Modeljob mit Folgen | Der Fall Diana O’Brien T
Modeljob mit Folgen | Der Fall Diana O’Brien

Wir schreiben das Jahr 2008. Es ist Sommer und die 22-jährige Diana ist für 3 Monate als Model in Shanghai gebucht. Doch schon nach einer Woche hat sie genug von der Millionen Metropole und will nach Kanada zurückkehren. Der Rückflug ist bereits gebucht, aber da wird Shanghai nicht mehr lebend verlassen. [Musik] Hallo, ich bin Jules und das hier ist Reise ohne Wiederkehr. Das neue Jahr hat begonnen. Ich wünsche euch allen nur das Beste. Gutes Gelingen für alles, was ihr euch vorgenommen habt. Und wisst ihr
was? Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn es ist außerdem der dritte Geburtstag von Reise ohne Wiederkehr. Am 1. Januar 2023 habe ich mein allererstes Video hier veröffentlicht und damit sind wir auch schon beim ersten Thema, was ich gerne ansprechen möchte. Ich muss und ich weiß, es nervt, wenn man nicht direkt mit dem Fall startet, aber es gibt zwei wichtige Sachen, die jetzt vorher stattfinden müssen. Und da ja heute quasi Geburtstag ist, erfüllt mir doch diesen Wunsch. Mich haben nämlich mehrere Nachrichten
erreicht per E-Mail und auch auf Insta und in den Kommentaren habe ich es auch schon oft gelesen, ob ich mehrere Kanäle habe und die Antwort ist ganz klar: nein. Das hier, Reise ohne Wiederkehr ist mein erster und einziger Kanal. Ich habe davor keinen anderen unter anderem Namen gehabt und ich habe auch jetzt keinen zweiten Kanal oder Arbeit im Hintergrund irgendwo anders mit. Wäre zeitlich auch gar nicht machbar. Reise ohne Wiederkehr gibt es als Kanal hier auf YouTube und auch als Podcast auf allen gängigen Plattformen. Im
Prinzip kann man das vergleichen mit einem Bandnamen. Also der Kanalname ist sowas wie der Bandname. Jetzt gibt es auf YouTube aber Videos, die plötzlich auch so heißen. Ich habe damit nichts zu tun und es war mir wichtig, das einmal laut auszusprechen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Wobei es ist auch gar nicht meine Stimme und nicht mein Intro und auch nicht mein Thumbnail. Aber wie gesagt, haben mich einige Nachrichten dazu erreicht und nein, ich habe nichts damit zu tun. Und bitte, das ist kein versteckter Aufruf,
dorthinzugehen und irgendwas blödes zu schreiben. Die müssen selbst wissen, was sie da tun, warum sie das tun. Und ich denke mir, letztendlich entscheidet ihr durch eure Aufrufe, was ihr gut findet und wen ihr unterstützen wollt und wen eben nicht. Ach so, und ich habe noch Instagram, da poste ich ja aber keine vollen Videos, sondern nutze das nur, um die Videos anzukündigen und falls ich zwischendurch doch mal was Privates posten will, so wie letztens. Und damit sind wir auch beim zweiten Thema. Ich wurde nämlich gehackt. Mein
privates PayPal Konto wurde gehackt und damit lustig eingekauft. Ich habe eine ganze Woche gebraucht, um das alles zu klären. Habe Gott sei Dank am Ende mein Geld wiederbekommen, nicht von PayPal wohl gemerkt. Und dann, weil ich nicht wusste, wie das passiert ist und mein PC komische Sachen gemacht hat, habe ich den kompletten PC neu aufgesetzt, alle Programme neu installiert, dann natürlich überall die Passwörter geändert. Das war ein richtiger Spaß, nicht? Worauf ich hinaus will, schützt eure
Konten so gut ihr könnt. Gerade mit PayPal geht das wohl seit einer Weile rum und da war auch nichts mit Käuferschutz oder zurückbuchen. Es war einfach eine Katastrophe. Ich hatte die Verifizierung mit der Handynummer drin. Das nützt nur nichts, wenn jemand im Konto drin ist und die Handynummer abändert. Deswegen als True Crime Kanal fühle ich mich quasi verpflichtet, euch in Sachen Betrug, sozusagen Wirtschaftskriminalität zumindest ans Herz zu legen, dass überall, wo es euch möglich ist, diese
zwei Faktor Authentifizierung einzurichten. Da gibt’s Apps, die sind kostenlos und Achtung, auch da sind wieder Kopien unterwegs, die etwas kosten. Man musste also echt aufpassen heutzutage und ich bin die letzte, die da nachlässig ist, aber wer weiß auf welchen Seiten man manchmal während der Recherche landet. Das geht so schnell und es ist nicht cool, wenn nach einmal so viel Geld abgebucht ist, was man gar nicht selbst ausgegeben hat. Sorry für den langen Vorspann, aber am Ende hören nicht mehr alle zu und das
Thema ist zu wichtig. Also überall, wo schnell viel Geld abbruchbar ist, das eigene Konto, PayPal, Plattform, wo man seine Karten hinterlegt, damit der Kauf schneller geht, schützt das lieber alles doppelt und dreifach, auch wenn es beim Einloggen nervig ist, und schmeißt keine Dokumente, wo euer Name und eure I-Bahn zusammen drauf stehen in irgendwelche Mülltonnen. Da kann man nämlich auch mit einem PayPal Gastzugang einfach per Lastschrift bezahlen. Gibt’s etliche Berichte dazu, habe ich mir alles danach
angesehen. Ja, das zu meinen letzten Wochen. Kommen wir zum heutigen Fall und der führt uns nach Shanghai. Shanghai ist Chinas bevölkerungsreichste Stadt und mit rund 30 Millionen Einwohnern sogar die drittgrößte Stadt der Welt. Sie liegt direkt an der Mündung des Yang Zeky, der nach Nil und Amazonas ebenfalls der drittlängste Fluss der Welt ist. Und was bringt so eine große Flussmündung typischerweise mit sich? ein Hafen und da ist Shanghai nicht dritter, sondern mit Abstand der größte Umschlaghafen der Welt. Zum Vergleich in
Europa ist der größte Umschlaghafen in Rotterdam und der kommt im weltweiten Ranking erst auf Platz 11. Wieder was gelernt. Wir kommen jetzt aber zu Diana Gabriel O’Brien, deren Geschichte nicht in Shanghai, sondern in Winnipec, Kanada beginnt, wo sie am 25. November 1985 geboren wird. Sie ist jüngste von drei Kindern und wächst mit ihrem Bruder, ihrer Schwester und den Eltern im Südwesten von British Columbia in Kanada auf. Zunächst in Okanagan, wo die Familie hinzieht, als Diayna 4 Jahre alt
ist. Aber schon vier Jahre später trennen sich ihre Eltern. Dias Mutter nimmt die drei Kinder mit, kauft sich ein elfeter langes Segelboot mit drei Koien und einem Holzofen und segelt mit ihren Kindern entlang der Golfinseln British Colombias. Nach einigen Monaten und Zwischenstopps lassen sie sich letztendlich im Südwesten der Insel Cortes nieder. Mit nur Einwohnern und drei Geschäften ist die Insel nur per Boot, Färe oder Segelflugzeug zu erreichen. Keine Schule, keine Polizei, kein TV, kein Radio, nur Menschen, Tiere und Natur.
Nach etlichen Monaten auf dem Boot kauft Mutter Debra ein Haus samt riesigem Grundstück. Dazu kommen noch ein Schaf und ein Wolfshund. Diana ist sehr eng mit ihren Geschwistern, da es auf der Insel keine Gleicharrigen gibt. Die Kinder wachsen mit Homeschooling auf und ohne große Gefahren inmitten wunderschöner Natur. Ein Abend wird wegweisend für Dianas Zukunft, als die Familie zusammen zu einer benachbarten Insel segelt, um einem Trommelkonzert beizuwhnen. Diana ist so beeindruckt von der Musik
und begeistert von dieser Energie, dass sie kurz um dem 20 personengroßen afrikanischen Trommelamble auf ihrer Insel Cortes beitritt. Sie ist das jüngste Mitglied und hängt sich daher besonders rein. Schließlich will sie mit den Großen mithalten. Schon bald geht sie mit dem Ensemble in ganz British Columbia auf Tour. Im Alter von, als Diana laut Schulsystem bald in die zehnte Klasse kommen würde, entscheiden sie und ihre Mutter, dass es besser wäre, auf eine richtige Schule zu gehen, um ihren Abschluss zu machen.
Dafür muss Diana die kleine Insel Cortes verlassen und auf die 160 km entfernte größere Insel Saling ziehen. Mit 7000 Einwohnern ist sie zehnm so bevölkert wie ihre Heimatinsel und dennoch klein und beschaulich. Im Gegensatz zu Cortez hat die Insel jedoch ein hohes Tourismuskommen, von dem die Inselbewohner leben. Diena kommt das erste Jahr bei einer Gastfamilie unter, bis ihre Mutter Debra nach Salt Spring nachzieht. Diana findet schnell Anschluss. Sie ist bescheiden, freundlich, ohne jegliches
Interesse an Konsum und ein Freigeist, ein Hippi, wie ihre neuen Freunde sie nennen würden. Diana schließt endlich Freundschaften mit Mädchen ihres Alters, für die sie am liebsten Apfelkuchen backt und Themparys schmeißt. Außerdem ist sie in ihrer Gruppe die beliebteste Autofahrerin, da sie keinen Alkohol trinkt und alle nach den Parys sicher nach Hause bringt und zwar mit dem Auto, dass sie zu ihrem 16. Geburtstag vom neuen Partner ihrer Mutter geschenkt bekommen hat. Ihr Leben gehört in ihrer Jugend der Musik.
Nachdem sie sich eine neue Perkaschengruppe gesucht hat, lernt Diana Saxophon und tritt der Schulwend bei. Um zu üben, lässt sie auch gerne mal ein paar Unterrichtsstunden ausfallen. Das recht sich am Tag des Schulabschlusses, denn Diana hat nicht genug Credits gesammelt, um ihren Highschoolabschluss zu bekommen. Diana beginnt also als Servicekraft in Restaurants und Cafés zu arbeiten. Dies bringt im Sommer so viel Trinkgeld ein, dass man locker über die Wintermonate kommen kann. Vor allem, wenn man nicht
viel ausgibt, weil man sparsam lebt und sich nicht viel kauft. Nebenbei holt sie heimlich ihren Highschoolabschluss an einer Abendschule nach. Sie verbringt Urlaube in Thailand, Mexiko und den USA und zieht mit ihrem 10 Jahre älteren Freund zusammen. Irgendwann im Alter von 19 oder 20 beginnt Diana zu modeln. Eigentlich war ihr erstes Fotoshooting nur ein Freundschaftsdienst für ein Modegeschäft auf der Insel, denn Diana selbst findet sich einfach nur groß. und schlag sich. Sie scherzt auch häufig
über ihre langen Arme. Wenn sie z.B. im Supermarkt etwas aus dem obersten Regal nimmt, lautet ihr Spruch dazu: “Go, go, Gadgetto Arme”. Finde ich persönlich sehr sympathisch, weil ich das früher auch oft gesagt habe und ich bin ja noch mal bisschen größer als Diana mit ihren 173. Wer das nicht kennt, es ist das Markenzeichen, also der Markenspruch aus dem 80er Trickfilm Inspektor Gadget. Jedenfalls ist Tayana schnell als das Inselmodel bekannt. Sie findet gefallen am Modeln und sucht sich Ende 2007 eine
Modelagentur. Auf den Golfinseln hat Diana nicht sonderlich viel Auswahl und so fällt ihre Wahl auf kultisch Management, die in der nächst größeren Stadt Victoria ansässig sind. Ein von Mutter und Tochter geführtes Unternehmen, das es auch heute noch gibt und zumindest damals die einzig ernstzunehmende Agentur in der Gegend. Diana wird angenommen und beginnt damit, Americas Next Topmodel zu schauen und auf High Hills zu laufen. Schuhe, die sie vorher nie getragen hat. Ihre Mutter ist wenig begeistert von ihren
Modelplänen, aber sie hat ihre drei Kinder liberal erzogen und wäre die letzte, die sich einmischt. Schon gar nicht jetzt, wo Diana 20 Jahre alt ist. Im Herbst 2007 wird Diana von ihrer Agentur für drei Monate nach Mailand geschickt. Dort lebt sie mit anderen Models zusammen in einer großen Bigy. Diana liebt ihre Zeit in Italien und schließt eigenen Aussagen nach Freundschaften fürs Leben. Im Mai 2008 bekommt sie dann das Angebot für drei Monate in die Metropole Shanghai nach China zu gehen. Also ohne
mich jetzt im Model Business groß auszukennen und ehrlicherweise hatte ich auch wenig Interesse mich da in die Abläufe einzulesen, funktioniert es wohl so, dass Agenturen mit anderen Agenturen vernetzt sind? Logisch, der Sinn einer Agentur und jede Agentur kann ein Model zu bestimmten Konditionen ausborgen. Dem Model, in diesem Fall Diana, wird dann der Vertrag vorgelegt und sie kann selbst entscheiden, ob sie diesen annehmen will. Diana will eigentlich nicht schon wieder drei Monate getrennt von ihrem Freund sein. Letztendlich ist
es aber gerade das Reisen, was sie so sehr an dem Job interessiert und reizt. Gar nicht das Modeln oder das Posieren selbst. Außerdem will sie ihr Portfolio erweitern, also stimmt sie zu. Am 23. Juni 2008 sitzt Diana im Flugzeug von Vancouver nach Shanghai und landet einen Tag später. Empfangen wird sie von ihrer neuen Mitbewohnerin Charlotte, die wie Diana aus British Columbia kommt und bei der gleichen Agentur unter Vertrag steht. Diana und Charlotte kennen sich vom Vorbeigehen. Jetzt sind CV
WGmitbewohnerinnen. Sie wohnen im sechsten Stock eines 19 stöckigen Hochhauses irgendwo mitten in der Millionenmropole, die 2008 ca. 19 Millionen Einwohner zählt und wie wir erst gehört haben, heute sind es mittlerweile 30 Millionen Einwohner. Diana und Charlotte haben beide ihr eigenes Zimmer und teilen sich Küche, Bad und Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihrem Aufenthalt in Mailand hat Diana also massig Platz für sich allein. Luxuriös ist die Wohnung jedoch auf keinen Fall. Sie ist nur mit dem Nötigsten ausgestattet,
bisschen runtergewohnt. Die Waschmaschine ist z.B. kaputt. So auch der warm Wasserbeuler. Außerdem läuft beim Duschen das Wasser bis in die Küche raus. Und das Schlimmste, die Wohnungstür springt manchmal einfach auf. Wenn ich den wenigen Bildern trauen kann, die ich gesehen habe, handelt es sich um eine große braune Flügeltür, also nicht so Wohnungstüren, wie wir sie haben. Und die Wohnungstüren haben von außen außerdem eine Klinke. Das Problem ist, Diana und Charlotte haben nur einen gemeinsamen Schlüssel für die Wohnung.
Sobald eine von beiden die Wohnung verlässt, wird also nicht immer abgeschlossen, damit die andere Person wieder reinkommt. Und ist die Tür nicht abgeschlossen, springt sie bei Durchzug oder was auch immer für Gründen aus dem Schloss, was eine absolute Phas, denn angeblich wurde dieses Apartment extra wegen der hohen Sicherheitsstandards für die Model WG ausgewählt. bedeutet eigentlich ist das Apartment unten abgezäunt und außerdem mit einem Pförtner schä Security besetzt, damit nicht jeder in das Haus reinkommt.
Vielleicht fühlen sich die zwei jungen Frauen auch dadurch sicherer, obwohl die Wohnungstür des Öfteren aufspringt. Diana hat durch Charlotte immerhin direkten Anschluss zu anderen Menschen, denn Charlotte ist schon ein paar Wochen länger vor Ort. Charlotte zeigt ihr die Umgebung. Sie gehen mit Charlotte Bekanntschaften gemeinsam Abendessen oder kochen zusammen. Am 27. Juni, drei Tage nach Ankunft hat der Jenna bereits ihren ersten Modeljob. Erfreut berichtet sie ihre Agentur in Kanada darüber.
Doch als herausfindet, was dieser Job beinhaltet, ist die Freude sofort wieder verflogen. Diana soll als sogenanntes Whisky Girl in Nachtclubs Whiskey präsentieren und das zwei Tage lang irgendwo außerhalb Shanghai ihre Mutter schreibt sie danach per E-Mail: “Stell dir mal vor, ich, die kein Alkohol trinkt, die ganze Zeit mit einer Flasche Whisky in der Hand. Hintergrund ist, daß China statt Werbung im TV oder Magazin lieber auf Live Werbung setzt, gerade was Alkohol betrifft, um näher am Kunden zu sein.
Monate vor Dianas Ankunft in Shanghai haben große Modelagenturen beschlossen, keine Projekte in Bars oder Nachtclubs mehr anzunehmen und dadurch wurde die Nachfrage natürlich größer und kleinere Agenturen wie die von Diana sprießen aus dem Boden, um genau diese Lücke zu füllen. Außerdem wird den Kunden durch die Verwendung von ausländischen Models suggeriert, dass das präsentierte Produkt der letzte Schrei in der westlichen Welt ist. Diana findet es schrecklich. Weder hat sie Lust, das ganze Wochenende in
Nachtclubs abzuhängen, noch Whisky zu präsentieren und bezüglich ihrer Modelkarriere wüsste sie auch nicht, wie das Laufen in einem langen Kleid durch Nachtclubs im Hinterland von China sie irgendwie weiterbringt, vom Geld mal ganz zu schweigen. Ihre Mutter ermutigt sie, dass sicherlich bessere Jobangebote folgen und Diana sich in ihrer Freizeit die Sehenswürdigkeiten von Shanghai anschauen soll, um ihre Stimmung zu heben. Doch auch mit Shanghai kann Diana so gar nichts anfangen. Die vielen Menschen, die Geräusche, die
drückende Hitze, die Gerüche und dazu noch der ganze Smock. Man kann nachts nicht mal den Sternhimmel sehen. Nachdem sie ein weiteres Wochenende als Whisky Girl gebucht wurde, beschließt Diana ihren Aufenthalt abzubrechen, denn das hier hält sie keine drei Monate bis zum 23. September aus. Damit ihr niemand reinquatscht und versucht sie zu überreden, sagt sie weder ihre Agentur in Kanada noch der Agentur in Shanghai Bescheid. Sie hat ohnehin nur eine Ansprechpartnerin namens Helen vor Ort. Dieser hat sie wieder persönlich
kennengelernt, noch die Agentur von innen gesehen. Alles läuft per E-Mail und Telefon ab. Am 3. Juli 2008 bucht Diana ihren Rückflug für den 23. Juli. Am 24. Juli würde sie endlich wieder zu Hause sein. Nur Charlotte und Dianas Familie sind eingeweiht. Immer noch unglücklich über ihre aktuelle Situation, aber erleichtert, daß sie diese Entscheidung für sich getroffen hat, beginnt Diana die Tage runterzuzählen. Meistens sitzt sie im Zimmer ihres Apartments und chattet mit ihrem Freund und Freunden über Facebook oder schaut
ihre Lieblingsserie Seinfeld. Ab und an kann Charlotte Diana überreden, mit zum Kaffee trinken oder auch zum Abendessen mitzukommen. So auch am Sonntag den 6. Juli 2008. Zusammen mit einem befreundeten Pärchen sind Diana und Charlotte in einem orientalischen Lokalabendessen. Charlotte schlägt vor nach dem Essen noch einen Filmeabend bei den Freunden zu machen. Doch Diana ist zu müde. Sie hat Freitag und Samstag Nacht wieder als Whiskyg gearbeitet und ist erst heute, also Sonntag 19 Uhr mit dem Flugzeug aus
irgendeiner Provinz in China nach Shanghai zurückgekehrt. Also verabschiedet sie sich von Charlotte und den anderen und macht sich auf den Heimweg. Niemand von ihnen ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass es ein Abschied für immer wird. Stunden später. Charlotte ist beim Film schauen im Apartment ihrer Freunde auf der Couch eingeschlafen. Jetzt ist es Montag 6 Uhr morgens und bereits hell und sehr warm draußen. Sie schleicht sich nach draußen und macht sich auf den Heimweg. Ein Schlüssel hat sie nicht, den hatte
Diana ja am Vorabend mitgenommen. Aber Diana hat sicherlich die Tür für Charlotte offenelassen, da Diana ja nicht wissen konnte, wann Charlotte zurückkommt. Sie begrüßt den Pförtner am Eingang ihres Wohnhauses, läuft an den beiden Fahrstühlen vorbei und nimmt die Treppen bis zum sechsten Stock hinauf. Diana und Charlotte nehmen immer die Treppen. Sie sehen es als kostenloses Workout. Doch als Schale zwischen dem vierten und fünften Stock um die Ecke biegt, erstarrt sie. Vor ihr liegt eine Frau kopfüber und mit
dem Gesicht nach unten auf der Treppe. Sie liegt so da, als ob sie gestolpert und nach vorn übergefallen ist. Ihre dunklen Haare verdecken ihren Kopf. Doch sie scheint nicht gefallen zu sein, denn sie ist voller Blut. Auch auf der ganzen Betontreppe und an der Wand fließt das Blut nach unten. Charlotte sprintet die viereinhalb Stockwerke, die sie gerade erklommen hat, wieder nach unten und schreit den Pförtner an, dass da eine Frau regungslos im Treppenhaus liegt. Doch der Pförtner spricht nur Mandarine
und scheint sie nicht zu verstehen. Sie gestikuliert wild und versucht sich verständlich zu machen. Ihr nächster Gedanke gilt Diana. Sie muß unbedingt hoch in die Wohnung. Diana weiß sicher, was zu tun ist und zu zweit fühlt sie sich nicht mehr so allein. Also nimmt Charlotte den Fahrstuhl in den sechsten Stock. Doch als ich die Fahrstuhltür öffnet und sie auf den schmalen Gang zu ihrer Wohnung tritt, begreift sie, daß die Tat sich genau hier abgespielt haben muss. Die Blutspur, die sieht, führt direkt
von ihrer Wohnung Apartment 602 in Richtung Treppenhaus. Panisch drückt sie den Fahrstuhlknopf nach unten. Unten in der Lobby angekommen, ruft sie Freunde an, die kurz darauf eintreffen, genauso wie die Polizei. Sie erzählt ihnen, dass sie vermutet, dass es sich bei der Frau im Treppenhaus um ihre Freundin und Mitbewohnerin Diana O’Brien handelt. Kurz darauf bestätigt die Polizei Charlots Verdacht. Auf der Treppe zwischen dem vierten und fünften Stock liegt der leblose Körper von Diana. Sie ist mit Blut überseht und weiß
Messerstiche auf, viele davon Abwehrverletzungen. Die Polizei schaut sich in der Wohnung von Diana und Charlotte um. Dort gibt es viele Spuren, die auf einen Kampf hindeuten. Dianas Zimmer ist verwüstet. Ihr Portemonnaie liegt aufgeschlitzt auf dem Bett. Ihr Handy befindet sich unter dem Bett. Auf der Bettdecke selbst sind rote Blutspritzer zu erkennen und auch am Kleiderschrank und einer Reisetasche sind Spuren von verwischtem Blut. Die Blutspuren führen von Dianas Zimmer ins Wohnzimmer, wo blutige Fußabdrücke und
immer wieder kleine Blutspritzer auf den kalten Fliesen zu finden sind. Auch der Inngriff der Wohnungstür ist blut verschmiert. Die Gesamtheit der Blutspuren lässt darauf schließen, dass Diana in ihrem Zimmer angegriffen wurde und dann versucht hat aus der Wohnung zu flüchten. Offensichtlich hat sie es bis ins Treppenhaus geschafft, wurde dann aber zwischen dem fünften und vierten Stockwerk von ihrem Angreifer eingeholt. Nachbarn wollen gegen 23:30 Uhr Schreie im Treppenhaus gehört haben. Das haben
sie aber ignoriert, weil das Geschrei auch schon nach zwei Minuten wieder verstummte. An der Wohnungstür gibt es keine Einbruchspuren. Die Polizei geht also davon aus, dass Opfer und Täter sich kannten und der oder die Täter freien Zugang zur Wohnung hatte. Folglich fällt der erste Verdacht auf Charlotte, denn sie ist die einzige, die ebenfalls in dieser Wohnung lebt. Sie wird mit aufs Polizeirevier genommen und zwei Tage lang befragt. Keine schöne Situation für die erst 21-jährige, zumal 9 Monate zuvor ein ähnlich
gelagerter Fall in Italien für weltweite Schlagzeilen sorgte. Dort gab es auch zwei weibliche Touristinnen, die zusammen gewohnt haben und auch im gleichen Alter wie Charlotte und Diana waren. Eine davon war nachts allein zu Hause und als die zweite am nächsten Morgen nach Hause kommt, liegt die andere durch mehrere Messerstiche ermordet in ihrem Zimmer. Der Rest ist Geschichte. Aber zum Glück für Charlotte hat Shanghai im Gegensatz zu Peruja, Italien überall Überwachungskameras. Auch das Jinen Gebäude, also das Haus in
dem die Wohnung von Charlotte und Diana ist, hat eine Kamera und vor allem nur einen einzigen Eingang. Die Polizei wertet also als erstes die Videoaufnahmen des Haupteingangs aus. Darauf ist zu sehen, wie Dianach dem Abendessen kurz nachz Uhr nach Hause kommt. Sie ist allein. Kurze Zeit später verlässt sie das Gebäude jedoch noch einmal, kehrt aber 22:50 Uhr zurück, wieder allein. Offensichtlich war sie noch schnell im Supermarkt einkaufen. Die im Kühlschrank gelagerten Lebensmittel weisen darauf hin.
Charlotte ist erst am nächsten Morgen zu sehen, also zu der Zeit, die sie angegeben hat, nach Hause gekommen zu sein und kann somit vom Verdacht befreit werden. Sie berichtet der Polizei von der Wohnungstür, die öfter mal einfach aufspringt und dass sie und Jana nur einen Schlüssel haben, den sie sich teilen, somit nicht immer abgeschlossen haben, damit die andere reinkommt. Außerdem zählt sie den Polizisten auf, was alles in der Wohnung fehlt. Charlots weißer Apple Laptop, der auf dem Sofa im Wohnzimmer lag, sowie ihre Fotokamera.
Außerdem Dias Schmuck, ihre Polarud Kamera, wahrscheinlich Geld, das sie im Portemonnaie hatte und Dianas großer Koffer. Die Polizei weiß also nun, dass sie auf den Überwachungskameras nach einer Person schauen muss, die mit einem Koffer das Wohnhaus verlässt. Uhr, also 13 Minuten, nachdem Diana vom Supermarkt zurückgekehrt ist, betritt eine männliche Person das Gebäude. Die Aufnahmen sind unscharf, so dass keine Gesichtszüge zu erkennen sind, aber die Person ist komplett schwarz gekleidet und trägt weiße Schuhe. Ca. 30 Minuten
später verlässt dieselbe Person das Gebäude wieder. Er hat aber nichts in der Hand, kein Koffer dabei oder sonstiges. Also geht die Polizei weiter, die Überwachungsaufnahmen durch. Mehr als vier Stunden später, um 3:57 Uhr taucht der gleiche Mann plötzlich wieder vor dem Haus auf. Immer noch nichts ungewöhnliches. Schließlich könnte er ein ganz normaler Mieter des Hauses sein, das immerhin 19 Stockwerke hat. Aber dieses Mal ist er auf einem Fahrrad unterwegs und fährt die Straße auf und ab, bevor er das Gebäude umr erneut
betritt. Die Überwachungsbänder laufen weiter. Dann um 4:37 Uhr passiert das, wonach die Polizei Ausschau gehalten hat. Eine Person mit großem Koffer verlässt das Haus. Es ist derselbe Mann, der auch 23:37 Uhr, 3:57 Uhr und 4:6 Uhr auf der Kamera zu sehen war. Die Polizei hat nun ihren Hauptverdächtigen. Jetzt gilt es, trotz griseligen Bildern ihn ausfindig zu machen. Währenddessen ist der Mord an einem ausländischen Model in aller Munde. Diese negative Aufmerksamkeit so kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in
Peking passt China so gar nicht in den Kram. Die Aufklärung des Falls bekommt höchste Priorität und so werden insgesamt 70 Polizisten auf den Fall angesetzt. Von Kollegen erfahren die Ermittler, daß in der Nacht des Mordes ein Notruf in der Gegend einging, den sie für einen Scherz hielten. Um 23:55 Uhr wählte ein Mann die 110 und gab an, eine ausländische Person um Hilfe rufen gehört zu haben. Die Polizei solle in der Zo Hua Street nachsehen. Danach legte der Anrufer auf, ohne seinen Namen zu nennen. Die

Notrufzentrale schickte daraufhin eine Polizeistreife raus, die diese Straße entlang fuhr und mit einigen Wachmännern oder Pförtnern von Gebäuden sprach, ob sie Schreie oder Hilfer gehört hätten. Nachdem sie nichts finden oder feststellen konnten, sind sie wieder gefahren. Man muss dazu sagen, dass der Anrufer keine konkreten Angaben zu Hausnummer oder Namen des Gebäudes machte. vielleicht beabsichtigt, vielleicht aber auch, weil er es schlichtweg nicht wußte. Dazu kommt, dass das Jinsengebäude in dieser Nacht
ja gar nicht mit Sicherheitspersonal besetzt war, wie erst schon gesagt. Die Polizeistreife ist also komplett an dem Haus, in dem Diana auf der Treppe lag, vorbeigefahren. Wie die Polizei feststellt, kam der Anruf von einer Telefonzelle an der Straßenecke Ding Shi und V Genroad, etwa zwei Häuserblocks entfernt vom Tatort. Die Person, die das Gespräch entgegennahm, sagt, dassß der Mann am Telefon einen starken Akzent hatte, nämlich den von der chinesischen Provinz Anhui. Die Ermittler halten es für
möglich, dass der Anrufer kein Zeuge, sondern der Täter ist. Sie werten die Überwachungskameras der Straßenecke aus, von der das Telefonat kam, und können den Mann von dort weiter verfolgen bis zu einem Internetcaffeée in der Wos Hong Straße. Er ist auf dem Fahrrad unterwegs. Stunden später verlässt er das Internetkaffee wieder, schwingt sich auf sein Fahrrad und fährt direkt zum Jinsengebäude zurück, welches er 4:6 Uhr erneut betritt. Die Ermittler haben also eine lückenlose Route und wissen nun
auch, dass der anonyme Anrufer der Täter ist. Ausgestattet mit der Information des ANWi Akzents und Screenshots vom Verdächtigen von der Überwachungskamera, fragen Sie in der Nachbarschaft inklusive anliegenden Geschäften, Restaurants und Teehäusern, ob irgendjemand einen Mann mit diesen Merkmalen wiedererkennt. Und tatsächlich, der Inhaber des nahegelegenen Teehauses Flower Forest gibt zu Protokoll, daß er soeben erst einen jungen Mann mit Anui Akzent entlassen hat. auf denen die Beschreibung passen könnte. Dieser Mann
ist erst vor kurzem nach Shanghai gekommen und hatte, wie er selbst erzählte, davor in einer Fabrik für Kinderkleidung in Hus Hu gearbeitet. Er ist aber direkt wieder aus dem Tehaus geflogen, weil er faul war und nicht auf Anweisungen gehört hat. Wie in China vorgeschrieben, muß jeder Angestellte bei Einstellung seinen Ausweis zeigen. Die Kopie des Ausweises hat der Besitzer noch. Darauf steht der Name Chen Zifeng aus dem Landkreis Langchi in der Provinz Anui. Mit diesen Informationen ausgestattet
kontaktieren Sie sofort das Büro für öffentliche Sicherheit im Landkreis Lang Chi, um Auskunft über den Wohnort von Chen Zifeng zu erhalten. Doch einen solchen Mann gibt es dort nicht im System, was darauf schließen lässt, dass entweder der Name falsch ist oder er gar nicht auslang schi kommt. Der Ausweis, den der Teebesitzer erhalten hat, ist also gefälscht. Das kommt in China tatsächlich häufiger vor, weil es viele Regelungen gibt, die eingehalten werden müssen, um bestimmte Dinge tun zu dürfen. Z.B. die Aufnahme
eines Jobs in der Großstadt, wenn man vom Land kommt. Die Ermittler gehen also ihrem letzten Hinweis nach, dem mit der Fabrik für Kinderkleidung in Husu, und erhalten dort endlich die Informationen, die ihnen zum Durchbruch verhelfen. Vier Angestellte erkennen den Mann auf der Überwachungskamera wieder und identifizieren ihn als den 18-jährigen Chen Jun aus dem Ort Chisijen. Dieser liegt tatsächlich im Landkreis Lang Chi. Auf dem gefälschten Ausweis stimmte also nur der Vorname nicht. Wie und wo genau er festgenommen wurde, da
gehen die Quellen auseinander. Eine Quelle sagt, mit korrekten Namen und Ortschaft haben sie ihn einfach zu Hause aufgegriffen. Eine weitere Quelle besagt, dass er geschnappt wurde, als er am Freitag den 11. Juli 8 Uhr morgens seinen neuen Ausweis beim Amt abholen wollte. Wie dem auch sei, wird der Hauptverdächtige Chenjun am 11. Juli, also vier Tage nach Entdecken der Leiche, in seinem Heimatort festgenommen. Er leistet keinen Widerstand. Die Polizisten finden den gestohlenen Laptop, den Koffer sowie die mögliche
Tatwaffe, ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von 8 cm und 2 cm Breite in seinem Zimmer. Der Verdächtige wird verhört und gesteht die Tat sofort. Er erzählt ausführlich, was sich in der Nacht zum Montag abgespielt hat. Es ist Sonntagabend und Chanjun sitzt wie jeden Tag im Internetcaffée, das sich direkt über dem Teehaus befindet und spielt Online Games, vorzugsweise World of Warcraft. Doch nachdem er den Job im Tehaus verloren hat, geht ihm so langsam das Geld aus. Als er seine Preaid Karte aufladen will,
stellt er fest, daß er de facto kein Geld mehr hat. Er greift also in seine Hosentasche, um die letzten Münzen rauszukramen, findet aber nur ein Taschenmesser. Mit dem Messer in der Hand kommt er auf die Idee, kurzerhand einfach jemanden auszurauben. Es gibt ja so viele reiche Leute in Shanghai, das tut den schon nicht weh und er braucht ja nicht mal viel. Nur genug, um sich das Busticket zurück in seine Provinz zu leisten. Also geht er raus und sucht nach einem geeigneten Opfer. Er läuft die Straße
entlang, aber findet niemanden, der reich aussieht, bis er 23 Uhr auf einmal vor dem Ginsenengebäude langt, dessen Tor weit offen steht. Außerdem bewacht niemand das Haus. Alle Eingänge zuvor hatten ein Sicherheitsmann sitzen. Er beschließ, reinzugehen und sein Glück zu versuchen. Was genau er vorhatte, ob er einbrechen wollte oder gewartet hat, bis er jemanden im Haus trifft, ist nicht klar. Irgendwann kommt er jedoch in die sechste Etage und sieht, dass die Wohnungstür von Apartment 602 einen
Spalt offen steht. Er nähert sich der Tür und wartet, ob er irgendwelche Geräusche hört. Doch da ist nichts. Also geht er rein und entdeckt auf dem Sofa den Laptop von Charlotte. Er freut sich, denn den kann er für genug Geld verkaufen. Und zwar noch nicht mal schwer. Gerade als er den Laptop an sich nimmt, kommt Diana aus ihrem Zimmer ins Wohnzimmer. Sie sagt etwas auf Englisch zu ihm, doch er kann sie nicht verstehen. Also gestikuliert sie. Sie ist aber glassen und ruhig. Chenjun fordert sie auf, ihr
Geld zu geben, doch sie versteht nicht, was er sagt. Also zieht er sein Messer. Jetzt erst versteht Diana, was hier vor sich geht und sie fängt an zu schreien und versucht zurück in ihr Zimmer zu kommen, doch sie bekommt die Tür nicht schnell genug zu. Chenjun ist stärker und drängt sich in ihr Zimmer. Bei ihm setzt Panik ein. Er will einfach nur, dass sie aufhört zu schreien und beginnt auf sie einzustechen. Sie kämpfen miteinander. Diana kann ihm entkommen und flüchtet blutend und schreiend ins Treppenhaus.
Aber schon eine Etage tiefer holt er sie ein und sticht weiter auf Diana. Nach insgesamt Messerstichen ist sie endlich ruhig und fällt die Treppe nach unten. Er selbst flieht ohne etwas mitzunehmen aus dem Haus. Als er wieder zu sich kommt und ihm bewusst wird, was er da getan hat, wählt er den Notruf, damit sie vielleicht noch gerittet werden kann. Aber wie wir bereits wissen, gibt er keine konkrete Adresse, sondern nur die Straße an und legt auf. Die nächsten Stunden verbringt er wieder in einem Internetcaffe, bis er sich
entschließt, doch noch mal in die Wohnung zu gehen. Schließlich hat er ja gar nichts mitgenommen. Er fährt also mit einem Fahrrad zurück und checkt erstmal die Lage. Schließlich hat er die Polizei gerufen und weiß nicht, ob jetzt alles abgesperrt ist oder ähnliches. Nachdem er ein paar Mal vor dem Haus auf und abgefahren ist und feststellt, daß ich absolut nichts tut, geht er hinein und die Treppe hoch in den sechsten Stock. Vorbei an der Leiche von Diana, die immer noch auf der Treppe liegt. In der Wohnung packt er den Laptop ein,
durchsucht Dianas Zimmer, er findet ihr Portemonnaie, in dem sich ein paar hundert kanadische Dollar befinden. Dann schlitzt er es noch auf, falls noch etwas im Zwischenstoff versteckt ist, und wirft es zurück aufs Bett. Dann schnappt er sich ihren Koffer und verstaut alle Gegenstände, die er zu Geld machen kann, und verlässt damit das Haus. und die Gegend. Er nimmt sich ein Taxi zum Busbahnhof im Süden von Shanghai und ist nur Stunden später mit dem Bus zurück auf dem Weg in seine Heimat. Umfeld ist zunächst skeptisch, ob der
wahre Täter gefasst ist. Irgendwie ging alles so schnell mit dem Geständnis und bei einem Land, das sich damit brüstet, eine 99,9% Aufklärungsrate zu haben, darf man wohl unterstellen, dass nicht alle Geständnisse freiwillig abgegeben wurden, zumal China erst im Jahr 2013 die Verwendung von Foltermethoden bei Verhören untersagt hat. Ihr Freund sagt in einem Interview Zitat: “Ich habe so viele Stories über die Polizei in China gehört. Selbst wenn Sie keinen Verdächtigen finden, finden Sie ein
Zitatende. Außerdem finden Sie die zeitliche Überschneidung von Dianas Flugbuchung und ihrem Tod zumindest fragwürdig, besonders in Angesicht dessen, daß die Agentur vor Ort in Shanghai schon einen Tag nach dem Mord von Dayana nicht mehr zu erreichen war. aufgelöst, einfach weg. Aber erstens stimmt das Geständnis von Chenjun mit allen gefundenen Indizien und den Uhrzeiten auf den Aufnahmen der Überwachungskamera überein, dass der Kampf im Schlafzimmer begonnen hat, dass er zurückgekommen ist und dann erst den
Koffer mitgenommen hat und so weiter. Und zweitens wurden die fehlenden Gegenstände nun mal bei ihm unter dem Bett entdeckt oder im Zimmer, und dass die chinesische Polizei sich willkürlich einen jungen Mann, der irgendwo auf dem Land lebt, aussucht und dort die Gegenstände unter dem Bett versteckt, entbehrt jeder Logik. Wo sollen sie den Koffer, Laptop und die anderen Dinge herhen, um die Sachen bei Chenjun zu verstecken? Bei der Durchsuchung der Wohnung mitnehmen? Ja, vielleicht. Aber er ist nun mal auf der
Überwachungskamera mit dem Koffer zu sehen. Währenddessen sind Dianas Mutter Debra und ihr Lebensgefährte Keith auf dem Weg nach China. Sie erreichen Shanghai einen Tag nach dem Geständnis am 12. Juli 2008 und werden von acht Ermittlern des Büros für öffentliche Sicherheit sowie einem Vertreter des kanadischen Konsols empfangen. Zunächst sitzen alle zusammen und beantworten jede Frage von Debra und Keith. Debra will außerdem die Autopsiefotos ihrer Tochter sehen. Als nächstes geht es mit allen Beteiligten zum Tatort.
Debra und ihr Partner werden vor Ort von den Ermittlern Schritt für Schritt durch den Ablauf der Tat geführt. Komplette Transparenz. Ein Vorgang, den es so in Kanada niemals geben würde. Danach besuchen Sie Diana. Sie liegt auf einer langen Trage inmitten des Raumes, umgeben von unzähligen Blumenstreußen. “Jemand hat ihr komische Kleidung angezogen, stellt ihre Mutter fest. Schwarz-weeiß gestreifte Strumpfhosen und ein Rock, beides nicht von Diana und etwas, was Diana nie selbst angezogen hätte.
Dianas Gesicht ist unversehrt. Ein kleiner Trost für Debra, das Gesicht ihrer Tochter so zu sehen, wie sie es kennt. Doch ihr Oberkörper ist überseht von Stichwunden. Ihre Daumen haben tiefe Wunden, so wie man sie hat, wenn man direkt in die Klinge greift, um das Messer abzuwehren. Gestorben ist Diana an Stichen ins Herz und die Leber, wie der anwesende Arzt Debor erklärt. Debor bekommt alle persönlichen Gegenstände von Diana überreicht. auch die Kleidung, die sie zur Tatzeit getragen hat. Deb sucht sich eine Urne für Diana aus,
die einzige, die es ohne chinesische Schriftzeichen gibt. Mit der Asche von Diana geht es zurück nach Salpring Island, wo am 20. Juli 2008 Dianaas Celebration of Life stattfindet. Diese ist unabhängig von der Beerdigung, bedeutet wörtlich übersetzt Feier des Lebens und ist quasi eine Art gegensätzliche Trauerfeier, denn es soll eben nicht getrauert werden, sondern das Leben der verstorbenen Person zelebriert und in positiver Erinnerung gehalten werden. Das haben wir auch schon bei einigen anderen Fällen gesehen.
Dianas Familie mietet dazu die größtmögliche Location der Insel, den Golfclub von Salpring Island. Mehr als vier Menschen kommen, um Diana Respekt zu zollen. Freunde und Familie, die kurze Anekdoten aus Dianaas Leben erzählen, aber auch Menschen, die ihren morgendlichen Kaffee von Diana serviert bekommen haben, als diese noch gekellnert hat, um sich über Wasser zu halten. Genau zwei Monate später, am 20. September 2008 wird Dianaas Ohne auf einem kleinen Friedhof nur ein Steinwurf vom Meer entfernt beigesetzt.
Dieses idyllische Fläckchenerde wurde einst von einem Bauern gespendet, dessen 19-jähriger Sohn im Jahr 1889 durch eine Grubenlampe getötet wurde. Knapp 120 Jahre später wird es auch Dianas letzte Ruhestätte. Ihr Grab geschmückt mit Muscheln, die ein Herz formen, Schmucksteinen und Armbändern und dem Spruch: Das Leben ist zum Lachen und Lieben da. Weitere zwei Monate später sind Debra und ihr Partner wieder auf dem Weg nach Shanghai. Der Prozess von Chenjun steht bevor und der ist so ganz anders als Deb es aus
ihrem Land kennt. In China beginnen Prozesse mit einem Statement des Angeklagten, das von seinem Verteidiger vorgelesen wird. Es geht dabei gar nicht darum, ob er schuldig ist, sondern wie schwerwiegend seine Schuld ist. Unschuldsvermutung gibt es hier, zumindest bei diesem Prozess nicht. Die Tatnacht wird vom Staatsanwalt dargelegt. Der Angeklagte spricht nur, wenn er vom Richter etwas gefragt wird, z.B. ob er nachgeschaut hat, ob Diana bereits tot ist, als er Stunden später wieder zurückkam und im Treppenhaus an
ihr vorbei musste. Er antwortet, er wollte sie gar nicht anschauen, sondern ist einfach nur schnell vorbei, um nach oben und später wieder nach unten zu kommen. Sein Verteidiger versucht, die Tat mit Chen Jun Junge im Alter zu rechtfertigen und dass er ja versucht hat, sie zu retten, indem er kurz nach der Tat den Notruf gewählt hat. Aber die Staatsanwaltschaft sieht das anders, denn hätte er wirklich helfen wollen, hätte er die konkrete Adresse genannt. Der ganze Prozess dauert nur zwei Stunden. Zeugen gibt es nicht, nur drei
Richter, die über seine Zukunft entscheiden. In China gilt grundsätzlich das Prinzip Auge um Auge bedeutet Todesstrafe. Doch komplett unerwartet für Debra und Keith können sie diese Entscheidung beeinflussen. In China werden Angehörige von den Richtern gefragt, welche Strafe ihr Wunsch ist und dieser Wunsch fließt dann in die Entscheidung mit ein. Debra hat in der Zwischenzeit einiges über den erst 18-jährigen Täter erfahren und hat, trotzdem er ihre Tochter getötet hat, irgendwie auch eine Art
Mitleid mit ihm. Er ist wie Millionen anderer Kinder in China ohne seine Eltern aufgewachsen, aber nicht etwa, weil diese tot wären, sondern weil die Eltern in die Großstadt gezogen sind, um mehr Geld zu verdienen. Zuerst ist seine Mutter fortgegangen, als Chenjun 6 Jahre alt war, wenige Jahre später auch der Vater. Seine Mutter hat er nie wieder gesehen und sein Vater einmal im Jahr. Das chinesische System namens Huku verbietet es das ganze Familienumziehen, damit es nicht zur Übervölkerung in den
Städten kommt. Die Bevölkerung wird unterteilt in urbane und ländliche Bewohner und der Status ist nie wirklich veränderbar. Das heißt, Menschen vom Land dürfen in Großstädten arbeiten, haben dort aber keine Rechte. Sie dürfen die Kinder dort nicht zur Schule bringen, haben keine Sozialversicherung und so weiter. Auf dem Land verdient man aber kaum Geld und deswegen ziehen viele Eltern in die Großstadt und lassen die Kinder bei den Großeltern zurück. Janjun hat sogar noch Glück, dass er zur Schule gehen durfte,
denn eigentlich ist er zweitgeboren und somit ein Schattenkind. bedeutet, laut Chinas ein Kind Politik, die bis 2016 bestand hatte, durfte man nur auf dem Land ein zweites Kind bekommen, sollte das erste ein Mädchen gewesen sein. Oder aber man kann eine vom Bezirk selbst festgelegte Strafe für sein Fehlverhalten bezahlen und dann wird auch das zweite Kind registriert. Ohne Registrierung aber kein Ausweis und ohne Ausweis kann man sich in China nicht mal eine Zugfahrkarte kaufen. Z.B. Ich will gar nicht weiter abschweifen, aber
wer sich da weiter informieren will, gebt einfach mal Schattenkinder China in die Suche ein. Eine Studie belegt, dass durch die Abwesenheit der Eltern viele Kinder sich später mit Drogen ablenken, spielsüchtig werden und so weiter. Und dadurch werden sie unter Umständen auch kriminell, weil sie dafür Geld brauchen. Und das sieht man ja genau auch an dem Gedanken, den Shenjun hatte, als er kurz vor dem Überfall auf Diana Messer in seiner Hosentasche fand. Irgendwen auf der Straße überfallen, der
reich aussieht, denn dieser Person werden die paar Scheine schon nichts ausmachen. In Shanjuns Fall ist es so, dass er direkt, als er 18 Jahre alt wurde, also volljährig, sein Glück in der Großstadt versuchen wollte. Er ist erst im Mai 2008 nach Shanghai gekommen und schon einen Monat später hatte er genug und wollte zurück in seine Heimat. Debra weiß also, seine Großeltern sind tot. Seine Eltern hat er seit Jahren nicht gesehen und keinen Kontakt. Niemand würde ihn je besuchen kommen und das findet sie strafe genug, wenn nicht
gar eine höhere Strafe. Debra fragt den Richter, was es außer der Todesstrafe noch für Möglichkeiten gibt und der Richter nennt ihr die ausgesetzte Todesstrafe. Bedeutet Todesstrafe auf Bewährung. Sollte Chenjun sich die nächsten zwei Jahre vorbildlich verhalten, einen Beruf im Gefängnis erlernen, Reue zeigen und so weiter, dann kann die Todesstrafe nach Ende der Bewährungszeit in lebenslänglich umgewandelt werden. Bedeutet in China minimum 25 Jahre Haft. Lässt er sich irgendwas zur Schulde kommen, wird er sofort hingerichtet.
Debra und Keith finden die Idee gut, dass Chenjun selbst dafür verantwortlich ist, was er daraus macht. und entscheiden sich für diese ausgesetzte Todesstrafe und diese wird genau am 12. März 2009 auch verhängt. Ich habe stundenlang gesucht, ob Chen Jun im Jahr 2025 noch lebt und ich kann es euch nicht sagen. Der Name ist nicht selten und die Suche mit chinesischen Schriftzeichen läuft für mich eher suboptimal. Wenn jemand von euch also Chinesisch bzw. Mandarinen lesen kann und Lust hat, da mal zu recherchieren.
Gerne her mit den Infos. Das Tragische bei diesem Fall ist nicht nur der komplett unnötige Mord, sondern beide, Täter und Opfer wollten einfach nur nach Hause. Weg aus Shanghai, den hat’s beiden dort nicht gefallen. Und genau diese beiden Menschen sind sich kurz vorm Verlassen begegnet. Diana hatte bereits ihren Flug umgebucht und Chenjun wollte genau für seine Rückfahrkarte Geld stehlen und genau er hat ihr aber diese Möglichkeit genommen. Diana O’Brien hätte im November 2025 ihren 40. Geburtstag gefeiert.
Und damit sind wir auch schon am Ende des heutigen Falls angekommen. Das war mal eine ganz neue Art von Recherche für mich, da ich das erste Mal die Sprache nicht konnte und alles Satz für Satz in den Übersetzer packen musste. Dementsprechend hat es länger gedauert, als ich dachte, obwohl der Fall lange nicht so umfangreich ist wie der von Heidi und Urban oder der von Dana. Und natürlich habe ich auch hier wieder ein paar Gedanken zu einigen Punkten. Am wichtigsten und darüber habe ich mir schon oft Gedanken gemacht, finde ich
das Thema um Hilfe rufen. Klar, Schreine ist wahrscheinlich die erste und natürlichste Reaktion, aber eh jemand der das hört, das als Alarm einstufen kann, dauert viel zu lange. Wie oft habe ich hier Menschen, die nachts abends nach einer Party nach Hause gehen unten vorm Haus gehört, die da schreien, weil was weiß ich, sie betrunken sind, gestolpert sind, sich jagen, was auch immer. Und ich habe auch schon oft bei Aktenzeichen XY Zeugenaussagen gehört, die gesagt haben: “Ja, ich habe einen
Schrei gehört, aber als ich dann am Fenster war, war da nichts mehr. Man weiß bei einem Schrei das eben nicht sofort einzuordnen, finde ich, und man will sich ja auch irgendwie sicher sein, bevor man dann wirklich die Polizei ruft. Auch bei Diana haben die Nachbarn ja die Schreie wahrgenommen, aber nicht reagiert. Und klar, in ihrem Fall ist es anders, weil sie konnte kein Chinesisch, aber es ist viel sinnvoller, wenn man in der Not nach der Polizei schreit. Ich hatte das mal, als ich noch in Berlin
gelebt habe und eines Abends beim Kochen, es war schon Winter und zeitig dunkel draußen, rief auf einmal jemand männliches: “Hilfe, Polizei!” Und die Stimme kam vom Hinterhof. Es ist also auch kein natürlicher nach Hauseeweg, aber durch dieses Polizei hat sich gar nicht mehr die Frage gestellt, ob der Mann Hilfe braucht. Wir haben also sofort die Polizei gerufen und als die ankamen, haben sie gesagt, dass insgesamt vier Anrufe eingegangen sind. Also allein aus diesem Häuserblock, die den gleichen Inhof haben, haben vier
verschiedene Bewohner direkt reagiert. Richtig gut. Und ich finde, wenn man nur Hilfe, Hilfe ruft, ist das schon immer dieser Zweifel da, ob das gerade echt ist oder im Spaß. Also finde ich zumindest, du weißt bei einer Gruppe nicht, ob die sich kennen oder nicht. Und durch das Wort Polizei ist immer gleich klar, dass es was Ernstes ist. Man verwendet das ja sonst nicht, oder? Ich rufe das Wort Polizei z.B. Und das Gute ist auch, dass Polizei in jeder Sprache Sprache mit lateinischen Buchstaben ähnlich ist, also Police,
Polizia, Polizie, Politi, Polis und so weiter. Und selbst in Ländern wie Irland, wo man zur Polizei Garda sagt, wenn ich mich richtig erinnere, verstehen die das Wort Police ja trotzdem, ne? Ja, könnt ihr mir gerne mal schreiben, was ihr dazu denkt, also ob ihr das schon mal hattet, dass ihr auf irgendwas reagiert habt und wenn ja, was es war, ob es nur Schreie waren oder was die Person gerufen hat, die Hilfe brauchte. Genau. Würde mich mal interessieren, ob ich da auf dem falschen Fad bin oder ob das für euch
auch eindeutiger wäre. Dann komme ich zum schwierigeren Thema, weil ich weiß, dass es immer auf viel Gegenliebe stößt in Anführungstrichen. Thema Victim Blaming. Ich habe ein Video zu diesem Fall gefunden, allerdings auf Thailändisch, glaube ich, und natürlich habe ich da nichts verstanden, aber ich habe mal in die Kommentare geschaut und dort kann man ja immer auf dieses Übersetzen klicken und da standen dann so Sachen wie ja, wenn sie die Tür offen lässt, Selbstschuld. Ich kann dieses Selbstschuld
nicht mehr lesen. Wie kommt man dazu, zuerst das Opfer zu verurteilen, was sowieso schon bestraft genug ist, statt bei dem Täter anzufangen? In dem Fall, also es gibt nie einen Grund jemand zu ermorden, aber in dem Fall, weil sie ruhig sein sollte, geht’s noch? Wie wäre es mit einfach wegrennen und fertig? Er war ja sowieso auf den Überwachungskameras drauf. Das ist doch kein Grund und keine Rechtfertigung für ein Mord. Ich habe mir ein paar Artikel dazu durchgelesen von Psychologen und Videos angeschaut und die Psychologen
erklären das so, dass Menschen sich durch wickem Blaming von der Tat distanzieren. Also, dass ihnen sowas nie passieren kann, weil sie sich niemals so verhalten hätten und nicht so dumm sind wie das Opfer. Und dadurch wiegen sie sich halt in Sicherheit, dass ihn selbst sowas nie zustoßen kann. quasi eine falsche Sicherheit, weil vielleicht passierte nicht das, aber jedem kann was passieren. Das dürfte uns allen klar sein. Und genau deswegen betreiben die dieses Victim Blaming, um das von sich fernzuschieben, also von sich
fernzuhalten. Und dann gibt’s ja auch immer wieder so Kommentare, wo steht, man wird ja wohl noch seine Meinung sagen dürfen. Das Problem ist, Victim Blaming ist keine Meinung, sondern eine Haltung. Und seit wann bestrafen wir bitte zuerst das Opfer statt den Täter? Es geht ja nicht immer nur um Mord, das gilt generell. Ich weiß nicht, ob ihr mitbekommen habt, was kurz vor Weihnachten bzw. Anfang Dezember, glaube ich, so auf YouTube los war. Da hat ein YouTuber, der heißt Rob Bubble, ein Video veröffentlicht über
eine Firma, die damit werben bzw. Geld verdienen, dass man mit bestimmten Influencern privat per WhatsApp chatten kann. Kostet natürlich Geld die Telefonnummer und auch im Chat selbst wird dann immer wieder nach Geld verlangt und das nicht wenig. Und bestimmte Leute haben dafür ihr Gesicht hingehalten, also für diese Plattform. Andere haben aktiv mitgewirkt in dem Glauben. Die Leute chatten wirklich mit ihren Vorbildern, nenne ich es jetzt mal, lange Rede, kurzer Sinn. Auch da geht es in den Kommentaren drum, wie
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