extrem anspruchsvoll, was man den   Unternehmen tatsächlich aufwürdet. Und   Achtung, in einer Zeit, in der wir in   der Rezession stecken, ich ich möchte in   erster Linie gar nicht wissen, wer bei   mir welche Partei wählt, sondern ich   möchte eher, dass wir, wenn jemand bei   mir das Hoftor betritt, wenn er in die   Produktion geht mit seinen   Arbeitsschulen oder wenn er sich bei mir   an den an den Schreibtisch setzt im   Büro, dass wir eine Einheit sind, die   gut miteinander funktioniert.

 

 Gelinde   gesagt, in den letzten Jahren viele   Signale gesendet wurden, dass man uns   hier gar nicht mag und gar nicht möchte.   Ja, Philip Amtor, da runzelt er mit der   Stirn, als die Unternehmerin der Runde   klar macht, dass es ihr egal ist, ob   AfD-Wähler bei ihr arbeiten. Für sie   zählen ihre Mitarbeiter und das   Familienunternehmen, das seit 100 Jahren   besteht.

 

 Sie weiß, wenn die Politik so   weitermacht, wird ihre Firma keine   weiteren hundert Jahre überstehen.   Dieses Thema geht ihr emotional sehr nah   und das zeigt sie auch, denn sie kämpft   wie eine Löwin um ihr Familienerbe.   71% sind weniger oder gar nicht   zufrieden mit der Arbeit von Friedrich   Merz als Bundeskanzler und es gab schon   mal eine ähnliche Situation.

 

 Olaf Scholz   war auch nicht beliebt als Bundeskanzler   vor einem Jahr. Und zu dem Zeitpunkt hat   Friedrich März äh dann folgendes dazu   gesagt zu den Beliebtheitswerten von ähm   Olaf Scholz und er hat geschrieben, wenn   ein Bundeskanzler mit einer so niedrigen   Zustimmungsrate keinerlei Anzeichen gibt   an seiner Kommunikation, seiner Politik,   seinem Führungsstil etwas zu ändern,   dann lässt er die Bevölkerung allein mit   einem Problem.

 

 Das ist einfach   respektlos.   So, Herr Amtor,   was muss Friedrich März jetzt ändern?   Ähm, das hat er angekreidet bei Olaf   Scholz, die Kommunikation und so weiter.   Was muss er ändern, ähm, damit er wieder   bessere Werte hat?   Also, ich würde grundsätzlich von diesem   Rhythmus immer nur auf die Umfragen zu   schauen, würde ich abraten.

 

  Ich würde davon abraten, immer nur auf   Umfragen zu schauen. So, so, Herr Amtor,   sie raten doch nur deshalb davon ab,   weil Ihre CDU grottenschlecht   abgeschnitten hat und Friedrich März so   unbeliebt ist. Wäre es andersherum,   sagen wir, die AfD stünde an der   Regierung und hätte so miserable   Umfragewerte wie aktuell März.

 

 Dann   würden Sie sofort betonen, wie wichtig   diese Zahlen sein und dass wir sie ernst   nehmen müssen, weil sie unsere   Gesellschaft widerspiegeln. Ganz nach   dem Motto: “Ich male mir die Welt, wie   sie mir gefällt.” Doch, Herr Amtor,   dieses Verhalten ist gefährlich. Die   Leute merken die kleinen Spielchen und   das Rumtricksen.

 

 März hat damals selbst   auf die ach so unwichtigen Umfragewerte   von Kanzler Scholz mit einem Post auf X   reagiert. Also sind Sie jetzt wichtig   oder nicht?   Spüren Sie diese Wirtschaftswende?   Also wenn ich jetzt auf meinen   Unternehmen schaue und auf die Themen,   mit denen ich mich aktuell fasse, dann   bin ich sehr ähm   sag ich mal nicht desillusioniert, aber   doch weit ein Stück weit erstmal   ernüchtert darüber.

 

 Jetzt bin ich aber   auch keine Politik Politikerin, sondern   ich bin Unternehmerin und schaue   tatsächlich monatlich auf meine BWA. Ich   schaue auf die Kosten, die ich habe und   ich schaue auf das Potenzial. Müssen Sie   erklären.   Betriebswirtschaftliche Auswertung, die   mir zeigt, ob ich in dem Monat ein   Ergebnis gemacht habe oder die Kosten   eben einfach auch die Einnahmen   überstiegen haben.

 

 Und äh dann ist für   mich das Thema Wachstum die Frage, denn   wenn etwas nicht wächst in der Natur,   ist es früher oder später hops. Soll   auch für ein Unternehmen bedeuten, dass   ich aus einem Wachstum heraus gewisse   Möglichkeiten habe und sich   Gestaltungsspielraum aufzeigt. Und ich   sehe das jetzt, sage ich mal, in unserer   weiteren Entwicklung des Landes   vielleicht als hilfreich an, sich auch   an der Stelle noch mal mit Wachstum zu   beschäftigen und sich zu überlegen ähm   anstatt die nächsten 50 € oder 150 €   oder was für ein Betrag es auch immer   sein mag, der dann voll durchschlägt,   nämlich dahin, wo die Wertschaffung   tatsächlich noch stattfindet, wie im   produzierenden Gewerbe, sich zu   überlegen, wie kann man denn dafür   sorgen, dass wir übermorgen auch diese   Arbeitsplätze noch haben und die   Wertschöpfung. Herr Frau Gründobler, da   gibt’s ein Video, das haben Sie selber   gemacht, das äh ist ein bisschen viral   gegangen. Da haben Sie sich so geärgert   über die Bürokratie in dass äh Sie vor   Verzweiflung geweint haben. Da geht es   darum ähm na, wir erklären mal, worum es   geht danach. Wir gucken uns das erstmal   an.   Ich bin als kleines Kind mit   Maschinenbau groß geworden und auch wenn   ich selber keine Öfen bauen kann, ich   habe das immer gerne gemacht. immer

 

  gerne gemacht.   Und ich habe mich auch immer aus dem   Fenster gelhen zu sagen, lass uns lieber   einen Schritt mehr machen, lass uns   lieber groß denken, lass uns mutig sein.   Find mal einen Idioten, der dafür auch   noch 100% persönlich haftet und bürgt.   Schon hart, wenn der Staat eine   Unternehmerin so zusetzt, dass sie   keinen anderen Ausweg mehr sieht, als   sich an die Öffentlichkeit zu wenden und   dabei ein so emotionales Video dreht.

 

  Frau Grünupler, da ging es um eine   Baoranfrage   für die Zufahrt zu einem neuen Werk. Äh   und nach zwei Jahren durften Sie die   Zufahrt dann auch bauen. Ähm Sie ja, man   muss aber dazu dazu sagen, es gab da   auch ein Hin und her ähm sozusagen die   das Landesamt weiß auch darauf hin, dass   man dass sich Anträge geändert haben und   so, aber trotzdem unterm Strich zwei   Jahre bis sie diese Zufahrt bauen.

 

 Ähm   sind die Zustände in Deutschland   wirklich einfach so zum Heulen?   Also es ist äh vielen Dank für die fürs   Aufmerksammachen auf dieses auf dieses   Thema, denn es ist tatsächlich das   berühmte Tropfen in im das fast zum   Überlaufen gebracht hat. An diesem Tag   war ich tatsächlich auf dem Amt, um ich   sag mal gemeinsam in einer größeren   Runde dafür zu werben, tatsächlich eine   gute Lösung dafür zu finden, dass ein   Traditionsunternehmen und wir sind   letztes Jahr 100 Jahre alt geworden.

 

 Das   heißt, wir wissen auch, dass man   Entscheidung nicht immer nur für das   nächste Jahr treffen muss, sondern   tatsächlich es über Generation hinweg   bestand haben muss. Da ging es   tatsächlich darum, eine Lösung für ein   produzierendes Gewerbe zu finden, bei   dem Gelinde gesagt in den letzten Jahren   viele Signale gesendet wurden, dass man   uns hier gar nicht mag und gar nicht   möchte.

 

 Und ich finde es sehr   bemerkenswert, das menschliche Verhalten   begründet sich in der Regel auf zwei   Dinge. Es ist ein Können und es ist ein   Wollen. Und wenn wir alle unsere Sache   gut miteinander machen, dann ist es,   dass wir es können und dass wir es   tatsächlich auch wollen. Und dann geht   man mal einen Schritt aufeinander zu,   dann hat man eine Grundform von Respekt   und hat den gegenseitigen Standpunkt   Standpunkt verstanden und geht ein   Schritt aufeinander zu.

 

 Das ist meine   grundsätzliche Erwartungshaltung, mit   der ich auf jeden Menschen treffen   würde, weil ich sage, dass das ist ein   Mindestmaß, was ich erwarten können   muss. Und hier an diesem Thema, es es   hat tatsächlich anderthalb Jahre   gedauert und wenn Sie dann, ich sag mal,   in einem riesigen Büro mit Fluren, die   alle gleich aussehen und eine Tür der   anderen gleicht, ähm dann, ich sag mal   so, ein bisschen abserviert werden mit   fadenscheinigen Begründungen von sie   können ja den B-Plan, der über 20 Jahre   alt ist, jetzt erstmal erfüllen und ihre   Zufahrt bauen und dann sprechen wir uns   in drei Jahren noch mal, finde ich   extrem.   extrem anspruchsvoll, was man den   Unternehmern tatsächlich aufwürdet und   Achtung, in einer Zeit, in der wir in   der Rezession stecken, einem   produzierenden Gewerbe nicht mal links   und rechts unterhaken, um ein Schritt   nach vorne zusammengehen und zu sagen   so, komm pack mal, sag mir was du   brauchst und wir legen gemeinsam los,   dass wir eine gute Lösung. Jetzt haben   wir   ein Miteinander statt gegeneinander, das   wünschen sich nicht nur Unternehmer,   sondern auch viele Bürger. Doch statt   einmal bei der eigenen Verantwortung   anzusetzen, sucht man die Schuld bei der

  AfD, obwohl sie noch nie an der   Regierung beteiligt war. Glaube ein   wirtschaftspolitischer Austausch mit der   AfD ist vor allem im Sinne der   Wirtschaft in Deutschland nicht   ertragreich, denn AfD steht   wirtschaftspolitisch eher für Abstieg   für Deutschland und es gibt kaum eine   Partei, die so gegen die Interessen der   deutschen Wirtschaft agiert wie die AfD.

 

  mit diesem   Sie haben ein Unternehmen führen, ein   Unternehmen in Thüringen, da sind die   Umfragewerte und auch die Wahlergebnisse   der AfD besonders hoch. Ähm fällt es   Ihnen schwer ähm sich klar zu   positionieren in der Frage, weil sie   Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben,   die womöglich wahrscheinlich auch die   AfD willen? Also ähm ich bin in erster   Linie Unternehmerin und deswegen daran   interessiert, dass es der Wirtschaft gut   geht und ich kann so viele Finger gar   nicht haben, wie ich abzähle an   Impulsen, die in den letzten Monaten und   Jahren kamen, die nicht   wirtschaftsfreundlich ausgestaltet   wurden und dafür sorgen, dass   Organisationen und Unternehmen extrem   unter Druck stehen, eine   Zukunftsperspektive für ihre Mitarbeiter   finden zu müssen. Sie, ich würde es   gerne nur kurz noch um diesen einen   Punkt ergänzen. Ab und zu habe ich das   Menschen wollen ja auch eine gute   Führung sehen, ob das jetzt in der   Politik der Fall ist oder in der   Wirtschaft. Und ich gebe mir unfassbar   viel Mühe, der Belegschaft und den   Mitarbeitern, die ich alle sehr schätze,   mitzuteilen, ihr könnt euch auf mich   verlassen, denn ich suche nach dem   richtigen Weg, um dieses Unternehmen   auch für die nächsten 100 Jahre fit zu   machen. Und ich äh bin eher ich ich

 

  möchte in erster Linie gar nicht wissen,   wer bei mir welche Partei wählt, sondern   ich möchte eher, dass wir, wenn jemand   bei mir das Hoftor betritt, wenn er in   die Produktion geht mit seinen   Arbeitsschulen oder wenn er sich bei mir   an den an den Schreibtisch setzt im   Büro, dass wir eine Einheit sind, die   gut miteinander funktioniert und wo   jeder seinen Platz findet, auch in der   Zukunftsperspektive mitzuarbeiten und   dann funktioniert das im kleinen bei uns   gut, wo man im großen momentan merkt, da   fehlt das Narrativ, dem sich wieder alle   auch ein Stück weit anschließen können,   weil die Menschen wollen ja auch ihren   Beitrag dazu leisten, dass das in   Zukunft gut läuft und sie wollen ja   auch, ich finde nur dieses Bremsen an   allen Ecken und Enden und dann noch die   Umverteilung drauf. Also ich ich bin ich   bin da ein bisschen anders gepolt, dass   ich sage, im Unternehmen gelten diese   Grundsätze von soll und haben eben noch   recht eindringlich und dann muss man   Prioritäten set der Frust   eine Einheit. Genau das ist der   Kernpunkt. Wir haben verlernt, Dinge   gemeinsam anzupacken. Diese   Unternehmerin ist ein Paradebeispiel   dafür, wie es eigentlich laufen sollte,   ohne Spaltung. Sie geht auf Herrn

 

  Klamrot gar nicht ein, als es darum   geht, dass AfD-Wähler in ihrer Firma   arbeiten. Ich meine, wir leben doch in   einer Demokratie, da darf doch jeder   wählen, wen er will, oder sehe ich das   falsch? Schreib gerne mal in die   Kommentare, ob es deinen Arbeitgeber   überhaupt interessiert.