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Wahre Verbrechen I Ein Mord ohne Zeugen I True Crime Dokumentation – Ty

 

Dann ist bei ihm der Damm gebrochen und er erzählte, plötzlich steht der Walner vor ihm an der Tür. Er hat das Gewehr in der Hand. Lut das Gewehr zielte und schoss fünf mal. Dieser Mordfall war logischerweise in der Bevölkerung auch was sensationelles. Jeder sprach nur von diesem Mord. Wer war dahinter? Und gleich wie in Südtrolf passiert die Geheimdienste oder was weiß ich alles, ne? Da habe ich gesagt, so und jetzt glaube ich er selber, der Herr Staatsanwalt, jetzt haben wir alles.

Motiv gefälsches Diploma, Erpressung. Das war der Grund. Kopfschmerzen. Er war fertig. Er war nichts mehr. Bozen, Hauptstadt der italienischen Provinz Südtirol. Vor den Toren der Stadt liegt der Reichrieglerhof. 1910 als feudales Hotel erbaut ist die Anlage mittlerweile ein Apartmenthaus. Hier lebt 1997 der 37 Jahre alte Politiker Christian Waldner.

ein Rechtspopulist, der die Loslösung Südtirols von Italien propagiert. Christian Walner, Politiker, Showman fast, nicht, also äh er äh er war vielleicht gleich von Anfang an Zentrum der Neugierde von allen Südtirolern. Was will er? Er konnte perfekt reden. Er konnte die Leute, wie sagt man, äh mit seinen Worten, mit seinen äh Reden, mit seinen Gesprächen wirklich anziehen.

Das konnte er. Beispiel Heider in Österreich, Tirol, wieso nicht? Auch dasselbe in Südtirol, ne? Und er hat auch große Erfolge erreicht und erzielt. Montag 17. Februar 1997. Die Questour in Bozen. Sitz der Policiad Stato der italienischen Provinz Südtirol. Gripochef Alexander Zelger hat in dieser Woche frei.

Die Zeit nutzt er unter anderem, um zumigenen Friseur zu gehen. Da hörte ich Sirenen, also Polizeisirene, es war absolut nichts Unnormales. Gleich danach wieder eine und dann nochmals hab gesagt, das das ist das wird man so viel. Da ist muss wohl was passiert sein. Obwohl der Kommissar nicht im Dienst ist, will er unbedingt wissen, was genau passiert ist.

Ich habe da meine Leute gesucht, angerufen, die erste Nummer: Kein Mensch antwortet mir. Die zweite Telefonnummer gewählt, niemand antwortet. Die dritte, bis ich endlich meinen Carlo Rouetti erreicht habe. Das war so mein Sekretär in der Kriminalpolizei und ich war immer ein impulsiver Mann, ne? Und da habe ich ihn gleich angeschrien, wo sind meine Leute, keine Antwort.

Was ist da passiert, ne? Und der Doktore aniso Christian Waldner Dr. Zelger sie haben den Christian Waldner erschossen. Was? Das gibt’s nicht den Christen Waldner. Kommissar Zelger fährt sofort zum Tatort. Der Politiker Christian Waltner ist seit Samstag naachmittag verschwunden. Als seine Mitarbeiter ihn am Montag immer noch nicht erreichen können, alarmieren sie die Polizei.

Die Beamten öffnen sein Büro im Reichrieglerhof und entdecken die Leiche des Politikers. Wenn mir per Telefon mitgeteilt worden war, dass Christian Walner erschossen worden war, das das konnte ich im Anfang am Anfang gar nicht glauben, wie denn das gibt’s ja nicht, denn ich kannte ja Kristian Walner ja persönlich wirk also die sechste, siebte, achte Klasse zusammen besucht und auch dann später immer wieder in der Stadt gesehen, Also eine bekannte Person, der plötzlich tot war, gleich alt oder gleich jung wie ich. Das war schrecklich.

Die Nachricht von Waldners Tod verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Rot war schon Personal der Schutzpolizei, Personal meiner Abteilung, also der Kriminalpolizei. Der Staatswalt war auch schon vor Ort und auch die Presse schon. Das Büro von Christian Waldner liegt hinter der ehemaligen Rezeption des Hotels.

Zellgas Leute zeigen ihm den Tatort. Hinter der Decke wurde mir dann die Stelle gezeigt, wo eben die Leiche von Christian Walner gelegen war. Die exponierte Stellung Waldners lädt zu Spekulationen ein. Hat etwa der italienische Geheimdienst seine Finger im Spiel? Da hat man gleich den Druck gespürt, da muss sofort oder so schnell wie möglich Klarheit geschafft werden.

Was ist da passiert? Wer hat Christian Waldner erschossen? Die Spurensicherung am Tatort ergibt keine näheren Hinweise. Gespannt wartet Kommissar Zelger auf das Obduktionsergebnis.  Die Gerichtsmediziner stellten fest, dass äh äh Christian Walner von vorne angeschossen worden war. Fünf Schüsse mit einem Kleinkaliber, aber eine Feuerwaffe mit Kleinkaliber, was die Todeszeit anbelangt.

Spätestens am Samstag zum Mittag muss das passiert sein. Die Auswertung der Telefone des Politikers und eine erste Befragung seines Umfelds bestätigen die Ergebnisse der Gerichtsmediziner. Ab Samstag Mittag hat er an keinem Telefon Anruf mehr geantwortet, sei es nicht auf dem Festnetz, wie auch nicht auf sein mobiltelefon.

Und das war bei ihm absolut ungewöhnlich, denn er war ständiger als Politiker. Er war ständig beim Telefonieren. Das heißt also effektiv Todeszeit Samstag zu Mittag. Zellgas Leute finden heraus, dass der Politiker kurz vor dem wahrscheinlichen Todeszeitpunkt vom Faxgerät seines Büros eine Pressemitteilung an verschiedene Tiroler Zeitungen geschickt hatte.

Damit rückt ein Parteifreund und Weggefährte Waldners in den Fokus der Ermittler. Ein gewisser Peter Paul stand immer an seiner Seite. Und mir wurde aber dann erklärt, dass Walner ohne Peter Paulo gar nichts tun konnte. Alle seine Reden hat eigentlich der gute Peter Paul geschrieben. Christian Waldner holte sich, so sagte man mir, den äh Peter Paul zu sich auch und der ruf ihn zu jeder Tageszeit an, manchmal sogar an nachts, um auch nur einfache Pressemeldungen zu schreiben.

Bei ihren Ermittlungen stoßen Zellgas Leute auf ein pikantes Detail. Peter Paul R. 1996 an der Universität von Innsbruck promoviert. Allerdings hat er gar kein Abitur. Sein Zeugnis war gefälscht. Wir sind dann drauf gekommen, dass Christian Walner ihm verholfen hat und genau gesagt hat, wie er zu diesem gefälschten Diplom kommen kann.

Und nur der Christian Waldner wusste, dass Peter Paulo geschwindelt hat und selbst in den höchsten Etagen der Uni äh Innsbruck alle angelogen hat. Er war also den Tag pressbar. Für den Tattag hat er allerdings ein Alibi. Er hat den Vormittag mit einem Parteifreund verbracht und anschließend einen Pressetermin in Bozen wahrgenommen.

Da kommt Zelger ein Zufall zur Hilfe. Ein junges Paar aus dem hier nein Sartal kam zu uns, nachdem sie vom Mord an Christian Walner gehört hatten und sie hatten eine Wochenzeitschrift bei sich und auf dem Titelbild war das Gesicht von Peter Paulo. als Persönlichkeit sehr nahe Freund von den verstorbenen Christian Walner und dieses junge Ehebar, diese zwei aus dem Saantal fragen mich gleich, ob das wichtig wäre, dass sie mit diesem Herrn und zeigten mir die Zeitung ein Problemchen gehabt haben.

Das Ehepaar ist am Tattag gegen 12 Uhr mittags statt auswärts Richtung Gries gefahren. Die Straße führt von der Innenstadt auch zum Reich Rieglerhof. An einer besonders engen Stelle kommt ihnen ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit entgegen und beschädigt ihren Außenspiegel. Der Fahrer begeht Fahrerflucht.

Das Ehepaar ist sicher. Am Steuer saß Peter Paul R. Als sie das Titelbild der Zeitschrift entdecken, erinnern Sie sich an sein Gesicht. Dann sagte ich Ihnen zu Ihnen, das ist ja absolut wichtig, sehr wichtig, denn dann hatten wir ja den Beweis, dass Peter Paul vom gerade vom Schloss Reichigerhof in die Altstadt fahren gefahren ist genau zu Mittag.

Wir hatten wieder einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht in unseren Ermittlungen, aber logischerweise noch viel zu wenig, um sicher zu sein, ob Peter Paul doch vielleicht irgendwie was mit dem Tod von Christian Walner zu tun hätte. Zahlreiche Parteifreunde Waldners werden vernommen. Dabei erfahren Zelgas Leute ein weiteres wichtiges Detail.

Ein Politiker, ein Parteifreund von ihn hat uns erklärt, er muss da was Wichtiges erzählen. Da da stimmt was nicht in der ganzen Story. Ja, bitte. Ja, Peter Paul und sein Freund haben mehrmals im Parteibüro mit einem Gewehr geschossen. Na, wie geschossen? Ja, ein Parteibüro. Ja, sie hatten so ein kleines Gewehr, haben ein Buch aufgestellt und die haben mit diesem Gewehr immer geschossen.

Kommissar Zelger veranlasst eine Hausdurchsuchung im Parteibüro in der Innenstadt von Bozen. Das Zielobjekt befindet sich noch im Regal. Es ist ein Buch von Waldners Parteifreund Jörg Heider. Zur Überraschung der Ermittler stecken die Projektile noch in den Seiten. Der ballistische Abgleich ergibt, das Kaliber stimmt mit jenen Projektilen überein, mit denen Christian Waltner erschossen worden war.

Innerhalb der Partei wird mit der Waffe geschossen, mit der später dann Christian Walner erschossen worden war. Staatsanwalt und ich schauen uns an und sag so, jetzt ist soweit, jetzt müssen wir uns den Peter Paul holen und da mal als Zeugen mal vernehmen. Drei Tage nach Auffinden der Leiche wird Peter Paul R in die Questour einbestellt.

Mit ihm soll auch ein Parteifreund aussagen, der behauptet, er habe den Tattag mit R verbracht. Am Ende des Verhörs hat er unterschrieben, dachte konnte schon gehen, aber wie ausgemacht, der Inspektor, Kriminalinspektor begleitet den guten, den Zeugen, der das Alibi ja geschaffen hatte, kreiert hatte für Peter Paul zu mir her mit dem Protokoll, wo er partisch sagt, nein.

Peter Paul war nicht reicherhof, er war mit mir. Ich habe ihn angeschaut, da habe ich gesagt, sie wissen schon, es geht hier um ein Mord. Und wenn Sie falsch Aussagen machen, dann sind Sie auch mitschuldig und werden dann auch als Mitäter dann verantwortlich gemacht, denn was sie hier geschrieben haben, stimmt nicht und das wissen Sie, aber sie können es jetzt noch rückgängig machen.

Alexander Zelger ist ein erfahrener Ermittler. Sein Bauchgefühl drückt ihn auch dieses Mal nicht. Keine Sekunde hat es gedauert und hat sofort gesagt, ja, stimmt, ich habe hier gelogen, ich war nicht mit ihm mit den Peter Paul, aber er hat mich darum gebeten, ihm diese Aussagen zu machen, weil er war zwar nicht beim beim Waldner, aber wollte keine Probleme mit uns bei der Polizei haben, bei der Kriminalpolizei und Peter Paul wird hat sicherlich nicht seinen Freund um erschossen.

Das habe ich nicht gesagt, aber nicht eine falsche Aussage machen. Also noch einmal Protokoll noch mal verhört worden. Er hat den an dem Tag dem Peter Paul gar nicht mal gesehen. Das reicht dem Staatsanwalt, um Haftbefehl gegen R zu erlassen. Er, der zu diesem Zeitpunkt auf seine Vernehmung wartet, wird umgehend festgenommen.

Es ist mittlerweile weit nach Mitternacht. Zelger fragt den Mann nur ein Wort. Warum? Er saß mit den Handschellen dann Totenstille. Ich sprach nicht, er nicht. Einige Sekunden später senkt er den Kopf für seine Händen zu. Atmete tief durch. Hob sich wieder. und sagt der zu mir, Dr. Zelde, das ist das war brutal. Irgendwann vor drei Jahren war mir bewusst, dass ich nichts mehr zu melden hat.

Er war mein Chef, hatte mir geholfen zu diesem Matura Diplom zu kommen. Ich war nur mehr sein Hampelmann. Ich musste immer alles tun, was er wollte. Von den Tag an seit 3 Jahren habe ich immer nur Kopfschmerzen. Kopfschmerzen. Kopfschmerzen. Ich war fertig. Immer nur Kopfschmerzen und die Schuld war er da. Er hat mich da zu dem geführt.

Ich war nichts mehr alles zusammengebrochen. Politisch Familie an dem Samstag. Ich wollte mit meiner Frau ausgehen und der ruf mich an, diese Pressemedaillung ist zu schreiben. Muss alles stehen und liegen lassen und laufen. Das war der Grund. Kopfschmerzen. Er war fertig. Er war nichts mehr. Peter Paul R.

20 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt wegen des Mordes an seinem Parteifreund Christian Waltner. Die Anklage lautete auf sexuellen Kindesmissbrauch und richtete sich am Ende gegen 25 oder bzw. 26 Personen. Die Öffentlichkeit war, als die Sache publik wurde, natürlich empört. Wie kann es sein, dass zwei Familien ihre eigenen Kinder sexuell in einer solchen also so wirklich abartigen Weise missbrauchen? Und was haben diese Schweine mit den Kindern gemacht? Unsere Eltern sollen uns sexuell missbraucht haben, angefasst haben [schnauben] und das wurde uns halt

damals so diktiert, dass wir das dann auch bei Gericht so sagen sollen, dass die Staatsanwaltschaft auf sehr fragwürdige äh medizinische Gutachten hereingefallen ist. Das wusste man damals ja noch nicht. Ich bin mit einem halben Jahr ins Heim gekommen, weil meine Eltern wegen sexuellen Missbrauch angeklagt wurden.

Ähm meine drei Geschwister waren auch noch mit, die waren in dem Alter von 2 bis 6 Jahren. Die Warmser Prozesse äh die Katastrophe für die Staatsanwaltschaft schlecht hingewesen sind. Denn es ist alles ans Licht gekommen, wer alles an welchen Stellen versagt hat. Warms 1994. Noch ahnt niemand, dass sich hier in Rheinlandfalz ein unfassbarer Skandal abspielen wird, der unzählige unschuldige Familien zerstört.

Giselafriedrichsen ist Deutschlands erfahrenste Gerichtsreporterin. Sie hat damals über den unglaublichen Fall berichtet. Der Auslöser der Warmsauerprozesse, die vor etwa 30 Jahren angefangen haben, war ein erbitter Streit um das Sorgerecht zwei für zwei Kinder, deren Eltern sich gerade hatten, scheiden lassen.

Dann stellten stellte die Familie des Vaters fest, dass vor allen Dingen das Mädchen in einem nicht sehr guten Zustand war, ziemlich verwahlost. Das Kind hatte eine schwere Windeldermatitis und hat sich nicht wickeln lassen, hat immer geschrien. Als das Mädchen beim nächsten Besuch dann auch noch eine Platzwunde am Kopf hat, handelt der Vater.

Daraufhin äh geht man in eine Warmser Kinderarztpraxis. Da wurde dann festgestellt, wie viele blaue Flecken und wie viele Schirfunden und wie entzündet das Kind gewesen ist und so weiter. Und vor allen Dingen hat man festgestellt, das Kind sei sexuellen Missbrauch. Der Vater zeigt seine Exfrau an. Sie erstattet wiederum Anzeige gegen ihn.

Der Konflikt eskaliert. Das Jugendamt nimmt die Kinder in Obhut. Eine Dame sollte sich drum kümmern, die, das hat sich dann im Laufe der Zeit herausgestellt, äh nicht besonders gut ausgebildet war dafür. Dafür aber war sie von einem missionarischen Eifer, einem überbordenden Eifer erfüllt äh sexuellen Missbrauch aufzudecken.

Aufzudecken, nicht aufzuklären, sondern aufzudecken. Und äh sie hat sich dann des Kindes in einer Weise angenommen, die im Nachhinein betrachtet katastrophal gewesen ist. Wie katastrophal, das erfährt auch die Journalistin Gela Friedrichsen erst später. Sie erinnert sich an ein Beispiel, das die maßlose Fehlinterpretation auf den Punkt bringt.

Das Kind erzählte, dass sie im letzten Wochenende mit der Mama in einer Gaststätte waren und dass sie da Spinat habe essen müssen und dass der so eklig gewesen sei. Und diese Dame hat in ihrem ja völlig unkontrollierten ungehemmten Eifer äh sich gedacht, Spinat, das war sicher Sperma. Sie ist nie von nie von jemand gefragt worden, wie sie denn von Spinat auf Sperma kommt.

Also, ich habe mal dann gedacht, vielleicht weil beides mit SP beginnt oder so. Also, ich meine, es gibt viele Kinder, die mögen keinen Spinat, aber ohne, dass man deshalb die Verbindung zu Sperma zieht. Fortan beobachtet die Betreuerin die Kneipe und vor allem die männlichen Gäste, die dort ein und ausgehen. Sie ist ja da nicht reingegangen.

Sie hat es nur von außen gesehen, dass da Autos kamen, dass den Männer ausstiegen und dann in die Kneipe gingen. Und das war für sie dann der Auslöser zu der Fantasie, dass in dieser Gaststätte also äh Kinder reihenweise missbraucht wurden. Die haben die Kinder haben das dann auch ausgesagt, so wie sie es ihnen nahe und das kam dann dazu, also es muss da soll da im Treppenhaus ein braunes Sofa gestanden haben, wo die Kinder missbraucht wurden.

Und im Keller habe es einen Raum gegeben äh mit Kameras, wo diese Missbrauchshandlungen dann auch gefilmt wurden. Und so entstand dann also die Überlegung, äh wir sind hier einem Pornoring, einem kommerziellen Pornering auf der Spur. Immer mehr Menschen in Worms geraten in Verdacht bei der Betreuerin. Immer mehr Mütter und Väter werden wegen Kindesmissbrauchs festgenommen.

Ihre Kinder müssen ins Heim. Eines davon ist Sebastian. Er ist damals 6 Jahre alt. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder wird er aus seiner Familie gerissen. Ja, das war schon schon ziemlich schwer, weil die Eltern sind die Bezugspersonen zu einem. Äh und von jetzt auf gleich kriegt man dann gesagt, du musst mitkommen und die Eltern dürfen nicht mitkommen.

Und es war halt schon äh ein schwerer Moment. Ja, Sebastian und sein Bruder müssen fortan unfassbare Vorwürfe gegen die eigenen Eltern formulieren. Vorwürfe, die ihnen eingetrichtert werden. Wir wussten ja gar nicht, was die Eltern überhaupt gemacht haben sollen. Äh, das wurde uns dann halt äh so eingepleut, dass man dann halt irgendwann gezeigt hat, gesagt hat, ah ja, die haben mich hier angefasst, die haben mich da angefasst.

Äh und ja, das mussten wir dann auch an so an so Puppen zeigen. Das Kind musste dann mit diesen sogenannten anatomisch korrekten Puppen spielen. Puppen, die überlange Zungen hatten, äh ganz hervorstechende und hervortretende Geschlechtsorgane und alles, was das Kind damit gemacht hat, ist also feinsäuberlich notiert worden und diente dann alles zum Beleg dafür, dass das Kind äh missbraucht worden ist als Beweis dafür.

Jacqueline ist Sebastians Cousine. Auch ihre Eltern stehen damals unter Verdacht des sexuellen Missbrauchs an ihren eigenen Kindern. Im Alter von gerade einmal einem halben Jahr wird Jacqueline ihren Eltern weggenommen. 15 lange Jahre wächst sie in einem Heim auf. Das macht mich wütend und traurig. Also, ich hätte mir gewünscht, eine schöne Kindheit gehabt zu haben, so wie es bei anderen Familien sieht.

Am 24. November 1994 beginnt am Landgericht Mainz die erste Verhandlung im Rahmen der sogenannten Wormser Prozesse. Die Öffentlichkeit war überzeugt davon, dass diese Anklage stimmt. Und als der Prozess dann begann, hat man diese Angeklagten oder diese Untersuchung, die waren ja allein untersuchungshaft, wirklich äh geradezu äh zur Schau gestellt.

Man hat sie aneinander gekettet über die langen Flore des Mainzerlands geführt, sodass also jeder draußen sehen konnte. Oh Gott, das sind ja diese Schweine da. Ich habe das als wirklich als als ekelhaft empfunden äh und als wirklich menschenverachtend, denn ich meine, diese Leute standen vor Gericht. Okay, das ist in unserem Rechtsstaat zuvorgesehen, wenn da eine Anklage erhoben wird und ein Gericht diese Anklage zulässt, dann haben sich die Leute vor Gericht zu verantworten.

Aber es steht mirs, dass man sie deshalb äh so behandeln muss, äh als wären sie äh me die, wenn sie bestraft werden, dann kriegen sie ihre Strafe früh genug, aber deshalb müssen sie nicht bloß gestellt und an den Pranger gestellt, weil wir sind ja nicht im Mittelalter, wo man die bespucken konnte und äh beschimpfen konnte.

Um der Anklage Nachdruck zu verleihen, werden die Kinder, die angeblich von ihren Eltern missbraucht worden sind, auf ihre Aussagen bei Gericht vorbereitet. Man hat es ja, ich sag jetzt mal auswendig lernen müssen. Du musst das und das erzählen und das hast du dann erzählt und dann war die Sache für dich eigentlich äh erledigt, weil als Kind weißt du ja gar nicht, was du da jetzt gerade erzählt hast.

Wenn man das zu einem Erwachsenen sagt, hier du musst das und das sagen, dann dann hat man das im Kopf oder zu einem Jugendlichen schon und der kann damit halt auch was anfangen, aber halt Kinder sind halt beeinflussbar. Den sagt mal hier, du musst das und das machen, dann kriegst du das und das und dann wird alles wieder gut und äh dann macht ein Kind das.

hat die Kinder dann in einen gerade so in einen Aufdeckungsrausch hineingetrieben. Sie wurden immer nur nach Namen gefragt, wer war denn dabei? Und die Kinder haben dann irgendwann alle Namen genannt, die kann z.B. sollte die Oma laut irgend eines dieser Kinder äh einem anderen Kind mit der Nadel in die Scheide gestochen haben zur eigenen sexuellen Befriedigung.

Das war schon, also die, diese Oma war eine ganz einfache Frau. Äh die hat fünf Kinder groß gezogen, weil ihr Mann sehr frühzeitig verstorben war. Also, es war eine ganz einfache, redliche, anständige Frau und die sollte nun plötzlich äh solche Sachen da gemacht haben. Also, das es hat niemand gestört, sondern man war so besessen davon, äh hier ein ein unglaublichen Sumpf an Kinder Kindesmissbrauch aufgedeckt zu haben, dass äh dass irgendwie der die Vernunft blieb völlig völlig auf der auf der Strecke.

Die erfahrene Journalistin Gisela Friedrichsen hegt immer mehr Zweifel, ob die Anklage nicht auf völlig falschen Erkenntnissen basiert und ihr Verdacht tätigt sich bald. als die Kinder dann so richtig in dem Aufdeckungsrausch waren, weil sie gemerkt hatten, dass wenn sie Namen nennen, wenn sie irgendwelche Geschichten erzählen, vor allen Dingen, die sie schon von den Erwachsenen irgendwie gehört hatten, dass sie dann gelobt wurden und dass das also gut war, äh haben sie dann irgendwann auch auf die Frage, wer denn noch alles dabei

war, z.B. die beiden Staatsanwältinnen genannt, die äh bei den Vernehmungen immer dabei waren. Sie haben den Ortspolizisten genannt, der sie immer zu den Vernehmungen gefahren hatte, weil das war ja auch einer, den sie kannten. Kinder haben alle Namen genannt, die sie kannten. Selbst der Leiter des Heims, in dem Jacqueline untergebracht war, beschuldigt ihre Eltern im Prozess.

War ja ein wildfremder Mann. Was hat der da sich mit reinzuhängen? Der hat ja meine ganze Familie so gar nicht gekannt. Warum konnte er zu dem ganzen was sagen? Im Prozess kommen nun immer mehr Ungereimtheiten ans Licht. Darunter auch die Aussagen des Arztes, der den Missbrauch festgestellt haben will. Dieser Herr hat auch behauptet, dass äh er jede Menge Narben gesehen habe an den kleinen Popos da der Kinder.

Äh, die waren aber seiner Meinung nach inzwischen verschwunden. Der Mainzer Rechtsmediziner Professor Urban hat also einen langen Vortrag hat einen langen Vortrag drüber gehalten, dass Narben also keineswegs einfach verschwinden oder was mich damals so erregt hat, aber was ich eigentlich heute würde ich das ganz ganz viel schärfer angreifen, war das z.B.

die Staatsanwaltschaft so schlecht ermittelt hat, dass sie nicht gemerkt hat, dass ein Kind gar nicht noch gar nicht geboren war, als es schon nach Angaben der Beteiligten äh äh missbraucht worden sein sollte. Es wird ein Gutachten über die Aussagen der Kinder in Auftrag gegeben. Es führt zum Einstürzen der Anklagen.

Also, es gab ein Gutachten des äh sehr namhaften Aussagepsychologen Burghard Schade, wo er die ganzen Aussagen haar klein äh zurückgeführt hat auf ihren Ausgangspunkt, wer mit dem Kind was besprochen hat, was in das Kind hineingered wurde, also ihm suggestiv beigebracht wurde und was dann am Schluss als Kinderaussage herausgekommen ist.

Professor Schade hat deshalb immerhin vorgetragen und das Gericht hat dann äh Zähne knirschend frei gesprochen, aber sich nicht verkneifen können, zu sagen, wir sind überzeugt, dass die Kinder missbraucht wurden, äh und sie müssen leben damit mit dem Verdacht, dass sie eben solche Schweine sind. Auch in den folgenden Prozessen werden alle Angeklagten freigesprochen.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Kinder drei Jahre von ihren Eltern entfremdet. Sebastian istun, sein Bruder 11 Jahre alt. Nachdem die dieser Freispruch dann war, haben wir halt Briefe geschrieben bzw. mein Bruder dann ein Brief geschrieben ans Gericht dazu. Da kam es zu keiner Verurteilung.

Unsere Eltern sind freie Leute, wir wollen wieder zurück. Und dann wurden halt hier Kontaktaufnahmen, also betreute Kontaktaufnahmen, wo dann die Eltern ins Heim gekommen sind. Dann nach und nach durften wir dann Wochenend heim und dann äh waren wir dann irgendwann wieder komplett zu Hause, aber halt erst Jahre später. Das Rausreißen aus der Familie hat bei Sebastian Spuren hinterlassen, aber auch bei seinen Eltern, die unschuldig einen wahrgewordenen Albtraum durchleben mussten.

Die Prozesse, die haben unsere Eltern ganz schön kaputt gemacht. Also äh man sitzt halt unschuldig in so einer Zelle, muss regelmäßig vor Gericht auftauchen. Also das hat die Eltern schon ganz schön kaputt gemacht. hat die El hat die Familien auch teilweise auseinander gerissen. Also ja, für die Eltern war es schon extrem schwer.

Sebastian, seinem Bruder und seinen Eltern ist es gelungen, wieder zueinander und zurück in ein gemeinsames Leben zu finden. Jquelin Leidensweg soll damals noch immer nicht zu Ende sein, denn das, was ihren Eltern vorgeworfen wurde, der sexuelle Missbrauch, passiert ihr anschließend tatsächlich. Im Heim, in dem sie untergebracht wurde, werden sie und andere Kinder über Jahre hinweg vom Heimleiter missbraucht.

Ich war allein. Ich konnte nie nach Hilfe fragen. Ich konnte nie nach dem Gespräch fragen. Ich war immer Lein auf mich gestellt. Jacqueline und die anderen Kinder werden vom Heimleiter manipuliert. Es gelingt dem Mann Jacqueline davon zu überzeugen, dass sie trotz ihres Freispruchs Angst vor ihren Eltern haben muss.

Uns wurde so oft vom Heimleider erzählt, dass unsere Eltern Trickschweine so schlimme Sachen mit uns gemacht haben und da war einfach die Angst viel zu groß irgendwann unseren Eltern über den Weg zu laufen. Der Heimleiter nutzt die Wehrlosigkeit der Kinder schamlos aus. Er ist mir nah gekommen.

Ich oder wir, ich, wie auch immer, wir mussten unsere Hausaufgaben [japst] unten in seinem Büro machen. Hausaufgaben, die natürlich dann nett gemacht wurden. Er hat die Chance genutzt und ist mir dann näher gekommen. Es wurden Bilder gemacht. Ich sollte ihn berühren. Ich sollte auch irgendwann kam es dazu, dass ich andere Kinder berühren sollte.

Als ich irgendwann realisieren konnte, dass das nicht normal ist, habe ich zu ihm gesagt, dass ich hier nicht, also dort nicht mehr bleiben möchte im Heim. hat er irgendwann zu mir gesagt, dass er Waffen im Safe hat und äh die wurden uns dann auch gezeigt. Mir alleine hat er diese gezeigt und auch mit meinen Geschwistern, so dass wir so auf die Art: “Halt einfach dein Mund, sonst passiert euch was.

” Jacqueline und ihre Geschwister haben Todesangst. Dennoch kann sie sich Jahre später dazu durchringen, Anzeige gegen den Heimleiter zu erstatten. Ich bin Schritt gegangen, weil ich selbst mit meinem Leben nicht klargekommen bin, weil ich gemerkt habe, wie schwer es mir fällt, jeden Tag meistern zu können.

Und ich wollte nicht, dass noch mehr Kinder darunter leiden müssen. Ich hätte das nicht verkraften können, wenn wenn noch mehr Kinder drunter gelitten hätten. Also, ich bewundere die Jacqueline wirklich aus tiefster Seele, dass sie es geschafft hat, erstens mal äh dieses Heim zu verlassen. Sie hat ist ja mit 15 gegangen. Äh andere haben es nicht geschafft.

Die sind sogar wieder zurückgekehrt, weil er diese Kinder in einer solchen Abhängigkeit von sich gehalten hat. äh wie wie in der Sekte. Sie ist sie muss ein Mensch sein, die die der wirklich äh selbst denkt auch und die Kraft hatte, dann irgendwann sich zu überlegen, was ist hier eigentlich passiert. Der anschließende Prozess gegen den Heimleiter verlangt Jackline einiges ab.

Das waren Blicke, als ob er am liebsten über den Tisch springen wird und mehr nach Hals springen wird. Das es war einfach komisch die Plege von ihm und als ob er ähm ich weiß nicht, wie ich das genau beschreiben soll. Auf jeden Fall war sehr viel Hass in ihm für mich drin. Jaquelines Peiniger wird wegen sexuellen Missbrauchs zu 5 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt.

Gerechtigkeit sieht für Jacqueline anders aus. Sie hat ihre gesamte Kindheit verloren, weil Pseudopsychologen ihre Eltern fälschlich des Missbrauchs beschuldigten. Sie musste in einem Heim aufwachsen, indem sie dann tatsächlich missbraucht wurde. Viele Jahre später hat sie es dennoch geschafft, endlich eine Bindung zu ihrer leiblichen Mutter aufzubauen.

Mit meiner Mutter habe ich seit letztem Jahr wieder guten Kontakt. Wir sehen uns eigentlich regelmäßig. Jedes Mal, wenn ich meine Mutter äh treff, geht mir jedes Mal durch den Kopf, wie wie sehr mir das gefehlt hat, wie sehr ich mir das gewünscht hätte, Mama zu haben. Jacqueline, eines der vielen Opfer der Wormser Prozesse.

Heute ist sie dennoch eine starke junge Frau und liebevolle Mutter zweier Kinder. Ein ganz normales Leben leben, sagt sie, ist für sie dennoch jeden Tag ein neuer Kampf. Mariam äh lebte mit ihren beiden Kindern. Die waren damals 9 und 13 Jahre alt in einer geflüchteten Unterkunft. Und wir haben auch so bisschen zu ihrer äh Geschichte wann mitbekommen, dass ihr Ehemann sie geschlagen hat, die Kinder geschlagen hat, woraufhin sie beschlossen hat, sich von ihm scheiden zu lassen, was für eine afghanische Frau sehr mutig ist.

Sie hat gegen bestimmte Regeln ähm ihres Glaubens verstoßen. Relativ früh war für mich persönlich klar, wir suchen eigentlich eine Leiche. Als wir uns die Bilder noch genauer anguckten, war für uns ganz klar, dass sich in dem Koffer die Leiche befunden haben muss. In Fällen, wo Frauen auf solche bisalische Art und Weise zu Tode kommen, wo steht man fassungslos davor und sagt, wieso musste es geschehen? Berlin, 13. Juli 2021.

Die 32-jährige Mariam Ha wird von ihrem Freund als vermisst gemeldet. Er kann die Mutter zwei Jahr Kinder seit 48 Stunden nicht erreichen. Ermittlerin Katharina Tomala wird eingeschaltet. Ich habe einen Anruf [schnauben] von einer Kollegin aus einer örtlichen Direktion bekommen, die sich mit vermissten Fällen befassen.

Sie fragte, ob sie mir einen Fall vorstellen dürfte, wo sie Bauchschmerzen hätte. Und äh ich habe sie kurz erzählen lassen und dann habe ich äh sie gebeten, mir alles, was ich schon schriftlich verfasst haben, mir zukommen zu lassen. Und ja, dann haben wir angefangen zu lesen und haben festgestellt, das ist für uns kein vermissten Fall.

Katharina Tomaller leitet die dritte Mordkommission in Berlin. Die Informationen zum Verschwinden der zweifachen Mutter Maria Haar beunruhigen sie. Nachdem die örtliche Direktion fast eine Woche ermittelt hat, also fünf Tage ermittelt hat, keine Bewegung auf dem Konto festgestellt worden sind. Sie hat weder ihren Pass mitgenommen, noch andere persönliche Papiere.

Es wurde kein Geld abgehoben. Ihr Handy war ausgeschaltet, Kinder, um die sie sich immer gesorgt hat, alleinelassen und da da wurden wir sofort hellhörig. Tomala und ihr Team übernehmen den Fall. Im ersten Schritt schauen sie sich das Leben der gebürtigen Afghanin Mariam genauer an. Wir wussten, dass sie im Herbst 2015 mit ihrer Tochter hier nach Deutschland kam.

Ihr damaliger Ehemann, mit dem sie im Alter von 16 Jahren zwangsweise verheiratet wurde, war schon in Berlin in Deutschland. Ihre drei Brüder wohnten schon auch hier in Deutschland. ähm zwei in Berlin und einer war schon, glaube ich, soweit zu dem Zeitpunkt in Donavt in Bayern. Mariam sieht ihr neues Leben in Deutschland als Chance.

Sie hat Träume und die will sie in die Realität umsetzen. Sie wollte hier ankommen in Deutschland. Sie wollte eine Wohnung für sich und ihre Kinder finden. Sie wollte ein Deutsch lernen. Sie wollte Arbeit finden. Und das waren so ihre Ziele, die sie verfolgt hat. Um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, lässt sie sich drei Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland von ihrem Ehemann scheiden und dann lernt sie einen neuen Mann kenne.

Kennengelernt haben sich, glaube ich, 2017. Er hat damals als Familienhelfer in einer geflüchteten Unterkunft gearbeitet und ähm in diese Unterkunft ist Mariam nach der Scheidung gebracht worden. Das war sollte anonym bleiben, damit der Exhemann keinen Zugriff auf sie hatte. Und äh dort haben sich kennen und lieben gelernt und waren dann zu bis zu ihrem Verschwinden vier Jahre zusammen.

Und genau dieser Lebensgefährte ist es, der Mariam am 13. Juli 2021 als vermisst meldet. Katharina Tomala vernimmt ihn als Zeugen. Er war sehr aufbrausend. Er war ähm versuchte sofort den Tatverdacht auf den äh Exhemann zu lenken. Ähm aber er hatte auch eine Vorgeschichte. Äh unsere Recherchen haben ergeben, dass er ähm auch schon eine Frau hatte und dort es zu zur zu zur zu zur zu zur zu ähm Auseinandersetzung gekommen ist.

Also er war für uns auch nicht ohne. So dass er natürlich auch in den Tat Verdacht geraten ist, dass er mit dem Verschwinden und Mariam was zu tun haben könnte. Hat ihr Freund Mariam in seiner Gewalt oder ist Ihr Ex-Mann für ihr Verschwinden verantwortlich? Das Team von Katharina Thomala muss Klarheit darüber gewinnen und stößt während den Ermittlungen dann auch noch auf die Brüder der Vermissten.

Wir hatten drei drei Richtungen, in die wir ermittelt haben. Das war ja auf der einen Seite der Exhemann, dann der aktuelle Freund und dann die beiden Brüder. In solchen Fällen ist es, wenn man mehrere Richtungen hat, es ist erstmal [schnauben] der erste Schritt ist es sich auf eins zu fokussieren. Also, man muss priorisieren, was bearbeiten wir zuerst? Was kann warten? Eines steht für Katharina Tomala fest.

Sie ermittelt hier sicher nicht mehr in einem vermissten Fall. Ehrlich gesagt war für mich sofort klar, wir werden sie nicht mehr lebend finden. Wir suchen nach einer Leiche. Mariams Ex-Mann steht bei der Polizei ganz oben auf der Ermittlungsliste. Er wird befragt. Der Exhemann sagte, dass er mit ihr seit der Scheidung kaum Kontakt hatte.

Ab und zu hat er die Kinder angesehen. Er hat sie auch nicht mehr belästigt, was auch nachvollzogen werden konnte. Ähm und er sagte, er ist zu der Tatzeit, wir gingen von Tatzeit vom 13. Im Juli äh war er morgens aufgestanden, wie jeden Morgen und ist dann bis in die Abendstunden spazieren gewesen. In Rahmen der Vernehmung äh hat er uns in sein Handy schauen lassen.

Der Ex-Mann war zur Tatzeit im Berliner Stadtteil Wedding. Damit scheidet er als Täter vorerst aus. Während Katharina Tomalla und ihr Team den Freund von Mariam Näher unter die Lupe nehmen, geben ihre Brüder folgendes zu Protokoll. Wir haben Jusuf, also den Bruder aus Bayern, relativ schnell nach der Vorgangsübernahme vernommen.

Er erzählte, sei am 12. Juli nach Berlin gekommen, weil er sich am 13. gemeinsam mit Mariam zu einer Wohnung begeben wollte in Neuköln. Die Wohnung hätte er für sie gefunden über einen Makler und die wollten sich die Wohnung angucken. Das war ja war ja Mariams Ziel, eine eigene Wohnung hier in Berlin zu haben.

Und am 13. hätte er sie dann morgens angerufen. Man ist dann gemeinsam losgefahren und am Alexanderplatz hätte Mariam so gegen 11 einen Anruf erhalten und hätte dann ihm gegenüber gesagt, sie könnte sie könne jetzt nicht mitkommen nach Neuköln, sie hätte was anderes zu tun. Und das war ja das letzte Mal, dass er sie gesehen hätte.

Er gibt an noch am selben Tag mit dem Zug von Berliner Südkreuz zurück nach Bayern gereist zu sein. Wir haben dann hier einen jungen Kollegen hergeschickt nach zum Bahnhof Südkreuz. Er sollte die Angaben, die der Jusuf in seiner Vernehmung gemacht hat, überprüfen. Stimmte das so, so wie es uns gegenüber angegeben hat äh oder nicht? Alle Überwachungskameras des Berliner Bahnhofs Südkreuz in der fraglichen Zeit werden jetzt gesichtet.

Und tatsächlich können die Ermittler Josfah am 13. Juni gegen 17 Uhr auf den Aufnahmen entdecken. Aber zu ihrer Überraschung entdecken die Ermittler noch mehr. Auch sein Bruder Madi ist dabei und beide transportieren einen großen Koffer. Das war das war unheimlich, als wir die ersten Aufnahmen dann gesehen haben, als der Kollege wieder zurückkam auf die Dienststelle.

äh alle fasziniert und auch elektrisiert und man sieht, wie sie einen schweren Koffer in die Halle hineintragen. Alle paar Meter machen sie eine Pause. Sie können den Koffer nicht rollen, weil die Rollen wegknicken, weil der Koffer der Inhalt des Koffers sehr, sehr schwer ist. Also, man sieht immer wieder, der Koffer ist sehr, sehr schwer.

Einer alleine hätte das nie geschafft, den diesen Koffer in den Zug zu hiefen, da man glaubt, Kulturen eines menschlichen Körpers zu sehen. Also für mich zeichnet sich dann der Körper von Mariam ab. In mühevoller Kleinarbeit gelingt es Katharina Tomala und ihrem Team, die Brüder per Überwachungskameras zu verfolgen. Von ihrer Ankunft mit einem Taxi am Südkreuz bis hin zur Abfahrt mit dem ICE um 17:52 Uhr.

Ermittlerin Tomala reicht das, um Durchsuchungsbeschlüsse zu erwirken und die beiden Brüder Jusuf und Madi festzunehmen. Dann haben wir zwei Teams nach Bayern geschickt, um dort Wohnungsdurchsuchung durchzuführen, gemeinsam mit unseren Kollegen aus Bayern. Ähm, das war einmal die Wohnung von Jusuf und äh auf der anderen Seite die Wohnung der Freundin von Jusuf, weil sie rückte immer wieder in Fokus unserer Ermittlung, weil sie sehr enge vertraute oder Kontaktperson von Jusuf gewesen ist.

In der Wohnung von Jusof finden die Kriminalisten keine Hinweise, nur diesen Koffer. Der aber ist unbenutzt, völlig neu. Von Mariam fehlt weiter jede Spur. Zeitgleich gelingt es in Berlin einen identischen Koffer zu finden, wie ihn die Brüder tatsächlich benutzt hatten. Dann haben wir so ein Stück gekauft, genau gleichen Koffer haben den hierher gebracht und haben ausprobiert, ob ein Mensch in diesen Koffer passen würde und ob man diesen Koffer dann noch bewegen kann, was auch gestimmt.

Also, es passt in Mensch rein, man konnte diesen Koffer zumachen. Die Ermittler wollen endlich wissen, wo sie Mariam finden können und vernehmen erneut die Freundin von Jusuf. Wir haben sie dann mit unseren Ergebnissen konfrontiert, mit den Beweisen, die wir bis dahin hatten und äh unseren Ermittungsergebnissen. Und dann ist sie äh ja nicht zusammengebrochen, aber sie meinte, ja, sie wird uns äh zeigen, wo sie äh mit Jusuf am 14.

Juni, das ist ein Tag nach dem nach dem letzten Kontakt von Maria mit ihren Kindern äh gefahren ist. Die Freundin von Jusuf führt die Ermittler an diesen abgelegenen Ort. Rund 30 km von Dona WT entfernt liegt auf einer Anhöhe ein kleines Wächen. Hier beginnen die Kriminaltechniker vorsichtig zu graben. Sie finden den Körper von Mariam.

Die Leiche war bekleidet. Sie war in so ein Embryonalstellung. Äh seitlich lag sie dort im Grab. Die Obduktion ergab, dass sie äh entweder er drosselt wurde oder man ihr die Atemwege verlegt hat. äh ihre Nase und der Mund waren verklebt mit Panzer mit Guffape, ganz eng um umschlungen und äh ihr wurde der Hals durchgeschnitten.

Diese Erkenntnisse reichen für eine Anklage wegen Mordes gegen die Brüder Jusuf und Madi H. Im Zugeht des Gerichtsverfahren hat Madi gar nichts gesagt und Jusuf hat sich über seinen Rechtsanwalt äh geäußert und er hat versucht ähm das Geschehen als ein Art Unfall darzustellen. Er hat äh zum ersten Mal auch uns gegenüber oder auch gegenüber dem Gericht alle Personen, also sich selbst, seinen Bruder Madi und auch Mariam in die Wohnung von Madi gebracht.

Er hat erzählt, dass man äh dort in der Wohnung in Streit geraten ist, weil Mariam sich abfällig über die Familie geäußert hätte. Äh für seine Verhältnisse ungebührlich. Sie wollte kein Geld mehr schicken nach Afghanistan, hat über die Eltern geschimpft und auch äh wie er sagte, schlimme Worte benutzt. Und dann hat er versucht das aufzuhalten, hat ihr den Mund zugehalten, dann sei man in hat man gerangelt, dann sind wir zum Boden gegangen und dann war sie tot.

Das Gericht hält die Ausführungen für reine Schutzbehauptungen. Viel mehr wird deutlich, was hier in der Räuterstraße in Berlin, Neuköln, wirklich passiert sein dürfte. Ich glaube, sie glaubte bis zum Schluss daran, dass sie sich hier in der Wohnung anschaut. Sie etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.

Sie war mit ihrem Bruder verabredet. Er hat ja gesagt, es gibt hier eine Wohnung, die du dir der besichtigen kannst. Es ist in Neuköln. Wir sind hier in Neuköln. Also ist sie vollkommen unbedarf hierhergekommen und was ihr dann im Kopf vorgegangen sein muss, das möchte ich mir gar nicht vorstellen. Mariam hat ihren Brüdern vertraut und wurde in eine tödliche Falle gelockt.

Jusuf und Madi werden wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Brüder, die eigenen Brüder haben sie umgebracht und dann immer dieser Gedanke, die Ehre, die die Ehre des Mannes ist unantastbar. Was ist mit der Frau? die Frau, die die hier wirklich angekommen ist, sich um ihre Kinder gekümmert hat, sich neues Leben aufgebaut hat, weg von von diesem Druck des schlagenden Prügeln Exhemannes, weg wollte, weg von dem Druck ihrer Brüder wollte, sie die die meisten Schritte Richtung Integration getan hat. Sie wird

getötet, weil sie den äh Regeln und Ehrvorstellungen der Brüder nicht entsprochen hat. Das ist es macht einfach nur fassungslos. Uw ähm beim Zuge von Abbrcharbeiten an diesem Haus ähm gefunden ähm im Heizungskeller ähm hinter einem Öltank äh auf dem Boden liegend äh mit einer Plastiktüte zwischen den Beinen und äh mit einem Seil um den Hals gelegt.

ein Mann, der mit einer Schlinge um den Hals in einem Heizungskeller gefunden hat, dann kommt natürlich sofort der Gedanke, da hat sich jemand erhängt. Es war aber ganz anders. Da kam Werner P ins äh Spiel, denn Werner P war ein langjähriger Bekannter, man könnte auch sagen Freund. Der eine war gut situiert, der andere hat immer zugesehen, wie er möglichst bequem an Geld kommt und der wollte dann diesen Mann, der mindestens ein Haus besaß, dazu bewegen, dass er dieses Haus verkauft und er davon mit profitieren

könne. Fazit: UwD musste weg, wenn man das so platt einmal ausdrücken darf. 8. November 2010. Bauarbeiter brechen in einem Abbruchreifenhaus in Hamburg Lurup die Tür zum Heizungskeller auf. Sie machen einen unerwarteten Fund. Hinter der Heizung liegt ein toter Mann. Es ist der ehemalige Eigentümer des Gebäudes UVD, 58 Jahre alt.

Polizei und Spurensicherung scheint direkt klar zu sein, was hier passiert ist. Ja, das war eine sehr besondere Auffindungssituation. UWD wurde ähm beim Zuge von Abbrcharbeiten äh an diesem Haus ähm gefunden ähm im Heizungskeller ähm hinter einem Öltank äh auf dem Boden liegend äh mit einer Plastiktüte zwischen den Beinen und äh mit einem Seil um den Hals gelegt.

Ein Mann, der mit einer Schlinge um den Hals in einem Heizungskeller gefunden hat, dann kommt natürlich sofort der Gedanke, da hat sich jemand erhängt. war aber ganz anders. Joachim Bülter war viele Jahre vorsitzender Richter der Strafgerichtskammer am Landgericht Hamburg. Er weiß, was in der Akte der Rechtsmedizin in diesem Fall steht.

Das was bei der Obduktion herausgefunden wurde ist überraschend und macht schnell klar. Hier muss in eine ganz andere Richtung ermittelt werden. Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung stellte sich dann äh sehr schnell heraus, dass es sich keineswegs um ein Tod durchhängen handelte. Ähm das konnte man äh dadurch feststellen, dass es z.B.

keinerlei Strangulationsmarken am Hals gab. Außerdem fehlte das andere Ende des Seils, das äh ja ansonsten oben am Heizungsrohr irgendwo hätte befestigt sein müssen. Und äh tatsächlich hat man also zahlreiche schwerste Kopfverletzungen äh festgestellt äh und UWD ist äh im Grunde erschlagen worden und auch an eingeatmeten Blut dann erstickt.

Gerichtsreporterin Betina Mittelacher hat den Fall in ihrem True Crime Podcast beim Hamburger Abendblatt aufbereitet. Der Mann ist umgebracht worden und der Täter wollte nur, dass es aussieht wie ein Suizid. Hat das halbwegs clever arrangiert, aber eben nicht clever genug. Die Ermittler finden heraus, dass das Haus erst vor kurzem verkauft worden ist.

Zeugen sind gegenüber der Polizei darüber sehr verwundert. Man muss dazu sagen, dass UWD sehr stark an diesem Haus hing. Es war sein Elternhaus. Er hatte es geerbt von seinen verstorbenen Eltern und ähm er verfügte auch über einige Vermögenswerte, aber er lebte eigentlich sehr zurückgezogen, sehr bescheiden, hatte äh zwei ähm Bekannten, die im Grunde wohnungslos waren, äh Zimmer zur Verfügung gestellt äh in diesem Haus.

Die Polizei ist sicher, UVD hätte das Haus nicht verkaufen wollen und müssen. Wer könnte davon profitiert haben? Die Ermittler stoßen auf einen 48-jährigen. Da kam Werner P ins Spiel, denn Werner P war ein langjähriger Bekannter, man könnte auch sagen, Freund. Jedenfalls ging UWD davon aus, dass er sein äh Freund war.

Und ähm dazu muss man sagen, äh dieser Werner P ähm war ähm spielsüchtig äh schon seit vielen vielen Jahren. Äh er war ständig in Geldnot, er war äh ständig verschuldet eigentlich und äh das ähm prägte also seine Motivation, sich äh äh immer auf irgendeine Weise Geld beschaffen zu wollen. Die waren so halb befreundet auch über mehrere Jahre.

Der eine war gut situiert, der andere hat immer zugesehen, wie er möglichst bequem an Geld kommt und der wollte dann diesen Mann, der mindestens ein Haus besaß, dazu bewegen, dass er dieses Haus verkauft und er davon mit profitieren könne. Der Hausbesitzer wollte aber nicht verkaufen und da hat dann dieser Freund nachgeholfen.

Tatsächlich äh hat äh Werner P äh sich ähm mit Hilfe eines gefälschten äh Ausweises zu einem Notartermin eingefunden und hat sich selber auch um den Verkauf des Hauses äh gekümmert. Und äh UBD wusste von allem nichts, dass äh das Haus, was in einem ziemlich schlechten Zustand schon war, zu einem sehr geringen Preis von 125 000 € verkauft wurde an einen Käufer, den wir hier nicht weiter erwähnen müssen.

Und äh Werner P hat tatsächlich von diesen 125 000 € äh einen Betrag von 45 000 € vorab äh auf eigene Rechnung sozusagen für sich behalten. Und dabei bleibt es nicht. Die Beamten finden weitere verdächtige Kontobewegungen. Es ging auch noch um äh andere Dinge, Sparbücher, Dokumente, die er an sich gebracht hatte, teilweise noch vor äh dem Tötung, teilweise aber auch danach.

Und äh auch da ist er mit Hilfe der ähm äh gefälschten äh Personalpapiere äh bei den Banken vorstellig geworden und hat also ruhende Konen, muss man sagen, von den Eltern, insbesondere von der Mutter von Uweld äh abgeräumt. Doch Werner P droht aufzufliegen, denn UVD weiß von alledem nichts. Er lebt weiterhin im längst verkauften Haus.

Der äh tatsächliche Eigentümer, der das Haus nun gekauft hatte, ohne zu wissen, dass der wahre Eigentümer gar nichts davon wusste, der drängte nun natürlich darauf, in das Haus hineinzukommen. Und äh dadurch geriet unser Angeklagter äh Werner P immer stärker unter Druck und hätte ja nun irgendwann UWD das mal offenbaren müssen.

Äh und dann hätte er aber gewusst, dass UWD dem widersprochen hätte, dann wäre das alles zurück abgewickelt worden und das wollte er natürlich nicht. äh Fazit: UVD musste weg, wenn man das so platt einmal ausdrücken darf. Der Angeklagte bestreitet die Mordvorwürfe und macht eine umfassende Aussage, die ihm später allerdings zum Verhängnis werden wird.

Er hat äh sich dahin eingelassen, dass ähm UWD ja in einem schlechten gesundheitlichen Zustand gewesen sei. Er sei Alkoholiker gewesen und da hätte sich doch kein Notar darauf eingelassen, einen äh Alkoholiker oder erkennbar kranken Menschen als Immobilienverkäufer zu akzeptieren. Und deshalb habe er im wohlverstandenen Interesse von UWD gehandelt, als er dann auch ohne dessen Beteiligung und ohne dessen Wissen sein äh sein Haus äh verkauft habe.

Der 48-jährige Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Insgesamt 14 Mal wurde er bereits wegen Diebstahls, Betrugs und Körperverletzung zu insgesamt mehr als 10 Jahren Haft verurteilt. Es gab natürlich schon beim ersten Anschein eine Menge von äh Indizien, die gegen ihn sprachen. Ähm er war wegen äh diverser Vermögensdelikte vorbestraft, unter anderem auch schon einmal wegen Raubes.

Aber dann gab es eben auch einen ganz entscheidenden Punkt, der mit der Auffindesituation äh zu tun hatte. Und da kommt die von mir vorhin schon einmal erwähnte Plastiktüte wieder ins Spiel. Die Bauarbeiter rufen zuerst Werner P an, als sie die Leiche finden. Der ertastet den Toten hinter dem Heizungskeller und ruft die Polizei. Dort wird er vernommen.

In einer sehr langen polizeilichen Vernehmung, die sich etwa über 70 Seiten erstreckte, äh hatte ähm Werner P. äh einmal erwähnt, dass er beim Auffinden des Leichnahens ähm eine Plastiktüte um den Kopf des Opfers gespürt oder getastet hätte. Nur muss man dazu sagen, tatsächlich war ja beim Auffinden des Leichnamens die Tüte nicht über den Kopf gezogen, ähm sondern die lag zwischen den Beinen.

Tatsächlich war es so, dass die Tüte in der Innenseite äh DNA Spuren und Hpuren von UWD aufwies. Und ähm es war natürlich so, dass er ähm damit Täterwissen offenbart hat. Niemand anderes konnte wissen, dass die Tüte überhaupt jemals über den Kopf gestülbt war. Die Tatrekonstruktion ergibt: UVD wurde erschlagen und mit der Plastiktüte über den Kopf in den Keller gezerrt, damit keine Blutspuren entstehen.

Dort muss die Tüte abgenommen worden sein, um den Strick anzulegen. Vermutlich geriet die Tüte dort dann zwischen die Beine der Leiche. Das Urteil äh lautete auf lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Ähm äh in Tateinheit mit Urkundenfälschung. Betrug und versuchten Betrug. Auch wenn Wernerp kein Geständnis ablegt, die Indizien sprechen gegen ihn.

Das Gericht ist von seiner Schuld überzeugt. Ein Gericht braucht nicht für jede Verurteilung einen naturwissenschaftlichen Beweis, sondern ein Gericht braucht eine von vernünftigen Zweifeln freier Überzeugung. Das ist das, was die Strafprozessordnung freie Beweiswürdigung nennt. Ähm und äh insofern trägt man natürlich alle Indizien zusammen.

Und äh das äh ja, das schlagende Indiz und durchschlagende Indiz war eben diese ähm Geschichte mit der mit der Tüte äh wo er ähm eigenes Täterwissen offenbart hatte äh und etwas äh berichtet hatte, was nur der Täter selber wissen konnte. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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