Wahre Verbrechen I Ein Treffen mit Folgen I True Crime Dokumentation T – Part 2
Richter Steven Goldman verurteilte Mor Travis zu 15 Jahren Gefängnis, was einer milden Strafe von 3 Jahren pro Raubüberfall entsprach. Travis wurde am 5. Juli 1989 in das Farmington Correctional Center verlegt, etwa 115 km südlich von St. Louis. Zu diesem Zeitpunkt war erz Jahre alt. Er kam im Gefängnis nicht gut zurecht. Nach nur zwei Monaten nach Beginn seiner 15-jährigen Strafe, schrieb er einen dreiseitigen Brief an den Richter und bat ihn seine Strafe zu überdenken.
Er schrieb: “Täglich und stündlich denke ich daran, mir das Leben zu nehmen. Die Bedingungen hier sind äußerst qualvoll. In meiner Zelle zu bleiben und mich fast jede Nacht in den Schlaf zu weinen wird nicht helfen. Diese ganze Situation ist schrecklich und gespenstisch. Wenn es nicht so einen fürsorglichen Zellengenossen gäbe, bin ich mir sehr sicher, dass ich bereits an meinem ersten Tag hier Selbstmord begangen hätte.
Der Brief beschreibt weiter Vergewaltigungen, beengte Lebensbedingungen und eine Verbreitung von Drogen. Travis bat darum, seine Strafe durch eine 120 oder 180 tägige Kurzhaft zu ersetzen. Schock Incarceration oder schockhaft ist eine kurzfristige Haftstrafe, die einem militärischen Ausbildungslager nachempfunden ist.
Sie richtet sich meist an gewaltlose Ehrstäter, die noch jung sind. Als Travis 1989 um diese Strafform bat, war das Konzept allerdings noch relativ neu. In seinem Brief schrieb er: “Sie, mein Herr, sind meine letzte Hoffnung. Bitte geben Sie mir eine weitere Chance in der Gesellschaft. Bitte.” Es ist unmöglich zu sagen, ob Travis bereits den Drang zu sexuellen Übergriffen und Mord verspürte, als er ins Gefängnis kam.
Aber die Konfrontation mit den harten Bedingungen im Farmington Correctional Center hat ihm sicherlich nicht gut getan. Eine Studie von Psychologen der UCLA aus dem Jahr 1986 ergab, dass Männer, die gewalttätigem sexuellen Verhalten ausgesetzt waren, von einer stärkeren sexuellen Erregung bei Vergewaltigungen berichten als Männer, die dem nicht ausgesetzt waren.
Das Miterleben der sexuellen Gewalt, die Travis während der Inhaftierung beschrieb, hatte möglicherweise negative Auswirkung auf seine psychische Gesundheit. Eine Studie der Rodgas University zeigte, dass Gewalterfahrung während der Inhaftierung signifikant mit aggressiven antisozialen Tendenzen und emotionalen Belastung nach einer Entlassung zusammenhing.
Personen, die sowohl Zeugen als auch Opfer von Gewaltverbrechen waren, fanden sich am schlechtesten im Leben außerhalb des Gefängnisses zurecht. Aus einem Brief geht klar hervor, dass Maury Travis durch die Haftbedingungen belastet war. Es ist möglich, dass Travis nach 5 Jahren der Konfrontation mit Gewalt und Sexualverbrechen allmählich abstumpfte.
Gewalterfahrung während der Haft können psychologisch schädlicher sein als Gewalt in anderen Umgebungen und Aggressionen sowie antisoziales Verhalten fördern. Die Inhaftierung könnte Travis psychologisch mehr geschadet als genutzt haben. In vielerlei Hinsicht war Mori Travis das Produkt eines Systems, das seine Bedürfnisse missachtete.
Er wuchs in einer armen segregierten Stadt auf, die durch die Crack Epidemie zerrüttet wurde und kam im Alter von 23 Jahren ins Gefängnis. Während diese Faktoren sicherlich nicht die Ursache seiner Psychopathologie sind, ist es nicht überraschend, dass sein besorgniserregendes Verhalten unerkannt blieb.
Es ist jedoch auch möglich, dass Travis Briefe ein manipulatives Flehen war, um seine Strafen zu reduzieren. Menschen, die psychopathische Verhaltensweisen zeigen, sind Meister der Manipulation und es ist durchaus denkbar, dass er seine oberflächliche Liebenswürdigkeit einsetzte, um den Richter zu beeinflussen. Während seiner Haft arbeitete Travis in der Hausmeisterei und in der Küche des Farmington Correctional Centers.
Gegen ihn wurden 13 Disziplinarverfahren eingeleitet, aber laut einem Sprecher des Missouri Department of Corrections war keines davon besonders schwerwiegend. Es ist nicht klar, ob sein Brief Einfluss auf das Strafmaß hatte, aber Mauray Travis wurde im Juni 1994 nach 5 Jahren und 3 Monaten Haft auf Bewährung entlassen.
Er war 28 Jahre alt. Ma Travis zog in eine Doppelhaushälfte östlich von Ferguson. Reverend Linda Harrison lebte nebenan und sagte, sie habe nie Probleme mit ihm gehabt. Sie erinnerte sich, dass Travis sie im Keller erschreckte, als er die Treppe herunterkam. Er entschuldigte sich vielmals und summte von da an beim Betreten des Kellers, um seine Anwesenheit anzukündigen.
Obwohl Travis ein guter Nachbar war, kämpfte er mit seiner Cracksucht. Im Februar 1998 kehrte er ins Gefängnis zurück, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Er saß ein Jahr und wurde erst im Januar 1999 entlassen. Danach kaufte er das Haus in der Fordrive in Ferguson. und arbeitete in verschiedenen Jobs als Kellner in St.
Louis. Travis wurde im November 2000 erneut wegen Drogenbesitzes verhaftet. Er verbüste vier Monate und wurde im März 2001 entlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Travis dreimal inhaftiert worden und hatte fast 7 Jahre hinter Gittern verbracht. Nach dieser Entlassung beging Travis Verbrechen, die die Schwere seiner bisherigen Straftaten, bei weitem übertrafen.
Er hatte mehrere Chancen erhalten, sich zu integrieren, aber stattdessen gab er einer wachsenden Mordlust nach und begann eine zweijährige Mordserie, die bis zu 20 junge Frauen das Leben kosten sollte. Bereits Ende der neuner Jahre begann Travis Sexarbeiterinnen mit nach Hause zu bringen und seine Interaktionen zu filmen.
Er zeichnete auf, wie sie beide Crack rauchten und Sex hatten, bevor er sie gehen ließ. Aber anderen Frauen erging es nicht so glimpflig. Es ist nicht genau klar, wann Ma Travis seinen ersten Mord beging, aber er dokumentierte die Tat mit einem VHS Camcorder. Travis filmte sich selbst dabei, wie er seinen Gürtel um den Hals einer unbekannten nackten Frau wickelte.
Er zog,” wirkte sie, bis ihr Körper schlaff wurde. Sobald sie tot war, schwenkte Travis mit der Videokamera über ihren Körper und sagte: “Das ist der erste Mord, Nummer 1.” Sie war 19 Jahre alt. Name, weiß ich nicht, sie war nett. Die Polizei konnte dieses Opfer nie identifizieren und die Leiche wurde nie gefunden.
Ma Travis beschriftete das Videoband mit Hochzeitstag. Er filmte eine Stunde und 26 Minuten von einer Hochzeitszeremonie als Tarnung, bevor er den Rest des Bandes verwendete, um die Vergewaltigung, Folter und Ermordung der Frau zu dokumentieren. Während er seine Opfer filmte, forderte Travis sie oft auf, bizarre Rituale durchzuführen.
Er zwang sie in weißer Kleidung zu tanzen oder Sonnenbrillen mit geschwärzten Gläsern zu tragen, damit sie nicht sehen konnten. Travis fesselte sie dann mit Seilen oder Handschellen und bedeckte ihre Augen mit Klebeband. Er schleppte sie in den Keller, wo er sie tagelang gefangen hielt. Anschließend kettete er sie an einen Balken und filmte sich dabei selbst, wie er sie sexuell misshandelte und mit einem Elektroschock erfolterte.
bevor er sie erwirkte. Aber Travis Qual beschränkte sich nicht nur auf körperliche Folter. Travis verspottete seine Opfer verbal, verlangte, dass sie ihn Meister nannten und beschimpfte sie wegen ihrer Cracksucht. In einer auf Video aufgezeichneten Szene sagte Travis zu seinem Opfer: “Ich verstehe dich nicht.
Was sagst du? Sag es deutlich.” Eine unbekannte Frau antwortete schwach: “Du bist der Meister, ich diene dir gerne.” Travis zwang sie diese Worte immer und immer und immer wieder durch ihre Schluchzer zu wiederholen. Teilweise wechselte sein Ton dramatisch. Er fragte sein Opfer sanft: “Tut es dir leid?” Die unbekannte Frau antwortete: “Ja.
” Und er erwiderte: “Was tut dir leid?” Sie murmelte alles und plötzlich wurde Travis wütend und schimppfte mit ihr, weil sie zu einem Mann ins Auto gestiegen war, den sie nicht kannte. Er fragte sie, ob sie ihren Kindern etwas sagen wolle, und die Frau sagte ihren Kindern, daß es ihr Leid tue. Travis hakte nach, wer ihre Kinder großziehen würde.
Seine Verachtung war deutlich und verstörend, als er ihr entgegnete, sie würde ihre Kinder nicht großziehen. Er sagte: “Du liegst hier auf dem Rücken und rauchst Crack. Du gehst morgen nicht nach Hause. Ich werde dich etwa eine Woche behalten. Es klingt schockierend, wie Morris Travis Frauen wegen ihres Crackkonsums beschimpft.
Dabei l Travis doch selbst unter dieser Sucht. Er rauchte oft Crack mit seinen Opfern, bevor er sie fesselte. Menschen, die psychopathische Tendenzen haben, zeigen auch Eigenschaften von Narzissmus, da das überhühte Selbstwertgefühl eines Narzissten erschwert ist. ihm seine eigenen Fehler zu erkennen und führt zu Heuchelei. Dieses heuchlerische Verhalten könnte auch auf ein tief verwurzeltes Gefühl von Scham und Selbsthas Bezug auf seinen eigenen Drogenkonsum hinweisen.
Indem er Frauen ins Visier nahm, die Crack rauchten, drückte Travis Wut über seine eigene Drogensucht aus. Am 1. April 2001, weniger als einen Monat nach Travis Entlassung aus dem Gefängnis, wurde Reverend Inuka Wangusi um 3 Uhr nachts von einem Anruf geweckt. Die Geistliche wusste, dass es Alisa Greenweight war. Elisa Greenweight hatte ein schweres Leben hinter sich.
Sie l an einer Cracksucht und ging der Sexarbeit nach, einfach nur um ihre Sucht zu finanzieren. Reverend Mangusi wusste jedoch, dass sie nur einen Ausweg brauchte. Der Geistliche sagte, sie fühlte sich gefangen und sie wusste, dass das, was mit ihr geschah, falsch war, aber sie wusste nicht, wie sie da rauskommen sollte. Reverend Mwangusi kannte Alisa Greenweight seit etwa einem Jahr durch ihre Gemeindearbeit und hatte die 34ährige Mutter von zwei Kindern eingeladen, bei ihr zu wohnen.
Bei diesem Anruf im April schien Alissa aufgeregt von einem Mann zu erzählen, den sie gerade getroffen hatte. Elisa wollte, dass der Geistliche mit diesem neuen Date sprach. Als der Mann am Telefon war, sagte er: “Sie waren wirklich sehr nett zu ihr, aber sie müssen sich heute Abend keine Sorgen machen.
Sie ist bei mir und in Sicherheit.” Keine 9 Stunden später fand die Polizei Greenweights Leiche in einem Graben im Washington Parkviertel von East St. Louis teilweise bekleidet und erwirkt. Von Elisa Greenweights Tod wurde mit nur vier Sätzen im Kriminalteil der St. Leis Post Dispatch berichtet. Es hieß dort: “Die Leiche einer nicht identifizierten Frau wurde am Sonntagnachmittag in einem Graben entlang der 60.
Straße in der Cassiville Avenue in Washington Park entdeckt. Eine Autopsie ergab, dass die Frau erwirkt wurde. Das Opfer wurde als schwarz beschrieben. Mitte bis Ende 20, etwa 1,60 m groß und 50 kg schwer. Reverend Mwangusi kooperierte mit der Polizei, obwohl sie wusste, dass der Mann, mit dem sie am Telefon gesprochen hatte, wahrscheinlich Greenweights Mörder war.
Sie kannte jedoch weder den Namen des Mannes, noch hatte sie zusätzliche Informationen. Dies ist leider üblich bei Verbrechen gegen Sexarbeiterin. Laut Eric Hicke, Autor von Serienkiller und ihre Opfer, sind Sexarbeiterinnen besonders anfällig für Serienmörder. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen sie für potenzielle Kunden verfügbar und auffindbar sein.
Weil es eine illegale und stark stigmatisierte Arbeit ist, gibt es weder Aufsicht noch Schutz für diese Frauen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sexarbeiterinnen Kunden annehmen, die sie nicht kennen. Oft fahren sie alleine mit ihnen in einem Auto an einen abgelegenen Ort. Daher zögert Murray Travis Opfer wahrscheinlich nicht in sein Auto zu steigen und mit ihm nach Hause zu fahren.
Außerdem haben viele Sexarbeiterin keine Familie und leben ein eher unstätes Leben. Wie [räuspern] Jayd Series, Autor von erneut Töten die Motivation und Entwicklung von Serienmord schreibt: “Manchmal wissen ihre Familien nichts von ihrem Beruf und können der Polizei keine Angaben darüber machen, wo sie sich zuletzt aufgehalten haben.
Diejenigen, die Informationen haben, sind oft selbst in der Sexarbeit tätig und haben ein verständliches Misstrauen gegenüber den Behörden. Sus stellt fest, dass in Städten wie St. Lewis mit überlasteten und unterfinanzierten Polizeibehörden Verbrechen gegen Sexarbeiterin oft fälschlicherweise als geringere Prioritäten angesehen werden.
Die stigmatisierte Natur ihrer Arbeit ermöglichte es, Travis, diese gefährdete Bevölkerungsgruppe praktisch ungestraft ins Visier zu nehmen. Die feministische Wissenschaftlerin Leonor Cuo weist darauf hin, dass es schwerwiegende Konsequenzen für die gesellschaftliche Vernachlässigung von Sexarbeiterinnen gibt.
Sie schreibt: “Der Mangel an Aufschrei und Besorgnis, wenn solche Fälle in den Medien berichtet werden, ermutig diejenigen, die Frauen missbrauchen würden, Sexarbeiterinnen für Viktimisierung zu suchen. Es ist möglich, dass dieser fehlende öffentliche Protest es Travis leichter machte, weiter zu töten und bis zu 20 Frauen das Leben zu nehmen.
Einschließlich seines nächsten Opfers Theresa Wilson. Wilson war eine Sexarbeiterin, die im Badenstadtteil von St. Louis aufwuchs und als Kind oft abends von ihren Eltern alleinelassen wurde. Lisa Young Gibson, eine Freundin aus Kindertagen, sagte, Wilson sei sehr eigensinnig gewesen, was oft zu Problemen führte.
Während ihrer Highschoolzeit konsumierte Theresa allerdings keine harten Drogen oder Alkohol. Sie rauchte etwas Marihuana, aber nicht übermäßig. Im Alter von 17 Jahren wurde Wilson schwanger und verließ die Highchool, um sich um ihre Tochter Chesterty zu kümmern. Allen Aussagen zufolge war sie eine fürsorgliche Mutter.
Lisa Young Gibson sagte, sie war eine absolut großartige Mutter. Sie war sehr aufmerksam, sehr streng mit ihr. Sie achtete darauf, dass sie immer gut angezogen war. Aber leider begann Wilson Crack zu konsumieren und rutschte in die Prostitution ab, als ihre Sucht sie finanziell ruinierte. Anfang der 90er Jahre ging sie am Broadway in Baden ihrem Gewerbe nach.
Sie wurde mehrmals wegen Prostitution, Drogenbesitz und Diebstahl verhaftet. Ihre Tochter wartete oft an einer Ecke, während ihre Mutter sich mit einem Freier traf. Letztendlich wurde Chesterty Wilson in einem Kinderheim untergebracht, als sie etwa 10 oder 11 Jahre alt war. Für die meisten Menschen war Teresa Wilson unsichtbar.
Bill Morrow hatte den Baden Bicycle Shop am Broadway seit 12 Jahren betrieben. Er hatte Wilson und andere Sexarbeiterin zu jeder Tages und Nachtzeit an seinem Geschäft vorbeigehen sehen und sie einmal eingestellt, aber nach nur einer Woche wieder entlassen müssen, als sie Sckstahl. Bill Morrow sagte, dass Theresa Wilson oft wochenlang verschwand, dann plötzlich wieder auftauchte und erklärte, sie sei im Gefängnis oder in einem Drogenentzugsprogramm gewesen.
Daher machte sich niemand Sorgen, als die 36-jährige Wilson im Mai 2001 verschwand. In jenem Mai holte Ma Travis Theresa Wilson entlang des Broadway ab und brachte sie in sein Haus in Ferguson. Travis fesselte Theresa Wilson und hielt sie in seinem Keller gefangen, wo er sie seelisch und körperlich quälte und dies mit seiner Videokamera aufzeichnete.
Wie wir bereits hier bei Serienkiller besprochen haben, ist es nicht ungewöhnlich, dass Mörder Erinnerungsstücke an ihre Taten aufbewahren. Jeffrey Dammer sammelte Teile der Schädel seiner Opfer und Harry Glatman bewahrte Fotografien der Frauen, die er ermordete. Diese Trophäen können dem Serienmörder laut Dr.

Eric Hickey als Anreiz dienen wiederzutöten. Doch das Besondere an Mor Travis Trophäen ist, dass sie nicht nur ein Andenken sind, sondern tatsächliche Aufzeichnung des Verbrechens selbst. Unsere emotionale Reaktion auf Erinnerungsrückruf wird durch sensorische Stimulation verstärkt. Ein Serienmörder mag sich an die Ereignisse seines Mordes erinnern, aber das Betrachten von Bildern seiner Opfer kann diese Emotionen verstärken.
Fortschritte in der Technologie ermöglichen es uns immer genauere Aufzeichnung unserer Erinnerung zu schaffen. Fotografien übertreffen mittlerweile die Genauigkeit von Illustrationen und Videos halten einen längeren Zeitraum mit Ton und Farbe fest. Je näher eure Erinnerung an der tatsächlichen Erfahrung ist und je mehr Sinne dabei involviert waren, desto leichter kann euer Gehirn sie abrufen.
Als Ma Travis die Emotionen wiedererleben wollte, die er beim Foltern und Töten empfunden hatte, musste er nur sein Videoband abspielen. Das Gefühl, dass er beim Zusehen empfand, während er verbal misshandelte, vergewaltigte, folte und tötete, gab ihm weitaus mehr Befriedigung als eine Haarlocke oder ein Kleidungsstück.
Wir sind eher Trophäen aus einer vergangenen Era des Serienmordes. Ein weiterer Grund für das Aufbewahren von Trophäen ist ein Gefühl der Kontrolle über ihre Opfer. Nicole Matt schreibt in ihrer Enzyklopädie des Mordes: “Eine Trophäe repräsentiert Macht über diese Person. Sie dient als Möglichkeit, die Erinnerung an das Opfer und die Erfahrung seines Todes zu bewahren.
Die Art und Weise, wie Morit Travis diese Frauen zwang, zu tanzen und Mantras zu wiederholen, die seine Dominanz bestätigen und sein Verlangen, dies immer wieder anzusehen, beweist auch ein Bedürfnis nach Kontrolle. Die Dokumentation dieser Kontrolle war ein weiterer Schritt in einem Ritual, das letztlich dazu diente, seine Macht zu zeigen.
Letztendlich erwirkte Mauray Travis Theresa Wilson. Ihre Leiche wurde in West Alton, Missouri, gefunden, nördlich von St. Louis zwischen den Flüssen Mississippi und Missouri, etwa 50 km von dem Ort entfernt, an dem er Alissa Greenweights Leiche abgelegt hatte. Am 15. Mai 2001, also 45 Tage, nachdem Lisa Greenweights Leiche entdeckt worden war, fand die Polizei Theresas Leiche.
Der Leichnam war völlig unidentifizierbar. Ermittlerin Jana Walters sagte, es gab nichts zu identifizieren. Es gab keine Kleidung, kein Ausweis, keine Handtasche. Niemand hatte eine vermisste Person gemeldet und die Leiche war so stark verwest, dass die Polizei keine Fingerabdrücke nehmen konnte. Die einzige Möglichkeit zur Identifizierung war eine Zahnprothese mit dem eingravierten Namen Wilson.
Die Zahl der Leichen stieg weiter an und leider sollte dies auch so weitergehen. Das heißt, bis zu dem Zeitpunkt, als Morray Travis mehrere entscheidende Fehler machte und während diese Fehler ihn zwar nicht sofort ins Gefängnis brachten, alarmierten sie doch ganz St. Louis, als den Menschen nämlich langsam klar wurde, dass ein Serienmörder in ihrer Mitte war.
Am 23. Mai 2001, 8 Tage nach dem Fund von Theresa Wilson tauchte eine weitere Leiche in East St. Louis auf. Die Tote wies Fesserlungs und Strangulationsspuren auf. Besonders auffällig war ein Reifenabdruck auf ihrem Bein. Der Mörder war mit seinem Auto über den Körper gefahren. Die Polizei identifizierte sie als die 46-jährige Betty James, eine weitere Sexarbeiterin.
Etwa einen Monat später, am 29. Juni 2001 wurde eine weitere Leiche in West Alton gefunden, nur 5 m von der Stelle entfernt, an der Travis Teresa Wilson abgelegt hatte. Es war die 36undigjährige Verona Thompson, eine Sexarbeiterin, die sechs Tage nach ihrem Verschwinden erwirkt aufgefunden wurde. Vier Sexarbeiterinnen waren innerhalb von nur zwei Monaten ermordet worden.
Die Polizei richtete eine behördenübergreifende Einsatztruppe ein, bestehend aus Ermittlern der Illinois State Police, der City of St. Louis Homicide und des St. Charles County Sheriff’s Office. Beim Vergleich der Mordfälle zeigten sich mehrere Ähnlichkeiten, die Berufe und Arbeitsorte der Opfer sowie die Art, wie ihre Leichen abgelegt wurden, einschließlich Spuren von Fesslung und Folter.
Man ging also davon aus, dass eine Person für alle vier Todesfälle verantwortlich war. St. Louis hatte einen Serienmörder. Als die Polizei eine Einsatzgruppe bildete und eine koordinierte Untersuchung startete, wäre es für Mauray Travis eine gute Zeit gewesen, sich zurückzuhalten. Stattdessen geriet er in einen riskanten häuslichen Streit, der drohte seine Verbrechen aufzudecken.
Am 4. Juli 2001 meldeten Travis Nachbarn, dass sie eine nackte Frau schreiend aus seinem Hausrennen sahen. Die Polizei wurde gerufen. Travis wurde verhaftet, weil er die Frau angegriffen haben soll, die er eigenen Angaben zufolge in einem Club kennengelernt hatte. Doch Travis behauptete, dass sie ihn mit einem Getränk betäubt habe und er aufgewacht sei, während sie seine Brieftasche durchsuchte.
Als er sie packte, rannte sie nackt aus dem Haus. Am Ende erstattete keiner von beiden eine Anzeige. Auch wenn man davon ausgehen könnte, dass Travis L gibt es Hinweise darauf, dass er ein ziemlich normales Sozialleben führte. Er hatte Freundin, arbeitete als Kellner in mehreren Restaurants und liebte es Autos zu reparieren.
Freundinnen und Kollegen sagten, dass sein schwarzer Mitsubishi Eclipse aus dem Jahr 2000 sein ganzer Stolz war. Kadisa May, eine Freundin aus Kindertagen, sagte wiederholt, daß Travis kein gewalttätiger Mensch war. Sie habe einmal gesehen, wie ein anderer Mann Travis in einer Bar schlug und Travis habe nicht zurückgeschlagen.
Diejenigen, die Travis kannten, waren überrascht zu erfahren, dass er zu Sexarbeiterinnen ging. Und tatsächlich hatte Travis während seiner Mordserie mehrere Freundinnen. Messy sagte, er stand normalerweise auf intelligente Mädchen. Die Mutter einer seiner Freundinnen sagte, sie hätte sich nie vorstellen können, dass er so jemand sei. Ein echter Dr. Jackel und Mr. Hy.
Sie sagte, er wirkte immer so glücklich, so entspannt. Er war der perfekte Gentleman. Dies scheint ein Muster unter Serienmördern zu sein. Menschen sind oft schockiert zu erfahren, dass eine Person, der sie vertrauten, zu solch schrecklichen Tatenfähig war. Viele Psychopathen nutzen eine oberflächliche Liebenswürdigkeit, die ihnen dann hilft, soziale Kamäelons zu werden und das Erscheinungsbild eines normalen Lebens zu erzeugen, um ihre Verbrechen zu verschleiern.
Ma Travis Fähigkeit, Freundinnen und Jobs zu haben, gehörte letztendlich zu seiner Täuschung. Er wollte so normal wie möglichen, genau wie er als Kind seine Nachbarn davon überzeugte, ein normaler ruhiger Junge zu sein. Seine Nachbarn sagten alle, er führe ein ruhiges Leben. Man könne ihn beim Reinigen seiner Dachrinnen, beim Rasenmähen oder beim Arbeiten an seinem Mitsubishi Eclipse sehen.
Dave Wooker, ein Arbeitskollege von Travis aus dem Restaurant des Mayfir Hotel in St. Lewis sagte: “Travis habe ihm sogar beigebracht, wie man sein Auto poliert.” Während er im Sommer 2001 im Restaurant arbeitete, gewann Wukwissentlich einen Einblick in Travis Doppelleben. Er erzählte Travis von einem Freund, dessen Auto gestohlen und später brennend in East St. Louis gefunden wurde.
Wuka sagte später: “Ma sagte mir, dass East St. Lis ein guter Ort sei, um Dinge loszuwerden, weil es dort nicht viel Polizei gibt. Viele von Travis Opfern wurden im Gebiet von East St. Louis gefunden. Die Bevölkerung hatte viele leerstehende Gebäude und verwilderte Grundstücke zurückgelassen, auf denen dann Travis die Leichen entsorgte.
Travis Kommentar zeigt, wie die Polizei ein großes Stadtgebiet mit einem Budget für eine kleinere Bevölkerung überwachen musste. Es ist tragisch, aber nicht überraschend, dass es oft Wochen dauerte, bis die Polizei seine Opfer fand und dass viele Leichen nie gefunden wurden. Es war sehr riskant für Travis, einen Kollegen solche Informationen anzuvertrauen, aber seine Fehler häuften sich.
Dies lässt sich wahrscheinlich auf das überhöhte Selbstwertgefühl zurückführen, das Narzissten und Psychopathen häufig haben. Travis war bereits mit mindestens vier Morden ungeschoren davon gekommen und er begann wahrscheinlich sich übermäßig sicher zu fühlen. Mit jedem erfolgreichen Mord wuchs wahrscheinlich sein Selbstvertrauen, bis zu dem Punkt, an dem Travis dachte, er könne nicht gefasst werden und nicht mehr so vorsichtig war wie zu Beginn seiner Mordserie.
Im Spätsom 2001 Bien Travis einen schweren Fehler. Am 25. August 2001, etwa einen Monat, nachdem die Polizei die Leiche von Verona Thomson entdeckt hatte, wurde sein nächstes Opfer nackt und erwirkt aufgefunden. Die Leiche wurde als Yvon Cruise identifiziert, eine weitere Sexarbeiterin. Zwei Wochen später, am 8.
Oktober 2001 fand die Polizei die Leiche von Branda Beasleay, die ebenfalls erwirkt und nackt auf einem Feld zurückgelassen worden war. Aber diese letzten beiden Morde unterschieden sich in einem wesentlichen Punkt von Travis früheren Tötungen. Auf beiden Leichen wurden Spermaspuren gefunden. Die DNA von Cru Beastley stimmte überein und bestätigte, was die Polizei vermutet hatte, dass ein Serienmörder für diese Verbrechen verantwortlich war.
Dies war ein eklatantes Versehen von Travis, führte aber nicht zu seiner sofortigen Verhaftung. Das Auffinden übereinstimmender DNA war ein großer Erfolg für die Ermittler, doch die Suche im Combined DNA Index System des FBI ergab keinen Treffer. Die nationale Datenbank wurde 1998 eingeführt und Mor Travis war wegen der Schuhgeschäftsüberfälle erstmals 1989 angeklagt worden, lange bevor Missouri begann DNA von verurteilten Straftätern zu sammeln.
Gerade als die Behörden die Existenz eines Serienkillers bestätigten, hörten die Morde plötzlich auf. Alle sechs bis 8 Wochen war eine neue Leiche aufgetaucht. Die Ermittelnden hatten erwartet bei Thanksgiving ein weiteres Opfer zu finden, aber nach Brenda Beasley trat plötzlich Ruhe ein. Die Polizei hatte mehrere Theorien, warum die Morde aufgehört hatten.
Die Ereignisse des 11. September 2001 hatten die Stimmung des Landes drastisch verändert. Die Polizei hielt es für möglich, dass der Mörder sich beim Militär verpflichtet hatte. Die weniger aufregende Theorie war, dass der Mörder wegen eines anderen Verbrechens im Gefängnis saß. Und ja, tatsächlich ist die einfachere Erklärung oft die richtige. Am 29.
November 2001 kehrte Maurice Travis ins Gefängnis zurück, weil er zum dritten Mal gegen seine Bewährungsauflagen wegen Drogenbesitz verstoßen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hätte Travis DNA gesammelt und in der nationalen Datenbank katalogisiert werden müssen. Seine DNA wäre eine Übereinstimmung mit der DNA gewesen, die auf den Leichen gefunden wurde, aber aus ungeklärten Gründen geschah dies nicht.
Die DNA-Sammlung ist ein unvollkommenes System. Eine Untersuchung des Forensic Magazine ergab, dass von tausenden Gefangenen keine DNA-Pe katalogisiert wurde. Es gibt viele Fälle, in denen Gefangene sich weigerten, DNA Proben abzugeben oder die Behörden, die Test aus logistischen Gründen nicht durchführten. Er wurde im März 2002 entlassen, nachdem er etwas mehr als drei Monate verbüst hatte und kehrte in sein Haus in der Ford Drive zurück.
Während Maurray Travis im Gefängnis war, fand die Polizei drei weitere Leichen, aber sie waren seit Monaten tot, so lange, dass eine Identifizierung der Opfer nicht mehr möglich war. Es ist nicht klar, ob Morris Travis seine Morde wieder aufnahm, nachdem er entlassen wurde. Angesichts der Tatsache, dass frühere Inhaftierung ihn nicht von Drogenkonsum oder Mord abhielten, ist es eine sichere Annahme, dass auch dieser dreimonatige Aufenthalt ihm keine Sinneswandlung beschte.
Bis Mai 2002 war die Polizei in ihrer Untersuchung an einem Toten Punkt gelangt. Es hatte keine neuen Morde gegeben, die Leichen waren nicht identifizierbar und Travis DNA hatte keine Übereinstimmung im System. Aber Bill Smith, ein Reporter für die St. Louis Post Dispatch, ließen die ungelösten Morde nicht los.
Smith schrieb einen langen Artikel, der das Leben von Theresa Wilson porträtierte. Und dieser Artikel zeigte sie als Menschen, also ihre positive Beziehung zu ihrer Tochter und Freunden, ihre verzweifelten Versuche, die Cracksucht zu überwinden. Dieser Artikel erschien am 19. Mai 2002 auf der Titelseite. Er zwang die Leser Travis Opfer als echte Menschen zu sehen, aber Maurry Travis genoss es, dass seine Verbrechen bekannt wurden.
Als die Geschichte erschien, hatte Smith keine Ahnung, dass sein Bemühen, Empathie für die ermordeten Frauen zu wecken, eine Reaktion des Mörders selbst hervorrufen würde. Es war Smith Artikel, der Travis letztendlich aus dem Versteck jagte und zu seiner Verhaftung führte. Der Artikel sprach nämlich eine Seite seines Egos an, die er nicht ignorieren konnte.
Travis Antwort hinterließ versehentlich eine Spur durch das Internet. Und nächste Woche werden wir genau dieser Spur folgen. Vielen Dank, dass ihr auch in dieser Folge wieder dabei wart. In der nächsten Episode erfahrt ihr, wie Mor Travis selbst, den Ermittlern die entscheidende Spur liefert. Im Mai 2002 entdeckt Detective Marshall Cley auf einem brachliegenden Grundstück einen gebleichten menschlichen Schädel und zwar genau dort, wo ein X auf einer Karte die Stelle markiert hatte.
Diese Karte hatte Travis selbst an die Zeitung geschickt, nachdem der mitfühlende Artikel über seine Opfer erschienen war. Wenn ihr diesen Podcast noch nicht abonniert habt, dann tut das am besten jetzt, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten erscheint jeden Donnerstag mit einer neuen Folge.
Ihr könnt ihn überall kostenlos hören und abonnieren. Und wenn euch der Podcast gefällt, dann freuen wir uns sehr über eine positive Bewertung von euch. Mein Name ist Diane Helscher und mein Name ist Max Spalle. Bis zum nächsten Mal hier bei Serienkiller. Dieser Podcast ist werbefinanziert und kann deswegen kostenlos auf allen Plattformen angeboten werden.
Wenn Sie in diesem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gerne an. [email protected]. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Carolyn Claraky.
Deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Sebastian Schäfer, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mond, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.
Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Marshall Cley war erst seit zwei Wochen Ermittlerin in der Abteilung für Gewaltverbrechen des St. Charles County Sheriff’s Department. Am 25. Mai 2002 wurde sie für die Durchsuchung eines leerstehenden Grundstücks in West Alton, Missouri eingesetzt.
An diesem Sommermorgen folgte sie zusammen mit den anderen Ermittlern einer gedruckten Karte, auf der ein X eine Stelle markierte. Doch statt nach einem vergrabenen Schatz zu suchen, suchten die Ermittler nach einer Leiche. Möglicherweise das 17. Opfer des Serienmörders Maury Travis, der Frauen in seinem Keller gefangen hielt, folte, vergewaltigte und erwirkte.
Die polizeiliche Suche nach dem Serienmörder war nahezu ins Stocken geraten. Dann schickte Maury Travis, der Lokalzeitung, einen Brief, der ihm zum Verhängnis werden sollte. Das anonyme Schreiben enthielt eine Karte zum Leichnamen seines angeblich 17. Opfers. Diese Leiche würde der Polizei zeigen, ob sie es mit einem bloßen Aufmerksamkeitssuchenden oder mit einem echten Serienmörder zu tun hatte.
Marsha Corley sagte: “Als ich an jenem sonnigen Maiorgen dort ankam, war ich auf einen langen heißen Tag vorbereitet. Während ich die Grasfläche zwischen der Braumgrenze entlang der ehemaligen Bahngleise und der St. Charles Street abging, bemerkte ich etwas, dass ich zunächst für einen ziemlich großen Pilz hielt, der im Gras lag.
Es war ein gebleichter menschlicher Shadle. Hallo, mein Name ist Max Spalle und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten, ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. Heute tauchen wir tief in das Leben von Mor Travis ein, dem St. Leis Vide und ich bin Diane Helcher. Bevor wir beginnen, möchten wir uns ganz herzlich bei euch bedanken für all die Kommentare, die ihr Woche für Woche bei Spotify und Instagram hinterlasst.
Es bedeutet uns wirklich viel, dass ihr so engagiert dabei seid. Falls ihr den Podcast noch nicht abonniert habt, tut das gerne jetzt sofort. Eine neue Folge erscheint jeden Donnerstag und ihr findet uns auf allen Plattformen, also auf Spotify, Apple oder Amazon Music. und das komplett kostenlos. Und wenn ihr keine Folge verpassen wollt, folgt uns auf Instagram unter @serienkiller_podcast.
Dort bekommt ihr jede Woche die Ankündigung mit Bild zur neuen Folge. Morit, auch The Video Strangler genannt, also der Videowürger, folterte, vergewaltigte und ermordete zwischen 2000 und 2002 bis zu 20 Frauen im Raum St. Missouri Travis wurde am 25. Oktober 1965 in St. Louis geboren. Bekannte, die sich an ihn erinnern, beschrieben ihn als einen unglaublich ruhigen Jungen.
In Teil 1 haben wir erzählt, wie Travis Gefühlskälte in seiner Kindheit ein frühes Warnzeichen für psychopathische Verhaltensweisen gewesen sein könnte. Als Erwachsener wurde er von Craig abhängig. Und das war der Beginn. seiner Probleme mit dem Gesetz. Travis kam viermal ins Gefängnis wegen Raubüberfällen und Verstößen gegen Bewährungsauflagen aufgrund von Drogenbesitz.
2001 nach seiner dritten Entlassung aus dem Gefängnis im Alter von 35 Jahren begann er damit Sexarbeiterin entlang des Broadway im Badenviertel von St. Leis anzusprechen. Manchmal ließ er die Frauen wiedergehen, nachdem sie gemeinsam Crack geraucht hatten. Doch viele dieser Frauen wurden nie wieder lebend gesehen.
Travis filmte seine Interaktionen mit diesen Frauen, während er sie verbal erniedrigte und mit einer Elektroschockpistole folterte. Die Art der Videotrophäen ermöglichte es ihm, seine Verbrechen jederzeit wieder durchleben zu können. Er hielt diese Frauen tagelang in seinem Keller gefangen.
Schließlich erwirkte er seine Opfer und entsorgte ihre Leichen auf überwucherten Grundstücken in East St. Leis auf beiden Seiten des Mississippi. Im Sommer 2001 fand die Polizei etwa alle 5 bis 6 Wochen die Leichen genau dieser Frauen. Aber die Ermittlungen kamen ins Stocken, als Travis am 29. November 2001 erneut wegen Drogenbesitzes inhaftiert wurde.
Im März 2002 im Alter von 36 Jahren wurde er wieder entlassen. Im Mai 2002 beschäftigten die ungelösten Morde Bill Smith, einen Reporter der Regionalzeitung St. Louis Post Dispatch noch immer. Die Polizei hatte neun Leichen geborgen, von denen drei so stark verwest waren, dass eine Identifikation nicht mehr möglich war.
Der Reporter Mr. Smith konnte die grausamen Taten nicht vergessen, denen die Sexarbeiterin ausgesetzt waren. Smith schrieb einen Artikel über die neu miteinander verbundenen Morde und zeichnete so ein ausführliches Portrait von Theresa Wilson, einer der ermordeten Frauen. Sein Artikel zeigte sie als mehr als nur eine Sexarbeiterin oder ein Mordopfer.
Smith sprach mit Freunden von Wilson, und diese erzählten ihm von Wilsons liebevoller Beziehung zu ihrer Tochter und ihrem Kampf gegen die Drogensucht. Er schrieb: “Die Frauen wissen von Wilson und den anderen, die ermordet wurden. Sie wissen, was im nächsten Auto auf sie warten könnte. Es ist ihnen nicht egal.
Sie können nur nicht aufhören.” Der Artikel erschien am 19. Mai 2002 auf der Titelseite der Postd Dispatch. Smith hoffte Mitgefühl zu wecken und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gefahren zu lenken, denen die Sexarbeiterin von St. Louis täglich ausgesetzt waren. Stattdessen logte Smith Aufruf zur Gerechtigkeit ein Mann an, der abscheuliche Taten wie Folter, Vergewaltigung und Mord begangen hatte.
Am 24. Mai 2002, also 5 Tage nach der Veröffentlichung, ging bei der Redaktion ein anonymer Brief ein, der die Geschichte lobte. Der Brief lautete: “Schöne rührselige Geschichte über Theresa Wilson. Schreib eine über Greenweight. Schreib eine gute und ich sage dir, wo viele andere sind, um zu beweisen, dass ich echt bin.
Hier die Wegbeschreibung zu Nummer 17. Such in einem Umkreis von 50 Yards um das X. Bring die Story in der Sonntagszeitung wie die letzte. Alissa Greenweight war die erste Leiche, die die Polizei am 1. April 2001 entdeckt hatte. Seitdem hatte die Polizei acht weitere Leichen gefunden. Nun sollten sie eine weitere suchen.
Der Brief enthielt eine ausgedruckte Karte des nahgelegenen West AON, wo bereits zwei Opfer gefunden worden waren und auf der Karte war ein X eingezeichnet. Die Tatsache, dass Maurray Travis mit der Presse kommunizierte und sie zu einem seiner Opfer führte, zeugt von einem erstaunlichen Maß an Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung.
Eine der Eigenschaften von Psychopathen ist ein übersteigertes Selbstwertgefühl und Narzissmus. Travis war wahrscheinlich von der Medienaufmerksamkeit, die seine Morde bekam, begeistert und er wollte mehr davon. In der Studie Crime Media and Culture aus dem Jahr 2009 schreibt Kevin D. Haggity: “Kaum etwas führt schneller zu Berühmtheit als ein sensationelles Verbrechen.
Serienmörder schwelgen oft in ihrer Berühmtheit und suchen aktiv die Aufmerksamkeit der Medien.” Bill Smith kontaktierte die Polizei, die daraufhin am 25. Mai 2002 ein Team entsandte, um nach dem angeblich 17. Opfer des Serienmörders zu suchen, den sie seit über einem Jahr verfolgten. Der Schädel, den Marshall Colley fand, hatte so lange auf dem Grundstück gelegen, dass Haut und Haare verwäst und die Knochen von der Sonne gebleicht worden waren.
Die Polizei fand weitere Skelettreste in der Nähe. Am Torso erkannte man teilweise noch ein Frauenkleid. Damit hatte die Polizei den Beweis, dass der Brief an die St. Louis Posters Patch echt war. Der Mörder hatte sich bei ihnen gemeldet. In dem Brief behauptete Travis, dass dies sein 17 Opfer sei. Die Polizei hatte bisher aber nur zehn Leichen gefunden, diese eingeschlossen.
Wenn Travis die Wahrheit sagte, gab es mindestens sieben weitere ungeklärte Morde. Es ist möglich, dass Travis bezüglich der Anzahl seiner Opfer gelogen haben könnte. Eine häufige Eigenschaft bei Psychopathen ist pathologisches Lügen. Travis könnte versucht haben, die Ermittlungen mit falschen Informationen zu manipulieren und zu kontrollieren.
Er hätte es wahrscheinlich genossen, die Polizei nach Opfern suchen zu lassen, die gar nicht existierten und somit Hysterie in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Die Behauptung, dass es viele weitere unbekannte Opfer gäbe, hätte zusätzlichen Druck auf die Ermittler ausgeübt. Dennoch führte seine Karte die Polizei, wie versprochen, zu einem seiner Opfer.
Die einzige Möglichkeit für die Polizei sicher zu wissen, wie viele Opfer er auf dem Gewissen hatte, bestand darin, ihn zu stellen. Und der Brief war ihre bisher beste Spur. Der Brief trug den Poststempel vom 21. Mai 2002, zwei Tage, nachdem Bill Smith Artikel erschienen war. Die amerikanische Flaggenbriefmarke war ordentlich, aber falsch herum aufgeklebt.
Als Absenderadresse hatte Travis One Throldom mit einer New Yorker Adresse angegeben, obwohl der Poststempel zeigte, dass der Brief eindeutig lokal verschickt worden war. One Throldom war der Name einer Website mit Bondage und Folterpornographie. Die Betreiber wurden überprüft, doch es gab keine Verbindung zu den Opfern.
FBI Spezialagent Robert Morton erklärte, die Absenderadresse zeige, dass der Verfasser der Welt mitteilen wolle, dass er die Opfer festhielt und kontrollierte. Er behielt sie zu seinem Vergnügen in Gefangenschaft. Das FBI glaubte außerdem, dass die verkehrt herum aufgeklebte Briefmarke dazu dienen sollte, Aufmerksamkeit zu erregen.
Eine auf dem Kopf stehende Flagge ist ein offiziell anerkanntes Notsignal. Und das FBI glaubte, Travis wollte ihnen so mitteilen, dass Menschenleben in Gefahr waren. Travis schien es zu genießen, bizarre Inszenierung zu arrangieren, bei denen er im Mittelpunkt stand. Diese Besonderheiten in seinem Brief ähneln der Art und Weise, wie er seine Opfer nach seiner Pfeife tanzen und Mantras wiederholen ließ, die seine Dominanz bestätigten.
Eine andere häufige Eigenschaft bei Psychopathen ist das Bedürfnis nach Dominanz und Macht, das aus tief verwurzelter Angst vor Ablehnung und Kontrollverlust entsteht. Mauray Travis jahrelanger Kampf mit seiner Cracksucht bedeutete für ihn endlose Niederlagen. Er übte offenbar ein extremes Maß an Dominanz über seine Opfer aus, um seine physiologische Abhängigkeit von Crack zu kompensieren.
Obwohl das Versenden eines Briefes an die Presse riskant war, achtete Mauray Travis darauf, keine Fingerabdrücke oder DNA zu hinterlassen. Er trug wahrscheinlich Handschuhe und verschloss den Umschlag, ohne ihn anzulecken. Die Ermittler kontaktierten mehrere Druckereien und Geschäfte, um das Blumenbriefpapier zu identifizieren, doch ohne Erfolg.
Am 29. Mai 2002 untersuchte das FBI die ausgedruckte Karte, die Travis seinem Brief beigelegt hatte. Nach detaillierter Suche auf Onlinekartenseiten stellten sie fest, dass die Karte über expedia.com erstellt worden war. Für die Strafverfolgungsbehörden waren Ermittlungen im Internet noch relativ neu.
Die meisten Polizeibehörden hatten keine Abteilung für Cyberkriminalität und niemand hatte Spuren im Internet bisher genutzt, um einen Mörder zu fassen. Die Behörden brachten die Karte zur Expedia und erfuhren, dass alle Zugriffe über die Muttergesellschaft Microsoft nachverfolgt werden konnten. Das FBI erwirkte eine Vorladung, mit der Microsoft gezwungen wurde, alle relevanten Daten vorzulegen.
Also Grafikdateien, Logdateien, Benutzerkontoinformation und Sitzungsinformation, die mit der Suche nach dem West Alton Gebiet in Verbindung standen. Der Zeitraum umfasste den 18. Mai bis zum 21. Mai 2002, also dem Tag, an dem Travis den Brief abschickte. Die Strafverfolgungsbehörden hofften, dass die Informationen von Microsoft ihnen helfen würden, Personen zu identifizieren, die die Seite zur Suche nach West Alton verwendet hatten.
Internetprivatsphäre ist heute eins der meist diskutierten Themen in der amerikanischen Politik. Während der Ermittlung gegen Travis wurde eine Vorladung zur Herausgabe von Online Suchverläufen mit einer Abhörgenehmigung von Telefonleitung gleichgesetzt. Während das FBI den Ursprung des Briefes ermittelte, schrieb Bill Smith einen weiteren Artikel über Alisa Greenweight, deren Leiche als erste gefunden worden war, am 1.
April 2001 über ein Jahr zuvor. Das FBI entschied auf die Forderung des Briefeschreibers einzugehen. Bill Smith Artikel über Greenweight sollte auf der Titelseite der Sonntagszeitung erscheinen, genau wie es Travis gewollt hatte. Sie hofften, dass dieses Zugeständnis zu weiterer Kommunikation mit ihm führen könnte und so die Chancen erhöhen würde, ihn zu schnappen.
Smith schrieb über Greenweights Freundschaft mit Reverend Inukam Wangusi, der der Mutter von drei Kindern half, von ihrer Cracksucht loszukommen. Es war eine einfühlsame Darstellung einer Frau, die von der Gesellschaft im Stich gelassen wurde. Wie Travis es gefordert hatte, wurde die Geschichte am 2.
Juni 2002 auf der Titelseite veröffentlicht. Während die Reporter der Postdispatch darauf warteten, ob Travis antworten würde, kamen die Ermittler mit Hilfe moderner Technologie weiter voran. Die Zeitung erhielt allerdings nie einen zweiten Brief von Maury Travis. Er würde bereits in Polizeigewahrsam sein, bevor er überhaupt dazu kam, zurückzuschreiben.
Am 3. Juni 2002, einen Tag, nachdem Bill Smith seinen zweiten Artikel auf Maury Travis Wunsch veröffentlicht hatte, stellte Microsoft dem FBI eine Tabelle zur Verfügung. Diese zeigte, daß nur eine Person im angegebenen Zeitraum auf Expedia zugegriffen und nach dem Gebiet um West Alton Missouri gesucht hatte.
Am Abend des 20. Mai 2002 vergrößerte Morray Travis den Kartenausschnitt des West Alton Gebiets ungefähr 10 mal. Der letzte Kartenausschnitt, den er so erhielt, war eine exakte Übereinstimmung mit der Karte, die an die St. Leis Post Dispatch geschickt worden war. Microsoft gab den Behörden die IP-Adresse, die auf die Seite zugegriffen hatte.
Eine IP-Adresse ist eine Zahlenfolge, die einem Computer von dem jeweiligen Internetdienstanbieter zugewiesen wird. So wie man eine Postadresse benötigt, um einen Brief zu verschicken, benötigt ein entferntes Netzwerk die IP-Adresse, um mit einem Computer zu kommunizieren. Um herauszufinden, wem die IP-Adresse gehörte, wandte sich das FBI an Worldcom Incorporated, das lokale Telefonnummern und die Einwahlverbindung von Internetkunden bereitstellte.
Worldcom wies jedem Kunden für jede Internetsitzung eine temporäre IP-Adresse zu. Die Frage war, wer die IP-Adresse am Abend des 20. Mai verwendete. Am 4. Juni identifizierte Worldcoms Internetabteilung Uunet den Benutzer als MSN Mor Travis. Dies war eine der ersten Mordermittlungen, die mit Hilfe von Internetrecherchen gelöst werden konnte.
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