Endlich sitzt ein kompetenter Journalist in dieser Runde. Denn mal ehrlich, Klimapolitik ist ja schön und gut, doch auf wessen Kosten? Sie sollte realistisch sein und nicht ideologisch getrieben? Ich hoffe sehr, dass dieser NZ Journalist Morten Freidel wieder eingeladen wird, auch wenn seine schonlose Deutlichkeit im Staatsfernsehen nicht gern gehört wird.
Der Klimaexpertenrat der Bundesregierung, also das ist ein beratendes Gremium, hat auch dem Koalitionsvertrag bescheinigt. Es gibt keinen nennenswerten Impuls für die Zielerreichung 2030 und der Koalitionsvertrag an vielen Stellen Waage. Also es klingt jetzt nicht nach einer großen Ambition vom Expertenrat.
Ich glaube, dass man äh ich glaube, ich will einfach noch mal sozusagen auf die Größenordnung hinaus. Ja, also als die Agora, als man das Klima festgelegt hat 2045 Klimaneutralität zu erreichen, hat die Agora Energiew das ausgerechnet, was das sozusagen an Einsparungen bringt. Hat gesagt, das bringt eine Milliarde Tonne CO2 an Einsparungen, diese 5 Jahre Klimaneutralität vor 2050.
Jetzt habe ich mal angeguckt, wie viel China in im Jahr 2023 ausgestoßen hat 12 Milliarden aufgerundet. Moment, das heiß, wir kommen wir kommen da gleich zu. Nee, nee, das ist kein Wab. Ich möchte einfach die Größenordnung verdeutlichen. Ich möchte sozusagen Kosten und Nutzen in ein Verhältnis setzen und dann können Sie gerne darauf antworten.
Ein das was China in einem Monat im Jahr 2023 ausstößt, das schaffen wir sozusagen, wenn wir 5 Jahre vor der Zeit Klimaneutralität erreichen. Das wollen wir in Deutschland nur mit der Kraft von Wind und Sonne machen. Alle anderen wichtigen Industriesta der Erde nehmen gleichzeitig noch die Kernenergie in den Mix.
Wir machen also etwas, was hoch absolut toll überambitioniert ist. wollen dann noch 5 Jahre vor allen anderen mit der Ausnahme von Österreich, aber die haben kaum Industrie und haben auch noch diese ganzen Pumpspeicherkraftwerge in den Bergen sozusagen vor allen anderen 5 Jahre Klimaneutralität erreichen und das nur bitte mit Wind und Sonne und dann ähm und das was jetzt Reiche macht ist einfach nur ein bisschen Realismus in die Debatte reinzubringen und zu sagen, Leute, das kostet Hunderte von Milliarden, nützt dem Klima aber herzlich wenig. Ob das nun im Emissionshandel ausgestoßen wird, weil der dann irgendwann vielleicht sektorübergreifend ist oder nicht, spielt dann auch nicht so eine große Rolle, sondern das ein paar Fragen Herr Freidel, das gebe ich auch gerne an. zu ist einfach eine Frage, wie viel kostet das und was bringt das? Und um das abzuschließen, das kostet eine unglaubliche Menge Geld und es bringt dem Klima sehr, sehr wenig prozentual betrachtet. Dass die neue Wirtschaftsministerin einen anderen Weg einschlägt als die Grünen damals ist schon mal lobenswert. Doch entscheidend sind die Taten, gerade weil die CDU einen Kanzler stellt, der
nicht immer ehrlich zu uns ist. Deshalb ist hier besondere Obacht geboten. Jetzt könnte man aber sagen, Frau Höing, also gerade heute hier in Köln, wir haben 18°, es regnet, ist doch herrlich, ist doch alles wieder gut. Nee, es ist nicht alles gut und der Klimawandel geht nicht weg.
Äh nur weil die AfD und Trump ihn leugnen. Natürlich kann man nicht monokausal sagen, oh, die Hitzewelle von letzter Woche ist der Klimawandel, aber was wir ja eben wissen ist, dass der Klimawandel Extremwetterereignisse ähm wahrscheinlicher macht, wahrscheinlicher in der Häufigkeit und wahrscheinlicher in dem Ausmaß. Jetzt ist es so, sie haben auch in dieser Woche darüber berichtet über Wetter, aber auch über die Berichterstattung haben auch zum Teil die öffentlichrechtlichen kritisiert.
Ein bisschen viel Alarmismus war das für Sie. Jetzt sind Sie im Presseclub, jetzt können wir da ordentlich drüber reden. Ähm, wie ist es für Sie? Ist das nur Sommer? Nein, absolut nicht. Also, ich stimme allen Vorräder zu. Es hat natürlich mit dem Klimawandel zu tun. äh äh der das Klima setzt den Rahmen für das Wetter und wir verändern das Klima durch den Treibhausgasausstoß und deshalb verschieben wir diesen Rahmen und äh wie unsere äh wie meine Vorredner hier und Vornerinnen schon gesagt haben, äh verändert sich dadurch auch das Wetter und Extremwetterereignisse nehmen zu. Das ist unbestritten. Ich habe nur kritisiert, dass man ähm sozusagen bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, das volle Programm noch mal auffährt und sagt, so jetzt haben wir hier den Klimawandel und jetzt müssen wir alle mehr tun. Ich glaube, das führt einfach genau zu dem Gegenteil dessen, was man erreichen möchte. Das führt dazu, dass sich die Leute abwenden. Und wir sehen ja auch in den Wahlergebnissen jetzt bei der Bundestagswahlen, wie viele Leute die AfD gewählt haben, die den Klimawandel leugnet. So, das heißt viele Leute, das unterstelle ich nicht den Wern der AfD, dass sie den Klimawandel leugnen, jedenfalls nicht allen, aber ich glaube schon, dass es so eine
Ermüdung gibt, dass man sozusagen bei jedem Extremwertereignis noch mal darauf gestoßen wird, dass das jetzt der Klimawandel ist und dann eben mit diesem moralischen mit dieser moralischen Botschaft versehen, wir müssen jetzt alle mehr tun. Okay, diese Debatten sind gut und wichtig, doch sie dürfen nicht auf Panik oder Weltuntergangsszenarien reduziert werden.
Besonders schlimm ist es, wenn Angst vor Natur und Wetter auf Kinder projiziert wird. Das geht gar nicht. Auch in dieser Runde zeigt sich schnell, wer gern mit Angst spielt und dabei übersieht, dass es völlig normal ist, wenn es im Sommer auch mal heiß wird. Und es wird ja von nun an jedes Jahr heißer und irgendwann ist es halt nicht mehr nur ein Problem, dass es äh mal ein bisschen schwitzt und unangenehm ist.
Es gibt Hitzetote jetzt schon äh 3000 Menschen pro Jahr in den beiden letzten Jahren, die Hitzebedingt früher gestorben sind in Deutschland allein und vor allem, man sieht jetzt gerade im Bild hinter ihnen, die die Dürren und die Überflutung werden irgendwann auch anfangen, die Nahrungsmittelproduktion stark einzuschränken.
Und das ist einfach ein Problem, wo man sagen kann, ja, ich kann jeden verstehen, der sagt, das ist deprimierend und ich habe keine Lösung. Und deswegen beschäftige ich mir am liebsten damit nicht damit, aber davon hat man auch noch keine Lösung und davon wird das Problem größer und nicht kleiner und irgendwann wird es so groß, dass man es nicht mehr ignorieren kann, selbst wenn man eine gut gekühlte Wohnung im äh in ein Neubau hat oder so.
Das ist also das Problem geht ja nicht weg davon, dass wir müde sind. Herr Fredel, ist das so? Ist es auch in der Politik ein saisonales Thema? Also, wenn es wenn es Hitze ist, sprechen wir über Hitze und Sonnenschutz. Erleben Sie das auch so? Nee, ich habe nicht den Eindruck, dass die Politik das Thema nicht ernst nimmt.
Ich habe das Gefühl, dass die Politik, also die schwarzrote Koalition ähm Habecks künste Träume verwirklicht. Ähm ähm die bauen jetzt äh die die die Gaskraftwerwecke die Reiche bauen will. Das ist das, was die Bundesnetzagentur im äh im Bericht Versorgungssicherheit Strom 2023 gefordert hat.

Das ist nun mal die Erforderne. Das sind nun mal die Erfordernisse einer Energiewende, die nur auf erneuerbaren als auf Wind und Sonne basieren soll. Damit geht Deutschland steht Deutschland im im Konzert der Industriesta ziemlich alleine da und äh äh da ist es nun mal so, dass man als Backupkraftwerke Gaskraftwerke baut und wird sich von der Tatz als Gasministerin tituliert.
Das halte ich für ähm Quatsch, muss man so salop zu sagen. Also, die macht, die setzt die Politik um, die Harbeck haben wollte. Und äh Moment, Sie können ja gleich äh ich ich mache nur noch meinen Punkt, um ihn ein Beispiel zu geben, woran man diese Verknüpfung von drohender Apokalyptik und aus meiner Sicht falscher politischer Kritik gut sehen kann, ist an dem, was Reiche gesagt hat, zum Thema Klimaneutralität.
Sie hat ja gesagt, ähm na ja, wir müssen noch mal gucken, ob das mit 2045 so viel Sinn ergibt. Sie hat es in Frage gestellt. Genau. Man man müsste das eigentlich wä es sinnvoll, das anzugleichen an die europäischen Emissionsziele. So und in dem Papier von Lindner, dem Wirtschaftswendepier hat er genau das gleiche gesagt und gesagt, im europäischen Emissionshandel, der ja nun ausgeweitet wird, bringt bringen also ambitioniertere Klimaziele überhaupt nichts, weil die Emissionen werden dann einfach in anderen Ländern ausgestoßen. Also dem Klima wird damit gar nicht geholfen. Und nun hat Katharina Dröge daraufhin gesagt: “Oh, wir haben jetzt schon Hitzen, Dürren, Waldbrände.” Und sozusagen die Botschaft war, Frau Reiche möchte fürs Klima nichts machen. Aber Frau Reiche sagt eigentlich nur, das was wir da machen, kostet unglaublich viel Geld. Es nützt dem Klima aber nicht. zu dem Punkt mit den Gaskraftwerken. Man kann ähm der Bundesregierung sicher vorwerfen, dass sie das Klima nach hinten schiebt. Das ist ja schon von der Optik und des Umfangs im Koalitionsvertrag zu sehen. Aber speziell beim Thema Kraftwerkstrategie möchte ich Ihnen beipflichten, ähm das
ist keine keine Gasministerin, sondern das ist sinnvoll. Diese Gaskraftwerke sind ja nicht dafür gedacht, dass sie dauerhaft laufen sollen, sondern die laufen nur in ganz wenigen Stunden, nämlich dann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Und Herr Gott, da ist es egal, wenn da am Anfang auch fossiles Gas verbrannt wird.
Wir haben überhaupt nicht den Wasserstoff und wir haben auch in 5 Jahren nicht den Wasserstoff. Die Stahlindustrie meldet sich jetzt ab als Nachfrager für Wasserstoff. Damit gibt es keinen Anreiz, dass das gebaut wird. Und die Grünen haben in der Ampel zu viel gewollt. Die haben Klimapolitik mit der Brechstange gemacht, auch bei den Gaskraftwerken.
Und da ist es jetzt sehr vernünftig, was Frau Reiche macht. Ja, die Grünen haben Politik mit der Brechstange gemacht. Dem stimme ich auf jeden Fall zu. Davon muss man sich erst einmal erholen. Dennoch wurden hier sehr wichtige Punkte angesprochen. Aber die Wirtschaft darf darunter nicht leiden, sonst wandern die Firmen ab. M.
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