🚨 „Welcher MERZ?” 🚨 Helge Schneider BLAMIERT Merz vor Millionen — Maischberger kann es kaum fassen!Â

Also das heißt also sie sie haben keine Meinung. Also ich hab schon Meinung. Okay. Scholz oder März? Welcher März? Das interessiert mich ein Scheißdreck. Okay. Der gesamte Saal tobt, als Helge das sagt. Meisberger versucht verzweifelt eine politische Meinung aus Helge herauszubekommen, doch das interessiert ihn alles einen Scheißdreck.
 Er ist nur gekommen, um das Publikum zum Lachen zu bringen, mehr nicht. Und trotzdem schafft er es nebenbei, Fritze vor Millionen Zuschauern mal wieder zu blamieren. Aber hinter all dem Unsinn steckt eine klare Haltung. Er steht für Frieden und weiß ganz genau, was der echte Bürger jeden einzelnen Tag durchmacht. Los geht’s.
 Ähm, das war der Grund, weshalb sie die Tournee so genannt haben. Wo waren wir steheneblieben? Eben war ja so eine schöne hitzige Debatte. Ich habe da vorne gesessen, hab mir das mal angeguckt. Ja. Und was sagen Sie? Na ja, äh ich sag mal, [applaus] ich bin ja ich äh ich konnte beide Standpunkte irgendwie mir anhören und und auch äh ich bin Mann des Friedens.
 Ich äh habe als Kind schon äh nicht dran denken können, irgendwie mal in den Krieg zu ziehen oder irgendwie in so einem in diesem äh Kontext überhaupt aufzutauchen. Äh Auslöser war wahrscheinlich ein äh mein Englischbuch, da war auf Seite 12 oder so [räuspern] gab’s ein englisches Lied The Young Dead Soldiers do not cry.
Das haben wir dann gespielt, der Ulli und ich. Gitarre haben dann so äh weil das war das einzige, was wir in Englisch konnten. Ich war in Englisch der schlecht in der Schule. Ich bin auch von der Schule geflogen danach. Auf jeden Fall das war für mich der Auslöser auch z.B. Kriegsdienst zu verweigern und zu weit. Sie haben Kriegsdienst verweigert.
E hab ich gemacht. Ich habe aber dreimal verloren. Man hat ih nicht geglaubt, dass das gewiss Ja, man hat mir nicht geglaubt. Es ist ja schwer irgendwie dazu darzustellen, ne? Da gibt’s ja immer so Fangfragen und so. Ja. Und ich hab trotzdem vermieden, ich bin nicht zur Bundeswehr gegang. Ich habe es irgendwie veren.
 Ich bin glaube ich zwölf mal umgezogen, aber ich hab ich wollte Musik machen, aber ich habe den Namen Helge Schneider nicht gelesen. Undter weder den einen Brief, der Gegenwaffenlieferungen war, noch unter dem Brief, der fürwaffenlieferungen war. Das heißt also, sie würden als Künstler nicht öffentlich in so eine Debatte gehen.
Ich sag mal so, ich kann keinen Panzer bauen, ich kann kein Gewehr bauen, ich kann gar nicht schießen, ich kann überhaupt nichts, ich habe überhaupt keine Ahnung davon. Ja, und wovon ich keine Ahnung habe, da spreche ich gar nicht drüber. Okay, [applaus] würden Sie sagen, und das ist eigentlich ziemlich clever von Helge.
 Er weigert sich einfach, das politische Spiel des Establishments mitzuspielen, denn genau das machen die. Sie holen sich prominente Leute in ihre Sendungen und wollen ins Geheim, dass sie ihnen öffentlich zustimmen. Aber es kommt noch viel schlimmer, meine Freunde, wie ihr gleich sehen werdet. [applaus] Sie sind als als äh als Musiker, als Künstler ein politisch interessierter Mensch.
 Immerhin waren Sie doch mal Kommunist als junger Mensch und Sie hatten eine Maubibel. Ich hatte eine Maobibel, habe ich nie gelesen. Habe ich auch dann irgendwann weggeschmissen. Ja. Äh Kommunist war ich nicht. Ich wollte in die SDJ, das war der damals von der DKP, die Jugendorganisation, weil die hatten Proberäume, wusste ich.
 Und dann habe ich mich dann irgendwie vorgestellt, dann war da so eine Art Gremium, da waren auch ganz viele Leute und dann habe ich gesagt, ja, hallo, ich bin der Helge, ich brauche ein Proberaum. Also, die haben mich gefragt, warum möchtest du denn zu uns in die STJ kommen? Ja, ich da sah ich ungefähr so aus wie jetzt.
Das ist das ist ein Bild aus der Zeit. Ja, aus der Zeit. Ja, das war so ein bisschen genau aus dieser Zeit war das. Und äh dann habe ich gesagt, dann haben die gefragt äh ja, bist du was ist was wie bist du denn politisch irgendwie orientiert? habe ich gesagt, keine Ahnung, ich habe überhaupt keine Ahnung und wovon ich ja keine Ahnung habe, darüber spreche ich ja nicht.
[gelächter] Das habe ich immer schon so gemacht. Okay. [applaus] Und dann äh ich habe gesagt, ich finde das gut hier bei euch und äh ich habe eine Band und ich will wir brauchen Proberaum. Außerdem kifft ihr doch auch. Habe ich sogar gesagt. Also ich war ziemlich behämert da. Und die Mauerbibel kam wie in den in den Haushalt? Eine Freundin gehabt, die irgendwie interessiert war oder? Das weiß ich nicht mehr. Okay.
 Äh ist habe ich vergessen. Also gut, ich habe aber eine wir haben eine Äußerung gefunden. Helge Schneider, ein Kommentar zur Politik. Wir mussten ziemlich tief ins Archiv steigen und haben dann diesen Auftritt gefunden aus dem Jahr 1990. Die Verzweiflung des Establishments ist hier ganz klar zu erkennen.
 Doch wieder einmal kein politisches Bekenntnis und trotzdem ehrlicher als jeder Politiker. Aber jetzt konfrontiert Maisberger Helge direkt mit März und seine Antwort ist pure Goldmiene. Schaut selbst. Und äh und warte mal, wie geht da denn weiter? Äh ich habe es vergessen. Auf jeden Fall, ich spiele das noch manchmal, aber ich singe dann, ich improvisiere ja immer, ich singe dann einen anderen Text.
 Mal sehen, was mir einfällt Samstag. Also, also das heißt, also sie, Sie haben keine Meinung. Also, wenn ich Sie jetzt fragen würde, Scholz, schon Meinung. Okay. Scholz oder März? Welcher März? Also jetzt Ach so, der Mann. Der Mann. Nein, könn ja ganz ganz kurz machen. Scholz oder März? Ja, also da habe ich wirklich überhaupt keine Meinung zu.
Okay. Steak, Steak oder Veggy Burger? Äh, ich würde sagen bei Und es ist völlig klar, was hier abläuft. Meisberger tut so, als würde sie ein harmloses Entweder oder Spiel spielen und schmuggelt dabei eine politische Frage rein. Und Helge hätte es nicht klarer machen können. Dein Kumpel interessiert mich nicht, überhaupt nicht.
 Ehrlich gesagt, das hat er perfekt abgekontert. Und jemand anders sagt, aber das ist kulturelle Aneignung, das interessiert mich ein Scheißdreck. Okay. Zigarette oder Joint? Äh, wenn dann Zigarette, aber ich habe aufgehört zu rauchen, aber ich habe neulich noch eine geraucht nach dem Essen. Das war so Gewohnheit.
 Habe ich 70 60 Jahre gemacht. FDP oder Grüne? Äh, nix. H Sarah Wagenknecht oder Gerhard Baum? Sarah Wagenknecht. Mhm. Dann doch noch Maul ist. Ja. Besseres Kleid. Oh. [gelächter] [applaus] mal arbeiten. Es ist ohnehin so, dass sie ganz schön viele Sachen eben kurz gemacht haben, aber davon viele. Straßenfäger, Tierpfleger, Landschaftsgärtner, was war der beste Job? Äh Straßenfäger.
Warum? Ich weiß nicht, der sinnvollste. Ich hätte jetzt gedacht so Dreck wegmachen. Das ist doch sinnvoll. Also, ich habe das immer als sinnvoll empfunden. Es war eigentlich der beste Job und man konnte [schnauben] schön nachdenken die ganze Zeit. Ich musste immer mit so einem großen mit so einer Schaufel und so ein Besen hinter den beiden andern her, die vorne im Rindstein fegten.
 Dann machten immer so Häufchen und neben mir vor so ein LKW, so ein kleiner, so ein Kleinlasser mit hinten Ladefläche und dann habe ich dann immer das Laub da drauf geschmissen und im Winter war es so, da musste man morgens um 4:30 Uhr schon da sein, weil da musste man bevor man fegte erst streuen, wenn wenn Eis und Schnee war. Ja, das war dann äh aber es ist kein Traumberuf geblieben eben offensichtlich.
Nee, ich habe dann irgendwann dann kam der Tag, jeder Straßenfäger musste dann äh einmal im Monat oder zweimal im Monat oder alle zwei Monate an einem Samstag in die Fußgängerzone alleine mit so einem Karren und so weiter und da mich ja alle kannten und das war mir da, ich glaube mir war das peinlich.
 Ich wollte da nicht hin und zwar nicht, weil ich Straßenfäger war, sondern mir gefiel wirklich diese Uniform nicht. [gelächter] Auch da wieder eine Kleiderfrage. Also, wir halten mal und da habt ihr ihn. Helge Schneider, wie er leibt und lebt. Jahrzehntelang im Rampenlicht, jahrzehntelang im Visier und trotzdem haben sie ihn bis heute nicht zu fassen bekommen.
 Ehrlich gesagt, was für eine wohltuende Abwechslung. Nicht nur in der Politik, sondern auch in seiner Lebensphilosophie, in seinem Bezug zu ganz normalen Menschen, zur Kunst, zur Musik. Während sich andere Promis ständig anbietern, vor jeder Kamera zur Marionette werden, jede gewünschte Meinung braviefern, bleibt Helge einfach Helge.
 Er sagt, was er denkt oder eben gar nichts, aber niemals das, was man von ihm hören will. Und genau deshalb lieben ihn Millionen, weil er einer der Letzten ist, der sich nicht kaufen lässt, der sich nicht einkleiden lässt, der sich nicht vor irgendeinen Karren spannen lässt. Ein Mann, der einfach er selbst geblieben ist in einer Zeit, in der das beinahe schon revolutionär wirkt.
 Wenn euch dieses Video gefallen hat, lasst einen Daumen oben und schreibt in die Kommentare, wer wäre euer Lieblingspromi, der noch mal so richtig Klartext reden sollte. Abonniert für mehr und bis zum nächsten Mal. M.
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