Wahre Verbrechen I Die Leiche unter dem Boden I True Crime Dokumentation – Ty – Part 2
Dort wurde sie anscheinend für Tod gehalten und in eine Leichenhalle gebracht. Als das Mädchen wieder zu sich kam, sah sie einen C an einer Leiche neben sich, bevor sie erneut das Bewusstsein verlor. Glücklicherweise wachte sie das nächste Mal in einem Krankenhausbett auf. Trotz des langen Weges bis zur Genesung war Swedlana fest entschlossen, den Mann zu identifizieren, der sie so brutal angegriffen hatte.
Sie erstattete Anzeige und teilte dem Beamten mit, dass einer ihrer Kollegen für ihr Leid verantwortlich war. Als ihr ein Foto von Michael Popkov gezeigt wurde, bestätigte sie, dass er ihr Angreifer gewesen war. Zu Swedlaners Entsetzen weigerten sich die Behörden jedoch zu handeln. Die damalige Kultur begünstigte und schützte Polizeibeamte.
Popkov wurde nicht einmal vom Dienst suspendiert. Das bedeutete, daß er seine Tarnung als Polizist weiter nutzen konnte, um zu morden. Trotz Wedlanersas Aussage gegen Popkoff dauerte es Monate, bis der Vorfall untersucht wurde. Als die Ermittler Popkoff schließlich verhörten, tat er die Vorwürfe als Scherz ab.
Seine Frau Elena sagte aus, er sei die ganze Nacht bei ihr gewesen. Mit Elenas Alibi kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass Svetlana aufgrund ihrer Kopfverletzung verwirrt gewesen sein musste und die Ermittlungen wurden eingestellt. Doch Popkoff wollte sein Glück nicht überstrapazieren. Svedlana war zu nah dran, alles auffliegen zu lassen.
Also quittierte er den Polizeidienst und verkaufte stattdessen Autos. Seine Polizeimarke behielt er jedoch. Sie war zu praktisch, um das Vertrauen von Frauen zu gewinnen. Die Ermittlung zu Popkovs Angriff auf Svetlana wurden vorzeitig eingestellt, hatten aber weitreichende Folgen. Als Pilzsammler im folgenden Sommer die 18-jährige Egenia Protasova halbtot im Wald fanden, verzichtete sie auf eine Anzeige.
Sie hatte gesehen, was mit Opfern geschieht, die sich gegen Polizisten wären. Währenddessen setzte Popkov seine Mordserie fort. Er war vorsichtiger, aber auch ehrgeiziger geworden. Er wusste, dass die Polizei seinen Worten mehr Glauben schenken würde als denen seiner Opfer. Er war bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. In der Nacht des 2.
Juni 2000 war Popkov wieder auf der Jagd. Als er in seinem Auto saß und Radio hörte, bemerkte er zwei Frauen, die vorbeikamen. Marina Luzina und Lilia Paschkowskiier hatten vieles gemeinsam. Sie waren Mitte 30 und arbeiteten imselben Geschäft in Angarsk. Beide hatten Töchter im Teenageralter, die zu Hause auf sie warteten. An diesem Abend besuchten sie Marinas Schwester.
Als sie gegen Mitternacht aufbrachen, überlegten sie ein Taxi zu rufen, entschieden sich aber dagegen. Es war eine laue Sommernacht und ein Spaziergang schien verlockend. Auf dem Heimweg hielt Popkoff neben ihn und bot ihnen eine Mitfahrgelegenheit an. Er zeigte seine Dienstmarke und erklärte, er sei ein Polizist außer Dienst.
Wir wissen nicht, warum Marina und Lilia eingestiegen sind. Wir wissen nur, daß sie sich bald mit dem Werwolf im Wald wiederfanden, wie so viele Frauen vor ihnen. Dort tötete Popkoff eine der Frauen. Als die andere sah, was mit ihrer Freundin geschehen war, floh sie in den Wald, bevor er sie fassen konnte. Popkow hatte noch nie versucht, zwei Frauen gleichzeitig zu töten und war auf so etwas auch nicht vorbereitet, aber er konnte keinen weiteren polizeilichen Ermittlung riskieren.
Er holte die fliehende Frau ein und stach so oft auf sie ein, dass sich der Waldboden rot färbte. Nach der blutigen Tat säuberte sich Popkoff und ging nach Hause. Erst als er seine eigene Teenagertochter ins Bett brachte, wurde ihm klar, dass etwas Wichtiges fehlte, etwas, das seine Mordserie beenden könnte.
Michael Popkoff hatte am Tatort seine Dienstmarke verloren. In Panik verließ er sein Haus und machte sich auf den Weg zu der Lichtung, auf der er seine letzten Opfer zerstückelt hatte. Als er dort ankam, war er erleichtert, dass er vor den Behörden angekommen war. Er verfolgte seine Schritte über den Waldboden, während er sich an die Morde der letzten Nacht erinnerte.
Als er zu seinem Wagen zurückkehrte, erregte ein unerwartetes Geräusch seine Aufmerksamkeit. Eine der Frauen atmete noch. Popkoff war beeindruckt. Er hatte sie vor Stunden für tot gehalten. Er holte eine Schaufel aus seinem Auto und machte dem ganzen ein Ende. Dann suchte er den Tatort nach weiteren Spuren ab und machte sich auf den Weg zur Arbeit.
Marina Luzinia und Lilia Paschkowskaja wurden einige Tage später gefunden. Wie bei so vielen Morden konnte die Polizei keine Hinweise auf den Täter finden. Popkov kam mal wieder. ungeschoren davon. Er fühlte sich unantastbar. In den folgenden 10 Jahren terrorisierte Popkov weiterhin die Frauen von Angarsk und verstreute ihre Leichen in der Umgebung.
Die Öffentlichkeit war so frustriert über die Misshandlungen, dass sie schließlich vermutete, dass die Behörden mit dem Mörder unter einer Decke steckten. Im Jahr 2011 schien die Polizei schließlich zu erkennen, dass eine andere Strategie erforderlich war. Sie beauftragte ein neues Ermittlerteam mit dem Fall. Bei der Durchsicht des Beweismaterials fiel dem Team schnell etwas auf, was die Ermittler bis dahin übersehen hatten.
Als ehemaliger Polizist wusste Popkov, wie man Beweise beseitigt, hatte aber ein entscheidendes Detail vergessen, seine Reifenspuren. Die Ermittler entdeckten dieselben Spuren auf mehreren Tatortfotos und begannen die Zusammenhänge zu erkennen. Sie schickten die Fotos zur genauen Analyse und die Experten stellten fest, dass sie von einem Lader 4 x4 stammten, einem Geländewagen, der häufig von Polizisten benutzt wird.
Angesichts dieser Entdeckung überdachte das Team die Aussage von Svetlana Misiavus. Sie sei von einem Polizisten angegriffen worden. Vielleicht hatte sie die ganze Zeit über die Wahrheit gesagt. Die Ermittler beschlossen alle 3500 aktiven und ehemaligen Polizisten zu befragen, die seit Beginn der Mordserie vor 20 Jahren im Dienst waren.
Im März 2012 war Michael Popkov an der Reihe. Popkow blieb ruhig, als er das ihm vertraute Büro betrat. Er war der Verhaftung so lange entkommen, ein weiteres Gespräch würde daran nichts ändern. Doch mit einem hatte er nicht gerechnet. Seit seinem Ausscheiden aus dem Dienst im Jahr 1998 waren DNA Tests dank wissenschaftlicher Fortschritte allgemein verfügbar geworden und das neue Team nutzte Technologie.
Sie hatten Samenspuren von den Tatorten des Werwolfs mit Speichelproben der befragten Beamten verglichen. Als Popkoff zum Verhör erschien, baten die Ermittler um einen Abstrich aus seinem Mund. Er geriet in Panik und fragte, was passieren würde, wenn er den Test verweigern würde. Obwohl er schließlich einwilligte, war dieses Zögern verdächtig.
Als Popkoff das Gebäude verließ, wurde ein Beamter abgestellt, um ihm zu folgen. Popkov fuhr von der Polizeistation direkt zu einer Anwaltskanzlei und das machte ihn nur noch verdächtiger. Für eine Festnahme reichte es aber nicht. Die Ermittler beobachteten Popkoff weiter und warteten auf das DNA-Egebnis. Im Juni desselben Jahres erhielten sie endlich Antwort.
Die Proben stimmten überein. Sie hatten ihren Werwolf. Die Behörden handelten sofort und verhafteten Popkoff. Im Verhör gestand er zunächst drei Morde. Im Laufe der Ermittlungen erhöhte sich die Zahl auf 22. In den Gesprächen mit den Ermittlern beschrieb Popkov viele seiner Morde detailliert und schien stolz auf seine Taten zu sein.
Gegenüber der Polizei gab er an, er wolle die Straßen von Sexarbeiterin säubern. Eine Behauptung, die durch die Tatsache, dass keines seiner Opfer als Sexarbeiterin tätig war, an Glaubwürdigkeit verlor. Während die Ermittler Popkoff verhörten, bereitete die Staatsanwaltschaft die formelle Anklage vor. Bevor er jedoch vor Gericht gestellt werden konnte, musste er sich einem psychologischen Gutachten unterziehen.
Ein forensischer Sexualwissenschaftler kam zu dem Schluss, dass Popkoff sich seiner Taten voll bewusst war, auch wenn seine Handlungen es vielleicht anders erschienen ließen. So kam es zum Prozess. Angesichts der Beweislast und seines Geständnisses war es wenig überraschend, daß Popcoffe schuldig befunden wurde.
Im Januar 2015 wurde er zu lebenslange Haft verurteilt im schwarzen Delfin einer abgelegenen Strafkolonie an der Grenze zu Kasachstan, in der Russlands grausamste Verbrechereinsitzen. Trotz der eindeutigen Beweise war Popkovs Schuld nicht für alle offensichtlich. Seine Frau und seine Tochter weigerten sich, den Anschuldigungen, Glauben zu schenken.
Sie sprachen mit Nachrichtensendern und traten im Fernsehen auf, um allen zu versichern, dass er kein Mörder sei. Popkows Frau Elena sagte, sie habe sich bei ihrem Mann immer sicher gefühlt und wenn er freikäme, würde sie ohne zu fragen weiter mit ihm zusammenleben. Seine Tochter Katja sagte einem Journalisten sogar, sie wolle die Verbrechen selbst aufklären, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen.
Das Leugnen von Elena und Katja angesichts überwältigender Beweise zeigt einen psychologischen Effekt, der als kognitive Donanz bezeichnet wird. Dieses Konzept, das der Sozialpsychologe Leon Festinger in den 1950er Jahren entwickelte, besagt, dass Menschen ein natürliches Bedürfnis nach logischer Übereinstimmung zwischen ihren Überzeugungen und ihren Handlungen haben.
Wenn beides nicht zusammenpasst, erleben wir kognitive Donanz. Elena glaubte, ihr Mann sei ein guter Mensch. Sie log sogar die Polizei an, als Svetlana Miavus ihn als ihren Angreifer identifizierte. Als sie mit dem Gedanken konfrontiert wurde, dass ihr Mann in Wirklichkeit ein Serienmörder war, war sie nicht bereit, ihre Überzeugungen der Realität anzupassen, denn das hätte bedeutet, dass sie eineem Mörder zur Freiheit verholfen hätte.
So etwas würde sie nie tun. Unterdessen machte Popkov es Elena und Katja nicht leicht, ihn zu verteidigen. Obwohl er bereits zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, gestand er in den folgenden Jahren weitere brutale Verbrechen. Einige glauben, er habe dies getan, um die Zahl seiner Opfer zu erhöhen und sich einen Platz unter den schlimmsten Serienmördern Russlands zu sichern.
Andere vermuten, dass er seine Zeit in Untersuchungshaft verlängern wollte, bevor er in die Strafkolonie Schwarzer Delfin verlegt wurde, wo die Haftbedingungen wesentlich härter waren. Unabhängig von Popcorns wahren Motiven führten seine zusätzlichen Geständnisse im Dezember 2018 zu einem neuen Prozess. Diesmal wurde er wegen 56 weiterer Morde verurteilt und erhielt eine zweite lebenslange Haftstrafe.
Bis zum Jahr 2023 wurde er wegen fünf weiteren Morden schuldig gesprochen und zu zusätzlich 19 Jahren Haft verurteilt. Michael Popkov wurde wegen der extremen Gewalt, die er seinen Opfern antat, der Wehrwolfmörder genannt. Doch der Name passt in mehrfacher Hinsicht. Wie sein Namensvetter führte Popkoff ein Doppelleben.
Tagsüber war er ein liebender Ehemann, Vater und Polizist. Nachts verwandelte er sich in etwas, das nicht einmal seine Angehörigen erkannten. Vielen Dank, dass ihr auch zu dieser Folge wieder eingeschaltet habt. In der nächsten Woche erwartet euch der erste Teil einer erschütternden True Crime Geschichte und zwar über John Wayne Glover.
Wir begleiten diesen gut aussehenden und charmanten Geschäftsmann auf seinem Weg vom englischen Einwanderer zum gefürchteten Serienmörder. Nach dem Tod seiner dominanten Mutter beginnt er eine brutale Angriffserie auf ältere Damen, die ganz Sydney in Angst und Schrecken versetzte. Ihr könnt Serienkiller Mörder und ihre Geschichten überall dort hören, wo es Podcasts gibt.
Jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge. Abonniert den Podcast am besten gleich, damit ihr keine Episode verpasst. Über eine Bewertung würden wir uns sehr freuen. Jimmel Max Balik und ich bin Diane Helscher. Bis zum nächsten Mal hier bei Serienkiller. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify original.
Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Danny Misserschmidt. Deutsche Produktion und Redaktion Mickisch, Fabio Lautenschläger, Luca Kaduk, Alexander von Bagen, Julia Ilan Zuholder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mont, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Am 13. Juli 1966 herrschte in Chicago eine brutale Sommerhitze. Als die Nacht hereinbrach, zogen sich die erschöpften Bewohnerinnen und Bewohner der East 100 Street 2319 zurück in ihre Wohnung auf der Suche nach ein wenig Abkühlung.
Gegen Uhr betrat Corasson Amurao, einejährige Krankenpflegeschülerin, das Schlafzimmer im Obergeschoss, dass sie sich mit ihrer Mitbewohnerin Merlita teilte. Sie schloss die Tür ab und machte sich Bett fertig. Corasson wollte das Licht ausschalten, doch Merlitta bat sie es anzulassen. Sie wollte noch ihre Abendgebete sprechen, bevor sie schlafen ging.
Cordon seufzte, kletterte auf das obere Bett ihres Etagenbetts und versuchte einzuschlafen, trotz des Lichts. Etwa eine halbe Stunde später hatte Corasson gerade die Augen geschlossen. Da hörte sie vier leise Klopfzeichen an der Tür. Merlita betete noch immer. Also stieg Corasson von ihrem Bett hinunter. Sie öffnete die Tür und rechnete damit, eine ihrer Mitbewohnerin zu sehen.
Doch stattdessen stand ein fremder Mann vor der Tür. Ein großer Mann mit zurückgegtem Haar und einem von Narben übersähten Gesicht. Er war komplett schwarz gekleidet. In seiner rechten Hand hielt er eine Pistole. Mein Name ist Diane Helscher. Willkommen zu Serienkiller Mörder und ihre Geschichten.
Ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. Erstmal wie immer ein großes Dankeschön an euch für all eure Kommentare, die ihr uns jede Woche bei Spotify und auf Instagram unter Serienkiller_Podcast hinterlasst. Wir freuen uns sehr darüber. Mein Name ist Max Spallik. Ihr könnt diesen Podcast wie immer kostenlos auf allen Plattformen wie Spotify, Apple oder Amazon Music hören.
Und falls ihr diesen Podcast noch nicht abonniert habt, macht das am besten gleich, um eben keine Folge zu verpassen. Heute behandeln wir die Geschichte von Richard Spark, einen der berüchtigsten Massenmörder der amerikanischen Geschichte. Trotz mehrfacher Verhaftungen und psychischer Auffälligkeiten entkam Speck lange einer konsequenten Bestrafung, bis er festgenommen werden konnte.
Richards Beck sagte einmal, am Tag nach seiner Geburt sei die Hölle ausgebrochen und seitdem habe es nie wieder aufgehört. Dieser Tag war der 7. Dezember 1941. Der Angriff auf Paarl Harbor, der die USA in den Zweiten Weltkrieg stürzte. Man könnte sagen, dass Richard Spacks Leben von Anfang an von Gewalt überschatt war.
Doch selbst nach Kriegsende wurde der junge Spack weiter vom Unglück verfolgt. Im Alter von 6 Jahren starb sein Vater an einem Herzinfarkt. Zu ihm hatte Beck ein enges Verhältnis gehabt und der Verlust brachte ihn aus der Fassung. Drei Jahre nach dem Tod seines Vaters, Spack war damals Jahre alt, heiratete seine Mutter erneut und zwar Carl Lindberg, einen reisenden Vertreter.
Die Familie zog in Lindbergs Haus bei Dallas, Texas. Damit wurde der Junge aus seinem bisherigen Umfeld gerissen, hinein in ein Chaos aus Gewalt und Unsicherheit. Lindberg war ein Alkoholiker mit einer langen Vorstrafenliste von Trunkenheit am Steuer bis zu Urkundenfälschung. Gegenüber seinen Stiefkindern war er extrem gewalttätig.
Aus irgendeinem Grund hatte er es besonders häufig auf Spack abgesehen. Er beleidigte und erniedrigte Spack ständig und erinnerte ihn immer wieder daran, wie wertlos er war. Diese anhaltenden Schikanen setzten Spacks Selbstwertgefühl stark zu. Zwei Jahre nach dem Umzug nach Texas erlitt die Familie einen weiteren Schicksalsschlag.
Einer von Spec älteren Brüdern starb bei einem Autounfall. Das ließ ihn noch mehr vereinsamen. Während der Schulzeit fand Spck kaum Freundinnen und Freunde und nahm nur selten am Unterricht teil. Schwere Akne verstärkte seine Unsicherheit noch. Er glaubte seinem Stiefvater, der ihm eingeredet hatte, er sei ein wertloser Verlierer, von der Welt abgelehnt.
In der Psychologie spricht man davon, dass mangelndes Selbstwertgefühl eng mit aggressivem und antisozialem Verhalten zusammenhängt. Eine Studie aus dem Jahr 2005 von den Ärztinnen und Ärzten M. Brand Donallen, Kelly H. Richard Robbins, Terry Muff und Afalom Kaspi zeigt, dass insbesondere Jugendliche mit geringem Selbstwertgefühl später besonders häufig Aggressionen zeigen.
Wer sich selbst hasst, neigt dazu, diese Gefühle nach außen zu richten und dabei gesellschaftliche Regeln zu verletzen. Bei SPC führte es dazu, dass aus dem schüchternen Jungen ein junger Mann wurde, der schnell wütend wurde und Gewalt als Ventil für seinen Frust nutzte. Er entwickelte seine eigene Art von Rebellion und schloss sich in der Jugend einer älteren Klicke an, die seinem Stiefvater nicht unähnlich war.
Kleinkriminelle und Schlägertypen. Speck trank, stahlschmuck und brach in Häuser ein. Er suchte quasi immer Streit und fand ihn auch. Schon damals zog er sich bei Schlägereien mehrfach Verletzung zu, darunter Gehirnerschütterung, die ihm womöglich dauerhaft geschadet haben. Doch davon ließ er sich nicht aufhalten.
Im Sommer 1961 lernte der 19-Jährige auf dem Jahrmarkt von Texas Shirley Malone kennen. Sie war gerade 15. Kurz nach ihrer ersten Begegnung stellte Shirley fest, dass sie schwanger war. Unter Druck von Shirleys Eltern heiratete das junge Paar im Jahr 1962. Sie zogen zu Shirly Mutter nach Ost Dallas und bereiteten sich darauf vor, eine Familie zu gründen.
Aber ein geregeltes Familienleben hielt SPCK nicht davon ab, seine kriminellen Gewohnheiten fortzusetzen. Wenige Monate nach der Hochzeit wurde Spek nach einer durchzechten Nacht mit Freunden verhaftet. Er verbrachte drei Wochen im Gefängnis und verpasste so die Geburt seiner Tochter. Nach seiner Rückkehr verhielt sich Speck als Ehemann und Vater immer mehr wie sein Stiefvater und nicht wie sein leiblicher Vater.
Gewalt, Untreue und wiederholte sexuelle Übergriffe auf seine Frau bestimmten das Familienleben. Auch die Schwiegermutter wurde zum Opfer. Er bedrohte sie mit seinen Waffen. Dennoch verständigte sie nie die Polizei und versuchte sogar ihm bei der Jobsuche zu helfen. Im Sommer 1963 schlug der inzwischen 21-jähriges Beck über die Stränge.
Erstahl Bier, Zigaretten und Bargeld aus einem Geschäft und damit begann eine Serie kleinerer Vergehen. Er wurde ins Gefängnis gebracht, sein bislang längster Aufenthalt. Doch diesmal zeigte er echte Anzeichen von Reuer, verhielt sich unauffällig und besuchte regelmäßig den Gottesdienst. Bei der Anhörung erklärte er künftig, als ehrlicher Tischler arbeiten zu wollen.
Der Gefängnispsychologe war allerdings skeptisch. In seinem Gutachten schrieb er: “Speck sei emotional und sozial unreif und würde voraussichtlich rückfällig werden. Er empfahl, Speck in Haft zu lassen, in einem Hochsicherheitsgefängnis.” Doch darauf hörte niemand. Schon nach 16 Monaten, am 2. Januar 1965 wurde Spack entlassen und kam den Warnungen des Psychologen beinah sofort nach.
Am 9. Januar 1965, kurz nach Uhr nachts, hielt er sich, betrunken und mit einem langen Messer bewaffnet auf dem Parkplatz eines Wohnhauses auf. Er war auf der Suche nach Ärger oder vielleicht sogar nach etwas noch schlimmerem. Er beobachtete eine junge Frau, die gerade ihr Auto parkte. Als sie vorbeiging, lauerte er ihr auf und griff an.
Die Frau schrie, als Beck sie mit dem Messer bedrohte. Speck sagte ihr, sie solle ruhig sein, doch ihre Angst war stärker. Ein Nachbar hörte die Schreie, worauf Speck die Flucht ergriff. Die Polizei war binnen Minuten vor Ort. Speck warf das Messer ins Gebüsch und versuchte unauffällig zu bleiben, doch er war längst aufgefallen.
Die Beamten stellten ihn in einer Gasse und nahmen ihn fest. Zunächst gab’s Beck an, unschuldig zu sein, doch das Opfer hatte ihn genau beschrieben. Schließlich behauptete er, er könne sie an nichts mehr erinnern. Er sei zu betrunken gewesen. Die Ausreden halfen nichts. Spack wurde wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen verurteilt.
Die Strafe: 490 Tage Gefängnis. Tatsächlich saß er weniger als die Hälfte ab. Wieder einmal blieben ihm größere Konsequenzen erspart. Nach seiner Entlassung führte Speck sich unangreifbar. Mehrfach war er bereits ernsten Anklagen entkommen. Sein Vorstrafenregister sah er als Auflehnung gegen eine feindliche Welt und die Gewalt wurde immer schlimmer.
Doch seiner Ehefrau reichte es. Ende 1965 verließ sie Richards Back endgültig. Für ihn war das Scheitern nur ein weiterer Beweis dafür, daß die Welt ihn ablehnte, obwohl er selbst die Ursache dafür war. Zu dieser Zeit suchte er gezielt Ärger. Nach einem Streit in einer Bar eskalierte die Situation Speck, zog ein Springmesser und stach zu.
Er wusste, dass er zu weit gegangen war. In seiner Not wandte er sich an seine Mutter. Sie engagierte einen Anwalt, der die Tat als Schlägerei in einer Bar herunterspielte. Die Anklage wurde auf Erregung öffentlichen Ärgernisses reduziert und Spack musste lediglich$ Strafe zahlen. Der erneute Absturz schockte Spck nicht.
Im Gegenteil, zwei Monate später klaute er 70 Stangen Zigaretten aus einem Supermarkt und wollte sie auf einem Parkplatz verkaufen. Er konnte mit der Beute entkommen, aber ein Hastbefehl wurde ausgestellt. Speck glaubte, die Polizei würde ihn inzwischen gezielt verfolgen. Bei der nächsten Festnahme, da war er sich sicher, käme er nicht wieder so glimpflig davon, also floh er.
Am 9. März 1966, während die Polizei nach ihm suchte, bestieg Speck einen Bus Richtung Norden. Er wollte zurück an den Ort seiner Kindheit dorthin, wo er zuletzt glücklich gewesen war, nach Illinois. Spack war inzwischen kein stilles, einsames Kind mehr, sondern ein wandelnder Sturm aus Aggression und Kriminalität.
Und wo er hinkam, folgte Gewalt. Mit seiner Flucht nach Mormouth Illinois ließ er nicht nur die meisten seiner Familienmitglieder, sondern auch seine Vorstrafen und einen offenen Haftbefehl hinter sich. Doch der Neuanfang miss lang schnell. Er fand einen Job als Tischler, verlor ihn aber bald.
Immer wieder schwenzte er die Arbeit, um in Bars zu gehen. Aus seine älteren Schwestern in Montmouth mieden den schwierigen Bruder, das schwarze Schaf der Familie. Speck lebte wieder wie in Dallas. Gelegenheitsjobs, Alkoholexzesse, Gewalt. In den Bars erzählte er Märchen. Er sei auf der Flucht, weil er in Dallas einen Mann getötet und Drogen aus Mexiko geschmuggelt habe.
Schnell wurde Spack in Mmmouth als zwielichtige und gefährliche Gestalt bekannt und diesem Ruf machte er alle Ehre. Nach Mitternacht am 2. April 1966 brach er bei der 65-jährigen Virgil Harris ein. Er packte sie, als sie nach Hause kam, hielt das Messer an die Kehle und drohte sie umzubringen, falls sie schreien sollte.
Harris gehorcht und versuchte Speck zu beruhigen, doch ohne Erfolg. Speck zwang sie ins Schlafzimmer, befahl ihr sich auszuziehen und vergewaltigte sie. Anschließend fesselte er sie und flüchtete. Harris konnte sich befreien und berichtete im Krankenhaus alles. Der Täter sei höflich gewesen und habe mit südlichem Akzent gesprochen.
Eine Woche später schlug Spack wahrscheinlich erneut zu. Mary K. Pis, eine 32-jährige Barfrau, wurde tot hinter dem Lokal gefunden, in dem sie arbeitete. Sie war mit einem stumpfen Gegenstand so schwer in den Bauch geschlagen worden, dass ihre Leber riss. Zwei Tage später richtete die Polizei ihre Aufmerksamkeit aufs Berg.
Wie die Ermittlerinnen und Ermittler erfuhren, war er Stammgast in der Bar und offenbar an Pierce interessiert. Da er aus Texas stammte, gingen die Ermittler davon aus, dass Spack auch für den Angriff auf Harris verantwortlich war. SP wurde zum Verhörer ins Revier bestellt. Doch als das Gespräch begann, klagte er über Übelkeit und bat um einen späteren Termin, den er auch bekam.
Kaum entlassen verließ er die Stadt. Ob tatsächlich für den Tod von Mary K. Pierce verantwortlich war, ist bis heute unklar. Vielleicht wollte er einfach kein Risiko eingehen und hielt es deshalb für sicherer zu fliehen. Jedenfalls verließ er die Kleinstadt. Er tauchte unangekündigt bei seiner älteren Schwester Martha in Chicago auf.
Dort erzählte er ihr und ihrem Mann. Er müsßte von einer Bande fliehen, die es auf ihn abgesehen habe. Martha glaubte ihm kein Wort. Martha war bereits erwachsen, als ihre Mutter wieder heiratete und sie hatte kaum Kontakt zu ihrem Bruder. Wie auch die anderen Geschwister sah sie in SPCK das Kind des ungeliebten und gewalttätigen Stiefvaters.
Trotzdem half sie aus Pflichtgefühl. Sie vermittelte Speck einen Job als Matrose auf einem Frachter auf den großen Seen. Martha hoffte, Arbeit und Disziplin an Bord könnten ihn zu Vernunft bringen. Doch die Hoffnung erfüllte sie nicht. Nach weniger als zwei Monaten wurde Spack wegen Schlägereien von Bord geworfen.
Martha war am Ende. Sie versuchte noch einmal ihm beim harfen Arbeiterverband eine Stelle zu verschaffen, aber vergeblich. Spack hatte keine Lust auf ein geregeltes Leben, sondern wollte lieber trinken und Streit suchen. Nachdem er nicht mehr bei seiner Schwester wohnte, zog er in einfaches günstiges Wohnheim.
Am 12. Juli erhielt Beck einen Auftrag auf einem Öltanker. Doch am Hafen angekommen musste er feststellen, dass der Job schon vergeben war. Er hatte kein Geld mehr für ein Zimmer. Spack übernachtete auf einer Parkbank vor dem Gebäude des Verbands und wartete am nächsten Tag stundenlang auf eine neue Anstellung.
Vergeblich, mit jeder Stunde wuchs sein Frust. Wütend auf den Verband, die Familie und die ganze Welt, saß backup Mittag bei über 38° im Schatten und wusste nicht mehr weiter. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus. Spack gab die Hoffnung auf einen Job endgültig auf. Er überzeugte seinen Schwager, ihm für eine Nacht im Hotel zu leihen und steuerte sofort als erstes eine Kneipe an.
Dort versank er in Selbstmitleid und Alkohol. Für Beck gab es immer nur einen Weg mit diesen Gefühlen umzugehen. Gewalt. Später in dieser Nacht bemerkte Speck auf dem Heimweg die 53-jährige Ella May Hooper. Er machte ihr einige plumpe Annährungsversuche, doch sie miet den merkwürdigen, deutlich jüngeren Mann. Die Zurückweisung machte ihn rasend.
erfolgte Huper, drückte ihr das Messer in den Rücken und befahl ihr mit ihm noch etwas trinken zu gehen. Anderenfalls werde er sie erstechen. Vor Angst erstarrt, gehorchte Huper. Er sagte, er wolle ihr nichts tun und sie auch nicht berauben, nur reden. Im Hotelzimmer setzte er sie aufs Bett und bot ihr ein Bier an.
Dann stellte Beck ihr skorile Fragen, ob sie Kinder habe, junge Männer möge und ob sie freiwillig mit ihm schlafen würde. Es ging ihm nicht nur darum, jemandem Gewalt anzutun. Auf seine eigene, verstörende Weise suchte er nach jemandem, der ihn so annahm, wie er war, während ihn die übrige Welt ablehnte. Hopa machte mit, gab sogar vor, mit ihm schlafen zu wollen, um ihn nicht zu provozieren.
Speck glaubte ihr nicht. Er zwang sie ins Bett und vergewaltigte sie. Dann durchwühlte er ihre Handtasche, fand eine Pistole und steckte sie ein. Nachdem er die 53-jährige Al Hooper mit einem Messer bedrohte und sie vergewaltigte, führte er sie mit ihrer Pistole in der Hand die Treppe hinunter und hinaus ins Freie.
Er zwang sie ihm ein Treffen in der Bar zu versprechen und drohte sie und ihre Familie umzubringen, falls sie jemandem davon erzählte. Es war kaum Uhr abends und Speck hatte schon einiges hinter sich, aber er wollte mehr. Die Nacht war noch jung und er hatte noch einiges vor. Wieder in der Kneipe trank er weiter und es kam beinah zu einer Schlägerei, als er die Pistole zog.
Doch schlimmeres konnte verhindert werden. Dennoch wuchs die Anspannung weiter. Gegen 22 Uhr verließ Beck die Bar, ging zu seinem Zimmer und sammelte Mut für den nächsten Schritt. Er zog sich ganz in schwarz an, schnappte sich das Jagdmesser und machte sich auf den Weg zum Verbandshaus. Gegen 23 Uhr näherte er sich.
Die Luft hatte sich abgekühlt. Doch Sp hatte ein anderes Ziel, eine Häuserzeile gegenüber. Er wusste, dass in vielen Wohnungen Krankenpflegeschülerinnen des South Chicago Community Hospitals lebten. Lautlos schlich er durch die Gassen hinter den Häusern bis zur East 100 Street. Im Gegensatz zu den anderen Häusern war dieses vollkommen dunkel.
Offenbar schliefen bereits alle. Mit dem Taschenmesser hebelte er das Fenster aus, griff hindurch und öffnete die Hintertür. Mit gezücktem Messer und der Pistole in der Hand betrat er das dunkle stille Haus, bereit zu töten. Speck drang tiefer ins Haus vor. Die Bewohnerin, alles Krankenpflegeschülerinnen, hatten sich bereits in ihre Zimmer zurückgezogen.
Speck stieg nach oben, näherte sich der ersten Tür. Dahinter zwei junge Austauschstudentinnen aus den Philippinen, Corasson Amurao und Merlita Garagulo. Amurao schlief bereits, während Gagulo noch betete. Da hörten sie plötzlich vier leise Klopfzeichen an der Tür. Amurau öffnete die Tür und er schrag, als ein schwarz gekleider Mann ohne erkennbares Gesicht vor ihr stand.
Er hob die Waffe, betrat das Zimmer und forderte die beiden Frauen auf, ihm zu sagen, wo ihre Mitbewohnerinnen waren. Die beiden Frauen waren wie erstarrt. Als niemand antwortete, packte Beck Amura aus Arm und wiederholte die Frage, doch sie brachte vor Angst kein Wort heraus und begann zu weinen. Verärgert befahl Spinnen das Zimmer zu verlassen.
Mit vorgehaltener Pistole trieb sie zum großen Schlafzimmer am Ende des Flurs. Im dunklen Zimmer schliefen drei weitere Kranken Schwestern. Als sie langsam aufwachten, bemerkten sie, dass Speck sie anstarrte. für einen Moment in seinen eigenen dunklen Gedanken versunken. Während Speck abgelenkt war, packte Amurao und Garagulo eine der Schwestern und zogen sie mit sich in den Schrank, den sie anschließend hastig zuschlugen.
Speck tobte und versuchte die Tür aufzureißen, doch die Frauen auf der anderen Seite hielten sie mit aller Kraft geschlossen. Für den Moment waren sie in Sicherheit. Wütend bedrohte er die übrigen Frauen mit der Waffe und zwang sie, die anderen mit dem Versprechen hereinzulocken, ihnen nichts anzutun. Die Frauen beruhigten ihre Freundinnen und versicherten ihnen, dass keine Gefahr bestehe und die anderen ließen sich nur allzu bereitwillig davon überzeugen. Sie verließen den Schrank.
Er ließ sie auf dem Boden vor sich Platz nehmen. Ruhig behauptete er, er brauche nur Geld für eine Reise nach New Orleans. Die eingeschüterten Frauen suchten das bisschen Geld zusammen, dass sie hatten. Plötzlich hörte Speck, dass sich erneut Schritte näherten. Eine weitere Schülerin, Gloria Davy, kehrte gerade von einem Date zurück.
Kaum betrat sie das Zimmer, sprang Spcker vor und packte sie. Er warf Gloria zu den anderen auf den Boden und zog sein Messer. Dann zerriss er routiniert die Bettlagen in Streifen, fesselte alle Frauen mit seemännischen Knoten, wie man es auf einem Schiff tun würde. Nachdem alle gefesselt waren, wählte Speck sein erstes Opfer aus.
Pamela Wilkening. Er zerrte sie in ein leeres Zimmer, fesselte sie dort auf dem Boden und wollte sie vergewaltigen, als er plötzlich Stimmen an der Tür hörte. Zwei weitere Krankenpflegerinnen, Mary-Anne Jordan und Susan Ferris stiegen plaudernd die Treppe hinauf, ahnungslos, was ich im Haus abspielte. Kaum betraten sie das Schlafzimmer, bot sich ihnen ein Albtraum.
Die anderen waren gefesselt und Speck stand bereits bewaffnet mit Messer und Pistole vor ihn. Sie schrien, versuchten zu fliehen, doch SPC versperrte ihnen den Weg und zwang sie zurück zur Gruppe ins Zimmer. Jetzt entlut sich Specks Gewalt mit voller Wucht. Er tötete Susan Faris und Mary and Jordan durch Stiche und durch Strangulation.
Dann wandte er sich Pamela Wilkining zu und erstar sie, anstatt sie zu vergewaltigen. Eine Studie von 2002 von Erik Borgaard und Jean Prou unterscheidet bei sexuellen Mördern zwei Profile. Sadisten, die planen und Kontrolle suchen und Täter wie Richard Speck, deren Motiv jzornige Wut ist. Sie werden angetrieben von Einsamkeit, gescheiterten Beziehungen und Mißerfolgen, oft unter Drogeneinfluss.
Wahrscheinlich wollte Speck ursprünglich niemanden töten, aber er suchte das Risiko und ließ seiner Wut freien Lauf. Doch drei Morde stillten seinen Hass nicht. Sie entfesselten ihn erst richtig. Er kehrte ins Schlafzimmer zurück auf der Suche nach dem nächsten Opfer und bemerkte nicht, daß Corasson Amurao sich unter dem Bett versteckt hatte.
Er wählte Ninas Schmail, löste ihre Fesseln und führte sie mit vorgehaltener Waffe in ein anderes Zimmer und wiederholte, was er Pamela Wilkining angetan hatte. In den folgenden drei Stunden wiederholte SPC das Muster. Eine nach der anderen holte er die Frauen aus dem Zimmer und tötete sie. Corasson Amurao lag stumm unter dem Bett.
Sie konnte weder fliehen noch helfen. Um 3:30 war das Schlafzimmer leer. Speck hatte Amurao übersehen. Sie hörte noch, wie er Wertsachen einsammelte und das Haus verließ. Spack kehrte ins Hotel zurück. Die Gewalt hatte ihn erschöpft. Das Messer warf er in den Fluss. Kurz vor Morgengrauen fiel er ins Bett und schlief ruhig ein.
Im Haus lag Kodat Amurao zitternd und wein unter dem Bett. Bei Sonnenaufgang gegen Uhr nahm sie all ihren Mut zusammen, kroch hervor und verließ ihr Versteck. Was sie dann sah, war das pure Grauen. In den anderen Zimmern lagen ihre getöteten Freundinnen. Völlig geschockt öffnete sie im zweiten Stock ein Fenster, kletterte auf das Fensterbrett und rief auf Englisch und Tagalog. Sie sind alle tot.
Meine Freunde sind tot. Die Polizei traf sofort ein dicht gefolgt von den Reporterinnen und Reportern. Es war der Kriminalfall des Jahrhunderts. Dank der präzisen Beschreibung von Corasson Amurao, ein großer Mann, kurzes blondes Haar, Südstatenakzent, kamen die Ermittler Richard Spack schnell auf die Spur.
Schon bald stellte sich heraus, viele Menschen hatten einen solchen Mann gesehen. Inzwischen begann für Speck ein neuer Tag. Ganz ruhig bestellte er in der nächsten Kneipe sein erstes Bier. Kurz darauf setzten die Ermittler einen Täuschungsmanöver ein. Ein Mitarbeiter des Verbandes rief Spack an und bot ihm eine Stelle auf einem Schiff an.
Das Beck wurde misstrauisch. Statt in die Falle zu tappen, stieg er ins Taxi und fuhr nach Norden nach Chicago zur nächsten Bar. Die Polizei arbeitete weiter. Fingerabdrücke und FBI Akkten belegten eindeutig, dass Spack der Täter war. Amurau identifizierte ihn schließlich auf einem Foto. Innerhalb von drei Tagen war Speck auf der Titelseite der Chicago Tribune zu sehen.
Die Polizei veröffentlichte Details, darunter Specs Tätowierung, z.B. Born to Raise Hell auf seinem linken Unterarm. Die Schlinge zog sich zu. Speck versteckte sich in einem Hotel im Elendsviertel. Ohne Geld, ohne Zukunft sah er nur noch einen Ausweg. In der Nacht im 16. Juli schnitt er sich mit einer zerbrochenen Flasche die Handgelenke auf.
Nachbarinnen entdeckten ihn Blut überströmt und riefen die Polizei. Speck kam ins Krankenhaus. Der Arzt, der ihn behandelte, bemerkte das Tattoo Born to Race Hell. Er erkannte es aus der Zeitung. Er fragte Spack nach seinem Namen und er antwortete noch halb im Delirium Richard Spack. Noch vor Abschluss der Behandlung legten ihm die Polizisten Fußfesseln an und nach seiner Genesung wurde er ins Cook County Gefängnis gebracht.
Psychologinnen und Psychologen attestierten ihm die Verhandlungsfähigkeit. Der aufsehenerregende Prozess begann am 3. April 1967. Die Öffentlichkeit zeigte sich schockiert von der Kaltblütigkeit des Täters. Während der gesamten Verhandlung blieb Speck gefühllos und regungslos, selbst als Codason Amurau ihn im Zeugenstand klar als Täter identifizierte.
Er behauptete wegen Alkohol und Drogen in jener Nacht einen Blackout gehabt zu haben. Auch die Verteidigung führte dies als Ursacher an. Dr. Marvin Siperin, der Gefängnispsychiater, unterstützte diese Theorie. Er erklärte, dass frühere Kopfverletzung bei Speck zu Hirnschäden geführt hätten, die sich unter Alkoholeinfluss in gewalttätigem Verhalten äußerten.
Inzwischen gibt es Hinweise dafür. Eine Studie aus dem Jahr 2018 von W. Hugiams, Schessan, Cena Fer, Tom McMillan, Nathan Hugh, Michael Parsonage und James Tonks belegt einen Zusammenhang zwischen frühen Hirnverletzungen und späterer Kriminalität. Doch für das Gericht hatte dieses Argument kein Gewicht.
Nach nur 49 Minuten Beratung sprachen die Geschworen Speck für schuldig. Sie empfahlen die Todesstrafe. Sechs Jahre lang wartete Spack auf seine Hinrichtung. 1972 erklärte das oberste Gericht der USA die Todesstrafe für unzulässig. Daraufhin wurde Beck zu achtm jeweils 50 bis Jahren Haft verurteilt. 1978, nach über einem Jahrzehnt hinter Gittern, gab der inzwischen 36-jährige Spack erstmals ein Interview.
Er gestand die Taten, zeigte aber kaum Reue und konnte seinen Handeln nicht erklären. Er machte seine Kindheit für alles verantwortlich. Eltern sollten besser auf ihre Kinder achten. Ich verstehe nicht, warum mir das passiert ist. So etwas kann jedem passieren. 10 Jahre später wurde er erneut gefragt, warum er acht Frauen getötet hatte.
Seine Antwort: Es war einfach nicht ihr Abend. Die wahre Motivation bleibt bis heute ungeklärt. Die psychologischen Gutachter bezeichneten Spck als Soziopathen, der aus Lust an der Gewalt mordete. Die Morde hinterließen einen bleibenden Eindruck im kollektiven Gedächtnis der USA.
SPEC war der erste gewesen, der in Amerika als Massenmörder bezeichnet wurde und damit den Beginn einer neuen Era der Gewalt markierte. Nach einem letzten Wort an seine Mitbürger gefragt, sagte Spike: “Sagt Ihnen nur, dass Sie mich weiter hassen sollen. Ich weiß, das hebt ihre Moral. Ohne das wüsste ich nicht, was ich tun sollte.” Spin Leben lang überzeugt, dass die Welt ihn hasste und bestrafte mit Unglück, Gewalt und Einsamkeit.
Seine Antwort war Hass. Seine Taten brutale Gewalt. Erst nachdem er einen der blutigsten Fälle der amerikanischen Kriminalgeschichte begangen hatte, fühlte Spack sich bestätigt. Die Welt hasste ihn jetzt so, wie er es immer befürchtet hatte. Vielen Dank, dass ihr auch bei dieser Folge wieder mit dabei wart.
Wir freuen uns sehr über eure Neugier und eure Offenheit mit uns gemeinsam in die dunklen Kapitel der Kriminalgeschichte zu blicken. In der nächsten Folge von Serienkiller erwartet euch ein mysteriöser Serienkiller, der New York in Angst und Schrecken versetzt. Entlang des Ocean Parkway werden immer wieder die Leichen von Frauen gefunden.
Als 2010 die junge Shannon Gilbert verschwindet und ihre Suche mehr Opfer ans Licht bringt, beginnt eine nervenauureibende Jagd nach dem sogenannten Gilgo Beach Killer. Wer steckt hinter den brutalen Taten? Mehr dazu in der nächsten Folge. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Erscheint jeden Donnerstag neu, überall da, wo es Podcast gibt und das natürlich kostenlos.
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Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Ry Lee. Deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sit, Fabio Lautenschläger, Luca Kadu, Alexander von Bagen, Julia Ilan, Suolder und Chris Guse.
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