stellt Fragen. Er ist der Mann, der immer mehr daran interessiert ist zu lernen, als zu zeigen, was er weiß. Himori bemerkt Bruce Lee nach etwa einer Stunde. Er kennt seinen Namen. Er hat von dem chinesischen Kampfkünstler gehört, der in Amerika Schulen eröffnet hat, der Westler unterrichtet, der in Hollywood arbeitet.
Er hat über ihn die Meinung, die er über alle nichtjapanischen Kampfkünstler hat, eine gewisse Neugier, gemischt mit einer grundlegenden Überzeugung der Überlegenheit, die er nicht einmal mehr als Überzeugung wahrnimmt, sondern einfach als Tatsache. Er geht auf Bruce Lee zu. Er stellt sich vor. Sie schütteln sich die Hände. Sie sprechen kurz über das Kongressprogramm, über die verschiedenen Demonstrationen, die geplant sind.
Kenji Mori ist höflich. Er ist ein kultivierter Mann. Er weiß, wie man sich in gesellschaftlichen Situationen verhält. Dann sagt er etwas, dass die Konversation verändert. Er sagt es beiläufig mit dem Ton eines Mannes, der eine offensichtliche Tatsache ausspricht, etwas, das keiner Diskussion bedarf. Er sagt, dass er die chinesischen Kampfkünste interessant findet als kulturelles Phänomen, als historisches Artefakt, aber als praktisches Kampfsystem seien sie limitiert.
Die Bewegungen seien zu weich, zu sehr auf Philosophie ausgerichtet, zu wenig auf die harte Realität des echten Kampfes vorbereitet. Japanisches Karate, sagt er, habe diese Schwäche überwunden. Es sei das vollständigste Kampfsystem der Welt. Bruce hört ihm zu. Er sagt nicht sofort. Er betrachtet sein Glas. Er denkt nach. Dann sagt er ruhig, dass er anderer Meinung sei, dass jedes System seine Stärken und Schwächen habe, dass Überlegenheit keine Frage der Herkunft sei, sondern eine Frage des Verständnisses, dass er großen Respekt vor dem Karate habe, aber nicht glaube,
dass es oder irgendein anderes System absolute Überlegenheit beanspruchen könne. Kenji Mori lächelt. Es ist das Lächeln eines Mannes, der eine Antwort gehört hat, die er erwartet hat. Er sagt, dass er verstehe, dass Bruce das so sehen müsse als Chinese, als jemand, der ein chinesisches System unterrichte. Loyalität zur eigenen Tradition sei respektabel, aber Loyalität und Realität seien verschiedene Dinge.
Er sagt: “In einem echten Kampf ohne Regeln, ohne Schutzausrüstung, ohne die Einschränkungen des Sports würde ein ausgebildeter Karateker jeden chinesischen Kungfu Praktiker besiegen.” Er sagt es freundlich. Er sagt es mit dem Ton von jemandem, der wirklich glaubt, dass er eine Tatsache ausspricht. Die Konversation hat begonnen, Aufmerksamkeit zu erregen.
Menschen in der Nähe hören zu. Ein Kreis beginnt sich zu bilden. Still, diskret, aber deutlich. Männer, die ihre Gespräche unterbrechen und sich drehen und zuhören. Kenji Mori bemerkt die Aufmerksamkeit. Er genießt sie. Er ist ein Mann, der es gewohnt ist, im Mittelpunkt zu stehen. Er greift in seine Jackentasche.
Er holt eine Brieftasche heraus. Er öffnet sie. Er legt drei Scheine auf den Tisch neben ihnen. 50.000 Yen, eine bedeutende Summe. Er legt sie auf den Tisch mit der sorgfältigen Geste eines Mannes, der eine Botschaft senden will. Dann sagt er, laut genug, dass die Menschen um sie herum es hören können. Ich setze Yen darauf, dass kein Chinese in diesem Raum mich im Kampf schlagen kann.
Nicht mit Kungfu, nicht mit irgendetwas. Kein Chinese kann gewinnen. Der Raum wird still, nicht vollständig still. Die Musik spielt noch, die Kellner bewegen sich noch. Aber die menschliche Stille um diesen Tisch ist absolut. 30, 40 Menschen haben es gehört. Einige schauen auf das Geld, einige schauen auf Kenji Mori, viele schauen auf Bruce Lee.
Bruce Lee schaut auf das Geld auf dem Tisch. Er schaut lange. Sein Gesicht zeigt nichts. Keine Wut, keine Empörung, keine Verlegenheit, nur die ruhige Aufmerksamkeit eines Mannes, der eine Situation vollständig erfasst. Er schaut auf Kenji Mori. Er schaut auf die Menschen im Kreis um sie herum. Er schaut auf das Geld noch einmal.
Dann greift er in seine eigene Jacke. Er holt seine Brieftasche heraus. Er legt 50.000 Yen auf den Tisch. Neben Kenji Morris Scheine Hundertend Yen auf einem Hotisch in Shinjuku und der Raum um sie herum ist so still, dass man die Klimaanlage hört. Bruce Lee schaut Kenji Mor direkt in die Augen.
Er sagt mit einer Stimme, die vollständig ruhig ist, vollständig klar, vollständig ohne jede Theatralik. Dieser Chinese steht auf. Was dann passiert, ist schnell und langsam gleichzeitig. schnell, weil die Entscheidungen in Sekunden fallen. Langsam, weil jede Sekunde das Gewicht einer ganzen Weltanschauung trägt. Kenji Mori schaut auf das Geld. Er schaut auf Bruce.
Er hat in seinem Leben 30 Jahre trainiert. Er hat nie verloren. Er ist 98 kg Kyokushin Karate, der härtesten Schule, der härtesten Kampfkunst. Er betrachtet Bruce Lee. 27 Jahre alt, 61 kg, kleiner, leichter, jünger. Er nickt. Er sagt: “Dan zeig mir, was ein Chinese kann.” Der Hoteldirektor, ein nervöser Mann in einem perfekt sitzenden Anzug, versucht einzugreifen.
Er sagt, dass dies kein geeigneter Ort sei. Er sagt, dass er das nicht erlauben könne. Kenji Mori dreht sich zu ihm um und sagt etwas auf Japanisch, leise mit dem Ton von jemandem, der es gewohnt ist, dass seine Worte die letzte Instanz sind. Der Hoteldirektor tritt zurück. Er sagt nichts mehr. Ein Raum wird gefunden. Ein Konferenzraum im selben Hotel, der für den Abend nicht benutzt wird, mit Teppich und langen Tischen, die an die Wände geschoben werden.
Etwa 50 Menschen drängen sich in diesen Raum. Diejenigen, die es mitbekommen haben, plus andere, denen es weitergeflüstert wurde. Kein offizieller Raum, keine Matten, keine Ausrüstung, nur ein freier Bereich in einem Hotelkonferenzraum und zwei Männer, die bereit sind. Kenji Mori zieht seine Jacke aus. Darunter trägt er ein weißes Hemd, das er ebenfalls auszieht.
Sein Oberkörper ist massiv. Die Muskeln eines Mannes, der 30 Jahre lang Vollkontakt trainiert hat. Narben an den Unterarmen vom Konditionierungstraining. Hände, die durch tausende von Schlägen gegen Makivara Bretter zu Werkzeugen aus Stein geworden sind. Er nimmt die Kyokushin Kampfstellung ein. Stabil, geerdet, die Hände tief, die Beine weit auseinander, die Haltung eines Mannes, der Schläge absorbieren und zurückgeben kann. wie eine Wand aus Beton.
Bruce Lee zieht seine Jacke aus. Er bleibt im Hemd. Er lockert seinen Kragen. Er schüttelt seine Arme aus. Er nimmt keine dramatische Kampfposition ein. Er steht leicht nach vorne geneigt, Hände leicht erhoben. Die kompakte natürliche Haltung, die keine Energie verschwendet und keine Absicht verrät. Die 50 Menschen im Raum sind vollständig still.
Ein älterer japanischer Kampfkunstmeister in der ersten Reihe schaut mit der Aufmerksamkeit eines Mannes, der in seinem Leben viele Kämpfe gesehen hat und weiß, dass das, was er gleich sehen wird, wichtig ist. Zwei junge koreanische Kampfkünstler hinter ihm flüstern miteinander. Ein amerikanischer Journalist, der zufällig beim Kongress war und sich irgendwie in diesen Raum gedrängt hat, hält einen Kugelschreiber und ein Notizbuch.
weiß aber nicht, ob er schreiben soll oder schauen. Kenji Mori bewegt sich zuerst. Er ist geduldig. Ein Kyokushinämpfer ist immer geduldig. Er bewegt sich vorwärts mit der schweren, stabilen Bewegung eines Mannes, der weiß, dass seine Stärke in der Unmittelbarkeit des Kontakts liegt. In dem Moment, indem der Körper des Gegners seinen Körper trifft und er seine Masse und seine Konditionierung einsetzen kann.
Er wirft einen Job, testend, um die Distanz zu messen. Bruce ist nicht dort. Er hat sich bewegt, ein kleiner Schritt zur Seite und Kenji Moris Job trifft Luft. Kenji Mori greift stärker an. In Mawashig Gary, der runde Karateekick, der aus der Hüfte kommt und mit dem Rist oder dem Schienbein trifft, einer der kraftvollsten Tritte im Karate.
Ein Tritt, der Rippen gebrochen hat und Männer bewusstlos geschlagen hat. Bruce sieht den Tritt kommen, nicht mit den Augen allein, mit dem gesamten Körperbewusstsein, das 20 Jahre Training produziert haben. Er gleitet unter dem Tritt weg, schließt die Distanz in demselben Moment, kommt innen an, zu nah für den Tritt, zu nah für die langen Karatetechniken und seine linke Hand berührt Kenji Moris Rumpf, leicht kontrolliert ein Kontakt, der zeigt, dass er hätte schlagen können und dann ist er wieder weg. Kenji Mor spürt den
Kontakt. Er dreht sich um. Bruce steht 2 m entfernt, wieder in seiner ruhigen Haltung, wieder wartend. Kenji Moray versteht, was gerade passiert ist. Er ist zu nah rangekommen. Er reorganisiert sich. Er greift mit einer Kombination an. Yakuzuki, der umgekehrte Fauststoß, gefolgt von einem Mayary, dem Frontkick.
Eine Standardkombination im Kyokushin, die aus tausenden von Wiederholungen zur zweiten Natur geworden ist. Bruce bewegt sich durch die Kombination. Er weicht dem Fauststoß aus, fängt den Frontkick mit einer Umlenkung ab, dreht Kenji Moris Energie so ab, dass der Kick ohne Wirkung bleibt und seine rechten Hände feuern ab.
Die Wing Chun Kettenpunches schnell direkt auf die Mittellinie. Drei Schläge in weniger als einer Sekunde, die auf Kenji Moris Brustkorb treffen. Kenji Mori macht zwei Schritte zurück. Es sind unfreiwillige Schritte. Sein Körper hat auf die Schläge reagiert, bevor sein Kopf entschieden hat. Er ist in 30 Jahren Training noch nie zwei unfreiwillige Schritte zurückgegangen.
Er steht wieder, er atmet. Er schaut auf Bruce Lee mit anderen Augen als zuvor. Die Überzeugung ist noch da. Die Überzeugung ist noch da. Die Überzeugung ist noch da. Die lässt sich nicht in 30 Sekunden auslöschen. Aber darunter, tiefer beginnt etwas anderes. Eine Frage. Die Frage, die er sich noch nie stellen musste.
Was ist das? Er greift mit voller Kraft an. Kein testen mehr, keine Vorsicht, keine Strategie. Der Kyoku schien vollkontaktangriff, das volle Arsenal, Fäuste und Tritte. und Knieangriffe. Alles mit der Kraft, die 30 Jahre Vollkontaktraining produzieren. Die Kraft, die Konkurrenten auf Turnieren in der ganzen Welt niedergeworfen hat.
Bruce bewegt sich durch alles hindurch. Er weicht aus, er gleitet, er schließt die Distanz und schafft sie wieder. Er ist immer einen Moment früher als Kenji Mori erwartet, immer an einem anderen Ort als Kenji Moris Angriffe ankommen. Und dann nach 3 Minuten greift Bruce an. Wirklich an. Seine Kettenpunches kommen in einer Geschwindigkeit, die die Augen der Zuschauer kaum folgen können, direkt auf die Mittellinie, auf die Punkte, die Kenji Moris Kyokushinung nicht schützt, weil die Kyokushinung für eine andere Art von Angriff konzipiert ist, für
Angriffe von der Seite, von außen, nicht für diese direkte ökonomische Linie, die den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten nimmt. Ein Schlag trifft Kenji Morris Kinparty, dann ein Palm Heill Strike auf seinen Brustkorb, dann ein Ellbogenangriff auf seine Schulter, der seinen Arm tauber macht. Kenji Mori steht noch.
Er ist ein außergewöhnlich konditionierter Mann. Sein Körper kann Schläge absorbieren, die andere Männer fällen würden. Aber er steht anders als zu Beginn, weniger stabil, weniger sicher. Sein rechter Arm funktioniert nicht mehr vollständig. Sein Gleichgewicht ist leicht gestört. Er schaut Bruce Lee an und in diesem Blick passiert etwas, dass die 50 Menschen im Raum alle sehen und keiner von ihnen je vergessen wird.
Der Blick eines Mannes, der 30 Jahre lang geglaubt hat, die Antwort zu kennen und der gerade entdeckt hat, dass die Frage eine andere war. Bruce tritt einen Schritt zurück. Er lässt Kenji Mor stehen. Er greift nicht weiter an. Er wartet. Kenji Mori atmet. Er schaut auf den Boden. Er schaut auf seine Hände. Er schaut auf Bruce Lee. Lange.
Dann macht er etwas, das niemand im Raum erwartet hat. Er verbeugt sich tief. Die tief respektvolle Verbeugung der japanischen Kampfkunstradition. Die Verbeugung, die Anerkennung bedeutet, die Verbeugung, die sagt, was Worte nicht sagen können. Bruce erweedert die Verbeugung, gleich tief, gleich respektvoll. Die 50zig Menschen im Raum schauen auf diese zwei Männer, die sich verne und niemand sagt etwas, weil es nichts zu sagen gibt, das nicht kleiner wäre als das, was sie gerade gesehen haben.
Kenji Mori geht zum Tisch, wo das Geld liegt, 100.000 Yen auf einem Hoteltisch in Shinjuku. Er nimmt seine 50.000 Yen. Er legt sie zurück. Er lässt Bruces 50.000 Yen liegen. Dann legt er seine eigenen Scheine dazu. Er schiebt das ganze Geld zu Bruce. Er sagt auf Japanisch und jemand übersetzt es leise für die anderen. Es war kein fairer Einsatz.
Ich habe eine Annahme gemacht, die falsch war. Das hier ist ihr. Bruce schaut auf das Geld. Dann schaut er auf Kenji Mori. Er schiebt das Geld zurück. Die Hälfte. Er behält seine 50.000. 1000 Yen und schiebt Kenji Morris Scheine zurück zu ihm. Er sagt: “Ein Kampf hat keinen Sieger.
Wenn beide etwas gelernt haben, behalten Sie ihr Geld. Geben Sie mir eine Stunde Ihrer Zeit morgen früh. Zeigen Sie mir die Kyokushin Techniken, die ich heute Abend gesehen habe. Ich möchte verstehen, wie sie funktionieren.” Kenj Mori schaut ihn lange an, dann nickt er. Er sagt ja. Am nächsten Morgen in einem der Trainingsräume des Kongressgebäudes verbringen Bruce Lee und Kenji Mor 2 Stunden miteinander.
Kenji zeigt ihm die Mechanik des Kyokushin, die Konditionierungsmethoden, die Vollkontakttechniken, die Prinzipien der Kraftentfaltung aus kurzer Distanz. Bruce zeigt ihm die Chisau Sensitivität, die Kettenpunches, die Theorie der Mittellinie. Zwei Männer, die am Vorabend als Gegner in einem Hotelkonferenzraum standen, die am Morgen danach nebeneinander trainieren mit der Offenheit und dem Respekt zweier Menschen, die entdeckt haben, dass der andere etwas hat, das der eigene Weg nicht kennt. Tokyo November 1967.
Ein Hotelem Fang in Shinjuku. Geld auf einem Tisch. Eine Aussage, die niemand unbeantwortet lassen kann. Ein Chinese, der aufstand und der zeigte, was er wirklich war, nicht mit Worten, mit der einzigen Sprache, die keine Übersetzung braucht, der Sprache des Könnens, der Sprache der Wahrheit, der Sprache eines Mannes, der 27 Jahre alt ist und bereits weiß, was die meisten Menschen in einem ganzen Leben nicht lernen, dass Herkunft keine Überlegenheit bestimmt, dass Tradition kein keine Wahrheit garantiert, dass der einzige Weg etwas
zu beweisen, nicht das Sprechen ist, sondern das Tun.