Wahre Verbrechen I Der Mord vor Mitternacht I True Crime Dokumentation – Ty
Nach den Taten fühlte ich mich wie im Rausch richtig stark. Ich musste es tun und mir war klar, dass ich es irgendwann wieder tun würde. Es war kurz nach Mitternacht. Ich war bereits im Bett und schlief schon. Da läutete das Telefon und um der Zeit konnte es nur die Kistur sein, die Einsatzzentrale. Da antwortete ich gleich Bronto auf italienisch, also hallo.
Unterdienst du Beamte informierte mich sofort. Dottore, aber donna ucisa. Herr Doktor, wir haben schon wieder eine Frau, die umgebracht worden ist. Frauen sind seelenlos. Sie sind für mich Sachen, Dinge. Ich musste mich wehren. Aber ich kann diese Kräfte und Aggressionen, die in mir schlummern, nicht steuern.
Das Herrsche bereits Panik. In wenigen Monaten war das die dritte Leiche, schon das dritte Opfer. Ohne Messer fühle ich mich nackt. Das Messer war für mich wie ein zweiter Bruder. In der Nacht träume ich oft, dass ich eine Frau umbringe. Auch diese Nacht habe ich geträumt, dass ich einer Frau eine Handgranate in den Mund gesteckt habe, um sie zu töten.
Man weiß einfach, wenn ein Serienkiller unterwegs ist, bis er nicht einen Fehler macht oder per Zufall nicht eine ein Zeugen Augenzeuge, da ganz konkrete Hinweise geben kann, der Polizei liefern kann, der kann nicht aufgehalten werden. B Ozen in Südtirol. Es ist Donnerstag, der 3. Januar 1985. Für die 14-jährige Marcella und alle anderen Schüler sind die Ferien vorbei.
Nach der Schule geht sie nach Hause in den Mariahe Heimweg 30. Die Mutter äh kam von der Arbeit zurück, sperrte die Haustür auf und fand ihre Tochter in einer riesigen Blutlacke gleich hinter der Eingangstü auf dem Boden. Äh ein Schrei, Verzweiflung. Sie rufte den 113 an. Das war früher die Notrufäh Telefonnummer.
Die Polizei kam äh logischerweise sofort zu ihr nach Hause und es war ein Schreckensbild. ein 14-jähriges junges Mädchen mit über 25 Messerstichen in einer äh äh Wohnung, in der eigenen Wohnung in Zentrum fast äh Bozens. Äh äh da brauchten auch die Kollegen mal Zeit, um zu verstehen, ja, was kann da passiert sein? Marcella hat keine Chance einen solch massiven Angriff zu überleben.
Die Obduktion ergibt, sie wurde nicht missbraucht und ein Detail am Fundort gibt Rätsel auf. Und hier dann das Foto wichtig mit einem Pfeil, das zu einem Objektiv Fotoektiv zeigt, das auf dem Boden liegt. Man verstand das nicht, man keiner, niemand der äh äh befragten Personen, Freunde, Freundinnen der äh junge Marchella äh Verwandte, niemand konnte da klar äh sich das erklären, wieso Marcella dieses Objektiv geholt hat.
Das Objektiv gehört Marcellas Mutter. Die dazugehörige Kamera liegt auf dem Bett der Mutter. Was hat das zu bedeuten? Wer war noch in der Wohnung? Die Aussagen aller Bekannten und Verwandten von Marcella, die haben alle in diese Richtung äh den meinen Vorgängern, den Ermittlern äh Informationen geben. Sie öffnet die Tür nur einer bekannten Person, nicht also keinem Fremden.
Was war da passiert? Also muss für die damaligen Ermittler muss der Täter innerhalb des Bekannten Kreises oder des verwarnten Kreises von Marcella zu finden sein. Die Ermittler in Bozen tun alles, was in ihrer Macht steht, um den Fall zu klären. Doch ein Tatverdächtiger oder ein Motiv lässt sich einfach nicht finden. 5 Monate später, Juni 1985.
An einem Mittwoch empfängt die Prostituierte Anna Maria Cepoletti einen Unbekannten in ihrer Wohnung in der Brennerstraße 28E. Als sie sich nicht meldet, verständigt ihr Sohn die Polizei. Die Frau wurde äh äh nach also etliche Stunden nach Mord äh in ihrem Bett tot aufgefunden, auch sie mit über 25 Messerstichen getötet.
Die Spurensicherung findet die Leiche nackt und überall Blutspuren. Man sieht auch genau ein Abdruck einer Hand auf den Leintüchern des Bettes, ne? Abdruck durch Blut, ne? Das ist eben so dann äh festgehalten worden ist. Aber wie gesagt, DNAyse gab es noch nicht. Man konnte das nicht festhalten. Ist Anna Maria Chipoletti ihr Gewerbe zum Verhängnis geworden? Es wurden alle bekannten äh Kunden freier von der Chipoletti befragt, alle Kunden, das habe ich in den Akten gelesen, ein Alibi äh äh äh abgeben und äh äh das war wohl ein Kunde, ein
Freier, der vielleicht das erste Mal bei ihr war. zwei Morde im idyllischen Bozen innerhalb weniger Monate. Zwei Damen werden mit so auf brutaler Art niedergestochen. war das einzige die einzige äh Situation, die die beiden Fälle vielleicht in in Zusammenhang gebracht haben hätten können, aber eins war ja ein Mädchen, ein unschuldiges Mädchen und die ander waren schon eine professionelle, eine Profi Prostituierte, aber niemand konnte hier gleich am Anfang schon von einem Serienkiller sprechen.
Im Jahr 1985 ahnen die Ermittler nicht, dass sie es tatsächlich mit ein und demselben Täter zu tun haben. Ein Serienmörder, der jederzeit wieder zuschlagen könnte. Wenn man mich fragt, wie ich mich selbst sehe, dann würde ich sagen, ich bin ein einsamer Wolf. Wenn ich Ablehnung erfahre, komme ich mir vor, als ob ich mich in einem dunklen Schacht befinde.
Es fühlt sich so an, wie durch einen dunklen Tunnel zu fahren, nichts mehr zu sehen. Ich finde es absurd, abgewiesen zu werden und ich ärgere mich dann wie eine Bestie. 7. Januar 1992, 7 Jahre später. Ein Leichenfund wird gemeldet. Es handelt sich um die junge Prostituierte Renate Rauch. Sie lag auf dem Boden hinter einer Tanksäule in einer Blutlage schrecklich.
auch sie mit über 25 Messerstichen zu Tode gequält und sofort kam logischerweise die Erinnerung auf Marcella, Chipoletti und jetzt die Rauch, auch wenn da so viele Jahre dazwischen lagen, aber äh die Verbindung, die wurde sofort gestellt, wieder hergestellt. Die Medien haben sofort wieder von einen ja Killer gesprochen, Serienkiller und Höchsm also und den als Monster vom Bozen beschrieben.
Alle drei Frauen wurden durch massive Messerstiche ermordet. Für die Ermittler ist das ein eindeutiges Indiz dafür, daß sie es wirklich mit einem Serienmörder zu tun haben. Sie müssen den unberechenbaren Täter stoppen. Sofort war ja nicht nur die Vermutung, sondern fast die Sicherheit, dass es ein und dieselbe Person ist.
Wer es kann nicht wohl sein, dass in Südol Pozen plötzlich drei Mörder herumlaufen, die drei verschiedene Frauen so umbringen? Das kann nur eine Person sein. Und dann passiert etwas nach der Beerdigung des dritten Opfers. Jemand legt einen Zettel auf Renates Grab. auf dem steht: “Es tut mir leid, aber das was ich gemacht habe musste gemacht werden.
Du weißt es. Tschüss Renate.” Ciao Renate. Also führt die Botschaft vom Grab die Ermittler zu dem gefürchteten Serienmörder. Der Zettel wurde veröffentlicht einige Tage später, wenn man gemerkt hat, äh so alleine führt zu nichts, ne? Da wurde auch in den Zeitungen gezeigt, aber ohne ohne Erfolg leider.
Da muss Ding festgemacht werden, den müssen wir aufhalten. Da bringt schon immer mehr Frauen um. Das wird sicherlich nicht sein letztes Opfer sein, außer er stirbt vorher. Zweieinhalb Monate später, März 1992. Wieder geht ein Notruf bei der Polizei ein. Die Beamten machen sich sofort auf den Weg zur Brennerlandesstraße. Rund 20 km außerhalb von Bozen liegt eine Tote.
Es handelt sich um die 18-jährige Renate Troger. Und an einem linken Straßenrand lag diese arme Junge auch junge kaum volljährig. Die Renate Droger tot. Und da haben wir auch sofort was gemerkt. auch hier brutal mindestens 20 mal eingestochten. Das hat das haben wir gleich fest an Ort und Stelle feststellen können. Renate Droger war keine postuierte, sie war nur äh eine ein junges Mädchen, das lieber die Nacht hineinlebte als im Tag.
Auch in diesem Fall finden die Ermittler keine Spuren. Wie zuvor hat der Täter ein Messer benutzt, aber dieses Mal geht er noch weiter. Auch die Renate Droger wurde fast niedergemetzelt. Auch schrecklich. Ich glaube 29 Einstiche. Ja, also man muss sich da wirklich vorstellen, 29 mal wird er eingestochen.
Was neu hinzukam ist, dass bei der Obduktion festgestellt worden war, dass sie auch erdrosselt worden war. Dem jungen Ermittler Alexander Zelger und seinen Kollegen gelingt es, die letzten Stunden von Renate Troger zu rekonstruieren und tatsächlich einen Zeugen ausfindig zu machen. Ein Zeitungsausträger hatte sie hier morgens um 6 Uhr gesehen und ein Auto, in das sie wohl eingestiegen war, weil sie immer tremte.
Wir wissen, sie konnte nur Autostop sich, also es war eher Lieblingsbeschäftigung mit Autostop herumfahren. Und was ganz wichtig war, er konnte sich erinnern Bootsnerkennzeichen, also BZ und die ersten Ziffern 4 und 6 oder 44 und 6. Mit dieser Angabe haben wir da eine Raserfahung begonnen. Sind die Ermittler dem Serienmörder jetzt auf der Spur? Werden Sie ihn endlich fassen, bevor er wiedermordet? Wir haben wegen der Anzahl der Zahlen des Kennzeichens 99999 Kennzeichen überprüft.
Wir haben monatelang gearbeitet, aber leider auch hier kein Erfolg, weil einfach die Autofarbe, die uns angegeben worden war, nicht richtig war. Also vielleicht durch die Dämmerung, vielleicht das Licht um 6 Uhr früh. Er hatte vom Blau gesprochen. Was Zelger nicht weiß, der Serienmörder fährt ein rotes Auto.
Die Ermittler stehen immer mehr unter Druck und die Bevölkerung ist mehr als verunsichert. 6. August 1992. Ermittler Zelger wird aus dem Schlaf gerissen. Wieder ein Leichenfund. Er wird mitten in der Nacht hierher zur Korwegigen Bergstraße gerufen. Als ich da angekommen bin mit meinen engsten Mitarbeitern, habe ich hier den leblosen Körper auf dem Boden liegen gesehen, vorgefunden.
Eine Ambulanz mit dem Notdar war schon hier, aber an den vielen Einstichen, die sie an den Körper hatte und wir gleich gesehen haben, war mir eines klar schrecklich. Der ist wieder der Serienkiller unterwegs. Der hat wieder hier sein Handwerk gehabt. Das Opfer die Prostituierte Marika Zorzi.
Sie ist für Zelger keine Unbekannte. Die Prostituierte hatte ich zwei Wochen zuvor bei einer Razia in der Stadt gegen Drogendeal äh aufgehalten und es klingt fast wie in einem Film, aber es war so, ich habe ja gesagt, Marika, pass auf dich auf. Doch die junge Frau schlägt Zellgas Warnung in den Wind. Zu heftig ist ihre Drogensucht.
Sie muss sich prostituieren und wird zum Opfer des Serienmörders. Vor und hinter der Leiche, Berg auf und Berg ab, stehen in dieser Nacht jeweils zwei Autos. Zelger hofft, dass die Autofahrer etwas gesehen haben, was ihm bei seinen Ermittlungen hilft. Und ich bin da über ein ganz wichtiges äh äh Ereignis informiert worden und zwar, dass die herunterfahren Autos ein ihnen entgegenkommendes Fahrzeug, einen roten Auto Bian äh gemerkt haben und hingegen die vom Tal hochfahrenen [schreien] nichts.
Das war für mich sofort wichtig. Ich wusste also, dieser Fahrer des roten Auto Bianis, das das muss der Täter sein oder zumindest eine sehr ein sehr wichtiger Zeuge. Zelger ahnt jetzt hat er endlich die Chance den Serienmörder zu fassen. Noch in der Nacht findet er das Fahrzeug. Es gehört zwei Schwestern.
Sie sagen aus, bevor sie hier hochgefahren sind, kurz vor dieser Kehre ist ihnen jemand entgegengekommen in meinem Auto, was die anderen ja nicht gemerkt haben. Und mein Glück Glück oder das Glück der Polizei war, dass einer der zwei Schwestern sich bei Autos sehr gut gekannt auskannte und mir die Information geben konnte.
Es handelt sich dabei um einen Sertib Bizza. Aha. Sertibizza. Die Lenkerin hat auch die Zeit, den Fahrer, dem der ihr entgegengekommen ist, ins Gesicht richtig rein anzuschauen. Und was eben auch sehr wichtig war, die ersten zwei Ziffern der Kenn äh des Kennzeichens 4 oder 46 Bozen. Die Jagd nach dem Serienkiller nimmt Fahrt auf. Zelger will es jetzt wissen.
Da habe ich über die unsere Polizeizentrale alle Polizeistationen Wagen alarmiert und den Auftrag gegeben, sofort in der Stadt einen Kreis zu bilden und alle Setzes, die gesehen werden, zu kontrollieren. Ganz Bozen wird in dieser Nacht abgeriegelt. Wir standen im Dienstautor über Funk höre ich plötzlich auf Italienisch Volante Unoentrale, das heißt also Wagen 1 an Einsatzzentrale.
Wir haben eine roten Set Ibiz aufgehalten mit Kennzeichen 446. Lenker gewisser Marco Bergam sagt uns nichts. Und im Kofferraum haben wir mehrere Gegenstände blut beschmiert, befleckt gefunden. Stille um Rispoli Staatsanwahl mir ich schaute meinen meine zwei Ermittler Inspektoren an. Gänsehaut rein ins Auto, Blaulicht auf Dach und runter in die Galile Straße.
Der Fahrzeughalter ist bereits in Handschellen. Sein Name Marco Bergamo. Es ist sein 24. Geburtstag. Alexander Zelger ist bei der Vernehmung des Tatverdächtigen [musik] dabei. Er hat den Mord gestanden am Marika Sorzi und auf die Frage, aber noch das war so ausgemacht ganz noch so soft und leicht, ob er mit den vorhergegen begangenen Morde was zu tun hatte, hat er gleich gesagt nein.
Wenn sie kein Geständnis über die anderen viermorde bekommen, müssen die Ermittler Bergamo nachweisen, dass er sie begangen hat. Wir müssen mehr über ihn in Erfahrung bringen. Der Tatverdächtige lebt hier in Bozen noch zu Hause bei seinen Eltern. Ich war mit meinen Mitarbeitern selbst in der Wohnung nach der Festnahme von Marco Bergamo ein einfaches äh Quartier, wo eben die Familie Bergamo wohnte, Mutter, Vater und Marco Bergamo, der größere und ältere Bruder war schon verheiratet und nicht mehr zu Haus.
ein sauber gehaltenes Haus, also eine eine äh ganz äh äh normale Familie, die dort gelebt hat, zumindest nach Hausen hing. Meine Mutter entspricht der Idealvorstellung, die ich von einer Frau habe. Ich habe zu meiner Mutter immer gesagt, bevor ich heirate, suche ich eine Frau, die genauso ist wie du in allen Sachen.
Treu, loyal, respektvoll, uneigennützig. In der Wohnung finden die Ermittler Notizen von Bergamo. Die Schrift ähnelt auffällig der Handschrift auf dem Zettel, der am Grab von Mordopferren Renate Rauch lag. Konfrontiert damit gesteht er auch diesen Mord. Im Nachhinein dann hat uns Marco Bergamo erzählt, äh sie hätte ihn ausgelacht, weil er wohl Probleme mit der Erektion hatte.
Und das hat er wohl nicht aushalten können. Nahm sein Messer, hat sie niedergestochen, Tür aufgemacht vom Nebenssitz und rausgeschmissen und ist dann weggefahren. Doch für die anderen Morde will der Mann nicht verantwortlich sein. Alexander Zelger wird ihn durch eine kriminalistische List zu einem weiteren Geständnis im Fall Marcella bringen.
Sag äh Herr Staatswalt, uns bleibt nur mal eine eine Möglichkeit, einen Blöff. Das sagt sonst nichts mehr. Meint der Staatswalt, ob das gesagt sie vielleicht als Staatswalt nicht, aber ich schon als Kripochef, ne? Da sind wir zusammen hingegangen. Wir haben ausgemacht auch was was wir sagen werden.
Der Staatsanwalt hat dann mit strenger Stimme gesagt, aber sie haben wieder gelogen und ich das wusste aber nicht der Staatswalt, also das war nicht ausgemacht, denn wir so habe ich ihn angeschauen geschaut und angeschieben ihre Fingerabdrücke gefunden. Ich spürte mein Herz hier klopfen, ne? Dann gesagt, weil wenn er jetzt sagt: “Nein, ich habe das nicht getan.
Was tun wir?” Dann hat er wieder zuerst auf dem Boden geschaut, dann durchs Fenster so zu seinem Rechtsanwalt. Stille, absolute Ruhe. Staatsanwalt wusste nicht mehr was sagen. Ich schaute meine Augen und dann gab erst zu. Ja, ich war es. Ich habe es getan. Boah. Marco Bergamo gibt an, er habe Macella in einem Fotogeschäft kennengelernt.
Sie hätten über ihr gemeinsames Hobby der Fotografie gesprochen und er habe Macella daraufhin besucht. Jetzt wird endlich klar, warum das Fotoektiv neben ihrer Leiche lag. Sie hat es ihre Mörder gezeigt. Im Prozess vor dem Bootzener Schwurgericht sagt Bergamo nichts mehr. Dennoch können ihm auch die beiden weiteren Morde angelastet werden.
Er wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilen. Das war mein erster Fall, mein erster wirklich schwere Ermittlungsfall und logischerweise die Tatsache, dass wir ich mit meinen Leuten, mit meinen Ermittlern lösen konnten, ein äh ein ein Gefühl der Erleichterung, ein Gefühl, es ist mir gelungen, die Wahrheit zu finden, Gerechtigkeit zu machen und vor allem der Bevölkerung diese Angst zu nehmen, dass wir in Südort einen Serienkiller haben.
7 Jahre lang hielt der Serienmörder die italienische Polizei und die Menschen in Bozen in Atem. Alexander Zelger ist heute pensioniert, doch die Erinnerungen an diese Ermittlungen sind bei ihm und seinen Kollegen nicht verblasst. Die Anklage lautete auf sexuellen Kindesmissbrauch und richtete sich am Ende gegen 25 oder bzw. 26 Personen.
Die Öffentlichkeit war, als die Sache publik wurde natürlich empört. Wie kann es sein, dass zwei Familien ihre eigenen Kinder sexuell in einer solchen so wirklich abartigen Weise missbrauchen? Und was haben diese Schweine mit den Kindern gemacht? Unsere Eltern sollen uns sexuell missbraucht haben, angefasst haben und das wurde uns halt damals so diktiert, dass wir das dann auch bei Gericht so sagen sollen, dass die Staatsanwaltschaft auf sehr fragwürdige äh medizinische Gutachten [gelächter] hereingefallen ist. Das wusste man
damals ja noch nicht. Ich bin mit einem halben Jahr ins Heim gekommen, weil meine Eltern wegen sexuellen Missbrauch angeklagt wurden. Ähm meine drei Geschwister waren auch noch mit, die waren in dem Alter von 2 bis 6 Jahren. Die Warmser Prozesse äh die Katastrophe für die Staatsanwaltschaft schlecht hingewesen sind.
Denn es ist alles ans Licht gekommen, wo wer alles an welchen Stellen versagt hat. Warms 1994. Noch ahnt niemand, dass sich hier in Rheinlandfalz ein unfassbarer Skandal abspielen wird, der unzählige unschuldige Familien zerstört. Gelafriedrichsen ist Deutschlands erfahrenste Gerichtsreporterin. Sie hat damals über den unglaublichen Fall berichtet.
Der Auslöser der Warmsprzesse, die vor etwa 30 Jahren angefangen haben, war ein erbitter Streit um das Sorgerecht zwei für zwei Kinder, deren Eltern sich gerade hatten, scheiden lassen. Dann stellten stellte die Familie des Vaters fest, dass vor allen Dingen das Mädchen in einem nicht sehr guten Zustand war, ziemlich verwahlost.
Das Kind hatte eine schwere Windeldermatitis und hat sich nicht wickeln lassen, hat immer geschrien. Als das Mädchen beim nächsten Besuch dann auch noch eine Platzwunde am Kopf hat, handelt der Vater. Daraufhin äh geht man in eine Warmser Kinderarztpraxis. Da wurde dann festgestellt, wie viele blaue Flecken und wie viele Schirfunden und wie entzündet das Kind gewesen ist und so weiter.
Und vor allen Dingen hat man festgestellt, das Kind sei sexuell missbraucht. Der Vater zeigt seine Exfrau an. Sie erstattet wiederum Anzeige gegen ihn. Der Konflikt eskaliert. Das Jugendamt nimmt die Kinder in Obhut. Eine Dame sollte sich drum kümmern, die, das hat sich dann im Laufe der Zeit herausgestellt, äh nicht besonders gut ausgebildet war dafür.
Dafür aber war sie von einem missionarischen Eifer, einem überbordenden Eifer erfüllt äh sexuellen Missbrauch aufzucken. Aufzudecken, nicht aufzuklären, sondern aufzudecken. Und äh sie hat sich dann des Kindes in einer Weise angenommen, die im Nachhinein betrachtet katastrophal gewesen ist. Wie katastrophal. Das erfährt auch die Journalistin Gisela Friedrichsen erst später.
Sie erinnert sich an ein Beispiel, das die maßlose Fehlinterpretation auf den Punkt bringt. Das Kind erzählte, dass sie im letzten Wochenende mit der Mama in einer Gaststätte waren und dass sie da Spinathabe essen müssen und dass der so eklig gewesen sei. Und diese Dame hat in ihrem ja völlig unkontrollierten ungehemmten Eifer äh sich gedacht, Spinat, das war sicher Sperma.
Sie ist nie von nie von jemand gefragt worden, wie sie denn von Spinat auf Sperma kommt. Also ich habe mal dann gedacht, vielleicht wä beides mit SP beginnt oder so. Also ich meine, es gibt viele Kinder, die mögen keinen Spinat, aber ohne dass man deshalb die Verbindung zu Spermart sieht. Fortan beobachtet die Betreuerin die Kneipe und vor allem die männlichen Gäste, die dort ein und ausgehen.
Sie ist ja da nicht reingegangen. Sie hat es nur von außen gesehen, dass da Autos kamen, dass den Männer ausstiegen und dann in die Kneipe gingen. Und das war für sie dann der Auslöser zu der Fantasie, dass in dieser Gaststätte also äh Kinder reihenweise missbraucht wurden. Die haben die Kinder haben das dann auch ausgesagt, so wie sie es ihnen nahe und das kam dann dazu, also es muss da soll da im Treppenhaus ein braunes Sofa gestanden haben, wo die Kinder missbraucht wurden.
Und im Keller habe es einen Raum gegeben äh mit Kameras, wo diese Missbrauchshandlungen dann auch gefilmt wurden. Und so entstand dann also die Überlegung, äh wir sind hier einem Pornoring, einem kommerziellen Pornering auf der Spur. Immer mehr Menschen in Worms geraten in Verdacht bei der Betreuerin. Immer mehr Mütter und Väter werden wegen Kindesmissbrauchs festgenommen.
Ihre Kinder müssen ins Heim. Eines davon ist Sebastian. Er ist damals 6 Jahre alt. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder wird er aus seiner Familie gerissen. Na, das war schon schon ziemlich schwer, weil die Eltern sind die Bezugspersonen zu einem. Äh und von jetzt auf gleich kriegt man dann gesagt, du musst mitkommen und die Eltern dürfen nicht mitkommen.
Und es war halt schon äh ein schwerer Moment. Ja, Sebastian und sein Bruder müssen fortan unfassbare Vorwürfe gegen die eigenen Eltern formulieren. Vorwürfe, die ihnen eingetrichtert werden. Wir wussten ja gar nicht, was die Eltern überhaupt gemacht haben sollen. Äh, das wurde uns dann halt äh so eingepleut, dass man dann halt irgendwann gezeigt hat, gesagt hat, ah ja, die haben mich hier angefasst, die haben mich da angefasst.
Äh und ja, das mussten wir dann auch an so an so Puppen zeigen. Das Kind musste dann mit diesen sogenannten anatomisch korrekten Puppen spielen. Puppen, die überlange Zungen hatten, äh ganz hervorstechende und hervortretende Geschlechtsorgane und alles, was das Kind damit gemacht hat, ist also feinsäuberlich notiert worden und äh diente dann alles zum Beleg dafür, dass das Kind äh missbraucht worden ist als Beweis dafür.
Jacqueline ist Sebastians Cousine. Auch ihre Eltern stehen damals unter Verdacht des sexuellen Missbrauchs an ihren eigenen Kindern. Im Alter von gerade einmal einem halben Jahr wird Jacqueline ihren Eltern weggenommen. 15 lange Jahre wächst sie in einem Heim auf. Es macht mich wütend und traurig. Also, ich hätte mir gewünscht, eine schöne Kindheit gehabt zu haben, so wie man es bei anderen Familien sieht.
Am 24. November 1994 beginnt am Landgericht Mainz die erste Verhandlung im Rahmen der sogenannten Wormser Prozesse. Die Öffentlichkeit war überzeugt davon, dass diese Anklage stimmt. Und als der Prozess dann begann, hat man diese Angeklagten oder diese Untersuchung, die waren ja allein untersuchungshaft, wirklich äh gerade so äh zur Schau gestellt.
Dann hat sie aneinander gekettet über die langen Flore des Mainzerlands geführt, sodass also jeder draußen sehen konnte. Oh Gott, das sind ja diese Schweine da. Ich habe das als wirklich als als ekelhaft empfunden äh und als wirklich menschenverachtend, denn ich meine, diese Leute standen vor Gericht. Okay, das ist in unserem Rechtsstaat zuvorgesehen, wenn da eine Anklage erhoben wird und ein Gericht diese Anklage zulässt, dann haben sich die Leute vor Gericht zu verantworten.
Es steht nirgends, dass man sie deshalb äh so äh behandeln muss, äh als wären sie äh me die, wenn sie bestraft werden, dann kriegen sie ihre Strafe früh genug, aber deshalb müssen sie nicht bloß gestellt und an den Pranger gestellt, weil wir sind ja nicht im Mittelalter, wo man die bespucken konnte und äh beschimpfen konnte.
Um der Anklage Nachdruck zu verleihen, werden die Kinder, die angeblich von ihren Eltern missbraucht worden sind, auf ihre Aussagen bei Gericht vorbereitet. Man hat es ja, ich sag jetzt mal auswendig lernen müssen. Du musst das und das erzählen und das hast du dann erzählt und dann war die Sache für dich eigentlich äh erledigt, weil als Kind weißt du ja gar nicht, was du da jetzt gerade erzählt hast.
Wenn man das zu einem Erwachsenen sagt, hier du musst das und das sagen, dann dann hat man das im Kopf oder zu einem Jugendlichen schon und der kann damit halt auch was anfangen, aber halt Kinder sind halt beeinflussbar. Den sagt mal hier, du musst das und das machen, dann kriegst du das und das und dann wird alles wieder gut und äh dann macht ein Kind das.
hat die Kinder dann in einen gerade so in einen Aufdeckungsrausch hineingetrieben. Sie wurden immer nur nach Namen gefragt, wer war denn dabei? Und die Kinder haben dann irgendwann alle Namen genannt, die kann z.B. sollte die Oma laut irgend eines dieser Kinder äh einem anderen Kind mit der Nadel in die Scheide gestochen haben zur eigenen sexuellen Befriedigung.
Das war schon, also die, diese Oma war eine ganz einfache Frau. Äh die hat fünf Kinder groß gezogen, weil ihr Mann sehr frühzeitig verstorben war. Also, es war eine ganz einfache, redliche, anständige Frau und die sollte nun plötzlich äh solche Sachen da gemacht haben. Also, das es hat niemand gestört, sondern man war so besessen davon, äh hier ein ein unglaublichen Sumpf an Kinder Kindesmissbrauch aufgedeckt zu haben, dass äh dass irgendwie der die Vernunft blieb völlig völlig auf der auf der Strecke.
Die erfahrene Journalistin Gisela Friedrichsen hegt immer mehr Zweifel, ob die Anklage nicht auf völlig falschen Erkenntnissen basiert und ihr Verdacht bestätigt sich bald, als die Kinder dann so richtig in dem Aufdeckungsrausch waren, weil sie gemerkt hatten, dass wenn sie Namen nennen, wenn sie irgendwelche Geschichten erzählen, vor allen Dingen, die sie schon von den Erwachsenen irgendwie gehört hatten, dass sie dann gelobt wurden und dass das also gut war, äh haben sie dann irgendwann waren auch auf die Frage, wer denn noch alles dabei
war, z.B. die beiden Staatsanwältinnen genannt, die äh bei den Vernehmungen immer dabei waren. Sie haben den Ortspolizisten genannt, der sie immer zu den Vernehmungen gefahren hatte, weil das war ja auch einer, den sie kannten. Kinder haben alle Namen genannt, die sie kannten. Selbst der Leiter des Heims, in dem Jacqueline untergebracht war, beschuldigt ihre Eltern im Prozess.
War ja ein wildfremder Mann. Was hat der da sich mit reinzuhängen? Der hat ja meine ganze Familie so gar nicht gekannt. Warum konnte er zu dem ganzen was sagen? Im Prozess kommen nun immer mehr Ungereimtheiten ans Licht. Darunter auch die Aussagen des Arztes, der den Missbrauch festgestellt haben will. Dieser Herr hat auch behauptet, dass äh er da äh jede Menge Narben gesehen habe an den kleinen Popos da der Kinder.
Äh, die waren aber seiner Meinung nach inzwischen verschwunden. Der Mainzer Rechtsmediziner Professor Urban hat also einen langen Vortrag hat einen langen Vortrag drüber gehalten, dass Narben also keineswegs einfach verschwinden oder was mich damals so erregt hat, aber was ich eigentlich heute würde ich das ganz ganz viel schärfer angreifen war das z.B.
die Staatsanwaltschaft so schlecht ermittelt hat, dass sie nicht gemerkt hat, dass ein Kind gar nicht noch gar nicht geboren war, als es schon nach Angaben der Beteiligten äh äh missbraucht worden sein sollte. Es wird ein Gutachten über die Aussagen der Kinder in Auftrag gegeben. Es führt zum Einstürzen der Anklagen.
Also, es gab ein Gutachten des äh sehr namhaften Aussagepsychologen Burghard Schade, wo er die ganzen Aussagen haar klein äh zurückgeführt hat auf ihren Ausgangspunkt, wer mit dem Kind was besprochen hat, was in das Kind hineingeredet wurde, also ihm suggestiv beigebracht wurde und was dann am Schluss als Kinderaussage [räuspern] herausgekommen ist.
Professor Schade hat es halt immerhin vorgetragen und das Gericht hat dann äh Zähne knirschend frei gesprochen, aber sich nicht verkneifen können, zu sagen, wir sind überzeugt, dass die Kinder missbraucht wurden. Äh und sie müssen leben damit mit dem Verdacht, dass sie eben solche Schweine sind. Auch in den folgenden Prozessen werden alle Angeklagten freigesprochen.
Zu diesem Zeitpunkt sind die Kinder drei Jahre von ihren Eltern entfremdet. Sebastian istun, sein Bruder 11 Jahre alt. Nachdem die dieser Freispruch dann war, haben wir halt Briefe geschrieben bzw. mein Bruder dann ein Brief geschrieben ans Gericht. Hör zu, da kam es zu keiner Verurteilung.
Unsere Eltern sind freie Leute, wir wollen wieder zurück. Und dann wurden halt hier Kontaktaufnahmen, also betreute Kontaktaufnahmen, wo dann die Eltern ins Heim gekommen sind. Dann nach und nach durften wir dann Wochenend heim und dann äh waren wir dann irgendwann wieder komplett zu Hause, aber halt erst Jahre später. Das Rausreißen aus der Familie hat bei Sebastian Spuren unter hinterlassen, aber auch bei seinen Eltern, die unschuldig einen wahrgewordenen Albtraum durchleben mussten.
Die Prozesse, die haben unsere Eltern ganz schön kaputt gemacht. Also äh man sitzt halt unschuldig in so einer Zelle, muss regelmäßig vor Gericht auftauchen. Also das hat die Eltern schon ganz schön kaputt gemacht. hat die El hat die Familien auch teilweise auseinander gerissen. Also ja, für die Eltern war es schon extrem schwer.
Sebastian, seinem Bruder und seinen Eltern ist es gelungen, wieder zueinander und zurück in ein gemeinsames Leben zu finden. Jin Leidensweg soll damals noch immer nicht zu Ende sein, denn das, was ihren Eltern vorgeworfen wurde, der sexuelle Missbrauch, passiert ihr anschließend tatsächlich.
Im Heim, in dem sie untergebracht wurde, werden sie und andere Kinder über Jahre hinweg vom Heimleiter missbraucht. Ich war allein. Ich konnte nie nach Hilfe fragen. Ich konnte nie nach dem Gespräch fragen. Ich war immer Lein auf mich gestellt. Jacqueline und die anderen Kinder werden vom Heimleiter manipuliert. Es gelingt dem Mann Jacqueline davon zu überzeugen, dass sie trotz ihres Freispruchs Angst vor ihren Eltern haben muss.
Uns wurde so oft vom Heimleider erzählt, dass unsere Eltern Trickschweine sind so schlimme Sachen mit uns gemacht haben und da war einfach die Angst viel zu groß irgendwann unseren Eltern über den Weg zu laufen. Der Heimleiter nutzt die Wehrlosigkeit der Kinder schamlos aus. Er ist mir nah gekommen? Ich oder wir, ich, wie auch immer.
Wir mussten unsere Hausaufgaben unten in seinem Büro machen. Hausaufgaben, die natürlich dann nett gemacht wurden. Er hat die Chance genutzt und ist mir dann näher gekommen. Es wurden Bilder gemacht. Ich sollte ihn berühren. Ich sollte auch irgendwann kam es dazu, dass ich andere Kinder berühren sollte. Als ich irgendwann realisieren konnte, dass das nicht normal ist, habe ich zu ihm gesagt, dass ich hier nicht, also dort nicht mehr bleiben möchte im Heim.
hat er irgendwann zu mir gesagt, dass er Waffen im Safe hat und äh die wurden uns dann auch gezeigt. Mir alleine hat er diese gezeigt und auch mit meinen Geschwistern, so dass wir so auf die Art, halt einfach dein Mund, sonst passiert euch was. Jacqueline und ihre Geschwister haben Todesangst.
Dennoch kann sie sich Jahre später dazu durchringen, Anzeige gegen den Heimleiter zu erstatten. Ich bin in Schritt gegangen, weil ich selbst mit meinem Leben nicht klargekommen bin, weil ich gemerkt habe, wie schwer es mir fällt, jeden Tag meistern zu können. Und ich wollte nicht, dass noch mehr Kinder darunter leiden müssen. Ich hätte das nicht verkraften können, wenn wenn noch mehr Kinder drunter gelitten hätten.
Also, ich bewundere die Jacqueline wirklich aus tiefster Seele, dass sie es geschafft hat, erstens mal äh dieses Heim zu verlassen. Sie hat ist ja mit 15 gegangen. Äh andere haben es nicht geschafft. Die sind sogar wieder zurückgekehrt, weil er diese Kinder in einer solchen Abhängigkeit von sich gehalten hat.
äh wie wie in der Sekte ist. Sie ist sie muss ein Mensch sein, die die der wirklich äh selbst denkt auch und die Kraft hatte, dann irgendwann sich zu überlegen, was ist hier eigentlich passiert. Der anschließende Prozess gegen den Heimleiter verlangt Jaqueline einiges ab. Das waren Blicke, als ob er am liebsten über den Tisch springen wird und mehr Hals springen wird.
Das es war einfach komisch die Blicke von ihm und als ob er ähm ich weiß nicht, wie ich das genau beschreiben soll. Auf jeden Fall war sehr viel Hass in ihm für mich drin. Jacquelines Peiniger wird wegen sexuellen Missbrauchs zu 5 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt. Gerechtigkeit sieht für Jacqueline anders aus.
Sie hat ihre gesamte Kindheit verloren, weil Pseudopsychologen ihre Eltern fälschlich des Missbrauchs beschuldigten. Sie musste in einem Heim aufwachsen, indem sie dann tatsächlich missbraucht wurde. Viele Jahre später hat sie es dennoch geschafft, endlich eine Bindung zu ihrer leiblichen Mutter aufzubauen. Mit meiner Mutter habe ich seit letztem Jahr wieder guten Kontakt.
Wir sehen uns eigentlich regelmäßig. Jedes Mal, wenn ich meine Mutter äh treff, geht mir jedes Mal durch den Kopf, wie wie sehr mir das gefehlt hat, wie sehr ich mir das gewünscht hätte, ne, Mama zu haben. Jacqueline, eines der vielen Opfer der Wormser Prozesse. Heute ist sie dennoch eine starke junge Frau und liebevolle Mutter zweier Kinder.
Ein ganz normales Leben leben, sagt sie, ist für sie dennoch jeden Tag ein neuer Kampf. Ein junger Mann, der sich in dem Zug befindet, sieht unterhalb der Gleise, also am Bahndam, einen Mann stehen mit einem jungen Mädchen. Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass Kam Kamper die Büschung hinuntergestiegen ist und möglicherweise dabei von dem Täter überrascht worden sein dürfte.
Er ist ja später von Zeugen auf einem Moped beobachtet worden, wie er gegen 0:30 Uhr etwa dann hier in diesen vollkommen dunklen Weg hineingefahren ist. Die Polizei fährt mit einem Streifenwagen dorthin zu der Stelle, an der dieser Mann mit dem jungen Mädchen beobachtet worden war und findet nichts. In unserem nächsten Fall, meine Damen und Herren, geht es um Mord.
um den Mord an einem jungen Mädchen, der vor rund einem halben Jahr in ganz Nochdeutschland und insbesondere in Bremen großes Aufsehen und viel Anteilnahme erregt hat. Bremen, Bahnhof Oslebshausen. Am 3. Mai 1971 wird hier die Leiche der 17-jährigen Karmen Kampfen. Die Schuhverkäuferin wurde vergewaltigt und umgebracht. Mehr als dreißig Jahre bleibt der Fall ungelöst, bis Uwe Pik ihn wieder aufrollt.
Der ehemalige Staatsanwalt war in Bremen für sogenannte Cold Cases zuständig. Er ließ die Akte und rekonstruiert mit seinem Team die letzten Stunden im Leben von Carmen Kamper. Kurz vor ihrem Tod war sie in Oslbshausen in einer Diskothek. Dort war sie eigentlich als Gast auch bekannt und sie hatte dann, nachdem sie dort sich aufgehalten hatte, vor um 23:26 Uhr den Zug nach Bremen Nord wiederzunehmen, um dann äh von um dann nach Hause wieder zurückzukehren.
Zwei Tage später wird die Leiche der jungen Frau gefunden, nur wenige 100 Meter vom Bahnsteig entfernt auf einer Brachfläche. Schnell werden Beobachtungen aus der Tatnacht in Verbindung mit dem Verbrechen gebracht. Aus einem Zug heraus machte ein Fahrgast eine ungewöhnliche Beobachtung. Ein junger Mann, der sich in dem Zug befindet, sieht unterhalb der Gleise, also am Bahndam, einen Mann stehen mit einem jungen Mädchen.
Offensichtlich befinden die sich im Streit, nimmt er an. Und er hört auch Hilferufe. Der Zug rollt wieder los. Der junge Mann, damals 18 Jahre alt, der benachrichtigt den Zugbegleiter. Der Zugbegleiter entschließt sich, weil der Zug ja schon im äh weil der Zug schon abgefahren ist, entschließt sich am nächsten Bahnhof wenige Minuten später die Polizei zu benachrichtigen.
Hat der Fahrgast hier den Mörder beobachtet? Mehrere Personen geraten damals in Verdacht, doch der Mörder wird nicht gefasst. 32 Jahre später nimmt sich Uwe Pik die Liste der Männer von damals noch mal vor. Dabei fällt ihm auch ein Wachmann auf, der damals im Gewerbegebiet direkt neben dem Bahnhof seine Runden drehte.
Die Polizei und ich haben dann haben dann begonnen den ganzen Weg des Wachmanns auf dem Firmen auf den Firmengeländen zu rekonstruieren und dann auch festzustellen, wo er denn ordnungsgemäß äh dann um 23:26 256 Uhr gewesen wäre. Ähm wenn das wenn er dort Ordnungsgemäßdienst verrichtet hätte. Und wir kamen auch zu dem Ergebnis, dass er zu der beobachteten Tatzeit auch dort hätte sein dürfen.
Eigentlich hätte sein müssen. Ist Kamen Kamper also mit dem Wachmann in Streit geraten und was hat sie abseits des Bahnhofs gemacht? Warum ist die 17-Jährige damals die Böschung hinabgestiegen? Wir haben das auch hin und her überlegt und wir sind eigentlich zu der Überzeugung gekommen, dass Kam Camper möglicherweise den Bahnsteig verlassen hat, die Büschung hinuntergestiegen ist, um auf diesem total finsteren Weg auszutreten und möglicherweise dabei bzw.
auf ihrem Rückweg von dem äh Täter überrascht worden sein dürfte. 1971 behauptete der Wachmann Hermann R. Er habe in einer Firma, nur einen Kilometer vom Tatort entfernt schlafen gelegt. Damals hat man ihm das abgenommen. Jetzt aber fällt PK ein Taschentuch auf, das am Bahndam entdeckt worden war.
Ein Stofftaschentuch, das dem Wachmann gehörte. Das Taschentuch wurde an der Bösche gefunden und wenige Zentimeter neben dem Taschentuch befand sich eine Fahrkarte, wie sie von Kam Kamp Kamper hätte benutzt worden sein können, nämlich eine Fahrt von Bremennord in Richtung Innenstadt und die nicht gestempelte Fahrt zurück.
Das ähm wir gehen davon aus, dass das die Fahrkarte von Kamkampe auch war. Ken Kamper wird gegen 23:26 Uhr, als der Zug abfährt, umgebracht. PK fällt auf, dass der Wachmann die Stechuhr in der Firma, in der er geschlafen haben will, aber erst um 23:48 Uhr betätigt. Mehr als 20 Minuten nach dem Mord. Also PK rekonstruiert, was passiert sein könnte.
Vermutlich ist der Wachmann mit seinem Moped unterwegs und trifft am Bahndamen Kamper. Doch er wird gesehen von dem Zeugen im Zug. Der Mörder muss also davon ausgehen, dass schon bald die Polizei auftauchen wird. Um nicht aufzufliegen, versteckt er das tote [musik] Mädchen. Durch unsere Ermittlung haben wir gewusst, dass der Wachmann zu mehreren Gebäuden in diesem von ihm zu überprüften Gewerbegebiet Schlüssel hatte, sodass es naheliegend sein dürfte, dass er Kam Kamper dann in einem Gebäude im Gewerbegebiet äh quasi Zisch
gelagert haben könnte. Dafür sprechen auch Teppichfaserspuren, die später an den Strümpfen von Kamenkamper entdeckt worden waren. Nachdem die Leiche versteckt ist, kommt tatsächlich die Polizei. Doch in dieser Nacht finden die Beamten nichts. PK ist sicher, dass der Wachmann in der Zwischenzeit mit dem Moped zu einer nah gelegenen Firma fährt, um die Leiche vorläufig zu verstecken.
Er selbst will sich in einer der Firmen schlafen gelegt haben, doch Zeugenaussagen aus der Tatnacht belegen das Gegenteil. Er ist ja später von Zeugen auf einem Moped beobachtet worden, wie er gegen 0:30 Uhr etwa dann hier in diesen vollkommen dunklen Weg hineingefahren ist, was dafür spricht, dass er möglicherweise dann um die Zeit kam Camper aus dem zwischenzeitlichen Versteck herausgeholt hat, um sie dann im hinteren Teil des Gewerbegebietes auf einer Brachfläche dann abzulegen.
Der Wachmann kann zu all dem nicht mehr befragt werden. Er ist 2003 verstorben. Doch seine damalige Ehefrau ist noch am Leben. Pik nimmt Kontakt zu ihr und auch zu anderen Menschen auf, die Hermann R damals kannten. Nach den Auskünften, die wir erhalten haben, hat sich so das Bild ergeben, dass der Mann ähm erstens äh wohl viel gesoffen hat, dass er seiner zumindest seiner Frau gegenüber gewalttätig war im sexuellen Bereich, also Vergewaltiger war und dass er nicht sehr viel Empathie an den Tag gelegt hat. Er hat auch später sehr einsam
gelebt und ist auch sehr einsam gestorben. Also die sozialen, er hatte nicht viele sozialen soziale Kontakte. Ähm das ist das Bild, was ich so präsentieren kann, nachdem was ich aus äh den Vernehmungen und sonstigen Ermittlung über ihn weiß. 32 Jahre nach der Tat gibt es endlich einen konkreten Verdacht.
Jetzt fehlt nur noch das letzte Puzzleteil. Ein handfester Beweis. An den Kleidungsstücken von Carmen Kampen damals Spermaspuren entdeckt worden. 1971 konnte man daraus nur die Blutgruppe ermitteln. Zwischenzeitlich hat sich die Technik entscheidend weiterentwickelt. Eine DNA von Hermann R könnte den fehlenden Beweis liefern, dass der Wachmann tatsächlich der Mörder ist.
Doch Pik findet heraus, daß die Originalkleidung, die Kamen Kamper damals trug, in den 90er Jahren vernichtet wurde. Doch in den Akten entdeckt PK noch einen Hinweis, der Hoffnung macht. 1971 wurden auf dem Mantel von Carmen Kamper Haare gesichert. Sie wurden zum Bundeskriminalamt nach Wiesbaden geschickt. Diese Haare von der Oberbekleidung waren tatsächlich noch vorhanden und wir haben dann von einer Schwester des Wachmanns uns eine Speichen lassen und haben dann festgestellt, dass einens der Haare dann auch äh identische DNA, mitrokondrische
DNA aufgewiesen hat, sodass der Wachmann als derjenige, der dieses Haar vorher der trug identifiziert werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit jeweils ist extrem hoch, dass er auch dann diese Spur gelegt hat. Der Wachmann hat das Haar vermutlich verloren, als er kamen Kamper auf der Schulter trug. Der Fall ist gelöst.
Noch bevor die Öffentlichkeit davon erfährt, informiert Uwe Pik die Angehörigen des Opfers. Das war ein Gespräch, das etwa zwei Stunden gedauert hat. Ich habe daraus ähm ich habe gemerkt eigentlich, wie wie präsent diese Tat noch bei den Angehörigen war. Äh runde 40 Jahre nach der Tat. Also ähm es war es war zu spüren, dass die Angehörigen ähm richtig durchgerüttelt waren und im Grunde genommen in der Zeit zurück waren, als äh wir von den ganzen Ermittlungsergebnissen erzählten.
Das war alles noch da, wie als wäre es vorgestern passiert. Fast 40 Jahre nach der Tat gelingt es Uwe Pik und den Ermittlern der Polizei, den Mörder von Carmen Kamper zweifelsfrei zu überführen. Auch wenn Hermann Ern nach seinem einsamen Tod im Jahr 2003 nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden kann, die Botschaft der Ermittler bleibt.
Kein Opfer ist je vergessen. Das Opfer lag im Eingangsbereich und war durch eine Stichschnittverletzung gegen den Hals getötet worden. Aufgrund der Tatbegehungsweise mit diesem Stich in den Hals und dieser unglaublich hohen Blutverlust und Spritzspuren, also im Umkreis von ein bis zwei m um die Leiche rum, war also auch anzunehmen, dass man zumindest s mal die Möglichkeit hat bei einem Tatverdächtigen, wenn er denn mit der Tat im Zusammenhang steht, an das Rezept, um so ein Fall klären zu können, ist eigentlich die richtigen Spuren zu
untersuchen und Idee zu haben, wo man die richtigen Spuren findet. Erfreulicherweise konnte man feststellen bei der Auswertung ihres Handys, dass sie selbst noch Fotos gemacht hat. Da hat sie insgesamt vier Fotos in einem Zeitraum von 2 Minuten gefertigt, was für uns ein großer Gewinn war für die weiteren Ermittlungen.
Am 7. Dezember 2020 wird in einem Hinterhof in Fuld die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Sie liegt blutüberströmt vor dem Eingang ihres Hauses. Der hat durch die Ermittlung auch rausfinden können, welchen PKW er regelmäßig nutzt. Das war zwar kein und dieses Fahrzeug konnte man dann sehr schnell auch im Fulderer Stadtgebiet ausfindig machen.
Aufgrund der Verteilung der Spuren an der Jacke ähm konnten wir eigentlich sagen, diese Spuren müssen angetragen worden sein in einer Art, dass ein sehr feiner Sprühnebel als aus Blut auf die Jacke getroffen ist. wird er vermutlich viele weitere Jahre in Haft verbüsen müssen. Das war ja nun was was vollkommen unvorstellbares äh dass man einen Kopf in der Helm findet.
Was für uns eigentlich unvorstellbar war, ist gewesen, wir haben kein weiteres Leichenteil gefunden. Weder ein Arm, noch ein Bein, noch eine Hand, noch noch den Torso, nichts von alledem. Auch wenn wir nur den Kopf hatten, natürlich als eine Tatversion hatten, dass hier ein Sexualdelikt vorangegangen war und der Mord eigentlich nur zur Verdeckung dieses Sexualdeliktes stattgefunden hat.
Und dann überprüft man strukturmäßig eigentlich auch bekannte Sexualverbrecher. Also, wenn er damit den Kopf vom Rumpf getrennt hat, dann spricht das für das Obduktionsergebnis. Äh, also ein ganz scharfer Gegenstand. Ich finde, da gehört schon eine große Kaltblüigkeit dazu. Weimer, 7. Februar 1989. Beim Entenfüttern entdecken Passanten in der Ilm etwas, das an einen Kopf erinnert.
Die Polizei wird informiert. Oberleutnant der Kriminalpolizei ist damals Peter He. Heute leitender Kriminaldirektor beim Landeskriminalamt Thüringen. Da unser Leiter der Kriminalpolizei nicht im Hause war, äh kriegte ich die Nachricht ähm Kleider, es liegt ein Kopf in der Öm, ihr müsst sofort ausrücken. Und das war ja nun was was vollkommen unvorstellbares, äh dass man einen Kopf in der Elm findet und habe ich entschieden, äh meine zwei erfahrensten Kriminalisten zu beauftragen, vorort zu fahren und die Lage zu sondieren.
Die Morduntersuchungskommission Erfurt kurz MUK wird hinzugezogen und trifft kurz darauf in Weimar ein. Es stellt sich heraus, in der Ilm liegt tatsächlich ein Menschenkopf. Er wird in der Gerichtsmedizin in Jena untersucht. Wir waren uns relativ sicher nach der Obduktion, dass es eine relativ junge Frau war.
Ich glaube, das Alter wurde damals zwischen 25 und 35 angegeben. Äh und natürlich wird, wenn es um Identifizierung geht, von von unbekannten Leichen auch der Zahnstatus immer mit erhoben und der Zahnstatus dieser Person ist nicht besonders gut gewesen, um das mal vorsichtig auszudrücken. Das könnte ein Hinweis auf das Milieu sein, in dem die junge Frau lebte.
Wer ist die Unbekannte mit den schlechten Zähnen? Im übrigen äh haben wir natürlich noch weiteren Leichenteilen gesucht, die uns die Identifizierung erleichtern konnten. Und ich kann mich erinnern, da wurden an der Ilm äh wurde das Wasser abgelassen. Die Were wurden gelehrt, bis kein Wasser mehr drinne war.
Und was für uns eigentlich unvorstellbar war, ist gewesen, wir haben kein weiteres Leichenteil gefunden. Weder ein Arm, noch ein Bein, noch eine Hand, noch noch den Torso, nichts von alledem. Die MOK will sich jetzt an die Öffentlichkeit wenden. Dabei kommt den Kripo Leuten in der DDR westliche Technik zugute und die Mordkommission hatte was viele andere damals noch nicht hatten.
Die hatten nämlich eine Polaroid Kamera und im Zuge der Obduktion ähm hat die Gerichtsmedizinerin äh dann den Kopf so ein bisschen hergerichtet. Man muss sich ja vorstellen, da lag also äh längere Zeit äh im Wasser, hat diesen Kopf also ein bisschen hergerichtet und dann mit einem Leichentuch so ein bisschen den Hals abgedeckt.
Äh und dann wurde das ein Polaridfoto gemacht. Jetzt müssen die Beamten das erstellte Flugblatt mit dem Bild noch kopieren. Damals in den letzten Monaten vor der Wende in der DDR eine richtige Herausforderung. Es ging jedenfalls darum, die Bevölkerung dort mitzunehmen und um Hilfe zu bitten, uns doch Hinweise zu geben, um wen es sich bei dieser äh dort abgebildeten Person handeln konnte.
Das fanden wir damals wahnsinnig innovativ. [räuspern] Mit der Technik heute ist das natürlich alles ein Witz, aber uns ist was eingefallen und äh das war eben dann auch am nächsten Morgen tatsächlich in allen Bushaltestellen für die Warnwah ersichtlich. Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gehen ein, aber keiner führt zum Erfolg.
Schließlich bringt ein Ex-Freund des Opfers die Ermittler endlich auf die richtige Spur. Simone H. aus Weimar wird seit Anfang November 1988 vermisst. Die 29 Jahre alte Friseurin ging zuletzt keine geregelten Arbeit mehr nach und hielt sich häufig am Bahnhof auf. Nachdem die Identifizierung äh der Simone H gelungen war, war es relativ schnell möglich ähm Bezugspersonen auszumachen und sie hatte da durchaus auch wechselnde Freunde und äh die rückten natürlich relativ schnell in den näheren Fokus.
Das ehemalige Landgericht war auch der Sitz der Volkspolizei Weimar. Kommissar Hene kommt nach vielen Jahren zum ersten Mal an seinen damaligen Arbeitsplatz zurück. Unter den Kontaktpersonen, die zusammen mit Simone H. am Bahnhof abgehangen haben, ist auch der 31 Jahre alte Hilfsarbeiter Siegfried M. Der Beschuldigte, der spielte für uns auch deshalb eine Rolle, weil er natürlich vorbestraft war äh wegen eines schweren Sexualdeliktes und äh wir äh auch wenn wir nur den Kopf hatten, natürlich als eine Tatversion
hatten, dass hier ein Sexualdelikt vorangegangen war und der Mord eigentlich nur zur Verdeckung dieses Sexualdeliktes stattgefunden hat. Und dann überprüft man strukturmäßig eigentlich auch bekannte Sexualverbrecher. Belasten kommt hinzu. Sigfried M wohnt in der Wilhelm Peakstraße 3. Bis zur Ilm braucht er von hier aus nur wenige Minuten.
Die Ermittler beschließen ihn festzunehmen und seine Wohnung zu durchsuchen. Man hat dort natürlich nach entsprechenden Beweisen gesucht, insbesondere nach einem Werkzeug äh mit dem der Kopf abgetrennt wurde. Das ist äh sicherlich der einer der Schlüsselbeweise gewesen. Äh aber gleichzeitig war es natürlich auch wichtig den zu vernehmen. In der Wohnung entdecken die Ermittler auffällige Blutspuren und persönliche Kleidungsstücke von Simone H.
Ich bin informiert worden äh und von dem Lader der Mordkommission sind die Vernehmer festgelegt worden. Äh das war ein bisschen aufwendig äh damals, aber Standard halt, dass die Vernehmung nicht videografiert wurde, gab es nicht bei uns, aber zumindestens auf Tonband aufgezeichnet wurde. Und ich kann mich dran erinnern äh dass es doch in längeren Zeitrahmen gedauert hat äh bis der äh vernommene dann in Geständnis abgeliefert hat.
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