Das Wort Liebeshochzeit hat in der Politik wirklich nichts verloren. Wenn man sieht, wie sich die Parteien vor der Wahl gegenseitig zerfleischen, nur um danach plötzlich Hand in Hand zu regieren, wirkt das eher wie eine Zwecke Liebe. Genau das hat auch Christian Lindners Frau in dieser hervorragend gemachten Sendung messerscharf analysiert und auf den Punkt gebracht.
Haben Sie Verständnis, Frau Lefeld, dass man he es heißt ja immer, die müssen ja ringen um den besten Weg. ähm, dass sie es auf diese Art und Weise tun. Ja, ich glaube eine Frage, wie man ringt um die beste Antwort oder die beste Lösung und dass das von vorne rein keine Liebeshochzeit war, sondern eine Arbeitskoalition.
Ich glaube, das haben ja auch alle Akteure genauso gesagt, nur sie haben eben versprochen, sie werden geräuschloser arbeiten, sie werden schon etwas verändern, was wir alle, wir Bürgerinnen und Bürger bereits im Sommer spüren sollten und ähm man werde konstruktiv sein und das sind eben Versprechen, die diese Koalition jetzt schon gebrochen hat und ähm wenn wir mal zuhören jetzt gerade ähm ich glaube der Bürger und die Bürgerin, die wissen gar nicht, da wurde eine PK abgesagt, ja, da ist einer in Aufzug gestürmt. Die Leute haben ja auch in ihrem Arbeitsalltag gar nicht die Zeit, sich so detailliert damit auseinanderzusetzen. Die einzige Botschaft, die ankommt, ist, die streiten und die streiten genauso wie die Vorgängerregierung. Und das kostet Vertrauen und da muss man ja sagen, es ist nicht nur das Thema Wehrpflicht, was wir ja gerade ähm detailliert gehört haben, sondern es ist ja so, letztenendes regiert in Deutschland der Minimalkompromiss. Ja, das sehen wir auch beim Thema Wirtschaftspolitik. Das sehen wir jetzt bei der ganzen Debatte rund um die Verteidigung und das ist ja was niemanden zufrieden stellt. Die einen wollen links rum, die anderen
rechts rum und wir enden immer in der Mitte. Das schafft einfach nur Unzufriedenheit bei der Bevölkerung und Unverständnis und letztlich ist das auch ein Führungsvakuum und ich finde genau da müsste Friedrich Merz ja jetzt eigentlich Farbe bekennen und gucken, dass die Akteure an einen Tisch kommen und dass es eben anders läuft.
Darf ich was würden Sie entscheiden Frau Lefeld? Also was wäre denn sinnvoll in der Situation in der man jetzt steckt? Ja, also dem Losverfahren kann ich auch nichts abgewinnen, weil jetzt entscheidet ein Los zunächst ja erstmal wer muss zur Musterung oder würde dann entscheiden und dann wer würde gegebenenfalls im Ernstfall eingezogen werden und da kommen wir dann zu welchem Ergebnis? Also wir haben am Ende eigentlich so eine Art Pechvogelarmee, weil es die trifft.
Pechvogelarmee, okay, aber davon hat was ein diejenigen, die eigentlich einfach nur nicht wollten und dann doch per Los entschieden haben und das finde ich wird a der Ernsthaftigkeit der aktuellen Lage überhaupt nicht gerecht. B, was für eine Außenwirkung, was für eine Abschreckung entwickeln wir? Keine, wenn wir dieses Verfahren anlegen und gleichzeitig nur, weil wir jetzt den Mut nicht haben, eine Debatte so zu führen, dass wir zu einer Lösung kommen, die würdig ist.
Und da finde ich müsste man die Position von Herrn Pistorius, zumindest mal abgesehen von der Dramaturgie, aber eigentlich verteidigen und sagen, dass er jetzt sagt als Fachminister, dass ihm das Losverfahren eigentlich nicht weiterhilft, weil er braucht den gesamten Jahrgang. Der gesamte Jahrgang muss gemustert werden.
Es geht nicht um Genau. Es geht nicht darum ihn einzuziehen. Und da finde ich hat er doch recht. Ich würde sogar noch ein Schritt weitergehen und sagen, warum muss wir nicht alle Jahrgänge, Frauen und junge Männer beide und einfach nur um mal eine Datenlage zu haben, um mal zu wissen, um mal vorbereitet zu sein, das wäre in Deutschland sowas Neues, das wird so gut tun, wenn wir mal wüssten, in welcher Lage befinden wir uns, womit können wir arbeiten und dass wir vorbereitet sind. Nur noch einen Punkt.
Mir ist völlig klar, dass wenn wir das jetzt aufsetzen, das kostet extrem viel Geld, wir haben auch die Strukturen nicht, aber das Geld, dass wir in diesem Teil investieren würden, dafür würden glaube ich Bürgerinnen und Bürger auch Verständnis haben, anders als wenn die Koalition sich weiter beschenkt mit Mütterrente und anderen Kompromissen.
Ja, das es wäre mal eine ernsthafter Ansatz. Ja, es ist wahrscheinlich auch eins das ähm [applaus] das mit die frisch gebackene Mutter Franka Lefeld hat allen Grund sich um die Bundeswehr zu sorgen. Los verfahren hin oder her. Eines Tages wird das Thema auch ihr eigenes Kind betreffen. Gerade deshalb sollte die Politik in so einer wichtigen Frage keine Pechvogelarmee aufbauen, denn nur echte Patrioten sind bereit, ihr Land zu verteidigen.
Doch mit dem Patriotismus steht es derzeit schlecht. Schon die Debatten über Flagge und Nationalhymne zeigten, dass sich die Vorgängerregierung damit keinen gefallen getan hat. Peter Tauber eben als Generalsekretär der CDU fürchtet, dass es dann eben parlamentarische Blockaden gibt und deswegen schlägt er jetzt seiner Parteienfamilie vor, wir sollten deshalb über eine neue Politik der roten Linien nachdenken, die es dann aber auch erlaubt, Beschlüsse zu fassen, denen die AfD zustimmt. Frau Dickmann, pragmatisch, praktisch, gut. Nein, nee, also absolut nicht. Das ist ja im Gespräch mit dem Stern entstanden, ähm was Peter Tauber da sagt und der Stern hat ja auch mit Herrn Rodder gesprochen, ehemals ein Vordenker der CDU und ähm da heißt es ja äh von Herrn Ruder und das diese roten Linien finden sich bei ihm auch wieder ähm die die CDU dann ziehen sollte und man solle ähm die AfD dazu bringen, sich von Rechtsextremisten in
den eigenen Reihen und solchen Inhalten zu trennen. Da hat die AfD aber ein ganz großes Problem. Damit segt die nämlich ihren größten und erfolgreichsten Wahlkämpfer ab und das ist Björn Höcke. Je mehr sich die AfD in den vergangenen Jahren radikalisiert hat, im Moment liegt es auf Eis, aber nach Auffassung des Bundesverfassungsschutzes ist die gesichert rechtsextremistisch, desto erfolgreicher wurde die.
Der Landesverband Thüringen wird geführt von Björn Höcke, den man als Faschisten bezeichnet hat und der holt die großen Erfolge. Die AfD wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, würde sie sich von solchen Leuten trennen? Und ich frage mich ganz pragmatisch, um auf ihre Frage zurückzukommen, wie sich Peter Tauber das vorstellt.
Also stellt man sich dann dahin und sagt, okay, wir hatten jetzt die AfD als Mehrheitsbeschafferin, also jetzt aus Sicht der CDU, wir distanzieren uns hiermit aber trotzdem ausdrücklich von Björn Höcker. Gut, also vorstellbar wäre, man macht den Haushalt mal mit der linken und wenn es dann z.B. weiß ich nicht um Energiefragen geht ähäh gegen Windkrafträder oder so, macht man es mit der AfD? Wird das ist macht das Sinn für Sie, Fraufeld? Ja, und zwar aus dem Grund, dass wir alles andere bereits versucht haben und es keinen Erfolg gebracht hat, außer dass die AfD zulegt und den Umfragen und die Parteien in der Mitte schrumpfen. Ich glaube, wenn wir das mal nicht auf Bundes, sondern auf Landesebene diskutieren mit dem Vorsatz ganz wichtig, es gibt, glaube ich, keinen risikofreien Ansatz. Ich glaube auch nicht, dass es den Freifahrtschein ins Glück gibt mit dieser Methode, aber ich glaube dennoch, man sollte versuchen, dem Wählerwillen zu folgen und nicht schon wieder zu glauben, was müssen wir denn tun, um die AfD, um ihr nicht gerecht zu werden, sondern man muss mal die Debatte führen, um nicht nur um die AfD, sondern um den Wähler Willen. Ich glaube, der fühlt sich

inzwischen veräppelt, wenn er konservativ bürgerlich wählt und dann permanent von der CDU in Sachsenanhalt wä es dann mit 12 Punkten hinter der AfD ein Bündnis mit SPD und Linke, was ja auch gegen den Parteibeschluss wäre. Ich glaube, der Wähler wandert dann noch weiter ab und dann holen wir ihn in vier Jahren oder in 5 Jahren bei der nächsten reg ähm äh Landtagswahl eben nicht mehr ab und dann hat die AfD im Zweifel die absolute Mehrheit und wir müssen die Debatte nicht mehr führen und deshalb finde ich, was interessiert die Menschen auf Landesebene letztenendes Bildungspolitik, dass der Bus pünktlich kommt und dass die Bahnhöfe sicher sind und das ist nicht Außenpolitik, das ist keine Bundespolitik und ich glaube, ich bin nicht dafür, die Brandmauer zu schrumpfen oder sie gar abzuschaffen, aber ich finde, Man sollte pragmatisch sagen, warum nicht eine Minderheitsregierung auf Landesebene probieren, ganz stark an der Sachpolitik orientiert und nicht eben sich wieder von außen unter den Druck setzen lassen, wenn ihr mit denen geht oder mit denen geht. Das ist zumindest ein Versuch, den man
unternehmen könnte, weil alles andere nicht geklappt hat bis jetzt. Also eine Mauer an der ständig Ja, [applaus] ich ich verstehe den Ansatz, aber es ist eben nicht immer nur alles pragmatisch. Also äh aber Politik sollte zumindest nicht nur Werte, sondern eben auch realpolitische Interessen gewisser ein gewissen Grund gewisses Maß an ähm Ethik und Moral würde ich tatsächlich von Politik erwarten.
Bei allen Pragmatismus, eine Brandmauer an der ständig gerüttelt wird, die stürzt irgendwann ein. Die muss man da nicht mehr abschaffen. Sie macht das von alleine. Moment. Und ähm was sagen Sie dem demokratischen Wähler Willen? Ich würde darauf würde ich gerne auch noch was sagen. Ich glaube, dass Menschen, die bürgerlich konservativ wählen, nicht wollen, dass eine bürgerlich konservative Partei mit der AfD zusammen zusammen koaliert, denn die AfD ist nicht bürgerlich glaube, die wollen in allererster Linie, dass ihre Probleme gelöst werden und ihre Sorgen und diese Diskussion wird so geführt, als würde als gäbe es ein Automatismus. Je mehr über die Brandmauer diskutiert wird und die Brandmauer betont wird, desto erfolgreicher WFD. Den ersten großen Peak mit 23% hatte die AfD im Jahr 2023 und sie werden noch wissen, was da los war. Da hat die Ampel gestritten wie nichts Gutes. Dagegen ist das, was gerade los ist, Kindergarten. Da ging es um die Laufzeit der Atommeiler und da ging es um das sogenannte Heizungsgesetz. Wir haben kaum über die AfD berichtet und die ging in den Umfragen nach oben. Okay. In manchen Bereichen scheint der
Wählerwille regelrecht unter die Räder gekommen zu sein. Laut einigen Insidern hätte das BSW eigentlich in den Bundestag einziehen müssen. Ein Verdacht, der das Vertrauen in die Politik weiter erodieren lässt. Immer mehr Bürger haben das Gefühl, dass ihre Stimme am Ende nichts bewirkt. Franka Lefeld hat in der Sendung deutlich gemacht, wo sie in Bezug auf die AfD steht. Doch eine Frage drängt sich auf.
Warum hat ihr Mann, als er noch in der FDP war, nie den Versuch unternommen, inhaltlich Brücken zur AfD zu schlagen, zumindest in einzelnen Punkten. Diese Frage hätte auch Sandra Meischberger stellen können. Spannend wäre zu wissen, wie Franka Lefeld darauf geantwortet hätte, gerade jetzt, wo Christian Lindner sich aus der Politik zurückgezogen hat und die FDP zunehmend an Bedeutung verliert.
Was sagst du dazu? Schreib es gerne in die Kommentare. Danke fürs Einschalten und bis zum nächsten Video.
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