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Sensation bei Bares für Rares: Unscheinbare Brosche bringt Vermögen T

Sensation bei Bares für Rares: Unscheinbare Brosche bringt Vermögen

Es sind die Momente, die Millionen von Fernsehzuschauern Woche für Woche an die Bildschirme fesseln und für pure Begeisterung sorgen. Wenn vermeintlich wertlose Gegenstände aus dem Familienbesitz plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen, schlägt die Stunde der großen Überraschungen. Genau das passierte kürzlich in der beliebten ZDF-Sendung „Bares für Rares“, als ein Ehepaar aus Wangerooge den Weg in das Pulheimer Walzwerk antrat. Im Gepäck hatten sie ein Schmuckstück, das jahrelang ein Schattendasein in einer dunklen Schublade fristet hatte und dessen wahrer Wert den Eigentümern völlig unbekannt war. Die Geschichte dieses glitzernden Fundes zeigt einmal mehr, dass man den wahren Wert von Familienerbstücken niemals unterschätzen sollte und dass hinter unscheinbaren Fassaden oft spektakuläre Kostbarkeiten schlummern.

Das Ehepaar Renate und Helge reiste voller Spannung an, um das Erbstück von Renates Mutter schätzen zu lassen. Die Erwartungen an den erzielbaren Erlös hielten sich dabei zunächst in sehr überschaubaren Grenzen. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Wunschpreis nannten die beiden eine Summe von gerade einmal 999 Euro. Sie gaben offen und ehrlich zu, dass sie absolut keine Ahnung davon hatten, womit sie es hier eigentlich zu tun hatten. Für sie war das Schmuckstück einfach nur ein hübsches, glitzerndes Accessoire, das schon viel zu lange ungenutzt herumgelegen hatte und nun Platz für Neues machen sollte. Doch bereits beim ersten Blick der anwesenden Expertin Hedwig Zabel sollte sich dieses Bild schlagartig und grundlegend ändern.

Die Expertin nahm das mitgebrachte Objekt ganz genau unter die Lupe und klärte die verdutzten Besitzer sofort über die wahre Natur des Fundes auf. Bei dem glitzernden Accessoire handelt es sich um eine sogenannte Tremblöse-Brosche, die auch als Zitterbrosche bekannt ist. Das absolut charakteristische und namengebende Merkmal dieses kunstvollen Schmuckwerks ist die zentrale Blüte, die federnd aufgehängt wurde. Mithilfe einer raffinierten Drahtmontage und einer Flachspirale bewegt sich die Blüte bei jeder Regung leicht zitternd hin und her. Hedwig Zabel zeigte sich besonders fasziniert von der außerordentlich schönen und plastisch ausgearbeiteten Form des Blütenzweigs, der mit extrem viel Liebe zum Detail gefertigt wurde.

Zahlreiche kleine Diamanten zieren sowohl die Kronblätter als auch die Blüte selbst und verleihen dem Objekt ein atemberaubendes Funkeln. Umgeben wird diese prachtvolle Herrlichkeit von einem exklusiven Kranz aus funkelnden Rubinen, die ihrerseits einen noch größeren Diamanten im alten Schliff umschließen. Sowohl die charakteristische Zitterkonstruktion als auch die naturalistische und detailreiche Ausformung des gesamten Ensembles lassen laut Expertenschätzung auf eine Entstehungszeit zwischen 1860 und 1880 schließen. Es handelt sich hierbei also um ein echtes historisches Meisterwerk der Goldschmiedekunst aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das die Jahrhunderte überdauert hat.

Als Hedwig Zabel den Wunschpreis der beiden Verkäufer hörte, reagierte sie prompt und stellte unmissverständlich klar, dass diese Summe dem tatsächlichen Wert des Objekts in keinster Weise gerecht wird. Sie betonte nachdrücklich, dass der von Renate und Helge genannte Betrag viel zu niedrig angesetzt sei und die Brosche in einer ganz anderen Liga spiele. Nach dieser klaren Ansage begannen die Augen von Moderator Horst Lichter sofort mit den unzähligen kleinen Steinchen auf dem Schmuckstück um die Wette zu funkeln. Die Expertin taxierte das kunstvolle Stück aus echtem 14-karätigem Gold auf einen beachtlichen Schätzwert von 3.000 bis 4.000 Euro. Als Helge diese Summe hörte, entfuhr ihm ein glückliches und zugleich fassungsloses Staunen über diesen plötzlichen Geldsegen.

Mit dem offiziellen Händlerkarten-Stempel in der Tasche machten sich Renate und Helge auf den Weg in den Händlerraum, wo das Objekt bereits sehnsüchtig erwartet wurde. Schon beim Betreten des Raumes zog die zitternde Brosche sofort sämtliche Blicke der anwesenden Kunst- und Antiquitätenhändler magisch in ihren Bann. Susanne Steiger, die erfahrene Juwelierin der Runde, brachte die Faszination des Stücks treffend auf den Punkt: Das Besondere sei eben, dass durch die feine Zittermechanik die Steine bei jeder Bewegung wunderbar im Licht funkeln. Auch Kollege Daniel Meyer zeigte sich sofort von der ersten Sekunde an hellauf begeistert und wollte sich diese Gelegenheit keinesfalls entgehen lassen.

Der Kampf um die kostbare Brosche startete prompt mit einem saftigen Eröffnungsgebot von Daniel Meyer, der direkt mit 1.000 Euro in das Rennen einstieg. Susanne Steiger, die den außergewöhnlichen Reiz des historischen Schmucks ebenfalls sofort erkannte, legte umgehend weitere 500 Euro obendrauf und trieb den Preis damit weiter nach oben. Doch der 53-jährige Daniel Meyer dachte gar nicht daran, so schnell kampflos das Feld zu räumen, und hielt vehement dagegen. Zwischen den beiden Profihändlern entbrannte daraufhin ein packender und hart umkämpfter Bieterstreit, der die Spannung im Raum spürbar ansteigen ließ.

Die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Euro wurde innerhalb kürzester Zeit geknackt, doch auch bei der Summe von 3.000 Euro war das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Beide Parteien lieferten sich ein packendes Duell, bei dem jeder Cent wohlüberlegt sein musste, um das wertvolle Unikat ergattern zu können. Erst als Susanne Steiger schließlich die stolze Summe von 3.300 Euro aufrief, musste Daniel Meyer schweren Herzens einsehen, dass seine Grenzen erreicht waren. Mit einem tiefen, hörbaren Seufzer schob er das kleine Schmuckkästchen mit der Brosche schließlich rüber zu seiner erfolgreichen Kollegin.

Susanne Steiger strahlte über das ganze Gesicht und scherzte, dass sie angesichts dieser spannenden Versteigerung nun auch schon ein bisschen zittere. Für die glücklichen Verkäufer Renate und Helge bedeutete dieser Ausgang eine riesige Freude und ein unvergessliches Erlebnis vor der Fernsehkamera. Sie hatten ihre Erwartungen weit übertroffen gesehen und konnten den Händlerraum mit einer stolzen Summe im Gepäck und breiten Grinsen verlassen. Diese Geschichte beweist einmal mehr, dass sich ein genauer Blick in die alte Schublade im heimischen Schlafzimmer definitiv lohnen kann. Man weiß schließlich nie, welche verborgenen Schätze dort auf ihre Wiederentdeckung warten und das Leben völlig unerwartet versüßen.

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