Es gibt Momente in der Politik, in denen man als aufmerksamer Beobachter fassungslos vor den Nachrichten sitzt und sich fragt, ob der gesunde Menschenverstand endgültig aus den Ministerien verbannt wurde. Wir erleben derzeit in Deutschland ein wirtschaftliches und politisches Drama, das in seiner Dimension und seinen fatalen Konsequenzen kaum in Worte zu fassen ist. Die Energiewende, einst als leuchtendes Vorzeigeprojekt einer angeblich sauberen und sicheren Zukunft gepriesen, entpuppt sich mehr und mehr als ein bodenloses Fass. Ein finanzielles schwarzes Loch, das den Wohlstand unseres Landes und die finanzielle Sicherheit jedes einzelnen Bürgers bedroht. Die jüngsten Berichte, insbesondere eine brisante Meldung von T-Online, haben das sprichwörtliche Fass nun endgültig zum Überlaufen gebracht: Neue Gaskraftwerke müssen her, und es sind die Verbraucher, die für dieses gigantische Backup-System gnadenlos zur Kasse gebeten werden sollen.

Die Absurdität dieser Situation lässt sich nur begreifen, wenn man einen ehrlichen und schonungslosen Blick auf die chronologische Abfolge der politischen Entscheidungen wirft. Deutschland hat in einem beispiellosen nationalen Alleingang beschlossen, eine hochmoderne, sichere und vor allem funktionierende Energieinfrastruktur mutwillig dem Erdboden gleichzumachen. Wir haben mitangesehen, wie gewaltige Kühltürme, die einst Symbole für technologischen Fortschritt und sichere Grundlast waren, mit großem medialem Getöse in die Luft gesprengt wurden. Wir haben Kernkraftwerke vom Netz genommen, die zu den sichersten der ganzen Welt gehörten und die uns über Jahrzehnte hinweg zuverlässig und kostengünstig mit Strom versorgten. Man hat eine gigantische, bereits abbezahlte und hervorragend funktionierende Infrastruktur schlichtweg vernichtet, getrieben von einer ideologischen Panik, die jede wirtschaftliche und physikalische Vernunft beiseitegeschoben hat.
Und womit wurde dieser historische Kahlschlag begründet? Mit dem grenzenlosen Ausbau von Wind- und Solarenergie. Doch hier offenbart sich die harte, unerbittliche Realität der Physik, die sich eben nicht durch politische Wunschvorstellungen außer Kraft setzen lässt. Die Sonne scheint in unseren Breitengraden nun einmal nicht nachts, und der Wind weht nicht immer dann, wenn das hochindustrialisierte Deutschland dringend Energie benötigt. Diese sogenannten Dunkelflauten sind keine Ausnahmen, sie sind die absolute Regel. Um diese eklatante Lücke zu füllen, benötigt das Netz eine ständige, sofort verfügbare Grundlast. Ein einziges Kernkraftwerk ersetzt in seiner konstanten Leistungsfähigkeit spielend leicht rund 1.500 Windräder. Es ist eine schiere Illusion zu glauben, dass man eine Industrienation dieses Ausmaßes allein mit volatilen, wetterabhängigen Energieträgern am Laufen halten kann. Die bittere Erkenntnis, die nun offensichtlich auch in Berlin angekommen ist, lautet: Ohne ein massives, konventionelles Backup droht der Blackout.
Genau hier greift der jüngste, schockierende Plan der Bundesregierung: Die Rettung soll nun ausgerechnet durch den massiven Neubau von Gaskraftwerken erfolgen. Halten wir diesen epochalen Widerspruch einen Moment lang fest. Ein Land, das sich rühmt, die sauberste und grünste Nation der Welt werden zu wollen, das seine klimaneutrale Kernenergie verbietet und verteufelt, sieht sich nun gezwungen, riesige Kraftwerke zu bauen, die fossiles Gas verbrennen. Und nicht nur das: Die Pipelines, die uns einst günstiges Gas lieferten – Stichwort Nord Stream –, sind zerstört oder politisch tot. Wir müssen teures Flüssiggas (LNG) um den halben Erdball schiffen, es aufwendig regasifizieren und in brandneuen, noch zu bauenden Kraftwerken verfeuern, nur um sicherzustellen, dass an einem windstillen Novembertag nicht die Lichter ausgehen.

Der eigentliche Skandal, der Millionen von Bürgern nun völlig zurecht auf die Barrikaden treibt, ist jedoch die finanzielle Dimension dieses beispiellosen Irrsins. Es reicht der Politik offensichtlich nicht, dass die Strompreise in Deutschland bereits heute zur absoluten Weltspitze gehören. Es reicht nicht, dass der Ausbau der Wind- und Solaranlagen gigantische Summen an Subventionen verschlingt. Nein, nun soll der Steuerzahler und Verbraucher auch noch den Bau einer komplett neuen, redundanten Backup-Infrastruktur finanzieren. Kraftwerke, die vielleicht nur wenige Wochen im Jahr laufen, aber dennoch gebaut, gewartet und betrieben werden müssen. Die Investitionskosten für diese Gaskraftwerke belaufen sich auf viele Milliarden Euro. Milliarden, die nicht von den Politikern in Berlin bezahlt werden, sondern die über Steuern, Netzentgelte und direkte Stromrechnungen aus den Taschen der hart arbeitenden Bevölkerung gezogen werden.
Es ist eine Rechnung, die dem Bürger den Atem raubt. Zuerst bezahlt der Steuerzahler den sündhaft teuren Abriss der intakten Kernkraftwerke. Dann bezahlt er die astronomischen Subventionen für die Windräder und Solarparks. Und als ob das nicht ausreicht, muss er nun auch noch die Gaskraftwerke finanzieren, die nur deshalb existieren müssen, weil die Windräder und Solarparks nicht verlässlich funktionieren. Wir bezahlen unsere Stromversorgung in Deutschland mittlerweile dreifach! Es ist eine beispiellose Geldvernichtungsmaschine, die den Mittelstand erdrückt, die Industrie ins Ausland vertreibt und die normale Familien an den Rand der finanziellen Belastbarkeit bringt. Jeder Cent, der in diese planlose Doppelinfrastruktur gesteckt wird, fehlt bei der Bildung, bei der Rente, beim Straßenbau und im Gesundheitssystem.

Und was passiert, wenn die bittere Realität uns endgültig einholt? Ein Blick über unsere Landesgrenzen hinaus zeigt, dass Deutschland mit seiner Geisterfahrt völlig isoliert ist. Die restliche Welt – von Frankreich über Großbritannien bis hin zu Asien und den USA – setzt massiv auf den Ausbau und die Weiterentwicklung der Kernenergie. Sie haben erkannt, dass Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit nur mit einer soliden, verlässlichen Grundlast möglich sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Deutschland unter dem Druck der wirtschaftlichen Realität gezwungen sein wird, diesen historischen Fehler einzugestehen. Wenn der Tag kommt, an dem wir unweigerlich zur Kernkraft zurückkehren müssen, wird das ganze Ausmaß dieser Tragödie sichtbar werden. All die Milliarden, die wir heute in provisorische Gaskraftwerke und den blinden Abriss intakter Anlagen stecken, werden dann für immer verbrannt und verloren sein. Es ist eine historische Kapitalvernichtung, für die am Ende niemand in der Politik die persönliche Verantwortung übernehmen wird.
Es ist an der Zeit, dass wir als mündige Bürger diese desaströse Entwicklung nicht länger schweigend hinnehmen. Die täglichen Schreckensmeldungen über neue Kosten, neue Abgaben und neue Auflagen dürfen nicht zur neuen Normalität verkommen. Die Zerstörung unserer einstigen wirtschaftlichen Stärke geschieht nicht durch eine unvermeidbare Naturkatastrophe, sondern durch bewusste, handgemachte politische Entscheidungen. Wir haben das Recht, eine Energiepolitik zu fordern, die sich an den Gesetzen der Physik und der wirtschaftlichen Vernunft orientiert und nicht an ideologischen Träumereien. Die Wahrheit liegt schonungslos offen auf dem Tisch: Die aktuellen Pläne sind ein ruinöser Sonderweg, der unser Land nachhaltig schwächt. Es liegt nun an jedem Einzelnen von uns, diese Fakten auszusprechen, den Diskurs zu suchen und den Verantwortlichen an den Wahlurnen unmissverständlich klarzumachen, dass wir nicht bereit sind, die Zeche für dieses beispiellose politische Totalversagen zu zahlen. Die Zeit für teure Experimente ist endgültig abgelaufen.
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