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Zwei Schicksale – 1 Muster | Die Fälle von Sarah und Mieke T

Zwei Schicksale – 1 Muster | Die Fälle von Sarah und Mieke

Wir schreiben  die Jahre 2018 und 2022.  Zwei junge Frauen reisen in die Niederlande, um zu studieren. Sie kennen sich nicht und doch wird beiden in einem Zeitraum von nicht mal 5 Jahren das gleiche Schicksal wiederfahren.   Ich begrüße euch zu einer neuen Reise ohne Wiederkehr. Da bin ich wieder. Tatsächlich, ihr habt euch bestimmt gefragt, wo ist die Alte eigentlich? Ich habe mich das gleiche gefragt und ich will euch eine ehrliche Antwort geben und die lautet, dass alle, die mich schon länger verfolgen oder

seit Anfang an ist ja eigentlich egal, aber die wissen, dass es mir noch nie leicht gefallen ist, mich vor die Kamera zu setzen. Also, dass ich von Anfang an gesagt habe, ich habe mit mir, mir fällt es schwer. Ich bin niemand, der gerne Mittelpunkt ist und tatsächlich ist es in den drei Jahren nicht besser geworden, dass ich mich damit wohler fühle oder schneller vorankomme. Ich wirke dadurch angestrengt. wirke dadurch überhaupt nicht locker, was natürlich bei dem bei den Fällen auch nicht passen würde, aber ich meine nur,

ich merke das ja selber, wie angespannt ich bin und ich wusste einfach, ich muss jetzt was ändern, ich kann ich schiebe die Videos einfach nur so lange auf, weil ich weiß, ich muss mich jetzt da ein halben Tag hinsetzen. Der ganze, also alles bis ich anfangen kann, dauert schon so lange und dadurch müsst ihr warten. Ich muss warten, ich bin unzufrieden. Ihr seid wahrscheinlich unzufrieden, aber ich habe gedacht, ich schmeiße das bei YouTube nicht über ein Haufen. Ich versuch es einfach anders, so wie ich mich wohlfühle und so, dass

ihr trotzdem ein Video habt. Und ich habe jetzt die ganze Zeit nach einer Alternative überlegt oder nach einem Kompromiss, so dass die Leute, die gerne Videos gucken, trotzdem Videos haben oder die Leute, die mich sehen wollen, gerne sehen. Es interessiert natürlich die, die nur Audio hören, sowieso nicht, aber ich habe jetzt eine Lösung für mich gefunden, nämlich ein anderes Setup und das wird so sein, dass ich jetzt einfach öfter, vielleicht auch fast immer, als kleiner runder Kreis da in der Ecke sein

werde. Bedeutet, ihr seht mich trotzdem, aber ich bin nicht mehr so frontal und fühle mich so beobachtet und genau. Außerdem gibt’s mir die Freiheit, dass wenn ich weiß, ich bin drei Wochen nicht zu Hause, ich kann ja gar nicht aufnehmen, weil ich immer meinen Hintergrund da habe und wenn ich mich einfach in so einen kleinen Kreis mache, dann seht ihr mich trotzdem. Der Hintergrund ist egal und ich kann Bilder, die nur halbgroß sind, einfach in die Mitte bespielen. Ich muss sie nicht mehr alle über den ganzen Dings

hier. Es gibt 1us Sachen wirklich. Also, ich habe jetzt wirklich eine Weile überlegt, höre ich ganz auf oder mache ich so. Und es gibt ja Leute, die zeigen sich gar nicht. Das funktioniert auch. Es gibt Leute, die machen sich klein in die Ecke. Finde ich auch nicht schlimm. Also eigentlich will ich nicht, dass man mich sieht mit allem, was so im Internet los ist. Ihr wisst Bescheid. Ähm, ich mache weiterin mitbild wegen der ganzen KI Konkurrenz, weil ich nicht möchte, dass es irgendwie, dass man denkt, mein

Kanal ist irgendwie KI. Ich will gar nicht so ausschweifen, es wird ab jetzt anders sein. Das sprich, die Leute, die eh nur Audio hören, die interessiert das eh nicht, ob man mich sieht oder nicht. Und die Leute, die mich gerne sehen wollen, ihr seht mich trotzdem. jetzt halt nur kleiner in der Ecke und ich hoffe, das ist für alle ein guter Kompromiss. Wenn ich merke, das funktioniert gar nicht, dann mache ich es mir halt leicht und geh nur auf Audio sozusagen. Aber das ist der Grund. Also davon abgesehen, dass ich im Urlaub war

und verreist bin und wieder beruflich unterwegs war, dies das jenes, aber es ist immer okay, ich weiß, ich bin die Zeit gar nicht da und kann da nichts machen. Und das wäre eben in Zukunft dann anders, weil ich überall aufnehmen kann, weil ich meinen Hintergrund nicht mehr brauche. Das dazu, wir fangen auf jeden Fall an und da ja alles neu ist, machen wir heute heute auch was Neues. Und zwar hören wir uns zum ersten Mal zwei Fälle an. Der Grund ist, dass beide Fälle sich so ähnlich sind, dass man

denkt, man hört doppelt. Also, man hört den ersten Fall, dann den zweiten denkt sich, das hatte doch gerade erzählt. Aber genau das ist der Punkt. Es gibt so viele Parallelen, wie z.B. gleiche Herkunft, gleiches Zielland, bis auf wenige Tage Unterschied, sogar das gleiche Alter, gleiche Gewaltform. Beide Taten ereigneten sich innerhalb von nicht mal fünf Jahren und so weiter. Werdet ihr gleich alles selbst hören. Und würde ich nur einen heute behandeln, einen von beiden, dann müsste ich den anderen um minimum ein Jahr schieben

oder länger, weil man sonst eben denkt, warum erzählst du denn paar Wochen später schon wieder das gleiche? Und deswegen erzähle ich heute beide in einem, also zwei Fälle in einem Video. Außerdem bin ich ursprünglich davon ausgegangen, dass beide Fälle relativ kurz sind, je 20 Minuten und das sozusagen 40 Minuten Video wird. Es hat sich jedoch während der Recherche rausgestellt, also so wie immer, dass zum zweiten Fall doch mehr Details bekannt sind als erwartet. Wir hören und sehen uns also heute die Pemizide von

Sarah Phapenheim und Mike Ort an. Und selbst wenn ihr von Miko schon gehört haben solltet, denn der Fall ging als der Tindermord durch die Presse, werden wir, wie ihr das von mir gewohnt seid, ins Detail gehen. Heißt, wir werden uns nicht nur den genauen Tatablauf anschauen, sondern auch Textnachrichten hören, die sich Täter und Opfer geschrieben haben. Wir werden von einem Überlebenden über seine Erinnerungen an die Tatnacht hören und so weiter. Und möglich ist das, weil der niederländische Anwalt Sebastira,

der übrigens die Familien von Sarah und Mieike als Opferanwalt vertreten hat, ein Buch über Mikes Fall geschrieben hat und er hatte als Opferanwalt natürlich Einsicht in die Akten und somit eben in die Textverläufe, die Aussagen des Täters und so weiter. Das Buch heißt auf niederländisch Der Tindemord. Verlinke ich euch selbstverständlich. In den Quellen gibt es aber nur auf Niederländisch. Also entweder ihr übersetzt euch alles oder ihr bleibt jetzt einfach dran. An dieser Stelle noch die Triggerwarnung, dass es heute

mehrmals um das Thema Suiz geht, also Freitot und ich diese Wörter auch, also ich werde meistens Freitot sagen, weil das andere Wort von YouTube geblockt wird. Wir starten wie immer chronologisch und somit mit dem Fall, der sich zuerst zugetragen hat, nämlich im Jahr 2018 und somit mit Sarah Papenheim. Sarah wird am. Januar 1997 in der Metropolregion Twin Cities im Bundesstaat Minnesota geboren. Twin Cities bedeutet zwei große Städte, die ineinander übergehen oder auch zusammengewachsen sind und meist nur

durch einen Fluss getrennt sind. Im Fall von Minnesota sind die Twin Cities durch den Mississippi getrennt. Links vom Fluss ist die Stadt Minneapolis, die man sicherlich oft für die Hauptstadt hält wegen der Namensähnlichkeit zum Bundesstaat, also Mineapolis Minnesota. Aber die eigentliche Hauptstadt ist St. Paul und die liegt ganz genau rechts von Mississippi, also nebenan. Wenn ihr in den USA Twin Cities sagt, weiß jeder sofort, welche Region gemeint ist, wobei Minneapolis sowieso gerade in aller Munde war wegen den Ermordungen an

Rene Good und Alex Pretty durch Eisagenten. Wir kommen aber zurück zu Sarah, denn die wächst im Norden dieser beiden Städte auf, zusammen mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Joshua genannt Josh. Ihr Vater ist Musiker und nimmt die Kinder oft mit zu Konzerten, sodass beide sehr zeitig ihre Liebe für die Musik entdecken. Im Alter von 8 Jahren trennen sich Saras Eltern jedoch und Mutter Doni zieht mit ihren beiden Kindern ins ferne Kalifornien. Dort bekommt Sarah im Alter von 10 Jahren ihr erstes Schlagzeug geschenkt

und beginnt es sich autodidaktisch beizubringen. Später besucht sie die Foill High School in Palosedro und belegt jeden Musikkurs, den sie bekommen kann. Sarah ist die einzige weibliche Schlagzeugerin der Schule. Dementsprechend setzt sie alles daran, immer besser zu werden, um sich gegen die Männer, die dieses Instrument dominieren, durchzusetzen und um ernst genommen zu werden. Sie wird Trommlerin in der Blaskapelle und Schlagzeugerin der Jazzband. Ihr Bruder erlernt ebenfalls mehrere Instrumente, wobei sein

Lieblingsinstrument die Bassgitarre ist. Und so musizieren die Geschwister oft in ihrer Freizeit zusammen. Während ihr Bruder Josh, Fan von David Bowy ist, liebt Sarah Jazz und Blues. In den Schulferien besuchen die Geschwister regelmäßig ihre Angehörigen in Minnesota, unter anderem Oma Molly, die seit den 70ern eine große Apfelfarm mit 21 unterschiedlichen Sorten betreibt und von der Sarah ihren zweiten Vornamen Molly hat. Und natürlich ist dort auch ihr Vater, der sie in die Musikszene der Twin Cities einführt.

Sarah nimmt an Open Jam Sessions teil und spielt zumeist mit Musikern, die mindestens dreimal so alt sind wie sie. Durch ihren Vater kennt sie es nicht anders und sie fühlt sich als Musikerin ernst genommen, wenn sogar solche erfahrenen Musiker sie ans Schlagzeug lassen. Im Alter von 15 Jahren lernt Sarah den Musiker Jellybean Johnson kennen, der unter anderem mit Prince, Jannet Jackson und Renna gearbeitet hat. Er ist begeistert von Sarah und nimmt sie so ein bisschen unter seine Fittiche. Für Sarah steht fest, sobald die Schule

abgeschlossen ist, geht es für sie definitiv zurück nach Minnesota, zumal ihr Bruder Josh, der ja zwei Jahre älter ist, bereits zurückgekehrt ist und dort im Speckgürtel der Twin Cities studiert und in einer zweier WG lebt. Gesagt, getan. Kurz nach ihrem Highschool Abschluss packt Sarah all ihre Sachen zusammen, steigt ins Auto und fährt damit bis nach Minneapolis zurück. Mit der Zeit macht sie sich in der dortigen Jazz und Blues Szene einen immer größeren Namen und ihre Freunde berichten, dass sie sogar auf der Straße

erkannt und angesprochen wurde. In ihrer Freizeit spielt Sarah gerne Online Games, ein Hobby, das sie ebenfalls mit ihrem Bruder teilt. Welches Spiel genau war nicht herauszufinden, aber dadurch lernt sie einen jungen Mann aus den Niederlanden kennen. Er heißt Nico und studiert in Rotterdam. Nach monatelangem zusammen spielen, online chatten und sogar telefonieren entscheiden beide sich in Person zu treffen. Kurz nach Weihnachten 2015 geht es für Sarah also nach Rotterdam, wo sie drei Wochen bleibt. Nico und Sarah verlieben

sich und werden ein Paar. Alles läuft perfekt. Ihr Leben könnte nicht besser sein. Musik ist ihr Leben. Sie ist gut gebucht, jetzt auch noch frisch verliebt. Und außerdem steht die Hochzeit ihrer Mutter mit ihrem neuen Partner kurz bevor. Sarah ahnt nicht, dass bald etwas passiert, das ihren Lebensweg entscheidend verändern wird. Anfang Februar 2016 reisen Sarah und Bruder Georgeh nach Texas, wo ihre Mutter Dony ihren Partner am 6. Februar am Strand von Sauspadre Island heiratet. Es sind die letzten gemeinsamen Bilder

der Familie. Direkt nach seiner Rückkehr nach Minnesota verschwindet Josh. Zurücklässt er nur sein Handy und einen Abschiedsbrief. Sarah startet Aufrufe auf ihren Social Media Kanälen, da sie Josh ohne Handy nicht erreichen kann. Am 12. Februar schreibt sie: “Josh, bitte komm zurück. Ich brauche meinen großen Bruder. Ich hoffe, du kannst das hier irgendwie lesen, denn ich habe keine andere Möglichkeit, dich zu kontaktieren.” Doch schon einen Tag später steht in den lokalen Medien, dass der junge Mann, der

seit drei Tagen vermisst wird, Tod aufgefunden wurde. Der Todeszeitpunkt ist der Tag seines Verschwindens, also der 10. Februar 2016. Geosh wurde vier Stunden nördlich von seinem Wohnort gefunden, an einem Ort am Meer. Weitere Details sind nicht bekannt. Durch den Abschiedsbrief wird klar, dass Josh jahrelang an Depression litt. Sarah fällt in ein tiefes Loch. Sie wird nicht nur von ihrer eigenen Trauer überkommen, sondern macht sich selbst schwere Vorwürfe, dass sie ihn nie darauf angesprochen hat, obwohl sie es

immer geahnt hat. Sie hat einfach gedacht, er will mit sich sein. Er ist schüchtern. Er will nicht drüber reden. Aber jetzt denkt sie, hätte ich lieber das Gespräch zu ihm gesucht. Die sonst von allen als Happy Paps. Paps steht für die Abkürzung ihres Nachnamens und Happy heißt natürlich fröhlich. Bekannte und immer strahlende Sarah zieht sich zurück, geht kaum noch raus und hört stundenlang David Bowwiy, die Lieblingsmusik ihres Bruders. Sarah läßt sich außerdem die Lebensdaten von ihrem Bruder Josh auf den Arm

tätowieren, zusammen mit dem Zitat: “To the well organized mind, death is but the next great adventure.” Auf Deutsch: Für den gut organisierten Verstand ist der Tod große Abenteuer. Ein Zitat von Professor Dumbledor aus Harry Potter und der Stein der Weisen und somit letztendlich von der Autorin JK Rowling. Er Freund Nico lässt in Rotterdam alles stehen und liegen und reißt zu Sarah in die USA. Er steht ihr bei, versucht sie aufzumuntern, zu motivieren und mit ihr rauszugehen. Jeden Tag ein bisschen

mehr, Schritt für Schritt. Saras Mutter sagt später, er war nach dem Tod von Josh die beste Stütze, die Sarah hätte haben können. Nico fliegt immer wieder hin und her und bleibt jedes Mal mehrere Wochen am Stück, was sich durch die Social Media Timeline belegen lässt. Doch irgendwann neigt sich sein Studium dem Ende zu und er muß sich zu Hause in den Niederlanden auf seinen Abschluss vorbereiten. Sarah, die ja nach der Schule noch kein Studium begonnen hatte, um sich der Musik zu widmen, entschließt sich

Psychologie zu studieren mit dem Schwerpunkt Suizid. Sie will Betroffenen helfen und das bevor es zu spät ist. Sie ist bereit, einen kompletten Neustart zu wagen und Nico in die Niederlande zu folgen, weit weg von dem Schmerz, den sie hier zu Hause erfahren hat. Sie schreibt sich an der Erasmusuniversität von Rotterdam für besagten Studiengang ein und kommt am 9. Oktober 2016 in Rotterdam an. Daß Rotterdam den größten europäischen Hafen hat, haben wir ja bereits im letzten Fall gehört, aber Rotterdam ist

vor allem als Erasmusstatt bekannt. Den Namen Erasmus verbinden die meisten wahrscheinlich mit dem internationalen Uni Austauschprogramm und tatsächlich ist Desiderius Erasmus Rotterodamus Namensgeber für dieses Programm. Er wurde in Rotterdam geboren und ist, was den Bekanntheitsgrad und seine Bedeutung betrifft, das niederländische Pendanton zum Deutschen Martin Luther. Beide Männer haben auch zur gleichen Zeit gelebt, sind sich aber nie persönlich begegnet. Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen

an die Kirchentür gehämmert hat, gab es einen öffentlichen Austausch beider Gelehrten in Form von Streitschriften, wo beide sich über ihre gegensätzlichen Meinungen informierten, was man halt früher gemacht hat, als man noch ohne Internet die Zeit rumkriegen musste. Fakt ist, in Rotterdam sind verschiedenste Gebäude und Bauwerke nach Erasmus benannt, sowie die bekannte Erasmusbrücke und auch die Erasmusuniversität kurz Eur, die von nun an auch Sarah besuchen wird. Ihr Freund Nico wohnt in einem Studentenwohnheim nahe des

Unigeländes. In dem Wohnkomplex gibt es neben Einzelappartments auch zwei Raumwgs. Warum Sarah nicht zu Nico zieht, ist nicht bekannt. Vielleicht hat er nur ein Zimmer. Vielleicht wollen beide aber noch gar nicht zusammen leben. Vielleicht ist es schwer genug, an ein freies Zimmer zu kommen, sodass sie einfach froh sind, wenn Sarah überhaupt einen Platz im gleichen Gebäude findet. Letztendlich landet Sarah in einer zweier WG in der dritten Etage des gleichen Wohnkomplexes wie Nico. Ihr neuer Mitbewohner ist ein junger Mann

namens Joel. Beide haben ihr eigenes Zimmer, aber teilen sich Bad und Küche. Wir gehelst so alt wie Saras Boder Josh, also zwei Jahre älter. Er ist Musikstudent und er spielt Kontrabass. Beide haben durch das Thema Musik sofort einen Draht zueinander und der Bass erinnert Sarah natürlich an ihren Bruder, der am liebsten Bass Gitarre gespielt hat, aber eben auch Kontrabass. Das ist so die Connection zwischen Sarah und Joel. Und die WG der beiden scheint auch ganz gut zu funktionieren. Die nächsten anderthalb Jahre belegt

Sarah ihre Kurse an der Uni, lernt fließend niederländisch, beginnt wieder Schlagzeug zu spielen, nimmt einen Nebenjob im Dönerladen des Unigeländes an und ist nach wie vor glücklich mit Nico leiert. Die beiden verbringen Urlaube in Italien und in Südfrankreich zusammen und an Saras 20. Geburtstag geht es für beide ins Harmonie nach Bonn, da dort befreundete Musiker aus Minneapolis ein Konzert geben. Sarah wird anlässlich ihres Geburtstages sogar auf die Bühne geholt, um Schlagzeug zu spielen.

Im Herbst 2018 verändert sich langsam, aber stetig das Verhalten von Saras Mitbewohner Joel. Er war zwar schon immer launisch und hat viel über anderer gemeckert, aber jetzt wird alles zunehmend aggressiv. Sarah hat ihm immer viele Stunden zugehört und versucht ihn zu beruhigen, was auch immer geklappt hat, doch es wird zunehmend schwerer. Freunde raten ihr auszuziehen, doch Sarah erwidert, dass sie Joels einzige Freundin und Bezugsperson ist und nicht einfach so verlassen kann. Ich persönlich glaube,

daß sie viele Parallelen zu ihrem Bruder gesehen hat und daß sie bei Joel alles besser machen wollte und eben immer ein offenes Ohr für ihn hatte, egal wie schwer es wurde. Mittlerweile ist es Dezember 2018 und es sind nur noch knapp zwei Wochen, bis die Weihnachtsferien beginnen. Sarah wird direkt am ersten Tag, also am 22.12. zurück in die Staaten fliegen, um Weihnachten zu Hause zu verbringen, so wie sie es im Jahr zuvor gemacht hat, als sie aus einem Paket sprang, um ihre Mutter zu überraschen.

Freudig postet sie auf Instagram, ab wann sie vor Ort sein wird, um so viele Freunde wie möglich in dieser Zeit zu treffen. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Am 7. Dezember 2018 berichtet Sarah, ihrem besten Freund in den USA, dass ihr Mitbewohner Joel geäußert hat, drei Menschen töten zu wollen und dass sie deswegen zur Polizei gehen wird und muss. Stattdessen wendet sie sich aber an die niederländische Organisation GGZ für mentale Gesundheit und meldet Joels Aussage. Diese kommen auch am 10. Dezember 2018

vorbei, um sich mit Joel zu unterhalten. Er wirkt auf sie freundlich und nicht verwirrt. Er hat eine gepflegte Erscheinung und sie können keine Abnormalitäten feststellen. Wohl noch am gleichen Tag äußert Joel gegenüber Sarah, dass er Serienmörder werden will. Kurzer Einschub von mir: “Deswegen will er auch drei Menschen töten, denn ab drei unabhängigen Morden gilt man als Serienmörder. Aber das habe ich euch alles schon mal im Fall zu B. Solomon erzählt. Saras zurecht besorgte Mutter sagt ihr

daraufhin: “Get the [ __ ] out of there. Zieh bitte sofort aus.” Sarah hört dieses Mal auch auf ihre Mutter, denn sie nimmt ihre wichtigsten Sachen und geht noch am gleichen Tag zu Nico ins Apartment und sie hat auch nicht vor, bis zum Tag ihres Abflugs irgendwas daran zu ändern. Außerdem ruft sie erneut bei der Hotline an und erzählt, daß Joel seine Aussage wiederholt hat, egal was er ihnen gegenüber gesagt hat. Einige Quellen sprechen davon, dass die Mitarbeiter auch ein zweites Mal da

waren, um mit Joel zu sprechen, aber nichts tun konnten, da er auf sie ganz normal wirkte. Zwei Tage später, es ist der 12.12.2018, 2018 Mittwoch ein ganz normaler Wochentag. Sarah braucht Sachen aus ihrer Wohnung, denn sie hatte am Montag ja nur das Nötigste mitgenommen. Um Joel nicht über den Weg zu laufen, wartet sie, bis dieser in der Uni ist und mittwochs ist er immer vormittags weg. Wann Sarah genau in die Wohnung geht, wissen wir nicht, aber Bewohner der anliegenden Wohnungen hören gegen 10 Uhr

einen Streit, Schreie und Gepolter. Ob sie etwas unternehmen ist nicht klar belegt. Wenige Stunden später geht der Notruf einer Frau ein, die erzählt, ihr Sohn habe ihr gerade am Telefon den Mord an seiner Mitbewohnerin gestanden. Sie nennt ihnen den Namen und die Adresse ihres Sohnes. Es ist die Mutter von Joel. Polizei und Rettungswagen machen sich auf den Weg zum Gebäudekomplex Graling Kerkan. Als sie in die Wohnung in der dritten Etage treten, liegt Sarah in ihrer eigenen Blutlache. Man versucht sie wieder zu beleben, doch

jede Hilfe kommt zu spät. Sarah wurde durch 27 Messerstiche getötet. In einigen Berichten steht, sie lag in der Badewanne, aber die Apartments sind so klein, da gibt’s gar keine Badewanne. Ich habe euch mal verschiedene Wohnungen des Gebäudekomplexes zum Vergleich eingeblendet, damit ihr sehen könnt, wie die Wohnungen mit zwei Zimmern aufgebaut sind und wie eng dort alles ist. Wenn man reinkommt, steht man direkt im kleinen Flur. Rechts und links sich gegenüberliegen die Küche und das Duschbart. Geradeaus ist ein Zimmer und

links oder je nachdem auf welcher Seite man wohnt und rechts davon das zweite Zimmer. Mit Google Streetview konnte man da ganz leicht drin rumspazieren. Wie die Tat wahrscheinlich abgelaufen ist, dazu kommen wir gleich noch. Joel wird jedenfalls kurz nach dem Auffinden von Sarah am Hauptbahnhof der niederländischen Stadt Eindhoven festgenommen. Durch seine Mutter wußte man, daß er im Zug nach Eindhofen sitzt. Also hat die Polizei ihn direkt beim Aussteigen gestellt. Ein Augenzeugenvideo, der Festnahme

wurde 14:23 von offiziellen Medien gepostet. Wenn man davon ausgeht, dass die Medien erst auf offizielle Bestätigung der Polizei warten müssen und in dem Post schon steht, dass jemand erstochen wurde, wird der Clip ja nicht direkt bei der Festnahme, sondern erst später hochgeladen worden sein. Daraus ergibt sich folgende Timeline. Sarah betritt die Wohnung wahrscheinlich gegen 10 Uhr morgens und trifft dort unerwartet auf Joel. Dieser begibt sich unmittelbar nach der Tat zum Hauptbahnhof. Von der Wohnung bis Rotterdam Zentral,

also Hauptbahnhof, sind es 20 bis 30 Minuten. Dort steigt er in den Zug nach Einthofen, dessen Fahrzeit 60 bis 75 Minuten beträgt. Er kommt also zwischen 12 und 14 Uhr in Eindhoven an. Bei seiner Festnahme wirkt er gefasst, ruhig, fast abwesend und er hat seinen riesigen Kontrabasskoffer bei sich. Er leugnet die Tat nicht, erinnert sich aber angeblich an nichts. Er sagt, er weiß nur, dass er extra nicht in die Uni gegangen ist, weil er auf Sarah gewartet hat. Er wollte unbedingt noch mal mit ihr reden.

Als Sarah auftaucht, sitzt er mit dem Messer in der Hand in der Küche. Er sagt zu ihr, dass er sich jetzt die Pulsadern aufschneiden wird. Sarah habe daraufhin geantwortet: “Mach doch, was du willst.” Das habe ihn noch wütender gemacht und dann hat er einen großen Blackout. Das nächste, an das er sich wieder erinnert, sind überall Blutspritzer an der Wand und Sarah, die auf dem Rücken am Boden liegt. An der Schuld von Joel gibt es keine Zweifel. An der Kleidung, die er bei der Festnahme trägt, wird Saras Blut

festgestellt. Zudem wird das Tatmesser in einem Müllsack in seinem Zimmer gefunden. Dazu das Geständnis gegenüber seiner Mutter und die Schilderung des Tathergangs. Doch wird er überhaupt als zurechnungsfähig vor Gericht gelten. In Vorbereitung auf den Prozess wird Joel ausgiebig von einem Team aus Psychiatern und Psychologen und Neurologen evaluiert. Sie kommen zu dem Schluss, dass er an einer Kombination von Depression, Autismus und Psychosen, also Schizophrenie und Halluzinationen, leidet. In den Gesprächen mit den Ärzten spricht

er davon, daß er Stimmen hört, konkret von einem Mann mit Schlangenkopf, der ihn zwingt, Blut zu trinken. Außerdem habe er sich selbst bestraft, wenn er der Meinung war, zu wenig Kontraß geübt zu haben. Laut eigenen Aussagen hat er täglich 8 bis 13 Stunden sein Instrument geübt und sich mit einem Hammer auf die Muskeln geschlagen, um durch den Schmerz hindurchzuüben. Zitat: “Wenn man nur hart genug übt, kommt der Spaß von selbst.” So die Worte von Joel. Entsprechend empfiehlt auch das

Gutachterteam ihn strafrechtlich zu verfolgen, aber verbunden mit dem Ziel einer langfristigen psychiatrischen Behandlung. Währenddessen haben Freunde von Sarah eine Go Fundme Kampagne gestartet mit dem Ziel von 40.000 USDLAR, um Saras Leichnah zurück nach Minneapolis überführen zu können. Sie wollen die Eltern nicht nur finanziell, sondern auch seelisch entlasten, denn für sie ist es der nächste schwere Schicksalschlag. Keine drei Jahre nach dem Tod ihres Sohnes müssen sie nun auch ihre einzige Tochter zu Grabe tragen.

Am 29. Dezember 2018 sowie dem 6. Januar 2019 finden zwei Celebration of Life Feiern statt. Wann und wo Sarah beerdigt wird, wissen wir nicht. Laut meiner Recherche wurde sie wie ihr Bruder kremiert und die Urne befindet sich wahrscheinlich bei ihrer Mutter. Im November 2019 sitzt Joel dann vor Gericht. Es gibt kaum Auskunft über die Verhandlung oder Dauer und deswegen springen wir zum 11. Dezember 2019. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Mord an Sarah fällt der Richter das Urteil. Vor der Urteilsverkündung darf der

Angeklagte noch letzte Worte an das Gericht wenden. Joel sagt, Zitat: “Ich kann immer noch nicht glauben, dass es meine Hände waren, die das getan haben. Obwohl ich mich an nichts erinnern kann, bereue ich es.” Zitat Ende. Auch Saras Eltern richten die Worte in ihrer Opfererklärung an Joel. Ganz kurz, das Wort Opferklärung ist im Englischen als Victim Impact Statement natürlich viel geläufiger und bekannter. Sarah’s Vater äußert, daß Sarah sich bewußt dafür entschieden habe, mit Joel

zusammenzwohnen, obwohl sie um seine psychischen Probleme wusste. Sie habe ihm helfen wollen und trotz der Sorgen ihrer Eltern immer wieder versichert, dass er ihr nichts antun würde. Für die Familie steht fest, dass er diese Hilfsbereitschaft auf grausame Weise missbraucht hat. Ihre Mutter ergänzt, sie wünsche sich, daß er niemals wieder freikomme, nie wieder Musik machen könne und auch keine Kinder habe. All das, was er Sarah genommen hat. Obwohl die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren für

Totschlag sowie eine anschließende Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung gefordert hat, wird Joel zu nur sech Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Danach schließt sich ein verpflichtender Aufenthalt in der Psychiatrie von mindestens zwei Jahren an, gefolgt von einer erneuten Begutachtung. Damit wird deutlich, er wird zwar bestraft und zur Verantwortung gezogen, gleichzeitig soll aber sichergestellt werden, dass er langfristig behandelt und auf eine mögliche Wiedere vorbereitet wird.

Bei der Urteilsverkündung berücksichtigt das Gericht auch mildernde Umstände. Dazu zählen sein junges Alter sowie seine eingeschränkte Schuldfähigkeit infolge einer diagnostizierten psychischen Erkrankung. Außerdem ist er zuvor nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Danoch betont der Richter die erhebliche Rückfallgefahr und die außergewöhnliche Brutalität der Tat. Aus diesem Grund wird zusätzlich eine zwangsweise Unterbringung mit langfristiger Betreuung angeordnet. Innerhalb des niederländischen Systems

gilt dieses Urteil als ausgewogen. Ein Blick auf das niederländische Strafrechtssystem ist an dieser Stelle hilfreich, denn das ist stark auf Resozialisierung und Wiedere ausgerichtet und legt großen Wert auf alternative Sanktionen sowie die Behandlung psychischer und suchtbedingter Erkrankungen. Der Fokus liegt klar auf Rehabilitation. Viele Täter werden mit Geldstrafen, gemeinnütziger Arbeit oder Bewährungsauflagen belegt, während nur ein kleiner Teil tatsächlich im Gefängnis landet. Und selbst dort stehen

Bildungsangebote berufliche Qualifikationen sowie psychologische und therapeutische Betreuung im Mittelpunkt. Konkret sind das in den Niederlanden die TBS-Kliniken. Ich habe euch zu TBS links in die Quellen gepackt, wer sich dazu weiter informieren will und soll an dieser Stelle Zwangseinweisung in die Psychiatrie reichen. Überflüssig zu erwähnen, dass Saras Eltern die Strafe viel zu gering finden. Sie mussten sich schon damit abfinden, dass die Anklage nur auf Totschlag lautet und nicht auf Mord. Und jetzt

wurde noch nicht mal das Höchstmaß von zehn Jahren, die auch gefordert wurden verhängt, sondern nur sechs Jahre. Und das Jahr bis zur Gerichtsverhandlung, die er hinter Gittern verbracht hat, zählt er sogar mit rein. Heißt, er wird bereits 2024 das Gefängnis verlassen und in die Klinik überstellt. Ihre Mutter sagt nach dem Urteil gegenüber der Presse, Zitat: “Er bekam 6 Jahre, aber ich habe eine lebenslange Strafe dafür, daß meine Tochter ermordet wurde. Alle zwei Jahre mus ich nach Rotterdam

zurückkehren, um sicherzustellen, dass er sich fernnhält. Zitat Ende. Sie empfindet es als zusätzliche Bestrafung, weil sie in regelmäßigen Abständen immer wieder erneut mit dem Fall konfrontiert wird. Und so soll es auch kommen, denn am 31.10.2023, 2023. Noch keine vier Jahre nach der Urteilsverkündung erhält Saras Mutter eine E-Mail, in der sie darüber informiert wird, dass Joel das Zwangsprogramm in der TBS-Klinik starten wird und sie bis kommenden Montag Zeit hat, ihre Einwände vorzubringen, warum

Joel noch nicht aus dem Gefängnis rauskommen sollte. Also erst bekommt er eh nur sechs Jahre und dann soll er sogar schon nach fünf Jahren sein TBS-Programm beginnen mit wohlbemerkt zwei Tagen bewachten Freigang. Und in einem Social Media Post von der Mutter schreibt sie sogar, dass sie in Rotterdam war, im Caffé saß und er ihr da in Begleitung über den Weg gelaufen ist und sie das einfach nicht fassen konnte. Und wir haben jetzt Frühling 2026 und keine Ahnung, ob Joel das TBS-PRM bereits abgeschlossen hat, es verlängert

wurde oder sonst was. Er könnte also schon wieder ganz normal unter uns leben, als ob nie was vorgefallen wäre. Und ich finde den Gedanken ehrlich gesagt erschreckend, denn wie oft wurden Menschen schon relativ früh als therapiert entlassen und haben unmittelbar erneut zugeschlagen. Und der Richter hat ja auch die erhebliche Rückfallgefahr betont. Wahrscheinlich kann man Menschen mit psychischen Erkrankungen relativ gut medikamentös einstellen, aber sie müssen ihre Medikamente natürlich auch nehmen

regelmäßig. Und da ist die Frage, wer überprüft das? Bei psychischen Erkrankungen ist ja oft die Annahme, dass man Tabletten absetzen kann, wenn es einem gut geht und man wieder stabil ist. Aber Herztabletten setzt man ja auch nicht ab, wenn es einem gut geht, sondern es geht einem gut, weil man sie regelmäßig nimmt. Ich maße mir auch nicht an, mich mit den Erkrankungen von Joel auszukennen. Ich find es trotzdem nie eine gute Begründung für Mord oder Totschlag, weil das im Umkehrschluss bedeuten würde, dass alle Menschen mit

Depressionen, Psychosen und Autismus potenzielle Täter wären. Und das ist eine absolute Frechheit, also sich dahinter zu verstecken. Und denken wir uns hypothetisch mal seine Diagnosen weg, dann sehe ich einen jungen Mann, der Sarah komplett für sich beansprucht und eingenommen hat. Er wusste, dass sie sich für den Freitod ihres Bruders verantwortlich fühlt und dass das ihr Schwachpunkt ist. Also hat er, als er merkte, daß sie sich entfernt, gedroht, sich etwas anzutun, um sie zu halten. Und genau wie er in seiner Aussage sagt,

nämlich, dass sie daraufhin gesagt habe, mach doch was du willst, genau in dem Moment realisiert er, dass er die Kontrolle über sie verloren hat und rastet aus. Das ist unabhängig von den ärztlichen Diagnosen zumindest mein Empfinden, weil ich wirklich nicht weiß, wie sehr seine Erkrankungen in die Tat an sich mit reinspielen. Aber ich glaube, dass er das öfter gemacht hat, also gedroht sich was anzutun, um Sarah daran zu hindern auszugehen, sich mit Freunden zu treffen und so weiter, denn alle sagen, dass sie

sich mit der Zeit immer weniger gemeldet hat und immer weniger rausgegangen ist. Saras Mutter hat wie so viele Opferfamilien eine Art gemeinnützige Organisation gegründet. Im Namen von ihren beiden Kindern Josh und Sarah hat sie die letzten sechs Jahre regelmäßig Spenden gesammelt, um anderen musikbegabten Absolventen Stipendien zu ermöglichen. Insgesamt wurde das Josh und Sarah Papenheim Stipendium an 20 Personen vergeben, das allerletzte Mal im Jahr 2025 und jetzt im Jahr 2026 wurde das aus nicht bekannten Gründen eingestellt.

Außerdem habe ich gesehen, dass Saras Mutter Schlagzeug erlernt hat, nach Minnesota zurückgezogen ist und jetzt dort in den Bars und Kneipen spielt, in den Sarah früher aufgetreten ist, immer groß auf der Basedrum, der Name ihrer Tochter. Ich finde es eine wundervolle Omage an ihre Tochter, extra Schlagzeug zu erlernen, einfach weil sie wusste, das war Saras Lieblingsinstrument und in dem Gedanken, vielleicht macht es ihr ja genauso viel Spaß. Und ich hoffe, dass die Mutter durch die Konzerte und das

Zusammenspiel mit anderen Menschen ein Stück an Lebensqualität und Lebensfreude zurückgewinnen konnte. Denn wie schwer muss es sein, beide Kinder in so jungem Alter und dann noch in so einem kurzen Abstand zu verlieren? Und nicht nur das, wir haben ja zu Beginn gehört, dass die Mutter im Jahr 2016 in Texas neu geheiratet hat und das war ja auch der letzte Tag, wo die Familie zusammen war und gemeinsame Fotos hat, bevor Josh sich gegen das Leben entschieden hat. Und ich habe dann über die Social Media

Auftritte gelesen, dass im Juni 2023 auch ihr neuer Ehemann sich für den Freitot entschieden hat und das an dem Geburtstag von Dony, also der Mutter. Und ich habe das gelesen und ich weiß ehrlich, ich weiß gar nicht, was ich dazu überhaupt sagen kann. Deswegen gehen wir auch direkt zum zweiten Fall von heute über. Und keine Sorge, ich habe noch genug zu sagen, aber das machen wir alles am Schluss. Denn während Joë im Jahr 2019 noch auf sein Urteil wartet, macht sich eine weitere US-Amerikanerin namens Mike auf

den Weg in die Niederlande. Dieses Mal nach Learde der Friesischen Hauptstadt. Eine gemütliche Studentenstadt im Norden des Landes, etwa anderthalb Stunden von Amsterdam entfernt. Dort gibt es unter anderem die Universität NHL Ständen, die besonders praxisorientiert ist und nach dem Motto Learning by Doing arbeitet. Genau aus diesem Grund hat sich diejährige Mike Ort für diese Uni entschieden. Stupides auswendig lernen und über Büchern sitzen fällt ihr schwer, weswegen ihre Eltern und sie eine Möglichkeit für alternatives Lernen

gesucht haben. Gleichzeitig will Mie Mike nach ihrem Highschool Abschluss im Sommer 2019 aber auch die Zeit nutzen, um das Land und die Kultur ihrer Großeltern besser kennenzulernen. Sie, ihre ältere Schwester Danik und ihr Vater sind zwar in den USA geboren, aber ihre Großelternseits stammen aus der Nähe von Lewardarden und sind Anfang der 60er in die USA ausgewandert. Mikes Urgroßvater ist ein bekannter niederländischer Astronom, der Orchen Wolke seinen Namen gegeben hat. Mikes Plan ist, ihren Bachelor im

Studiengang Freizeit und Veranstaltungsmanagement in Leoward zu machen und wenn alles gut läuft und es ihr gefällt, auch ihren Master in den Niederlanden anzuschließen. Bedeutet im besten Fall 5 Jahre Ausland. Doch wie man plant und denkt, so kommt es nie, oder? Denn ich erzähle euch nichts Neues. Im Frühjahr 2020 legt die Pandemie alles lah übrigens krass, dass das schon wieder sechs Jahre her ist. Mike ist da gerade mal mit dem ersten Semester durch und nun soll sie ihr Studium nicht mehr aktiv, sondern nur

noch vor dem Bildschirm gestalten. Nicht das, was sie sich vorgestellt hat. Auch der Wegfall der sozialen Kontakte ist schwer für sie. Sie hat ohnehin noch nicht so viele Bekanntschaften geknüpft, aber jetzt spielt sich alles online ab, inklusive ihre Freundschaften in ihrer Heimat Winchester. Nach einer Weile beschließt sie zurück nach Winchester, einem Vorort von Boston zu gehen, denn die Onlinekurse von der Uni kann sie auch von dort aus machen. Das ist zwar etwas unvorteilhaft wegen der Zeitverschiebung, aber allemal

besser als in einem noch relativ fremden Land die ganze Zeit alleine in der Wohnung zu sitzen. Es vergeht fast ein Jahr, bis Miike einen Neustat in den Niederlanden wagt. Am 4. September 2021 verabschiedet sie sich von ihrer Familie und reist zurück nach Leoarten. Sie findet eine WG mitten im Zentrum der Stadt in einer zweistöckigen Wohnung am Tebaks Markt mit zwei Mitbewohnern, die aus unterschiedlichen Ländern wie Italien und Großbritannien stammen. Ein Monat später, Anfang Oktober 2021, swipt Mikel durch Tinder. Sie hat Lust,

jemanden kennenzulernen und wer weiß, vielleicht wird er aus einer Bekanntschaft mehr. Grundsätzlich steht aber auf ihrem Profil Laß was trinken gehen. Für alle, die Tinder nicht kennen, es ist eine Dating App, wo man nach links oder rechts wischt, um innerhalb von Sekunden zu bewerten, ob man jemanden attraktiv findet oder nicht. Und nur wenn beide nach rechts wischen, gibt es ein Match und man kann beginnen miteinander zu chatten. Und auf dem Profil schreibt man halt, was man grundsätzlich sucht, was

Ernstes, Spaß, Bekanntschaften und so weiter. Kann ich jetzt nicht so empfehlen die App, weil was oberflächlich beginnt, bleibt auch meistens oberflächlich, aber das muss ja jeder selber wissen. Mikematcht jedenfalls mit dem 26-jährigen Thomas aus Leg. Das ist eine Kleinstadt ca. 40 Minuten mit dem Auto von Leowade entfernt. Thomas macht eine Ausbildung zum Optiker im Geschäft seiner Eltern, verdient also sein eigenes Geld und lädt Mike zum Essen ein. Er gibt sich als Gentleman, holt sie mit dem Auto zu Hause ab, zahlt es

Essen und fährt sie danach wieder heim. Ein gelungenes Date und Date ist genau das richtige Stichwort, denn während es für einige lockere Treffen sind, um sich besser kennenzulernen, sehen andere es als exklusive Datingpner. Da Mike und Thomas auf Englisch kommunizieren, ist es also gut möglich, dass beide ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff Dating haben. Ich will gar nicht vorweggreifen, aber lasst euch nie beim ersten oder überhaupt den ersten Dates von zu Hause abholen oder nach Hause bringen. Am

Anfang ist meistens alles toll, aber letztendlich wisst ihr nie, wenn ihr vor euch habt. Und schon kennt die andere Person von Anfang an eure Adresse. merkt auch Mike am nächsten Tag, als es an ihrer Tür klingelt und ein Blumenbote mit einem riesigen Straußbroter Rosen vor der Tür steht. Eine Giste von Thomas, um Mike zu zeigen, wie sehr ihm der gestrige Abend gefallen hat. Mie ist damit eher überfordert. Der Strauß muss ein Vermögen gekostet haben und sie sind weder zusammen, noch haben sie sich

geküsst und Valentinstag ist es auch nicht. Micke schickt einer Freundin ein Foto der Rosen per WhatsApp und schreibt dazu: “Oh Gott, ich habe mich doch erst einmal mit ihm getroffen.” Ihr Bauchgefühl sagt ihr also direkt, dass das irgendwie Tomatch ist, aber wie wir Menschen so sind, relativieren wir unsere Eindrücke oft, weil ja, es ist irgendwie drüber, aber dessen ist er sich bestimmt nicht bewusst und eigentlich ist es ja eine nette Geste. Ich kann mir aber vorstellen, dass er so

viele Rosen geschickt hat, um klarzustellen: “Guck mal, ich habe Geld, ich kann dir was bieten.” Eigentlich weiß sie schon, dass er beziehungstechnisch nichts für sie ist, aber ihn deswegen direkt zu ignorieren, obwohl er ja nichts als nett war, findet sie auch irgendwie komisch. Schließlich hat sie ja geschrieben: “Bekanntschaften. Also, warum soll sie nicht wenigstens mit ihm befreundet sein?” Thomas schlägt vor, zusammen auf das Dance Festival in Amsterdam zu fahren, das vom 13. bis 17. Oktober 2021

stattfindet. Sie muss auch nichts bezahlen, einfach nur mitkommen, sagt er. Er will natürlich so viel Zeit wie möglich mit ihr alleine verbringen, inklusive Übernachtung. Um Thomas keine falschen Hoffnungen zu machen, stimmt Mike zwar zu, nimmt aber eine Freundin mit nach Amsterdam. Nach diesem Amsterdam Trip hat Micke Thomas endgültig an der Backe. Er schreibt jeden Tag, will unternehmen, sie einladen, Zeit verbringen. Seinen Eltern erzählt er, er habe jetzt eine Freundin, die seine ganze Aufmerksamkeit benötigt. Er schmeißt

seine Hobbys hin, die er jahrelang im Verein ausgeübt hat, weil er dafür jetzt keine Zeit mehr hat. Sein Leben dreht sich von nun an um Mieke. Diese ist sich dessen noch gar nicht bewusst. bis er sie nach Leg einläht und seinen Eltern vorstellt. Was genau bei diesem Treffen gesagt wurde, ist nicht übermittelt, aber einer Freundin schreibt sie danach, dass es total unangenehm war. Vielleicht hat er sie also als seine Freundin vorgestellt. Miike ist überfordert. Er will zu viel, zu schnell, übt so viel Druck aus. Es

ist nicht das, was sie sich unter einer lockeren Bekanntschaft oder Freundschaft vorstellt. Und das sagt sie Thomas auch. Sie sagt ihm, dass es für sie zu schnell geht, es von seiner Seite aus viel zu ernst und intensiv ist und sie sich besser nicht mehr treffen sollten. Sie macht quasi mit ihm Schluss oder wie auch immer man das nennt, wenn man noch nicht mal zusammen ist und sich erst seit drei Wochen kennt. 31. Oktober 2021. Mike ist auf einer Halloween Party, als gegen Uhr plötzlich ihr Handy klingelt.

Am anderen Ende ist Thomas, der ihr sagt, wie enttäuscht er von ihr ist und dass sein Leben ohne sie keinen Sinn mehr hat. Was Mike in diesem Moment noch nicht weiß, Thomas steht zu diesem Zeitpunkt auf dem Dach des Forums in Groningen. Das ist ein hohes Gebäude mit Aussichtsterrasse. Eine Glaswand soll verhindern, dass jemand herunterstürzt, aber Thomas ist über die Glaswand geklettert und steht nun am Rand des Gebäudes. Jetzt am Telefon lässt er Mieik das natürlich auch wissen, denn es ist schließlich ihre Schuld.

Um 20:05 Uhr geht ein Notruf bei der Polizei ein. Spaziergänger melden, dass jemand am Rand des Daches auf dem Forum im Zentrum von Groningen steht. Mike versteht die Welt nicht mehr. Vor vier Wochen kannten sie sich noch gar nicht. Wie kann sein ganzes Leben jetzt schon von ihr abhängig sein? Natürlich will sie nicht, daß er springt. Also redet sie auf ihn ein, versucht ihn zu besänftigen. In der Zeit, die Mike mit ihm am Telefon hängt, haben sich zwei Polizisten mit entsprechenden psychologischen

Schulungen auf den Weg zur Terrasse gemacht und versuchen nun, Thomas zu überreden, zurück über die Glaswand zu klettern. Das gelingt auch und er wird in gewahrsam genommen. Seine Eltern, die schon eine Weile nach ihm gesucht haben, weil sie seine Abschiedsnachricht auf Facebook gelesen haben, treffen ein. Nach Rücksprache mit den Polizeibeamten sind sich alle einig, dass Thomas dringend psychologische Hilfe benötigt. Die Eltern bringen ihn direkt zur Krisenbewertungsstelle in Groningen, wo sich Psychologen mit

Thomas befassen, wobei es zu dem Zeitpunkt eigentlich keine Psychologen mehr braucht, um zu erkennen, dass Thomas psychische Probleme hat. Er leidet an Depressionen und ist Autist. bedeutet, er kann zwischenmenschliche Reaktionen und soziale Signale nicht so gut einordnen. Ein spezialisierter Therapeut kann einem Autisten, aber bestimmte Techniken beibringen, sich besser zurechtzufinden. Und auch Thomas sieht ein, dass ich etwas verändern muss und stimmt zu, in Therapie zu gehen. Laut Gesundheitssystem in den

Niederlanden kann er sich den bzw. die Psychologin aber nicht selbst aussuchen, sondern wird einem in seinem Heimatort leg zugewiesen. Es ist ein älterer Mann, dem Thomas sich überhaupt nicht öffnen kann. Was weiß der schon davon, wie schwierig das Datingleben heutzutage ist? Er redet Thomas viel zu langsam und bedacht. Niemand, mit dem er auf der gleichen Wellenlänge ist. Er hätte gerne so jemanden wie den jungen Therapeuten aus der Nacht im Krisenzentrum in Groningen. Deswegen wird er auch persönlich bei ihm

vorstellig und bittet darum, bei ihm in Therapie gehen zu können. Dieser sagt ihm, dass er ihn nicht so einfach annehmen kann, weil bestimmte Abläufe und Protokolle eingehalten werden müssen. Also wenden sich Thomas Eltern an die entsprechenden Stellen, um ihrem Sohn die Therapie bei dem jungen Arzt zu ermöglichen. Doch ihnen wird mitgeteilt, dass das hier kein Wunschkonzert ist und Thomas bereits jemandem zugeteilt wurde. Also vielleicht ist ja jemand von euch aus den Niederlanden oder lebt da und

kann sagen, ob das stimmt, denn das wäre schon krass, wenn man sich seinen Psychologen nicht selbst aussuchen kann, weil gerade bei Therapie muss es menschlich einfach passen. Vielleicht ging es in dem Fall wirklich um die akute Behandlung, also dass da keine anderen Plätze frei sind, weil die Wartelisten, wenn man freiwillig eine Therapie machen will, sind ja doch wahrscheinlich eher lang. Resultat daraus ist jedenfalls, dass Thomas den älteren Therapeuten ablehnt und somit gar nicht mehr hingeht. Er

bekommt das schon alleine wieder in den Griff und als erste Therapiemaßnahme nimmt er wieder Kontakt zu Mike auf. Sie ist der Kompass, an dem er sich orientieren kann. Wenn sie lächelt, ist er glücklich. Geht es ihr schlecht, geht es auch ihm schlecht. Mike macht ihm klar, dass sie nur Freunde sind und nie etwas anderes sein werden. Mike sagt ihm auch, dass sie sich wieder mit ihrem Ex-Freund Michael trifft. Mit Michael war sie während des ersten Semesters zusammen und das Ganze ging dann auseinander, als Mike während

der Pandemie zurück in die USA gegangen ist. Ich kann mir gut vorstellen, daß Mike den Kontakt zu Michael nur wieder aufgenommen hat, um Thomas wirklich klar zu machen: “Hey, da ist nichts. Ich treffe mich sogar wieder mit meinem Ex.” Wieder erwarten zeigt sich Thomas einsichtig und verständnisvoll, wodurch einer platonischen Freundschaft aus Mikes Sicht nichts im Wege steht. Daß das nicht lange gut geht, brauche ich fast nicht zu erwähnen. Mie geht also gelegentlich mit Thomas zum Sport oder zum Essen. Die meisten

Einladungen von ihm wümmelt sie aber mit Ausreden ab. Sie will keinen engen Kontakt. Sie will nur nicht, dass er sich was antut. Und im Grunde ist er ja kein schlechter Mensch, nur etwas aufdringlich. Sie hat das im Griff, glaubt sie. Doch der nächste Tiefpunkt läßt nicht lange auf sich warten, denn Thomas stören die ständigen Absagen von Mike. Nicht nur, daß er dadurch keine Zeit mit ihr verbringen kann, sondern er weiß auch nicht, was sie stattdessen macht und vor allem mit wem. Als Micke nicht mehr auf seine

permanente Fragerei reagiert, weil sie es nicht einsieht, sich ständig rechtfertigen zu müssen und ihn sogar stundenweise blockiert, um ihre Ruhe zu haben, beschließt Thomas einen GPStacker an ihrem Fahrrad zu befestigen. Wer von euch schon mal in den Niederlanden war, weiß, wie viele Menschen sich dort mit dem Fahrrad fortbewegen. Und so hat Thomas eine viel bessere Übersicht, wann sie sich wo befindet. Und er testet sie natürlich auch. Wenn sie schreibt, sie ist in der Uni, weiß er nun, ob sie lügt oder nicht. Er hat

natürlich auch rausgefunden, wo Michael wohnt und sieht, wann sie bei ihm ist, obwohl sie was anderes schreibt. Thomas ist also innerhalb von nicht mal zwei Monaten von einem einfachen Tinderdate zu einem totalen Stalker geworden. Am 7. Dezember 2021 ist Thomas 27. Geburtstag. Ein Datum, auf das er sich lange gefreut hat, denn da wird Micke ihm auf keinen Fall absagen. Mike hat versprochen für ihn zu kochen. Es ist quasi ihr Geburtstagsgeschenk an ihn, denn sonst lädt er sie ja immer zum Essen ein. Endlich wieder Zeit mit ihr

allein, ohne online nachschauen zu müssen, wo und mit wem sie unterwegs ist. Aber selbst diese Zeit kann Thomas nicht mehr genießen. Er ist komplett von seiner Kontrollsucht erfasst. Während Mike an den Kochtöpfen steht, durchfurstet er ihr WhatsApp, schreibt sich die Nummer einer ihrer Freundinnen auf, die er auch umgehend kontaktiert. Er will von der Freundin wissen, mit wie vielen Männern sich Mike trifft. Diese Nachricht geht natürlich postwend an Mike und es kommt zum Streit, bei dem Mike Thomas rauswirft und sagt, sie will

keinen Kontakt mehr. Außerdem blockiert sie ihn überall. Als er feststellt, daß er keine Möglichkeit mehr hat, Mike zu kontaktieren, schreibt er ihrer Schwester Dan noch am gleichen Abend eine Nachricht auf Facebook. Zitat: “Sie will nicht einmal mehr mit mir befreundet sein. Sie hat mich gerade blockiert. Also sag ihr, dass ich sie geliebt habe, dass es diesmal zu spät ist und nichts mehr zu retten ist. Michael hat sie zwischen mir und ihm wählen lassen, also werde ich es ihr leichter machen. Wenn ich nicht mehr da

bin, muß sie sich nicht mehr entscheiden. Ich werde allen einen gefallen tun. Zitat Ende. Dank schickt Mike diese Nachricht mit den Worten: “Was zum Teufel ist da schon wieder los? Woraufhin Mike ihr entgegnet? Zitat: “Thomas ist ein Psycho. Ich habe die Nase voll von dem Scheiß. Ich will ihm nicht weh tun, aber er ist zu besessen. Zitat Ende. Noch in der Nacht findet die Polizei Thomas. Seine Eltern haben Alarm bei der Polizei geschlagen und gesagt, sie sollen Ausschau nach seinem Auto halten. Ob

Thomas wieder eine Nachricht hinterlassen hat, wie am Tag auf dem Dach des Forums oder er angerufen hat, dass er sich was antun will, keine Ahnung, aber die Polizei findet den Firmenwagen, mit dem er immer unterwegs ist, auf einem Parkplatz in der Nähe seines Wohnortes. Thomas sitzt hinterm Steuer und ist nicht mehr ansprechbar, komplett weggetreten. Es stellt sich heraus, dass er eine Überdosis Schlaftabletten und Alkohol zu sich genommen hat. Ich bin keine Ärztin, aber müsste man nicht sofort ins

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