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Vater und Tochter töten gemeinsam Mutter | Der Fall Lloyd Neurauter T

Vater und Tochter töten gemeinsam Mutter | Der Fall Lloyd Neurauter  

Das perfekte Familienmeiß nur nach außen hin so wirken und es eigentlich nicht sind, wissen wir bereits durch andere Kriminalfälle. Für die Angehörigen oder teilweise auch für die Beteiligten selbst kommt diese Ernüchterung aber oft wie ein Schock. So war es auch bei Michelle Nirrotter. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern lebte sie das Leben einer perfekten Bilderbuchfamilie.

Großes Haus, glückliche und begabte Töchter und nebenher ein Ehrendamt, was Michelle erfüllt. Als dieses perfekte Bild nach und nach begann zu bröckeln, fiel ihr das alles andere als leicht, doch sie gab ihr Bestes, sich damit abzufinden. Aber nie hätte sie es für möglich gehalten, dass sie bald von den wichtigsten Menschen ihres Lebens heimtürkisch hintergangen werden würde.

Ja. Michelle und Lloyd lernten sich auf der Highchool in Upstate New York kennen. Es war lieber auf den ersten Blick und es dauerte nicht lange, bis die beiden ein Paar wurden. Kaum hatten sie 1991 ihren Abschluss in der Tasche, heirateten sie und besuchten von da an gemeinsam das College. Sie schienen unzertrennbar zu sein und wirkten auf ihre Familien und Freunde stets sehr glücklich.

In den darauffolgenden Jahren bekamen die beiden drei gemeinsame Töchter, die ihr Glück perfekt machten. Die Familie zog bald darauf nach Corning in New York und ließ sich dort in einem eigenen Haus nieder. Michelle, die Literatur studiert hat, ist zu Hause geblieben, um sich um die Kinder zu kümmern und diese sogar zu Hause unterrichten zu können.

Als ihre Töchter älter wurden, nahm sie einen Job als Englischlehrerin an und begann nebenher, ehrenamtlich im Obdachlosenheim zu arbeiten. Ley war für seine charismatische und extrovertierte Art bekannt. Er stand gerneem Mittelpunkt und galt Zeitweilen als exzentrisch. Er arbeitete als Entwicklungsingenieur und pflegte besonders zu seiner mittleren Tochter Carry eine enge Bindung.

Carry war von klein auf ein richtiges Papakind. Während sie mit Michelle immer wieder in Konflikte geriet, vergötterte sie ihren Vater. Leut genoss das sehr und verbrachte viel Zeit mit ihr. Unter anderem begleitete er sie jeden Samstag zum Ballettunterricht. Das Leben der Neurots schien gut zu laufen.

 Zumindest wirkten sie nach außenen stets sehr glücklich und zufrieden. Das änderte sich allerdings im Jahr 2008, als Leut seinen Job verlor. Trotz unzähiger Bewerbung in den nächsten Monaten gelang es ihm nicht, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Notgedrungen nahm er irgendwann einen Job in Princeton in New Jersey an. Seine neue Arbeitsstelle war rund vier Stunden Autofahrt von Corning entfernt.

Um nicht jeden Tag pendeln zu müssen, blieb Ley meist über Nacht in Princeton und zog schlussendlich auch dorthin. Das belastete die Beziehung zwischen ihm und Michelle natürlich zunehmend und es dauerte nicht lange, bis die beiden sich trennten. Ihre älteste Tochter zog nach der Trennung zu Lut nach New Jersey.

Carry und ihre jüngere Schwester blieben bei Michelle. Das passte Carie überhaupt nicht. Sie wäre viel lieber zu ihrem Vater gezogen. Doch das war platztechnisch und finanziell nicht möglich. Über die nächsten Jahre kam es immer wieder zu Streit zwischen Carie und ihrer Mutter. Sie kamen einfach nicht gut miteinander aus.

 Carie hielt ihrer Mutter vor, dass sie nicht bei ihrem Papa leben konnte. Und Michelle selbst wollte natürlich nur das Beste für ihre Tochter. Sie schien das aber nicht verstehen zu wollen. Dennoch wirkte es irgendwann so, als hätten sie die meisten ihrer Differenzen überwinden können. Sie kamen nun einigermaßen gut miteinander aus.

 Sie hatten sich arrangiert am 27. August 2017 kam ein Freund von Michelle an deren Haus an. Er wollte ihre jüngste Tochter, die mittlerweile 14 Jahre alt war, abholen und zum Schwimmkurs fahren. Doch niemand öffnete die Tür. Bei einem Blick durch ein Fenster meinte er bei Michelle sehen zu können. Dadurch, dass es im Haus dunkel und Michelle Silhouette etwas weiter weg zu sehen war, konnte er nicht genau erkennen, was sie machte.

Aber es wirkte auf ihn so, als würde sie einfach regungslostehen und nicht auf ihn reagieren. Das erschien ihm so merkwürdig, dass er die Polizei alarmierte. Als die Ermittler das Haus betraten, erkannten sie das, was der Freund nicht hatte sehen können. Michelle stand nicht. Sie hing. Leblos hing ihr Körper vom Geländer des ersten Stocks herunter.

Für die Ermittler zunächst ein klassischer Suizid, doch es gab keinen Abschiedsbrief und es ließen sich auch keine Hinweise darauf finden, dass die 46-jährige Suizidal gewesen wäre. Von ihrer jüngsten Tochter fehlte außerdem jede Spur. Die mittlerweile 19-jährige Carry wurde über den Tod ihrer Mutter informiert.

Dieses Telefonat war das erste von vielen Dingen, was den Ermittlern komisch vorkam. Während Carry zunächst noch völlig aufgelöst wirkte und weinte, so änderte sie prupt ihre Tonlage, als sie nach ihrer Schwester gefragt wurde und klang plötzlich kalt und emotionslos. Hi, mein Name ist Carry. Meine Freunde haben mich vorhin angerufen und mir von M berichtet.

Und das tut mir leid. Ist okay. Nehmen Sie sich Zeit. Sie haben mich angerufen und mir gesagt, dass meine Mutter sich erhangen hat. Ja, wir gehen dem nach und ist noch bei ihn. Ja, sie ist in meinem Apartment. Carry hat außerdem angegeben, dass sie am Abend zuvor noch bei ihrer Mutter gewesen sei.

 Die beiden hätten sich gestritten, woraufhin Carry mit ihrer Schwester das Haus verlassen haben. Deswegen war sie auch nicht zu Hause, als die Ermittler das Haus betreten haben. In den Jahren zuvor hat es bereits ähnliche Anrufe bei der Polizei gegeben. Während ihrer Trennung stritten sich Lut und Michelle oft sehr stark und Ly wurde sogar einige Male gewalttätig.

Die Konflikte endeten meist damit, daß einer der beiden aufgebracht aus dem Haus rannte und den Notruf wählte. Michels Mutter hatte auch bereits Leuts Umgang mit seinen Töchtern kritisiert. Sie beschrieb sein Verhalten mit ihnen wie eine Art Anführer eines Kultes. Er musste nur schnipsen und die Kinder taten, was er sagte.

 Und wenn sie es nicht ten, mussten sie sich hinknien und ihre Hände hinter ihren Kopf machen, so als würden sie hingerichtet werden. Durch diese Beeinflussung Leut, der es natürlich auch darauf abgezielt hat, seine Töchter auf seine Seite zu ziehen, entfernten sich die Töchter immer mehr von Michelle und begannen Leuts befehlen Folge zu leisten.

Weil die Polizei aber noch nicht ahnen konnte, wie groß die Manipulation Leut auf seine Töchter war, werteten sie dies als ein Indiz dafür, dass Michelle sich vielleicht doch selbst umgebracht hat. Lloyd selbst bestärkte diese Theorie auch. Als er von Michels Tod erfuhr, machte er sich sofort auf den Weg nach New York.

 Er war gerade in Kalifornien bei einem Bewerbungsgespräch. Den Polizisten gegenüber sagte er, dass ein Suizid ihn nicht überrasche. Michelle sei bereits damals auf der Highchool Suizidar gewesen. Deswegen, weil sonst auch nichts auf den ersten Blick für ein Gewaltverbrechen sprach, wurde der Tod von Michelle bald als Suizid eingestuft. Michels Familie und ihre Freunde zweifelten aber ein Suizid an.

Sie wussten, dass Michelle ihre Kinder liebte und sich nie das Leben genommen hätte. Und wenn sie es doch getan hätte, hätte sie zum einen Abschiedsbrief hinterlassen und zum anderen sich nicht so umgebracht, dass möglicherweise ihre Töchter ihre Leiche finden können. Leute wurde erneut von der Polizei befragt.

Er gab an, dass Michelle Aggressionsprobleme hatte. Sie hätte in der Vergangenheit in Wutausbrüchen sogar Türen zerstört. Sie wäre immer wieder ausgerastet und habe unter verschiedenen psychischen Problemen gelitten. Ausleser für die Konflikte und die Wutausbrüche war meist der Sorgerechtsstreit für ihre 14-jährige Tochter.

Dieser lief mittlerweile seit 5 Jahren. Doch der leitende Ermittler glaubte Leuten nicht. Er sagte später, dass er von Beginn an ein ungutes Gefühl gehabt habe. Außerdem war Michels Gesicht, als man sie gefunden hat, mit zahlreichen Kratzern überseht. Und ein weiteres Foto vom Tatort war ihm besonders ins Auge gefallen.

Auf dem Bild vom Schlafzimmer konnte man sehen, dass Michels Bett gewaltvoll von der Wand weggeschoben war und sich Flecken an der Tapete befanden, die auf ihn wie Blut wirkten. Der Mittler begann zu überlegen, wer ein Motiv gehabt haben könnte, Michelle zu töten und das Ganze wie ein Selbstmord aussehen zu lassen.

Es gab keine Hinweise auf einen Einbruch und es fehlten keine Wertgegenstände, was ein persönliches Motiv wahrscheinlicher machte. Er verhörte Michels Familie und ihre Freunde und fragte sie, ob es jemanden gab, der wütend auf sie war. Und alle antworteten das gleiche. Michelle hatte mit niemandem Probleme.

 Lediglich Leut war sauer auf sie wegen des Sorgerechtsstreits. Es ist davon auszugehen, dass Michelle gegen 1 Uhr morgens am 27. August verstarb. Gegen Mittag wurde sie gefunden. Man untersuchte, wo sich Leut zu dieser Zeit befunden hat. Am 26. August hatte den Tag mit Carie verbracht. Carry zog gerade in eine Wohnung an ihrer Uni in Rochester.

Rochester liegt ungefähr 90 Minuten von Corning entfernt. Leute hat ihr an diesem Tag beim Umzug geholfen. Das bestätigten auch Überwachungsaufnahmen des Gebäudes. Anschließend übernachtete er in einem Motel, fuhr am nächsten Morgen zurück nach New Jersey und von dort aus zu seinem Vorstellungsgespräch nach Kalifornien.

eine Auswertung seiner Handydaten ergab, dass er tatsächlich die gesamte Nacht über in Rochester war. Also er hat Michelle wahrscheinlich nicht noch einmal gesehen. Die letzte Person, die Michelle lebendig gesehen hat, war Carry. Sie war zuletzt am Abend des 26. August zu Hause und hat das Haus angeblich nach einem Streit verlassen.

Doch ihre Handydaten ergaben, dass sie viel länger in dem Haus ihrer Mutter verwalte. als sie angegeben hat. Ihre kleine Schwester bestätigte das. Sie habe unten auf dem Sofa geschlafen und sei irgendwann durch die Schrei ihrer Mutter aufgewacht. Carry wäre daraufhin reingekommen, habe sie am Arm gepackt und sei mit ihr nach Rochester gefahren.

Also eigentlich wirkt alles so, als hätte Carry ihre eigene Mutter umgebracht. Doch dieser Verdacht konnte nicht allzu lange aufrecht gehalten werden. Untersuchung ergaben, dass die zierliche Carry nicht in der Lage gewesen wäre, ihre Mutter so im Haus zu platzieren, wie sie gefunden wurde. Doch wer war es dann? Lyss Handydaten hatten ja gezeigt, dass er die ganze Nacht in Rochester war.

Oder vielleicht doch nicht? Bei erneuter Überprüfung der Überwachungsaufnahmen des Mels fiel den Ermittlern auf, dass Leuts Handy zwar nie das Mortel verlassen hat, er selbst aber schon. Gegen 22 Uhr verließ er mit Carry gemeinsam das Motel. Erst am nächsten Morgen kehrte er zurück. Doch es fehlten leider die entscheidenden Beweise, um Leute überführen zu können.

Deswegen stellte die Polizei ihn eine Falle. Die Polizei hörte Carries und Leuts Handys ab. Zunächst tat sich nichts. Doch als die Polizei so tat, als würden sie Carry erneut verhören wollen, gelang es ihnen ein Telefonat aufzuzeichnen. Darin fragte Carry ihren Vater, wie sie vorgehen soll, worauf Leut antwortete: “Sag ihn, es tut mir leid, ich habe heute Abend einen Beratungstermin in New Jersey.

 Ich muss zu meinem Beratungstermin und sag ihnen, dass alles sehr schwer für dich war. Könntest du weinen? Ich könnte Du kannst weinen und sagen, es tut mir leid, dass ich gehen muss. Gott, es wäre schön, wenn es dann einfach vorbei wäre. Das wäre der Traum. Für die Ermittler war das Gespräch ein eindeutiger Beweis dafür, dass die beiden Komplizen waren.

Deswegen brachten sie Leut und Carry zeitgleich aufs Revier und befragten sie getrennt, damit sie ihre Geschichten nicht vorher abgleichen konnten. Leute hatten sie bei dieser Befragung erzählt, dass sie von einem Mord ausgehen und ob er sich vorstellen könne, dass Carry etwas damit zu tun habe. Leute erwiderte, dass er sich das nicht vorstellen könne.

 rennen dann nur aus dem Affekt heraus nach einem Streit oder ähnlichem. Doch alle Versuche von Leut die Schuld von sich und seiner Tochter zu lenken, scheiterten in dem Moment, indem die Ermittler Carry mit ihrem Wissen konfrontierten. Sie gestand alles. Carry erzählte, dass ihr Vater den Unterhalt nicht mehr zahlen konnte und deswegen das Sorgerecht für seine jüngste Tochter haben wollte.

5 Jahre lang haben Leut und Michelle um das Sorgerecht für sie gekämpft und nun hatte er den Rechtsstreit verloren und sollte weiter Unterhalt zahlen. Davon habe er Carry erzählt und gleichzeitig gesagt, dass er keinen Ausweg mehr sehe und sich das Leben nehmen würde. Harry, die ihren Vater schon immer abgöttisch liebte und ihn keinesfalls verlieren wollte, habe ihn angebettelt, das nicht zu tun und gefragt, ob sie ihm irgendwie helfen können.

Leute habe daraufhin gesagt, dass der einzige Weg sonst sei, dass Michelle sterben muss. Gemeinsam fuhen sie in dieser Nacht zu Michelle nach Hause. Carry ging zunächst alleine in das Haus und überprüfte die Lage. Ihre kleine Schwester lag schlafend auf dem Sofa und Michelle schlief oben. Daraufhin ließ sie ihren Vater ins Haus, der sofort in Michelles Zimmer ging.

Diese wachte auf und schrie ihn an, was er vorhabe. Durch die Schreie wurde Carry Schwester wach, woraufhin diese mit ihr schnell das Haus verließ. Leute steckte seiner Exfrau ein Handtuch in den Mund und strangulierte sie. Nach ihrem Tod befestigte er sie mit einem Strick am Treppengeländer. Leute hatte die letzten Jahre alles daran gesetzt, seine Kinder so zu manipulieren, dass sie glaubt, dass ihre Mutter ein fürchterlicher Mensch sei.

Besonders bei Carry fiel ihm das leicht, da sie schon immer eine viel enere Bindung zu ihm als zu ihrer Mutter hatte. Die Festnahme von Leut gestaltete sich als schwierig. Während Carry noch befragt wurde, war das Verhör von Leut bereits beendet und sie hatten ihn wiedergehen lassen. Der 48-jährige war auf dem Weg zur Arbeit, als er bemerkte, dass ihn die Polizei verfolgte.

Er machte Halt an einem Parkhaus und flüchtete auf die oberste Etage. Er setzte sich an die Kante des Daches und drohte den Polizisten damit zu springen. 90 Minuten lang redete die Polizei auf ihn ein, sich nicht umzubringen. Und in einem kurzen Moment hat er sich ein Stück vom Dach wegbewegt und das war der Moment, wo er von einem Polizisten überwältigt wurde.

Leute wurde festgenommen und am 13. Februar 2018 begann die Gerichtsverhandlung. Carry, die einen Deal angenommen hatte, sagte gegen ihren Vater aus. Sie sagte, dass sie ihrer Mutter nichts angetan habe und ihren Vater nur unterstützt hat, da er damit gedroht hatte, sich umzubringen. Leute hatte mittlerweile gestanden.

 Er sagte vor Gericht aus, dass er seine Kinder ihr gesamtes Leben lang manipuliert habe. Er bestätigte Carry Aussagen und betonte, dass sie keinerlei Schuld treffen würde. Im Dezember 2018 wurde Lloyd Neuroter zu lebenslanger Haft ohne die Chance auf Bewährung verurteilt. Carry wurde wegen Totschlags zu ein bis drei Jahren Haft verurteilt.

Am 16. Januar 2020 kam sie frei und war das nächste Jahr über auf Bewährung. Carry wurde nicht noch einmal straffällig. Jean Laundry, Michels Mutter machte ihre Enkelin Carry keine Vorwürfe. In einem Brief an den Richter gab sie Leute die volle Schuld und schrieb abschließend: “Ich glaube nicht, dass meine Tochter Michelle eine lange Gefängnisstrafe für ihre Tochter wollen würde.

 Sie würde wollen, dass sie ein glückliches Leben führen kann.” Carry’s jüngere Schwester lebt seit dem Urteil bei einer Pflegefamilie in New Jersey. Und damit sind wir am Ende des heutigen Videos. Was muss in einem Menschen vorgehen, dass er sich wegen finanzieller Probleme dazu entscheidet, wie ehemals große Liebe und Mutter seiner eigenen Kinder zu ermorden und dafür sogar noch seine Tochter so weit manipuliert, dass sie einem dabei hilft? Was haltet ihr von diesem Fall? Findet ihr Carry Urteil angemessen oder hätte sie eurer Meinung nach länger im

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