Was geschah mit Anita Richter ? Spurlos verschwund...

Was geschah mit Anita Richter ? Spurlos verschwunden seit Juni 1999 T

Was geschah mit Anita Richter ? Spurlos verschwunden seit Juni 1999  

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen, ihr Lieben, auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal. Schön, dass ihr diesmal auch wieder reinhört. Und wenn ihr das erste Mal reinhört, würde ich mich super doll, wenn euch die Folge gefallen hat, über ein Abo oder ein Däumchen nach oben freuen.

 Und ich freue mich auch immer über Kommentare zu dem Fall oder Kommentare für den Algorithmus, denn ja, so kann mein kleiner Kanal ein wenig mehr wachsen. Der Fall, um den es heute geht, den hatte ich euch ganz zu Beginn meines Kanals schon einmal vorgestellt, nämlich 2022, also schon wirklich lange her.

 Und der Fall ist mir nie aus dem Kopf gegangen und man fragt sich ja bis heute, was könnte da passiert sein und ich denke, viele von euch kennen diesen vermissten Fall auch und deswegen bin ich umso gespannter auf eure Meinung, was mit Anita Richter passiert sein könnte. Anita war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens im Jahr 199 Jahre alt und stand kurz vor ihrem 15.

Geburtstag. Sie lebte mit ihren Eltern Edelgart und Uwichter in einem Häuschen in Rabensteinfeld. Das ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust Parchim ca. 10 km nur von Schwerin entfernt. Optisch kann ich euch Anita zu damaligen Zeit ja auch mal ein wenig beschreiben. Sie hatte mittelblonde Haare, auch längere Haare.

 Blaue Augen war 160 groß, recht schlank und hatte sehr schöne blaue Augen, die so ein bisschen hervorgestochen haben, wohl auch immer, wenn man sie so anschaute. Und sie trug damals, das ist auch sehr wichtig für den Fall, eine fest installierte Zahnspange. Anita besuchte damals eine Realschule in Schwer im Stadtteil Mühser Holz und ging in die achte Klasse.

 Laut ihren Eltern war Anita eine sehr gute Schülerin und muss dementsprechend wohl auch ziemlich fleißig gewesen sein. beschreibt Edelgard Richter ihre Tochter vor 12 Jahren in der Aktenzeichen XY Sondersendung Wo ist mein Kind als ein aufgewecktes, lebhaftes und kontaktfreudiges Mädchen. Anitas langjährige Freundin Katrine und Juliane beschreiben Anita zur damaligen Zeit aber ein bisschen anders für ihre Mutter als durchaus in sich gekehrt, aber auch humorvoll und liebenswert.

 Sie soll aber kein typisches Mädchen gewesen sein, zumindest nicht vom Kleidungsstil her. Röcke oder Kleider oder sowas sind nichts für Anita gewesen. Auch trug sie zur damaligen Zeit wohl sehr gerne dunklere Kleidung. Diese zog sie oft erst an, wenn sie ihr Elternhaus verließ. Es machte so ein bisschen den Anschein, als wäre dies von den Eltern nicht so gerne gesehen worden.

 Auch gab es seit einigen Monaten in Anitas Leben Markus. Markus ging auf dieselbe Schule wie sie und die beiden sollen ein Paar gewesen sein, wobei ich manches in diesem Fall, da kommen wir später dann noch zu, etwas seltsam finde. Auch zeichnete Anita gerne. Uwe Richter empfand die Zeichnung seiner Tochter als sehr schön und talentiert.

 Allerdings waren die Bilder, die Anita zeichnete, alle immer recht dunkel, alle mit schwarzer Farbe gemalt und ihre Freundin Katrin empfand eher als düster. Vielleicht sollten die Bilder auch ihr damaliges Seelenleben so ein bisschen widerspiegeln. Das kann ja sehr gut sein und so empfinde ich das ehrlich gesagt auch.

 Die Bilder wirkten für mich relativ düster und so ein bisschen traurig vielleicht auch. Und Katherrine bemerkte auch, dass Anita irgendwas damals bedrückt haben muß. Sie wirkte zurückhaltend und nicht so fröhlich, wie sie sonst gewesen ist und unbeschwert. Sie wollte Katrin unbedingt auch etwas anvertrauen, was aber nicht in der Öffentlichkeit gesagt werden könne.

 So verabredete sich Kathrine am Abend mit Anita für den 11. Juni 1999, einem Freitag und auch am 11. Juni feierten Edelgart und Uwe Richter wie sonst auch immer ihren Hochzeitstag. Die beiden legten großen Wert darauf, diesen Tag auch zu zelebrieren. Sie planten in ein Restaurant essen zu gehen und Anita war eigentlich auch immer mit dabei.

 Sie plante aber auch noch Markus zu treffen, ihren festen Freund, aber dieser spielte in einer Band und zog es vor, an diesem Abend lieber eine Bandprobe zu veranstalten. Und so wurde ihr Treffen um einen Tag verschoben. Als die Eltern Anitas über den Abend sprechen wollten, den Hochzeitstagabend, nenne ich das jetzt mal, am 11.

 Juni 1999, gab Anita dann an, dass sie nicht mit zum Essen gehen wollte, sondern lieber ihre Freunde treffen wolle. Die Eltern waren traurig über diese Entscheidung, aber sie haben das dann akzeptiert und es war aber wohl das erste Mal, dass Anita sich dagegen entschieden hatte. Die Vereinbarung für den Freitag war aber, daß Anita um 21 Uhr wieder zu Hause ist.

 Wie man später herausfand, telefonierte Anita dann zu Hause noch und verabredete sich mit einem anderen jungen Mann, obwohl sie ja eigentlich einen Freund gehabt hat, und sie wollte sich dann mit ihm in Schwirin treffen am Platz der Jugend. Über diesen Mann ist in der Öffentlichkeit aber überhaupt nichts bekannt gemacht worden. Und eigentlich hatte Anita doch auch vor, sich mit Katrin zu treffen, um mir etwas sehr Wichtiges zu sagen.

 Um 17 Uhr verlässt sie dann ihr Elternhaus. Und ob das so üblich für sie gewesen ist, weiß ich nicht, aber sie nahm nur einen einzelnen Haustschlüssel mit und sonst überhaupt nichts. Keine Jacke, keine Handtasche, kein Potman, überhaupt nichts. Ich meine im Juni wird es relativ warm gewesen sein. Da brauchte sie jetzt vielleicht nicht unbedingt eine Jacke, vielleicht nur am Abend, aber keine Handtasche, kein Portemonnaie, nichts mitzunehmen.

 Ja, finde ich schon ein bisschen komisch, aber vielleicht ja sehe auch ich das nur so. Denn Anita wollte ja jetzt nicht nur zwei Häuser weiter eine Freundin besuchen, z.B., sondern sie wollte ja bis nach Schwerin fahren. Und dass man da so gar nichts mitnimmt, finde ich ein bisschen eigenartig.

 Ihre Mutter sah sie auch noch aus dem Fenster im Haus Richtung Bushaltestelle laufen. Diese war auch nur dreih Meter vom Elternhaus entfernt. Ob Anita aber in diesen Bus überhaupt einstieg, das konnte die Mutterland nicht mehr erkennen. Edelgart und Uwe Richter machten sich dann am 11. Juni 99 um 19 Uhr auf dem Weg zum Restaurant.

 Um ein Uhr kamen sie wieder zurück nach Hause und sie rufen Anita im Haus, aber Anita antwortet nicht. Komisch denkt sich ihr Vater. Ihre Eltern schauen sich auch im ganzen Haus um, aber sie ist nicht dort. Im ersten Moment dachten die beiden, Anita hat vielleicht den Bus verpasst und komme sicherlich gleich zurück nach Hause, denn so ein Verhalten kannten sie von ihrer Tochter nicht, die sonst wohl immer sehr zuverlässig gewesen sein soll.

 Sie warteten die nächsten ankommenden Busse ab, aber Anita stieg nicht aus. Die Angst um sie wurde immer größer. In ihrer Verzweiflung riefen die Eltern zuerst in den umliegenden Krankenhäusern an, aber dort war niemand mit der Beschreibung ihrer Tochter eingeliefert worden. Sie warteten die Nacht ab, ob Anita noch zu Hause auftauchen würde.

 Edelgart Richter erinnert sich, dass an Schlaf nicht zu denken gewesen sei. Bei jedem kleinen Geräusch erschreckten die Eltern in der Hoffnung, Anita kommt jetzt endlich nach Hause. Am nächsten Morgen, mittlerweile Samstag, telefoniert Edelgart Richter mit Katrin, zu der Anita ja eigentlich auch noch kommen wollte, aber nicht erschienen ist.

 Es war eine beängstigende Stimmung und die Eltern waren immer immer mehr in großer großer Sorge und deswegen macht sich Uwe Richter auch auf den Weg zur Polizei und meldet seine Tochter als vermisst. Noch am selben Tag begannen Suchmaßnahmen. Die Polizisten nahmen nämlich das Verschwinden von Anita sehr, sehr ernst. Es gründete sich die Sonderkommission Anita.

 Anita verließ damals übrigens mit einem schwarzbraun grünfarbigen Pullover, einer weißen Bluse, einer dunkelblauen Jeans und grauen Plateauschuhen, ihr Elternhaus. Erst begann man mit der Suche in Raben Steinfeld, zunächst im Uferbereich des Schwerina Sees, von Raben Steinfeld nach Zippendorf und dem benachbarten Schwerina Stadtteal Müs.

 Später wurde auch auf den Inseln Kaninchen und Ziegelwerder gesucht. Hunderte Polizisten waren dort im Einsatz und man suchte anfangs natürlich auch nicht direkt nach einer Leiche, sondern nach allen erdenklichen Anzeichen, die auf Anita irgendwie hinweisen könnten, erklärte Wilko Henseling von der Kriminalpolizei. Auch weitere sehen in der Umgebung wurden überprüft zu Land sowie auch zu Wasser.

 Polizeibote waren im Einsatz sowie auch Hundestaffeln. Aber nicht nur sehen umfaß das Gebiet, in dem Anita lebte, sondern auch viele Wälder, was der Soko es nicht gerade einfacher machte. Auch Taucher waren natürlich im Einsatz. Es ist einfach so ein riesiges Gebiet gewesen, was man nach Anita absuchte. Auch durchsuchte man hundert Abrisshäuser, da Anita gerne sogenannte Lost Places besuchte, also alte Häuser oder Ruinen.

 Und das Düstere daran soll ihr wohl gefallen haben. Aber dort fand man auch keine Spur von Anita. Auch ihr Vater durchsuchte diese Abrisshäuser in der Hoffnung, seine Tochter zu finden. Wir fahen nach der Stecknadel im Heuhaufen, weil wir bisher leider keinerlei Anhaltspunkte außer den Wohnort haben, erklärte damals Polizeisprecher Klaus Wiechmann.

 Auch befragte man den Busfahrer der Buslinie 6, der Anita von Rabensteinfeld nach Schwerin gefahren hätte. Er konnte sich nicht an sie erinnern an diesem Tag und weitere Fahrgäste auch nicht. Katrin und Anita sind jahrelang aber mit diesem Bus gefahren und Katrin meint, dass man sich definitiv an Anita dann wohl erinnert hätte.

 Um 17:12 Uhr wäre der Bus abgefahren und Anita hatte ja nur wenige Meter bis zur Bushaltestelle und es reichte dann ja damals aus um 17 Uhr so ca. das Haus zu verlassen. Auch dachte man darüber nach, dass Anita vielleicht getremt sein könnte. Jedoch hatte sie ja eine Monatskarte für den Bus und sie wäre so ja auch recht einfach nach Schwierigen gekommen.

 Juliane, die andere Freundin von Anita, hat aber auch gesagt, dass Anita durchaus mal getramt sei. Also, ob das an diesem Tag passiert ist, weiß man natürlich nicht, aber es könnte auch eine Möglichkeit gewesen sein, wie sie da ähm weggekommen sein könnte von dieser Bushaltestelle, aber ja, die Eltern wussten halt nichts vom Trampen und sollten vermutlich auch nichts davon wissen, weil es sonst vielleicht Ärger gegeben hätte, könnte ich mir sehr gut vorstellen.

 In vielen Fällen muss man sagen auch zurecht. Ich habe euch schon so viele Trampermorde hier auf meinem Kanal vorgestellt. Ja, es ist dabei natürlich auch gut möglich, dass Anita von ihr jemand Bekanntem an der Bushaltestelle abgeholt worden ist, denn Anita wollte sich ja eigentlich auch mit einem anderen jungen Mann treffen, über den ja leider so gar nichts bekannt ist.

 Allerdings wollten die sich ja eigentlich in Schwer am Platz der Jugend treffen und der junge Mann soll dort wohl auch auf Anita gewartet haben, aber sie ist nicht erschienen. Jedoch hatte Anita auch zur damaligen Zeit noch einen neuen Freundeskreis, über den aber sehr, sehr wenig bekannt gewesen ist, was es auch der Polizei nicht leichter machte.

 Teils waren Anitas neue Freunde wohl auch älter und sollen über Fahrzeuge verfügt haben. Dass sie jemand aus diesem neuen Freundeskreis abgeholt haben könnte, ist natürlich auch durchaus möglich. Es gab aber auch eine Aussage eines Zeugen, der angab Anita zuletzt gegen 18 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Staufenbergstraße in Schwerin gesehen zu haben.

 Man muss aber dazu sagen, dass man heute eher davon ausgeht, dass Anita nicht mit dem Bus bis nach Schwer gefahren sein dürfte. Auch soll es mal Waage Hinweise darauf gegeben haben, dass Anita eventuell in der Hamburger Drogenszene untergekommen ist, aber da hat man auch nie irgendwelche Beweise für gefunden. Über 150 Hinweisen ging die Soko Anitach, befragte mehrere tausend Personen.

 Auch alle bekannten Sexualstraftäter wurden überprüft. Auch fragte man sich, ob der Fall von Anita mit den Mädchenmorden an Claudia Lade und An Mundstock zusammenhängen könnte. Das schloss die Kriminalpolizei aber aus. Auch habe ich in einem Forum den Eintrag eines Users gefunden, der angab, dass ich am Tag des Verschwindens von Anita, also am 11.

 Juni 99 um 20:15 Uhr in der alten Kriwitzerlandstraße ein Unfall ereignet haben soll. Der Fahrer eines blauen PKW beging Fahrerflucht. An einen Unfall muss man natürlich im Fall von Anita auch denken, wobei sie dann wohl in der Zwischenzeit ja eigentlich in Begleitung von jemanden hätte sein müssen und der müsste dann eben auch bis heute schweigen zu der ganzen Situation.

Aber es ist eben auch noch ein denkbares Szenario und die Freundin von Anita Katrine, die hat damals daran gedacht, dass ähm Anita vielleicht schwanger gewesen sein könnte und darin der Grund ihres Verschwindens zu finden ist. Aber heute sagt sie, 2014 war das allerdings, dass sie daran denkt, dass Anita wahrscheinlich bei dem falschen ein Fahrzeug gestiegen sein wird und dann getötet worden ist.

 Es wäre natürlich sehr interessant zu wissen, wie sie heute weitere 12 Jahre später darüber denkt, was sie heute vielleicht für einen Grund ähm sieht für das Verschwinden von Anita. Durch die damalige Spezialsendung, wo ich mein Kind Aktenzeichn ungelöst, erhielt die Kripo auch noch mal einige Hinweise. Auch Zahnärzte meldeten sich, die darauf hinwiesen, dass Anitas Zahnspange in ihrem Alter unbedingt nachjustiert werden müsste.

 Ohne Hinätte Anita sollte sie noch leben, die Zahnspange ja irgendwann entfernen müssen. Ob das einfach so ohne fachmännische Unterstützung geht, das wage ich mal fast zu bezweifeln. Aber irgendwie wird man so eine Zahnspange sicherlich auch ohne einen Zahnarzt entfernen können. Aber ob das dann den Zähnen so gut tut, ist natürlich eine andere Frage.

 Ja, Anita wäre übrigens 3 Tage nach ihrem Verschwinden 15 Jahre alt geworden. Aber das war auch wieder so ein bisschen merkwürdig. Sie hatte keine Feier, keine Party, nichts geplant. Man schob es damals darauf, dass Anita ja ohnehin eine schwere Phase irgendwie durchmachte. Aber was genau los war, wusste ja auch niemand so genau.

 Katrin aber meint, dass Anita eben wirklich eine sehr große Sorge belastet hat und auch die Annahme von Katrin, Anita könnte schwanger gewesen sein, halte ich tatsächlich auch für möglich. Vielleicht wollte sie das dem Kindvater auch mitteilen. Es passierte eine Tragödie. Es muss ja nicht unbedingt Markus der Vater gewesen sein.

 Sie hatte ja auch einen älteren Freundeskreis. Man weiß ja nicht genau, was da damals so wirklich passiert ist und dass auch die Ermittler über diesen neuen Freundeskreis wohl genauso wenig wie ihre Eltern bescheid wussten oder wenig ermitteln konnten. Ja, da bleiben natürlich dann viele Fragen im Raum stehen. Teils hatten diese Freunde ja auch schon Fahrzeuge, ob nur PKWs oder vielleicht Mofas oder Roller damit gemeint gewesen sind, sei mal dahingestellt.

 Aber auch in diesem neuen Freundeskreis könnte ja ihr Verschwinden begründet liegen, was ich in dem Fall auch so seltsam finde, aber vielleicht geht’s nur mir so. Ihr dürft mir das ja gerne mal in die Kommentare schreiben. Ist eben die Tatsache, dass Anita ja wirklich nur einen einzelnen Haustürchschlüssel mitgenommen hat und sonst nichts.

 Hat sie vielleicht gar nicht vorgehabt noch mal nach Hause zurückzukehren. Man weiß ja wirklich nicht mal, ob sie überhaupt ihre Monatskarte mitgenommen hat, um auch dann in den Bus eben zu steigen. Sie musste auch mehrmals umsteigen. Also, sie hätte diese Monatskarte schon gebraucht, alleine um die immer den Busfahrer vorzuzeigen.

Ähm ja, jetzt wäre es mal interessant gewesen, ob diese Busfahrkarte, diese Monatskarte noch zu Hause gelegen hat oder ob sie die mitgenommen hat. Das wurde leider nirgends erwähnt. Das wäre ja auch mal sehr wichtig in dem Fall gewesen, weil dann hätte man ja auch darüber nachdenken können, ob sie vielleicht gar nicht vorhatte, den Bus überhaupt zu nehmen an diesem Abend.

 Ein Absetzen in Anitas Fall kann ich mir übrigens auch durchaus vorstellen aufgrund von einer eventuellen Schwangerschaft sowieso oder vielleicht auch ihrem neuen Freundeskreis. Und die Eltern beschrieben Anita ihre Freundinnen. Das kommt mit Sicherheit auch mal in anderen Familien so vor.

 Aber auch hatte Anita ja wohl etwas Schwierigkeiten mit ihren Eltern, wenn sie selbst den Kleidungsstil vor ihnen verbergen wollte und das wohl nicht in der Schule tragen durfte, wohl was ihr gefallen hat. Und dabei sollte es ja z.B. auch nicht um aufreizende Kleidung gegangen sein, sondern wirklich eher so um dunklere Klamotten und sie war wohl auch ja eine gute Schülerin.

Vielleicht war ihr das insgesamt zu viel Druck, vielleicht fühlte sie sich zu Hause nicht wohl, aber das sind nur Spekulationen, dass das Elternhaus komplett zerrüttet gewesen sein soll und da dauerhaft nur Streit gegeben habe oder so. Darüber ist nichts bekannt. Das ist jetzt auch nur eine Annahme, dass sie sich da vielleicht lösen wollte vom Elternhaus.

 Ähm, es wirkte jetzt nicht komplett zerrüttet, aber so manche Dinge ähm ja, fand ich dann so ein bisschen komisch mit dem Umziehen und ja, vielleicht auch einem gewissen Leistungsdruck, der da vielleicht geherrscht haben könnte. Was man natürlich auch nicht vergessen darf in diesem Fall ist ein Suizid. Anita ging es damals nicht gut.

 Sie hatte vielleicht auch wirklich ein großes Geheimnis, womit sie vielleicht nicht mehr leben wollte oder konnte und sie nahm auch nichts mit, als sie das Haus verließ. Ein Suizid ist auch immer noch eine denkbare Möglichkeit und dass man sie nicht gefunden hat, das muss nicht unbedingt etwas heißen, auch wenn hier ein Verbrechen wohl doch sehr nah liegt oder ein freiwilliges Absetzen, so bin ich der Meinung.

 Und das Gebiet umfasst ja auch viele Seen und Wälder und es ist gut möglich, dass ein Leichnamen bisher auch nie gefunden wurde. Es recht nicht, wenn er vielleicht gut versteckt worden ist. Für Edelgart und Uichichter war seit dem Verschwinden ihrer Tochter nichts mehr wie zuvor, was man natürlich sehr gut verstehen kann. Berichteten sie, dass sie sehr häufig einen Zettel im Haus liegen lassen würden mit einer aktuellen Telefonnummer, dass falls Anita zu Hause erscheinen sollte und die Eltern nicht da sind, sie direkt eine Rufnummer

hätte. Außerdem äußerten sie, dass sie ihr Türschloss schon so oft repariert haben lassen, damit Anita Schlüssel immer noch passe, wenn sie nach Hause käme. Und das ist natürlich schon etwas, was wirklich sehr, sehr rührend gewesen ist, dass sie das noch nach über 15 Jahren immer noch so gemacht haben. Und sie schauten sich damals auch sehr gerne VS Kassetten an mit Videos von Anita, weil das ist im Endeffekt ja auch das einzige, was den beiden geblieben ist.

bestimmt haben sie auch noch Sachen von ihr zu Hause behalten, vielleicht sogar im Zimmer nicht groß was geändert, aber so sie mal noch mal zu sehen in Bewegung, da hatten sie sich dann eben immer diese VHS Kassetten angeschaut und das ist natürlich auch schon etwas, was sehr sehr traurig ist, finde ich, ähm dass man eben sonst nichts hat, was da übrig geblieben ist.

 Aber das ist im Fall von Katrin Kona z.B. jetzt ja auch nicht anders oder in vielen anderen vermissten Fällen. Von Geschwistern wurde übrigens auch nichts berichtet. Daher gehe ich davon aus, dass Anita wohl auch ein Einzelkind gewesen ist. So ist es natürlich noch mal härter für die Eltern, wenn sie gar keine weiteren Kinder mehr gehabt haben und ihr einzigstes Kind verschwunden ist und sie eben nicht wissen bis heute, was mit Anita passiert ist.

 Und diese Ungewissheit, die muss so schlimm sein, einfach auch nicht zu wissen, lebt sie noch? Wurde sie gequält? Musste sie leiden oder lebt sie irgendwo weiter und will nichts von den Eltern wissen. Da verfolgen einen bestimmt auch Albträume jahrelang, wenn man ja wirklich nicht weiß, was ist mit der Tochter passiert.

Und wenn man dann so Geschichten wie von Natascha Campus hört, die sind zum Glück selten, aber dann fragt man sich bestimmt auch, ist meiner Tochter vielleicht auch sowas passiert oder wie auch immer? Und das muss so so schrecklich sein. Ich sag das ja immer wieder, dieser Schwebezustand bei vermissten Fällen, wo man ja einfach nicht weiß, was ist mit der geliebten Person passiert. Das ist so schrecklich.

Und ich habe auch schon von so vielen Eltern gehört oder Angehörigen in vermissten Fällen, dass sie froh gewesen sind, als sie dann gehört haben, dass man den Sohn oder die Tochter tot aufgefunden hat, weil sie dann einfach nicht mehr überlegen mussten die ganze Zeit, was ist passiert oder wird mein Kind weiterhin gequält, festgehalten, wie auch immer.

 Das war dann so eine kleine Erlösung für die Angehörigen zu wissen, ja, der Leichnam ist jetzt gefunden und die Person musste nicht mehr leiden, obwohl es natürlich auch schrecklich ist zu wissen, wie eine Person dann letztendlich zu Tode gekommen ist. Aber dieser Schwebezustand, der ist einfach so schrecklich, dass die meisten sich einfach nur wünschen, dass das aufhört und dass sie Klarheit bekommen, was man natürlich auch sehr, sehr gut verstehen kann.

 Sollte Anita Richter noch leben, wäre sie heute 41 Jahre alt. Was meint ihr mit Anita Richter damals passiert? Ich weiß, dass ich heute etwas mehr spekuliert habe in der Folge, aber mich interessiert eben auch sehr, was ihr darüber denkt. Vielleicht gibt es ja auch Zuschauer oder Zuschauerinnen, die Anita persönlich gekannt haben.

 Da dürft ihr euch auch gerne mal privat oder in den Kommentaren melden. Die Informationen bleiben aber wie immer natürlich bei mir. Aber einen Austausch finde ich mal sehr, sehr wichtig, weil Personen, die Anita besser gekannt haben, können ja vielleicht auch noch viel mehr einschätzen, was da wirklich geschehen sein könnte damals.

 Und auch falls Anitas Eltern diese Folge hören, wäre ich auch zu einem Austausch sehr gerne bereit. Eine E-Mailadresse von mir findet man immer in der Beschreibung. Ja, ihr Lieben, ich beende jetzt die heutige Folge. Leider gibt es nicht mehr Informationen zum Fall von Anita Richter, aber trotzdem ist der Fall sehr mysteriös und es gibt so viele Möglichkeiten, was mit Anita passiert sein könnte, finde ich zumindest.

 Und trotzdem weiß man so gar nichts wie vom Erdboden verschluckt. Und wie der Kommissar auch sagte, es ist wirklich wie nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen. Ja, ihr Lieben, aber jetzt wie gesagt beende ich die Folge und ähm kommt gut in den Tag oder gut in die Nacht. Bleibt sicher, ihr Lieben, bleibt gesund.

 Wir hören uns bei einer nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimtime mit Lia. deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. Ne.

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